Frühlingserwachen

Die Vorboten des Frühlings lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Zeit der Kälte und Schlechtwetterfronten im doppelten Sinn Schnee von gestern ist. Wenngleich die Temperaturen nur zäh in den zweistelligen Bereich klettern und die Nächte noch empfindlich kalt sind, so blinzeln immer häufiger Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Jetzt beginnt die Zeit der Radfahrer, aufzusteigen um aus dem Alltag auszusteigen. Damit die schönste Zeit des Jahres auch in vollen Zügen genossen werden kann, haben wir eine Menge an Anregungen für Sie, die Ihnen noch mehr Radgenuss verschaffen. 

Nach dem Winterschlaf holt die Natur ihr grünes Gewand heraus und streckt ihre zarten Frühlingsboten aus dem Boden. Ein knospendes Blütenmeer an Veilchen, Hortensien, Traubenhyazinthen, Krokusse, Narzissen, Primeln, Stiefmütterchen, Tulpen, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen, Schneeglöckchen und Schlüsselblumen kündigen das Erwachen der Natur an. Ein farbenprächtiger Jahresauftakt, was die Natur aus ihrem Schatzkästchen hervorzuzaubern vermag. Dazu trällern Drossel, Fink, Spatz, Star und Amsel ihr wunderschönes Frühjahrskonzert. Helles Tageslicht und die lebendige Flora und Fauna kitzeln ein herrliches Lebensgefühl der Leichtigkeit des Seins hervor.

Zwiebelschalenprinzip ade, Schicht für Schicht runter mit dem lästigen Plunder, bis das legere Kurzarmdress der sonnenbedürftigen Haut Luft zum Atmen gibt. Frühlingsvorboten lösen nach den kalten Wintermonaten eine regelrechte Aufbruchstimmung aus. In Bayern pflegt man zu sagen: „Auf geht’s, pack ma’s!“ Allerhöchste Zeit die Komforzone zuhause gegen den Jungbrunnen der Natur einzutauschen und sich an der sprießenden Vegetation zu erlaben. Stressless auf Touren kommen und den Dingen des Lebens gedankenversunken ihren freien Lauf lassen - so kommt der Kreislauf am besten in Schwung. Wir wünschen Euch eine inspirierende Radsaison mit viel Sonne und Rückenwind sowie unvergessliche Momente, die dem Leben Spirit und Drive einhauchen. Bleibt uns gewogen.

Frühlingsgefühle

Aufkeimende Frühlingseuphorie schön und gut, doch meist steht der innerliche Tatendrang mit dem Körper eher auf Kriesgfuß. So beginnt jedes Jahr häufig dasselbe Trauerspiel: zu wenig Trainingskilometer in den Beinen, mauer Fitnesslevel und viel zu viel Speck auf den Rippen – ein Zustand über den nicht gerade wenige Sportler nach langer Winterzeit ihr Klagelied anstimmen. Der Geist mag zwar bei den ersten Rollouts in freier Natur willig sein, doch der Körper streikt unvermittelt, sobald in den höheren Belastungsgang geschalten wird. In Anbetracht der desolaten Form nach monatelanger „Off-Season“ ist es deshalb umso wichtiger mit Muße, Geduld und mentaler Coolness behutsam in die jungfräuliche Radsaison einzusteigen. Schließlich benötigt der Körper für die beabsichtigten Anpassungsprozesse vor allem eines: genügend Zeit. Schnell starten um danach wie eine Primel einzugehen war noch nie eine erfolgsversprechende Taktik.

Will heißen, dass lockeres Tempo, höhere Trittfrequenz von 80-90 Umdrehungen/min und ein erträglicher Pulsschlag unterhalb 75% der max. Herzfrequenz die wesentlichen Eckpunkte festlegt. Werden diese Richtwerte beherzigt, der radelt zielorientiert auf der richtigen Schiene, auf der die Formkurve mit Maß und Ziel langsam ansteigt. Übermotivierte Hauruck-Aktionen die die körperlichen Fähigkeiten maßlos übersteigen führen dagegen über kurz oder lang auf's Abstellgleis.  

Regelmäßige Bewegungsaktivität i.V. mit gesunder und ausgewogenen Ernährung sollten überflüssige Pfunde bald der Vergangenheit angören und den zielstrebigen Weg zur Top-Form frei machen. Radtraining verbrennt nicht nur Kalorien und vermag ein Kaloriendefizit herbeiführen, sondern fördert zudem den Muskelaufbau was den Stoffwechsel zusätzlich ankurbelt. Der Stoffwechsel verbrennt wiederum Kalorien womit sich der Kreis geschlossen hat.

Meteorologischer Frühlingsanfang 

Am 1. März zum meteorologischen Frühlingsanfang wird so mancher Sportler vom schlechten Gewissen geplagt und gerät umso mehr in Panik je mehr das sportabstinente Lotterleben genossen wurde. Schlagartig kommen altbekannte Vorsätze in den Sinn, kulinarischen Verführungen Einhalt zu gebieten, d.h.  Kalorienbomben wie fetthaltigem Essen, Süßigkeiten und alkoholischen Getränken die rote Karte zu geben. Es ist an der Zeit im Gleichklang zur Schneeschmelze dem Winterspeck den Kampf anzusagen um die ungeliebten Fettpölsterchen abzuschmelzen. Doch Obacht vor zu hoher Belastung und übersteigertem Trainingspensum. Da kann die Euphorie in Nullkommanix in die Frustration und damit zum Abbruch aller verinnerlichten Vorsätze führen.

Um gewünschte Trainingsfortschritte zu erzielen sind Training und Regeneration unzertrennlich miteinander verbunden. Nur wer nach Trainingausfahrten sich ausreichend erholt wird erwünschte Wirkungen erzielen.

Kalendarischer Frühlinganfang

Je näher der kalendarische Frühlingsanfang am 20. März rückt, desto mehr machen sich Hochgefühle breit. Der gefühlte Jahreszeitenwechsel wird am letzten Sonntag im März durch das Umstellen der Uhren auf die Sommerzeit offiziell. Allerhöchste Eisenbahn aus dem winterlichen Dornröschenschlaf aufzuwachen, die Pausentaste des Alltags zu drücken und der schönsten „Nebensache“ der Welt - dem Radfahren – mit Herzenslust und frischem Elan zu frönen. Gerade Berufstätige schätzen die Zeitumstellung, weil abends endlich wieder gemütliche Feierabendrunden ohne lästige "Funzel" möglich sind.

Körper, Geist und Seele sprühen voller Tatendrang, draußen an frischer Luft aktiv zu sein. Das Verlangen ist kaum zu bändigen. Sonne, blauer Himmel, blühende Landschaften bei milden Temperaturen – logisch, dass der Suchtbazillus gewaltig in den Beinen juckt. Jetzt nach Lust und Laune loskurbeln – das verheißt Spaß im XXL-Format und hält zudem fit. Noch rasch sein Rad startklar machen und ggf. einen Wartungscheck durchführen, damit sich das Gefährt (verkehrs-) technisch in einwandfreiem Zustand befindet. Schon steht der Jungfernfahrt mit garantierter Glückshormonflutung nichts mehr im Wege.

Nach endlos langen Wintermonaten genießt man umso mehr die ersten Sonnenstrahlen im Biergarten und Cafe-Freisitzen.