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Donau-Radweg
Streckenabschnitt Ingolstadt-Regensburg
Eckdaten
• Streckenlänge: 92 km
• Start: Ingolstadt (Schlosslände)
• Ziel: Regensburg (Eiserne Brücke / Haus der Bayerischen Geschichte)
• ↑ 457 Höhenmeter
• ↓ 489 Tiefenmeter
• Höchster Punkt: Weltenburg (LK KEH) 461 m.ü.NN
• Tiefster Punkt: Regensburg/Prüfening 329 m.ü.NN.
• Berganstieg/Gefälle: Weltenburg-Kelheim 6 km ↑ 156 Höhenmeter; ↓ 159 Tiefenmeter (Alternative: Schiffspassage Donaudurchbruch)
Streckenverlauf
Ingolstadt → Vohburg a.d.Donau (17 km) → Neustadt a.d.Donau (16 km) → Bad Gögging (2 km) → Eining (4 km; Fährverbindung) → Weltenburg (10 km; Fährverbindung + Schifffahrt) → Kelheim (6 km) → Bad Abbach (15 km) → Regensburg (22 km)
Malerische Flussschleifen und emporragende Kalkfelsen im Donaudurchbruch des Bayerischen Juras, unberührte Auenlandschaften, beschauliche Landstriche, Ausläufer des Bayerischen Waldes die bis an den Donau-Radweg heranreichen und die fruchtbare Ebene des Gäuboden - säumen den Weg der deutschen Donau. Romantische Städte, Klöster, Burgen und Schlösser reihen sich an seinen Ufern. Prunkvoller Barock, beeindruckende Kirchen und mittelalterliche Altstädte machen die Reise entlang der Donau zu einem besonderen Erlebnis. Zwei einzigartige Naturschauspiele versetzen ins Staunen: einmal, wo die Donau unter dem Erdboden verschwindet sowie am gewaltigen Donaudurchbruch (Niederbayern). Die Infrastruktur mit einer ausgeprägt radlerfreundlichen Gastronomie - verbunden mit weitgehender Steigungsfreiheit - sorgen für ungetrübtes Radvergnügen. Alle Facetten des Radelns werden angesprochen, egal ob Einsteiger, Familien, E-Biker oder passionierte Fernradler.
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| ©Der Filmograph |
Nicht minder interessant ist die Flussroute für geschichtsinteressierte Individualisten, da die Donauregion eine wahre kulturhistorische Fundgrube ist (z.B. Römerzeit). So verläuft z.B. ab Eining (Landkreis Kelheim) der Limes (bezeichnet die vom Römischen Reich vom 1. bis 6. Jahrhundert n. Chr. angelegten Grenzwälle, militärische Grenzsicherungssysteme sowie natürliche Flussgrenzen), welcher in der Antike das Römische Imperium von den „wilden“ Germanen (Barbaren) trennte. Der Obergermanisch-Raetische Limes wie der Donaulimes macht das Erbe der Römer greifbar und lebendig. Auf Schritt und Tritt bewegt man sich auf den Spuren der prunkvollen Vergangenheit des römischen Weltreiches, deren Herrschaft fast sechs Jahrhunderte andauerte. Das Ganze wurde für Radfahrer auf dem 970 km langen Limes-Radweg authentisch erlebbar erschlossen.
Sehenswürdigkeiten
- Kloster Weltenburg mit Asamkirche u. Donaudurchbruch „Weltenburger Enge“ Naturschauspiel
- Befreiungshalle auf dem Michelsberg, Wahrzeichen Kelheims, wurde von 1842 bis 1863 von König Ludwig I. als "Andenken“ an die Befreier Deutschlands aus dem napoleonischen Joch gebaut)
- Welterbestadt Regensburg (besterhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands, mit bemerkenswerter Dichte an kulturhistorischen Bauten, wie z.B. historische Altstadt, Gotischer Dom, Steinerne Brücke und vieles mehr)
Wir starten in Ingolstadt (Oberbayern), das mit 139.553 Einwohnern nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns bzw. nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg die fünftgrößte Stadt Bayerns ist. Zahlreiche weitläufige Gärten und Parks sowie die Donau mit ihren urwüchsigen Auwäldern machen die kreisfreie Großstadt zu einem attraktiven Ziel für Radwanderer aus Nah und Fern.
Über die Hyronimusgasse und Rossmühlstraße gelangt man vom Stadtzentrum direkt ans Donauufer (Schlosslände) und radelt stadtauswärts weiter nach Vohburg a.d.Donau. Das abwechslungsreiche Umland ist von altbayerischer Kulturlandschaft, Spargelfelder, Hopfengärten, kleinere Seen und schmucke Dörfer - teils mit Gastwirtschaften und Biergärten - geprägt.
Nach der Ortschaft Pförring erreicht man einen, mit Bäumen umsäumten Badeweiher.
Das historische Städtchen Vohburg (8.601 Einwohner, Stand Dez. 2021) im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm lohnt auf alle Fälle
Eine Besichtigung des historischen Zentrums von Vohburg, das den Burgberg, den Pfarrhof, das Donautor im Süden, den Marktplatz das Auertor im Westen, und das Donautor im Norden umfasst lohnt sich auf alle Fälle.
Die Strecke verläuft über Neustadt a.d.Donau weiter zum Kurort Bad Gögging das mit der Limestherme sowie einem Römermuseum aufwartet.
Das Kloster Weltenburg mit Asamkirche sowie der Donaudurchbruch "Weltenburger Enge" gilt als DAS Highlight auf der Etappe zwischen Ingolstadt und Regensburg. Ein sehenswertes Naturschauspiel, das sich am besten auf der Schiffspassage (Radtransport) erschließt.
Römische Badekultur in Bad Gögging

In östlicher Richtung verläuft die Route von Abensberg über Heiligenstadt zum Kur- und Urlaubsort Bad Gögging, wo der Abens-Radweg endet. an der Einmündung der Heiligenstädter Straße in die Neustädter Straße der Abens-Radweg auf den Donau-Radweg. Im Kurort vollzieht sich nunmehr der dritte Flusswechsel des »Fernradweg München-Regensburg-Prag«.

Der "G'sundheitsort" Bad Gögging steht ganz im Zeichen des körperlichen Wohlbefindens, ist aber auch nicht weniger bekannt für die Epoche der Römer, die überall hier und in der Umgebung ihre Spuren hinterlassen haben. Allen voran das Kastell Abusina, Teil des UNESCO-Welterbe Limes, sowie Überreste einer der größten römischen Badeanlagen nördlich der Alpen, seit Juli 2021 Teil des UNESCO-Welterbe Donaulimes, wirken bis in die Gegenwart hinein inspirierend für das Kur- und Badewesen.

Überall wo man in Bad Gögging hinblickt erinnern Straßennamen, Hinweisschilder, Limestherme, Kaiser Trajan Hotel oder das Römische Museum ans Römische Reich.

"Ubi bene, ibi patria" ist ein lateinischer Ausdruck, der übersetzt soviel wie "Wo es mir gut geht, da ist mein Vaterland" bedeutet. Es besagt, dass die Heimat dort ist, wo man sich wohl und glücklich fühlt (Heimat-Verbundenheit), und nicht notwendigerweise an einen Geburtsort gebunden ist.
Tatsächlich wussten die Soldaten - genannt Legionäre - Kaiser Trajans schon damals um die heilende Wirkung von Schwefelwasser und Co. Im Römischen Museum für Kur- und Badewesen, in der Römer-Sauna der Limes-Therme und besonders zum Römerfest im Kastell Abusina lebt die Geschichte der Römer vor 2.000 Jahre wieder auf. Grund genug, am Schnittpunkt des Abens-Radweg und des Donau-Radweg seine "Zelte" - wie seinerzeits die Römer - aufzuschlagen, um am nächsten Etappentag frisch gestärkt und erholt seine Tour fortzusetzen.
Bereits unter Kaiser Trajan (*53 †117 n. Chr.) wurden 80 n. Chr. Badeanlagen bei den Schwefelquellen erbaut, wodurch die Örtlichkeit damals zur Zeit der Antike eines der größten Staatsbäder nördlich der Alpen verfügte. Relikte können heute im Römischen Museum bestaunt werden. Die neuzeitliche Bädergeschichte von Bad Gögging begann unter den bayerischen Königen mit den Kurhäusern "Römerbad" und "Trajansbad", die dem Kurort bereits im Jahre 1919 das Prädikat als offizieller Badeort sicherte.

Vor knapp 2000 Jahren entspannten Legionäre, die im Kastell Abusina stationiert waren, im heutigen Bad Gögging bei Schwitz- und Thermalbädern und genossen die wohltuende gesundheitsfördernde Wirkung des Schwefelwassers. Vorbild war die traditionsreiche Badekultur des antiken Roms, bei der Bäder und Entspannungsräume mit aufwendiger Heiztechnik, Massagen sowie Unterhaltungsangebote Standard waren. Die lateinische Redewendung "Mens sana in corpore sano" besagt, dass „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ wohnt.

Foto: Römisches Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging
Wer Bad Gögging als Etappenort wählt, kann seiner Muskulatur in der Limes-Therme in Schwefel- und Thermalwasserbecken Gutes tun, im SPA-Bereich Wellness-Behandlungen genießen bzw. sich in der Römer-Sauna in antikem Ambiente gründlich entspannen und erholen.
Das Heilbad von Bad Gögging, welches ab dem späten 2. Jahrhundert n. Chr. von der Legio III. Italica genutzt wurde, als auch das Heiligtum auf dem Weinberg bei Eining sind Teil der Welterbe-Nominierung. Ebenso das Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" - datiert im mittleren 1. Jh. n. Chr. - das Teil der ersten linearen Grenzsicherung Roms in der Frühzeit des Donaulimes war, deren historische Stätten vom Donau-Radweg passiert werden.

Streckenbeschreibung
Ortsauswärts führt ein Radweg - bezeichnenderweise parallel zur Römerstraße - von Bad Gögging nach Sittling (1.4 km), wo im Dorf links zur herrlichen Auenlandschaft der Abens abgebogen wird. Ein idyillischer Verbindungsweg führt naturnah - direkt neben der Abens - ziemlich geradlinig nach Eining. In dem traditionsreichen Fährort taucht nach seit längerer Abwesenheit wieder die Donau ins Blickfeld, wo die Abens in Sichtweite in den Strom mündet.

Die Strecke führt auf einem erhöhten Dammweg entlang der Abens, dessen naturbelassene Auenlandschaft Radlerherzen höher schlagen lässt. Ein wahrer Schmaus für die Sinne, die der Fahrfreude in die Hände spielt.

Auf den letzten Kilometern der Abens entlang genießt man die Ruhe und Abgeschiedenheit in der unberührten, saftigen Ufer- und Wiesenlandschaft. Fernab von Hektik oder störenden Verkehrsgeräuschen macht Radwandern hier noch so richtig Spaß.

Foto: nur wenige hundert Meter vor Eining erspäht man einen tollen Blick auf den Mündungsbereich der Abens in die Donau, wo sich am gegenüberliegenden Flussufer der Hienheimer Kirchturm empor reckt. Beide Pfarrdörfer (Gemeindeteil von Neustadt a.d. Donau) liegen von Angesicht zu Angesicht am rechten und linken Donauufer. Wanderern und Radfahrern steht für den Uferwechsel eine Gierseilfähre zur Verfügung, während Autofahrer hingegen einen weiten Umweg in Kauf nehmen müssen. Hier bei Flusskilometer ≈ 2.427 befindet man sich historisch gesehen an der Schnittstelle der römischen Grenzbefestigung, die den nahtlosen Übergang des Obergermanisch-Raetischen Limes zum Donaulimes markierte und zu jener Zeit von rund 500 Fußsoldaten im Kohortenkastell Abusina bewacht wurde.
Donaulimes-Start in Eining (OT Neustadt a.d. Donau)

Der Eininger Biergarten - idyllisch am Donauufer neben der Fähranlegestelle gelegen - ist für Naherholer, Ausflugsgäste, Regio- und Fernstrecken- Radler ein vielgepriesener Freizeit-Treffpunkt. Gemütlich rasten und gediegen seine geleerten Energiespeicher nachtanken damit die Beine danach genau das tun was erwartet wird, nämlich wieder kraftvoll die Kurbel schwingen. Die Stelle ist ein wahrer "Radler-Hot-Spot", denn hier treffen nicht weniger als acht (Fern-) Radwege zusammen. Für jene Radler, die ans Hienheimer Ufer übersetzen möchten (z.B. zur Besichtigung der nahegegelenen Hadriansäule/Limesturm), erweist sich der Blickkontakt zur Fähre vom Biergartentisch aus als echter Glücksfall, weil das zeitliche Abpassen unnötige Wartezeiten verringert.

Eining ist seit der Gebietsreform 1972 ein Ortsteil der Stadt Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim in Niederbayern. Das Dorf gehört zur Hallertau und liegt auf einer steilen Uferkante, unterhalb derer das mäandernde Flüsschen Abens in die Donau mündet. Das weite Donautal verengt sich flussabwärts zusehenst, bei der sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende ins Juragestein gefräst hat.
Bei Sturm, Hoch- Niedrigwasser oder Starkregen ist der Fährbetrieb eingestellt (Mittagspause beachten). Zur Winterpause ist die Fähre vom 3. Oktober bis 1. April außer Betrieb!
Umfahrungsalternative zwischen Eining und Hienheim

Falls die Fähre außer Betrieb ist, besteht für Radfahrer auf unasphaltierten Feldwegen entlang der Donau, Ilm und Abens eine unbeschilderte Umfahrungsalternative, die obendrein landschaftlichen Hochgenuss bietet. Streckenbeschreibung: Von der Anlegestelle Eining verläuft ein Dammweg entlang der Abens und Ilm 6.1 km flussaufwärts zur Donaubrücke (B 299) bei Neustadt. Nach der Donauüberquerung (1.4 km) erfolgt quasi eine 180° Kehrtwende und radelt entlang der Donauauen zur Fähranlegestelle Hienheim (6 km) → Anschluss DLR.

Engegengesetzte Fahrtrichtung ab Fähranlegestelle Hienheim: entlang der Donauauen zur Donaubrücke (6 km). Nach der Überquerung der Donau (1.4 km) verläuft der Schotterweg zunächst 2.6 km zwischen Donau und Ilm (diese mündet dort in die Abens) und radelt dann weiter entlang der Abens nach Eining (3.5 km).

Verkehrsfreie Donauüberquerung parallel der B 299; Gesamtdistanz der Umfahrung: 13.5 km / ca. 80 hm

Der Schilderbaum verrät nur ansatzweise, welch mannigfache Tourenvielfalt am Radwegeknotenpunkt in Eining besteht, wo das fast ausschließlich land- und forstwirtschaftlich geprägte Dorf gerade mal 250 Einwohner zählt. Abgesehen davon, dass sich das überschwängliche Routenangebot auch noch beliebig zu individuellen (Rund-) Touren kombinieren lässt. Selbst die Deutsche Limes-Straße quert den Ort, die einen ähnlichen Streckenverlauf wie der Deutsche-Limes-Radweg aufweist. Deshalb gehts hier im Biergarten bzw. an der Fähranlegestelle meistens zu wie in einem Taubenschlag. Ständiges Kommen und Gehen zeigt auch, wie beliebt Radfahren/Radwandern in den letzten Jahren geworden ist. Statistisch gesehen hat sich die Freizeitaktivität in Deutschland sogar zum Volkssportart Nr. 1 - entwickelt, also jene Sportart, die die Menschen am häufigsten aktiv betreiben.

Kaum verwunderlich, wenn an einem hoch frequentierten Radwege-Verkehrsknotenpunkt - der zusätzlich noch eine Fährverbindung und einen beliebten Biergarten verfügt - zuhauf Radfahrer tummeln sowie einem buntgemischte Radtouristikgruppen aus nah und fern begegnen. Immerhin tangieren sich an diesem Velo-Drehkreuz nicht weniger als acht Radwege unterschiedlichster Kategorien, die mitunter deckungsgleiche Streckenabschnitte aufweisen:
Fernradwege und regionale (Rund-) Touren
- Donau-Radweg (Deutscher Streckenteil 615 km)
- Fernradweg München-Regensburg-Prag (465 km)
- Landgenuss in Niederbayern (244 km)
- Herzstück-Tour (120 km)
- Altmühl-Donau-Tour (50 km)
Themenradwege, die zu einer spannenden Zeitreise in die Epoche der Römer einladen
- Deutscher-Limes-Radweg (1.227 km) - Deutschlands längster Radweg
- Via Danubia (235 km) - Startpunkt Bad Gögging (Sittling)
- Via Raetica (183 km)
Wenn man schon mal in Eining Station macht, der sollte sich zwei (Touristen-) Attraktionen in nächster Nähe keinesfalls entgehen lassen, denn vom gegenüberliegenden Donauufer aus gelangt man binnen 15 Minuten zur sog. "Hadriansäule" und einem rekonstruierten Limes-Wachturm. Einfach mit der Gierseilfähre übersetzen, und nach Hienheim radeln (1 km). Dort auf der Kelheimer Straße nach 2.5 km beim Parkplatz (Hadriansäule) abermals links abzweigen und einen Schotterweg sanft bergan 300 m weiter radeln, schon haben sie ihr Ziel erreicht.
"Hadriansäule" / Rekonstruierter Limeswachturm
Bei Hienheim auf der Nordseite der Donau traf der Obergermanisch-Raetische Limes auf die Donau, dessen Schuttwall, der ursprünglich ca. 3 m hohen Limesmauer („Teufelsmauer“) heute noch an manchen Stellen erkennbar ist.

Zur Markierung des hier beginnenden Raetischen (Land-) Limes unweit der Donau gelegen, wurde an der Straße Hienheim-Kelheim der als „Hadrianssäule“ bezeichnete Gedenkstein errichtet. Publius Aelius Hadrianus (*76 n. Chr., †138 n. Chr.) war der vierzehnte römische Kaiser. Hadrian war ebenso wie sein Großonkel und kaiserlicher Vorgänger Trajan in Hispanien (heutiges Spanien) beheimatet.

Auf der Inschrift, der im 19. Jahrhundert errichteten Säule steht zur Erinnerung an den Limes geschrieben:
„Hier am linken Donauufer beginnt der von den römischen Kaisern Trajan, Hadrian und Probus in den Jahren 117 bis 282 n.Chr. gegen die Teutschen angelegte bis an den Rhein laufende Wall auch Teufelsmauer genannt.“
Wenngleich die Inschrift heute wissenschaftlich zum Teil überholt ist, erinnert die Steinsäule an den ehemaligen Grenzeverlauf des Römerreiches. Hadrian (* 24. Januar 76, † 10. Juli 138 n.Chr.) - der den Hadrianswall (gehört zur Grenzbefestigung des britannischen Limes, der heutigen Grenze zwischen Schottland und England) und das Pantheon (ein zur Kirche umgeweihtes antikes Bauwerk in Rom) errichten/fertigstellen ließ - trat als kaiserliche Lichtgestalt mit einer Vielzahl von Bauwerken während seiner Herrschaftszeit in Erscheinung. Dazu gehört auch, dass er den obergermanischen Limes mit Gräben, Palisaden und Schutzwällen verstärken ließ. Die Imperatoren Trajan und Hadrian führten das Weltreich damals zu seiner größten Blüte. Bezeichnenderweise waren es die Römer, die den Begriff „Imperium" (leitet sich von dem lateinischen Verb „imperare" ab, was so viel wie „herrschen", „befehlen“ oder „gebieten“ bedeutet) erstmals verwendeten.

Eisenstelen säumen den Wegesrand zum Limes-Wachturm, was beim Radfahrer auf dem Schotterweg zweifelsohne für gesteigerte Spannung sorgt, bis endlich der Limes-Wachturm ins Blickfeld rückt.

300 Meter westlich von der Hadriansäule entfernt, wurde der rekonstruierte Holzturm errichtet, der etwas abseits der nachgewiesenen Turmstelle Wp. 15/45 errichtet wurde. 500 Meter in östlicher Richtung sind die Konturen des Limes an der Donau in einem Feldrain heute noch sichtbar.

Natürlich ist der Limes-Wachturm - wie alle rekonstruierten Bauwerke - ein Nachbau eines römischen Wachturmes. An derselben Stelle stand zuvor (1975 - 2009) ein Vorgängerbau, der durch Brandstiftung leider vollständig zerstört wurde.
Der neu errichtete Limes-Wachturm in Stahlskelettbauweise mit Holzverkleidung und modernen "Zeitfenstern" befindet sich in der Nähe des nachgewiesenen Wachtpostens 15/46 nördlich von Hienheim. Dem aufmerksamen Besucher bzw. eingefleischten "Römerfan" entgeht auf der gegenüberliegenden Donauseite die Anhöhe des Weinbergs nicht, von dem eine direkte Sichtverbindung sowohl zum Wachturm WP bei Hienheim als auch zum Auxiliarkastell Abusina bestand und der heute Teil des UNESCO-Welterbes "Grenzen des Römischen Reiches" ist. Schautafeln vermitteln Informationen zur Epoche der Römer und erläutern die Situation an römischen Wachtürmen. Südlich des Turmnachbaus ist ein Limeswall (Höhe ca. 40 - 50 cm) erkennbar, der rund 200 m östlich auf die verbliebenen indirekten Spuren des dortigen römischen Holzturms trifft.

Für Radfahrer ist die Gierseilfähre ein wahrer Segen, weil sich dadurch unterschiedlichste Touroptionen ergeben. Die Geschichte des Ortes ist eng mit dieser Fährverbindung verflochten, denn nachweislich wird die Überfuhr bereits im Jahr 1270 erwähnt.
Römerkastell Abusina

Nur unweit von der Fähranlegestelle entfernt stößt man am südlichen Orsrand von Eining in einem parkartigen Gelände auf die Grundmauern des römischen Kastells Abusina, das bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. besetzt war. Das Römerkastell gilt als Nahtstelle zwischen dem Obergermanisch-Raetischen Limes (Landlimes) und dem Donaulimes (nasser Limes).
Das Kastell - ein römisches Militärlager - war um 80 n. Chr. errichtet worden und beherbergte mehr als 4 Jahrhunderte Belagerungstruppen, da die Donau damals größtenteils die römische Reichsgrenze bildete. Die Kastellanlage ist Bestandteil des zum UNESCO – Weltkulturerbe erhobenen Rätischen Limes und zählt zu einer der wenigen vollständig freigelegten und rekonstruierten Wehranlagen.

Die Lage des Auxiliarskastell Abusina aus der mittleren Kaiserzeit und der Spätantike (1.-5. Jh. n. Chr.) war am Zusammenfluss der Abens und Donau klug gewählt, weil im Gegensatz zum Raetischen Landlimes der Nasse Limes (Donaulimes) keine verstärkten Grenzsicherunganlagen geschweige einen Grenzwall besaß. Auxiliartruppen waren Einheiten der römischen Armee, rekrutiert aus verbündeten Völkern bzw. freie oder stammeszugehörige Bewohner der Grenzprovinzen die kein römisches Bürgerrecht besaßen. Die sogenannten Hilfstruppen (lat. auxiliari = helfen) ergänzten die Infanterie der Legionstruppen. Sie stellten laut Geschichtsschreiber und römischen Senator Tacitus (* um 58 n. Chr.; † um 120) etwa die Hälfte der regulären römischen Streitkräfte (rund 150.000 Soldaten). Deren Offiziere (meist abkommandierte Legionsoffiziere) stiegen bei Versetzung in eine Auxiliareinheit jeweils um eine Rangstufe höher auf. (Hilfs-) Soldaten erhielten zwar weniger Sold als die Legionäre (römische Bürger) doch dafür stand das begehrte römische Bürgerrecht in Aussicht, das sie bei ehrenhafter Entlassung nach der regulären Dienstzeit von 25 Jahren zumeist zugesprochen bekamen welches, auch für dessen Nachkommen galt.
Das Kastell Abusina befindet sich 500 Meter außerhalb der Ortschaft Eining neben der Abusinastraße die nach Bad Gögging führt. In römischer Zeit befand sich hier ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Sichtbare Mauerzüge spiegeln verschiedene Bauphasen dieses historischen Areals wider. Die Kastellanlage wurde offenbar mit Räumung des Limes im 3. nachchristlichen Jahrhundert nicht aufgelassen, sondern Teil des spätantiken Limes, der bis in das 5. Jh. hinein durch die Donau gebildet wurde.

Foto: Tandem-Radler aus Baden Württemberg, die wissbegierig die Kastellanlage Abusina bestaunten. Gerade bei solchen Ausgrabungsorten wird das Erbe der Römer sichtbar, greifbar und lebendig. Auf Schritt und Tritt wandelt man hier auf den Spuren des römischen Weltreiches, deren Herrschaft fast sechs Jahrhunderte andauerte, weswegen das Römerkastell ein echtes Highlight darstellt.
Bereits 79 n. Chr. wurde südlich von Eining das Römerkastell Abusina für eine Auxiliartruppe (Hilfstruppen) zunächst in Holz- und im 2. Jahrhundert in Steinbauweise errichtet. Auxiliartruppen waren Einheiten der römischen Armee, die aus verbündeten Völkern oder freien Bewohnern der Grenzprovinzen rekrutiert wurden, denen bei ehrenhafter Entlassung nach Ende ihrer Dienstzeit (sofern sie sie überlebt hatten) zumeist das römische Bürgerrecht zugesprochen bekamen. Eine schlaue Strategie, die den Römern über Jahrhunderte den Machteinfluß im römischen Weltreich sichern half. Der Ort Eining dürfte wohl erst nach dem Abzug der Römer im 6./7. Jahrhundert entstanden sein.

Das Kastell Abusina liegt abseits des »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und Donau-Radweg, während der Deutsche Limes Radweg die Anlage direkt passiert. Zum Römerkastell braucht man nur die Abusinastraße - anstatt links der Originalroute folgend - Richtung Sittling 400 Meter ortsauswärts radeln (siehe Bild unten).

Die Beschilderung an der Straßengabelung (Abusinastraße) weist auf den Linksabzweig nach Kelheim hin. Der entlang der Pfarrer-Krottenthaler-Straße parallel verlaufende Radweg führt nach 2 km zu einem weiteren Linksabzweig, an deren Kreuzung der Limes-Radweg hinzu stösst und gemeinsam mit dem Donau-Radweg nach Weltenburg verläuft. Abseits der Donau wird eine unasphaltierte Waldpassage durchfahren, worauf sich eine Nebenstraße nach Staubing anschließt. Kurz vor Weltenburg rückt die Donau wieder ins Blickfeld.
Zwei Kilometer nach Eining treffen an der Kreuzung (links Richtung Staubing) der Limes-Radweg, Donau-Radweg und der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« aufeinander und verlaufen gemeinsam nach Weltenburg. Dort verabschiedet sich Limes-Radweg, da er eine Schleife über den Keltenwall nach Kelheim einschlägt, wo sich nach 8 km am Ludwigplatz die Fernradwege wieder vereinigen.

An der Wegekreuzung bei der Ziegelei stößt der Limes-Radweg auf den »Fernradweg München-Regensburg-Prag« sowie Donau-Radweg hinzu, der von Eining eine 5 km lange Schleife über das Kastell Abusina und Sittling drehte (siehe Einschubplakette der Wegweisung).
Weltenburg - Richtungsentscheidung

Im Prinzip spricht vieles dafür, in Weltenburg von der Originalroute abzuweichen und den Weg zum Kloster einzuschlagen (links auf die Asamstraße abbiegen), denn die Benediktinerabtei, die Asamkirche und die Klosterwirtschaft mit einem der größten Biergärten in Bayern sind ein populärer Tourismusmagnet. Wegbeschreibung: in Weltenburg (KM 119) an der Kreuzung vor der römisch-katholischen Filialkirche St. Johannes links auf die parallel zur Donau verlaufenden Asamstraße abbiegen und dann 1 km zum Weltenburger Kloster (Sackgasse) radeln.
Abgesehen von der kulturhistorischen Attraktion bzw. einem Einkehrschwung gibt es einen wirklich triftigen Grund, die Orignailroute zu umfahren, d.h. den 6 km langen beschwerlicheren "Landweg" kurzerhand gegen eine bequeme Schifffahrt einzutauschen. Zum einen erspart die komfortable Flussvariante den "Heckmeck" einer anstrengenden Berg- und Talfahrt nach Kelheim. Umso mehr, wer viel Gepäck transportiert oder ein "Biobike" bewegt. Zum anderen kann man das Naturschauspiel der Weltenburger Enge (Donaudurchbruch) nirgends besser aus nächster Nähe betrachten als vom Schiffsdeck aus.
Abschalten, Staunen und Entspannen - nach vielen Radkilometern eine ideale Abwechslung, um dem geschundenen Gesäß auch mal eine wohlverdiente Erholungszeit zu vergönnen. Außerdem bekommt man während der Schiffspassage via Lautsprecher nicht nur Wissenswertes über das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge, sondern zudem auch Anekdoten sowie spannende Sagen und Bezeichnungen wie z.B. „Napoleons Koffer”, „Peter und Paul” oder der „Bienenkorb” zu hören.
"Landweg" nach Kelheim (Originalroute)

Das Foto zeigt die Verzweigungstelle in Weltenburg, wo die Arzbergstraße links von der Pater-Josef-Straße abzweigt.
In Weltenburg folgt man der Originalroute bergwärts auf der Pater-Josef-Straße und zweigt nach 600 m halblinks in die Arzbergstraße ab, worauf sich eine 4 km lange unasphaltierte Waldpassage anschließt, die am Stadtrand von Kelheim in die Alfons Simonius Straße einmündet. Dieser Streckenabschnitt enthält zwar knapp 150 Höhenmeter und 160 Tiefenmeter, führt aber nichtsdestotrotz über herrliche Waldpfade - welche auch von etlichen Wanderwege genutzt werden - nach Kelheim (Distanz bis Kelheimer Ludwigsplatz 6 km).

Foto: der Forstweg passiert in unmittelbarer Nähe zur Weltenburger Straße den Waldfriedhof Kelheim. Nach der kurzen Lichtung taucht man wieder in den Wald und erreicht auf dem abschüssigen Forstweg wenig später bei der Einmündung in die Alfons-Simonius-Straße den Stadtrand von Kelheim. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht geboten, denn kurz darauf wird links in die viel befahrene Weltenburger Straße abgebogen. Nach Überquerung des Kreisverkehrs wird die Donau auf der Maximiliansbrücke überquert, die an der ersten Ausfahrt rechts zur Innenstadt verlassen wird. Auf Höhe des Donautors (rechts in die Donaustraße abbiegen) gelangt man direkt zum Ludwigsplatz.
Kloster Weltenburg / Schifffahrt (Tourabweichung)
Schlagartig verengt sich das bislang breitere Donautal bis auf ihre Flußbreite, wo sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende tief ins Juragestein gefräst hat. Sichtbares Zeichen, dass hier die "Weltenburger Enge" - wohlgemerkt der letzte verbliebene Wildflußabschnitt der Donau in Bayern - ihren Ausgang nimmt. Da beiderseits der Ufer schroffe Felsensteilhänge emporragen, gibt es selbst zu Fuß am Donauufer entlang keine durchgängige Verbindung zwischen Weltenburg und Kelheim. Einzig Wanderwege wie z.B. die „Donauroute“ oder der „Weltenburger Höhenweg“ erlauben eine Begehung, allerdings verlaufen diese oberhalb der Felshänge, wobei die Höhenlage eine herrliche Aussicht auf dieses schützenswerte Kleinod bietet.
Drum unser Tipp: Entdecken Sie das Naturschauspiel auf die schönste Art & Weise – mit dem Schiff (inkl. Radtransport)!

Foto: gemütliche Einkehr neben der Asamstraße
Bei der Zufahrt zum Kloster Weltenburg (Asamstraße) wird eine Gierseilfähre passiert die die Anbindung nach Stausacker verschafft und vom Deutschen Limes-Radweg genutzt wird. Nach der Donauüberquerung verläuft dieser via Klostertalstraße und Klostertal-Weg Richtung Keltenwall durch den Kelheimer Forst zur Kreisstadt Kelheim (7 km / 170 hm). Am Ludwigsplatz vereinigt sich der Deutsche Limes-Radweg wieder mit dem »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und dem Donau-Radweg, bzw. nach der Altmühlüberquerung über die geschwungene Fußgänger- Radbrücke zs. mit dem Fünf-Flüsse-Radweg. Alle vier Fernradwege verlaufen dann nach Regensburg (38 km) auf gemeinsamer Wegetrasse, bevor der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« auf den Regental-Radweg abzweigt. Demnach bieten sich zwischen Weltenburg und Kelheim drei Routenalternativen:
1. Originalstrecke via Pater-Josef-Straße, Arzbergstraße und Waldpassage nach Kelheim
2. Schiffspassage Weltenburg-Kelheim
3. Limes-Radweg via Keltenwall nach Kelheim
Gierseilfähre Weltenburg - Stausacker

Bereits im Jahr 1442 führte zwischen Weltenburg und Stausacker eine Seilfähre über die Donau. Damals vergab der Weltenburger Abt Konrad die Überfahrtsrechte - allerdings nur für Fest- und Feiertage, für Wallfahrer und Besucher des Klosters Weltenburg und der Frauenbergkapelle. 1684 wurde die Überfuhr von Abt Johannes erstmals als Erbrecht verliehen. 1956 gründeten die Anliegergemeinden einen Fährverband, um den Fährbetrieb für alle Menschen aufrecht zu erhalten. Heute hingegen gehört die Fähre der Stadt Kelheim weswegen sie demzufolge durch einen Bediensteten der Stadt betrieben wird.
Das Kloster Weltenburg – eine Benediktinerabtei mit wunderschöner barocker Klosterkirche, die von den Künstlerbrüdern Asam gestaltet wurde – liegt am Beginn des Donaudurchbruchs, der von steilen Jura-Felswänden umsäumt ist. Das Naturschauspiel wurde sogar vom Ministerkomitee des Europarates mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.

Der beliebte Biergarten, wo leckere Schmankerl kredenzt werden, ist für ausgemergelte Radler bekanntermaßen das höchste der Gefühle. Im Innenhof der barocken Klosteranlage befindet sich einer der meistbesuchtesten Biergärten Bayerns, jene Örtlichkeit wo sich sich die heitere und gesellige Bayerische Lebensart am besten widerspiegelt. Immerhin ist die Klosterbrauerei Weltenburg die älteste Klosterbrauerei der Welt, wo seit anno 1050 edler Gerstensaft nach uraltem Braurezept aus benediktinischer Tradition von den Mönchen mit mineralhaltigem Juraquellwasser gebraut wird. Doch Obacht, der Promilllegehalt ist beim preisgekrönten Dunklen bzw. obergärigen Weizen nicht zu unterschätzen. So weist der Weltenburger Asam Bock, benannt nach dem barocken Maler und Baumeister Cosmas Damian Asam, deftige 6.9 % Alkoholgehalt auf. Für Radfahrer dürfte das Dunkle Radler (2.3%) - ein Biermischgetränk aus Bier und Zitronenlimonade - oder das aromatische Hefe-Weißbier Alkoholfrei (0.5%) wohl die vernünftigere Wahl darstellen. Wie gut die Mönche ihr Bierbrauer-Handwerk beherrschen belegen zahlreiche Prämierungen. So wurde das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ mehrmals mit dem „World Beer Cup“ als bestes Dunkelbier der Welt ausgezeichnet.

Panoramablick auf das Kloster Weltenburg und die Donauschlinge.
Eine erholsame Einkehr nach strapaziöser Kurbelleistung ist das i- Tüpfelchen einer jeden Radtour. Erst recht, wenn die Bedienung in stilvoller Tracht prämiertes Klosterbier und heimische Spezialitäten in einem der schönsten Biergärten Bayerns serviert. Der Klosterbesuch - vielleicht verbunden mit einer Brauereibesichtigung und schmackhaften Bierprobe im schattigen Biergarten des Innenhofs der ältesten Klosterbrauerei der Welt - ist definitiv ein unvergesslicher Höhepunkt auf dieser Strecke.
Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716–1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl (1713–1743) erbaute und überschwänglich ausgestaltete Abteikirche zählt zu den bedeutendsten des europäischen Barocks. Zugleich war es die erste Kirche, die die berühmten Asambrüder Cosmas Damian und Egid Quirian erbaut und ausgestaltet hatten. Noch heute sind die Besucher über die Architektur und den beeindruckenden Fresken überwältigt.

Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer. Nach der Aufösung wurde es 1842 durch König Ludwig I. von Bayern wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit 1913 ist Weltenburg wieder Abtei.

Beim Donaukiesstrand vor dem Kloster Weltenburg besteht eine weitere Bootsverbindung (hölzerne Zillen) zum Klostertal-Weg (Anbindung Keltenwall / Stausackerer Berg / Deutscher Limes-Radweg)

Etwa 400 Meter unterhalb des Klosters befindet sich die Schiffsanlegestelle (Personen/Radtransport). Mit der Schiffspassage werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: einerseits schippert man komfortabel durch die Weltenburger Enge und kann das Naturschauspiel des imposanten Donaudurchbruchs nach Kelheim aus nächster Nähe erleben, zumal es nicht mal zu Fuß möglich ist die unzugängliche Uferpassage zu erkunden. Das Kloster Weltenburg und die Asamkirche, gepaart mit einer geselligen Biergarteneinkehr und anschließenden Schiffspassage durch die Weltenburger Enge ist zweifelsohne ein echtes Highlight. Mehr Infos zum Nationalen Naturmonument „Weltenburger Enge“ bzw. zur Schiffspassage gibt es hier

Wer sich nach der geselligen Biergarteneinkehr im Weltenburg eine komfortable Schiffspassage durch das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge“ vergönnt schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens bleibt einem der beschwerliche 150 Höhenmeteranstieg erspart, zweitens erlebt man das Naturschauspiel an der tiefsten und engste Stelle der bayerischen Donau zwischen schroffen Jurafelsklippen aus nächster Nähe währenddessen über die Lautsprecheranlage z.B. Felsen-Namen preisgegeben werden, und drittens bekommen die Beine ihre wohlverdiente Auszeit. Ach ja, und eine Zeitersparnis gibt's oben auf, denn per Schifff dauert es donauabwärts 20 min. während die Radfahrt - je nach Tempo - samt vergossener Schweißperlen etwa - je nach Tempo - etwa 30 min. beansprucht.
Wittelsbacher Stadt Kelheim

Herrlicher Panoramablick über die Kreisstadt Kelheim im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.
Befreiungshalle
Von der Befreiungshalle genießt man eine herrliche Aussicht über die Stadt Kelheim, das Umland sowie auf den Donaudurchbruch. Allerdings ist die 2.7 km lange Anfahrt von Kelheim über die Hienheimer Straße (zweigt nach 2 km links auf die Befreiungshallestraße ab) mit einem 120 Höhenmeter-Anstieg verbunden. Ab dem Parkplatz auf dem Michelsberg führt ein breiter Gehweg zu dem Baudenkmal.

Die Befreiungshalle wurde im Andenken an die Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815 errichtet. Auftraggeber war König Ludwig I. von Bayern. Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg das spätkeltische Oppidum (befestigte, stadtartig angelegte Siedlung) Alkimoennis (vermutlich eines der größten seiner Art in Europa). Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.) zeugen von einer lang zurück reichenden Geschichte.

Gleich beim Beginn der Zufahrt zur Befreiungshalle auf dem Michelsberg - der die Donau um 126 Meter überragt - befindet sich nach einer Wirtschaft rechtsseitig eine unscheinbare Waldlichtung, von der man eine grandiose Aussicht auf die Donau hat.
Von der Alleestraße geht's rechts durch's Donautor und radelt dann auf der Donaustraße mitten ins Herz der Kreisstadt hinein zum Ludwigsplatz.
Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.
Da Kelheim ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt ist, gehören Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Kelheim liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs unterhalb des Michelsberges an der Mündung der Altmühl in die Donau. Zahlreiche Cafes und Freisitze verlocken in der Innenstadt zu einer regenerativen Pause.

Bild oben: Schleiferturm (1474–1486) in Kelheim nahe des Hafengeländes. Fälschlicherweise wird er auch als Römerturm bezeichnet da beim Bau Quader verwendet wurden die antiken Steinen ähneln, welche aus dem Bergfried des im Übrigen geschleiften Schlosses der Wittelsbacher stammen. Von der Bahnhofstraße wird links in die Donaustraße eingebogen und das Donautor (13. Jhrd.) durchquert auf dessen Nordseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.
In unmittelbarer Nähe zur Schiffsanlegestelle befindet sich das Donautor aus dem 13. Jahrhundert, das auf seiner Nordseite das erste Stadtwappen mit dem Stadttor und den bayerischen Wecken trägt und die Einfahrt in die Altstadt ermöglicht. Ab dem 15. Jahrhundert war das Donautor Sitz der Pflasterzolleinnahme, wo jedes Fuhrwerk für den Zutritt in die Stadt seinen Zoll hier bezahlen hatte. Die zwei steinernden Löwen wurden 1913 angebracht, welche aus dem ehemaligen Wittelsbacher Schloss stammen.

Bild oben: der Ludwigsplatz ist häufig Schauplatz von Festivitäten und Sportveranstaltungen wie beispielsweise das populäre Race24. Selbst die Deutschland-Tour gastierte bereits in Kelheim.
Die Donaustraße geht ab dem Ludwigplatz ansatzlos in die Altmühlstraße über. Kurz darauf wird das Altmühltor (13. Jhrd.) durchquert, auf dessen Südseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

Am Ende der Altmühlstraße befindet sich das Altmühltor, welches wie das Donautor Mitte des 13. Jh. errichtet wurde. Auf dessen Südseite ist das Kelheimer Stadtwappen abgebildet, wie es im Zeitraum von 1410 bis 1809 verwendet wurde. In seiner unteren Hälfte trägt das Wappen Rebenzweige mit blauen Weintrauben, da Kelheim im Spätmittelalter als eines der wichtigsten Anbaugebiete des Baierweins galt, bevor der Anbau aufgrund des Dreißigjährigen Krieges zum Erliegen kam.

Direkt vor der Auffahrt zur Rad- und Fußgängerbrücke zeigt ein Wegweisungsschild zahlreiche Radwegeverbindungen an. Donau-Radweg, Deutscher Limes-Radweg, Fünf-Flüsse-Radweg und der Fernradweg München-Regensburg-Prag teilen sich zwischen Kelheim und Regensburg dieselbe Wegstrecke (38 km).

Die Rad- und Fußgängerbrücke in Kelheim verbindet zahlreiche Radwege miteinander.
Von der Fußgänger- und Radlerbrücke ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg sowie die Altmühl gut zu sehen. Anfangs radelt man auf einem Flussdamm entlang des Altmühlkanals.
Der Main-Donau-Kanal bildet seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer.
Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Auf dem Main–Donau–Kanal verkehren Passagierschiffe zur Drei-Burgen Stadt Riedenburg.
Nach Kanalüberquerung verläuft die Route am linksseitigen Ufer der Altmühl bis sie wenig später in die Donau mündet.

Im Bild der Main-Donau-Kanal der seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer bildet.
Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Bild oben: Main–Donau–Kanal auf dem Passagierschiffe zur 3-Burgen Stadt Riedenburg verkehren (Radtransport möglich). Zwischen der mittelalterlichen Stadt Berching und dem Markt Beilngries verkehrt das Schiff MS „Walhalla“.
Nach der Kanalüberquerung wird für kurze Zeit entlang der Altmühl geradelt und Kurs auf das Etappen-Endziel Regensburg genommen.

Man muss wirklich hoch konzentriert sein und schon sehr genau hinsehen, um kurz vor Kelheimwinzer den Mündungspunkt der Altmühl in die Donau nicht zu übersehen. Dem Zufall sei Dank: obiger Schnappschuß konnte just jenen Augenblick einfangen, als zufällig ein Passagierschiff auf der Donau ins Bild fuhr. Zur Erläuterung: die Donau ist erst ab dem Kelheimer Hafen Richtung Regensburg schiffbar - flussaufwärts nach Weltenburg bedarf es hingegen eine Sondergenehmigung. Bis zur nächsten Donauüberquerung in Poikam wird linksseitig der Donau geradelt.

Besonders an Schönwetter-Wochenenden bzw. in den Sommerschulferien herrscht auf dem Donau-Radweg zwischen Kelheim und Regensburg reger Radausflugsverkehr.

Entlang der Donau-Auen sind am gegenüberliegenden Ufer wuchtige Felsformationen zu sehen.Die Donau - umsäumt von mondänen Jurafelsen - bietet eine herrliche Landschaftskulisse. Rückblick: Die Donau zählt zu den ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren aller Art die meist noch mit Flößen auf dem Fluss transportiert wurden. Die Schifffahrt reicht sogar bis in die Römerzeit zurück.

Vom fein geschotterten Kiesweg mündet man in die Straße nach Kapflberg ein. Der Ortsname Kapfelberg leitet sich von "herausragender Berg" ab, da die pittoreske Lage - auf einer Anhöhe über der Donau im Mittelalter ideale Voraussetzungen zur Anlage einer Befestigung bot.
Die Geschichte des Ortes Kapfelberg ist untrennbar mit dem Abbau von Steinen, der bis zur Römerzeit zurück reicht verbunden. Aus dem sogeanannten „Römerbruch“ wurden seit dem 1. / 2. Jahrhundert n. Chr. bis 1831 sowohl Kalk- als auch Grünsandstein-Hausteine aus dem Boden gefördert. Der „Kapfelberger Stein“ wurde auf dem Wasserweg nach Regensburg zum Bau des Römerlagers Castra Regina, sowie zum Bau der Steinernen Brücke in der Zeit von 1135 bis 1146 und des Doms zu Regensburg sowie weiter nach Passau bzw. Wien zum Bau des Stephansdoms verwendet.

Der Donau-Radweg zweigt in Poikam gemeinsam mit dem Deutschen Limes-Radweg und Fernradweg München-Regensburg-Prag rechts ab und führt danach über das Donauwehr weiter nach Bad Abbach.
Bad Abbach
Die Marktgemeinde und Kurort Bad Abbach im Landkreis Kelhheim hat 12.545 Einwohner (31. Dez. 2024). Im Flurstück Ziegelfeld befand sich in der Römerzeit von ca. 180 n. Chr. bis zur Spätantike die Legio III Italica (Militärziegelei).
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ausgrabungsareal eines römischen Gutshofes (Villa Rustica) mit Herrenhaus, Nebengebäuden und Badeanlage die wohl aus der mittleren römischen Kaiserzeit stammen. Die Grundmauern wurden bei Ausgrabungen in den Achziger Jahren entdeckt.

Am Ortsausgang von Bad Abbach wird die Charbonnières-les-Bains-Brücke passiert, die für Radfahrer eine wichtige Achsenverbindung herstellt.
Auf der Charbonnières-les-Bains-Brücke, die seit ihrer Erbauung 1988 den Namen der französischen Partnergemeinde von Bad Abbach trägt, genießt man eine schöne Aussicht. So stechen die Wahrzeichen des Kurortes Bad Abbach, die auf dem Schlossberg im neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche St. Nikolaus sowie der aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Heinrichsturm ins Auge.

Die Römer lassen grüßen, denn die Kaiser-Therme - ein Schwefel-Moorbad samt großzügiger Saunalandschaft - lockt zu einer Entspannungs-Auszeit. Man kann es unseren Vorfahren gleichtun, denn bereits vor 2000 Jahren entdeckten die Kelten und die Römer die heilsame Kraft des Schwefelwassers.
Möchte man Oberndorf verkehrsfrei umfahren, kann am Ortsbeginn links auf den geschotterten Donaudamm abzweigen. Am Ortsende von Oberndorf setzt sich der Radweg nach Matting fort.

Foto: Kurz hinter Oberndorf setzt sich linksseitig der Straße ein verkehrsfreier Radweg nach Matting fort. Am oberen rechten Bildrand ist das Landkreisschild Regensburg zu sehen. Die Stelle markiert den geographischen Schnittpunkt der Landkreisgrenze Kelheim / Regensburg als auch die Bezirksgrenze von Niederbayern und der Oberpfalz.

In Matting gibt es einen feinsandigen Donaustrand.
Matting steht bei Genuss- und Familienradler aus der Peripherie von Regensburg ganz hoch im Kurs. Zum einen weil die Strecke entlang der Donau flach ist, zum anderen säumen Traditionsbiergärten den Wegesrand. Dazu ermöglicht die Gierseilfähre einen Uferwechsel, wo ein Schotterweg nach Sinzing bzw. via Sinzinger Eisenbahnbrücke wieder auf den Donau-Radweg führt.

Viele Radfahrer nutzen die Fähre um über Lohstadt / Bad Abbach bzw. Sinzing / Regensburg eine abwechslungsreiche Rundtour in herrlicher Naturlandschaft zu unternehmen.

Ab der Donaufähre-Anlegestelle radelt man einige hundert Meter auf der Dorftraße "An der Donau". Auch wenn so gut wie kein Autoverkehr herrscht ist dennoch Vorsicht geboten.
Im Regensburger Ortsteil Prüfening wird die Sinzinger Eisenbahnbrücke unterquert. Die vorstädtische Bebauung zeigt die Stadtgrenze von Regensburg an.
Abzweigepunkt nach Sinzing zum Startpunkt des Schwarze Laber Radweg (95 km nach Neumarkt i.d.Opf.).
Vorbei an der Fähre Prüfening dass wobei der Radweg großflächige Parkanlagen quert und den Westbadweiher passiert.

Die Vielzahl der Radweg-Hinweiser deutet unverkennbar darauf hin, welch bedeutsame Radwege-Drehscheibe dieser Streckenpunkt unweit der Eisenbahnbrücke Großprüfening vor den Toren Regensburgs wiederspiegelt.
Donau-Radweg
In Deutschland ist der Donau-Radweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, deren eingehängtes Zusatzschild (sog. Einschubplakette) an den Hauptwegweisern den Routenverlauf zwischen Donaueschingen und der Landesgrenze Österreich beim Kraftwerk Jochenstein kennzeichnet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau 589 km bzw. bis zur Landesgrenze Österreich beim Kraftwerk Jochenstein 613 km, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.
Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute glänzt mit anhaltend hohen Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen (seit Jahren in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland platziert).
Informationsschautafeln des Radfernweges Via Danubia erinnern an die römische Geschichte und Kultur, deren Zeugnisse unterwegs auf dem Donau-Radweg auftauchen (von lat. via – „Weg“; Danubius – „Donau“, nach der männlichen Flussgottheit Danuvius). Der "Via Danubia-Radweg" (Römerschätze, historische Denkmäler, archäologische Zeugnisse) beginnt im Kurort Bad Gögging und führt über Regensburg (52 km) nach Passau (164 km).
Eine weitere Schautafel informiert über den rund 310 km langen Fünf-Flüsse-Radweg, deren Rundtour den Bayerischen Jura mit den Landkreisen Regensburg, Neumarkt i.d.OPf., Amberg und Schwandorf sowie das Nürnberger Land (Landkreis Feucht) durchquert.
Mit jeder Kurbelumdrehung kommt man der Stadt näher. In dem naturnahen Grüngürtel befindet sich der weitläufige Donau-Park. Der Donaupark - mitunter auch Westpark genannt - befindet sich im Westenviertel von Regensburg und ist mit 65 Hektar die größte Parkanlage der Stadt. In Folge reihen sich zahlreiche Spielplätze, Skateanlagen, Sportanlagen (zwei Ruder-Clubs, Tennisplätze) und sandige Badebuchten entlang der Donau auf. Überdies säumen mehrere Kunstobjekte diesen Streckenabschnitt. Die Grünanlage ist das größte innerstädtische Naherholungsgebiet Regensburgs.

Der Donau-Radweg fungiert für Ausflügler wie für Fernradler als Ein- oder Ausfallstor zur/von der Domstadt. Ab der Schillerwiese steht eine stark verbreiterte Fahrbahn zur Verfügung was jedoch angesichts der hohen Dichte an dem "Freizeitverkehr" auch nötig ist.
Im Folgeverlauf wird der Baggersee sowie »das Stadtwerk.Westbad« passiert. Der Regensburger Baggersee nahe der Westheimsiedlung im Westenviertel - mitunter auch Baggerweiher oder Westbadweiher genannt - ist der größte See (Grundwassersee) innerhalb des Stadtgebiets.
Die Schillerwiese ist eine Parkanlage entlang der Donau im Westenviertel innerhalb des Stadtgebiets von Regensburg. Sie liegt im Donaubogen am nördlichsten Punkt der Donau auf einer Höhe von ca. 335 m ü. NN. und zieht sich über mehre Kilometer hin. Der langgezogene Naherholungsbereich ist bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Radfahrerdichte in diesem Abschnitt. Einerseits tummeln sich Naherholungssuchende, Freizeitsportler und Ausflügler hier, andererseits dient der Donau-Radweg Fern- Transit- und Tourenradlern sowohl vom Stadtosten als auch von Westen her als ausgeschilderte Hauptachse durch das pulsierende Altstadtherz.

Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml 2015 einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Beide Objekte stehen in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante die »Ratisbona-Panoramatour« verläuft.
Blickt man ans gegenüberliegende Donauufer, ist die Statue des Heiligen St. Nikolaus zu erkennen, welche beim Ortsteil Winzer an der B 8 die nördlichste Stelle der Donau markiert.
Regensburg - Zweifache UNESCO Welterbestadt
Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, gilt Regensburg heute deutschlandweit als am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. Seit 2006 ist Regensburg mit 'Altstadt und Stadtamhof' UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2021 kam mit dem Donaulimes - UNESCO-Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" - ein zweiter renommierter Titel hinzu, was die außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung der Stadt belegt. Tatsächlich können sich nur wenige Städte weltweit gleich mit zwei UNESCO-Welterbetiteln schmücken.
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Regensburg, einziger Legionsstandort der römischen Provinz Raetien mit dem Namen Castra Regina („Lager am Regen“) war einst das Hauptquartier der Legio III Italica. Das Legionslager des größten Garnisonsstandorts in Raetien wurde 179 n. Chr. im Auftrag von Kaiser Marc Aurel errichtet, worauf die Gründung der Stadt basiert.

Das älteste noch erhalten gebliebene römische Bauwerk Regensburgs ist die Porta Praetoria. Im Bild ist eine nachgebildete Inschrift zu sehen, die sich an der Außenmauer des ehemaligen Nordtors (Unter den Schwibbögen) befindet und auf das Gründungsdatum von Regensburg hinweist. Eine originale Inschrift aus der römischen Zeit, die das Kastell Castra Regina nachweislich bezeugt, stammt indes vom Osttor (Porta principalis dextra) die heute im Historischen Museum ausgestellt ist. Interessante Erkenntnis: die Donaustadt war in antiker Zeit ein Legionslager mit einer angrenzenden Zivilsiedlung. In der Spätantike schrumpfte die Lagerbesatzung, sodass die Zivilbevölkerung hinter schützenden Mauern genügend Platz fand. Es entstand eine befestigte Siedlung, währenddessen die ungeschützte Zivilsiedlung außerhalb den Toren der Stadt unterging. Somit ist das mittelalterliche Regensburg nicht aus der Zivilsiedlung sondern vielmehr aus dem Legionslager hervorgegangen.
Heute zieht die sehenswerte Stadt scharenweise Touristen aus aller Welt in den Bann, was die hohe Übernachtungsquote eindrucksvoll belegt. Demnach verzeichnete Regensburg 2024 mit 1,365 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Die Altstadt - deren Fußgängerzonen für den Radverkehr weitestgehend geöffnet sind - ist von historischen Bauwerken geprägt. Die Altstadt strotzt nur so von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern und wuchtigen Geschlechtertürmen. Dazu die Wahrzeichen der Stadt: der gotische Dom St. Peter und die Steinerne Brücke, die jeden Besucher ins Staunen versetzen mag. Dank der Monumentalbauten sowie ca. 1.000 denkmalgeschützten Gebäuden wurde das Ensemble 'Altstadt Regensburg mit Stadtamhof' am 13. Juli 2006 als Welterbestätte aufgenommen. Auch wenn die Spuren der römerzeitlichen Bebauung zumeist unter der Erde liegen, blieben teils restaurierte Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers sowie das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - der Nachwelt im guten Zustand erhalten. Ein Streifzug durch die 2.000- jährige Geschichte Regensburgs durch verwinkelte und geheimnisvolle Gassen versprüht eine besondere Aura, deren einzigartiger Charme unheimlich anziehend wirkt.

Der verkehrsfreie Radweg endet an der Einmündung in die Holzländestraße, die zwischenzeitlich zur Fahrradstraße umgewidmet wurde.
Der Donau-Radweg ist im Stadtbereich keine durchgängig verkehrsbefreite Radroute. Ab der Holzländestraße (hier endet die verkehrsfreie Trassenführung des Donau-Radwegs) → Am Weinmarkt → Keplerstraße → Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → zur Steinernen Brücke ist wegen des Straßenverkehrs erhöhte Vorsicht geboten.
Am Ende der Holzländestraße endet zugleich die Fahrradstraße. Verkehr vom Weißgerbergraben (rechts) bzw. entgegen kommender Abbiegeverkehr" sind vorfahrtsberechtigt. Nachdem die Altstadt an der Steinernen Brücke erreicht ist, heißt es wehmütig vom »Limes-Radweg« Abschied nehmen.
Bezogen auf die Schnittstelle am Museum der Bayerischen Geschichte / Eiserne Brücke beträgt die Entfernung nach Donaueschingen 441 km bzw. zur Landesgrenze (Wasserkraftwerk Jochenstein) 172 km.


