• Markt Obernzell - staatlich anerkannter Erholungsort
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  • Donau - Anbindung an den Donau-Radweg Richtung Wien / Regensburg
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  • Ehemalige Bahntrasse nahe Untergriesbach
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  • Naturidyll Rannasee
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  • Staumauer Rannasee
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  • Markt Wegscheid - staatlich anerkannter Erholungsort
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  • Verkehrsarme Nebenstraßen durch intakte Naturlandschaft - ein Eldorado für Radfahrer
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  • Dünn besiedelte Landstriche laden geradewegs zum Genussradeln ein
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  • Breitenberg - Schnittstelle der Landkreise Freyung-Grafenau und Passau
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  • Die kupierte Topographie des Bayerischen Waldes beschert ein ständiges Auf und Ab
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  • Herrliche Aussichten verlocken zum Innehalten
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  • Pfarrkirche Maria Unbefleckte Empfängnis - Jandelsbrunn
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  • Obernzell
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  • Naherholungsgebiet Rannasee - einladend für energetische Pausen
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  • Jandelsbrunn: Gabelung von Adalbert-Stifter-Radweg / Donau-Moldau-Radweg
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  • Staatlich anerkannter Erholungsort Neureichenau
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  • Gemeinde Haidmühle im Dreiländereck
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  • Nove Udoli (CZ) - Start/Zielpunkt Donau-Moldau-Radweg - Gabelung Nationalpark- und Dreiländer-Radweg
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Von Fluss zu Fluss

Neuer Name gleiche Route. Der usrpüngliche »Donau-Wald-Radweg« wurde 2019 sinnigerweiße in »Donau-Moldau-Radweg« umbenannt, da er von Fluss zu Fluss führt. Einzig in Jandeslbrunn wurde der Streckenverlauf über verkehrsberuhigte Wohnstraßen abgeändert. Des weiteren verläuft die Route nun gemeinsam mit dem Adalbert-Stifter-Radweg bis zur tschechischen Landesgrenze Grenze Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal).

Flusskunde

Die Kalte Moldau (Studená Vltava) entsteht nördlich des Bramandlberges (991 m) und des Hirschberges (881 m) nahe des Haidel (1.165m) durch den Zusammenfluss von Weberaubach und Rothbach, an dessen Stelle sich ein kleiner Obelisk mit Inschrift und Sitzgelegenheit befindet (Bild oben).  

Der Bachlauf bekommt bei Haidmühle Zufluss vom Mirasatbach und Kreuzbach und markiert nach Einmündung des Moorbaches und des Ruttenbaches auf ca. zwei Kilometern die deutsch-tschechische Grenze, wo sie in Nové Údolí (Neuthal) ins tschechische Gebiet fließt. Die Bergmoorwiesen hinter der Grenze sind auf einer Fläche von 101 ha als ausgewiesenes Naturdenkmal Spálený luh unter Schutz gestellt. Der weitere Lauf führt vorbei an den Lorenzbergen und dem Stožec (Tussetberg, 1064 m n.m.) durch Stožec (Tusset) und Cerný Kríž (Schwarzes Kreuz). Der Unterlauf der Kalten Moldau mäandert durch das Naturdenkmal Vltavský luh (Moldau-Auen) wo sie sich bei Chlum (Humwald) - Ortsteil der Stadt Volary (Wallern) - nach 24 Kilometern im Moor Mrtvý luh (Tote Au) mit der Teplá Vltava (Warmen Moldau) zur Vltava (Moldau) vereinigt (Abfluss über‎ die Elbe → Nordsee). Die Warme Moldau hat ihren Ursprung nahe Kvilda/CZ (Außergefild).

Die Donau ist mit einer Gesamtlänge von 2857 Kilometern nach der Wolga der zweitlängste Fluss in Europa. Sie durchfließt bzw. tangiert dabei insgesamt zehn Länder (Abfluss → ins Schwarze Meer).

Wegweisung

 Der Streckenverlauf des »Donau-Moldau-Radweg« ist in beiden Fahrtrichtungen eigens mit einem grün-blauen Radwege-Signet gekennzeichnet. Im übrigen verläuft die Route bis Jandeslbrunn mit dem Adalbert-Stifter-Radweg auf identischer Wegstrecke. 

Startpunkt Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

Der Startpunkt des »Donau-Moldau-Radweg« befindet an der zwei Kilometer von Haidmühle entfernten deutsch-tschechischen Landesgrenze Nové Údolí (Neuthal).

Der »Donau-Moldau-Radweg« verläuft von Haidmühle 17 km bis nach Jandelsbrunn (identisch mit dem Adalbert-Stifter-Radweg) auf einer ehemaligen Bahntrasse. Haidmühle ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald liegt. Im Dreiländereck Deutschland (Niederbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel) - umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft - liegt Radlern ein gigantisches Routennetz zu Füßen. Obendrein verfügt der unberührte Naturlandstrich nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands, was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert. 

Umrahmt vom Haidel (1 167 m) sowie dem Dreisesselmassiv (1 312 m) schlummert abseits ausgetretener Pfade im Herzen des Bayerisches Waldes ein schier unerschöpfliches Radparadies. Sowohl Genuss- und Familienradler, E-Biker als auch Rennradfahrer und Mountainbiker finden Entfaltungsmöglichkeiten gigantischen Ausmaßes. Ob flach, wellig oder bergig – das Terrain spricht jedes Leistungsniveau an, wobei in Zeiten des E-Bike-Booms Anstiege ihren Schrecken verloren haben. Haidmühle eignet sich als Ausgangsort hervorragend für abwechslungsreiche Radtouren, da sich regionale Rundtouren, Bahntrassenradweg sowie grenzüberschreitende Fernradwege sternförmig in alle Himmelsrichtungen verzweigen. Das feinmaschige Radwegenetz erlaubt jede Menge Variationsmöglichkeiten, d.h. Routen können nach individuellen Vorstellungen beliebig miteinander kombiniert werden. 

Das Dreiländer-Radparadies im Muldental der Kalten Moldau bzw. des Mirasatbaches wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. In Haidmühle - im sogenannten <Grünen Dach Europas> - nehmen Radrouten unterschiedlichster Prägung ihren Ausgang. Eine bessere Möglichkeit als vom Sattel aus die malerische Bergregion mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flußauen zu erkunden gibt es wohl kaum. 

Der »Donau-Moldau-Radweg«

Der Bahntrassen-Abschnitt des »Donau-Moldau-Radweg« verfügt die typische Eigenschaft, dass es sich im Einklang der Natur wundersam gemächlich dahin kurbeln lässt. Zum einen weil sanfte, gleichmäßige Niveauunterschiede eine ökonomische Kraftentfaltung bedingt, zum anderen weil der Streckenverlauf unschwer erkennbar ist, weswegen man sich über die Wegeführung keinen Kopf zu machen braucht. Eine Erleichterung, die sowohl dem Fahrgenuss als auch einer aufmerksameren Wahrnehmungsschwelle für die ursprüngliche Natur zugute kommt. Sauerstoffreiche Wälder, mäandernde Bäche, verwittertes Granitgestein und sattgrüne Wiesenhänge bieten einen ursprünglichen Naturgenuss von besonderer Güte. Wer gedankenversunken den stressigen Alltag vergessen möchte, wird auf dieser Tour seine wahre Freude haben. 

Eckdaten

  • Startpunkt Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

  • Endpunkt: Obernzell / Donauufer (Anschluss Donau-Radweg)
  • Streckenlänge: 64.1 km
  • Südliche Fahrtrichtung: Haidmühle-Obernzell: 691 hm
  • Nördliche Fahrtrichtung: Obernzell-Haidmühle: 1 236 hm
  • Einkehrmöglichkeiten finden Sie in Haidmühle, Neureichenau, Jandelsbrunn, Breitenberg, Wegscheid, Rannasee, Untergriesbach, Obernzell

  • Scheitelpunkt 872 m (Frauenberg)

  • Tiefpunkt 294 m (Obernzell)
  • Haidmühle-Jandelsbrunn (17 km) unasphaltierter Bahntrassen-Radweg (identische Wegstrecke des Adalbert-Stifter-Radwegs)
  • Jandelsbrunn-Obernzell (45 km), teils schwach befahrene Nebenstraßen, hügeliges Profil

Highlights

  • Haidmühle: Kulturlandschaftsmuseum KuLaMu

  • Kneippanlage Jogl (1.6 km von Haidmühle entfernt)

  • Museum „Adalbert Stifter und der Wald“ in Neureichenau
  • Für Mountainbiker: im Bereich Jandelsbrunn-Neureichenau-Dreisessel verläuft die TRANS BAYERWALD in nächster Nähe
  • Naherholungsgebiet Rannasee
  • Idyllisches Griesenbachtal (ehemalige Zahnradbahnstrecke)
  • Schifffahrt auf der Donau (Obernzell)

Donau Moldau Radweg Video

 

Streckencharakteristik

Der »Donau-Moldau-Radweg« verläuft 17 km von Haidmühle bis Jandelsbrunn auf einer wassergebundenen, stark verdichteten Fahrbahnoberfläche. Die Streckencharakteristik lässt sich mit Schnittpunkt Jandeslsbrunn zweiteilen. Das verkehrsfreie, flache bzw. leicht abschüssige Streckenprofil fördert maßgeblich einen harmonischen Bewegungsfluss und damit den Fahrspaß für Groß und Klein. Auch in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der sanfte, gleichmäßige Anstieg (∅-Steigung 2%) selbst  für Gelegenheits- und Familienradler - für e-biker sowieso - rhythmisch gut zu bewältigen.

Ab Jandelsbrunn wird vorwiegend auf schwach befahrenen Nebenstraßenge geradelt, deren kupierte Topographie bis Obernzell (45 km) 600 hm bescheren. Die Route schlängelt sich durch den sanft hügeligen südlichen Landkreis Freyung-Grafenau bis kurz vor Breitenberg wo die Landkreisgrenze zu Passau überschritten wird. Teils auf unasphaltierten Abschnitten geht es über Wegscheid und den Rannasee weiter nach Untergriesbach. Dort schließt sich die steile Abfahrt im Griesenbachtal (ehemalige Zahnradbahnstrecke) nach Obernzell ins Donautal an.

Den Radfahrer erwartet eine idyllische Hügellandschaft, ausgedehnte Bergwälder, liebliche Bachtäler, weitflächige Wiesenhänge, emporragende Granitfelsen – alles in allem eine bezaubernde ursprünglich gebliebene Kulturlandschaft. 

E-Bikes

Bezogen auf die Streckendaten sollte die Reichweite eines voll aufgeladenen, leistungsfähigen Akkus bei dosierter Fahrweise (Ökonomie-Modus)  ausreichen, zumal Gefällpassagen (1209 Tiefenmeter) sowieso keine Schubkraft benötigt. In entgegengesetzter Richtung könnte es jedoch womöglich "eng" werden, da die Höhendifferenz des Start- und Zielorts zusätzliche 536 hm mit sich bringen.

 E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen

Streckengrafik mit Höhenprofil


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Streckenchronik

Die ehemalige Bahntrasse beginnt nahe der Tankstelle in Haidmühle (1 341 Einwohner). Anfänglich bietet sich eine schöne Aussicht über die grünen Hochflächen. Stellenweise erblickt man die markantesten Gipfel dieser bewaldeten Gegend - den Dreisessel (1.333m.ü.NN.) und den Haidel (1.167m.ü.NN.). Bis Frauenberg radelt man teils vis a via des Mirasatbachs in einer idyllischen und sauerstoffreichen Waldpassage.

 Die Kalte Moldau

Der Zusammenfluss der Quellbäche Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach im sumpfigem Waldgebiet unterhalb des Haidel bilden den Ursprung der Kalten Moldau. Die Kalte Moldau (Studená Vltava) ist der rechte Quellfluss der Moldau (Vltava). Zur Zeit des Kalten Krieges war Europa durch den Eisernen Vorhang geteilt, weswegen das Tal der Kalten Moldau zwischen Stožec und der deutschen Grenze bis 1990 Sperrgebiet war. 

Kneippanlage Jogl

1.6 km nach Haidmühle erwartet Radfahrer ein echter Gesundheitsknüller. Der eiskalte Mirasatbach speist hier die Kneippanlage Jogl und sorgt nicht nur für ein abwechslungsreiches Vergnügen sondern macht müde Beine wieder munter. 

Wassertreten (30-120 Sekunden) leitet schonend die Regenerationsphase ein. Beim abschließenden lockeren Pedallieren auf der 1.5 km langen Flachetappe nach Haidmühle erwärmen sich die kalten Füße. 

 Die Kneippanlage Jogl am Mirasatbach befindet sich am Schnittpunkt des »Donau-Moldau-Radweg« und der Haideltour-Route.    

Kneippen regt -  in dem Kaltwasserbecken nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel an bzw. fördert die Durchblutung - sondern stärkt dazu auch das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt die Methode ganzheitlich, d.h. Körper, Kopf und Seele kommen in Einklang. Eine wahre Wohltat, die für ausgemergelte Radfahrer wie gerufen kommt.  

Die unmittelbare Nähe des beliebten Adalbert-Stifter-Radwegs bringt es mit sich, dass viele Radfahrer von dem natürlichen "Gesundbrunnen" regen Gebrauch machen. Im Wasser liegt das Heil; es ist das einfachste, wohlfeilste und - recht angewandt - das sicherste Heilmittel - Sebastian Kneipp - 

 Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp wurde am 17.05.1821 geboren. 1844 zog er mit seinem Förderer Dr. Matthias Merkle nach Dillingen, wo er am Gymnasium trotz Tuberkulose das Abitur machte. 1849 begann er mit dem Theologiestudium und entdeckte rein zufällig ein Buch des Arztes Johann Siegmund über die Heilkraft von kaltem Wasser. Beeindruckt von dessen Erkenntnissen unternahm Kneipp im Selbstversuch Bäder in der kalten Donau. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich derart, weshalb er seine kostenlosen Behandlungsformen auch auf Patienten ausdehnte. Bezeichnend, dass ausgerechnet Ärzten das Vorgehen missfiel und sie gegen Kneipps selbstlose Behandlungsmethode ein Gerichtsverfahren anstrengten. Die Heilkraft des Wassers entdeckte Kneipp wieder, da bereits die Römer in der Antike mit Wasseranwendungen arbeiteten. Erst 2015 entschied die Deutsche UNESCO-Kommission "Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps" offiziell als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen.

Beste Stimmung und reges Treiben an der Kneippanlage. Radlergruppen aus allen Herren Länder kommen sich an der Fitness-Stätte näher.

Nach erfrischender Wellness-Pause geht's mit Frohgemut und Elan weiter. Auf der Kuppe mündet der Zufahrtsweg in den »Donau-Moldau-Radweg« ein (links nach Haidmühle, rechts Richtung Jandelsbrunn). 

Bahntrassenradeln hat viele Vorteile. So ist zum einen die Wegeführung leicht erkennbar, Kurvenradien sind großzügig bemessen und Höhenunterschiede machen sich durch das nivellierte Trassenniveau kaum bemerkbar.  

Auch wenn der Wegeverlauf leicht einsehbar ist, besteht dennoch in beiden Fahrtrichtungen eine lückenlose Ausschilderung. Rastplätze in idyllischer Lage locken immer wieder zum Absteigen und erholsamen Pausen. Die wassergebundene Fahrbahnoberfläche ist erstklassig gewartet und kann von daher zu jeder Jahreszeit (solange kein Schnee liegt) problemlos befahren werden.

Von Haidmühle (830 m) steigt die ehemalige Bahntrasse bis Frauenberg (Europäische Wasserscheide) unmerklich an. Nachdem der Scheitelhochpunkt (872 m) überschritten ist, fällt das Höhenniveau bis zum Abzweig in Jandelsbrunn kontinuierlich ab. Im Hochsommer sind die Temperaturen in dem schattenspendenden Geländeeinschitt angenehm kühl. Selbstvergessen rollt man nahezu ohne Kraftaufwand locker mit 25-30 km/h durch die von emporragenden Granitfelsen umsäumte Strecke.

 Abzweig Dreiländer-Radweg

Am Loipenzentrum Frauenberg vorbei - der Adalbert-Stifter-Radweg genießt eine touristische Mehrfachnutzung indem Langlaufloipen gespurt werden - rollt das Gefährt auf der Gefällstrecke (1-2%) mit minimalem Krafteinsatz locker dahin. 

 Wasserscheide 

In Frauenberg erinnert ein Denkmal an die Wasserscheide von Elbe und Donau. Die Moldau entwässert nach Norden hin großflächig das Gebiet, wo nach Mündung in die Elbe später in die Nordsee fließt. Die Moldau - häufig auch als „Böhmisches Meer“ bezeichnet - ist der längste Fluss in Tschechien (430 km) und zugleich der größte Nebenfluss der Elbe. Richtung Süden und Westen sammeln dagegen Ilz, Erlau und Große Mühl Wasser auf und fließen bei Passau bzw. Linz in die Donau, die ins Schwarze Meer mündet.

Durch eine technische Meisterleistung wurde die Wasserscheide mit dem Bau der Kreuzbachklause und dem zugehörigen Triftkanal, der das der Moldau gehörige Dreisesselwasser in den Osterbach und damit in die Ilz brachte überwunden. Heute ist der Kanal ist größtenteils verfallen, weshalb der Kreuzbach wie zu früheren Zeiten wieder der Moldau zufließt.

Schon bald rückt der staatlich anerkannte Erholungsort Neureichenau ins Blickfeld. Je weiter man Richtung Süden rollt, desto mehr verändert sich das Landschaftsbild. Die Waldlichtungen werden größer und gibt immer häufiger schöne Panoramablicke auf die das gewellte Landschaftsprofil des Bayerischen Waldes frei. 

 "Stifter und der Wald" - Museum im Rosenberger Gut

Die Gemeinde Neureichenau ist stolz auf ihr Museum „Adalbert Stifter und der Wald“ – ist es doch deutschlandweit das einzige Museum, welches dem Dichter und Maler Adalbert Stifter gewidmet ist.

Nach Überquerung der Dreisesselstraße wird kurzzeitig auf eine Straße ausgewichen, bevor sich die autofreie Bahntrasse fortsetzt.

Die kraftsparende Gefällfahrt auf der verkehrsfreien Trasse fördert das beschwingte Gefühl von Leichtigkeit des Seins was umso mehr schweifende Blicke in die herrliche Naturregion ermöglicht. Sobald man seinen Trittrhythmus in Wohlfühlgeschwindigkeit gefunden hat, radelt man bisweilen selbstvergessen durch die anmutende Naturlandschaft. Dichte Fichtenwälder und saftig grüne Wiesen künden von einer noch wenig von Menschenhand beeinflusster Natur.

Direkt nach dem Jandelsbrunner Bahnhofsgebäude (634 m) zweigt der »Donau-Moldau-Radweg« auf die Bahnhofstraße ab, die nach einem kurzen Anstieg in die Hauptstraße mündet. Vom Scheitelpunkt der Strecke bis Jandelsbrunn sind 238 Tiefenmeter - verteilt auf 13 Kilometer - eine wahre Wonne, d.h. potentielle Energie wird in Bewegungsenergie umgewandelt. 

 An der Streckengabelung verläuft der Adalbert-Stifter-Radweg auf der Bahntrasse Richtung Waldkirchen geradeaus weiter.