• Triumphale Siegesfahrt von Mathias Nothegger in Sölden
    © Ötztal Tourismus / Gstrein Ricardo
  • Timmelsjoch-Abfahrt nach Sölden
    © Ötztal Tourismus / Skarwan Jürgen
  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
    © Ötztal Tourismus / Skarwan Jürgen
  • Verschlafenes Ötztal bei Längenfeld
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  • "Scharfrichter" Timmelsjoch
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  • Doppelsieger Mathias Nothegger mit Sarah Ennemoser (Head of PR & Media · Ötztal Tourismus)
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  • Kühtaistraße
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  • Die Ruhe vor dem Sturm
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  • © Sportograf
  • Abfahrt Sölden - Ötz (Ötztaler Ache)
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  • Anstieg Timmelsjoch
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  • Auffahrt Brenner
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  • © Bayernbike
  • Auffahrt Kühtai
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  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
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  • Auffahrt zum Kühtai
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  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
    © Ötztal Tourismus
  • Abfahrt Sölden - Ötz
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  • Anstieg Kühtai
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  • Kreisverkehr Ötz - Anstieg zum Kühtai
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  • Abfahrt Sölden - Ötz (Ötztaler Ache)
    © Ötztal Tourismus
  • Neutralisierte Startphase
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  • Anstieg St. Leonhard in Passeier/Südtirol - Timmelsjoch
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  • Abfahrt Sölden - Ötz
    © Sportograf
  • Kreisverkehr Ötz - Auffahrt zum Kühtai
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  • © Sportograf
  • © Sportograf
  • Pacemaker
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  • Ötztaler Ache in Sölden
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  • Tiroler Ferienort Sölden - spektakuläre Hochgebirgskulisse im hinteren Ötztal
    © Bayernbike

Wer die Chance auf den sogenannten Ritterschlag in der internationalen Radsportszene wahren möchte, muss sich zuerst zum Losverfahren anmelden. Die Online-Anmeldung für den 41. Ötztal-Radmarathon ist vom 1. bis 28. Februar 2022 freigeschaltet. Um letzten Endes tatsächlich einen der begehrten 4.000 Startplätze zu ergattern, braucht es in der ersten Märzhälfte des Losglücks, da das Teilnehmerfeld per Losverfahren ermittelt wird. Um sozusagen den offiziellen "Segen" für den Quälspaß auf allerhöchstem Niveau - wohlgemerkt für den Obolus von € 159,00 - zu erhalten, liegen die Chancen rein rechnerisch bei 1:5, weil fast 20.000 "Radsportverrückte" um eine Starterlaubnis "buhlen". Gehört man zum erlauchten Kreis der "Auserwählten" steht zumindest soviel fest, dass ein adäquater Trainingsumfang die Lebensumstände maßgeblich bestimmen wird was bis zum 28. August ein straff organisiertes Zeitmanagement verlangt. 

Jene Glückspilze die einen Startplatz erhalten, werden noch am Tag der Verlosung auf der Website des Veranstalters veröffentlicht und per email verständigt. Spätestens dann kann der gezielte Formaufbau beginnen. Um nicht zu sagen "alea iacta est" (die Würfel sind gefallen) wie Julius Caesar im Jahre 49 v. Chr. zu wichtigen Entscheidungen zu sagen pflegte.

Das Teilnehmerlimit beträgt seit vielen Jahren max. 4.000 Sportler. Die prozentuelle Verteilung der zu vergebenden Startplätze auf die Gruppierungen (a) Einzelstarter, (b) Minigruppen und (c) Teams erfolgt erst nach Ende der Registrierungsphase und richtet sich nach dem realen Wert der Registrierten. Die Registrierung ist ausschließlich vom 01. – 28. Februar 2022 unter Ötztal-Radmarathon online möglich. Sie kostet EUR 5,- zzgl. EUR 0,90 Security und Transaktionsspesen pro Teilnehmer.

Der Veranstalter behält sich die Vergabe von bis zu 500 Startplätzen für Sponsoren, Medien usw. vor. Dieses Kontingent bleibt von der Verlosung unberührt und zählt als Sonderstartplatz. Dazu werden weitere 500 Startplätze in Kombination mit angebotenen Pauschalbuchungen vergeben.

In diesem Sinne: träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum! Wem die Glücksfee hold war, der darf am 28. August zeigen welches Leistungspotential in ihm steckt. Wie lautet so treffend einer der sarkastischen Slogans auf der Strecke: »Die fetten Jahre sind vorbei«.

Das war der Ötztaler 2021

„Ich habe einen Traum“ - so lautet der bekannte Leitspruch des Ötztaler Radmarathons. Der Wahl-Kärntner Johnny Hoogerland aus den Niederlanden erfüllte sich beim Jubiläums-Ötztaler seinen Sieges-Traum, der den Kärntner Hans-Jörg Leopold und den Italiener Mattia De Marchi auf die Plätze verwies. Bei den Damen triumphierte wie zuletzt 2019 abermals souverän die Deutsche Christina Rausch.

Der Wettergott meinte es mit den Teilnehmern des 40. Ötztaler Radmarathons gnädiger als von den "Wetterfröschen" vorhergesagt. Auch wenn's bitterkalt war, blieb das gefürchtete „Sauwetter“ den Teilnehmern zumindest bis zum späten Nachmittag erspart. Um 6:30 Uhr standen "nur" 2.751 Teilnehmer - von ursprünglich 4.023 Angemeldeten - aus 32 Nationen bei rund fünf Grad Celsius sozusagen auf der Matte. Die miserable Wetterprognose mit möglichen Schneefällen war wohl zuviel des Guten, sodass es viele vorzogen lieber das warme Bett zu hüten, anstatt sich in einen sportlichen "Überlebenskampf" mit ungewissem Ausgang zu begeben. Verschärfend wirkte sich die Umleitung über das Haiminger Sattele aus, die wegen eines Felssturzes auf der Kühtaistraße 10 Kilometer plus 250 Höhenmeter drauf sattelte, was den Kampf über die vier Pässe Kühtai, Brenner- und Jaufenpass sowie das Timmelsjoch nicht einfacher machte. Schlussendlich erreichten 2.261 ausgemergelte Radsportler - eine der niedrigsten Finisherquoten überhaupt - das Ziel in Sölden und verwirklichten somit ihren persönlichen Traum.  

Bild: Licht am Ende des Tunnels. Für jeden Teilnehmer ist die Durchquerung des Tunnels kurz vor dem Streckenzenit am Timmelsjoch jener entscheidende Moment, wo der Frosch buchstäblich ins Wasser springt. Im Wissen, das erfolgreiche Finish endlich vor Augen zu haben versetzen ausgeschüttete Glückshormone die Pysche in einen regelrechten Freudentaumel.

Nach einer längeren Verfolgungsjagd und mit einer grandiosen Fahrzeit von 7:21,01 Stunden kam ehemalige World-Tour-Profi Johnny Hoogerland aus den Niederlanden als Erster in Sölden an, und kürte sich zum Sieger des 40. Ötztaler Radmarathons. „Das war ein super Tag für mich! Schon beim ersten Anstieg habe ich gemerkt, dass ich super Beine habe und ich war nie am Limit. De Marchi war super stark am Jaufenpass und am Timmelsjoch wusste ich, dass ich ihm schnell folgen muss. Die letzten fünf Kilometer waren dann sehr hart, ich bekam noch Krämpfe. Aber das ist so ein sensationeller Sieg für mich, ich habe Gänsehautstimmung“, so der Wahl-Kärntner.

Zum Palmares von Hoogerland, der seit drei Jahren in Velden ein Hotel betreibt zählt auch folgende Geschichte: er bestritt 2011 seine erste Tour de France und eroberte gleich fünf Mal das Bergtrikot! Bilder von der damaligen 9. Etappe gingen um die Welt, als er mit Juan Antonio Flecha das Spitzenduo bildete und von einem Begleitfahrzeug abgedrängt wurde. Hoogerland stürzte dabei in einen Stacheldrahtzaun und kämpfte sich danach blutend ins Ziel.

Zieleinfahrt des Letztklassierten Konrad Amann im strömenden Regen. Die unvorstellbaren Strapazen können manchmal nicht mal die Teilnehmer selbst in ihrer Gänze erfassen, so surreal und irreal wirkt sich der Wahrnehmungsprozess des sportlichen Überlebenskampfes aus. Nicht ohne Grund wird von vielen Leidgeprüften gesagt, dass man als anderer Mensch ankommt als man voher war.

Bild: der Letzte von 2.261 Helden erreicht sein Ziel.

Im Kampf um die weiteren Podiumsplätze schaffte der Kärntner Ex-Profi Hans-Jörg Leopold kurz vor dem Gipfel des Timmelsjochs noch den Anschluss an den De Marchi. Gemeinsam bestritten sie die Abfahrt in den Zielort, wo sich Leopold (7:28:26) im Zielsprint vor De Marchi (7:28.27) den zweiten Rang sichern konnte. Der Zweite Leopold haderte etwas mit der Strecke: „Leider bin ich am ersten Berg zu schnell gefahren, davon habe ich mich bis zum Schluss nicht mehr richtig erholt.“

Bild: die Sieger des 40. Ötztaler Radmarathons: Johnny Hoogerland (NL) und Christina Rausch (D).

Der Italiener Fabio Cini wurde Vierter, gefolgt vom starken Robert Petzold und dem Haiminger Fabian Costa. Auch der Tiroler Patrick Hagenaars, dessen linke Hand nach einem Unfall amputiert ist, lieferte mit Rang sieben wieder ein starkes Rennen ab! Sein großes Talent bewies der Ötztaler Jonas Holzknecht, der als jüngster Teilnehmer, mit Rang 22 (7:52 h) aufhorchen ließ. 

Die Deutsche Christina Rausch war bei den Damen wie zuletzt 2019 unschlagbar. Die Radsportlerin, die im Vorjahr 30.000 Kilometer trainierte, siegte mit einer Zeit von 8:15,20 Stunden vor der Deutschen Veronika Weiss (8:50:29) und der Österreicherin Bianca Somavilla (8:52:03). Bereits am Kühtai setzte sie sich an die Spitze und fuhr ihrem ungefährden Sieg entgegen. Der Organisator Dominic Kuen gratulierte heute nicht nur den Siegern, sondern allen Startern: „Wir hatten doch noch so großes Glück mit dem Wetter und wir haben von jedem Teilnehmer ganz tolle Leistungen gesehen. Großer Glückwunsch an Christina, die derzeit fast unschlagbar bei den Frauen ist, und natürlich an Johnny.“

Bild: ein Schlückchen in Ehren. Nach 13:41 Stunden Dauereinsatz hat es sich der Schlussankömmling redlich verdient.

Bild: Sieger Johnny Hoogerland und "Schlusslicht" Konrad Amann (München) gemeinsam vereint auf dem Siegerpodest. Das Bild symbolisiert, dass beim Ötztaler Radmarathon alle Finisher als Heroes gefeiert werden, was unter den diesjährigen Bedingungen erst recht gilt. 

Völlig überraschend gab Redkordhalter und dreifacher Ötzi-Sieger Mathias Nothegger sein Karriereende bekannt, nachdem er sich in Innsbruck (2:36.51,9) noch in der Spitzengruppe befand und kurz darauf ausstieg. Wir wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg. 

Der 40. Ötztaler Radmarathon ist Geschichte. Doch wie heißt es so schön: Nach dem Ötztaler ist vor dem Ötztaler: der 41. Ötztaler Radmarathon kann kommen.

Das Ötztal erfreut sich über tausende Radsportler und Begleiter aus allen Herren Länder. Jedesmal mutiert Sölden zum Nabel der (Hobby-) Radsportwelt, was dem Alpendorf einen nicht unerheblichen ökonomischen Benefit beschert. Demnach generiert die Veranstaltung jährlich eine Wertschöpfung von rund 4,5 Millionen Euro und bringt dem Ötztal 20.000 Nächtigungen. 

Großer Dank gilt den 1.200 Helfern und den Einsatzkräften der Polizei, Rettungssanitätern und der Feuerwehr.

The day after: nach der Tortour eines derartig zermübenden Kraftakts wie dem Ötztal-Radmarathon hat der malträtierte Körper und die gestresste Psyche Regeneration bitter nötig. Deswegen wird am nächsten Tag - häufig auf der Heimreise - im führenden Thermenresort Österreichs - dem AQUA DOME - in Längenfeld (talwärts 13 km von Sölden gelegen) Station gemacht. Regenerationsfördernde Maßnahmen wie Schwimmen, Massagen, Saunagänge und heiße Thermalbäder unterstützen den körpereigenen Wiederherstellungsprozess. Das AQUA DOME ist ein idealer Kraftort, um frische Energien zu schöpfen und Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Rückblick

Nachdem das Coronavirus letztes Jahr Europas renommierteste Radsportveranstaltung für ambitionierte Hobby- und Radamateure überraschend ausknockte ist es nach der einjährigen Zwangspause am 29. August es endlich wieder soweit: der Ötztaler ist back! Insgesamt sind 4.023 Teilnehmer aus 32 Nationen - darunter 246 Frauen - sind für den Jubiläums-Ötztaler gemeldet. Sage und schreibe neun ehemalige Sieger sowie Sportgrößen wie beispielsweise Ex-Spitzen-Biathlet Dominik Landertinger und der ehemalige Tour-Profi Thomas Rohregger gehen hoch motiviert ins Rennen. Auch die letzte Siegerin Christina Rausch aus Deutschland startet am Sonntag mit Siegambitionen im Ötztal, ebenso wie Stefano Cecchini, Monika Dietl, Hugo Jenni, der Vierfach-Sieger Ekkehard Dörschlag, Enrico Zen, Giuseppe Bovo und der Deutsche Bernd Hornetz, mit 48 Jahren der älteste Ötztal-Sieger. Die Nationenstatistik führt Deutschland mit 2.225 Teilnehmern mit großem Abstand an, gefolgt von Österreich (750), Italien (570), Schweiz (127) und den Niederlanden (103). Wenn (ausnahmsweise um 6:30 Uhr) der markerschütternde Böllerschuß durch Sölden hallt, geht der Mythos in eine neue Runde. 

Ursprünglicher Plan war, am 30. August 2020 das 40zigste Rennen des Alpen-Klassikers gebührend zu feiern, währenddessen das Jahr darauf das 40-Jahr-Jubläum des Kultrennens auf dem Programm gestanden wäre. Ein Widerspruch? Mitnichten! Des Rätsels Lösung: 1996 gab es zwei Ötztaler - einmal mit Start/Ziel in Sölden (25. August) und ein zweites mal von Steinach (1. September) aus. Doch 2020 brach wie aus heiterem Himmel die Corona-Pandemie aus und machte alle Pläne zunichte. Deshalb findet nun am letzten Augustwochenende 2021 die große Vierzigerfeier statt, bei der sowohl das Veranstaltungsjubiläum als auch das abgesagte 40zigste Rennen gefeiert wird. 

Felssturz erfordert Plan B

Als habe Covid-19 dem OK nicht schon genügend Steine in den Weg gelegt, so verursachten starke Regenfälle auch noch einen Felssturz auf der Kühtaistraße, weshalb die Landesstraße zwischen Mühlau (Gemeinde Oetz) und Ochsengarten (Gemeinde Haiming) voraussichtlich für zwei Wochen gesperrt bleibt. Rund 1500 Kubikmeter Gesteinsmaterial rutschte oberhalb der Straße ab, wobei ein riesiger Felsblock mit circa 20 Kubikmetern Größe die Straße blockiert. 

Eine Umleitungsstrecke wurde umgehend eingerichtet, die für Radsportler allerdings nichts Gutes verheißt. Die Jubiläumsausgabe wird nämlich dem altbekannten Motto "Hart - härter - Ötztaler" noch einen Ticken mehr gerecht, denn die Streckenänderung über das Haiminger Sattele zum Kühtai ist nicht nur 10 Kilometer länger und weist etwa 250 (Bonus-) Höhenmeter auf, sondern knallt den Protagonisten auch noch giftig steile Rampen mit bis zu 20% Steigung vor den Latz.

Somit ist klar, dass Finisherzeiten der Jubiläumsausgabe nicht mit den Zeiten der vorhergehenden Veranstaltungen vergleichbar sind. Auf der Jagd nach der persönlichen Bestzeit - sprich der Kampf gegen sich selbst - stellt der Zeitenvergleich einen enormen Ansporn für die meisten Teilnehmer dar, was beim diesjährigen ÖRM leider flach fällt.

Interaktive Streckengraphik/Höhenprofil und GPX-Download der Ersatzstrecke via Haiminger Sattele zum Kühtai: Historie, Streckenanalyse

Aufgrund der Streckenänderung wird die Startzeit auf 6:30 Uhr vorverlegt - Startaufstellung ab 5:15 Uhr!  

Das Who is Who der internationalen Radsportzene steht im Ötztal Gewehr bei Fuß

Bild: Skisprunglegende Andi Goldberger (2019)

Schon viele Sport-Promis aus den unterschiedlichsten Disziplinen stellten sich der exorbitanten Herausforderung: Walter Röhrl, Andi Goldberger, Jan Ullrich, Jutta Kleinschmidt, Frank Wörndl, Jörg Ludewig, Alban Lakata (3-facher Mountainbike-Weltmeister), Peter Schlickenrieder, Benjamin Karl, Markus Prock, Tom Rohregger u.v.m.

Bild: Mathias Nothegger bei seiner Zieleinfahrt in Rekordzeit (2019)

Der Ötztaler Radmarathon feiert am 29. August 2021 runden Geburtstag. Wer einen Startplatz zugelost bekam der weiß was die Stunde geschlagen hat, denn jeder ist bestrebt seine wohlverdienten Früchte am Tag der "Wahrheit" ernten zu wollen. Ohne zielorientierten Trainingsplan, Geduld und Disziplin mag der Traum rasch in Schall und Rauch aufgehen bzw. zum Albtraum mutieren. Gleichwohl vermag niemand verlässlich vorherzusagen, wie die Challenge auf den legendären Pässen Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch am Wettkampftag verlaufen wird. Zuviele Einflussfaktoren (Tagesform, Energienachschub, Nerven, Wetter usw.) können jeden noch so ausgeklügelten Plan zunichte machen.

Die 15 stündige Liveübertragung des Ötztaler Radmarathons liefert spannende Storys, interessante Backstage-Infos und hautnahe Impressionen aus Sölden sowie live von der Strecke. Von 6.30 Uhr bis 21.30 Uhr können Fans am Bildschirm das Livegeschehen an den verschiedensten Schauplätzen des Jubiläums-Ötztalers mitverfolgen: www.oetztaler-radmarathon.com/livestream

Mathias Nothegger hat mit seiner Rekordzeit von 6:47:02 Stunden 2019 eine nahezu unerreichbare Benchmark gesetzt. Der Vorarlberger unterbot die bisherige Bestmarke des Schweizers Hugo Jenni aus dem Jahr 2001 um satte zehn Minuten und pulverisierte damit den 17 jährigen Streckenrekord. Das Palmares des gebürtigen Bregenzers Mathias Nothegger ist beeindruckend: Souveräne Siege prestigeträchtiger Radmarathons wie den Ötztaler, Highlander, Arlberg Giro, Mondsee 5 Seen, Kaunertaler Gletscherkaiser sowie Etappenrennen der Tour de Kärnten und Tour Transalp oder Bergrennen wie den Glocknerkönig zeugen von einer unglaublichen Leistungsdominanz. Beim 39. Ötztal-Radmarathon sorgte der Ausnahmeathlet mit Streckenrekord für einen historischen Triumph. Der Vorarlberger Rekordhalter zählt jedoch dieses Jahr bestenfalls zum erweiterten Kreis der Sieganwärter, weil ihn Ende März ein schwerer Unfall mit Rippenbrüchen und einer Lungenverletzung ereilte, wodurch die Vorbereitungsphase alles andere als optimal lief. Es bleibt abzuwarten ob dem ÖRM-Doppelsieger von 2018 und 2019 möglicherweise trotzdem der Hattrick gelingt. Aber wer weiß, vielleicht holt auch Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel oder MTB-Weltmeister Alban Lakata (beide Tirol) für Österreich die Kohlen aus dem Feuer.

Sich den extremen Anforderungen zu stellen um im Wettstreit seiner Psyche über sich hinaus zu wachsen - dafür ist der berühmt berüchtigte "Ötzi" - wie er gern verniedlichend genannt wird - bestens bekannt. Vier Passauffahrten summieren sich round about auf 5.500 Höhenmeter, wobei die heurige Ersatzstrecke noch 250 Höhenmeter drauf packt die peau à peau solange Körner saugen bis es so manch ausgemergelten Fahrer den Stecker zieht. Steht die Ausdauerschlacht beim 29 km langen Endgegner Timmelsjoch Spitz auf Knopf, hängt das Weiterkommen am seidenen Faden der Willenskraft. Gerade wenn es am schlimmsten wehtut ist Kampfgeist und Moral - sprich mentale Man/Woman-Power - gefordert, denn sie entscheidet allein über Ex oder Hopp wenn der Körper schlapp macht.

 Regeln - Vorschriften - Hinweise

Alle Teilnehmer und alle Helfer des 40. Ötztaler Radmarathons unterliegen der 3G Regel. Ebenso ist das gesamte Zielareal am Sonntag eine 3G Zone.

TESTSTATION GIGGIJOCHBAHN

Im Rahmen des Ötztalers gibt es eine eigens eingerichtete Antigen Teststation. Die Tests sind kostenlos, es ist aber eine Vorabanmeldung via https://tiroltestet.leitstelle.tirol/ nötig.

Öffnungszeiten

Freitag, 27.08.2021 08:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr

Samstag, 28.08.2021 08:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 20:00 Uhr

Sonntag, 29.08.2021 09:00 – 12:00 Uhr  & 13:00 – 18:00 Uhr

MUND-NASENSCHUTZ-PFLICHT IM INDOORBEREICH

bei der Ausgabe der Startunterlagen und beim Abholen des Finishertrikots und der Chip Kaution gilt ausnahmslos MNS-Pflicht. Die Startpaket-Ausgabe befindet sich in der Sporthalle der Freizeit Arena in Sölden und ist wie folgt geöffnet:

Freitag, 27.08.2021 von 10:00 - 20:00 Uhr

Samstag, 29.08.2021 von 09:00 - 20:00 Uhr

FAHRERBESPRECHUNG, SAMSTAG, 28.08., 19:30 UHR : GANZ BEQUEM IM HOTELZIMMER

Die traditionelle Fahrerbesprechung, mit den letzten Informationen zum Wetter und den aktuellen Details zu möglichen Gefahren auf der Strecke wird im Rahmen des Ötztaler Radmarathon TV online übertragen und kann somit überall live verfolgt werden: www.oetztaler-radmarathon.com/livestream

  • Aufgrund der Streckenänderung wird die Startzeit auf 6:30 Uhr vorverlegt - Startaufstellung ab 5:15 Uhr!  
  • Regenerisches Wetter und Eiseskälte machen warme, wasserdichte Kleidung unverzichtbar - Kleidertransportservice nutzen!
  • Pasta-Party entfällt (ersatzweise in die Gastronomie des gesamten Ötztals ausgelagert)

VERHALTEN AN DEN LABESTATIONEN: MIT ETWAS MEHR ABSTAND VONEINANDER UND RÜCKSICHT AUFEINANDER

Ebenso wie in der Sporthalle bei der Startpaketausgabe herrscht an allen Labestationen Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Jeder Teilnehmer muss daher seinen eigenen MNS mitführen. Alle Labestationen sind einbahngeregelt, ein Verzehr der Speisen & Getränke direkt an der Ausgabestelle ist untersagt und auch die Rennräder dürfen nicht direkt mit zur Labestation. Diese Regeln werden von Securitys überwacht.

PASTA PARTY: AUSGELAGERT IN DIE GASTRONOMIE IM GESAMTEN ÖTZTAL

2021 findet keine Pasta Party in der Sporthalle statt. Stattdessen erhalten alle Teilnehmer auf der Startnummer einen Wertgutschein in Höhe von € 12,00 der in allen Gastronomiebetrieben im gesamten Ötztal eingelöst werden kann.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Ötztal-Radmarathon


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Registrierung - Verlosung - Zahlungsfristen 2021

Die geplante Ausgabe des Ötztalers von 2020 wurde mitsamt allen einbezahlten Startplätzen und den getätigten Registrierungen auf das Jahr 2021 verschoben. Es wird daher im Februar 2021 keine Neu-Registrierung geben.

Die Startplatz-Inhaber, welche im August 2021 nicht an den Start gehen wollen, können ihren Startplatz bis 28.02.2021 kostenlos stornieren – wir erstatten das gesamte Nenngeld zurück. Sendet uns dazu bitte eine Mail an radmarathon@oetztal.com

Die Nachauslosung der freigewordenen Startplätze erfolgt im März 2021. Hier werden automatisch alle Registrierungen von 2020 herangezogen.

Alle Termine und Fristen im Überblick:

Nachauslosung der Restplätze: 04. März 2021

Zahlungsfrist Nachauslosung: 22. April 2021

Startplatzübertragung: 01. – 30. Juni 2021

Stornierung ohne Stornoversicherung: 09. Juli 2021

Ein neuer Traum beginnt

Bild oben Buchvorstellung v.l.n.r: Heli Meier (Urheber des Ötztal-Radmarathon), Josef Margreiter (Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding), Ernst Lorenzi (Langzeit-OK-Chef), Dominic Kuen (OK-Chef)

Wer seine Vorfreude bzw. Motivation zum nächsten Ötztaler steigern möchte, sollte sich das brandneue Buch <Ein neuer Traum beginnt> zulegen. Autor Ernst Lorenzi hat das Werk mit viel Detailliebe verfasst. Als Organisationsleiter des Ötztal-Radmarathon war er bis 2017 am faszinierenden Geschehen hautnah dabei. Jahr um Jahr schreibt das Mega-Event - getreu dem Motto "Hart - Härter - Ötztaler" - mitreißende Geschichten, die authentisch den emotionalen Stoff im Gefühlsstrudel zwischen Hoch und Tiefs liefern. Keine Frage, der Ötztaler ist ein Mythos. Wird die Herausforderung von 238 Kilometer mitsamt 5.500 Höhenmeter mit geballter Muskelpower und eiserner Willenskraft innerhalb des Zeitlimits bewältigt, der weiß wohlweislich was am Mythos dran ist.

Das 248-Seiten-Werk - erschienen im Pantauro-Verlag - enthält unzählige Eindrücke zum Ötztaler Radmarathon und zeigen Freud und Leid der Protagonisten auf. Umfangreiche Statistiken, Erlebnisberichte von bekannten Größen wie Andreas Goldberger oder Thomas Rohregger, medizinische Aspekte, VIP-Kurzgeschichten, Trainingspläne, Ernährung und Lesegeschichten von prominenten und weniger bekannten Persönlichkeiten. eine Ehrentafel jener Starter, die den Ötztaler öfter als 25 Mal bezwungen haben sowie ein persönliches Vorwort von Radsuperstar Peter Sagan vom <Team Bora-hansgrohe> runden den Lesestoff ab.

Das Buch ist im Direktvertrieb (Verlag Pantauro) zum Preis von € 45,- zzgl.€ 6,- Versand- & Portospesen erhältlich. Buchformat: 29,5 x 20,5, 248 Seiten mit umfangreichen Fotostrecken. Bestellung unter lorenzi@soelden.at

Themeneinblick

Kooperation mit dem UCI World Team <BORA-hansgrohe> 

Das Spitzenteam BORA-hansgrohe um Peter Sagan, Rafal Majka, Emanuel Buchmann & Co bereitete sich im Juni mehrere Wochen im Ötztal akribisch auf die Tour de France vor. Im Rahmen der offiziellen Team Präsentation wurde die Kooperation mit dem deutschen Radsportteam mit Sitz im grenznahen Raubling in Oberbayern - für das u.a. auch fünf Österreicher fahren - verkündet. Bereits bei der 107. Tour de France prangt das Ötztal-Logo noch großflächiger im Oberarmbereich der Profi-Trikots.

Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus, freut sich über die gegenseitig befruchtende Kooperation mit BORA - hansgrohe: "Mit diesem sympathischsten Team der WorldTour als Partner erwarten wir uns eine mediale Strahlkraft in Deutschland, dem Hauptherkunftsland unserer Gäste und weit darüber hinaus. Das Ötztal ist radsportaffin und hat ein breites und vielfältiges Angebot für Biker. Wir waren schon mehrmals Etappenziel bei der Deutschland Tour und Tour de Suisse. Seit 1982 veranstalten wird den Ötztaler Radmarathon, ein Event, das neue Standards gesetzt hat. Mit dieser Kompetenz sowohl im Spitzen-, als auch im Breitensport, war es ein logischer Schritt eine Partnerschaft mit BORA – hansgrohe einzugehen.“ Das Sponsoring ist ein weiterer konsequenter Schritt durch den das Ötztal als Rad-Destination Nummer 1 in den Alpen etabliert werden soll. Teamchef Ralph Denk äußerte sich dazu: „Es freut mich besonders, unseren neuen Partner Ötztal Tourismus in unserer Radsportfamilie begrüßen zu dürfen.“

Bild: Autor Curd Biedermann mit Sarah Ennemoser (Head of PR & Media · Ötztal Tourismus)

Neulinge sind gut beraten sorgsam ihre Kräfte einzuteilen, auf Leistungswerte bzw. Körpergefühl zu achten und für bedarfsgerechten Energienachschub zu sorgen. Lieber auf Ankommen fahren als alles auf eine Karte zu setzen, denn tollkühne Husarenritte kommen einem Himmelfahrtskommando gleich. Wer sich 80-85% unterhalb seiner Schwellenleistung - sprich funktionelle Leistungsschwelle (FTP)  - bewegt macht grundsätzlich nichts verkehrt. Der FTP-Wert (Functional Threshold Power) bemisst die maximale Leistung, die man über den Zeitraum von einer Stunde konstant erbringen kann. So lassen sich anhand optimaler Intensitätsbereiche auch Durchgangszeiten bzw. eine angepeilte Finisherzeit bestimmen. Gleichwohl bestehen Unwägbarkeiten auf die man keinen Einfluß hat, allen voran die herrschenden Wetterbedingungen. 

Tourteufel Didi Senft fehlt so gut wie nie beim Ötztaler. Auf der Strecke feuert er mit seinem Dreizack lautstark die erschöpften Fahrer an.

 Ötztal-Radmarathon 2019

Reportagen

Bike-Republc-Sölden

Süddeutsche Zeitung

Anreise

Organisations-Komitee Ötztaler Radmarathon                       

Ötztal Tourismus
Gemeindestraße 4
A - 6450 Sölden

Geschäftsführer: Mag. Oliver Schwarz

Tel. +43 (0) 572 00 200
Fax +43 (0) 572 00 201

radmarathon@oetztal.com

Website: Ötzal-Radmarathon