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  • Gierseilfähre Weltenburg-Stausacker (Landkreis Kelheim)
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  • Streckenabschnitt Kelheim - Regensburg
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  • Streckenabschnitt Kelheim - Regensburg
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  • Donaudurchbruch im Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“
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  • Donaudamm zwischen Eining/Bad Gögging (Landkreis Kelheim)
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  • Gierseilfähre Eining-Hienheim (Landkreis Kelheim)
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Eckdaten »Donau-Radweg« (Deutschland)

 Gesamtstrecke: 613 Kilometer

• Streckenanteil Baden-Württemberg: Donaueschingen - Ulm 196 Kilometer (≈ 32%)

• Streckenanteil Bayern: Neu - Ulm - Landesgrenze 417 Kilometer (≈ 68 %) 

• Kumuliertes Höhenniveau: ↑ 2.503 Höhenmeter; ↓ 2.901 Tiefenmeter

 Höchster Punkt: Donaueschingen 686 m.ü.NN  

• Tiefster Punkt: Kraftwerk Jochenstein 290 m.ü.NN. 

• Streckenbeschaffenheit: überwiegend steigungsarm, meist asphaltiert oder abschnittsweise wassergebundene Fahrbahnoberfläche

• Geographische Lage: Süddeutschland, Bundesland Baden Württemberg und Bayern

 Donauradweg 

In Deutschland ist der Donauradweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, das sich eingehängt in den Ziel- und Pfeilwegweisern befindet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau (Rathausplatz) 589 Kilometer, wobei mit knapp 400 km ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.  

Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute quer durch Süddeutschland genießt anhaltend hohe Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen. Seit Jahren landet der Donauradweg dort in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland.

Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in der Nähe von Donaueschingen und mündet nach 2859 km ins Schwarze Meer (Bulgarien). Neben dem Rhein ist die Donau der mächtigste Fluss Deutschlands. Um sie ranken sich Geschichten und Geschichte, weshalb abschnittsweise auch Themenradwege wie z.B. die Via Raetica, Via Danubia oder der Deutsche Limes Radweg die Donauroute begleiten. Um der geschichtsträchtigen Donauregion Rechnung zu tragen wurde der Donaulimes zwischen Eining (Landkreis Kelheim) und der Slowakei 2021 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Demzufolge kommen Natur- wie Kulturbegeisterte auf dem Donau-Radweg gleichermaßen auf ihre Kosten. 

"Der Weg ist das Ziel", wovon gerade Fern- und Tourenradler ein Lied trällern können. Die Redewendung gleicht einer beispiellosen Lebensweisheit, einfach weil Radfahren inspiriert, die Leistungsfähigkeit steigert, glücklich macht und den Horizont maßgeblich erweitert. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius (551 v. Chr. bis 479 v. Chr.) sagte: "Wer das Ziel kennt, kann entscheiden; wer entscheidet, findet Ruhe; wer Ruhe findet, ist sicher; wer sicher ist, kann überlegen; wer überlegt, kann verbessern".

Wer all die Vorzüge genüsslich auskosten möchte und seiner Lebensqualität vom Logenplatz des Sattels aus im kräfteschonendem Terrain einen Schub verpassen will, nimmt sich den populären »Donau-Radweg« zur Brust. Je nach Zeit, Vorlieben und der persönlichen Fitness lässt sich die 613 km lange Strecke von Donaueschingen bis zur Landesgrenze beliebig in leistungsadäquate Tagesetappen einteilen.

Die beschauliche Naturkulisse entlang der Donau - gesegnet mit nahezu steigunsfreier Streckencharakteristik - bereitet den idealen Nährboden  für ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Ruhe und Stille in abgeschiedenen Landstrichen - permanent begleitet vom geräuschlosen Dahinfließen des Wassers - überträgt unweigerlich eine beruhigend energetische Wirkung auf die Psyche. Hat man erst mal die Alltagshektik abgelegt und lässt die Blicke unbeschwert schweifen, fördert das Wohlgefühl den entrückten Zustand der Langsamkeit des Seins. Hurra, es lebe die Entschleunigung! Kurbeln, Abschalten, Staunen, Tafeln, Genießen und Erholen - im Kraftplatz der Natur lassen sich nachhaltig frische Energien auftanken, d.h. mit dem »Donau-Radweg« trifft man sprichwörtlich ins Schwarze.

Eine Besonderheit vorweg: weil sich die Gelehrten bis heute darum zanken, welcher Quellfluss (mit dem Donaubach gibt es drei Bäche) der Donau zugerechnet wird, ist sie neben der Mosel der einzige europäische Fluss, deren Kilometrierung stromaufwärts gemessen wird. Tatsächlich ist die Breg der längste (46 km) und zugleich der wasserreichste Quellfluss der Donau, bevor sie in Donaueschingen sich mit der kürzeren Brigach zur Donau vereinigt. Den heimatkundlichen Merkspruch: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“ dürfte jeder kennen, da dieses Wissen bereits Schulkindern vermittelt wird. 

  Die Donau

Namentlich entsteht die Donau 1,4 Kilometer östlich von Donaueschingen im Schwarzwald durch den Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Brigach und Breg, wobei letztere mit 46 Kilometer der längere Quellfluss ist (Quellhöhe 1.078 m.ü.NN.). Daneben gilt sinnbildlich der Quelltopf des Donaubachs in der Nähe der Vereinigung der beiden Quellflüsse traditionell als Donauquelle. 

Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakische Republik
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien & Montenegro
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Republik Moldau
  • Ukraine

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Mit Ihrem Lauf von West nach Ost verbindet die Donau Westeuropa mit den aufstrebenden Ländern Südosteuropas und steht somit symbolhaft für die Völkerverständigung. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht.

Bild oben: Fährstelle Hienheim im Landkreis Kelheim. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise wird die Entfernung der Donau beginnend von der Mündung ab stromaufwärts zur Quelle in Donaueschingen gemessen. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Donaumündung nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien. 

Die Flussanteile in den 10 Anrainerstaaten fallen sehr unterschiedlich aus: während die Donau in Deutschland eine Länge von 675 Flusskilometer aufweist, hat Rumänien mit 1.075 Flusskilometer den längsten Anteil und die Republik Moldau mit knapp 1 Flusskilometer  den geringsten Anteil. Die Wassertiefe variiert sehr stark. So beträgt sie an ihrer tiefsten Stelle am Eisernen Tor in Serbien über 130 Meter.

Abgesehen von der eingeschränkten Passagierschifffahrt im Donaudurchbruch (Weltenburg) ist die Donau ab der Passagierschiff-Anlegestelle Kelheim flussabwärts bei Flusskilometer 2414,6 schiffbar.

Je nach Fahrtrichtung der Schiffe: der Beginn bzw. das Ende der Bundeswasserstraße liegt direkt am Mündungsbereich des Ludwig-Donau-Main Kanals. 

Flusskilometerangaben

2588,0 Einmündung der Iller

2584,9 Ulm / Gänstorbrücke

2580,1 Landesgrenze Baden-Württemberg – Bayern

2561,9 Einmündung der Günz

2509,9 Einmündung der Wörnitz

2496,4 Einmündung des Lechs

2487,0 Einmündung der Paar

2457,8 Pegel Ingolstadt

2427,0 Gierseilfähre Hienheim - Eining

2420,1 Gierseilfähre Weltenburg - Stausacker

2419,2 – 2414,6 Weltenburger Enge (Naturschutzgebiet) - Kelheim Beginn der Schiffbarkeit

2411,6 Einmündung der Altmühl (Kelheim)

2393,2 Gierseilfähre Matting

2387,9 Einmündung der Schwarzen Laaber (Sinzing)

2385,3 Einmündung der Naab (Mariaort)

2382,2 Nördlichste Stelle der Donau (Südufer Donau-Radweg Kunstobjekt Schillerwiese; Nordufer Ortsteil Winzer, St. Nikolaus-Statue)

2379,2 Einmündung des Regens (Regensburg)

2329,5 Einmündung der Großen Laaber

2297,3 Fähre Mariaposching

2281,7 Einmündung der Isar (Deggendorf)

2276,1 Fähre Thundorf - Niederaltaich

2248,6 Einmündung der Vils

2242,2 Fähre Sandbach

2230,6 Schleuse Kachlet (Passau)

2225,5 Einmündung der Ilz

2225,2 Einmündung des Inns 

2223,2 Grenze Deutschland – Österreich Achleiten am rechten Donauufer

2209,8 Fähre Obernzell

2203,2 Staustufe Jochenstein

2201,8 Grenze Deutschland – Österreich (Einmündung Dandlbach) am linken Donauufer  

2201,0 Fähre Engelhartszell

2186,4 Fähre Au (Schlögen)  

Quelle: Kilometerangaben wurden dem Gewässerkatalog des Deutschen Ruderverbands entnommen (Ausnahme nördlichste Stelle der Donau) 

Der Donau-Radweg zählt zu den populärsten Radfernwege Deutschlands und ist bundesweit der "Klassiker" schlechthin. Deshalb genießt das Radwandern entlang der Donau eine lange Tradition. Die beliebte und hochfrequentierte Flußroute feiert im Jahr 2024 sein vierzigjähriges Jubiläum. Vom enormen Beliebtheitsgrad hat der populäre Donau-Radweg bis heute nichts eingebüßt. Ganz im Gegenteil, der internationale Fernradweg, der sich am zweitgrößten Strom Europas entlang schlängelt prunkt am Wegesrand mit einer Reihe von Sehenswürdigkeiten, die sich wie an einer Perlenkette aneinander aufreihen. Den achtsamen Radler erwarten bezaubernde Flusslandschaften, einzigartige Naturschauspiele, imposante Sehenswürdigkeiten, jede Menge Kultur und nicht zuletzt eine sagenumwobene Geschichte als lehrreicher Background. Passiert werden malerische Naturlandschaften, sonnenverwöhnte Weinberge, mächtige Burganlagen und romantische Klöster. Dazu locken historische Städte wie Ulm, Regensburg, Passau zur Visite ein. Und noch etwas wichtiges: der deutsche Streckenabschnitt wurde vom ADFC als Qualitätsroute mit vier Sternen ausgezeichnet.

Ebenso erwarten den Radfahrer beeindruckende Naturphänomene, wie z.B. das Urdonautal bei Dollnstein im Landkreis Eichstätt in Oberbayern  sowie zahlreiche, von der Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichnete Höhlen. Vor allem der Donaudurchbruch ("Weltenburger Enge") in Niederbayern ist ein echtes Highlight, wobei etliche kulturelle Glanzlichter den Wegesrand säumen: das berühmte gotische Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, das Kloster Weltenburg - eindrucksvoll umrahmt von der Donauschlinge am Donaudurchbruch - und die Welterbestadt Regensburg, deren sehenswertes Altstadt-Ensemble mit einer Vielzahl an historischen Baudenkmälern einschließlich der Steinernen Brücke Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Das spektakulärste Bauwerk der Domstadt - die älteste Steinbrücke Deutschlands - weist für mittelalterliche Verhältnisse eine gigantische Länge von 336 Metern auf. „Regensburg liegt gar schön“; dieses Bonmot stammt vom Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Oder wie es der englische Stararchitekt Norman Foster formulierte: "Sie ist eine der schönsten Städte Mitteleuropas oder gar der Welt". Bei so vielen Superlativen hält es den Radler normalerweise nicht lang im Sattel. Will man sich der Naturlandschaft mit Muße bzw. den zahlreichen Sehenswürdigkeiten gebührend widmen wird schnell klar, dass es hierfür einer großzügigen Zeitplanung bzw. einen gut getakteten Programmablauf bedarf.

Der deutsche und österreichische Streckenabschnitt des Donau-Radwegs weist eine sehr gute Infrastruktur auf, weswegen sich dort jedes Jahr hunderttausende Radtouristen tummeln. Die hohe Nutzerfrequenz hat wiederum eine radlerfreundliche Gastronomie u. Hotelleriebranche hervorgebracht. Unterkünfte gibt es in jedem größeren Ort. Je nach Reisebudget und persönlichem Anspruch kann man zwischen Pensionen, Hotels, Gasthöfe, Jugendherbergen oder Campingplätzen wählen. Gleichwohl haben sich - bedingt durch die Coronapandemie und dem Personalmangel - die Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten schwerpunktmäßig in ländlichen Regionen spürbar verringert. Nicht selten wurden die Öffnungszeiten verkürzt bzw. Ruhetage oder verlängerte Betriebsurlaube eingeführt, weshalb ausreichender Proviant unbedingt ins Standardgepäck gehört. Um sich unangehenehme Überraschungen zu ersparen, sollten größere Radgruppen Übernachtungen in den auserkorenen Etappenorten unbedingt vor Reiseantritt buchen.

Ulm und Neu-Ulm liegen im Schnittpunkt der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Dabei stellt die Gänstorbrücke die städtische Verbindung zwischen den Bundsländern her. Der Brückenname entstammt vom Gänstor, durch das früher die Gänse auf die Flusswiesen getrieben wurden. Ulm (126.329 Einwohner ) ist eine mittelalterliche Stadt, die vom imposanten Ulmer Münster - eine jahrhundertealte Kirche im gotischen Baustil - dominiert wird.

Direkt an Ulm angrenzend liegt am rechten Donauufer im Freistaat Bayern die Große Kreisstadt Neu-Ulm (Ende 2021 ca. 63.685 Einwohner). Die aufstrebende Hochschulstadt gehört zum Regierungsbezirk Schwaben (Regierungssitz Augsburg).

Verlängerungsoptionen

Wenn's noch a bisserl mehr sein darf als der deutsche Streckenabschnitt des Donau-Radwegs, dem breitet der zweitlängste Fluss Europas jenseits unserer Landesgrenze für weitere 2.500 Kilometer quasi den roten Teppich aus. Als Teil der EuroVelo 6 können Abenteurer bzw. "Radl-Globetrotter" dem anschwellenden Strom bis zum Mündungsdelta ans Schwarze Meer durch zehn Staaten folgen. Grundsätzlich ist die Fernroute EuroVelo 6 (ab Tuttlingen identischer Streckenverlauf mit dem Donau-Radweg) bis Budapest bzw. via Eisernes Tor (Serbien) bis zum Schwarzen Meer mit dem Rad - überwiegend auf Nebenstraßen - befahrbar.

 EuroVelo 6

Die Atlantik-Schwarzes Meer Route - EuroVelo 6 - verläuft von der französischen Atlantikküste ans Schwarze Meer (Rumänien): Nantes - (F) – Tour (F) – Orleans (F) – Besancon (F) – Mulhouse (F) – Basel (CH) – Bad-Säckingen - Waldshut-Tiengen – Schaffhausen - Singen – Tuttlingen – Sigmaringen - Ulm – Günzburg –Donauwörth – Ingolstadt - Regensburg – Straubing – Deggendorf - Passau –Jochenstein – Linz (A) – Wien (A) – Bratislava (SK) – Budapest (H) – Ossijek(HR) – Belgrad (SRB) – Bucarest (RO) – Constanta (RO).

Die berühmten Flussabschnitte entlang der Loire und der Donau sind aus gutem Grund unter Radtouristen weltweit bekannt. Die Streckenlänge beträgt rund 4.450 km, wovon der Donau-Radweg - beginnend ab Tuttlingen - mit ca. 3.100 Kilometer (davon Deutschland: 613 km) den Löwenanteil einnimmt.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Donau-Radweg (Deutschland)


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Ausgangspunkt der Donau und damit der Startpunkt des traditionellen Donau-Radweges ist die vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg. Da die Stadt einen Bahnhof verfügt, erleichtert es die Anreise. 

Schwierigkeitsgradklassifizierung

Der Donauradweg verläuft größtenteils auf asphaltierten, manchmal auch unbefestigten Radwegen oder verkehrsarmen Nebenstraßen, weshalb die Route auch für Familien mit Kindern gut geeignet ist. Das nahezu durchgängige flache Streckenprofil, verbunden mit einer radfahrerfreundlichen Infrastruktur eignet sich der Donau-Radweg ebenso für Freizeitradler und leistungsschwächeren Senioren - selbst ohne E-Bike. Von vereinzelten, kürzeren Anstiegen mit moderater Steigung abgesehen, weist die Fernroute durchgängig eine flache bzw. allenfalls leicht wellige Streckencharakteristik auf. 

Nur in absoluten Ausnahmefällen übersteigt die Steigungsquote die 5%-Marke. Dazu zählt beispielsweise der topographischer Ausreißer zwischen Weltenburg und Kelheim in Niederbayern, wobei für den 6 km langen Waldabschnitt eine attraktive Option per Schifffahrt durch den imposanten Donaudurchbruch besteht. Man erspart sich dabei nicht nur ↑ 156 Höhenmeter und ↓ 159 Tiefenmeter sondern kann das einzigartige Naturschauspiel der "Weltenburger Enge" völlig entspannt vom Schiffsdeck aus beobachten wo sich die Wassermassen der Donau zwischen senkrecht aufragenden Kalkfelswände hindurchzwängen

Von Donaueschingen bis zur Landesgrenze Jochenstein (Ostbayern) sinkt das Höhenniveau um 400 Meter. Bezogen auf die Streckenlänge von 613 km fällt das unterschiedliche Höhenlevel der Start/Zielorte jedoch kaum ins Gewicht, weswegen die Richtungswahl bzgl. Schwierigkeitsgrad belanglos ist.

Die Donauniederungen werden schon Jahrzehnte von Radfahrern wegen der vorteilhaften Topographie mit seinem flachen Geländeprofil genutzt. Aus diesem Grund wurden neben dem „Klassiker“ Donauradweg ergänzende Themenradrouten geschaffen, bei denen man vieles über das Land, seine Geschichte u. Kultur erfährt. 

Etappenübersicht

Ort                                                    Etappenlänge                kumulierte Gesamtstrecke

Donaueschingen - Mengen                     102 km                         102 km

Mengen - Ulm                                         89 km                         191 km

Ulm - Donauwörth                                   95 km                         286 km

Donauwörth - Ingolstadt                          64 km                         350 km

Ingolstadt - Regensburg                           92 km                         442 km 

Regensburg - Deggendorf                         87 km                         529 km

Deggendorf-Jochenstein/Landesgrenze      84 km                         613 km

Streckenteil Österreich

Linksseitiges Ufer

Jochenstein/Landesgrenze - Au/Schlögener Schlinge 15 km

Au/Schlögener Schlinge - Oberlandshaag: 31 km            

Oberlandshaag - Kraftwerk Mitterkirchen/Wallsee: 69 km

Kraftwerk - Emmersdorf: 61 km

Emmersdorf - Kraftwerk Altenwörth: 57 km 

Kraftwerk Altenwörth -Wien: 62 km

Rechtsseitiges Donauufer

Jochenstein/Grenze Aschach: 43 km 

Aschach - Kraftwerk Mitterkichen/Wallsee: 76 km

Kraftwerk Mitterkirchen/Wallsee - Melk: 66 km 

Melk - Kraftwerk Altenwörth: 59 km 

Kraftwerk Altenwörth - Wien: 55 km 

Wien - Bratislava: 70 km

Radbroschüre

Radtourenbuch „Donau-Radweg 1“, 1:50.000, bikeline, Verlag Esterbauer

Donau-Radweg 1

Teil 1: Deutsche Donau. Von Donaueschingen nach Passau

Kategorie: Radtourenbücher

Sprache: Deutsch

Maßstab: 1:50.000

Umfang: 180 Seiten

Auflage: 26. Auflage, 2023

ISBN: 978-3-7111-0093-1

Preis: EUR 15,90

Gesamtlänge: 600 km

Anzahl der Karten: 62

Anzahl der Ortspläne: 18

Anteil Radweg: 57 %

Anteil Unbefestigt: 22 %

Anteil Verkehr: 5 % 

Donaubegleitende Themenradwege

Die Via Danubia (Römerschätze, historische Denkmäler, archäologische Zeugnisse) ist als Flussradroute ein Teil des länderübergreifenden Donauradweges. Der bayerische Abschnitt beginnt im Kurort Bad Gögging und führt über Regensburg (52 km) nach Passau (164 km), wo Anschluss an den „Römerradweg“ entlang am Inn bis zum Attersee besteht. Zahlreiche Via Danubia-Informationstafeln geben Einblick in das kulturhistorische Erbe der Antike. 

"Via Raetica" (ca. 92 km): kann auf einer Nord-, und Südroute befahren werden. Sie verläuft von Donauwörth nach Kelheim, und greift die Antike als historischen Hintergrund auf.

"Tour de Baroque" (285 km): von Neumarkt über Beilngries nach Kelheim, von wo ab die Route deckungsgleich mit dem Donauradweg nach Passau verläuft.

Fünf-Flüsse-Radweg (310 km): Von Kelheim bis Regensburg verläuft er auf ca. 29 km Länge auf dem Donau-Radweg. 

Deutscher Limes Radweg (970 km): von Eining bis Passau größtenteils identische Wegstrecke mit dem Donau-Radweg. Streckenabweichung besteht zwischen Weltenburg und Kelheim (via Keltenwall), sowie zwischen Winzer und Vilshofen (rechtsseitiges Donauufer). 

Erstmals wurde in der ADFC-Radreiseanalyse 2022 die Zufriedenheit über Radwanderrouten abgefragt, deren Ergebnis für die zehn meistbefahrenen Radfernwege (darunter 8 Fluss-Radwege!) durchweg positiv ausfiel: Auf einer Skala von eins (sehr gut) bis sechs (ungenügend) schneiden der MainRadweg sowie der Fünf-Flüsse-Radweg mit einer Wertung von je 1,5 am besten ab. Die größten Sympathiewerte bekamen mit dem Altmühltal-Radweg  - gleichauf mit dem Weser-Radweg und Elberadweg - gefolgt vom Donau-Radweg - demnach ingesamt vier Fluss-Radwege in Bayern zugesprochen.