• Donau-Ilz-Radweg - Vom "blauen Strom" zur "schwarzen Perle"
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  • Radlerfähre "Altaha" - verbindet Donau-Ilz-Radweg - Donau-Radweg - Deutsche Limes-Radweg mit dem Isar-Radweg
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  • Abtei Niederaltaich - Benediktinerkloster in der Gemeinde Niederalteich
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  • Niederalteich - Schnittpunkt Donau-Ilz-Radweg / Donau-Radweg / Deutscher Limes-Radweg / Isar-Radweg
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  • Niederalteich - Donau
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  • Blick zum Brotjacklriegel (1.011 m)
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  • Donau-Ilz-Radweg - Von Fluss zu Fluss durch den südlichen Bayerischen Wald
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  • Zünftige Radlerpause
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  • Badespaß am Eginger See
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  • Naturparadies im Burgenland
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  • Einweihungsfeier Donau-Ilz-Radweg (22. Juli 2006)
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  • Dreiburgenland & Ilztal - Romantisches Radparadies
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  • Donau-Ilz-Radweg - Von Fluss zu Fluss quer durch den südlichen Bayerischen Wald
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  • Donau-Ilz-Radweg - Auch Rennradler genießen die verkehrsfreie Streckenführung
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»Donau-Ilz-Radweg« - Vom "blauen Strom" zur "schwarzen Perle"

    

Bild: Startpunkt des »Donau-Ilz-Radweg« in Niederalteich, der im Kreuzungsbereich mehrerer populärer Fernradwege liegt. Der frequentierte Radwege-Knoten befindet sich vis-à-vis dem Radlerpavillon und der neugotischen Kapelle (1880), welche dem Patron gegen Überschwemmungen und Wassergefahren St. Nepomuk geweiht ist.

Radlertreffpunkt Niederalteich: beliebte Radstrecken strahlen hier sternenförmig in allen Himmelsrichtungen auseinander. Selbst die Donau vermag Radfahrer nicht zu hindern, weil die Saisonfähre "Altaha" die Verbindung zum 300 km langen »Isar-Radweg« herstellt, der am gegenüberliegenden Ufer in Thundorf seinen Ausgang nach Plattling / Landshut und weiter über Oberbayern bis zur Landesgrenze in Tirol nimmt.

Was den »Donau-Ilz-Radweg« auch auszeichnet bzw. besonders informativ macht, sind aufgestellte Orts- bzw. Regions-Schautafeln am Wegesrand der gesamten Strecke. Man kann sich "ON TOUR" ständig über die Region schlau machen, wo man gerade Halt macht. Ein außergewöhnlicher touristischer Service, den beileibe nicht jede Urlaubsdestination bzw. Radweg zu bieten hat.

Streckenverlauf 

Markt Niederalteich → Markt Hengersberg → Markt Schöllnach → Gemeinde Außernzell (Landkreis Deggendorf) → Markt Eging a.See → Markt Tittling → Gemeinde Fürstenstein → Gemeinde Hutthurm → Gemeinde Kalteneck (Landkreis Passau) → Markt Röhrnbach (Landkreis Freyung-Grafenau). Der Routenverlauf tangiert die Urlaubsregionen Sonnenwald, Dreiburgenland, Ilztal und Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald.

Eckdaten

Streckenlänge: 54.5 km

• Start Niederalteich - nordöstliche Fahrtrichtung:                ↑ 567 Höhenmeter ↓ 488 Tiefenmeter

• Start Bruckmühe/Röhrnbach - südwestliche Fahrtrichtung: ↑ 488 Höhenmeter ↓ 567 Tiefenmeter

Höchster Punkt: Tittling 510 m.ü.NN (KM 38) 

• Tiefster Punkt: Niederalteich 310 m.ü.NN. 

• Zwischen Tittling und Kalteneck: 8 km wassergebundene Fahrbahndecke durch Naturschutzgebiet

Eignungsklassifizierung: Niederalteich - Kalteneck (46 km) durchgängig familiengeeignet, anschließender hügeliger Schlussabschnitt nach
   Bruckmühle/Röhrnbach (9 km Nebenstraße) bedingt familiengeeignet

• Fahrzeitprognose: Genussradler-Wohlfühltempo rund 4 Stunden Fahrzeit, zzgl. (Bade-) Pausen, Besichtigungen etc.

• Identisch verlaufende Rad- MTB-Routen: TRANS BAYERWALD (Priefing -Fürstenstein, 9 km); Donau-Bayerwaldroute (Kalteneck-
   Bruckmühle/Röhrnbach, 9 km)

Höhenlevel-Streckensegmentierung

• Niederalteich-Tittling: 38 km ↑ 342 hm ↓ 142 hm

• Tittling-Kalteneck: 8.4 km ↑ 27 hm ↓ 208 hm

• Kalteneck-Bruckmühle/Röhrnbach: 8.5 km ↑ 209 hm ↓ 149 hm

• Nennenswerter Anstieg (nordöstliche Fahrtrichtung): Talkessel Ilztal; Kalteneck-Prag → 4.8 km ↑ 157 hm ↓ 28 hm

• Nennenswerter Anstieg (südwestliche Fahrtrichtung): Talkessel Ilztal → Kalteneck-Tittling: 8 km ↑ 180 hm ↓ 18 hm

 Rückblick

Foto: Bahnhofsgebäude Hengersberg vor Gleisabbau (2005)

In den Jahren um 1900 mussten schwere Lasten wie Granitsteine, Eisen und Holz mit Pferdefuhrwerken zu entfernteren Bahnhöfen transportiert werden, weshalb vor allem Steinbruchbesitzer mit Vehemenz auf den Bau einer Bahnlinie drängten. Am 26. November 1913 (Eging – Kalteneck) bzw. am 1. August 1914 (Hengersberg – Eging) wurden die Bahnstrecken in Betrieb genommen.

Foto: abgesägter Telegrafenmasten

Zuerst wurde der Personenverkehr zwischen Eging und Kalteneck 1972 eingestellt. Die Einstellung des Personenverkehrs zwischen Deggendorf und Eging erfolgte am 25. September 1981. Letztmalig befuhr am 19.07.1992 anlässlich des Tittlinger Vereinsfestes ein Sonderzug die Strecke Passau-Tittling.

Foto: Brückenbau 2005 (Radstrecke)

Nach der Eisenbahn-Streckenstilllegung sollten noch viele Jahre ins Land gehen, bevor am 20. Mai 2006 der Streckenabschnitt Eging – Kalteneck (Landkreis Passau) bzw. am 22. Juli 2006 die Teilstrecke Hengersberg-Tittling (Landkreis Deggendorf/Landkreis Passau) der »Donau-Ilz-Radweg« seiner umgewidmeten Bestimmung übergeben wurde. 

Streckenportrait Kompakt

Der »Donau-Ilz-Radweg« führt vom Donauufer in Niederalteich auf einer kaum befahrenen Nebenstraße zum Markt Hengersberg, wo neben der Schwanenkirchner Straße beim Bahnhofsgebäude die ehemalige Bahntrasse Hengersberg-Eging-Kalteneck ihren Ausgang nimmt (KM 4.2). 

Der 41 km lange, verkehrsfreie Bahntrassenabschnitt verläuft minimal ansteigend über Iggensbach (KM 12.0) durch das Sonnenwaldgebiet. Herrliche Ausblicke - allen voran auf den markanten Brotjacklriegel - Wahrzeichen der Region Sonnenwald - machen das Radfahren durch unberührte Natur zum reinsten Vergnügen. Während bis Schöllnach (KM 16) Wiesenauen, sowie eine reizvolle Bach- und Hügellandschaft vorherrschen, verwandeln Waldpassagen, Granitblöcke, Taleinschnitte und das näherrückende Bergpanorama des Bayerischen Waldes die Landschaftscharakteristik chamäleonartig. Je näher die Höhenzüge des Bayerischen Waldes heran rücken und umso tiefer man in die Mittelgebirgslandschaft des „Grünen Dach Europas“ mit seinen bewaldeten Berghängen eintaucht, desto ursprünglicher zeigt sich die unverfälschte Natur.

In Tittling (KM 38) wird auf 510 Meter Höhe der Streckenzenit im Dreiburgenland überschritten, dessen Schloss Fürstenstein sowie die Saldenburg und  Englburg die drei namengebenden Bauwerke dieser Urlaubsregion im Bayerischen Wald sind. Geheimnisumwitterte Burgen bzw. sagenumwobene Schlösser zeugen von einer ereignisreichen Geschichte.

Auf der Weiterfahrt nach Kalteneck muss der Radfahrer ab dem Tittlinger Bahnhofsgebäude des Naturschutzgebiets wegen mit einer unasphaltierten (wassergebundene Fahrbahnoberfläche) Vorlieb nehmen. Trotzdem wirkt sich der feste und stark verdichtete Sandbelag kaum auf den Rollwiderstand aus. Nun schlängelt sich die Route dem eingeschnittenen Ilztal-Kessel zu, das gut 180 Meter tiefer als die Hochebene liegt. Der ausgesprochen urtürmliche Charakter, die Einbettung in eine herrliche Landschaft und der Reichtum an seltenen Tieren und Pflanzen gab den Ausschlag, die Ilz als letztes großes Wildwasser Ostbayerns zur Flusslandschaft der Jahre 2002/2003 zu küren und damit deutschlandweit zu würdigen. Die Gebiete mit urwüchsiger Natur und hoher Artenvielfalt gehören ebenso zu den europaweit schützenswerten Landschaften wie die Flussauen der Ilz sowie ihre zum Teil steil einfallenden Hänge. Von "Fluss zu Fluss" radelt von der blauen Donau zur "Schwarzen Perle", die im übrigen ihre dunkle Färbung des Wassers von den ausgewaschenen Huminstoffen der Moore in den Hochlagen des Einzugsgebietes der Ilz verdankt. 

Kurz vor Kalteneck - Gemeindeteil des Marktes Hutthurm im niederbayerischen Landkreis Passau - endet die Gleistrasse abrupt an einer Straße. Nach Überquerung der Ilzbrücke verläuft der »Donau-Ilz-Radweg« auf ruhigen Nebenstraßen - allerdings verbunden mit teilweise größeren Steigungen - zum Zielort Bruckmühle bei Röhrnbach. Das Gute am Ende des Radwegs ist, dass das begeisternde Bahntrassenerlebnis nicht zwangsläufig ein Ende nehmen muss. Man braucht sich keinesfalls wehmütig vom Radlspaß verabschieden, weil der »Adalbert-Stifter-Radweg« die Faszination über die geschichtsträchtige Eisenbahnepoche sowie kraftschonende Befahrbarkeit in die Verlängerung gehen kann - sofern es die Kondition erlaubt.

Von Niederalteich (310 m.ü.NN.) bis nach Kalteneck ist die Strecke als "leicht" einzustufen, was ebenso für die entgegengesetzte Fahrtrichtung zuftrifft. Einzig die 9 km lange Straßenverbindung zum Zielort Irlesberg/Röhrnbach enthält einige Steigungen. In der gegenläufigen Fahrtrichtung weist die Strecke nur eine minimale Höhenmeterersparnis von gerade mal 80 Meter bezogen auf 55 km Wegstrecke aus. Damit fällt es als Kriterium für die Richtungswahl sprichwörtlich flach. Innerhalb des 41 km langen Bahntrassenabschnitts erreichen Steigungen wie Gefällpassagen maximal 3% Neigung. 

Bild: Hengersberger Ohe; im Hintergrund ist der Gebirgszug des Bayerischen Waldes erkennbar

Nahtlose Anschlussverbindungen machen den Donau-Ilz-Radweg doppelt interessant, weil sich z.B. durch die Kombination mit dem »Adalbert-Stifter-Radweg« eine 93 km lange Tour mit insgesamt 70% Bahntrassenanteil zusammenspannen lässt. Ebenso ist der Start- bzw. Zielort Niederalteich hervorragend ans Fernradwegenetz angebunden: so kann man problemlos z.B. von Landshut/Plattling via Fähre → Isar-Radweg, oder auch von Passau/Vilshofen/Regensburg/Straubing/Deggedorf bequem auf dem → Donau-Radweg per Pedes anreisen. Der »Donau-Ilz-Radweg« ist mit einem Tourenrad, E-Bike, Trekking- Gravel- Cross- oder Mountainbike (ausgenommen des unasphaltierten Abschnitts zwischen Tittling und Kalteneck auch für Rennräder) - einschließlich Kinderanhänger/Trailer - prinzipiell für jede Radgattung geeignet.

Lage - Besonderheiten

Der »Donau-Ilz-Radweg« tangiert die Landkreise Deggendorf, Passau und Freyung-Grafenau und quert dabei den südlichen - bisweilen auch als "vorderer" oder "unterer" Bayerischer Wald bezeichnet. Völlig atypisch ermöglicht die nivellierte Bahntrasse trotz des Mittelgebirgscharakters einen relativ steigungsarmen Streckenverlauf, der sich überdies - dem Eisenbahnbau sei Dank - sehr rhythmisch fahren lässt. Für ein durchaus anspruchsvolles Gelände eine absolute Ausnahme. Insofern braucht keiner befürchten unterwegs an den Rand der Erschöpfung zu kommen, zumal sich urige Einkehroptionen bieten. Unabhängig davon dominiert ohnehin mittlerweile der Anteil der E-Bike-Fahrer. Wie dem auch sei: wer sich zur gemütlichen "Genussradlerfraktion" ohne sportliche Ambitionen zählt, dem rollt die sanft geschwungene Radwegtrasse buchstäblich den roten Teppich aus.

Die Route trumpft mit reizvollen Gegensätzen auf, dessen landschaftliches Wechselspiel von Flussauen, schroffer Felsen, sanftgewellter Hügellandschaft, aussichtsreichen Bergpanoramen und Naturbadeseen geprägt ist, was die Sinne dementsprechend ständig auf Trab hält. Dazu informieren Schautafeln am Wegesrand über regionale bzw. touristische Gegebenheiten sowie über die spannende Eisenbahngeschichte. Eisenbahnrelikte von "Anno dazumal", ein ergreifendes Mahnmal von Judendeportationen sowie der idyllische Geschichts- und Verweilplatz kurz vor Tittling welcher, an den Gesteinsabbau mit einer 170 m langen Granitsteinmauer erinnert, schaffen einen nachdenklichen Background der zweifelsohne ein bereicherndes Tourerlebnis beschert. 

Sehenswürdigkeiten - Freizeitattraktionen

  • Niederalteich: Benediktinerabtei, Gerhard-Neumann-Museum
  • Hengersberg (KM 4): Kulturhaus mit Kunstsammlung, Freibad / Wellenbad 
  • Iggensbach (KM 12): zweitälteste datierte Glocke Deutschlands (1144) - neubarocke Pfarrkirche Maria Namen; Wallfahrtskirche Handlab
  • Schöllnach (KM16): Freizeitzentrum, Freibad
  • Außernzell (KM 21): Würzingerhaus, nostalgisches Bahnhofstüberl
  • Historische Eisenbahn–Relikte: Bahnhof Außernzell (KM 21); Passagierwaggon (KM 41.6)
  • Eging am See (KM 24): Badesee, Westernstadt Pullman City
  • Nammering (KM 29): »Mahnmal KZ-Transport 1945« (KM 29)
  • Fürstenstein (KM 33): Historisches Schloss, bizarres Felsmassiv "Am hohen Stein", Skulpturenpark
  • Geschichts- und Verweilplatz (KM 37) - 170 Meter lange Granitsteinmauer, Info-Schautafeln, Eisenbahn-Steinmodelle (KM 38) 

  • Tittling (KM 38): Freibad, Dreiburgensee und Museumsdorf Bayerischer Wald, Waldschloss, Englburg, Bründkapelle" (5 km abseits)

  • Hutthurm/Kalteneck (KM 46): Ilz, letztes Wildwasser Ostbayerns ("Schwarze Perle")  
  • Röhrnbach (KM 55): Freibad, alias "Küblach" - Drehort der Fernsehserie Forsthaus Falkenau, historische Steinbrücke unter Burg Kaltenstein, Wanderzentrum, Heimatstube Röhrnbach-Kaltenbach

  Die Donau

Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakische Republik
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien & Montenegro
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Republik Moldau
  • Ukraine

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise (flussabwärts) wird die Entfernung der Donau von der Mündung ab stromaufwärts bis zu den Quellen in Donaueschingen angegeben. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Distanz zur Mündung (nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien). Die Eisenbahnbrücke Großprüfening befindet sich bei Flusskilometer 2385,7.

Die Flussanteile in den einzelnen Donauländern sind sehr unterschiedlich: während Rumänien mit 1075,00 Flusskilometer den längsten Anteil hat, sind es in der Republik Moldau gerade mal 570 Meter! Deutschland: 655 Stromkilometer (inklusive Breg 45,9 km - der größere Quellfluss im Vgl. zur Brigach („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“).

 EuroVelo 6

Die Atlantik-Schwarzes Meer Route - EuroVelo 6 - verläuft von der französischen Atlantikküste ans Schwarze Meer (Rumänien): Nantes - (F) – Tour (F) – Orleans (F) – Besancon (F) – Mulhouse (F) – Basel (CH) – Bad-Säckingen - Waldshut-Tiengen – Schaffhausen - Singen – Tuttlingen – Sigmaringen - Ulm – Günzburg –Donauwörth – Ingolstadt - Regensburg – Straubing – Deggendorf - Passau –Jochenstein – Linz (A) – Wien (A) – Bratislava (SK) – Budapest (H) – Ossijek(HR) – Belgrad (SRB) – Bucarest (RO) – Constanta (RO).

Die Gesamtstreckenlänge der EV 6 beträgt 4.448 km, wovon der Donau-Radweg (ab Tuttlingen) mit ca. 3.100 Streckenkilometern (davon Deutschland: 582 km / Bayern 425 km) den Löwenanteil einnimmt.

Regensburg → Mündungsdelta Sulina ca. 2.700 km

Streckengrafik mit Höhenprofil - Donau-Ilz-Radweg


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Die Streckenführung ist vom typischen Bahntrassencharakter geprägt, der durch Flachetappen, gelegentlichen leichteren Anstiegen sowie sanften Gefällpassagen gekennzeichnet ist. Unmerkliche Steigungen (1%) führen über sanft gewelltes Hügelland - verbunden mit Sicht auf den emporragenden Mittelgebirgszugs des Bayerischen Waldes. Dominierend ragt der Brotjacklriegel mit 1.011 Metern in die Höhe, der das Wahrzeichen der Urlaubsregion Sonnenwald ist. Dank seiner exponierten Lage sowie seinem Erkennungsmermal - der 125 Meter hohe Stahlbetonturm - ist der Brotjackriegel von allen Himmelsrichtungen aus großer Ferne sichtbar. Der daneben befindliche 25 m hohe, hölzerne und bewirtschaftete Aussichtsturm (erbaut 1924) verbirgt sich dagegen im Wald und bleibt von neugierigen Blicken "verschont". Überhaupt ist die sanfte Hügellandschaft des unteren Bayerischen Waldes um die Region Sonnenwald und Dreiburgenland für unbeschwerte, abwechslungsreiche Radtouren prädestiniert, weil sich die Steigungen in Grenzen halten.

Bild: links im Hintergrund lugt der Brotjacklriegel hervor

Wer sich genügend Zeit nimmt, kann Land, Leute, Kultur - aber auch die kulinarischen Spezialitäten der niederbayerischen Küche - näher kennenlernen. Je weiter man nach Osten radelt und sich vom Donautal entfernt, umso näher rückt das Bergpanorama des Bayerischen Waldes heran und desto ursprünglicher entfaltet sich die Naturlandschaft. Dank facettenreicher Landschaftsbilder sowie fasznierender Aussichtspanoramen übt der südliche Bayerischen Wald unter Radfahrern - aber gleichwohl auch unter anderen Naturnutzern - eine große Anziehungskraft aus. Berge wie Felswände nehmen an Höhe zu, und Felseinschnitte bzw. bewaldete Abschnitte engen das Sichtfeld zunehmend ein. Mit anderen Worten: die Natur gibt sich ungezähmter bzw. wilder, was die zerklüftete Topographie zusätzlich unterstreicht. Man mag es sich kaum vorstellen, welch unsägliche körperliche Anstrengung der Bahnstreckenbau mit seinen Felsdurchbrüchen vor 100 Jahren den Menschen abverlangte, bevor die Bahnstrecke am 26. November 1913 (Eging – Kalteneck), bzw. am 1. August 1914 (Hengersberg – Eging) in Betrieb genommen wurde.

 Abtei Niederaltaich (bis zum 12. Jh.: Altach)

Mittelpunkt Niederalteichs (knapp 2 000 Einwohner) ist die mächtige Basilika mit den zwei hoheitsvollen Türmen und der altehrwürdigen Benediktinerabtei St. Mauritius, die auf der höchsten Erhebung des Ortes stehen. Die land- und volksfremden Mönche mit Abt Eberswind an der Spitze gaben ihrer neuen Heimat den Namen Altaha = Altwasser. Im 18. Jahrhundert galt Niederaltaich als reichstes Kloster des Benediktinerordens im Kurfürstentum Bayern. Dieses gründete im Jahre 731 der bayerische Herzog Odilo an der Donau als wichtiger Verkehrsader und zu Füßen des damals noch unbesiedelten Bayerischen Waldes. Heute beherbergt das Kloster ein Musisches Gymnasium mit Neusprachlichem Zweig sowie ein Ökumenisches Institut. Eine Gedenkplatte weist auf die Grundsteinlegung am 24.7.1514 hin. Die mehr als 200 Fresken schuf Wolfgang Andreas Heindl aus Wels/Oberösterreich, wobei die Deckenfresken im 21 m hohen Mittelschiff die Geschichte des Klosters Niederalteich symbolisieren. Die Sakristei mit ihren prachtvollen Kelch- und Paramentenschränken zählt unbestritten zu den schönsten in ganz Bayern. Interessantes ergibt die Namensforschung: der Klostername Nieder-Alteich rührt vom altdeutschen Wort "Ache" = Wasser her. Daher wird parallel zur amtlich festgelegten Schreibweise "Niederalteich" der Name des Klosters "Niederaltaich" geschrieben.

Radwegedrehscheibe Niederalteich

Der fahrtrichtungsgebundene Start- oder Zielpunkt des Donau-Ilz-Radwegs befindet sich in Niederalteich beim Informationspavillon, wo u.a. der populäre Donau-Radweg am Donauufer entlang läuft und sich praktischerweise die Fähranlegestelle befindet. Dazu kreuzen drei Themen-Radwege, nämlich die Via Danubia (Bad-Gögging – Regensburg – Passau), Tour de Baroque (Neumarkt – Kelheim – Regensburg – Passau) und der Deutsche Limes Radweg die Radwegedrehscheibe in Niederalteich. Nicht zu vergessen eine weitere Flussroute: der Isar-Radweg nimmt am gegenüberliegenden Ufer in Thundorf seinen Ausgang oder Ende - je nachdem in welcher Fahrtrichtung man unterwegs ist. Abgesehen vom Bahntrassenradeln kann man in dieser Region ebenso Flüsseradeln und den Spuren der Kelten, Römer, Kaiser, Könige und Nibelungen auf Schritt und "Tritt" folgen.

Die Fährverbindung diente mehrere Jahrhunderte lang dem Warentransport der Klosterbesitzungen. Der letzte Fährmann stellte 1977 die Gierseilfähre ein, wodurch die soziale Verbindung zur Bevölkerung des jenseitigen Ufers abriss. Einige alte Häuser der früheren Förgen (Fährmänner) gibt es sogar heute noch. Um die Fährverbindung wieder aufleben zu lassen ist ein stückweit auch dem boomenden Radtourismus zu verdanken. Heute schippert die motorisierte Fuß- und Radwanderfähre "Altaha" – dessen Name dem geschichtsträchtigen Ortsnamen von Niederalteich entlehnt ist - jährlich tausende Radler über die Donau. Die Saisonfähre "Altaha" verbindet somit nicht nur Niederalteich mit Thundorf/Osterhofen miteinander, sondern stellt über den Wasserweg auch die Verbindung mit (Fern-) Radwegen her. 

Streckendokumentation

 Niederalteich: Gerhard-Neumann-Museum (Starfighter, Eurofighter, Triebwerkstechnologien u.v.m.) 

Der »Donau-Ilz-Radweg« führt von Niederalteich über die Donauniederung auf Nebenstraßen nach Hengersberg. Die flache Startphase ist ideal, um sich behutsam in Schwung zu bringen, bevor die Strecke fast unmerklich zu steigen beginnt. 

Markt Hengersberg

Der Markt Hengersberg mit 7 500 Einwohnern ist der älteste Markt Altbayerns und zugleich die größte Ortschaft, die der Donau-Ilz-Radweg tangiert. Auf der "Sonnenseite des Bayerischen Waldes" gelegen, wurde er vor über 1000 Jahren vom Hl. Gotthard gegründet. Die Natur um den Markt Hengersberg ist geprägt von bäuerlicher Kulturlandschaft. Während sich nördlich des Ohebaches sanft nach Süden hin abfallende Hügel befinden (Ausläufer des Bayerischen Wald) ist der südliche Teil bis zur Donau von flacher Auenlandschaft geprägt. 

Die Route führt über den Marktplatz und die Bahnhofstraße - vorbei am restaurierten Bahnhofsgebäude, das heute Wohnungen und ein Pub mit dem bezeichnenden Namen „Endstation“ beherbergt. Die Niederung im großflächigen Donautal liegt auf einer Höhe von 312 m.ü.NN. Mit Beginn der Bahntrasse gibt es keine Orientierungsprobleme mehr, da der Wegeverlauf bis Kalteneck klar erkennbar ist.

Von Hengersberg bis Tittling schraubt man sich kontinuierlich um 328 Höhenmeter (wohlgemerkt auf 34 km Länge) auf ein Höhenlevel von 510 Meter, das zugleich den Streckenzenit des Donau-Ilz-Radweges bildet. Innerhalb diesen Streckenabschnitts schlägt ein sanftes Gegengefälle von 128 Tiefenmetern zu Buche. Nun radelt man moderater Steigung von 1 % dem Bayerischen Wald entgegen. Am fernen Horizont ist der 1 016 m hohe Brotjacklriegel mit seinem Fernsehturm sichtbar, der sonnenverwöhnt im südlichen Höhenzug des Waldlandes liegt. Nicht umsonst nennt sich das Urlaubsgebiet in dieser Region "Sonnenwald"", da die Sonnenscheindauer im südlichen Bayerischen Wald überdurchschnittlich hoch ist. 

Nach 12 km wird die Gemeinde Iggensbach (388 m.ü.NN.) passiert. Der Ort mit ca. 2.100 Einwohnern ist eine ländlich strukturierte Gemeinde im Vorland des Naturparks Bayerischer Wald. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt - nach der Lullusglocke in Bad Hersfeld - die zweitälteste datierte Glocke Deutschlands (1144) in der neubarocken Pfarrkirche Maria Namen. Zudem kann man in der Nähe in Handlab die Wallfahrtskapelle (1644) besichtigen. 

Nach 16 km erreicht man die rund 5.500 Einwohner zählende Marktgemeinde Schöllnach, das ein Freizeitzentrum mit einem der schönsten Freibäder der Region verfügt. 

Auf einer Flachetappe wird eine herrliche Wald-, u. Wiesenlandschaft durchquert, bei der der 1.011 m hohe Brotjacklriegel hier zum Greifen nah zu sein scheint. Beim KM-Stein 23.2 - direkt am Abzweig einer Radroute zum Brotjacklriegel - befindet ein schöner Rastplatz, an dem sich eine Infotafel befindet.

Nach einer sauerstoffreichen Waldpassage taucht das restaurierte Bahnhofsgebäude Außernzell auf, deren Raststation - das Bahnhofstüberl - mit kleinem Biergarten zur entspannten Einkehr lockt. "Luise´s Bahnhofstüberl" ist ein beliebter Radlertreff mit nostalgischem Touch. Eine kräftige Brotzeit, warme Speise oder hausgemachter Kuchen - schon kann man gestärkt die nächsten Kilometer in Angriff nehmen. 

Auf der Rückseite des Gebäudes befinden sich im Garten (Privatgelände) noch historische Relikte wie Bahnschranke, Signalanlagen und bayerisches Staatswappen. 

Romantisch eingettet im Tal der Kleinen Ohe - umgeben von den Hügeln des "Sonnenwaldes" liegt Außernzell (1 500 Einwohner) - 2 km abseits der Radstrecke - im Naturpark Bayerischer Wald zwischen Donau und Nationalpark Bayerischer Wald. Die mehr als 1000 Jahre alte Gemeinde liegt zu Füßen seines "Hausbergs" - dem Brotjacklriegel - von dem man einen gigantischen 360° Panoramablick bis zu den Alpen bzw. zum bayerisch-böhmischen Grenzgebirge genießt. Auf unserer Radtour ist Außernzell die letzte Gemeinde des Landkreises Deggendorf bevor uns der Landkreis Passau Willkommen heißt, wenn irgendwo im Nirgendwo in einer Waldpassage unbemerkt die Landkreisgrenze überschritten wird. 

Auf einer Brücke, die die Landkreisgrenze zwischen Deggendorf und Passau bildet trafen sich am 22. Juli 2006 Kommunalpolitiker samt "Rad-Gefolge zur offiziellen Einweihungsfeier des »Donau-Ilz-Radweg«. Im Bild dritter von rechts: Christian Bernreiter (seit 1. Mai 2002 Landrat des Landkreises Deggendorf), rechts Hanns Dorfner (1990 - 2008 Landrat des Landkreises Passau).

 Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. richtete in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Deggendorf im Dachgeschoß des Würzingerhauses in der Eginger Str. 1 in Aussernzell eine Infostelle ein. Die Ausstellung befasst sich mit den Besonderheiten von Natur und Landschaft, z. B. am Forchenhügel sowie mit den Aufgaben des Naturparks Bayerischer Wald e.V.

  2 km vor Eging am See gesellt sich die TRANS BAYERWALD-Südroute ab Priefing (Etappe 6) bis kurz vor Fürstenstein auf einer Streckenlänge von 9 km der Donau-Ilz-Route dazu.

Markt Eging am See

Nach 24 km erreicht man Eging am See (390 m.ü.NN.). Der schmucke Luftkurort bietet ein reichhaltiges Natur-, und Freizeitangebot wie beispielsweise einen überaus idyllisch gelegenen Badesee, Sonnen-Therme und Campingplätze.

Der Eginger See und dessen schön angelegter Kurpark befindet sich wenige hundert Meter vom Ortszentrum entfernt. Die Gegend rund um den Eginger See ist ein wahres Kleinod inmitten intakter Naturlandschaft. Der 20 Hektar große Eginger See bietet eine wohltuende "Wadelkühlung". Wasserrutsche, Badeinsel, Beach-Volleyballplatz, beheizte Granitwasserlandschaft für Kinder, Kinderspielplatz, Badesteg, Schwimminsel und ein mediterraner Sandstrand mit Liege- und Spielflächen finden unter Naherholern wie Touristen großen Anklang. Auch einen Bootsverleih gibt es. Es spricht nichts dagegen, die Sicht der Dinge nicht nur vom Sattel aus sondern aus anderer Perspektive zu entdecken.

Schautafel der Gemeinde Eging am See:

"Gehen Sie auf Entdeckungsreise...

und schärfen Sie all ihre Sinne für Faszinierendes, Informatives, Verspieltes und Besinnliches im bunten, artenreichen Mischwald rund um den Eginger See. Der ca. 4 km lange Rundweg verläuft auf Wald- und Feldwegen, zum Teil im kühlenden Schatten des Waldes, zum Teil auf der linken Uferpromenade. Lassen Sie sich ein auf die Vielfalt der Natur und die landschaftlichen Besonderheiten und gönnen Sie sich die Pause, um ihre Seele berühren zu lassen. Ob "dunkel und geheimnisvoll" oder "dicht und bedrohlich", ob "Nadel- und Laubholz", ob "Erholungsgebiet" oder "reiner Wirtschaftsfaktor", diese und viele andere Seiten hat der Wald. Er ist immer mehr als die Summe seiner Einzelteile.“

Romantisch im hügeligen Wald-, und Wiesengelände eingebettet lässt es sich vorzüglich Entspannen. Schwimmen, Tretbootfahren und Stand up Paddling bis hin zu einem Rundgang auf dem 4 km langen Themenrundwanderweg steht Naturliebhabern offen. Dazu lockt das Seerestaurant mit Sonnenterrasse/Biergarten mit gut bürgerlicher Küche.

Angesichts der Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, der Naturbadeseen, Freibäder, Gastrobetriebe und zünftigen Biergärten wäre es kein Unding aus einer Tagestour ohne Weiteres eine Zweitagestour mit Übernachtungsstopp für den »Donau-Ilz-Radweg« einzuplanen. Nur so lässt sich das Freizeitangebot ohne Zeitdruck in gebotener Muße genießen.

Für alle, die Weiterradeln "müssen": Nun geht es in einer 3% igen Gefällstrecke erst mal bergab bevor dann der nächste, sanfte Anstieg bevorsteht. Bei KM 26.4 durchradelt man das Tal der Kleinen Ohe (370 m.ü.NN.), wo es heißt "Schwung" zu nehmen für nächsten sanften Hügel Richtung Tittling. 

Bei KM 29 erreicht man Nammering (427 m.ü.NN.) - ein Ortsteil der Gemeinde Fürstenstein - wo sich am Wegesrand das Mahnmal "KZ-Transport 1945" befindet, das an die Judendeportationen des „Todeszugs aus Buchenwald“ der Nationalsozialisten erinnert.

 Mahnmal »KZ-Transport 1945«

Direkt am Wegesrand in Nammering (KM 29) steht das Mahnmal "KZ-Transport 1945" zur Gedenken an die Opfer verschiedener Nationalitäten des Evakuierungszuges.

Fürstenstein

Bei KM 33 wird der Bahnhof Fürstenstein (485 m.ü.NN.) passiert. Dominierend thront das Schloß Fürstenstein auf einem Kristallgranithügel majestätisch über dem Ort. 

Schloss Fürstenstein

Laut einer alten Sage erbauten zwei Riesen im Wettstreit die Burgen Fürstenstein und Englburg. Tatsächlich waren es aber die mächtigen Grafen von Hals bei Passau, die die Burg im 11. Jahrhundert errichteten. Sie gehörte wahrscheinlich zu etwa 20 Burgen, die die Grafen zum Schutz des Bayerischen Waldes gegen feindliche Überfälle erbauen ließen. Eine wichtige Handelsstraße führte einst aus Böhmen von Bergreichenstein über Grafenau nach Vilshofen und über Tittling nach Passau (Hals), die von den Burgen aus geschützt wurde. Nach Zerstörung der Burg ließen die Bayernherzöge die Burg „Stein“ wieder aufbauen - seither heißt sie „Zum Fürstenstein“. 1629 wurde nach dem Vorbild der Gnadenkapelle von Altötting die Fürstensteiner Schlosskapelle erbaut. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist die Burg samt schönen Parkgelände im Privatbesitz. 

Das Schloss Fürstenstein ist neben der Saldenburg und der Englburg eines der drei namengebenden Bauwerke des Dreiburgenlandes. Trotz Privatbesitz ist das Burggleände für Konzerte oder stimmungsvolle Adventsmärkte für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Geschichte von Fürstenstein ist eng mit der des Schlosses verbunden. Beim Schloss Fürstenstein befindet sich das Naturdenkmal „Hoher Stein“, dessen Gesteinsformen des einzigartigen und bizarren Felsmassivs an den Bug eines Schiffes aus der Urzeit erinnern. Im Volksmund wird das beeindruckende Felsendenkmal deshalb auch als Arche Noah bezeichnet. Es bieten sich herrliche Ausblicke ins flache Donautal und bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen, während sich in nördlicher Blickrichtung der Bayerische Wald und die Burgen des Dreiburgenlandes ausbreitet. Desweiteren bietet sich noch die Besichtigung des Skulpturenparks an.

Der Ort mit der gleichnamigen Burganlage "Fürstenstein" zählt ca. 3 500 Einwohner und liegt auf einem 576 m hohen Bergrücken inmitten der reizvollen Landschaft des Dreiburgenlandes. Prächtige Kirchen, historische Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten wie das Naturdenkmal „Hoher Stein“ und der Skulpturenpark empfehlen sich für einen längeren Aufenthalt.

Die Route windet sich durch weitgehend unberührte Wald-, und Wiesenlandschaft. Bevor die Marktgemeinde Tittling ins Blickfeld kommt, wird bei KM 37 die 500 Meter Höhenmarke überschritten und erreicht den wohl allerschönsten, liebevoll hergerichteten Rastplatz der gesamten Strecke. An historisch bedeutsamer Stelle wurde ein Geschichts- und Verweilplatz  errichtet, dessen Schautafeln umfassend über den Granitsteinabbau und die Eisenbahngeschichte informieren. Highlight ist eine alte 170 Meter lange Granitsteinmauer die das Gelände umsäumt.

 Geschichts - und Verweilplatz

Steinbrüche - wie auch die Eisenbahn - haben im Dreiburgenland bzw. rund um Tittling eine wichtige Rolle gespielt. Um die bewegende Zeit in Erinnerung zu halten, weckte der örtliche Tourismusverein Dreiburgenland e. V. Tittling nahe eines aufgelassenen Steinbruchs (KM-Stein 43,9) bei Hötzendorf die Historie aus dem Dornröschenschlaf. Es wurde ein sprichwörtlicher "Verweilplatz" in idyllischer Lage geschaffen, der an die traditionsreiche Steinhauer-Geschichte erinnert und so die Vergangenheit aufleben lässt. Ein echter Hingucker ist die alte 170 Meter lange Granitsteinmauer, die auf einer Seite hangwärts das Gelände säumt und mit großem Aufwand hergerichtet wurde. Auch das Granit-Eisenbahn-Modell zeigt die Verbundenheit zur damaligen Zeit. Dazu steht neben einer alten Lore sowie Sitzgelegenheiten auf Granitsockeln eine Steinhauer-Hütte aus uralten Holzbrettern. Auf Info-Tafeln mit historischen Fotos lebt die Geschichte der unerschütterlichen Steinhauer wieder auf. Wer das schönste Pausenplätzchen auf der gesamten Donau-Ilz-Route sucht weiß nun, wo er das lauschige Plätchen zum Verweilen und zum Sinnieren auffindet.    

Blick zurück: Vor etwa 300 Millionen Jahren bildete sich im Bayerischen Wald ein Gebirgsblock aus Quarz, Feldspat, Glimmer und Granit. Das Tittlinger, Saldenburger und Fürstensteiner Granitvorkommen zählt neben dem Hauzenberger Granit zu den gröpten im Bayerischen Wald, zu dessen Blütezeit die Tittlinger Steinbrüche vor und nach dem 2. Weltkrieg zeitweise rund 600 Beschäftigte ihr Brot & Lohn verdienten. Damals Die 170 m lange Granitmauer diente damals u.a. als Laderampe, von wo eine Lore mit Kippvorrichtung die Güterwaggons beladen werden konnten. Da die Steinvorräte versiegten wurde der Steinbruch 1961 stillgelegt.

Flyer zum Geschichts- und Verweilplatz Tittling/Hötzendorf

Markt Tittling

Der Markt Tittling ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der von der Englburg, Saldenburg und dem Schloss Fürstenstein umgeben ist. Ruhige (Kraft-) Orte – ob auf dem Blümersberg am „Labyrinth“ oder im Ilztal – laden in der Umgebung zum Innehalten und Meditieren ein, um neue Energien  Geist zu schöpfen.

Tittling liegt mitten in der sanft gewellten Naturlandschaft des Dreiburgenlands was verdeutlicht, welch tolles Terrain Radfahrern und Mountainbikern zu Füßen liegt.  

Am Ortseingang wird man von drei "Urviechern" begrüßt. Die 15 x 4 m großen Dinosaurier-Skulpturen aus Schrott wurden vom Englburger Künstler Karl Mader geschaffen, dessen Werke in über 100 Ausstellungen in Deutschland, u. a. im "Haus der Kunst" in München, in Österreich und Frankreich große Anerkennung findet. Die Marktgemeinde Tittling, ein beliebter Urlaubsort, zählt ca. 3.780 Einwohner, und wurde bereits 1155 als Adelssitz urkundlich bezeugt. 

Museumsdorf 

Das Museumsdorf Bayerischer Wald ist ein Freilichtmuseum bei Tittling / Thurmansbang am Südwestufer des Dreiburgensees und umfasst auf 25 ha über 150 Gebäude aus der Zeit von 1580 bis 1850 sowie eine volkskundliche Sammlung mit 60.000 Objekten.

Ein Spaziergang durch das Museumsdorf ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit des Bayerischen Waldes. Bauernhöfe aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, alte Kapellen, Mühlen, Sägen, farbenprächtige Bauerngärten und die älteste Volksschule Deutschlands. Es gibt eingerichtete Bauernstuben, hervorragende Ausstellungen zum religiösen und alltäglichen Leben und unter anderem eine Ausstellung speziell für Kinder.

Dreiburgensee

Die Landkreisgrenze Freyung-Grafenau / Passau verläuft mtten durch den Dreiburgensee.

Der idyllisch gelegene 8 ha große Waldsee in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museumsdorf Bayerischer Wald, liegt ca. 3 km von Tittling entfernt beim Ortsteil Rothau. Das Seeufer wird von einem gut angelegten Rundwanderweg gesäumt. Der Naturbadesee mit großer Liegewiese (Baden und Parken gebührenfrei) bietet Bootsverleih, Rundwanderwege, Kinderspielplätze, Barfußpfad und Hotel-, Gastronomiebetriebe. 

Wackelstein 

Der Wackelstein ist ein Felsblock von 3-4m Kantenlänge mit flacher Ober- und gewölbter Unterseite. Trotz 50 Tonnen Gewicht, kann er von Menschenhand zum Schaukeln gebracht werden. Das bizarre Naturdenkmal eine sehenswerte Laune der Natur und wurde 1915 von Arthur Semmler aus New York in der Nähe von Entschenreuth in der Gemeinde Saldenburg entdeckt. Wackelsteine dieses Ausmaßes sind eher eine Seltenheit.

Nach Überquerung des Scheitelpunkts auf 510 m.ü.NN in Tittling beginnt sanfte Gefällstrecke mit durchschnittlich 2% Gefälle hinab ins Ilztal.  

Nach 40 km kommt man am ehem. Bf Witzmannsberg an einem abgestellten Passagierwagon vorbei. Kurz darauf beginnt die angenehme Talfahrt ins Ilztal, die das Höhenniveau mit jeder Kurbelumdrehung purzeln lässt. 

Nach gut 1 km erblickt man rechter Hand die Waldenreuther Mühle (372 m.ü.NN.). Die tiefen Geländeeinschnitte machen dem Mittelgebirgscharakter des Bayerischen Waldes aller Ehre.

Nach zweimaliger Überquerung des Buchetbach befindet man sich im Ilztal, wo der dunkle, geheimnisvolle Fluss - häufig als die "schwarze Perle" des Bayerischen Waldes benannt - mäandernd dahin fließt, bis sie bei Passau in die Donau mündet. 

Vor der Ilzttalbrücke in Kalteneck endet der 41 km lange und verkehrsfreie Bahntrassenabschnitt des Donau-Ilz-Radweg. Vorsicht bei der Einmündung in die Allmunzener Straße!

 Die Ilz

Das Ilztal mit seiner üppigen Fauna und Flora wurde 1997 zum Naturschutzgebiet ernannt. Auf Grund der einzigartigen Schönheit wurde die Ilz zur Flusslandschaft des Jahres 2002/2003 in Deutschland gekürt. Viele seltene Pflanzen und Tiere, die entlang der Ilz einen Überlebensraum gefunden haben sind hier heimisch.

Der Ursprung der Ilz liegt im Einzugsbereich von Rachel und Lusen, im Nationalpark Bayerischer Wald und mündet nach dessen Verlauf durch die urwüchsige Mittelgebirgslandschaft in Passau in die Donau. Die Ilz zählt mit ihren Quellflüssen neben dem Regen zu den bedeutensten Flusssystemen des Bayerischen Waldes. Sie ist ein auf ihrem Namensabschnitt etwa 40 km - mit Oberläufen fast 70 km -  langer linker Zufluss der Donau im südöstlichen Bayerischen Wald, die über ein gewaltiges Höhenlevel von 780 Tiefenmetern abfließt. Dabei donnert sie in ihrem Oberlauf steil, wild und ungezähmt durch ihr felsiges Flussbett, um später verlangsamend durch weiche Wiesengründe und Talmulden zu schlängeln. Die Ilz ist mit ihren steilen Schluchten, Auwäldern und Auwiesen einer der äußerst selten gewordenen fast unverbauten, naturnahen Flüsse Deutschlands und beherbergt eine kostbarkeite Tier- und Pflanzenwelt, wie Blauer Eisenhut und Wasseramsel, Fischotter und Flussperlmuschel. 

Die charakteristische dunkle Wasserfarbe der Ilz (übersetzt "Moorwasser"), stammt von Huminstoffen, die aus den sauren Wald-, und Moorböden herausgelöst werden. Mit der Gewässergüteklasse 1 (Quellflüsse aus den Hochlagen bis 1 300 m, u.a. vom Rachelsee in 1 070 m Höhe) und im Unterlauf mit der Gewässergüteklasse 2 gehört die Ilz zu den saubersten Flüssen Deutschlands.

Entlang der Schwarzen Perle Ilz kann man noch rar gewordene naturbelassene Lebensräume entdecken, bewundern und genießen. Die Ilz ist auch ein Paradies für Kajakfreunde und Kanuten. "Die wilde Ilz", bietet ideales Terrain für diese Wassersportart. Regelmäßig im Frühjahr wird auf der Wildwasserstrecke von Furth bis zur Schrottenbaummühle die Ilzregatta ausgetragen, die sich zu einem der wichtigsten Rennen in Deutschland mauserte.

Kalteneck

Etwa 500 Meter nach dem Bahntrassenende wird die wildromantische Ilz überquert, und dabei gleichzeitig die Eisenbahnbrücke der reaktivierten Ilztalbahn unterquert. Der Ort Kalteneck - vermutlich der älteste Ort der Ilzleite - ist ein Ortteil der Gemeinde Hutthurm.

Früher wie heute ist der kleine Ort beliebter Ausgangs- bzw. Kreuzungspunkt für MTB- Rad- und Wandertouren, aber ebenso auch für Kanuten und Kajakfahrer. Einst endete in Kalteneck die Bahnlinie von Eging bzw. Hengersberg her. Mittlerweile wurde die Ilztalbahn zwischen Passau und Röhrnbach wiederbelebt. Heute fährt sie sozusagen als entschleunigte Ausflugsbahn in den Sommermonaten vorwiegend Naturliebhaber wie Wanderer und Radler durch das unberührte Naturidyll. In Kalteneck vereinigt sich der »Donau-Ilz-Radweg« mit der Donau-Bayerwaldroute (kommend von Passau, 17.5 km) die beide auf identischem Weg nach Röhrnbach (9 km) führen.

An der Uferstraße befindet sich bei KM 45.5 eine Informationstafel "Radeln & Wandern an der Ilz".

 

Der Ort Kalteneck entstand erst nach dem Bau der Bahnstrecke Passau–Freyung (eröffnet 1890), der einen eigenen Bahnhof mit einer Wasserentnahme für Lokomotiven erhielt und damals der heimischen Steinindustrie durch die neu geschaffenen Transport- und Absatzwege zur großen Blüte verhalt. Als 1914 die Bahnstrecke Deggendorf–Kalteneck mit Kalteneck als Endstation entstand, war der Bahnhof ein Eisenbahnknotenpunkt.

Nachdem die Bahnstrecken durch Kalteneck 1995 beziehungsweise 2002 stillgelegt waren, wurde die Strecke zwischen Passau und Freyung von Ehrenamtlichen durch die „Ilztalbahn“ reaktiviert. Seit 2011 verkehrt sie regelmäßig an Wochenenden und Feiertagen, wobei seit 2014 Kalteneck wieder als Ausweichbahnhof genutzt wird.

Die Fahrt mit der Ilztalbahn bietet ein außergewöhnliches (Bahn-) Erlebnis (i.d.R. ab 1. Mai von Passau Hbf - Kalteneck - Fürsteneck  - Röhrnbach - Waldkirchen nach Freyung (hin und zurück). Der Fahrpreis beträgt für die einfache Fahrt € 10,-, Hin- und Rückfahrt € 19,-.

Foto: Ilztalbahn zwischen Fischhaus und Tiefenbach

Verkehrstage: Alle Samstage, Sonn- und Feiertage von 01. Mai bis Mitte Oktober. Während der bay. Sommerferien werden i.d.R. zusätzliche Fahrten angeboten (siehe Fahrplan Hauptsaison). 

Foto: Ilztalbahn auf der 70 m langen Ilzbrücke

https://ilztalbahn.eu

 Die nur wenige Kilometer entfernte Gemeinde Hutthurm mit ca. 5.900 Einwohnern bietet eine gut entwickelte touristische Infrastruktur.

So wie es auf der einen Seite in den tief eingeschnittenen Talkessel der Ilz hinab ging, geht es am Ortsrand von Kalteneck postwendend wieder bergauf. Für sogenannte "Biobiker" bedeutet dies, Pobacken zusammen kneifen und beherzt in die Pedale drücken, währenddessen E-Biker nonchalant ihren gewünschten Unterstützungsmodus wählen um leichtfüßig nach oben zu treten. 

Die Weiterfahrt zum Zielort verläuft auf verkehrsschwachen Nebenstraßen. Dabei gilt es den längster Anstieg hinauf nach Prag (5 km) zu überwinden ( ↑ 157 hm ↓ 28 hm) . Im Gegensatz zu den bisher gleichmäßigen und moderaten Steigungen entpuppt sich der knapp 9 km lange Schlussabschnitt von Kalteneck nach Irlesberg/Röhrnbach doch um einiges hügeliger (8.5 km ↑ 209 hm ↓ 149 hm).

Nach dem wildromantischen Ilztal wandelt sich abermals der Landschaftscharakter. Sobald man an Höhe gewonnen hat, ergeben sich wieder faszinierende Fernblicke.

Fazit 

Die Mischung machts: Letzten Endes geht es um außergewöhnliche Momente und beeindruckende Erlebnisse die einer Radtour einen unvergesslichen Stempel aufdrücken. Der »Donau-Ilz-Radweg« hat mit seinen unberührten Naturschönheiten durch den unteren Bayerischen Wald fern von Hektik und Touristentrubel jedenfalls die "Gene" die jedes Radlerherz höher schlagen lässt. Von der einzigartigen Wildflusslandschaft des Ilztales mit seiner artenreichen Vegetation, das Wechselspiel von grandioser Mittelgebirgslandschaft und sanft gewelltem Wald- und Wiesengelände bis hin zur flachen Donauebene reicht das Repertoire. Dazu malerische Orte, Schlösser, Kirchen und Burgen die kulturbeflissene Menschen begeistern. Last but not least die exzellente Anbindung an das (Fern-) Radwegentz sowohl in Niederalteich als auch in Irlesberg/Röhrnbach, die ungeahnte Variationsmöglichkeiten ermöglichen.

Wer die Verlängerungsoption »Adalbert-Stifter-Radweg« einlöst sollte Bescheid wissen, warum er indirekt Kontakt mit dem Schwarzen Meer und der Elbe kommt. Des Rätsels Lösung: die Überschreitung der Europäischen Wasserscheide in Frauenberg (Scheitelpunkt des »Adalbert-Stifter-Radweg« bringt es mit sich, dass anfängliche Rinnsale entweder der Donau zufließen dessen Strom im Schwarze Meer mündet, oder in die Kalte Moldau plätschern, die nach Zusammenflluß mit der Warmen Moldau nach rund 400 km (Moldau) in die Elbe bzw. Nordsee mündet.

Den »Donau-Ilz-Radweg« darf man mit Fug und Recht zu den schönsten Bahntrassen-Radwegen Bayerns - wenn nicht deutschlandweit - zählen, der Ausflugstouristen, Wochenendfahrer, Tourenradler und Einheimische wie "Zuagroaste" reichlich mit Naturgenüssen beschenkt.

Radwegeknotenpunkt Irlesberg

Irlesberg nahe Röhrnbach bietet Radtouristen ebenso beste Anbindungen zu weiterführenden Zielen wie der Startort Niederalteich.

Foto: historische Aufnahme mit Schienenbus der Deutschen Bundesbahn - Brücke Goldener Steig bei Röhrnbach. In der Nachkriegszeit wurden die Uerdinger Schienenbusse der DB - mitunter auch als Schienenomnibus bekannt - flächendeckend in großer Anzahl eingesetzt. Sie hatten i.d.R. zwei Führerstände und konnten in beiden Fahrtrichtungen mit derselben Geschwindigkeit verkehren. Unterscheidungsmerkmal war die einmotorige Baureihe VT 95, zweimotorige Baureihe VT 98 und die Zahnradvariante VT 97.   

Foto: Aufnahme der Ilztal-Eisenbahbrücke bei Fürsteneck.

 In Kalteneck verkehrt die Ilztalbahn von Mai bis Mitte Oktober an den Wochenenden im Touristikverkehr (mit Anschluss z.B nach Passau). Fahrpläne: ilztalbahn.eu veröffentlicht. Fahrradmitnahme ist möglich!

Foto: Ilzbrücke bei Fischhaus

 Beim Radwegeknotenpunkt Irlesberg treffen mit dem »Adalbert-Stifter-Radweg« und der »Donau-Bayerwald-Route« zwei weitere Top-Routen aufeinander. Kombiniert ergeben die zwei Bahntrassenrouten - bedingt durch ihre überwiegend nivellierten Steigungen - insbesondere für Genuss- Familien- Fernradler und E-Biker vom Donautal bis zum Grenzkamm des Bayerischen Waldes zum Böhmerwald eine hoch attraktive Radwegeachse (94 km), die einen Bahntrassenanteil von knapp 70% aufweist. Der 21 km lange, gleichmäßige Steigungsabschnitt ab Beginn der Bahntrasse in Waldkirchen  des »Adalbert-Stifter-Radweg« windet sich mit einer ∅-Steigung von nur 2% (360 hm) auf ein Höhenlevel von 872 Meter, was für die wenigsten Radfahrer - für E-Biker schon gar nicht - ein ernsthaftes Hindernis darstellt. Damit fungiert der »Donau-Ilz-Radweg« als reizvolle Verbindungsspange mit höchster Qualität im länderübergreifenden Radwanderwegenetz EldoRado-Grenzenloser Radlspaß zwischen Bayerischer Wald, Böhmerwald und Oberösterreichisches Mühlviertel. 

Die Donau-Bayerwaldroute ist eine Rundtour, die sich ebenfalls in Irlesberg zum Einstieg anbietet, um seinen Aktionsradius zu vergrößern. Das Ferienland zwischen Ilz und Ohe bietet in einer klimatisch begünstigten Höhenlage markierte Radwege, die auf luftigen Höhen mit Blick auf zahlreiche Bayerwaldgipfel u.a. hinab ins romantische Ilztal führen.

Aber auch in der entgegengesetzten Fahrtrichtung bietet der »Donau-Ilz-Radweg« am Zielpunkt in Niederaltaich hoch attraktive Anbindungen. So besteht direkt am Donauufer Anschluss an den internationalen Donau-Radweg (E 6) sowie den Themenrouten Tour de Baroque, Via Danubia oder Deutscher Limes Radweg. Wer mit der Donaufähre übersetzt, dem stehen mit dem flachen Isar-Radweg 300 Streckenkilometer mit an die Landesgrenze zu Österreich (Tirol) offen.  

Wer beispielsweise am Grenzkamm des Bayerischen Waldes im Dreiländereck startet und die beiden Bahntrassenrouten des Adalbert-Stifter-Radweg und »Donau-Ilz-Radweg« kombiniert darf 94 km Naturluft atmen, wovon 65 km auf die Bahntrasse entfallen. Trotz Mittelgebirgsregion ergibt das "Bahntrassen-Duo" bis ins Donautal eine durchgängig steigungsarme Radwegeachse zur Verfügung, sofern man mal den Berganstieg vom Ilztal in Kalteck nach Tittling absieht (180 hm).  

Vom Radwegeknotenpunkt Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal) besteht - teils grenzüberschreitender  - Anschluss an den Donau-Moldau-Radweg (der in Jandelsbrunn vom Adalbert-Stifter-Radweg abzweigt), Nationalpark-Radweg, Dreiländer-Radweg sowie regionalen Rundtouren. Mountainbiker hingegen kommen auf der teils parallel oder sogar auf dem »Donau-Ilz-Radweg« und »Adalbert-Stifter-Radweg« identisch verlaufenden Trans Bayerwald voll auf ihre Kosten.

Somit kann die beliebte Bahntrassen-Route alternativ auch als Teilstrecke für längere Radtouren eingebunden werden. So stellt der 55 km lange Donau-Ilz-Radweg (davon 40 km Bahntrasse) via Kalteneck-Tittling-Eging am See eine weiterführende Anbindung nach Niederaltaich an der Donau her, wo wiederum Anschluss an den internationalen Donau-Radweg sowie den Isar-Radweg (Donaufähre) besteht. In Kombination existiert für Genuss- Familien- Fernradler und E-Biker vom Grenzkamm des Bayerischen Waldes bis ins Donautal eine steigungsarme Radwegeachse (94 km) mit einen Bahntrassenanteil von knapp 70%. 

Radwegeknotenpunkt Niederalteich

Anschluss-Radwege: Donau-Radweg, Deutscher Limes-Radweg, Isar-Radweg, Via Danubia, Tour de Baroque sowie regionalen Rundtouren. 

Infos

 MIT DEM RAD AUF HISTORISCHE EISENBAHNSPURENSUCHE (Reisejournalist Curd Biedermann)

Bahntrassen-Radwege-Statistik (Dr. Achim Bartoschek)

Flyer Donau-Ilz-Radweg / Ohetal-Radweg

Flyer zum Geschichts- und Verweilplatz Tittling/Hötzendorf

 Für Mountainbiker gibt es im Dreiländereck ein besonderes Zuckerl, da die 63 km lange "Königsetappe" (1.800 hm) der den Dreisesselgipfel überquert. Das prestigeträchtige "Bayerwald-Flaggschiff" verläuft zwischen Jandelsbrunn und Neureichenau 6 km auf dem »Adalbert-Stifter-Radweg«. Im übrigen durchquert die Nordroute» der TRANS BAYERWALD (Etappe 2-5) sowie die 6. Etappe der Südroute (Bischofsmais - Eging am See) den »Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald« auf einer Länge von insgesamt 163 Kilometer. Im wahrsten Sinne des Wortes viel Holz, das im wildromantischen Naturidyll des Grünen Dach Europas reichlich Fahrspaß bietet.

 Wer seine Radtour auf dem Adalbert-Stifter-Radweg nach Haidmühle fortsetzt, hat auf 38 Kilomeren 631 Höhenmeter zu bewältigen, wobei der 21 km lange, gleichmäßige Steigungsabschnitt ab Bahntrassenbeginn in Waldkirchen eine ∅-Steigung von nur 2% aufweist.  Somit sind die finalen 360 Höhenmeter rhythmisch gut zu fahren.

Parnter: 

Kontaktadressen

Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald
Schlosssteig 1
94078 Freyung 

Tel. 08551/57-114
Fax 08551/57-193

service@nationalpark-ferienland.de

http://www.nationalpark-ferienland-bayerischer-wald.de/

TI Deggendorfer Land
Herrenstraße 18
94469 Deggendorf

Tel. 0991 / 31 00 231

poststelle@lra-deg.bayern.de

www.deggendorfer-land.de

Gemeinde Niederalteich
Guntherweg 3
94557 Niederalteich

Tel. 09901 / 93 53-0

Gemeinde@niederalteich.de

https://www.niederalteich.de

Markt Hengersberg

Mimminger Straße 2
94491 Hengersberg

Tel. 09901 / 93 07-0

markt@hengersberg.de

https://www.hengersberg.de

Markt Schöllnach
Marktplatz 12
94508 Schöllnach

Tel. 09903 / 93 03-0

poststelle@schoellnach.de

https://www.schoellnach.info

Gemeinde Aussernzell
Marktplatz 12
94508 Schöllnach

Tel. 09903 / 3 43

https://www.schoellnach.info

https://www.aussernzell.info

Passauer Land
Domplatz 11
94032 Passau

Tel. 0851 / 397 – 600 

tourismus@landkreis-passau.de

https://www.passauer-land.de

Eging a.See 
Prof.-Reiter-Straße 2 
94535 Eging a.See 

Tel. 08544 / 96 12 - 14

tourist-info@eging.de

https://www.eging.de

Markt Tittling
Tourismusinformation im Grafenschlößl
94104 Tittling

Tel. 08504 / 4010

tourismus@tittling.de

https://www.tittling.de

Gemeinde Fürstenstein
Vilshofener Str. 9
94538 Fürstenstein

Tel. 08504 / 91 55 – 0 

info@fuerstenstein.de

https://www.fuerstenstein.de

Markt Hutthurm
Marktplatz 2
94116 Hutthurm

Tel. 08505 / 90 01 – 0

markt-hutthurm@hutthurm.de

https://www.hutthurm.de

Markt Röhrnbach 
Rathausplatz 1
94133 Röhrnbach

Tel.: 08582/96090 

info@roehrnbach-bayerischer-wald.de

https://www.roehrnbach-bayerischer-wald.de

Perlesreut-Fürsteneck
Unterer Markt 3
D-94157 Perlesreut

Tel.: +49 (0) 8555 / 96 19 1 - 0

info@perlesreut.de

https://www.perlesreut.de

Touristikverein Sonnenwald e.V.
Schulgasse 4
94579 Zenting

Tel: +49 (0)9907 8720015

info@region-sonnenwald.de

http://www.region-sonnenwald.de/

Tourismusverein Dreiburgenland Tittling e. V.
Marktplatz 10
94154 Tittling

Tel.: 085 04 - 401 - 14

hallo@dreiburgenland.info

https://dreiburgenland.info/de/

Ilztalbahn GmbH
Färbergasse 1
94065 Waldkirchen

Tel. 08581 9897 136

info@ilztalbahn.eu

https://ilztalbahn.eu