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Eckdaten

  • Ausgangspunkt Neumarkt i.d.OPf. (Bahnhofsvorplatz)
  • Region Bayerischer Jura (Landkreis NM / Landkreis R)
  • Streckenlänge: 85 km (teilweise unasphaltierte Forstwege)
  • Fahrtrichtung Sinzing: 547 Höhenmeter / 647 Tiefenmeter  
  • Fahrtrichtung Neumarkt i.d.Opf.: 647 Höhenmeter / 547 Tiefenmeter  
  • Höchster Streckenpunkt 575 m (KM 10.5, Pfeffertshofen)
  • Tiefster Streckenpunkt 330 m (KM 85, Sinzing, Donaumündung)
  • Nennenswerte Anstiege: KM 4.7 - KM 10.5 (Pfeffertshofener Berg, 170 hm); KM 43 - KM 45 (70 hm) nach Hardt 
  • Beschaffenheit: 40 % Feld-, Wald- und Wiesenwege, 60 % Asphalt

  • Fahrzeitprognose: rund 6 Stunden, exklusive Pausen, Besichtigungen, Abstecher
  • Übernachtungsorte: Lengenfeld (KM 24.1), Velburg (KM 27.1), Parsberg (KM 37.5), Beratzhausen (KM 51)
  • E-Bike-Ladestationen: Neumarkt, Rathausplatz 1; Sinzing, Fährenweg 4 (Rathaus)
  • Bahnhof Neumarkt i.d.OPf. bis Laberquelle in Laaber 12 km (Beginn der Flusslandschaft der Schwarzen Laber) 
  • Zielpunkt Sinzing bis Regensburg  HBF 10 km

Fahrzeitprognose

Wer den Schwarze Laber Radweg befährt ist gut beraten genügend Zeit dafür einzuplanen. Je nach Kondition und Informationsdurst sind bei gemütlicher Fahrweise als reine Fahrzeit etwa 6 Stunden anzusetzen, woraus sich mit Pausenstopps eine vollwertige Tagesetappe ergibt. Möchte man sich der vom weißen Kalkstein geprägten Landschaft - wo sich einst das Jurameer befand - ausgiebig widmen, innere Ruhe finden und sich mit der ereignisreichen Geschichte dieser Region näher beschäftigen (zahlreiche Schautafeln geben Auskunft) sollte eine Zweitages-Etappe in Betracht ziehen. Als Übernachtungsorte bieten sich Lengenfeld (KM 24.1), Velburg (KM 27.1), Parsberg (KM 37.5), Beratzhausen (KM 51) an. Ab Sinzing füht eine Verbindungsstrecke (teils auf dem Donau-Radweg) in die Stadtmitte von Regensburg (10 Kilometer), wodurch sich die Gesamtstrecke auf 95 km erhöht und die Fahrzeit entsprechend verlängert.

Radgattung

Da sich insbesondere im Bereich zwischen Lupburg und Laaber einige naturbelassene Abschnitte befinden und dort die Route teils über schmälere Wald- oder Wiesenwege führt, empfiehlt sich für die Befahrung des Schwarze Laber Radwegs ein robustes Trekkingrad, Cross- oder Mountainbike mit durchschlagsfester Bereifung. 

Wegweisung

Wer kein satellitengesteuertes Navigationsgerät oder eine entsprechende Smartphone- App besitzt, kann sich auf das durchgängige Beschilderungssystem in beiden Fahrtrichtungen verlassen. Einheitlich weiß-grüne Wegweiser - teils mit Entfernungsangaben verhindern Orientierungsprobleme. Zur Unterstützung der Wegeführung befinden sich in regelmäßigen Abständen bzw. an unübersichtlichen Kreuzungsbereiche "Blaue Lesesteine", die sich als "Blaues Band" am Flussufer von der Quelle in Laber bis zur Mündung in die Donau in Sinzing schlängeln. 

Insbesondere an unübersichtlichen Kreuzungspunkten erleichtern die blau eingefärbten, ca. 60 cm bis 90 cm großen Dolomitsteine das Erkennen des Wegeverlaufs. 

Hinweise

Der Rad-Wander-Weg durchs Tal der Schwarzen Laber wurde von den Initiatoren sowohl für Radfahrer als auch für Wanderer ausgewiesen. Dies erfordert zwangsläufig gegenseitige Rücksichtnahme, damit sich alle Naturnutzer gleichermaßen erholen und sich an der wunderschönen Natur erfreuen können. 

Im Tal der Schwarzen Laber findet sich eine einzigartige Flora und Fauna mit vielen seltenen Pflanzen und Schutzbereichen. Deshalb ist von "Querfeldeinfahrten" bzw.  das Betreten ausgewiesener Schutzbereiche und sensibler Naturzonen abzusehen. 

Landwirtschaftliche Flächen werden bewirtschaftet und gepflegt – eine äußerst wichtige Grundlage für das Ökosystem. Es gehört zur Selbstverständlichkeit, seinen Müll (auch Zigarettenkippen) nicht achtlos wegzuwerfen, sondern mitzunehmen oder diesen in aufgestellten Abfallbehältern zu entsorgen. Generell gilt der Grundsatz: Hinterlasse die Natur so, wie du sie selbst gerne vorfinden möchtest. 

Offenes Feuer bzw. Rauchen ist im Wald von März bis Oktober grundsätzlich verboten!

Gastronomie

Bei aller Ursprünglichkeit, Beschaulichkeit und Abgeschiedenheit brauchen Radtouristen auf Speis & Trank entlang des Weges nicht verzichten, d.h. wer hungrig vom Radeln ist, muss auf dieser Tour nicht darben. Egal ob die Wahl auf deftige bayerische "Hausmannskost", typische Fleischdelikatessen, vitaminreiche Salate oder kohlenhydrathaltige Nudelgerichte fällt, können geleerte Akkus regelmäßig mit frischer, gesunder Kost aufgeladen werden. Im Tal der Schwarzen Laber verwöhnen freundliche Gastgeber mit regionalen Spezialitäten wie z.B. dem Juradistl-Lamm hungrige und durstige Ausflügler. Das Altmühltaler Lamm ist weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und begehrt. Kulinarische Kostbarkeiten bekommt man in folgenden Ortschaften kredenzt: Neumarkt i.d.OPf., Pilsach, Pfeffertshofen, Oberwieenacker, Lengenfeld, Velburg, Parsberg, Lupburg, Beratzhausen, Laaber, Deuerling, Undorf, Eichofen, Bruckdorf und Sinzing. Ebenso bekommt man an  einigen Mühlenstandorte in idyllischer Flusslandschaft gastronomische Genüsse gereicht.

Wie das so ist in Bayern fließt im Tal der Schwarzen Laber nicht nur Wasser, sondern auch edles Bier. Es ist beileibe kein großes Geheimnis, dass in keinem anderen Bundesland die Treue der Biertrinker zu den einheimischen Bieren so groß ist wie in Bayern. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier liegt in Bayern mit 130-135 Litern oberhalb des Bundesdurchschnitts, der 2014 bei 106,9 Litern lag. In Sachen Bayerisches "Volksgetränk" dürften Radler im Tal der Schwarzen Laber ohnehin auf den Geschmack kommen, weil Privatbrauereien mit teils jahrhundertalter Brautradition hier beheimatet sind und mitunter preisgekrönte Biere von Weltruhm hervorbringen.

Streckencharakteristik

Der Großteil des Radwanderweges durchs Tal der Schwarzen Laber verläuft auf Rad- und Fußwegen bzw. über nicht öffentliche, gut befestigte Wirtschaftswege und teilweise verkehrsarme Gemeindeverbindungsstraßen. Der Schwarze Laber Radweg lässt sich auf den gröberen geschotterten Teilabschnitten und naturbelassenen Wegen am besten mit geländetauglichen Rädern bewältigen. Auf den Wirtschaftwegen ist zu jeder Zeit mit land- und forstwirtschaftlichem Verkehr zu rechnen. Da sich die Streckenführung bis auf die Ausnahmen am Pfeffertshofener Berg und zwischen Hardt und Beratzhausen überwiegend am Flusslauf orientiert, sind die meisten Abschnitte flach und einfach zu befahren.

Natur pur - Kulturlandschaft mit seltenem Pflanzenwuchs

Dem mäandernden Flusslauf folgend bietet das Tal der Schwarzen Laber zwischen der Pfalzgrafenstadt Neumarkt und Sinzing nahe der Welterbestadt Regensburg eine grandiose Naturkulisse. Saftgrüne Wiesen, sauerstoffreiche Wälder, markante Felsformationen des Bayrischen Jura, farbenprächtige Blütenmeere, geheimnisvolle Moore, artenreiche Wacholderheiden und prachtvolle Orchideen - unberührte Wald- und Hügellandschaften so weit das Auge reicht. Der Schwarze Laber Radweg durchquert auf seiner 85 km langen Wegstrecke ein intaktes Ökosystem aus einzigartiger Flora und Fauna. Den Radfahrer erwarten sprudelnde Quellen, Bäche umsäumt von saftigen Wiesen und imposante Jurafelsen entlang steil aufragender Talhänge. Das Tal der Schwarzen Laber wird von einer ökologischen Seltenheit geprägt, da trockene wie feuchte Lebensräume direkt aneinander grenzen. Dadurch ändert sich auf engstem Raum eine wahre Fülle unterschiedlichster Pflanzen und Tiere. Blühende Talwiesen sowie die Hanglagen halten ein reiches Nahrungsangebot für Insekten, Vögel und viele andere Tiere bereit. 

Die abgeschiedene Naturlandschaft regt immer wieder zum Innehalten an, was die Tiefsinnigkeit fördert und die Genusstour unvergesslich macht. Abschalten, entschleunigende Momente genießen und die Seele baumeln lassen - dies fällt in dieser Naturregion alles andere als schwer. Die Grüne Lunge der ländlich geprägten Landschaft im Tal der Schwarzen Laber ist zum Radfahren wie geschaffen, weil die Ruhe und Beschaulichkeit die Sinne schärft und demzufolge das körperliche und seelische Wohlbefinden stärkt.

Als natürliches Rückzugsrefugium bietet die Landschaft als Weideland Lebensraum für grasende Schafherden. Die Schafzucht wird nach uralter Tradition betrieben, durch die der Artenreichtum im Gleichgewicht gehalten wird. Jede Kurbelumdrehung genießt man fern jedlicher Hektik die Ruhe in einer herrlichen Landschaft. Kurzum: von der liebevoll gepflegten Kulturlandschaft in der die Tier- und Pflanzenwelt prächtig gedeiht, profitiert gleichermaßen auch der Mensch davon. 

Radeln mit Fein- und Spürsinn, was sich ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele auswirkt erlebt man auf der Route auf Schritt und Tritt. Sind die Sinne auf Empfang geschaltet, verschmilzt die Kurbelarbeit mit der Naturimpression zu einem energetischen Ganzen, was Inspirationen Tür und Tor öffnet. Genau das gelingt auf dem Schwarze Laber Radweg wunderbar. Idyllische Mühlen, romantische Kirchen, Burgruinen und nicht zuletzt freundliche Gastgeber werten das Tourerlebnis auf. 

Im 19. Jhd. machten sich Einheimische die Wasserkraft des Fließgefälles (190 hm) der Schwarzen Laber zu nutze, indem Wasserräder zahlreiche Pulver-, Hammer-, Papier-, Farb- und Glasschleifmühlen, Hammer- und Sägewerke antrieben. Erst nachdem die Dampfmaschine ihren Siegeszug antrat, büssten sie ihre wirtschaftliche Bedeutung ein. Waren die Mühlen im Mittelalter noch Eigentum von Kirche oder Feudalherren, gingen sie später meist in Privatbesitz über, dessen Eigner heute mit deren Turbinen elektrischen Strom erzeugen.

Badeplätze

Ein erfrischendes Bad im kühlen Nass bieten sowohl Badestellen an der Schwarzen Laber als auch ein Naturbadesee, Frei- und Hallenbad an.  

  • Velburg: Naturfreibad Altenveldorf (Speisung des Sees durch Quellwasser) 
  • Parsberg: Wellen-Freibad Jura Mare (4 Becken, 3000 m² Wasserfläche) + Hallenbad Parsberg
  • Beratzhausen: Terrassenfreibad 
  • Laber: Badeplatz an der Laber
  • Sinzing: Badeplatz an der Donau
  • Regensburg: Badeplatz Schillerwiese neben dem Donau-Radweg (nördlichster Punkt der Donau) + schräg gegenüber Westbad

Wussten sie, dass die Oberpfalz die burgenreichste Region Deutschlands ist? Nein, dann erfahren Sie es auf dieser Tour sprichwörtlich auf Schritt und Tritt. Sie passieren romantische (Wallfahrts-) Kirchen, Burgruinen, Hammerwerke und idyllische Mühlen von denen sogar heute noch einige in Betrieb sind. Die meisten Burganlagen wurden zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert in so genannten „sturmfreien Lagen“ auf exponierten, schwer zugänglichen Felskuppen erbaut. Die historischen Bauwerke legen ein beeindruckendes Zeugnis ereignisreicher Epochen ab.

 Burgen in der Oberpfalz

Die Oberpfalz gilt als burgenreichste Region Deutschlands. Fast alle Burganlagen wurden zwischen dem 10. und 13. Jhrd. auf sogeannten "sturmfreien Lagen" wie Bergzungen oder Felskuppen errichtet. Sie diente als Herrschaftssitz und gewährten ihren Bewohnern Schutz vor feindseligen Angriffen. Über die Jahrhunderte mit ihrer wechselvollen Geschichte entstanden im Bayerischen Jura zahllose Burgen und Schlösser, von denen ein Teil noch gut erhalten ist. Andere hingegen fielen dagegen Kriegen oder dem Zahn der Zeit zum Opfer. Die Bauwerke - errichtet von den Kelten, Salier, Staufer und Wittelsbacher - hinterließen Zeugnisse einstiger Macht im Bayerischen Jura. Schätzungen zur Folge geht man im 14. Jhrd.  allein in der Oberpfalz von etwa 625 Burgen aus. www.burgenseite.de

  • Wasserschloss Pilsach
  • Burg Velburg (Burgruine liegt auf dem Schloss- bzw. Burgberg in 621 m Höhe)
  • Burg/Schloss Parsberg (erstmals 1205 urkundlich erwähnt)
  • Burg Lupburg
  • Burgruine Ehrenfels (Beratzhausen)
  • Burgruine Laaber
  • Burgruine Loch 

Neben Burgen bzw. Burgruinen befindet sich Im Tal der Schwarzen Laber ebenso eine stolze Anzahl an Kirchenbauten sowie bedeutsame Wallfahrtskirchen und Klöster- (reste). 

Bei der Tour durch das Tal der Schwarzen Laber sollte man vor allem eines mitbringen: genügend Zeit, um sich von den bunten Blütenmeere in den Talwiesen, geheimnisvollen Moore und sonnigen Talhängen mit ihrem artenreichen Magerrasen verzaubern zu lassen. Die Vegetation mit ihren Wacholderbüschen, Silberdisteln und Orchideen lassen das Herz eines jeden Naturliebhabers höher schlagen. Umrahmt von imposanten Felsformationen - Charaktermerkmal des Bayerischen Jura - bietet die Natur ein beeindruckendes Schauspiel. Als natürliches, nahezu unberührtes Flusstal windet sich die Schwarze Laber entlang der felsenreichen Jurahänge.

Neben der juratypischen Landschaft bietet das Tal der Schwarzen Laber auch im Bereich von Kunst und Kultur allerlei Sehenswertes wie z.B. das 1200 m² große Burgmuseum in Parsberg. Im Ortszentrum Beratzhausen entstanden entlang der Schwarzen Laber in mehreren Bildhauersymposien zahlreiche Steinskulpturen die zum Verweilen, Betrachten und Meditieren einladen.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Schwarze Laber Radweg


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

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Der Oberpfälzer ist für seinen kreativen Einfallsreichtum bekannt. So erfährt der Naturliebhaber an künstlerisch gestalteten Informationspavillons allerhand Wissenswertes zum Leitthema „Fluss – Tal der Schwarzen Laber“. Entfernt man sich vom Flusslauf oder „betritt“ das Schwarze Labertal signalisieren ansprechend gestaltete Informationstore den symbolischen Übertritt ins Naturparadies.

Die Schwarze Laber

Der Name <Laber> geht möglicherweise auf das alte Wort "Labera" zurück, was soviel wie frisches sprudelndes Wasser bedeutet. Es kann aber auch sein, dass es sich wegen der langsamen Strömung des Gewässers auf bairisch "lap" (träge, langsam, faul) bezieht. Das Beiwort "schwarz" bekam die Laber wegen ihrem geringen Gefälle, das sie meist sehr langsam fließen lässt und ihr Wasser deswegen dunkel erscheint. 

Die Schwarze Laber entspringt nordöstlich von Neumarkt in der Oberpfalz in Laaber (Ortsteil von Pilsach) an der Europäischen Hauptwasserscheide, aus einer Karstquelle (Quellhöhe 524 m.ü.NN.) und mündet nach 67 km (Höhenunterschied 191 m) in Sinzing als linker Zufluss in die Donau (Mündungshöhe 333 m.ü.NN.). Das Quellwasser hat ganzjährig eine gleichbleibende Temperatur von 8 bis 10 °C. 

Schafherden weiden auf unbehandelten Naturschutzflächen still und friedlich dahin. Die Marke „Juradistl“ garantiert eine artgerechte, regionale und umweltverträgliche Form der Fleischerzeugung im Oberpfälzer Jura. Juradistl ist im Rahmen der Bayerischen Biodiversitätsstrategie ein Naturschutzgroßprojekt, zu dem der Aufbau eines Biotopverbundes, engagierte Umweltbildung sowie die Partnerschaft mit Landwirten, Metzgern, Gastronomen etc. in der Region gehören. Alle tragen dazu bei, durch Beweidung und Bewirtschaftung ihre Produkte wie den Lebensraum vieler Arten zu erhalten. Die Philosophie "Schützen durch Nützen"  steht für Naturschutz, den man tatsächlich schmecken, riechen und erleben kann.  Das Juradistl-Projekt-Gebiet umfasst einen Naturraum von rund 170.000 ha und erstreckt sich von der Mittleren Frankenalb über weite Teile des Oberpfälzer Jura in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf., Regensburg und Schwandorf. Es ist geprägt von tief eingeschnittenen Tälern der Naab, Vils, Lauterach und Schwarzer Laber, sowie deren markante Talhänge der Kuppenalb mit seinen landschaftsbildprägenden Dolomitkuppen.    

Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“

Der Schwarze Laber-Radweg verläuft durch das größte Naturschutzprojekt der Oberpfalz, dem Projekt „Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“. Träger des Naturschutzgroßprojekts sind die vier Landschaftspflegeverbände Amberg- Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf., Schwandorf, Regensburg) gemeinsam mit der Regierung der Oberpfalz.

Ziel ist der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Oberpfälzer Jura. Die uralte Kulturlandschaft des Schwarzen Laber Tals entstand aus jahrhundertelanger Nutzung durch den Menschen. Auch heute gilt es, die Talwiesen zu mähen bzw. die Talhänge zu beweiden, damit der Artenreichtum und das unverwechselbare Landschaftsbild weiterhin erhalten bleiben. Extensive Landbewirtschaftung bedeutet auch, die feuchten Wiesen im Talgrund nicht öfter als zwei Mal im Jahr zu mähen. Dadurch erhalten Wiesenkräuter wie z.B. die Sumpfdotterblume genügend Zeit zur Blüte zu kommen. Im landschaftlichen Kontrast prägen trockene, südliche Sonnenhänge mit ihren imposanten Kalkfelsen das Tal der Schwarzen Laber. Sie sind wiederum Lebensraum für hunderte von „Trockenspezialisten“ unter den Pflanzen und Tieren, wie z.B. Küchenschelle, Silberdistel oder der Flockenblumen-Scheckenfalter. Um den Kreislauf der Natur aufrecht zu erhalten, ist die regelmäßige Schafbeweidung entscheidend, weil ansonst die Talhänge zuwachsen würden. 

 Passend zur Schafzucht gibt es die 150 km lange „Juradistl-Tour“ (Rundtour) die entlang von Naab und Vils, Lauterach, Schwarzer Laber und Forellenbach auf geteerten oder gut befestigten Wegen verläuft. Insgesamt acht Juradistel-Erlebnisstationen liegen an der Route nahe Kastl und Schmidmühlen, in Hohenfels, am Habsberg, in Burglengenfeld, Premberg, Kallmünz und Pielenhofen. Einblicke, Durchblicke und Ausblicke – jede Station lädt zu neuen Erfahrungen rund um das Thema Natur, Kultur und Landschaftspflege ein. Von den Südhängen mit ihrem bunten Blütenteppich geht von Frühsommer bis Spätherbst eine magische Wirkung aus, welche eine Vielzahl von Schmetterlingen, Heuhüpfern und Käfern anzieht.

Das Thema "Bier" spielt beim Schwarze Laber Radweg eine besonders wichtige Rolle. Wer gerne mit einem guten Gerstensaft seinen Durst löscht, bekommt zu deftigen bayerischen Brotzeiten bzw. leckeren Speisen traditionelle Biersorten von ortsansässigen Privatbrauereien geboten, So brauen  z.B. nach altbewährten Rezepten die Poschenrieder Mühle in Bruckdorf, die Brauerei Goss in Deuerling oder die Brauerei Plank in Laaber noch selbst. Darunter befinden sich sogar einige preisgekrönte Biere. 

Fernradwege-Anbindung in Neumarkt i.d.Opf.

  • Fünf-Flüsse-Radweg (Richtung Beilngries/Nürnberg)
  • Fränkischer WasserRadweg 
  • Juradistl-Tour

 Wem der 310 Kilometer lange Fünf-Flüsse-Radweg zu weit ist, oder eine neue Variante kennenlernen möchte, kombiniert den Fernradweg mit dem "Schwarze Laber-Radweg". Die kürzere Rundtour führt von Regensburg via Beilngries und Alter Ludwigskanal nach Neumarkt, wo in den Schwarzen Laber Radweg eingestiegen wird und seinem ursprünglichen Ausgangspunkt wieder entgegen strebt.

Fernradwege-Anbindung in Regensburg

  • Fünf-Flüsse-Radweg: Richtung Kelheim-Dietfurt-Beilngries / Kallmünz-Schmidmühlen-Amberg-Nürnberg
  • Donau-Radweg - Richtung Ingolstadt-Ulm / Deggendorf-Passau-Wien
  • Regental-Radweg: Bayerisch Eisenstein
  • Naabtal-Radweg: Kallmünz-Schwandorf-Luhe-Wildenau

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Ergänzend zum regulären Linienverkehr bieten die regionalen Verkehrsverbunde RVV und VGN mit Freizeit- und Buslinien Alternativen einzelne Orte im Tal der Schwarzen Laber zu erreichen. Auf der Bahnstrecke Nürnberg – Neumarkt – Regensburg werden fast im Stundentakt folgende Bahnhöfe im Tal der Schwarzen Laber angefahren: Neumarkt, Batzhausen, Seubersdorf, Parsberg, Mausheim, Beratzhausen, Laaber, Deuerling, Undorf, Etterzhausen und Regensburg-Prüfening und Regensburg Hbf. Die Zugverbindung eröffnet variantenreiche Kombinationen. 

Sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei Agilis ist die Mitnahme von Fahrrädern möglich (extra Fahrschein erforderlich). Bei Agilis ist die Fahrradmitnahme ohne Voranmeldung möglich, bei Fernreisezügen der Bahn muss das Rad im Vorfeld angemeldet werden. In Multiwagons der Agilis können maximal 8 Räder mitgenommen werden. 

www.bayern-fahrplan.de 

www.agilis.de

www.bahn.de

www.vgn.de

www.rvv.de 

Fahrradmitnahme in Bayern

Das Tal der Schwarzen Laber ist durch die Bahnlinie Nürnberg – Neumarkt – Regensburg gut zu erreichen. Die Züge auf dieser Linie verkehren annähernd stündlich, allerdings hält nicht jeder Zug an allen Haltepunkten.

Auch in/aus Richtung Ingolstadt bietet sich mit dem Bahnhaltepunkt in Sinzing die Möglichkeit, am Ort der Mündung eine Tour ins Tal der Schwarzen Laber zu starten oder aus Neumarkt kommend die Heimreise anzutreten.

Rad-Dorado Neumarkt i.d.Opf.

Neumarkt liegt exakt auf dem Scheitelpunkt des frühreren Ludwig-Donau-Main-Kanals, dem der Fünf- Flüsse-Radweg auf dem Abschnitt zwischen Kelheim und Nürnberg folgt. Seit der Fränkische WasserRadweg eine durchgängig ausgeschilderte Radwegeverbindung ins östlich gelegene Fränkische Seenland  - bzw. in südlicher Richtung zum Altmühltal herstellt, übt die Pfalzgrafenstadt eine enorme Anziehungskraft auf Radtouristen aus. Neben den beliebten Fernradwegen gesellen sich eine ganze Reihe regionaler (Themen-) Radwege hinzu, was das Routenpotential erweitert und somit einen mehrtägigen Urlaubsaufenthalt lohnenswert macht. Erholung, Entschleunigung, Erlebnis, Geschichte und Kultur spielen dem Radvergnügen in der Peripherie von Neumarkt natürlich gehörig in die Hände.

Durch die günstige Lage zwischen Nürnberg und Regensburg entwickelte sich Neumarkt i.d.Opf. im Mittelalter zu einem wichtigen Handelszentrum, was die zahlreichen historischen Gebäude heute noch erkennen lassen. Die 40.000 Einwohner zählende Kreisstadt (viertgrößte Stadt der Oberpfalz) stellt im Großstädte-Dreieck Nürnberg, Ingolstadt und Regensburg das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der westlichen Oberpfalz dar. Als Wahrzeichen der Stadt gelten sowohl die markanten Kirchtürme der Altstadt als auch die Burgruine Wolfstein, welche auf einem Bergrücken nahe der Stadt trohnt. Sehenswert sind überdies das Münster St. Johannes, Rathaus, Pfalzgrafenschloss und die Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg. Rund um das prägnante spätgotische Rathaus finden sich in der charmanten Altstadt gemütliche Cafés, urige Gasthäuser wie auch Restaurants der gehobenen Kategorie.

Nicht nur die Lage Neumarkts ist für Sternradeln prädestiniert - auch die Geschichte des Fahrradbaus ist eng mit der Pfalzgrafenstadt verbunden. Immerhin war das "Express Werk" der Brüder Goldschmidt die erste Fahrradfabrik Kontinentaleuropas. Das Stadtmuseum präsentiert eine umfangreiche Sammlung der Zweirad-Traditionsmarke "Express" sowie Exponate der Neumarkter Stadt- und Industriegeschichte). Weitere Museen wie das Museum Lothar Fischer, Brauereimuseum im Glossner-Bräu, Museum für Historische Maybach-Fahrzeuge und das Bayerische Metzgerei- und Weißwurstmuseum zeigen ein außergewöhnlich hochwertiges Kultur- und Kunstangebot die Stadt. Neumarkt feiert im Jahr 2020 sein 860. Stadtjubiläum.

Nahezu alle Beherbergungsbetriebe sind in der Stadt wie im Umland alteingesessene Familienbetriebe mit teils langer Tradition, die sich bestens darauf verstehen, ihren Gästen den Aufenthalt so schön und angenehm als möglich zu gestalten. Die Klassifizierung reicht vom komfortablen 4**** Sternehotel bis zur behaglichen Ferienwohnung.

Aktuell gibt es in Neumarkt 7 fahrradfreundliche Bett&Bike Gastgeber, die vom Allgmeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zertifiziert sind. Die ausgezeichneten Beherbergungsbetriebe haben sich auf die speziellen Bedürfnisse der Radler eingestellt und bieten z.B. auch eine kurzfristige Aufnahme für nur eine Nacht an.

E-Bike-Ladestation: Rathaus Neumakrt (Münsterplatz). 

Städtehighlight Regensburg

Die Welterbestadt Regensburg (163.948 Einwohner, davon 16.234 Nebenwohnsitze - Stand 2017) - viertgrößte Stadt in Bayern - liegt an der Donau (10 km von Sinzing entfernt) und ist für ihr außergewöhnlich gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum bekannt. Regensburg gilt als besterhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands. Lord Norman Foster, englischer Stararchitekt bezeichnete Regensburg als eine der schönsten Städte der Welt. Wahrzeichen sind die Steinerne Brücke aus dem 12. Jh. sowie der gotische Dom aus dem 13. Jh. Einst blühende europäische Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, verfügt die 2000 jährige Reichsstadt Regensburg reichhaltige mittelalterliche Bausubstanz. Als einer der ältesten Städte Deutschlands – seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe - stellt die Stadt für Touristen einen Anziehungspunkt ersten Ranges dar. Ein Spaziergang durch die Altstadtgassen der UNESCO-Welter- bestadt Regensburg lässt Geschichte von den Römern über das Mittelalter bis zur heutigen Zeit lebendig werden, z. B. Dom St. Peter, Steinerne Brücke, Altes Rathaus, Porta Praetoria, Schloss Thurn und Taxis.  

Kontaktadressen 

Tourismusbüro Landkreis Regensburg
Altmühlstr. 3
93059 Regensburg

Tel 0941/4009495

e-mail: tourismus@landratsamt-regensburg.de

Website

Tourismusbüro Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Nürnberger Straße 1
92318 Neumarkt i.d.OPf.

Tel. 09181 470 253 
Fax. 09181 470 6753

E-Mail: tourismus@landkreis-neumarkt.de

Website

Stadt Neumarkt i.d.Opf.
Rathausplatz 1
92318 Neumarkt i.d.Opf.

Telefon: 09181 255 - 125
Telefax: 09181 255 - 198 

e-mail: tourist-info@neumarkt.de

Website

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