Radelerlebnis Regensburger Land

Die Ferienregion Regensburg Land besticht mit unberührter Naturlandschaft, die Stille und Erlebnisvielfalt harmonisch miteinander vereint. Für Radfahrer ein echtes Dorado, das abseits von Verkehrslärm und Alltagshektik genügend meditative Freiräume für Inspiration und Selbstfindung schafft. Burgen, Schlösser, lauschige Naturbadeseen, malerische Orte, urige Lokale und traditionelle Biergärten - dort wo bayerisches Lebensgefühl authentisch gelebt wird - säumen die Wegesränder. 

Das Ferienland Regensburg wird von einem dichten Routennetz von Fernradwegen und regionalen (Rund-) Radwegen überzogen. Sogar Mountainbiker finden ein unerschöpfliches Geflecht an Wald- Wiesen- und Forstwege bzw. ebenso spaßige Trailrouten vor. Die Radregion vereint in herrlicher Weise unberührte Natur, geschichtsträchtige Orte sowie jede Menge Sehenswürdigkeiten. 

Naherholungsgebiete 

In der Ferienregion Regensburg gibt es zahlreiche Seen mit guter Wasserqualität, die großteils vom Stadtzentrum Regensburg aus komfortabel durch das Fahrradleitsystem auf Radwegen angefahren werden können. Von Mai bis September liegt die Wassertemperatur i.d.R. über 20 Grad, was viele Badebegeisterte anlockt. Ebenso ist Baden in Naturgewässern wie der Donau (z.B. Schillerwiese) und Regen (in Lappersdorf/Pielmühle) kann man sich herrlich erfrischen.

  • Guggenberger See bei Neutraubling
  • Roither See bei Roith/Neuallkofen
  • Sarchinger See bei Barbing / Sarching
  • Badesee Schwetzendorfer Weiher bei Pettendorf
  • Almer Weiher bei Geisling
  • Freizeitgelände „Am Regen“ Gemeinde Lappersdorf
  • Regensburg Badeplatz An der Schillerwiese (Donau)

Die Freizeitseen (Guggenberger See, Sarchinger Weiher, Roither Weiher) im östlichen Landkreis sind für Radler bestens ausgeschildert.

Radregion spricht Freizeit- Genuss- Touren- und Rennradler an

Egal in welcher Art und Weise das Rad bewegt wird - ob gemütlich oder sportlich ambitioniert - jeder kann seiner Leidenschaft in atemberaubend schöner Natur freien Lauf lassen. So lässt es sich in den mäandernden Flußebenen der Donau, Naab, Regen und Schwarze Laber inmitten des Bayerischen Jura im Angesicht prächtiger Kalkfelsen kraftsparend dahin cruisen. Fahr- und Erlebnisspaß stellt sich auch deswegen ein, weil das infrastrukturelle Drum Herum passt. Wegweisung, Wege-Wartung, E-Bike-Ladestationen, Radabstellplätze, Rast-Pavillons, Infotafeln, Stelen u.v.m. übertreffen gängige Standards. Auf der nördlichen Donauseite lockt dagegen der Vordere Bayerische Wald leistungsbetonte Rennradler, Mountainbiker und Triathleten an. Nicht zuletzt beweisen populäre Radsport- MTB- und Triathlon- Events, welch vollwertiges Trainingsrevier hier im Verborgenen schlummert.

Die zauberhafte und abwechslungsreiche Landschaft des geschichtsträchtigen Donautals, des Vorderen Bayerischen Waldes oder der felsumrahmten Flusstäler von Schwarzer Laber, Naab und Regen im Bayerischen Jura ist ein guter Ausgangspunkt für Radelausflüge.

Neben zehn markierten Rundtouren, www.landkreis-regensburg.de (Rubrik Freizeit/Tourismus) ersichtlich sind, verlaufen sternförmig ab Regensburg die gut ausgebauten überregionalen „Fluss“-Radwege wie Donauradweg, Naabtal- Schwarze-Laber-und Regental-Radweg.

 Fähre Prüfening

Bei der Sinzinger Eisenbahnbrücke ankert die Fähre Prüfening (Flusskilometer 2386,6). Die Donaufähre Prüfening verbindet den Stadtteil Großprüfening von Regensburg mit Kleinprüfening in der Gemeinde Sinzing im Landkreis Regensburg. Die Existenz dieser Fährverbindung ist seit mehr als 800 Jahren urkundlich belegt. Ihre Blütezeit hatte sie im Mittelalter, als die Fähre die beiden Handelszentren Süddeutschlands, Regensburg und Nürnberg miteinander verband. Nach dem Bau der Sinzinger Eisenbahnbrücke verlor die Fähre zunehmend an Bedeutung. Heute verkehrt sie nur sporadisch und dient hauptsächlich dem landwirtschaftlichen Verkehr. 

Die Fähranlegestelle wird von mehreren Fernradwegen passiert: 

Donau-Radweg (E 6): Fähranlegestelle Matting 7.3 km → Fußgängerbrücke Bad Abbach 13.2 km → Rhein-Main-Donaukanal-Fußbrücke Kelheim 28.6 km → Ingolstadt → Ulm → Donaueschingen

Limes-Radweg: → Kelheim (identisch Donau-Radweg) → Gunzenhausen → Aalen → Aschaffenburg....

Fünf-Flüsse-Radweg (im Uhrzeigersinn): Bad Abbach → Kelheim (identisch Donau-Radweg) → Beilngries → Neumarkt i.d.OPf. → Nürnberg → Amberg

Fernradweg München-Regensburg-Prag: Kelheim → Bad-Gögging (identisch Donau-Radweg) → Abensberg → Mainburg → Freising → München

Niederbayerntour:  Kelheim (identisch Donau-Radweg) → Landshut → Passau

Wer die Sinzinger Eisenbahnbrücke queren möchte, verlässt den Donau-Radweg (Mattinger Straße) und zweigt 50 Meter danach rechts zur Brückenauffahrt ab. 

Nach Querung der Sinzinger Eisenbahnbrücke folgt eine kurze, steile Gefäll-Rampe (absteigen) der sich auf halber Höhe eine Spitzkehre anschließt. In Sinzing besteht Anbindung →  Schwarze Laber Radweg Richtung Neumarkt i.d.OPf. (85 km).

→ Anbindung: entlang Regensburger Straße via Riegling zum Walderlebniszentrum oder nach Eilsbrunn.

 Die gefahrenträchtige Brückenauf- und Abfahrt sowie schmale Durchfahrtsbreite des Geh- und Radwegs auf der Sinzinger Eisenbahnbrücke ist schon bald Geschichte. Da die Pfeiler der Sinzinger Eisenbahnbrücke beim Bau 1873 bereits für eine zweigleisige Bahnstrecke ausgelegt waren - die Donautalstrecke jedoch bis in die Gegenwart eingleisig blieb - wurde der Zweck für den freien Teil des Brückenbauwerks zugunsten eines Fuß- und Radwegs umgewidmet. Vorarbeiten haben bereits begonnen. Die rund 240 Meter lange und vier Meter breite Stahlbrücke wird demnach 2023 auf die bestehenden Pfeiler gehoben (veranschlagte Gesamtkosten 12 Millionen Euro). Die offizielle Verkehrsfreigabe ist Ende 2023 vorgesehen. 

Im Schnittpunkt hochfrequenter Geh- und Radwegrouten sowie interkommunale Wegeverbindungen nach Sinzing, Eilsbrunn, dem Kletterwald oder Richtung Kleinprüfening/Mariaort sowie die wachsende Herschar von Mountainbikern ließ den "Freizeitverkehr" über die Donau in den letzten Jahren sprunghaft ansteigen.

Im Hintergrund der Sinzinger Eisenbahnbrücke im Stadtbezirkt Großprüfening-Dechbetten-Königswiesen ist die Autobahnbrücke (A 3) erkennbar, welche bei der Weiterfahrt auf dem Donau-Radweg Richtung Bad-Abbach Radweg unterquert wird.

Beim Radwege-Knotenpunkt im Stadteil Großprüfening geht es oft zu wie in einem "Taubenschlag". Ein ständiges Kommen und Gehen von Radlertrauben ist hier zu beobachten. Manche sind stadteinwärts, andere stadtauswärts unterwegs. Und wieder andere queren die Sinzinger Eisenbahnbrücke, um ins Umland zu gelangen. Die großen Fahrgastschiffe steuern flussauwärts Kelheim - Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern - an. Bis dorthin - eingeschränkt bis Weltenburg - ist die Donau schiffbar.

 Donauradweg 

In Deutschland ist der Donauradweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, das sich eingehängt in den Ziel- und Pfeilwegweisern befindet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau (Rathausplatz) 589 Kilometer, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.  

Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute quer durch Süddeutschland genießt anhaltend hohe Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen. Seit Jahren landet der Donauradweg dort in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland.

Flussaufwärts: Regensburg → Donaueschingen 443 km
Flüssabwärts:  Regensburg → Passau 153 km (Passau → Landesgrenze Österreich / Kraftwerk Jochenstein 24 km)

E-Bike-Ladestationen im Landkreis Regensburg

  • Aufhausen, Kirchplatz, Hofmark 1, vor der Stiftsgaststätte (drei Steckdosen, Freischaltung per Taste, kostenfrei)
  • Barbing, Kirchstraße 1, vor dem Rathaus (eine Steckdose, kostenfrei)
  • Barbing, Kirchplatz 4 in Sarching, beim Landgasthof Geser (eine Steckdose, kostenfrei)
  • Brennberg, Höllbachstraße 2, an der Außenseite der öffentl. Toilette bei der Raiffeisenbank, (einfache Steckdose, kostenfrei)
  • Hemau, Stadtplatz (eine Typ2- und drei Schukosteckdosen, kostenfrei)
  • Lappersdorf, Marktplatz, zwischen Regensburger Straße 10-18 (eine Ladesäule mit zwei Schukosteckdosen, kostenfrei)
  • Pentling, Am Rathaus 5, auf dem Parkplatz (eine Ladesäule mit zwei Steckdosen, kostenfrei)
  • Pielenhofen, beim Klosterstadel am Dorfplatz
  • Regenstauf, Masurenweg (drei Akkustationen mit Spind, Schlüssel stecken im Schloss des Spinds, dieser wird durch Einwurf in das kombinierte Pfand-/Kassierschloss 1 € Pfand und 1 € Gebühr zugänglich)
  • Schierling, Rathausplatz 1 (Ladesäule mit verschiedenen Anschlüssen)
  • Sinzing, Fährenweg 4, vorm Rathaus (eine Ladesäule, kostenfrei)
  • Tegernheim, Kreuzung Donaustraße, Rast- und Ladestation direkt am Donauradweg (3 Schließfächer mit je einer Schuko-Steckdose 230V, 1 € Pfand ist einzuwerfen, absperrbar, ganztägig zugänglich, kostenfrei)
  • Wiesent, Bachgasse, am Parkplatz (eine Ladesäule, kostenfrei)
  • Wiesent, Bahnhofstraße 15 (einfache Steckdose, CEE-Drehstromstecker)
  • Wörth a.d. Donau, Rathausplatz 1, neben dem Rathaus in Richtung Hof-Apotheke (Ladesäule mit vier einfachen Steckdosen, Akku während Ladevorgang absperrbar, Schlüssel im Rathaus zu den Öffnungszeiten erhältlich, kostenfrei)
  • Wörth a.d. Donau, Straubinger Straße 7 (abschließbare Fahrradabstellboxen inkl. Ladeanschlüssen)

Pedelec- und E-Bike-Lademöglichkeiten im Landkreis Regensburg

E-Bike-Ladestationen der Stadt Regensburg

  • AVIA Tankstelle, Frankenstraße (Donau-Radweg, Abzweig Holzgartenstraße 200 m geradeaus)  
  • RWE E-Tankstelle, Langobardenstraße 2

Radkarten - Infobroschüren 

Regensburg (RL). Der Landkreis Regensburg hat mit seinen Werbeverbund-Partnern aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf., Regensburg, Kelheim, Nürnberger Land, Eichstätt und Roth sowie den Städten Nürnberg, Regensburg und Amberg eine Radkarte zum Fünf-Flüsse-Radweg herausgegeben. Diese Partner führen gemeinsam ein über Leader gefördertes Kooperationsprojekt zur qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Fünf-Flüsse-Radwegs durch. Landrätin Tanja Schweiger präsentierte den neuen Faltplan nun zusammen mit Tourismusreferentin Susanne Kammerer im Landratsamt und bezeichnete die kostenlose und inhaltlich gut aufbereitete Radkarte als „tolles Angebot für Radfahrer und Radwanderer“. 

„Der Fünf-Flüsse-Radweg bietet jede Menge Abwechslung“, beschreibt Susanne Kammerer den Charakter dieses Radweges. Mal atemberaubend wild, mal lieblich sanft durchströmen die Flüsse Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab Bayerns Mitte. Steigungsarm und fernab vom Verkehr sei die rund 300 Kilometer lange Rundtour ein Erlebnis für die ganze Familie. „Außergewöhnliche Natur- und Kulturschätze machen den Fünf-Flüsse-Radweg zu einem der schönsten und vielseitigsten Radfernwege in Deutschland. Jetzt ist erstmals eine Radkarte dazu erschienen, die neben der Haupttrasse auch die schönsten Abkürzungen sowie Tagestouren entlang der Strecke enthält“, so die Tourismusreferentin. 

Im Landkreis Regensburg verläuft der Fünf Flüsse-Radweg ab Rohrbach entlang der Vils bis Kallmünz und entlang des Naabtales bis Mariaort. Weiter führt er entlang des Donauradweges Richtung Matting hinüber in den Landkreis Kelheim. Um ein variationsreiches Radlangebot bereitzustellen, wurden Tagestouren und Abkürzungstrassen in die Radkarte eingearbeitet. So dient zum Beispiel der etwa 85 km lange Schwarze Laber-Radweg als Quertrasse, um von Neumarkt aus schnell wieder an den Ausgangspunkt Regensburg zurück zu kommen. Auch Tagesrundtouren für Sternradler wurden in die Karte mit aufgenommen. Die „Drei Flüsse-Tour“ führt an Donau, Regen und Naab entlang, die „Sportliche Burgentour“ verbindet das Labertal mit dem Naabtal und seinen Burgen und die die Tour „Zwischen Regen und Naab“, auch als markierte R5 bekannt, bindet Bademöglichkeiten bei Schwetzendorf, in Lappersdorf am Regen und an der Naabspitze in Mariaort ein. 

Viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die von König Ludwig I. erbaute Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf, der Nepal-Himalaya-Pavillon bei Wiesent, der einst auf der Expo 2000 residierte, das kleinste Weinbaugebiet Bayerns entlang der Donau, viele Burgruinen, Schlösser, Kirchen und Klöster säumen die Radwege. Im Regensburger Land lohnt auch immer wieder eine Einkehr in traditionellen Gasthäusern mit ihren schönen Biergärten. Radfreundliche Betriebe bieten dabei auch gerne eine Unterkunft bei einem längeren Aufenthalt in der Region.

Faltkarte, 1. Auflage Die Bayerische Eisenstraße verbindet auf einer Länge von etwa 139 km die einstigen Eisenzentren von Pegnitz bis Regensburg. Entlang dieser Verbindung durch eines der bedeutensten ehemalivhen Montanreviere Europas wurde nun ein Radweg konzipiert. Dieser garantiert eine Kombination von Naturgenuss und Betrachtung der Montangeschichte der Region. Entdecken Sie Flusstäler, alte Bergwerke, einstige Hammerschlösser, barocke Klosteranlagen, ehemalige Stahlwerke und vieles mehr. Die Radtour Bayerische Eisenstraße führt durch das "Ruhrgebiet des Mittelalters". Im Norden verläuft sie durch die Erzregion um Pegnitz, Auerbach und Sulzbach-Rosenberg. Ab Amberg wird die Tour zur Wasserstraße und verläuft entlang der Vils, Naab und Donau bis in die Welterbestadt Regensburg.

Radwanderführer im praktischen Faltformat. Die markierten Touren R1 - R10 sowie 13 Tourenvorschläge finden Sie auch in unserem praktischen Radwanderführer "Radeln im Regensburger Land". Sie können den Radwanderführer kostenlos bestellen.

Radkarte Regensburger Land

Fünf Flüsse Radweg

Erlebnisführer Tal der Schwarzen Laber

Radwanderkarte Tal der Schwarzen Laber

Zur Bestellung von Radkarten / Infobroschüren

 RADREGION REGENSBURGER LAND

Die mediterran anmutende Landschaft der Ferienregion Regensburger Land im Bayerischen Jura bietet mit seinen mäandernden Flusstälern, Donau, Naab, Regen und Schwarze Laber, teils entlang an exponierten Jurafelsen ein traumhaft schönes Routenpotential zum Genussradeln.

In den Flusstälern sowie der südlichen Landkreishälfte ist das Terrain meist flach bis leicht wellig. Im nordöstlichen Teil des Landkreises zeigt sich hügelige Charakter des Bayerischen Vorwalds. Naturimpressionen sind das eine - Tradition, Kultur und Geschichte das andere. Von Geschichts- und Kulturdenkmälern ist die historische Stadt Regensburg wie der Landkreis reich gesegnet, schließlich weilten die Römer fast fünf Jahrhunderte in dieser Region. Dazu zeugt die Oberpfalz als burgenreichste Region Deutschlands von ereignisreicher Epoche. Dort wo die bayerische Lebensart am augenscheinlichsten auftritt - in Biergärten, Gast- und Weinstuben - kann bei uriger Brotzeit entspannt gerastet und vergnügt dem Oberpfälzer Dialekt gelauscht werden. Das breit gefächerte Übernachtungsangebot erstreckt sich vom Vier-Sterne-Hotel, über fahrradfreundliche Bett & Bike-Betriebe bis hin zu günstigen Frühstückspensionen.

Dass die Routen des Arber-Radmarathon und der WeltKultTour in weiten Teilen durch den Landkreis Regensburg führen, spricht für sich. Die Ferienregion bietet ebenso für Triathleten beste Trainingsmöglichkeiten. Für Radtouristen bildet die Ferienrgeion ein Urlaubsdomizil ersten Ranges. Badeseen, Schwimmbäder, intakte Naturlandschaft mit abwechslungsreicher Topographie, schwach befahrene Straßen lassen keine Wünsche offen. 

Selbst Mountainbiker finden ein Geflecht an Wald- Wiesen- Forstwege sowie Singletrails. Ein Revier, das sehr viel mehr hergibt als man auf den ersten Blick vermuten mag.

Sternradtouren

Bild oben: Stadtplatz Hemau

Wer sich umständliches Ein- Auschecken, nerviges Ein- Auspacken samt Gepäcktransport ersparen möchte, dem bietet die Ferienregion eine Fülle an Sterntour-Optionen für Anforderungen jeglicher Art (Rückkehr zum Ausgangspunkt). Von flachen Genießer-Touren bis hin zu anspruchsvollerem Terrain ist alles dabei. Jeden Tag ins gleiche Hotel bzw. Unterkunft zurückzukehren birgt Annehmlichkeiten, da der tägliche Zimmerwechsel und das ganze Drumherum entfällt. Und weil das Radwegenetz rund um Regensburg hält was es verspricht, kommen "Vielradler" voll auf ihre Kosten. Obendrein sind die Radtouren - geprägt von ihrer jeweils charakteristischen Landschaftskulisse - beliebig miteinander kombinierbar. Werden überdies öffentliche Nahverkehrsmittel (Radbuslinien) mit einbezogen, vergrößert sich der Aktionsradius nochmals. Sternradler können angesichts der Routenvielfalt jedenfalls aus dem Vollen schöpfen. Verbunden mit dem Manko der Qual der Wahl ist nichtsdestotrotz jeder Tag ein Treffer.

 Wer die Peripherie around Regensburg vom Logenplatz des Radsattels aus erkunden möchte, landet mit der »Ratisbona-Panoramatour« definitv einen Volltreffer. Die 28 km lange Tour umkreist die Stadt - teils auf Panorama-Höhenwegen - in einem Halbrund, und passiert dabei atemberaubende Aussichtspunkte. Der Routenverlauf tangiert die Gemeinden Lappersdorf, Pettendorf und Sinzing und führt über die Naab und Donau wieder zurück zum Ausgangspunkt der Domstadt. Bayerns viergrößte Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln in Vogelperspektive zu betrachten und dabei einzigartige Natur- und Kulturjuwelen zu entdecken sind vielversprechende Highlights, die diese Genussroute charakterisieren. 

Bild oben: Ausblick auf den Maler- und Künstlerort Kallmünz am Mündungspunkt der Vils in die Naab. 

Ausgehend von der Stadt Regensburg sind die Naherholungsgebiete wie Guggenberger See (13 km), Almer Weiher (22 km), Roither See (16 km), Sarchinger See (15 km) und Schwetzendorfer Weiher (8 km) für Radler ebenfalls fast durchgängig verkehrsfrei erschlossen. Flussbäder sind nur einen Katzensprung entfernt. Zur Schillerwiese (Donau-Radweg) - nördlichster Punkt der Donau - bzw. zum Freizeitgelände Pielmühle (Regental-Radweg - Beachvolleyballfelder, Kinderspielplatz, Skateranlage) benötigt man von der Innenstadt aus per Velo ca. 15 / 30 min.

Nur 13 km östlich von Regensburg befindet sich bei Donaustauf (Chinesischer Turm) auf einer Anhöhe die Walhalla. Der Ruhmestempel mit mehr als 100 Büsten deutschsprachiger Größen - erbaut 1842 von König Ludwig I. - trohnt oberhalb der Donau. Vom Donau-Radweg ist ab Donaustauf  ein kurzer Anstieg (4% Steigung, 80 hm) zu überwinden. 

Bild oben: Maler- und Künstlerort Kallmünz - gelegen an der Naab.

Markt Kallmünz - Schnittpunkt von Fünf-Flüsse-Radweg, Naabtal-Radweg, Bayern-Böhmen-Radweg, Bayerische Eisenstraße, R 3 "Im Oberpfälzer Jura", "Dreiflüsse-Runde" und "Family-Trip ins Forellenbachtal".

Beim Busterminal in Regensburg (Stadtamhof) erfährt man etwas über die nostalgische Eisenbahn-Epoche - genauer gesagt über eine Lokalbahn, die dort ihren Start- bzw. Endhaltepunkt hatte. Zu früheren Zeiten tuckerte hier die Walhallabahn, im Volksmund auch »Walhalla-Bockerl« genannt. Die 1960 ausgemusterte Dampflokomotive wurde nahe ihres ehemaligen Wirkungsorts in Stadtamhof als Technologie-Denkmal aufgestellt. Die lokale Bahnlinie war eine meterspurige Schmalspurbahn von Regensburg-Stadtamhof nach Wörth a.d. Donau. Ihren Namen sowie ihre Entstehung verdankte die Bahn der Walhalla bei Donaustauf. 

Das kleinste Weinanbaugebiet der Welt

Die sonnenzugewandte Südhanglage der Winzerer Höhen lässt im Bereich des Regensburger Ortsteils Winzer vorzüglich Rebstöcke gedeihen. Als echte Rarität werden die handverlesen Trauben zum Regensburger Landwein verarbeitet. Im goldenen Herbst sind die reifen Trauben an den Weinstöcken Sinnbild für diese Jahreszeit.

Die Tradition des Weinbaus an den Winzerer Höhen geht vermutlich bis in die Römerzeit zurück, worauf der Ortsname „Winzer " - welcher römischen Ursprungs ist  („ad vinitores") - und übersetzt „bei den Winzern" bedeutet. Im Mittelalter wurde der sogenannte Baierwein auch an den königlichen Hof nach München geliefert.

   »Ad vinitores« 

Was kaum bekannt ist: an den Steilhängen des Regensburger Vorwalds erstreckt sich von Kager bis Wörth a.d.Donau das kleinste Weinbaugebiet der Welt. Zugleich ist es Deutschlands jüngste und mit rund 20 km Länge auch kürzeste Weinstraße. Unvorstellbar, dass hier eine 1 500 jährige Weinbautradition schlummert. Rund 20 Winzer haben sich neben Regensburg-Winzer mit den Landkreisorten Pentling, Tegernheim, Donaustauf, Bach a.d.Donau, Kruckenberg, Wiesent und Wörth a.d.Donau in den 70 er Jahren zusammengeschlossen und bewirtschaften seitdem eine Rebfläche von ca. 4 ha. Wie klein das Gebiet im Verhältnis zur Rebfläche Frankens macht der Vergleich deutlich, in dessen Bezirk 6 000 Hektar kultiviert werden. Eine über 50 % steile Hangneigung bedingt eine intensive Sonneneinstrahlung, die einen qualitativ gehobenen, meist trockenen Tafelwein mit gebietstypischem Charakter hervorbringt. "Staubtrocken" aber mit unvergleichlichem Armona - oft in Kabinettqualität - entdecken zunehmend Weinliebhaber den Regensburger Landwein als kraftvollen Weißwein. Der geringe Produktionsausstoß macht den edlen Tropfen aus der Oberpfalz zur begehrten Rarität. 

Die Stadt Regensburg kultiviert einen rund 1.000 Quadratmeter großen Weinberg im Ortsteil Winzer. Der Rotwein "Salutaris" ist streng rationiert und unverkäuflich – nur Regensburger Bürger, die ihren 90. Geburtstag feiern oder Persönlichkeiten die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben, bekommen vom amtierenden Oberbürgermeister eine Flasche gratis überreicht. Jeder Jahrgang der „Salutaris“-Flaschen wird eigens von einem Künstler entworfenen Flaschenetiketten-Motiv geziert.

Wenngleich archäologische Zeugnisse fehlen ist davon auszugehen, dass der Weinbau an den Südlagen der Donau bis in die Römerzeit zurückreicht. Die latenische Bezeichnung »Ad vinitores« des Regensburger Stadtteils Winzer ist als Indiz zu werten, dass Legionäre des früheren Castra Regina den Weinbau bis am nördlichsten Punkt der Donau einführten. 

Erste urkundliche Erwähnungen des Weinbaus in Altbayern stammen aus dem 6./7. Jhrd. Der Bischof Aribo von Freising erwähnte 649 in der Vita des Heiligen Emmeram von Regensburg "regio Baiovariorum viniferax" - was übersetzt "das weintragende Land der Bajuwaren" bedeutet. 

Im Früh- und Hochmittelalter war der Weinbau an den Hängen der Donau in fester Hand der Klöster, Herzöge und Herrensitze. Schon im 8. Jhrd. werden u.a. Winzer,  Kager und Kruckenberg als Weinanbaustätten schriftlich erwähnt. Im Jahr 1271 taucht erstmalig der Name »Baierwein« auf. 

Als Bier den Wein als Volksgetränk gegen Ende des Mittelalters ablöste, geriet der Weinbau in Vergessenheit. Auch der Dreißigjährige Krieg trug zum Einbruch der altbayerischen Tradition entscheidend bei. So verringerte sich die Anbaufläche des »Baierweins« von geschätzten 2.000 Hektar in der Blütezeit bis 1968 auf den Tiefstand von 1 Hektar.

Vom »Baierwein« zum »Regensburger Landwein«: aufkommender Tourismus, bessere Rebsorten und optimierte Anbaumethoden ließen die Anbaufläche anwachsen und die Nachfrage des Baierweins steigen. 1983 wurde die Bezeichnung "Regensburger Landwein" eingeführt. Mehr zur Geschichte des Baierweins im Baierweinmuseum in Bach a.d.Donau.

Heute reifen in sonnenbefluteter Südhanglage der Winzerer Höhen bei Kager bis nach Wörth a.d.Donau Rebsorten, die einen naturreinen Müller-Thurgau trocken bzw. Bacchus in guter Qualität hervorbringen. Der »Regensburger Landwein« - eine rare Spezialität unter den Weißweinen - findet mit seinem fruchtig leichten Bukett und säurearmen Aroma zunehmend bekennende Weinliebhaber.

Informationstafeln entlang des Donauradweges und der Via Danubia vermitteln in dem 25 km langen Streckenabschnitt zwischen Regensburg und Wörth a.d.Donau Wissenswertes zu dem Thema. Etliche Weinstuben mit schönen Gartenterrassen locken Nahe des Donau-Radwegs zur erholsamen Einkehr. 

Mit der Gierseilfähre in Matting gelangt man vom Donau-Radweg ans gegenüberliegende Donauufer. Dort führt ein flacher Schotterweg entweder Richtung Lohstadt-Gundelshausen bis nach Bad Abbach oder in entgegengesetzter Richtung nach Sinzing.

Freizeitbusse Landkreis Regensburg, Kelheim, Eichstätt

Freizeitbusse verkehren in der Saison vom 1. Mai bis 3. Oktober, an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen - mit Fahrradanhänger.

Linie Nord (RBO 6010): Regensburg - Bad Abbach - Saal an der Donau - Kelheim - Essing - Riedenburg - Dietfurt - Beilngries - Eichstätt - Dollnstein                               

Linie Mitte (RBO 6029): Kelheim - Weltenburg - Eining - Bad Gögging - Neustadt an der Donau - Abensberg 

Linie Süd (RBO 6030): Abensberg  - Siegenburg - Ratzenhofen - Mainburg   

Fahrpläne

Fahrradbus Regensburg - Falkenstein

Kontaktadresse                                                             

Tourismusbüro Landkreis Regensburg
Altmühlstr. 3
93059 Regensburg

Tel 0941/4009495

tourismus@landratsamt-regensburg.de
www.landkreis-regensburg.de