KM 32 Ötz (820 m) - Kühtai (2 020 m) 18.5 km / 1 200 hm
Steigungsmittel 7.6 %, max. 18 %

Am Ortsschild von Ötz entdet schlagartig die Fahrt im aerodinamischen Windschatten.

Im Nadelöhr des herannahenden Kreisverkehrs ist Vorsicht geboten. Viele Fahrer entledigen sich hier von Jacken, Armlingen etc.

Nach dem Abzweig auf die Kühtaier Straße drosselt die giftige Rampe abrupt das Tempo des kompakten Fahrerfeldes und beendet schlagartig das Palaver im Feld. Selbst die temperamentvollen und lautstarken Ciclisti aus Italien machen von nun an auf Silencio. Einzig mechanische Schaltgeräusche sind akustisch vernehmbar. Ruckizucki wechselt die Kette auf's kleine Kettenblatt und wandert auf dem Ritzelpaket Richtung "Rettungsring". Die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h ist Makulatur, denn sie zerrinnt nun Meter für Meter wie Eis in der Sonne.

Nun gilt's möglichst schnell sein tRhythmusgefühl zu finden und nahe des Schwellenbereichs hart an der Schmerzgrenze dran zu bleiben und mit dem Schwarm gleichmäßig mitzuschwimmen. Das gnadenlose Leiden nimmt seinen Lauf.

Die Leistungsselektion geht in ihre erste Runde, denn 1200 Höhenmeter bieten reichlich Gelegenheit wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Der Einstieg ins Kühtai ist in anfänglicher Hektik  gar nicht so leicht in rundem Tritt zu kommen. Es geht darum, ein Gefühl für den ersten Anstieg des Tages zu bekommen, seinen Rhythmus zu finden und sich nicht von Überholenden verleiten lassen ein höheres Tempo anzuschlagen. Das Credo lautet: Gleichmäßig unterhalb seiner FTP-Schwelle zu kurbeln. 

Die knackige Steigung bzw. der Slogan <Aufwachen – Träume schön> reißt Schlaftrunkene vollends aus der Trance. Nun schlägt die Stunde der spindeldürren Kletterer. Jeder macht Dampf und will seinen Kontrahenten leichtfüßig zeigen wo der Bartel seinen Most holt. Trotz Positionskämpfe gilt es, seinen Rhythmus und runden Tritt zu finden, ohne in die leistungshemmende Übersäuerung zu geraten.

Leistungsunterschiede werden am Kühtai offenkundig, weil das Feld anfangs noch kunterbunt zusammengewürfelt ist. Je nach Startposition und Leistungsvermögen werden beim ersten Bergzeitfahren des Tages entweder Plätze gut gemacht oder wird nach hinten durchgereicht. Auf dem 18.5 km langen Passanstieg wird das gesamte Starterfeld leistungsadäquat sortiert was im Folgeverlauf dazu führt, dass sich ebenbürtige Fahrer im Sellraintal bzw. Brenner zu Gruppen zusammenschließen. 

Zum Vergleich: der zweifache Österreichrundfahrtsieger Gerrit Glomser drückte am Kühtai durchschnittlich 300 Watt (4 Watt / kg). Mit versteinerten Minen kurbelt das langgezogene Feld muckmäuschenstill die schlängelte Passstraße hoch.

Faszinierende Licht- und Schattenspiele in der aufgehenden Morgensonne.

Das Bild vermittelt den Eindruck einer gemütlichen Kaffeefahrt, dabei zeigt es einer der anspruchsvollsten Radmarathons in den Alpen.

Mal versucht man sich an das Hinterrad des Vordermanns zu heften oder vorausfahrende Fahrer einzuholen, ein ander Mal wird man selbst überholt und verliert "seine" Kollegen aus den Augen. 

Einst bezeichnete Extremsportler Franz Venier das Kühtai abschätzig als „Bodenwelle“, als er den Ötztalradmarathon in 20 Stunden im Doppelpack absolvierte. Ein Sarkassmus, den die Teilnehmer am Limit ihrer Leistungsfähigkeit wohl weniger spaßig finden.

Da die frühmorgendliche Temperatur gegen 8 Uhr in aller Regel im einstelligen Bereich liegt werden wärmende Sonnenstrahlen umso angenehmer empfunden. Außerdem gibt es der reizvollen Gebirgslandschaft entlang des Stuibenbaches ein idyllisches Antlitz, auch wenn die Steilheit es schwierig macht die Hangabtriebskraft zu überwinden.  

Das Kühtai weist ein sehr unrythmisches Profil auf, weswegen es nicht einfach ist eine gleichbleibend ökonomische Trittrfrequenz beizubehalten. Nach 9 km im zweistelligen Prozentbereich flacht das Profil Richtung Ochsengarten auf 3 km Länge auf durchschnittlich 3% ab. 

Nur am Kühtai ist das Startfeld noch dicht gedrängt zusammen. Danach lichten sich die Felder immer mehr.

Vorbei an Ötzerau (1 013 m üNN) und Ochsengarten (1 570 üNN) lichtet sich der Wald und gibt den Blick auf die Hochgebirgslandschaft mit ihren saftigen Almwiesen frei.

Das erholsame Flachstück geht alsbald wieder in eine 10% -13% Steilstück über. 

Wie ein Endlos-Bandwurm schlängelt sich das Feld das Kühtai hinauf. Im Ochsengarten säumen zahlreiche Zuschauer die Strecke und feuern ihre Helden lautstark an. Die steilste Stelle mit 18% wird im Schneckentempo bewältigt. Wenn man so will die erste Härteprüfung. 

Im kompakten Peloton bieten sich zwar genügend Gelegenheiten sich nach vorne zu arbeiten. Doch zwischen Wollen und Können klafft manchmal doch eine Lücke. Manch ambitionierter Einsatz verpufft einfach an stärkeren Fahrern – und davon gibt es beim Ötztaler nicht wenige. An Überholvorgänge gewöhnt man sich, deshalb ist es überflüssig wegen schnellerer Aspiranten zu resignieren und auf „Rumpelstilzchen“ zu mimen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass prickelnde Rennatmosphäre im dichten Gedrängel die Motivation anheizt und einem - zumindest zeitweise - ungeahnte Flügel verleiht. Doch manchmal ist es ein hoffnungsloses Unterfangen sich leichtsinnig im anaeroben Bereich ans Hinterrad eines „Klettermaxen“ zu heften. Es kommt einem Russisch Roulett gleich, da sich Belastungsspitzen in Form einer euphorischen Tempoverschärfung zu späterer Stunde womöglich bitter rächen. Eines sollte man gerade am Kühtai - wo die Beine noch frisch sind und man sich "zum Bäume ausreißen fühlt" im Hinterkopf behalten: ruhig Blut, die wirklich schweren Pässe kommen erst. 

Jeder findet seinen Meister – nur scheint es in diesem hochklassig besetzten Fahrerfeld davon viel mehr zu geben, als einem lieb sein kann. Wer am Berg nicht seinen eigenen „Stiefel“ fährt begibt sich auf ein Himmelfahrtskommando. Erst recht beim Ötztaler, wo die wirklichen Hammeranstiege ihren Tribut verlangen. 

Peau a peau schraubt man sich höher, bis die ersten Hochgebirgsgipfel ins Blickfeld rücken. 

Licht- und Schattenspiele - in der Außenbetrachtung ein romantisches Bild. Den Hasardeuren steht im Eifer des Gefechts der Sinn sicher nicht nach Romantik, denn die Uhr tickt. 

Unberechenbare Weidetiere bewegen sich am Kühtai, Sellraintal und Timmelsjoch völlig frei - was Straßen mit einbezieht. Bei langsamen Bergfahrten stellen sie weniger eine Gefahr dar - aber bei rasanten Abfahrten ist allerhöchste Vorsicht geboten.

Traurige Begebenheit: 2014 trabten zwei Pferde in stoischer Ruhe durch die Radlerpulks nach oben. Leider wurden sie erst im Sellraintal einfangen, wobei sich eines der Tiere die Hufe so stark auf dem Asphalt verletzte, dass es eingeschläfert werden musste.

Die Nähe zur Passhöhe lässt sich erahnen. Nicht mehr allzu weit, trotzdem liegen noch einige hundert Höhenmeter dazwischen.

Der Längentaler Stausee aus der Hubschrauber-Pilotensicht.

Ist der Längentaler Stausee passiert, taucht befreiend der „Wintersportort“ Kühtai - Österreichs höchstgelegener Skiort ins Blickfeld der Kraxler auf. Ein Moment, der als psychologischer Lichtblick wahrgenommen wird.  

Nun heißt es bis zum Kühtai-Finale nicht nachzulassen. Beißen, beißen, beißen...Die Rinder werden wohl ihre eigenen Gedanken über die keuchenden Gestalten haben.

Zwar formieren sich erste Fluchtgruppen, doch echte Siegchancen ergeben sich daraus noch lange nicht. Favoriten, die später den Sieg unter sich ausmachen halten sich in dieser frühen Rennphase taktisch eher „bedeckt“. Ihre Stunde schlägt später. In der Regel werden entweder am Jaufenpass oder spätestens am Timmelsjoch die Karten aufgedeckt. 

Je höher es hinauf geht, und die Waldgrenze verlassen wird, desto mehr steigt die Vorfreude auf die näher rückende Passhöhe mit ihrer Labestationi. Andererseits fällt das Atmen zunehmend schwerer, da der Luftdruck mit steigender Höhe abnimmt und somit die Lunge bei gleicher Atemfrequenz weniger Luft bekommt. Da die Zusammensetzung der Luft höhenneutral ist (beträgt immer 21% Sauerstoff) steht entsprechend weniger Sauerstoff zur Verfügung. Damit keine Unterversorgung eintritt reagiert der Körper mit erhöhter Atemfrequen, um die Körperzellen weiterhin mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Ein schnellerer Atemrhythmus bedingt wiederum einen erhöhten Flüssigkeitsverlust, da man an Steigungen in aller Regel durch den Mund atmet damit der erhöhte Durchsatz gedeckt bleibt.

Die erste Bergzeitwertung ist nicht mehr weit.

 Kaum ist der Straßenverlauf einsehbar erkennt man, dass es doch noch ein gutes Stück aufwärts geht.

  Leistungsselektion

Das knackige und unstetige Höhenprofil des Kühtai zersplittert das kompakte Fahrerfeld. Dadurch sortieren sich ebenbürtige Fahrer zu neuen Gruppen, d.h. die Spreu trennt sich vom Weizen. Je höher es geht, desto stärker dröselt sich das Fahrerfeld auf – der Rattenschwanz zieht sich immer mehr in die Länge. So beträgt am Kühtai-Sattel der Abstand zwischen ersten und letzten Fahrer innerhalb der Zeitwertung nach nur 51 km bereits über 1 ½ Stunden. Der Selektionssprozess vollzieht sich bis zum Leistungspatt. Bei der Hochgeschwindigkeitsabfahrt ins Sellraintal entsteht ein Zieharmonika-Effekt, bei dem sich "versprengte" Fahrer im flachen Inntal zu Zweckbündnissen zusammen schließen, die meistens bis zum Brennerpass - oder darüber hinaus bis Sterzing bestehen. 

Abschließend folgt ein 1 km langer giftiger Stich zum Kühtai-Sattel. Die schnellsten Fahrer passieren die Passhöhe bereits nach gut 1 ½ Std., währenddessen die Schlusslichter fast die doppelte Zeit benötigen. Halten wir fest: nach nicht mal 51 km ist das Feld am Kühtai-Sattel bereits über 1 ½ Stunden auseinander gerissen.

Step for step rückt der Wintersportort Kühtai näher.


Während in der Führungsgruppe taktiert wird, kämpft die Masse der Fahrer ums Klassement bzw. Nachzügler ums Zeitlimit. Da nimmt man den Bannerspruch „nicht nur hächeln – auch mal lächeln“ zwiespältig wahr. Am „Rockzipfel“ des Feldes beginnt schon hier für manchen Teilnehmer der Kampf ums sportliche Überleben. Extreme Gefühlsschwankungen pegeln manchmal von einem Extrem ins andere. Himmelhochjauchzende Euphorie bis hin zum Seelentief. Licht und Schatten liegen im Radsport eben häufig sehr nah zusammen. 

Letzte Gelegenheit für Alphatiere, Akzente mit einem „Zwischensprint“ zu setzen und die Bergwertung für sich zu entscheiden. Reine Kosmetik für's Ego – mehr nicht. 

Nur wenige Minuten trennen die Fahrer vom Scheitelpunkt. Klatschende Zuschauer wirken wie Seelenbalsam. Der Motivationsschub - wenn auch nur für Sekunden - bringt einige Watt Mehrleistung. Da die frischen Beine im Anfangsstadium des Rennens noch genügend Bums haben, ist die Kühtai-Hürde relativ schnell und i.d.R. beschwerdefrei überwunden. 

Der Hotelort Kühtai zählt sage und schreibe nur ein Dutzend "echte" (ganzjährige) Einwohner. Das dichte Zuschauerspalier lässt Alpe d'Huez Gefühle aufkommen.

Mit Ausnahme des Ötztaler-Events erwacht der Ort nur über den Winter aus seinem Dornröschenschlaf. 

Die quirlige Alpe d'Huez Stimmung kitzelt das letzte Quäntchen Motivation und Kraftreserven heraus, was zwar schmerzt dafür aber das Ego schmeichelt.

Wenige hundert Meter vor der Passhöhe fokussiert der Blick den Zenit des Kühtai.

Der Wintersportort wird beim Ötztaler kurzzeitig aus dem Winterschlaf gerissen. Schon nach 2-3 Stunden ist der Spuk schon wieder vorbei.

Während Elitefahrer die Versorgungsstelle Kühtai (KM 51 / 2 020 m.ü.M.) non stopp passierieren, bunkern nachfolgende Leidensgenossen eilig Riegel, Gels, Bananen und füllen ihre Flaschen auf. 

Für jene, die einen Stopp einlegen kann es nicht schnell genug gehen. Nur keine unnötige Zeit verlieren. Sofern nur Trinkflaschen befüllt werden dauert der Halt normalerweise weniger als 1 min. Trotzdem lösen geringste Stillstandzeiten schon Unruhe und Hektik aus und verursacht im Sekundentakt mitunter sogar ein schlechtes Gewissen. 

Bezogen auf das Endklassement hat die Bergwertung am Kühtai nur untergeordnete Bedeutung, dennoch setzt man einen ersten Marker. Je nachdem welchen Anspruch der Pilot an sich selbst stellt, hat die gewertete Zeit durchaus Aussagekraft ob das gesteckte Ziel noch in - oder außer Reichweite liegt.

 Kühtai-Bergzeitwertung

2018 passierte Fanelli Lorenzo (I)  als Erster Fahrer das Kühtai (1:31.39) während der Letztklassierte 2:40.54 benötigte.

Schnellster der Bergzeitwertung war Spögler Michael (I) in 55.10 (169. Gesamtrang) - der Letztklassierte 2:40.54

 

Sind Wasserflaschen aufgefüllt und Proviant verstaut und eiligst Riegel, Bananen etc. in den Mund gestopft heißt es schon wieder Take off. Kette rechts und im Höllentempo die erste Passabfahrt des Tages meistern.  In Schwindel erregendem Tempo geht es groß gekettet hinab ins Sellraintal.

Das Gewusel ist immens - jeder ist im Stress, keiner hat Zeit....

Das Ortsschild am Ortsende läutet die lange Gefällstrecke ein.

In geduckter Aeroposition werden in kürzester Zeit hinab ins Inntal 1 400 hm vernichtet. Mit aerodynamischer Sitzposition, entsprechender Fahrtechnik und Nerven wie Drahtseile werden Höchstgeschwindigkeiten bis zu  120 km/h erreicht. 16 % Gefälle, lange Geraden und weitläufige, einsehbare Kurvenradien machen’s möglich. Auch in der Abfahrt trennt sich die Spreu vom Weizen. Für die einen ist es die schiere Lust an der berauschenden Geschwindigkeit, für andere eher ein Angstthema. 

Begleitet von flauen Gefühl im Magen braucht es schon Engelsvertrauen, dass bei der Steilabfahrt alles gut geht und das Material hält was es verspricht! Einen Adrenalinkick bescheren einem Weidegitter, die teils im dreistelligen Geschwindigkeitsbereich überfahren werden. Sieht gefährlicher aus, als es tatsächlich ist. Lenker festhalten, geradlinig ohne zu bremsen über die stählernen Roste brettern. Das Geräusch "rrrrrttttt" von einem Sekundenbruchteil nimmt das Gehirn erleichternd zu Kenntnis - schon ist der Spuk vorbei. Jegliche Bremsverzögerung ist brandgefährlich, da die Gitterroste häufig nass sind. Wenn verzögern, dann voher auf griffigem Asphalt der genügend Grip bietet.

Ungemach droht von freilaufenden Kühen (Galloway-Rinder) und Pferden. Das schließt auch deren Hinterlassenschaften mit ein. Nicht umsonst heißt der Pass Kühtai.

Auf der Abfahrt ins Sellraintal muss man jederzeit auf freilaufende Weidetiere gefasst sein. Wer vorausschauend fährt und bremsbereit ist verkürzt entsprechend die Reaktionszeit bzw. den Bremsweg. Wie sagt ein altes Sprichwort: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. 

Gefühlt im Minutentakt rauscht man durch die schmucken Dörfer im Sellraintal. Stockacherbach, Zirmbach und Melachbach begleiten die Radler hinab ins Sellraintal, dessen Gebirgswasser in den Inn münden. Innerhalb kürzester Zeit fällt das Höhenlevel in den Keller - die Lufttemperatur wird spürbar wärmer. 

Ab Gries über Sellrain bis Kematen lässt das Gefälle spürbar nach. Doch bei 3 - 9% ist man immer noch flott genug unterwegs. Sobald sich das steile Gefälle abflacht gilt es eine gute Gruppe zu erwischen, die man im Idealfall bis zum Brenner halten kann. Auf dem flachen Inntal-Abschnitt sollte esbis Innsbruck bei der herrschenden Pulkdichte kein Problem sein Unterschlupf zu bekommen. Weiter geht es über St. Sigmund (1516 m.ü.M.), Gries (1238 m.ü.M.) und Sellrain (1 150 m.ü.M.) nach Kematen (700 m.ü.M.). Das ausladende Inntal bietet Gelegenheit Gruppenanschluss zu finden. Im aerodynamischen Windschatten wird dem kraftraubenden Luftwiderstand Angriffsfläche genommen, was wertvolle Kraft und Zeit spart.

Der etwa 13 km flache Streckenabschnitt im Inntal wirkt als Art "Sammelbecken" für die Gruppenbildung bis  zum Fuße der Brennerstraße von wo ab die Karten wieder neu gemischt werden. Seit dem Kühtaisattel wurden gut 1 400 Höhenmeter "vernichtet". 

Urbane Besiedlung zeigt an, dass Innsbruck nicht mehr weit entfernt ist.

Im Blick die Stubaier Alpen. Auf der ebenen Strecke ist es eminent wichtig einen Windschatten zu ergattern.  erstens macht man Zeit gut, zweitens spart man sich durch den geringeren Luftwiderstand wertvolle Kräfte.

Mit ordentlichem Tempo wird das Ortsschild der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck (KM 88) passiert. Als Hobby-Radsportler gänzlich ungewohnt, dass in der Großstadt eine Fahrspur für die Rennteilnehmer verkehrsfrei ist und selbst an roten Ampeln durch polizeiliche Verkehrsregelung Freie Fahrt besteht.

Im Hintergrund bei der Zufahrt zur Brennerstraße ist die Bergisel- Skisprungschanze zu sehen. Sobald man einige Höhenmeter auf der beginnenden Brennerstraße gewinnt, hat einen wunderschönen Blick Vogelperspektive auf Innsbruck. 

Riesige Pulks steuern die Anfahrt zur Brennerstraße an. Das flache Inntal ist passee, leicht ansteigend geht es Richtung Zeitmessstation, wo die zweite Bergwertung des Tages beginnt.

Schon bald wird im Eiltempo die Landeshauptstadt durchquert ist hat man auf 574 m das niedrigste Höhenlevel erreicht. Von da ab geht's auf der Brenner – Bundesstraße (B 182) wieder bergauf. Inntal ade – Willkommen im Unteren Wipptal!