• Feuer Frei - 5. Juni 2022
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  • Naturlandschaft pur - duftende Bergwälder im Fuscher Tal
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  • Mautstelle Ferleiten
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  • Streckengabelung
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  • Edelweißspitze - Himmelspforte der Ultra-Fahrer
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  • Bruck an der Glocknerstraße
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  • Perfektes Gipfelglück
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  • Glückliches Zielfinisch Fuscher-Törl
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  • Fuscher-Törl in Vogelperspektive
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Die Absageflut von Radsport-Events nimmt auch dieses Jahr seinen Lauf. Kaum vergeht ein Tag, wo nicht ein Veranstalter enttäuscht die Segel streicht. Nun hat's auch den Glocknerkönig abermals erwischt. 

+++Stellungnahme zur Veranstaltungsabsage+++

Glocknerkönig 2021

Leider haben wir seit Mitte März die traurige Gewissheit: Wir müssen den Glocknerkönig auch 2021 absagen.

Nach wie vor erhalten wir keinerlei Informationen über die Abhaltung von Veranstaltungen von der Österreichischen Bundesregierung. 

Alles was wir bislang wissen, sind Mutmaßungen: Teilnehmerbegrenzung, Streichung der Kategorie "Ultra" (Platzmangel Edelweißspitze), neues Konzept für Start, Ziel und Rennbüro (ohne Information, welche Auflagen erfüllt werden müssen), keine Massagen, kein Kaiserschmarrn, kein Verweilen auf dem Großglockner, ... Die Liste kann lange fortgesetzt werden.

Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Mit Mitte März war die absolute Deadline für eine Entscheidung erreicht. Klar war immer, dass wir euch Teilnehmern ein fulminantes Event bieten wollten - unter Anbetracht der Covid-19 Situation zusätzlich unter absoluten Sicherheitsvorkehrungen. Die Ungewissheit - oder vielmehr die Unwissenheit - hat uns nun ausgebremst und zu diese Schritt gezwungen. 

Alle angemeldeten Teilnehmer haben mit 22. März einen Newsletter von Datasport erhalten. Selbstverständlich haben alle Starter wieder die Möglichkeit, sich die Teilnahmegebühr retour überweisen zu lassen. Natürlich kann das Geld auch bei uns gelassen werden, was euch 2022 einen fixen Startplatz garantiert. Bei Option 2 helft ihr uns übrigen mit der Liquidität in dieser herausfordernden Zeit.

Wir bedanken uns für euer Verständnis und freuen uns, wenn ihr euch schonmal den Termin für das Jubiläum im nächsten Jahr vormerkt:

Sonntag, 5. Juni 2022

Anmeldeschluss: 31.05.2022

Bruck an der Glocknerstraße

Der Glocknerkönig gehört im Amateur-Radsport zu den beliebtesten Bergrennen im gesamten Alpenraum. Das Klassiker-Event lockt jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende bis zu 3.000 begeisterte Radsportler aus vielen Nationen nach Bruck an der Glocknerstraße. Von daher empfiehlt sich eine frühzeitige Hotel-Reservierung, um möglichst nah am pulsierenden Geschehen zu sein. Das schmucke Alpendorf mit rund 4.470 Einwohner liegt am Rande des Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land nahe der Bezirkshauptstadt Zell am See und ist von majästätischen 3000er Gipfeln umgeben. Deswegen ist die Region eine erstklassige Destination für Radsportler.

Samstag - Tag der Vorbereitung

Der Samstag steht naturgemäß im Zeichen der Startunterlagen, dem lässigen Flanieren über die Expo-Area, Small Talks mit Freunden und Bekannten sowie der traditionellen Nudelparty. Letzte Möglichkeit energiehaltige Kohlenhydrate zu bunkern - sprich Glycosespeicher aufzufüllen. Da passt es gut zusammen, dass die Gastronomiebranche eng in die Veranstaltung mit eingebunden ist, wie Verpflegungsgutscheine im Starterbeutel zeigen. Für's leibliche Wohl ist bestens vorgesorgt, denn die Köche kredenzen feinste regionalspezifische Gerichte. Allein der Blick auf die Speisekarte oder der Anblick opulent gefüllter Speisenteller lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Selbstverständlich darf der frisch gebackene Kaiserschmarrn nicht fehlen, der nach der knüppelharten Challenge im Ziel in luftiger Höhe gereicht wird und tatsächlich gleich doppelt so gut schmeckt.

 Wechselkleidung

Der kostenlose Kleidungstransportservice ist eine super Geschichte, da man sich nach Zielankunft normalerweise einige Zeit in der herrlichen Gipfelregion aufhält. Um einer akuten Erkältungsgefahr vorzubeugen - auf 2.500 Meter Höhe kann es empfindlich kalt und windig sein, zudem ist nach der Extremleistung das Immunsystem geschwächt - sollten  nass verschwitzte Klamotten schleunigst gewechselt werden. Daher gehört Funktionsunterhemd, (Langarm-) Trikot, (Softshell-) Jacke / Windstopper-Weste, Regenhaut, Mütze, Handschuhe unbedingt in den Kleidungssack. Mit zunehmender Höhe sinkt die Temperatur um etwa 6 Grad Celsius pro 1000 Höhenmeter, weshalb es im Zielgelände gut und gerne 10 Grad kühler als am Startpunkt im Salzachtal sein kann. Abgesehen davon ist im Hochgebirge jederzeit mit plötzlichen Wetterumschwüngen und Temperaturstürzen zu rechnen (Gewitter, Regen, Hagel, Schneefall). Allein auf (unzuverlässige) Wetterprognosen / Wetter-Apps zu vertrauen, kann u.U. böse in die Hose gehen. Der Veranstalter empfielt in diesem Zusammenhang für die Region Grossglockner-Zellersee Wettervorhersagen über Bergfex abzurufen. 

Bei der Startnummernausgabe erhältst du u.a. einen wiederverwendbaren Turnbeutel.

* Auf diesem Sack bringt man die Startnummer an.

* Die Nummer für den Turnbeutel (gleiche Nummer wie die Startnummer) findest du im Starterset.

* Den Turnbeutel befüllst du mit den Wechselklamotten für das Ziel.

* Dieser kann dann am Samstag zwischen 17:00 und 20:00 Uhr und am Sonntag von 05:30 bis 06:15 auf den ausgewiesenen LKW`s abgeben werden.

*Light Teilnehmer können ihren Turnbeutel direkt beim Start bei der Kassenstelle Ferleiten abgeben. Der LKW befindet sich um 07:15 Uhr im Startbereich.

* Im jeweiligen Ziel wird dein Beutel gegen Vorlage der Startnummer retourniert.

* Bitte keine Wertgegenstände in die Kleidersäcke geben. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für den Inhalt.

Taltransport von Kleidersäcken gibt es nicht. Im Ziel nicht abgeholte Kleidersäcke können bei der Chiprückgabe in Bruck ab 13:00 Uhr abgeholt werden. Im übrigen wird auch ein Shuttle-Service für Begleitpersonen angeboten. 

Über die Gemeinde Bruck fegten einen Tag vor dem Glocknerkönig 2018 ein heftiger Gewitterschauer hinweg und projezierte über der Salzach einen wunderschönen Regenbogen ins Firmament.

 Großglockner Hochalpenstraße

Im Ortszentrum von Bruck befindet sich an der Glocknerbrücke auf der Salzachseite des Gasthof Lukashansl (Kilometerstein Null) der Ausgangspunkt der höchstgelegenen befestigten Passstraße in Österreich: die Großglockner-Hochalpenstraße. Die berühmteste Alpenstraße, die bereits 1935 eröffnet wurde, durchquert über alle Vegetationsstufen hinweg eine einzigartige Gebirgswelt mit blühenden Almwiesen, duftenden Bergwäldern, schroffen Felsen, felsigem Geröll und ewigem Eis. Sie führt auf ihren 48 Kilometern und 36 Kehren über die Gebirgspässe Fuscher Törl (Parkplatz II, 2.428 m ü.d.M) und Hochtor mitten ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern, und verbindet Bruck (755 m) im Salzachtal im Norden mit Heiligenblut (1301 m) bzw. Winklern (965 m) im Mölltal im Süden. Gleichsam stellt sie die Verbindung zwischen den Bundesländern Salzburg und Kärnten her. Eine Stichstraße zweigt am Parkplatz I Fuscher-Törl (2407 m ü.d.M.) zur Edelweißspitze (2571 m ü.d.M.) ab, von dessen Aussichtsturm bei klarem Wetter 37 Dreitausender und 19 Gletscherfelder zu sehen sind. Direkt unterhalb des Gipfels bietet die Edelweißhütte Quartier und Verpflegung. Den nächsten Streckenhochpunkt erreicht die Hochalpenstraße an der salzburgisch-kärntnerische Grenze am Tunnelportal des Hochtors auf 2504 Meter Höhe, wo sich zugleich die Wasserscheide der Salzach (Inn) und der Drau befinden. 

Auf der Kärntnerseite gabelt sich am Parkplatz "Guttal" (1.859 m ü.d.M.) die Straße nach Heiligenblut (1.301 m ü.d.M.), während eine Stichstraße zum Fuße des Großglockner (3.798 m) und seinem Gletscher, der Pasterze zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m ü.d.M.) führt.

Am 5. Juni 2022 wird die letzte Austragung des Glocknerkönigs bereits drei Jahre zurück liegen. Für passionierte Radsportler eine gefühlte Ewigkeit. Umso größer die Sehnsucht und Vorfreude auf das nächste Riesenspektakel. Überhaupt zählt das ultimative Mega-Event zu den populärsten Veranstaltungen, das enorm viele "Wiederholungstäter" anlockt und demzufolge das Leistungsniveau nach oben schraubt. So ist es wenig verwunderlich, dass insbesondere Spitzenathleten in der Trainingsvorbereitung nichts dem Zufall überlassen und top vorbereitet an den Start gehen. Da der Glocknerkönig ein Bergrennen ist und für manche Teilnehmer zum prestigeträchtigen Saisonhöhepunkt zählt, stehen dementsprechend drahtige Bergziegen auf der Matte, die eine hohe Leistung pro kg Körpergewicht (Watt/kg) erbringen. Da gerade bergauf jedes (Zusatz-) Kilo ein Handicap darstellt (pro kg Körpergewicht sind etwa 7-10 Watt mehr Leistung aufzubringen), sind gute (Berg-) Fahrer meist bis auf's letzte Prozent Körperfett austrainiert.

Die Streckendaten lesen sich respekt- um nicht zu sagen furchteinflößend, wobei die Streckencharakteristik zweigeteilt ist. Bleibt die erste Hälfte der Wegstrecke bis zur Mautstelle mit einer Ø-Steigung von 2.7 % im grünen, sprich moderaten Bereich (389 hm), schlägt im zweiten Teil eine Ø-Steigung von 10.0 % zu Buche (1.430 hm bis zur Edelweißspitze). Selbst für ambitionierte Bergziegen kein Honigschlecken. Während sich Top-Fahrer im Rennen nichts schenken und exorbitante Wattleistungen drücken, kämpfen andere hingegen einzig um ihren sportlichen "Überlebenskampf". Leidenschaft ist eben der Turbo des Antriebs - im Leben wie im Sport. Doch alle eint dieselbe Hingabe: im Getümmel Gleichgesinnter euphorisch seine Leidenschaft auszuleben ist das Nonplusultra.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Glocknerkönig


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Glocknerkönig - Ready to rumble

Wenngleich das Leistungsniveau des Teilnehmerfelds für Breitensportverhältnisse hoch ist, so ist es dennoch ein Radevent für Jedermann & Jederfrau. Ob lizenzierte Radsport-Amateure, (Ex-) Profis, Hobby-Radsportler, "Just for Fun Radler", ob Jung oder Alt - jeder kann teilnehmen sofern es die aktuelle Trainingsform hergibt. Wettkampf-Arena ist die legendäre Großglockner Hochalpenstraße, die mitten in eine atemberaubende Hochgebirgskulisse hinein führt.

Der Sicherheit wegen ist ab der Mautstelle Ferleiten die Straße von 7:00 bis 10:30 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Die Strecken haben es in sich, wobei die Längenabstufung dem Breitensportcharakter entgegen kommt: LIGHT 1.330 hm, 12.8 km, CLASSIC 1.671 hm, 27 km, ULTRA 1.814 hm, 29 km.  

Der Ultra und Classic Start befindet sich im Ortszentrum von Bruck, während sich der Startpunkt der kürzeren Light-Strecke an der Kassenstelle  Ferleiten befindet. Ziel der Classic-Fahrer ist der Parkplatz I Fuscher-Törl auf einer Höhe von 2.407 Meter. Die Ultra-Kategorie zur Edelweißspitze (2.571 m ü.d.M.) wartet noch mit einem "Höhenmeter-Bonus" auf. Eine 14% steile Pflasterstraße schlängelt sich über 6 Kehren nach oben, auf der sich man sich die Kante geben bzw. sich die Zähne ausbeißen kann.

Startblöcke

Berechtigung für den 1. Startblock haben ausnahmslos nur Teilnehmer, welche den Glocknerkönig CLASSIC / ULTRA 2018 oder 2019 unter 1:45:00 absolvierten.

Berechtigung für den 2. Startblock haben ausnahmslos nur Teilnehmer, welche den Glocknerkönig CLASSIC / ULTRA 2018 oder 2019 unter 2:00:00 absolvierten. Zudem dürfen auch Teilnehmer starten, welche bei anderen namhaften Rennen im Vorderfeld Platzierungen errungen haben (Antragsstellung erforderlich).  

Die restlichen Teilnehmer starten im 3. Startblock.

Ultra- und Classic- Fahrer starten um 7:00 Uhr gemeinsam am Dorfplatz in Bruck (756 m ü.d.M.). Vom Salzachtal in Bruck führt die Großglocknerstraße direkt in die saftig grüne Wald- und Wiesenlandschaft des Fuscher Tals (Pinzgau) entlang der Fuscher Ache.

Die "Warm-Up-Phase" über Fusch zur Embachkapelle (863 m ü.d.M.) weist eine gemäßigte Steigung von 2 % auf, weshalb das Starterfeld auf den ersten 10 Kilometer relativ dicht beindander bleibt. Es folgt ein 1.5 km langes Steilstück (bis 12 %) zur Bärenschlucht (1021 m ü.NN). Danach flacht die Steigung bis zur Mautstation Ferleiten auf 4 -5 % ab. 

Ein kilometerlanger Bandwurm pflügt auf der mässig ansteigenden Großglockner Hochalpenstraße der Mautstelle Ferleiten entgegen, wo das verschwiegene Fuscher Tal in das höher gelegene Ferleitental übergeht. 

An der Mautstelle Ferleiten (1.115 m ü.d.M.) steigen um 7.45 Uhr die Teilnehmer der LIGHT-Kategorie ins Renngeschen ein, während das Groß der CLASSIC & ULTRA - Fahrer bereits durch ist. Die drei schnellsten Fahrer (Netto-Zeit) der Ultra- und Classic-Kategorie erhalten bei der Siegerehrung eine Prämie (Sprintwertung). Spitzenfahrer wie Stefan Kirchmair (Sieger der Sprintwertung 2019) benötigen für den 14.5 km langen Streckenteil rund 25 Minuten, was einem Ø von 33,5 km/h entspricht. Freilich ist die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit rasch Geschichte, denn fortan schmilzt sie Kehre um Kehre wie das Eis in der Sonne. 

Glocknerkönig Light 

  • Start ab 07:45 Uhr Mautstelle Ferleiten 1.115m Seehöhe
  • Ziel Fuschertörl Gedenkkapelle 2.445m Seehöhe
  • Streckenlänge: 12,8 km
  • Steigung: max. 12%
  • Höhendifferenz: 1330 HM

Bezogen auf die Ultra-Strecke sind in Ferleiten exakt die Hälfte der Gesamtdistanz - allerdings erst gut ein Fünftel der Höhenmeter - bewältigt. 

Streckensegmentierung

  • Streckenabschnitt Bruck an der Glocknerstraße - Mautstelle Ferleiten: 14.5 km →    389 hm → Ø-Steigung   2.7 %
  • Streckenabschnitt Mautstelle Ferleiten - Edelweißspitze:                     14.5 km → 1.430 hm → Ø-Steigung 10.0 %
  • Gesamtstrecke Bruck an der Glocknerstraße - Edelweißspitze:             29.0 km → 1.814 hm → Ø-Steigung   6.2 %

Nun geht's hinein - besser gesagt hinauf - ins idyllische Hochtal Ferleiten. Den am Anschlag fahrenden Wettkampfsportler wird die Flora & Fauna nicht sonderlich interessieren. Gleichwohl sei der Hinweis erlaubt, dass in dem geschützten Naturrefugium noch seltene Orchideenarten gedeihen und scheue Gämsen und Steinböcke umher kraxeln.

Unmittelbar nach der Mautstelle zieht die Straße mit bis zu 13 % Steigung spürbar ihre Daumenschrauben an. Das anfangs dichte Teilnehmerfeld beginnt sich in dieser Phase zunehmend zu lichten. Für die Protagonisten geht's nun ans Eingemachte, bei der der qualvolle Kraftakt mitunter eine bewußtseinsferne Trance auslöst. Phasenweise wird im abgeschotteten Kosmos selbstvergessen dahin gekurbelt als gäbe es kein Morgen mehr.

Randnotiz (Bild oben): es wird ein Geheimis des Teilnehmers bleiben, was ihm beim nachdenklichen Mustern des Kehrenschilds durch den Kopf gegangen sein mag. Vielleicht wurde in Ruhe ein rechnerisches Zwischenfazit gezogen. Faktisch hat man an diesem Streckenpunkt 1.000 Höhenmeter erklommen. Je nach Strecke - fehlen also noch bis zu 800 Höhenmeter, bevor der Sack zugemacht wird. 

Die Höhenangaben auf der Beschilderung mögen eine wertvolle Information sein. Ob's der Psyche wirklich hilft, bleibt dahin gestellt. 

Sofern der Wettergott wohl gesonnen ist, radelt man ab der Mautstation Ferleiten zunehmend der Sonne entgegen. Besonders ab der Baumgrenze von 1.500 m Höhe lugt die Sonne über die schneebedeckten Gipfel immer häufiger hervor und taucht die Hochgebirgslanschaft in gleißende Licht- und Schattenspiele. Trotz "Race-Pace" am Rand des Leistungslimits reißt einem das überwältigende Prachtpanorama und die Schönheit der Bergwelt der Hohen Tauern immer wieder aus dem abgekapselten in sich gekehrt sein und stoischem Tunnelblick heraus.

Wird die Baumgrenze überschritten beginnt die subalpine Zone. Anfang Juni ist die Gerölllandschaft in dieser Höhenlage - je nachdem wie streng der Winter war - mehr oder weniger durchgängig schneebedeckt. 

Touristische Informationstafeln werden allenfalls beiläufig wahrgenommen, der Fokus liegt auf Leistungsmessdaten und der aktuell befindlichen Höhe.  

An der Labestelle beim Gasthaus Piffkar (1620 m ü.d.M.) stoppen nur die wenigsten Fahrer. Das sogenannte "Serpentinenfest" beginnt mit Kehre 1 (Piffalpe, 1.392 m ü.d.M) und endet mit Kehre 14 (Oberes Naßfeld, 2.374 m ü.d.M.) kurz vor der Streckengabelung. Während Classic-Fahrer am Fuscher Törl Parkplatz I (2407 m ü.d.M.) nach 27 Kilometer die Ziellinie überfahren (1.694 Höhenmeter), beginnt für die hartgesottene "Ultra-Liga" die Kehren-Nummerierung (1-6) auf der 2 km langen Pflasterstraße zur Edelweißspitze von vorne. 

2018 feierte die Ultra-Wertung mit der Edelweißspitze (2.572 m.ü.NN.) Premiere, worauf es coronabedingt 2019 nur zu einer weitere Ausgabe gereichte. 

2019 quälten sich im Schlussakkord 517 gewertete Fahrer sauerstoffjapsend die Rampe hoch. Für manche Schlussankömmlinge war es des Guten zuviel und mussten ihr Gefährt notgedrungen schieben. Doch letzten Endes zählt gerade für Nachzügler nicht das Ranking sondern einzig und allein das glorreiche Finish. 

Je nachdem wie schneereich der Winter bzw. wie kalt die Frühjahrsmonate waren fährt man entweder an meterhohen Schneewänden oder kahlen Felsenhängen entlang.

Da die Straßensperre ab 10:30 Uhr aufgehoben wird, ist die Karenzzeit beim Abzweig Parkplatz I Fuscher-Törl um 10:15 Uhr. Wer sich also für den Ultra Bewerb registriert hat und diese Karenzzeit nicht erreicht, fährt weiter zum Classic Ziel und wird dort gewertet. Der Zielwechsel eines ULTRA Teilnehmers zum Classic Ziel vor der Karenzzeit 10:15 wird hingegen als Rennaufgabe gewertet.

Die knackige Schlussrampe zur Edelweißspitze läutet den finalen Kampf gegen den inneren Schweinehund ein. Der Schlussabschnitt erfordert geballte Willenskraft mit der letzte Kraftreserven mobilisiert werden, um noch Plätze gut zu machen. Die Stichstraße auf (gut befahrbaren) Kopfsteinpflaster überwindet mit ihren sechs Kehren 143 Höhenmeter (Ø-Steigung 10.5%, Maximalsteigung 14 %). Der Kampf auf Biegen und Brechen neigt sich dem Ende zu. Sicher eine knallharte Challenge, aber auch ein außergewöhnliches Naturerlebnis, sich im Schneckentempo zwischen meterhohen Schneewänden nach oben zu quälen. Dabei macht die Höhenluft merklich zu schaffen, weil aufgrund verminderter Sauerstoffaufnahme das Atmen zunehmend schwerer fällt. Kein Wunder wenn man in Schnappatmung verfällt, denn umso höher man sich nach oben schraubt, desto weniger Sauerstoff nimmt unser Blut bei jedem Atemzug auf, weshalb der O2-Mangel mit steigender Atemfrequenz kompensiert werden muss.

Während 2018 die Auffahrt zur Edelweißspitze nahezu schneefrei war, zeigte sich 2019 ein völlig anderes Bild. Allemal beeindruckend, durch die gefrästen Schneeschneisen zu fahren.

In den 30er Jahren räumten im Frühjahr rund 350 Männer mit Handschaufeln ausgerüstet etwa 70 Tage lang die Hochalpenstraße von bis zu zehn Meter hohen Schneewänden frei. Seit 1953 haben diesen Knochenjob fünf "Wallack-Rotations-Schneefräsen" (Franz Wallack war Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße) übernommen.

So schaut sie aus, die sogenannte "Himmelspforte". Chaupeau - Geschafft - Finito - Feierabend. Schlagartig kein Getriebener mehr, die Schinderei mit dem Kampf gegen die tickende Uhr ist zu Ende. Voller Stolz wird die überreichte Glocknerkönig-Medaille umgehängt - Voilà! Ausgeschüttete Glückshormone beginnen umgehend mit ihrem suchtfördernden Werk, was fortan die Vorfreude auf das nächste Event keimen lässt. Dabei gilt die Grundregel, je größer die Qual, umso mehr raubt einem das ausgeschüttete Endorphin und Dopamin im Glücksrausch die Sinne. 

In der faszinierenden Hochgebirgswelt erwartet die schweißgebadeten Finisher mit ihrer glamourösen Durchfahrt des Zielbogens ein wahrer Glückshormon-Flash. Just in dem Augenblick fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes buchstäblich in den "siebten Himmel" katapultiert.

Ausgepowert vom Sattel zu steigen, sich in überschwänglicher Freude zu aalen und dazu ein gigantisches 360 Grad-Hochgebirgspanorama vor der Nase zu haben löst eine unvergessliche Glückseligkeit aus. Ganz zu schweigen vom frisch gebackenen Kaiserschmarrn und heißem Tee auf dem Parkplatz I Fuscher-Törl. Webcam Fuscher-Törl

Der Sack ist zu - der Glocknerkönig ist in "trockenen" Tüchern - die Medaille baumelt auf der stolz geschwellten Brust. Es ist an der Zeit, den Gang zurück zu schalten und sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Je nach Wetter und Temperatur bietet sich nach Empfangnahme des Wechselwäschebeutels die Gelegenheit länger oder kürzer an diesem faszinierenden Aussichtspunkt zu verweilen. 

Schon erstaunlich, welche Radgattungen bei dem reinrassigen Bergrennen zum Einsatz kommen. Wenngleich zwar fast alle Teilnehmer standesgemäß auf einem leichten Rennrad sitzen gibt es Indiviudalisten, die den Wettkampf mit dem Liegerad, Tandem, Gravelbike oder Mountainbike bestreiten.

Ein Blick in die Ergebnislisten offenbart gravierende Leistungsunterschiede. So war beispielsweie die Durchschnittsgeschwindigkeit des Glocknerkönigs Mathias Nothegger im Vgl. zum Letztklassierten fast viermal so schnell. Nichtsdestoweniger ist aber auch klar, dass sich jeder Klassierte völlig zu Recht als stolzer Glocknerkönig fühlen darf. 

Classic-Wertung 2019

1. Nothegger Mathias: 1:15.17 (Ø 21,5 km/h)   

1. Rausch Christina:    1:26.08 (Ø 18,8 km/h) - Streckenrekord!

Letztklassierter:          4:42.09 (Ø 5.7 km/h)

Ultra-Wertung 2019

1. Spögler Michael: 1:23.39 (Ø 20,7 km/h) - Streckenrekord!

1.Prieling Nadja:     1:49.06 (Ø 15,9 km/h)

Letztklassierter:      3:35.38 (Ø 8,0 km/h)

  • Streckenrekordhalterin in der Frauen-Ultra-Wertung ist Esther Fennel (AUS) mit einer Fabelzeit von 1:41:28 h (2018)
  • Streckenrekordhalter in der Männer-Classic-Wertung ist Roland Stauder (ITA) mit einer Fabelzeit von 1:15:15 h (2005)

Stefan Kirchmair (Bild oben) - zweifacher Ötztal-Radmarathon-Sieger (gewann 2019 die Sprintwertung) - ebenso wie Mathias Nothegger (zweifacher Ötztal-Radmarathon-Sieger und Rekordhalter) haben bereits mehrfach beim Glocknerkönig teilgenommen.

 Im Rennen selbst bekommt man den höchsten Berg Österreichs und Namensgeber der Veranstaltung - den Großglockner - nicht zu Gesicht. Wer nach Zielankunft nur wenige hundert Meter zum Parkplatz II Fuscher Törl radelt (21 hm) genießt - sofern es die Sicht erlaubt - einen sagenhaften Rundblick auf den Großglockner, 14 Dreitausender und 11 Gletscher. 

Bei der Talfahrt können sich die Radsportler über die gut ausgebaute Straße mit exzellentem Straßenbelag freuen. Es ist zu beachten, dass die Verkehrssperrung im Bereich Kassenstelle Ferleiten bis Gasthof Fuscherlacke bzw. Edelweißspitze nur von 07:00 bis 10:30 Uhr in Kraft ist bzw. während der gesamten Veranstaltung die Österreichische Straßenverkehrsordnung gilt. Auf der 27 km langen Talfahrt nach Bruck ist erhöhte Vorsicht geboten (unübersichtliches Kurvenschneiden ist lebensgefährlich!). 

Die letzten Kilometer bis nach Bruck verlaufen entlang der rauschenden Salzach, die mit der längste (225 km) und wasserreichste Zufluss des Inns ist.

Mit jeder Kurbelumdrehung rückt Bruck an der Glocknerstraße näher.  

Jeder Teilnehmer registriert freudig das Ortsschild, wo Stunden zuvor das Rennen seinen Ausgang nahm.

Die Ortseinfahrt wird emotional wie eine zweite Zielankunft empfunden. Dementsprechend beginnen die Glückshormone abermals zu tanzen. Wohlbehalten zum Ausgangspunkt wieder zurück zu kehren ist natürlich das Allerwichtigste.

Zurück in Bruck, wo der Wettkampftag seinen Anfang nahm wimmelt es von einströmenden Radlern. 

Tierischer Humor: ein lieber Glocknerkönig der besonderen Art.

Runter kommen, Beine hängen lassen, entspannen - jetzt beginnt für die Rennfahrer die wichtigste Trainingsphase: die Regeneration.

Nach der Chip-Rückgabe ist eine regenerationsfördernde Massage das beste was man seinem Körper gönnen kann.

 Glocknerkönig 2019

 Glocknerkönig 2018

Ausschreibungshinweise (5. Juni 2022)

Startgebühren

Die ersten 100 Nennungen (Ultra & Classic & Light ) zum "early bird" Preis von 40,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.11.2021    49,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.01.2022    59,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 30.04.2022    65,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.05.2022    75,00 EUR

Nachnennungen                                       85,00 EUR

Leistungsumfang

  • Bestmögliche Streckensicherung/Veranstaltungsorganisation
  • Professionelle Zeitnehmung durch Data Sport
  • Startgeschenk
  • Totalsperre der Großglockner Hochalpenstraße
  • Professioneller Sanitätsdienst durch das Rote Kreuz
  • Pannen Service - Ersatzteile sind zu bezahlen durch Sport 2000
  • Verpflegungsgutschein für die Nudelparty
  • Betreute Labstellen mit ausreichend Verpflegung auf der Strecke, sowie frisch gebackenem Kaiserschmarrn und Tee im Ziel
  • Ehrenpreise und Sachpreise für die ersten 3 jeder Klasse
  • Ehrenpreise und Sachpreise für die besten 3 Teams
  • Startnummer als Andenken
  • Finisher Medaille
  • Massage
  • Wiederverwendbarer Kleidersack inkl. Transport ins Ziel

Veranstalterhinweise für die Anmeldung Glocknerkönig 2022

Alle mit "Startgeldübertragung" von 2020 sind bereits für 2022 gemeldet.

Anmeldeschluss ist der 31.05.2022. Spätere Anmeldungen und auch Anmeldungen im Rennbüro sind nicht mehr möglich. Es besteht am Samstag (04.06.2022) sowie am Sonntag (05.06.2022) die Möglichkeit, nicht abgeholte Startnummern im Rennbüro zu erwerben. Wir können keine Garantie abgeben, dass zu diesem Zeitpunkt noch Startnummern zur Verfügung stehen. Es wird eine Nachnenngebühr von + 10,00 EUR verrechnet.

Das Rennbüro befindet sich am Dorfplatz in Bruck (Raiffeisenbank). Abholung der Startnummern am Samstag 04.06.2022  von 10:00 - 20:00 Uhr und Sonntag 05.06.2022 von 05:00 - 06:30 Uhr.

Rückblick 2019

Vis a vis des Sporthotels Kitz erfolgt auf der Musiktribüne die Siegerehrung. 

Sonniges Kaiserwetter und tief verschneite Landschaft bescherte den Teilnehmern des 24. Glocknerkönigs am 2. Juni 2019 eine kontrastreiche Hochgebirgswelt mit beeindruckendem Antlitz. Auf dem Fuschertörl-Parkplatz labten rund 2.500 "Glocknerkönige" herzhaft am frisch gebackenen Kaiserschmarrn und hielten sich relativ lang auf, bevor es in die Abfahrt ging. Fazit: die 24. Ausgabe ging als Radlerfest der Superlative in die historische Chronik des Glocknerkönigs ein.

Results

Bei der Siegerehrung dürfen Glocknerprinzessinnen und Glocknerprinzen ihr vollbrachtes Meisterwerk feiern. Schnellster der Classic Strecke war Vorjahressieger Nothegger Mathias (A) in einer Fabelzeit von 1:15.17,8. Die schnellste Dame war Rausch Christina (D). In der furiosen Zeit von 1:26.08,0 siegte sie zum vierten Mal in Folge.

Die Resultate belegen eine gewaltige Leistungsspanne der Teilnehmer (Beispiel Herren):

  • Classic-Wertung FZ 1:15.17,8 (Ø 21,514 km/h) im Vgl. zum letzten Fahrer: FZ 4:42.09,7 (Ø 5,741 km/h) - Rückstand 3:26.51,9 
  • Ultra-Wertung:  FZ 1:23.39,4 (Ø  20,727 km/h) im Vgl.zum letzten Fahrer: FZ 3:35.38,4 (Ø  8,041 km/h) - Rückstand 2:11.59,0

Die Ultra-Wertung gewann Spögler Michael (I) in 1:23.39,4. Bei den Damen siegte Prieling Nadja (A) in 1:49.06,7.

Im Interview zeigte sich Stefan Kirchmair (zweifacher Ötztal-Radmarathon-Gewinner) - Sechstklassierter der Classic-Wertung - über den Sieg der Sprintwertung (Bruck-Mautstelle Ferleiten) völlig überrascht, weil er nicht als Führender den Messpunkt passierte. Des Rätsels Lösung lag an Zeitnahme, die nach dem Real Timing System (Echtzeit) erfolgt und erst nach Überqueren der Startlinie zu ticken beginnt. Deswegen können auch nachfolgende Fahrer die Sprintwertung gewinnen, wenn sie auf der 14.5 km langen Strecke Zeit gut gemacht haben (Aufholjagd).

 Die Grossglockner Bike Challenge ist ein Jedermann-Rennen, das am 10./11. Juli 2021 erstmals zur Austria Top Tour zählt und quasi das "Pendant" zum Glocknerkönig ist. Die 17 km lange Strecke führt von Heiligenblut (Bundesland Kärnten) über die verkehrsgesperrte Grossglockner Hochalpenstraße auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und überwindet 1.212 Höhenmeter. Die Zielankunft könnte mondäner nicht sein, denn der sensationelle Ausblick auf den höchsten Berg Österreichs ist der beste Abschluss den man sich nur vorstellen kann. Für den Glocknerkönig und die Grossglockner Bike gibt es sogar eine Kombiwertung.

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BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER
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A-5671 Bruck Fusch Glocknerstraße

Veranstalter:
Fuscher FREGES GmbH  
Zeller Fusch 85

A-5672  Fusch an der Glocknerstraße

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