• Fußgänger- Radlerbrücke Bad Abbach (Charbonnières-les-Bains)
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  • Windschattenfahrten - Zweckbündnisse auf Zeit
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  • Verpflegungsstation Oberndorf
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  • Verpflegungsstation Oberndorf
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  • Verpflegungsstation Kallmünz
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  • Landkreisgrenze Kelheim/Regensburg
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  • Verpflegungsstation Eilsbrunn
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  • Eilsbrunner Berg
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  • Naab-Überquerung in Etterzhausen
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  • Kloster Pielenhofen
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  • Reichhaltiges Verpflegungsangebot
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  • Fährmann in Stausacker
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  • Verpflegungsstation Stausacker
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  • Inspirierende Morgenstimmung auf der Donau
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  • Vorbildliche Wegweisung
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  • Gierseilfähre Eining (Marathonstrecke)
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  • Jachthafen Kapfelberg
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  • Verpflegungsstation Oberndorf
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  • Verpflegungsstation Oberndorf
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  • Andreas Schillinger (UCI WorldTeam Bora hansgrohe) und Amateur-Radsportler (Veloclub Ratisbona)
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  • Verpflegungsstation Stausacker
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  • Gierseilfähre Weltenburg-Stausacker
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  • Gierseilfähre Stausacker
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  • Kelheim - Weltenburg
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  • Ultracycler Rainer Steinberger - Europabrücke Kelheim
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  • Radprofi Andreas Schillinger - (UCI WorldTeam Bora hansgrohe) mit Ultracycler Bernhard Steinberger
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  • Startaufstellung
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Back to the roots

Paukenschlag, die Welt-Kult-Tour kehrt zu ihren Wurzeln zurück! Die reaktivierten Streckenverläufe versprechen zwischen der Donau, Altmühl, Vils, Naab und Schwarze Laber einerseits mehr landschaftliche Abwechslung, andererseits weisen sie aber auch mehr Höhenmeter auf. Ein Revival mit Ansage, mit dem so mancher WKT-Fan schon länger geliebäugelt hat. 

Zur Anmeldung (Externlink)

Insgesamt führen acht Rundstrecken (davon 3 Familientouren) auf verkehrsarmen (Neben-) Straßen durch die landschaftlich reizvolle Gegend rund um die Welterbestadt Regensburg. Besser als mit Radenthusiasten die Saison in der frühherbstlichen Jahreszeit ausklingen zu lassen und mit Freunden & Kollegen gemeinsam Rad zu fahren bzw. spaßeshalber mal den einen oder anderen Ortsschildsprint auszutragen geht eigentlich nicht. Genau dafür setzt die Welt-Kult-Tour einen glanzvollen Schlußpunkt, bevor die kaltnasse Jahreszeit Einzug hält und für manche Sportler die Jahreszeit des recht eintönigen Indoor-Cyclings beginnt bzw. Ausgleichsportarten betrieben werden. 

Gestartet wird am Sonntagmorgen an der Grundschule in Burgweinting, Kirchfeldallee 1 e zeitversetzt zwischen 7.30 Uhr und 10 Uhr. 

Die wieder zum Leben erweckten Strecken der Welt-Kult-Tour haben es in sich. So klein der Radius um die Welterbestadt Regensburg auch sein mag, so beeindruckend zeigt sich die Naturlandschaft im Dreigestirn der Donau, Naab und Schwarzen Laber. Durch ein artenreiches Mosaik aus Flusstälern und Wäldern, Felslandschaften, Wiesen und Felder sowie über aussichtsreiche Jura-Hochebenen zu radeln, zoomt jedes Radlerherz auf. Die neuen "alten" WKT-Radrouten stehen schwerpunktmäßig im Zeichen stiller Fluss- und Bachläufe, an denen entweder entlang geradelt wird, oder diese überquert werden. Donau, Schwarze Laber und die Naab werden jeweils viermal, die Altmühl zweimal und die Vils einmal (Marathon/WKT-Strecke) gekreuzt.

Doch wie heißt es so schön: steter Tropfen hölt das Bein, denn das Erklimmen der Jurahöhen aus den Niederungen der Fließgewässer heraus verlangt Schmackes in den Beinen, d.h. das hügelige Streckenprofil ist kein Zuckerschlecken. Im Vgl. zum letzten Jahr als die Routen noch über die fade Gäubodenebene führten, sitzen heuer die Daumenschrauben deutlich fester. Es erwarten einem zwar keine bocksteilen Monsteranstiege, doch das gezackte Sägezahnprofil der kupierten Juralandschaft setzt ein ums andere Mal schmerzhafte Nadelstiche, die Körper &  Psyche auf Dauer mürbe machen. Allen voran die Scharfrichter Mühlschlag bei Krachenhausen und Kühschlag nahe Schönhofen, dessen knackige Zwölf-Prozent-Rampen zur fortgeschrittener Stunde die Beine - und wer weiß was sonst noch alles - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Glühen bringen. 

Je nach Tourvariante tangieren die beschilderten Routenverläufe den östlichen Stadtrand von Regensburg, den Oberpfälzer Landkreis Regensburg sowie den niederbayerischen Nachbarlandkreis Kelheim. Der Bischofshof Freundschaftsmarathon macht einen zusätzlichen Schlenker - vorbei an Altmannstein - das im oberbayerischen Landkreis Eichstätt liegt.

 Bayerischer Jura

Eingebettet im Herzen Bayerns schlummert in einer unverwechselbaren Natur- und Kulturlandschaft der Bayerische Jura, der sich über die Landkreise Kelheim, Neumarkt i.d.OPf., Amberg-Sulzbach sowie den westlichen Teil des Landkreises Regensburg erstreckt. Die Kombination von Wasser und Kalk ließ den Bayerischen Jura zu einer typischen Karstlandschaft entstehen, deren ländlich geprägte Naturregion zum Radfahren geradezu prädestiniert ist. 

Abbildung: Naab bei Etterzhausen

Mäandernde Flüsse und Bäche durchziehen die sanft gewellte Jurallandschaft. Malerische Winkel werden mithin als "Toskana der Oberpfalz" bezeichnet, da weißschimmernde Felslandschaften, exponierte Felszinnen, lichte Kiefern- und schattige Buchenwälder sowie unbewaldete Hänge - deren Wacholderheiden und Kräuter aromatische Düfte versprühen - der Naturkulisse ihren typisch mediterranen Charme verleihen. Donau, Altmühl, Lauterach, Naab, Vils, Schwarze und Weiße Laber sind Wasseradern, dessen ufernahen Radwege - vorbei an Pulver-, Hammer-, Papier-, Farb- und Glasschleifmühlen - zu steigungsarmen Genusstouren einlädt. Wird den Flusstälern allerdings der Rücken zugekehrt und tief eingeschnittene Juratäler miteinander kombiniert, darf man sich getrost auf Steigungen einstellen. Das Erklimmen der Bergflanken aus den Niederungen der Fließgewässer heraus verlangt eine Portion Kondition (was sich mit einem e-bike freilich relativiert). Wenngleich die Anstiege kaum mehr als 170 Höhenmeter betragen, kostet das stetige Auf & Ab auf Dauer schon ein wenig Kraftausdauer. Im Prinzip ein Geben und Nehmen, weil die Hochebenen den erbrachten Schweißtribut mit wunderbaren Aussichten über das facettenreiche Hügelland entschädigen. Der Bayerische Jura spricht nicht nur alle Leistungsebenen an, sondern das abwechslungsreiche Geländerelief ist Garant für unfassbar reizvolle Radtouren. Ein spannungsgeladener Cocktail-Mix, der dem Fahrspaß im doppeldeutigen Sinne das Wasser auf die Mühlen liefert. 

Die Flusstäler der Donau, Schwarzen Laber und der Naab bietet Radfahrern ein pures Naturerlebnis. Wer nicht ausschließlich leistungsorientiert unterwegs ist, wo es vorzugsweise um Körper- und Leistungsdaten geht, kann die Umgebung zweifelsfrei intensiver wahrnehmen und erhascht hier und dort immer wieder inspirierende Ausblicke. Durchaus lohnenswert, sich in der ländlich geprägten Naturregion nicht nur beharrlich an das Hinterrad des Vordermanns zu heften, sondern auch den romantischen Mühlen, Burgruinen und den charakteristischen Jurafelsen kurze Aufmerksamkeit zu schenken. Die Sichtweise liegt im Auge des Betrachters, je nachdem was priorisiert wird. Letztlich entscheidet jeder selbst, inwieweit ehrgeiziges Leistungsstreben, Genussorientierung oder ein Kompromiss aus beidem maßgeblich im Vordergrund steht.

Für manche Anhänger haben WKT-Trikots bereits den Status eines begehrten Sammlerobjekts erlangt. Wer die personalisierte "Trophäe" bis 6. August bestellt, kann bei der 17. Welt-Kult-Tour state of the art brandaktuell gedresst "Flagge" zeigen. 

Ab 1. Mai 2024 ist die Onlineanmeldung scharf geschaltet  (Externlink)

 Grußwort  von Fr. Dr. Astrid Freudenstein, Bürgermeisterin der Stadt Regensburg

Liebe Fahrradbegeisterte, 

die Welt-Kult-Tour in Regensburg steht wieder an! Aus unserem Veranstaltungskalender ist sie nicht mehr wegzudenken und sämtliche Radbegeisterte freuen sich schon drauf.

Die Welt-Kult-Tour ist wirklich einzigartig, denn nicht die Leistung steht im Vordergrund, sondern der Spaß und die Freude an der Gemeinschaft. Auf fünf verschiedenen Strecken kommen die Radlerinnen und Radler durch viele schöne Gegenden und lernen die reizvolle Gegend um unsere Welterbestadt kennen. Das Highlight wird sicher die Donauüberquerung mit der Fähre sein. Aber auch sonst haben die Strecken einiges zu bieten.

Und zum Abschluss sind natürlich alle eingeladen, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Dass dies möglich ist verdanken wir unserem Biketeam Regensburg. Viele Ehrenamtliche sind wieder nötig, um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Herzlichen Dank dafür!

Ich wünsche allen eine wunderschöne Tour! Genießen Sie den Tag und kommen Sie verletzungsfrei zurück!

Ihre 

Astrid Freudenstein

Bürgermeisterin

Schirmherrin der Welt-Kult-Tour 2024

Jahreszeitlich bedingt, herrschen bei der Welt-Kult-Tour üblicherweise kühlere Temperaturen und wechselhaftes Wetter. Beinlinge, Armlinge, Kopfhaube, Windweste, Regenhaut und Handschuhe sind deswegen kein überflüssiger Ballast. Troztdem ist die Freude natürlich umso größer, wenn man frühmorgends bereits luftig gedresst "Kurz-Kurz" starten kann. Apopos "Warm-Up": die sanft ansteigende Strecke Richtung Oberhinkofen und weiter nach Seedorf bringt den Körper auf den ersten zehn Kilometern allmählich auf Betriebstemperatur (sofern man sich nicht gleich vom Start weg die Kante gibt). 

Streckenportfolio

Das leistungsgestaffelte Streckenangebot erstreckt sich von der 60 km langen Fitnesstour mit 400 hm, die vorwiegend Freizeit- und Genussradler anspricht, bis hin zur 205 km langen Marathonstrecke, die im Vgl. zum Vorjahr satte 1.000 Höhenmeter mehr auf dem Buckel hat. In Summe sind beim Freundschafts-Marathon immerhin 2.500 Höhenmeter zu überwinden, wobei die 30 km kürzere Welt-Kult-Tour auch nur 300 hm weniger aufweist. Neben fünf Rennradtouren ergänzen drei Familienstrecken das breitbandige Portfolio. Sowohl Kindergarten- als auch schulpflichtige Kinder können teils verkehrsbefreit auf Nebenstraßen, Radwegen und/oder Schotterwegen mit Spaß an der Freud radeln. Alternativ können - idealerweise mit Motorunterstützung - die Sprösslinge auch im Kinderanhänger oder mit Radgespannen transportiert werden. 

Zum beliebtesten Highlight - und damit zum markantesten Unterscheidungsmerkmal überhaupt - zählt die gebührenfreie Fährfahrt über die Donau. Ausgenommen der kurzen Fitness-Tour passieren insgesamt vier WKT-Routen sowie die lange Familientour den Fluß an drei unterschiedlichen Fährstellen: Stausacker-Weltenburg, Hienheim-Eining (nur Marathon) und Matting (Familienstrecke). Für eine Radtourenfahrt (RTF) allemal eine Attraktion mit Seltenheitswert, wie es sie in Deutschland wohl kein zweites Mal gibt. Trotz geänderter Streckenführung bleibt die Fahrtrichtung der Überfahrt in Stausacker wie letztes Jahr dieselbe. Verbunden mit dem Vorteil, dass sich die Fähr-Wartezeit praktischerweise gleich zum Energienachschub an der Verpflegungsstation nutzen lässt, bevor ans Weltenburger Ufer übergesetzt wird. Marathonfahrer schippern im übrigen erst im 27 km entfernten Hienheim über die Donau hinüber nach Eining. 

Locals schätzen die abwechslungsreichen - mitunter auch anspruchsvollen - Strecken durch die hügelige Oberpfälzer Juralandschaft und den angrenzenden niederbayerischen Frankenjura sehr. Dass Ortsunkundige bei der WKT die Gelegenheit bekommen unbekanntes Terrain auf attraktiven Streckenverläufen kennenzulernen spricht umso mehr für eine Teilnahme an dem familiären Event. Noch dazu wo die herrliche Naturlandschaft auf verborgenen Schleichwegen und abgelegenen Forststraßen optimal zur Geltung kommt. Wenngleich sich bei zweistelligen Steigungsprozenten der innere Schweinehund melden mag, lenkt das schwach besiedelte Hügelland - verbunden mit beeindruckenden Landschaftspanoramen - von der schweißtreibenden "Tretmühle" wirkungsvoll ab.

Wer zu forsch ans Werk ging und sich wider Erwarten „blau“ (übersäuert) gefahren hat oder wenn das Wetter nicht mitspielt, ist beileibe kein Beinbruch. Auffällig gekennzeichnete Streckengabelungen bei Herrnsaal (siehe Bild oben, KM 23), im Frauenforst (nahe Ihrlerstein) und in Thumhausen im Schwarze Labertal ermöglichen drei beschilderte Abkürzungsvarianten zum Zielgelände.

Signifikante Anstiege

 Signifikante Anstiege (chronolgisch aufgereiht)*

Burgweinting - Oberhinkofen bis kurz vor Seedorf; 10 km Länge leicht ansteigend (100 hm)

Kelheim, KM 30 (Stausackerer Berg): 2.5 km, 128 hm, Ø Steigung 4.2% (bereinigt o. Gegengefälle)

Stausacker, KM 36.5 (Neustädter Straße): 2.5 km, 165 hm, Ø Steigung 3.5% (nur Marathonstrecke)

                       von hier ab für Marathonstrecke 34 km hinzu addieren!

Weltenburg, KM 36.5 Richtung Kelheim: 3.7 km, 155 hm, Ø Steigung 3.5%

Kelheim KM 43.5 Richtung Haugenried (Frauenforst): 8.5 km, 185 hm, Ø Steigung 2.1% (max. 10%) 

Münchsmühle KM 63 - Großetzenberg: 3 km, 100 hm, Ø Steigung 3.1%

Schwarze Labertal, Endorfmühle (b. Laaber) KM 73 Richtung Brunn: 3.2 km, 110 hm,Ø Steigung 3%

Naabtal, Krachenhausen (b. Kallmünz) KM 85 - Mühlschlag, 1.8 km, 110 hm, Ø Steigung 5.2%

Nahe Wolfsegg KM 88: 6 km, 110 hm, Ø Steigung 1.5%

Naabtal, Etterzhausen KM 107 - Nittendorf: 3.2 km, 100 hm, Ø Steigung 2.8%

Schwarze Labertal, Schönhofen KM 112 - Kühschlag: 1.3 km, 100 hm Ø Steigung 6.8%

Schwarze Labertal KM 116 - Eilsbrunn (Sportplatz): 2 km, 110 hm, Ø Steigung 5%

Schwarze Labertal, Alling KM 128 - Viehhausen: 1.3 km, 105 hm, Ø Steigung 6.8%

Donautal, Unterirading KM 153 - Großberg 5 km, 100 hm, Ø Steigung 1.5%

*KM-Angaben beziehen sich auf die 171 km lange WKT-Strecke

 Wer im Bilde sein möchte was ihn erwartet (oder blüht), kann sich die Uphill-Liste auf den Lenker pappen. 

Die beliebte Verpflegungsstation in Stausacker mit seinem stimmungsgeladenen Helferteam befindet sich direkt an der Donau. Nachdem der Energienachschub für frische Power sorgt (reichhaltiges Verpflegungsangebot), wird mit der Gierseilfähre hinüber zur Weltenburger Uferseite gewechselt. 

Leistungsgestaffeltes Anforderungsprofil mit Schwierigkeitsgrad-Klassifizierung

  • Marathonstrecke         205 km / 2.500 hm (HQ 12,2)  → Ambitionierte Radsportler mit sehr guter Ausdauer 
  • Welt-Kult-Tour            175 km / 2.200hm (HQ 12,6)   → Radsportler mit guter Ausdauer 
  • Hart & Herzlich           125 km / 1.500 hm (HQ 12,0)  → Radsportler mit Ø Ausdauer 
  • Funsportrunde              95 km / 1.000hm (HQ  10,5)  → Hobby- und Genussradler 
  • Fitnesstour                   60 km /   400 hm (HQ   6,7)   → Freizeitradler / ebiker

Der Höhenmeterquotient (HQ) gibt das Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an. Bei der Marathonstrecke sind beispielsweise pro gefahrenen Kilometer im Schnitt 12.2 Höhenmeter zu überwinden. Die Vergleichbarkeit der "HQ-Ouoten" erlaubt in Bezug der kumulierten Höhenmeter unabhängig der Distanz nützliche Rückschlüsse zum jeweiligen Schwierigkeitsgrad.

 Die Fahrzeitenbeispiele - bezogen auf ein bestimmtes Stundenmittel - ermitteln eine Ankunftszeit. Mit sinkender Streckenlänge wurde eine niedrigere Ø Geschwindigkeit / längere Pausenzeiten angesetzt (leistungsangepasste Prognose):

  • Marathon Bsp. 1:        Start 7.30  Ø Tempo 28 km/h + 4 x Pause ∑ 20 min. +10 min Fähre = Gesamtzeit ca. 7:48 h → Ankunft ca. 15.18 Uhr
  • Marathon Bsp. 2:                         Ø Tempo 35 km/h + 4 x Pause ∑ 12 min. +10 min Fähre = Gesamtzeit ca. 6:16 h → Ankunft ca. 13.46 Uhr
  • Welt-Kult-Tour Bsp.1:  Start 7.30  Ø Tempo 26 km/h + 4 x Pause ∑ 20 min. +10 min Fähre = Gesamtzeit ca. 7:06 h → Ankunft ca. 14.36 Uhr
  • Welt-Kult-Tour Bsp.2:                   Ø Tempo 30 km/h + 4 x Pause ∑ 12 min. +10 min Fähre = Gesamtzeit ca. 6:10 h → Ankunft ca. 13.40 Uhr
  • Hart & Herzlich:         Start 8.00  Ø Tempo 25 km/h + 3 x Pause ∑ 30 min. +10 min Fähre   = Gesamtzeit ca. 5:30 h → Ankunft ca. 13.30 Uhr
  • Funsportrunde:          Start 8.00  Ø Tempo 23 km/h + 2 x Pause ∑ 30 min. +10 min Fähre  = Gesamtzeit ca. 4:50 h → Ankunft ca. 12.50 Uhr
  • Fitnesstour:               Start 10.00 Ø Tempo 20 km/h + 1 x Pause 15 min. (keine Fähre)       = Gesamtzeit ca. 3:15 h → Ankunft ca. 13.15 Uhr

Landkreisgrenzen*

KM 11: T-Kreuzung nach Seedorf, LK R/KEH

KM 53: Frauenforst, LK KEH/R 

KM 135: vor Lindach, LK R/KEH 

KM 149: nach Oberndorf, LK KEH/R

Der Regensburger Landkreisanteil beläuft sich auf 115 km, der von Kelheim auf 56 km (Marathon + 20 km)

*KM-Angaben beziehen sich auf WKT-Strecke)

Auf der Marathonstrecke via Hienheimer Forst wird zs. zwischen KM 44 (vor Tettenwang) bis KM 58 (zwischen Lobsing/Irnsing) 14 Kilometer der nördlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberbayern (Eichstätt) befahren.

Bericht im Mecklenburger Seen Runde Magazin

Familienstrecken

  • Donauwellen 40 km / 350 hm  → für gut geübte Kinder & Freizeitradler
  • Familienspaß 25 km / 250 hm  → für Ø geübte Kinder & Freizeitradler
  • Familienspaß 15 km/  150 hm  → für (kleinere) Kinder & Freizeitradler & Familienradler mit Kinderanhänger

  Die leistungsgestaffelten Familienstrecken (für Rennräder ungeeignet) sprechen Kinder jeden Alters an. Um die Kleinen nicht zu überfordern ist es ratsam, die Strecke alters- und leistungsgerecht sorgsam auszuwählen. Erholsame Pausenzeiten (Verpflegungsstation Oberndorf) bringen eine freudige Abwechslung ins Fahrtenspiel. Im Ziel gibt's große Augen, denn jedes Kind erhält nach der Ankunft eine Medaille/Präsent überreicht. Außerdem werden die kilometerstärksten Teams und Firmenmannschaften prämiert. 

Selbst der geliebte Vierbeiner braucht nicht zuhause bleiben. 

Startgebühren

STARTZEITEN 

  • 175 km + 205 km  07:30 Uhr 
  •   95 km + 125 km  08:00 Uhr 
  •   40 km + 25 km    09.00 Uhr
  •   15 km                   9.30 Uhr
  •   60 km                 10.00 Uhr

18:00 Uhr ist Zielschluss aller Strecken. Die Startzeiten sind zwingend einzuhalten, um Wartezeiten an den Verpflegungsstationen zu vermeiden!

Rahmenprogramm

Sonntag, 8. September 2024 ab 11:00 Uhr

Grillspezialitäten von der Feuerwehr Burgweinting, dazu Leckereien vom Biketeam-Brotzeitstand, Kaffe und Kuchen sowie Getränke der Brauerei Bischofshof. 

Verpflegungsstellen

Mit herrlichem Blick auf die imposante Felsenlandschaft des Alpin Steigs, der im Landschaftsschutzgebiet zwischen Eilsbrunn (Gemeinde Sinzing) und Schönhofen (Gemeinde Nittendorf) liegt, beginnt die 2 km lange Steigung des Eilsbrunner Berges.

Neu: die Getränkestation in Eilsbrunn (Riegel, Obst, Iso, Tee, Wasser) befindet sich nicht mehr am Dorfplatz im Ortskern, sondern erst nach dem Anstieg auf dem Hochplateau am Sportplatzgelände. Der 2 km lange Anstieg (110 hm, Ø 5 %) beginnt im Tal der Schwarzen Laber direkt nach dem Rechtsabzweig. Dies hat den Vorteil, dass der komplette Anstieg in einem Rutsch bewältigt wird, und nicht wie früher zweigeteilt war und den Rhythmus unterbrach. Auf der Bergkuppe lässt es sich gelassener Pausieren, zum einen weil man einer der letzten Anstiege bezwungen hat, zum anderen weil ein Gefälle nach Sinzing sowie eine Flachpassage im Schwarzen Labertal bis ins 10 km entfernte Alling (100 Höhenmeter/220 Tiefenmeter) folgt. 

Je nach Streckenlänge gibt bis zu fünf Verpflegungsstationen, wobei Eilsbrunn und Viehhausen nur Getränkestationen (Riegel, Obst verfügbar) sind. 

Labestationen  

  • Burgweinting - Staussacker                → 36 km / 330hm
  • Staussacker (KM 36) - Kallmünz         → 47 km / 670 hm      Σ     83 km / 1. 000 hm 
  • Kallmünz (KM 83) - Eilsbrunn             → 35 km / 680 hm       Σ  118 km / 1. 680 hm 
  • Eilsbrunn (KM 118)- Viehausen          → 12 km / 210 hm       Σ  130 km / 1. 890 hm
  • Viehausen (KM 130)- Oberndorf         → 17 km /   90 hm      Σ  147 km / 1. 980 hm
  • Oberndorf (KM 147) – Burgweinting   →  25 km / 220 hm      Σ  172 km / 2. 200 hm 

Hinweis: die Angaben beziehen sich auf die WKT-Strecke. Für die Marathondistanz sind jeweils 34 km / 380 hm hinzuzurechnen. 

 Des Radlers liebster Energielieferant ist und bleibt die Banane. Sie enthält Pektin, einen Ballaststoff, der die Verdauung unterstützt. Ihr hoher Magnesium- und Kaliumgehalt ist der perfekte Energy-Snack, weil die Frucht den Magen kaum belastet. Dazu beugen Bananen sogar Muskelkrämpfen vor. Die Kombination aus ihrem natürlichen Fruchtzuckergehalt und den löslichen Ballaststoffen ergeben für den Körper schnell verfügbare Energie, die überdies nicht kurzzeitig verpufft sondern eine Weile anhält. Grund ist der relativ niedrige glykämische Index (Maßzahl, die den Anstieg des Blutzuckers nach der Aufnahme kohlenhydrathaltiger Lebensmittel angibt), weshalb der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr nicht sprunghaft hochschnellt bzw. kurz darauf ebenso schlagartig wieder absinkt. Nicht zuletzt ist das gesunde Lebensmittel mit ihrer Schale umwelfreundlich verpackt.

AUSGABE DER STARTUNTERLAGEN

Samstag: 16:00 - 18:00 Uhr Sonntag: 06:30 - 10:00 Uhr

Die WKT ist für ihre familiäre Atmosphäre bekannt und beliebt. Da im September das Ende der Radsaison naht und die Hochform seinen Zenit überschritten hat möchte man meinen, dass Tempo rausgenommen wird. Weit gefehlt, denn zumindest auf den Langstrecken im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes wird man rasch eines Besseren belehrt. Dem Saisonausklang zum Trotz lässt es so mancher Hasardeur ordentlich krachen und glänzen mit einem respektablen Stundenmittel. Ähnlich eines Rituals wiederholt sich jedes Jahr dasselbe Spiel nach dem Massenstart, wenn die Spitzengruppe von etwa 20-40 (Elite-) Fahrern mächtig aufdreht und sich innerhalb kürzester Zeit vom Hauptfeld absetzt. Dabei wird im Führungsfeld auch gerne attakiert, um sein Heil in der Flucht zu suchen. Manch ambitionierter Pacemaker fackelt nicht lange und zieht irgendwann das Tempo an. Wird abwechselnde Führungsarbeit geleistet, bleibt der Speed dementsprechend anhaltend hoch. Wer sich in der Spitzengruppe behaupten will muß höllisch aufpassen, um den abrupten Tempoverschärfungen geistesgegenwärtig Paroli zu bieten. Ansonsten droht eine kräftezehrende Aufholjagd oder verliert gänzlich den Anschluss. Wenngleich die radtouristische Veranstaltung kein Rennen ist und ausnahmslos die StVO gilt, batteln sich vereinzelte Sportskanonen just for fun auf Teufel komm raus.

So what, selbstgesteckte Ziele bzw. Ambitionen sind eben so verschieden wie die Menschen selbst. Für die einen ist der Weg das Ziel, bei dem offenen Auges das Umfeld bewußt wahrgenommen wird, andere quetschen am Rand des Leistungslimits ihre letzte Kraft aus den Beinen. Zugunsten einer maximalen Kraftentfaltung werden allerdings Abstriche an anderer Stelle gemacht, da die selektive Wahrnehmung notgedrungen Reize ausblendet. So durchbricht die Landschaftskulisse - aber auch good vibes - allenfalls bruchstückhaft die Wahrnehmungsschwelle. Hohe Belastungsintensität und inspirativer (Natur-) Genuss haben nunmal keinen gemeinsamen Nenner, da das eine das andere beeinträchtigt. Wer nicht in Schnappatmung verfällt bzw. andauernd auf's Display schaut, um Leistungsdaten wie (Ø-) Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Wattzahlen usw. zu checken, verarbeitet einströmende Reize effektiver, und nimmt die Umgebung besser wahr, als wenn hochpulsig durchgepaced wird. Je nachdem was einem wichtig erscheint, erlebt jeder Teilnehmer die WKT-Tour auf seine (subjektive) Art und Weise.

Die überwiegende Mehrheit schlägt augenscheinlich einen geruhsameren Takt an und spult im Wohlfühltempo die Tour ab. Bei weitem nicht jeder Teilnehmer geht ans Leistungslimit, schließlich ist die WKT eine Radtourenfahrt (RTF) bei der das <Dabei–Sein–ist Alles–Prinzip> als Prämisse zählt. Statt das Hinterrad des Vordermanns zu fokussieren bzw. ständig auf Leistungsdaten zu achten richten sich die Sinne vorzugsweise auf die Naturlandschaft. Man ist ja schließlich nicht auf der Flucht sondern möchte einen unbeschwerten Radeltag in herrlicher Umgebung erleben und ausgiebig an den Labestationen pausieren. Eine Einstellung, die unter vielen Hobbyradlern gang und gäbe ist. Ob ambitionierter Leistungssportler oder genussorientierter Hobby- bzw. Familienradler: seinen Spaß findet bei der Welt-Kult-Tour ganz bestimmt jeder Teilnehmer. 

Das Leistungsniveau zwischen Elitefahrern und Hobbyfahrern klafft naturgemäß weit auseinander. Dabei geht es allen um ein und dasselbe Prinzip, nämlich aus Spaß an der Freud die schönste "Nebensache der Welt" leidenschaftlich mit Gleichgesinnten auszuleben. Geschmäcker sind eben verschieden. Egal, wie man es betrachtet, ob be- oder entschleunigt bzw. ehrgeizig oder genussorientiert die Kurbel geschwungen wird, hat sowieso jeder selbst in der Hand. Hauptsache man hat seinen Spaß dabei und ist mit seiner sportlichen Leistung zufrieden. Im Ziel sind ohnehin wieder alle vereint, feiern gemeinsam ihren Erfolg und schwelgen im unbeschreiblichen Glücksgefühl. Dass dabei das neuronale Belohnungszentrum stimuliert wird und dem Suchtbazillus Auftrieb verschafft ist hinlänglich bekannt. Dank des ausgeschüttten Glückshormons Dopamin erklärt sich das landläufige Suchtverhalten, dem leidenschaftlich geprägte Hobby-Radsportler hoffnungslos ausgeliefert sind. Altbekannte Gesichter - ob bei der WKT oder anderswo - sprechen eine klare Sprache. 

Einige wenige Elitefahrer blicken entweder auf eine Wettkampfvergangenheit zurück, oder haben ihre Amateur-Laufbahn noch nicht beendet. Um eine Vorstellung über das Leistungsvermögen der Spitzenfahrer bei der WKT zu bekommen: die schnellsten Marathonfahrer unterbieten die 6 Stunden-Schallmauer, bzw. auf der kürzeren Welt-Kult-Tour-Strecke die 5 Stunden-Schallgrenze. Zeiten, die einen Schnitt von rund 35km/h entsprechen, wobei aber auch klar ist, dass es sich um absolute Ausnahmefahrer handelt. Faktisch ist es so, dass bei dieser Breitensportveranstaltung eine verbissene Einstellung „Ich-muss-meine-Vorjahreszeit-knacken" wohl die Allerwenigsten ernsthaft verfolgen, zumal aufgrund von geringfügigen Streckenänderungen (z.B. Baustellenumfahrungen) aussagekräftige Zeitvergleiche kaum möglich sind.

 Psychologischer Trick: dank Verpflegungsstellen lassen sich quasi gedankliche Etappenziele setzen und die Gesamtstrecke step by step beruhigend von Pause zu Pause aufteilen. 

Windschattenpassagen

Gut zu wissen: Vom Startgelände in Burgweinting bis zum Fuß des Stausackerer Berges bei Kelheim (180 Höhenmeter) fördert das sanfte Streckenprofil Gruppenbildungen und ermöglicht einen energieeffizienten Windschatten. Windgeschützt im Peleton werden spürbar weniger Kräfte vergäudet als wenn man wie Don Quijote allein gegen Windmühlen kämpft und dabei sinnlos Körner verpulvert, die später womöglich fehlen könnten. Übernehmen leistungsstarke Fahrer die Führungsarbeit, reduziert sich für die Hinterherfahrenden aufgrund der windschlüpfrigen Aeorodynamik der Kraftaufwand um bis zu 30 %. Überdies ist das Gruppentempo i.d.R. höher, als wenn man als Solist gegen den Luftwiderstand ankämpft. Den ökonomischen Vorteil, energiesparend im Feld mit zu schwimmen, sollte man sich anfangs auf der 30 km langen Rollerpassage - sowie später im flachen Donautal bei der Rückfahrt - nicht entgehen lassen. Hat man das Glück nicht allein auf weiter Flur unterwegs zu sein, darf man sich die volkstümliche Redensart "Geteiltes Leid ist halbes Leid" in Erinnerung rufen.

Nachdem die Kreisstadt Kelheim passiert ist, sprengen die nachfolgenden Anstiege das Feld auseinander. Notgedrungen muss am Berg jeder sein eigenes Tempo im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit fahren, ansonsten riskiert man über kurz oder lang einen Leistungseinbruch. Sobald die Straße anzusteigen beginnt, sinkt der Anteil des Luftwiderstandes am Gesamtwiderstand. Zum einen weil mit abnehmender Geschwindigkeit der Windwiderstand geringer wird. Zum anderen aber auch, weil mit zunehmender Steigung der Steigungswiderstand zunimmt. Geänderte Vorzeichen die erklären warum die Karten am Berg neu gemischt werden. Die gewichtsbezogene Leistung - also jene Leistung, die in Relation zum Körpergewicht aufgebracht wird - ist bei Steigungen der maßgebliche Faktor, d.h. je mehr Watt pro Kilogramm gedrückt werden, desto schneller geht's bergauf.

Wenngleich sich die dichten Starterfelder zunehmend lichten, tun sich drei weitere (längere) Windschattenpassagen auf: zum einen im Naabtal zwischen Duggendorf und Kallmünz (5 km) sowie kurz vor Rohrdorf (sanftes Gefälle) über Pielenhofen bis nach Penk (9 km). Des weiteren zwischen Viehhausen und Unterirading im Donautal. Also bei der Getränkestation acht geben, wenn Fahrer nach dem Energystopp weiter rollen, denn über Schneckenbach - Gundelshausen - Bad Abbach bis Unterirading (Ausflugsgaststätte Walba) verläuft die Strecke - bis auf einige Wellen - recht flach im Donautal (22 km / 115 hm). Auch dieser Streckenteil fördert Zweckbündnisse allerdings mit dem Unterschied, dass nach dem erfolgten Ausleseprozess die "Sortierfunktion" an dieser Stelle soweit vorangeschritten ist, dass augenscheinlich nur noch minimale Leistungsunterschiede bestehen. Weil sich das Gruppenniveau bzw. der Leistungsdurchschnitt der Fahrer angeglichen (nivelliert) hat erklärt im übrigen auch, warum Überholvorgänge mit fortschreitender Zeitdauer immer zähflüssiger ablaufen. 

Scharfrichter der Welt-Kult-Tour

Für Kletterfreunde legt das Biketeam-Regensburg mit dem berühmt berüchtigten »Kühlschlag« ein ganz besonders Schmankerl vor die Füße. Mit dem kurzen aber knackigen Anstieg hat man sozusagen ein heißes Eisen im Feuer, über das wohl nicht jeder Teilnehmer amused sein wird. In Analogie zum Kühtai beim Ötztal-Radmarathon ist der Kühschlag (KM 112/142 Marathon) zwar nur eine Miniaturversion, doch der Scharfrichter stellt sich nichtsdestotrotz wie eine Wand in den Weg und zwingt einem eine Maximalsteigung von bis zu 12 Prozent auf. Die 1.3 km lange Rampe beginnt am Ortsende von Schönhofen im Tal der Schwarzen Laber (Ø Steigung 6.8%). Da die maträtierten Beine an dieser Stelle nicht mehr frisch sind (bei einer Entfaltung von 7,93 Meter/Kurbeldrehung wurde 14.123/17.906 mal die Kurbel geschwungen) und nachmittags womöglich auch noch die Sonne in den Hang sticht, dürfte es mit einem altbekannten Widersacher zu tun bekommen. Gemeint ist der innere Schweinehund, der besonders dann rebellisch wird, sobald es ans Eingemachte geht. Wer konditionell angeschlagen ist und höllischen Leidensdruck erleidet lassen Sinnkrisen nicht lange auf sich warten. Weshalb der Gegenspieler in Momenten von Selbstzweifel einen "Freifahrtsschein" bekommt bzw. was es sonst noch alles mit der ungebetenen "Nervensäge" auf sich hat, steht in einem ironischen Erklärungsversuch nachzulesen: Kopfkino - Der innere Schweinehund

Das Bild zeigt den Kühschlag, wo links ein erfolgreicher Finisher des 1200 km langen Brevet Paris–Brest–Paris (PBP) zu sehen ist. Rechts: Biketeam-Regensburg-Mitglied und Autor der WKT-Reportage).

Start Burgweinting

Bild: Die eiserne Lady Gaby Mehrl (rechts) aus Regensburg - ihres Zeichens erfolgreiche Triathletin und Finisherin des Ironman auf Big Island, Hawaii, hat bereits mehrmals bei der »Welt-Kult-Tour« teilgenommen. 

Zum Saisonausklang bietet die letzte RTF in Bayern beste Gelegenheit, mit Gleichgesinnten nochmals kräftig in die Pedale zu treten, bevor der Speichenflitzer zur kalten "Saure Gurken Zeit" winterfest eingemottet wird. Außerdem prunkt zu dieser Jahreszeit die Natur mit schönster Farbenpracht. Umso mehr beeindrucken die romantischen Flussauen, sauerstoffreiche Waldpassagen, goldgelbene Rapsfelder und schroffe Kalkfelsen im vorherbstlichen Farbenkleid. Im Flüsse-Dreieck zwischen Donau, Schwarze Laber und der Naab zu radeln verspricht einen Naturgenuss, doch das Verlassen der Fluss-Tallagen geht grundsätzlich mit vergossenen Schweißperlen einher. 

Im Hinblick auf kürzer werdendes Tageslicht und unbeständigerem, kühlerem (Herbst-) Wetter bietet die Welt-Kult-Tour im Sinne eines saisonalen "Grand Finales" sich nochmals die Chance sich motiviert in den Sattel zu schwingen, bevor sich bald der melancholische Novemberblues breit macht. Ob Flachland-Tiroler oder Bergfloh - ob Freizeitradler oder ebiker - ob Jung oder Alt - das breitbandige Streckenangebot bietet jedem Radler eine passende Route. Überdies besteht an den Verzweigungsstellen jederzeit die Möglichkeit, je nach Befindlichkeit oder bei Wetterumschwung spontan auf eine kürzere Strecken abzuzweigen. Der relativ enge Streckenradius um Regensburg herum hat den Vorteil, dass das Ziel von jedem Streckenpunkt aus nicht allzuweit entfernt liegt. 

Rückblick: 2023 hatten rund 900 Welt-Kult-Tour-Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen ihren Heidenspaß. Die Marathonstrecke verzeichnete sogar eine Rekordbeteiligung was zeigt, dass auch viele konditionsstarke Radsportler teilnehmen. Neben der Radsport-Elite standen zudem etwa die Hälfte der WKT300-Teilnehmer - ein 300 Kilometer-Spendenmarathon auf der Matte, die ihren kostenlosen WKT-Startplatz einlösten (findet an Mariä Himmelfahrt am 15.08.2024 statt).

Frühmorgends geht es Schlag auf Schlag. Den Anfang macht um 7.30 Uhr ein gut trainierte Sportlerkreis. Dann heißt es "Feuer frei" für die zwei längsten Strecken. Die gewellte Topographie kommt der Warmfahrphase entgegen, denn der erste längere Anstieg beginnt erst nach 30 km am westlichen Ortsrand von Kelheim. Dort führt die Hienheimer Straße zum Stausackerer Berg 3.8 km hinauf, wo 103 hm überwunden werden. Bereinigt um ein kurzes Gegengefälle beträgt die Ø Steigung knapp 5%.  

Das flache bzw. leicht hügelige Streckenlayout zwischen Burgweinting und Kelheim ist eine klassische Rollerpassage, die energieschonende Windschattenfahrten erlaubt, zumal das Hauptfeld nach den Massenstarts noch dicht beinander ist. Erst der Stausackerer Berg wirbelt binnen kürzester Zeit die Gruppen durcheinander, bevor es vom Hochplateau steil hinab zur Donau bzw. zur Verpflegungsstation Stausacker geht.

Sunshine Reggae - Happy-End im Ziel

Das höchste der Gefühle ist natürlich die glückshormongeschwängerte Zielankunft, dessen Glückszustand demütig und schwerelos zu machen scheint und einem auf Wolke Sieben schweben lässt, was im Handumdrehen erlittene Schmerzen und Strapazen schlagartig vergessen macht. Über die vollbrachte Leistung darf jeder zu Recht stolz sein, egal welche Strecke bewältigt wurde bzw. wie lange die Uhr getickt hat. 

Auch die drei Familientouren waren gut frequentiert, wo sich die Sprösslinge nach Herzenslust austoben konnten. Dies macht einmal mehr deutlich, welch enorme Leistungsspannweiten es bei Radtourenfahrten (RTF) wie der »Welt-Kult-Tour« gibt. Hier ambitionierte Radsportathleten, dort genussorientierte Hobbyradler - hier gesellige Familienradler, dort entspannte e-biker. Wenngleich das Starterfeld in trauter Eintracht startet, so verfolgt natürlich jeder seine eigene Zielsetzung im Kopf hat. Gehen - meist spindeldürre - Marathonis eher leistungsorientiert zu Werke, möchten andere einfach nur einen geselligen Radltag erleben. Das wichtigste Ziel - Spaß zu haben - eint alle Fahrer.

Ein herzliches Dankeschön gilt für die Motorrad-Sicherheitsstaffel. 

Nicht nur beim Start, auf der Strecke oder den Verpflegungsstationen sondern auch im Ziel trifft man viele (altbekannte) Radsportfreunde. 

Bild: Regensburgs Sportbürgermeisterin, Fr. Dr. Astrid Freudenstein überreichte letztes Jahr den Losgewinn - ein Mountainbike vom Zweiradcenter Stadler - an den glücklichen Nachwuchssportler. Rechts im Bild: Ex- Biketeam Regensburg Vorstand Peter Lammel, der die beliebte WKT vor 15 Jahren ins Leben rief. Erfolgreiche Teilnehmer der Marathonstrecke erhalten im übrigen ein gesondertes Präsent!

Dieses Jahr erfolgt die Verlosung eines tollen Mountainbikes unter den teilnehmenden und anwesenden Kindern um 14:45 Uhr. Also unbedingt da bleiben, um die Chance nicht zu verpassen.

Gemütlicher bayerischer Frühschoppen (11:00 - 14:00 Uhr), Biergartenbetrieb.

Um ca. 15:00 Uhr erfolgt die Ehrung der kilometerstärksten Vereine / Gruppen und Firmenteams durch die Schirmherrin der Veranstaltung. Während die Rennradfahrer um 7.30 Uhr und 8.00 Uhr starten, dürfen sich Familien auf den drei Familientouren im wahrsten Sinne des Wortes austoben. Neu ist auch, dass neben der veränderten Streckenführung durch den südöstlichen Landkreis Regensburg gewisse Passagen im Vergleich zu früher in entgegengesetzter Richtung befahren werden. So wird beispielsweise die Fähranlegestelle in Stausacker - via Stausackerer Berg aus nördlicher Richtung angesteuert.

Im Ziel herrscht bei jedem Teilnehmer - egal welche Strecke bewältigt wurde - riesige Finisherfreude. Genüsslich dürfen die leergefegten Energiespeicher mit Grillgut, Pasta & Co aufgefüllt werden. 

Neue Strecken - neues Glück. Zu sehen gibt es viel in der unverwechselbaren Natur-und Kulturlandschaft des Bayerischen Jura mit seinen schroffen Jurafelsen. Allen voran das mondäne Naturdenkmal - der Donaudurchbruch - wo mit der Gierseilfähre auf der glitzernden Donau übergesetzt wird. Wer nicht nur das Hinterrrad seines Vordermanns fokussiert und mitunter seine Blicke schweifen lässt, erhascht schöne Aussichten auf Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Regensburger Dom, dem Hungerturm in Bad Abbach, die Befreiungshalle in Kelheim, das Kloster Weltenburg sowie die Burgruinen Laaber, Kallmünz und Wolfsegg.

Die WKT ist eine familär geprägte Breitensportveranstaltung, die sowohl ambitionierte Hobby-Radsportler als auch genussorientierte Freizeitsportler, Familien und E-Biker anspricht. Die reaktivierte Streckenführung bedingt nun wieder fast 40% mehr Höhenmeter als 2023. Die zumeist kurzen - bisweilen aber auch knackigen Anstiege - befinden sich überwiegend seitlich der Flusstäler von Donau, Laaber und der Naab. Ansonsten lädt das flache bzw. sanft gewellte Streckenprofil zu energiesparenden Windschattenfahrten ein. Findet man insbesondere auf den flacheren Streckenabschnitten Unterschlupf in einer schnellen und gut funktionierenden Gruppe, spart nicht nur Kraft sondern auch wertvolle Zeit.

Regelmäßig nehmen Fahrer aus unterschiedlichsten Radsportvereinen an der WKT teil. Im Bild links Ex-Vorstand Franz Kistler vom TV Waldmünchen, die die Waldmünchner Radrundfahrt organisieren).

Alle Strecken führen auf weitestgehend verkehrsarmen Strecken durch die landschaftlich reizvolle Gegend im Landkreis Regensburg und Landkreis Kelheim. Trotz übersichtlicher Beschilderung empfiehlt es sich, die Strecke seiner Wahl auf's Navi zu laden. Doppelt gemoppelt hält bekanntlich besser.

BETRIEBSZEITEN DER VERPFLEGUNGS- / KONTROLLSTELLEN

  • Oberndorf 08:30 - 11:30 Uhr
  • Pentling (Waldspielplatz)  09.45 - 12.15 Uhr
  • Painten 09.45 - 12.00 Uhr
  • Stausacker 11:00 - 14:30 Uhr
  • Aufhausen 11:00 - 16:00 Uhr

Nur ein am Handgelenk angebrachtes Verpflegungsarmband berechtigt zum Zutritt zu den Verpflegungsstationen. Es werden an allen Stationen Kontrollen durchgeführt.

Online-Anmeldung ab 1. Mai. Im Startgeld ist bei allen Strecken hochwertige Verpflegung an den Versorgungsstellen sowie für Kinder bis 14 Jahre eine Medaille enthalten. Ebenso ist bei der 40 km Strecke die Fährfahrt inklusive. Kinder bis zu einem Alter von 13 Jahre dürfen kostenfrei teilnehmen, sofern sie in Begleitung eines angemeldeten Erwachsenen sind.

Für die Starter beim Bischofshof Freundschaftsmarathon gibt es im Ziel wie jedes Jahr noch ein bieriges Präsent von der Brauerei Bischofshof samt Innotech Kettenspray sowie nahrhafte Kreuzerhof-Proteinnudeln. Teilnehmerstärkste Gruppen / Vereine werden prämiert!

Inhaber einer BDR-Wertungskarte erhalten folgende Punktewertung:

RTF- Punkte

  •  205 km           5
  •  175 km           4
  •  150 km           3
  •    70/110 km    2
  •    60/40/25 km 1

Zielbereich

  • Im Zielbereich sowie an den Kontrollstellen befinden sich Toiletten, Sitzgelegenheiten, Radabstellmöglichkeiten, Standpumpen
  • Radservice an den Kontrollstellen in Weltenburg und Oberndorf (Ersatzteile kostenpflichtig)
  • Mobiler Pannenservice (Ersatzteile gebührenpflichtig)
  • Livemusik
  • Sanitätsdienst durch den Malteser-Hilfsdienst
  • gebührenfreie Fährüberfahrten

Das Groß des Teilnehmerfeldes reist aus der näheren Umgebung an. Doch die perfekte Organisation, familiäre Stimmung und die reizvolle Naturlandschaft in der Ferienregion Regensburg sowie im Landkreis Kelheim scheinen sich herumzusprechen, denn so mancher Radsport-Enthusiast reist auch aus ferneren Gefilden an.  

Der herbstlichen Jahreszeit entsprechend kann es frühmorgens empfindlich kalt, feucht und nebelverangen sein. Besonders bei unbeständiger Wetterlage tut man gut daran ein Langarmtrikot, Windbraker/Weste, Handschuhe, evtl. auch Arm- Beinlinge, Helmmütze, Regen- bzw. Softshell-Jacke dabei zu haben, damit die Teilnahme ein tolles Erlebnis wird.

Veranstalter                         

Biketeam Regensburg e.V.
Sophie-Scholl-Str. 64
93055 Regensburg

mail: info@biketeam-regensburg.de

web:  http://www.weltkulttour.de