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Faszinierende Gravelbikestrecke mit Wow-Effekt

Gravel makes me happy
Eckdaten
- Streckenlänge: 71 km
- Höhenmeter: 900 hm (abweichend vom Google-Algorithmus)
- Schwierigkeitsgrad: konditionell anspruchsvoll, fahrtechnisch leicht bis mittelschwer
- Geländeanteil: knapp 70%
- Höhe min: 336 m ü.NN. (Donau)
- Höhe max.: 471 m ü.NN. (Saxberg, KM 40)
-
Längster Uphill: Kapflberg (KM 30) - Saxberg, 9.6 km / 170 hm
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Längste (Schotter-) Abfahrt: Saxberg (KM 40) -Lohstadt, 3.8 km / 135 Tiefenmeter
- Location: Start/Finish an der Kirche / Grundschule Ortsteil Burgweinting, Kirchfeldallee 1 · 93055 Regensburg
Startzeit: 08:55 Uhr
Verpflegungsstationen
- Getränkestation: KM 35 (nahe Lindach)
- Oberndorf (KM 50)
Die Rundtour ist für Gravler ausgelegt, gleichwohl aber auch für Mountain- oder Trekkingbiker geeignet. Grundvoraussetzung ist eine robuste Stollenbereifung mit gutem Pannenschutz und sicherem Grip.
Bitte beachten:
- Strecke ist nicht beschildert (self-guided)!
- Flüssigkeit/Proviant (Riegel/Gel/Banane) mitnehmen!
Streckenverlauf

Foto: nach einem 60 HM-Anstieg ab Poikam genießt man in höherer Hanglage (KM 28) eine herrliche Aussicht auf die Donau und die sanfte Hügellandschaft.
Die Rundtour verläuft durch die Landkreise Regensburg (Oberpfalz) sowie Kelheim (Niederbayern): Start Burgweinting (Grundschule) → Oberhinkofen → Seedorf → Lengfeld → Poikam → Kapfelberg → Reichenstetten → Saxberg → Gundelshausen → Bad Abbach → Oberndorf (V) → Matting → Unterirading → Grasslfing → Niedergebraching → Oberisling → Ziel Burgweinting (Grundschule)
Für Gravelbiker gibt es keine Streckenbeschilderung! Die Navigation erfolgt eigenständig per GPS-Track, der zeitnah vor der Veranstaltung bereitgestellt wird.
Achtung Streckenänderung
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Aufgrund einer kurzfristigen Vollsperre zwischen Walba und Graßlfing bedurfte es notgedrungen einer Streckenänderung. Bitte nur die aktualisierte GPX-Datei (ab 9.09.26) verwenden.
Eine Portion fahrerisches Geschick und gute Grundkondition erfordert die Gravelstrecke mit über 70% Geländeanteil allemal. Besonders lose Schotterabfahrten verlangten jedoch eine hohe Konzentrationfähigkeit, um sein Gefährt sicher nach unten zu steuern. Für Gravler erwies sich die umverlegte Streckenführung im Nachhinein sogar als Vorteil, weil die 6 Kilometer-Passage zwischen der Donau und Grasslfing überwiegend im Gelände verläuft und so die Gravelstrecke insgesamt aufwertet. Wie aus dem Verwaltungsrat zu hören war gilt es als beschlossene Sache, die neue Streckenvariante für zukünftige WKT-Austragungen zu belassen.

Graphik: Baustellenumfahrung Oberndorf-Grasslfing für Gravelbiker (5.8 km / 130 hm)
Knapp 3 km nach der Verpflegungsstation Oberndorf wird rechts ins Gelände abgebogen (KM 53.2 / 341 m ü.NN.). Zunächst nur mässig ansteigend (1.6 km) beginnt in Sichtweite von Matting unmittelbar nach einem Rechtsabzweig ein 1.5 km langer, knackiger Anstieg (110 hm), bevor die abschüssige Umleitungsstrecke in Grasslfing (KM 59) wieder in die Originalroute einmündet.
Bayernbike wünscht allen Teilnehmern eine gute, sichere und sturzfreie Fahrt, damit jeder gesund, munter und glücklich sein Ziel erreicht.
Fahrzeitenbeispiele
Sportlich: die reine Fahrtzeit (in Bewegung) beträgt bei einer Ø Geschwindigkeit von 20 km/h etwa 3½ Stunden. Zuzüglich Pausen (Getränkestation nahe Lindach + Verpflegungsstation Oberndorf 10 min.) ergibt eine Gesamtzeit von etwa 3:40 Stunden
→ Zielankunft gegen 12.35 Uhr
Gemütlich: die reine Fahrtzeit (in Bewegung) beträgt bei einer Ø Geschwindigkeit von 15 km/h etwa 4:45 Stunden. Zuzüglich Pausenzeit (Getränkestation nahe Lindach 5 min. + Verpflegungsstation Oberndorf 15 min.) ergibt eine Gesamtzeit von etwa 5:05 Stunden
→ Zielankunft gegen 14.00 Uhr

Foto: Graveltour auf Höhe Lohstadt/Gundelshausen. Entlang der Donau werden beidseitig des Flussufers 13 km abgespult, dessen Landschaftskulisse von schroffen Kalkfelsen des Bayerischen Juras geprägt ist, die vor rund 150 Millionen Jahren aus Ablagerungen eines flachen Meeres entstanden sind.
Geänderte Zufahrt zur Verpflegungsstelle Oberndorf (NICHT durch den Brauereihof) beachten (Hinweisschildern folgen)!
Streckengrafik mit Höhenprofil - Höhenmeter abweichend vom ausgegebenen Google-Maps-Algorithmus
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Graveln ist In

Welch gigantisches Gravel-Potential rund um Regensburg im Verborgenen schlummert wissen eigentlich nur Insider, die sich in der Region regelmäßig ins Gravelparadies stürzen. Ganz zu schweigen von unbewaldeten Hochflächen, die in der vegetationsreichen Umgebung beeindruckende Panoramablicke freigeben. Umso erfreulicher, dass man Graveln - Die grenzenlose Freiheit auf zwei Rädern - auf einer sagenhaften Tour neuerdings bei der Welt-Kult-Tour self guided - but not unsupported (Getränkestation + Labe) - auch ohne Streckenkenntnisse genüsslich ausleben kann.
Bekanntlich bringt die Kombination aus zähen Uphills, rollwiderstandsreduzierte Asphaltpassagen, loser Untergrund und Schotterabfahrten eine wechselseitige Schärfe ins Fahrtenspiel, dessen durchmischte Wegeformen den Spannungsbogen aufrechthalten und schwungvolle Nonplusultra-Erlebnisse versprechen. Dazu Up & Downs, die nach jedem Anstieg für Hochgefühle sorgen. Soviel steht fest: von reizvollen Attributen die eine Strecke bereichern, ist die Gravelrunde der Welt-Kult-Tour jedenfalls reichlich gesegnet.

Streckenbeurteilung
Es ist schon bemerkenswert, wie effektiv es dem Biketeam Regensburg als Ausrichter der Welt-Kult-Tour gelungen ist, das Maximum aus dem Gelände im südlichen Landreis Regensburg sowie dem Landkreis Kelheim für eine Gravelstrecke herauszuholen. Dementsprechend überschwänglich viel die positive Resonanz nach der Premiere 2025 aus. Speziell die abwechslungsreiche Streckenführung mit hohem Geländeanteil wurde über den Klee gelobt. Nicht weniger begeistert war man über die sanftgewellte Jura-Landschaft, die fürs Gravelbiken geradewegs prädestiniert ist und Fun-Erlebnissen Tür und Tor öffnet. Der Wechsel aus befestigten Forst- und Schotterwegen mit unbefestigten Wald- und Wiesen- Pfaden, kombiniert mit verkehrsarmen Asphaltpassagen bringt jeden Gravler ins Schwärmen. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die "Gravler-DNA" mit einer abwechslungsreichen Wege-Komposition die fortwährend Fahrspaß verspricht, unverrückbar verortet ist. Doch über eines sollte sich jeder Naturliebhaber bewusst sein, dass wir es allein der schützenswerten Natur als Gastgeber zu verdanken haben, leidenschaftlich Outdoorsport in einer inspirierenden Umgebung betreiben zu können.

Nachdem die Gravelbikestrecke letztes Jahr so gut ankam, gehört die 71 km lange Rundtour zum festen Tourprogramm der Welt-Kult-Tour. Der attraktive Routenverlauf zeichnet sich durch landschaftliche Vielfalt und einem hohen Geländeanteil aus. Der Wechsel aus befestigten Forst- und Schotterwegen mit unbefestigten Wald- und Wiesen- Pfaden - kombiniert mit verkehrsarmen Asphaltpassagen - lässt keine Wünsche offen, weswegen der vergnügliche On- und Offroad- Spaß kein Ende nimmt.
Konditionell ist die mittelschwere Rundtour zugegebenermaßen durchaus anstrengend (1.050 hm). Dafür stellen sich keine fahrtechnische Hürden in den Weg. Berg- und Talfahrten, bei der sich locker-flockiger Abfahrtsspaß, zermürbende Uphills und beschwingte Flachpassagen in steter Abfolge aneinanderreihen, geben den Takt vor. Solide Grundlagenausdauer sollte schon vorhanden sein (GA1/GA2- Training gilt gemeinhin als Schlüssel zum Erfolg), ansonsten bleibt der Fahrspaß bei zu großer Erschöpfung auf der Strecke.

Foto: nach der Straßenabfahrt runter ans Donauufer bei Kapflberg radelt man auf der Römerbruchstraße (Donau-Radweg) knapp 2 km bis zum Rechtsabzweig in einen Schotterweg, dem sich danach ein schlängelnder Wald- und Wiesenweg durch eine unberührte Naturlandschaft anschließt. Dort beginnt mit knapp die längste Steigung dieser Strecke (170 hm), die kurz vor Saxberg ihren Streckenzenit erreicht (465 m ü.NHN).
Die Attraktivität einer Gravelstrecke bemisst sich im Wesentlichen durch wechselnde Bodenverhältnisse, die sich aus einer Mischung fester/loser Schotterpisten, erdiger Waldpfade, samtiger Wiesenwege, verkehrsfreier Radwege und verkehrsarmer Nebenstraßen ergeben. Dazu ein facettenreiches Geländerelief, das von Flach- und Waldpassagen, knackigen Anstiegen und berauschenden Abfahrten gekennzeichnet ist - fertig ist der Gravel-Traum. Besonders die kontinuierliche Abfolge von Up- und Downhills, die wechselseitig mal körperlich mal mental fordern - unterbrochen von flowigen Waldpassagen und endorphinanreichernden Flachabschnitten - geben dieser Gravelroute ihren sportlichen Biss bzw. kurzweiligen Feinschliff.

Landschaftlich begeistert die hügelige Tour im Bayerischen Jura schon deswegen, weil der Verlauf - gepaart mit schönen Ausblicken - verborgene Landstriche tangiert, die selbst manche Locals ins Staunen versetzen dürften.
An manch markanten Wegepunkten ist es nicht verkehrt kurze Stopps einzulegen, schließlich ist man ja nicht auf der Flucht. Zum einen kann man in Ruhe durchschnaufen und genüsslich an der Trinkflasche nuckeln, zum anderen bietet sich die Gelegenheit den einen oder anderen Schnappschuss zu machen, um visuelle Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.

Die abwechslungsreiche Mixtur aus Radwegen, Nebenstaßen, Schotter- Feldwege, landwirtschaftliche Wirtschaftswege, samterdige Waldpfade sowie historische Betonplattenwege, die ab Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge der Infrastruktur- und Flurbereinigungsmaßnahmen verlegt wurden, hat Langeweile nicht den Hauch einer Chance. Im Prinzip mag die Landschaft auf den ersten Blick zwar recht unspektakulär bzw. unscheinbar erscheinen, doch wer das abgelegene Terrain ein wenig achtsam durchforstet wird über die liebliche Kulisse der Juralandschaft wie z.B. den Flusslauf der Donau, den blühenden Magerrasenhängen, den schroffen Kalkfelsen und die sauerstoffreichen Waldpassagen erstaunt und amused sein. Eine Szenerie, die Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet, aber auch dem Menschen als erholsamer Rückzugsort dient bzw. Gravlern ein wahrhaftiges Traumrevier vor die Füße legt.
Foto: Graveltour auf Höhe Lohstadt/Gundelshausen. Entlang der Donau werden beidseitig des Flussufers 13 km abgespult, dessen Landschaftskulisse von schroffen Kalkfelsen des Bayerischen Juras geprägt ist, die vor rund 150 Millionen Jahren aus Ablagerungen eines flachen Meeres entstanden sind.
Allgemeines
Abwechselnd auf Flurbereinigungswegen, verkehrsarmen Nebenstraßen, verborgenen Wald- und Wiesenpfaden und natürlich jede Menge knarzender Schotterpassagen ist der kunterbunte Wegemix erste Sahne. 1.050 Höhenmeter gehen mit ebenso vielen Tiefenmetern einher, d.h. nach kräftezehrenden Uphills folgen meistens berauschende Abfahrten, die den Adrenalinpegel pushen.
Landschaftlich begeistert die hügelige Tour auch deswegen, weil der Routenverlauf Landstriche tangiert, die selbst die wenigsten Locals kennen was der Gravelbikeroute einen unverwechselbaren Stempel aufdrückt.
Reifenbreite und Luftdruck beeinflussen maßgeblich die Fahreigenschaften (Komfort, Traktion, Grip, Pannenanfälligkeit). Die gängige Reifenbreite für Gravelbikes liegt typischerweise bei 40-45 mm, die einen bestmöglichen Kompromiss aus Pannenschutz, Komfort und Rollwiderstand bieten. Je nach Körpergewicht empfiehlt sich ein Reifendruck von 2,5 - 3,0 Bar. Bei nassem Untergrund bzw. aufgeweichten Böden verbessert niedriger Luftdruck das Traktionsverhalten.
Streckenbeschreibung

Die Startphase in Burgweinting ist ein Einstand nach Maß, denn der Geländespaß beginnt schon wenige hundert Meter am Ende der Kirchfeldallee, worauf die Strecke unweit vom Startgelände am Hochwasserrückhaltebecken Burgweinting vorbei verläuft und der naturnahe Aubachpark passiert wird. Der Park erstreckt sich mit rund 45 Hektar von Burgweinting im Osten und Norden bis zum Burgweintinger Hölzl im Süden und Unterisling im Westen. Über knarzende Schotterwege folgt eine langgezogene Waldpassage im Burgweintinger Hölzl. Nach 5.4 km erreicht man den Oberhinkofener Kreisverkehr (KM 5.4) der an der zweiten Abfahrt verlassen wird.
DBU-Naturerbefläche Frauenholz

Die DBU-Naturerbefläche Frauenholz ist 494 Hektar groß und liegt ca. 8 Kilometer südlich der Stadt Regensburg. Dort befinden sich großflächige Nadelwälder, alte Buchenbestände und Streuobstwiesen sowie extenisv genutztes Grünland im östlichen Teil des Gebietes. Erwähnenswert ist vor allem die Vielzahl von Kleingewässern, die einen bedeutenden Bestand an Amphibien beherbergen. Die DBU-Naturerbefläche überschneidet sich mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Standortübungsplatz Oberhinkofen.
Von 1861 bis 2011 wurde die heutige DBU-Naturerbefläche militärisch genutzt. Das Gebiet diente der bayerischen Armee als Garnisonsschießplatz, der Kavallerie als Exerzierplatz und der Reichswehr sowie der Wehrmacht als Übungsplatz. 1945 übernahmen die US-Streitkräfte das Gelände und nutzten es als Panzerübungsplatz und bis 1949 als Sprengplatz zur Vernichtung von Munition. 1958 wurde die Fläche als „Standortübungsplatz Oberhinkofen“ an die Bundeswehr übergeben. 2011 wurden Geländeteile von der Bundeswehr an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben und 2 Jahre später 560 Hektar zum „Nationalen Naturerbe“ erklärt.
Bei KM 6.7 zweigt die Route rechts auf den ehemaligen Truppenübungsplatz ab und verläuft - abermals auf Schotterwegen - Richtung Nusshof.
Dort wird bei KM 12 links in die Straße R20 eingebogen, auf der weitere 5 WKT-Strecken gemeinsam bis zum nächsten Verzweigungspunkt (2.5 km) verlaufen.
Erhöhte Vorsicht ist bei der Überquerung der vorfahrtsberechtigen Hauptstraße Köfering-Bad Abbach (KM 14.3) geboten. die geradeaus gequert wird → Streckengabelung

Bei der ersten Streckengabelung nach der Gefällstrecke kurz hinter Seedorf (KM 14.3) verzweigen sich auf der vorfahrtsberechtigten Straße (St. 2143) sechs Strecken:
- Gravelbikestrecke → Kreuzung GERADEAUS queren (Foto oben)
- Welt-Kult-Tour, Hart&Herzlich, Funsportrunde und Fitness-Tour → RECHTS Richtung Bad Abbach
- Bischofshof Freundschaftsmarathon → LINKS Richtung Gebelkofen

Foto: Donauwehr-Überquerung kurz vor Poikam
Dass die Teilnehmer von der abwechslungsreichen Streckenführung in der herrlichen Jura-Landschaft im vergangenen Jahr super begeistert waren, dürfte den Gravlern bei der diesjährigen Veranstaltung ebenso bewusst werden.

So schön die Landschaft auch sein mag ist aber auch klar, dass die Gravelbikerunde konditionelle Power abverlangt. Dazu erfordern Schotterabfahrten, teils mit kleineren Schlaglöchern und Regenrinnen versetzt - volle Konzentration - erst recht bei Nässe, wenn's rutschig wird. Natürlich kein Problem, sofern angepasstes Tempo und feindosierte Brems- und Lenkmanöver das Risiko in Grenzen hält.

Landschaftlich wie topographisch bietet die Region im Landkreis Regensburg (Oberpfalz) und im Landkreis Kelheim (Niederbayern) ideale Voraussetzungen für Radfahrer unabhängig davon mit welcher Radgattung man unterwegs ist. Die schwachbesiedelte Region bietet im kupierten Gelände hervorragende Bedingungen für einen abwechslungsreichen On- Offroad-Mix. Weil viele Flurbereinigungswege waldfrei sind, kann man vor allem auf Hochebenen immer wieder fazinierende Ausblicke erhaschen.
Testbefahrung
Bei bester Stimmung und blühender Vegetation fand Mitte Mai 2025 die zweite Testbefahrung der WKT-Gravelbikestrecke statt. Die On- Offroad-Runde (selfguided) durch den südöstlichen Landkreis Regensburg und nördlichen Landkreis Kelheim schraubt das Streckenangebot der Welt-Kult-Tour auf 9 Tour-Varianten hoch. Abwechselnd auf Flurbereinigungswegen, nahezu verkehrsfreien Nebenstraßen, verborgenen Wald- und Wiesenpfaden und reichlich knarzenden Schotterpassagen bereitet der kunterbunte Wegemix super viel Spaß.
Gut 1.000 hm - verteilt auf 71 km - sind eine selbsterklärende Ansage, die den konditionellen Anspruch offenlegt. Fahrtechnisch ist die Strecke relativ einfach, wenngleich auf losem Schotter, Schlaglöchern und Regenrinnen erhöhte Vorsicht geboten ist.
Fazit der "Testmannschaft": klasse Gravelstrecke deren Vielseitigkeit darauf beruht, dass das Terrain geländespezifsch optimal genutzt wird. Die ausgeklügelte Streckenführung holt das Maximum aus dem Gelände heraus, das jede Menge Reiz- und Überraschungsmomente verspricht.
So gesehen dürfen sich Gravelbike-Enthusiasten aus gutem Grund der Welt-Kult-Tour entgegen fiebern.

Nach 35 km kann am idyllisch gelegenen Waldrand nahe Lindach der Durst gelöscht und Trinkflaschen aufgefüllt werden, während nach weiteren 15 km die Verpflegungsstation in Oberndorf zur wohlverdienten Pause und Energiezufuhr einlädt, bevor mit frischem Elan der "Endspurt" nach Burgweinting erfolgt.
Nachdem in Saxberg (KM 40) auf einen Forstweg abgezweigt wird (im steileren Gefälle bei höherem Tempo kann der unvermittelte Rechtsabzweig von der Bergmattinger Straße leicht übersehen werden) folgt eine sagenhafte - je nach Fahrweise auch pfeilschnelle - Abfahrt auf fein sandiger Fahrbahnoberfläche. Innerhalb von 3 km fällt das Höhenlevel um 130 Meter ab, bevor man in Lohstadt an der Donau aufschlägt.

Bei KM 50 (ca. 750 hm) wird die Verpflegungsstation Oberndorf angesteuert (Getränkestation KM 33).
Rennradliebhaber, die Gravelbikes nicht verschmähen haben bei der Welt-Kult-Tour (leider) jetzt die Qual der Wahl. Tipp: wer seinen Horizont erweitern und unbekanntes Terrain erkunden möchte, kommt an dieser Paradestrecke definitiv nicht vorbei. Eine Aussage, für die sich der Autor (der seit vielen Jahr als Fotograf bei der WKT teilnimmt) höchstpersönlich verbürgt.

Dass man ab und an seine Fahrt unterbricht und seine Blicke schweifen lässt kann in dieser Umgebung nicht schaden. Schließlich ist man nicht auf der Flucht es sei denn, leistungsorientierte Interessen nötigen zum "Schweinsgalopp".

Fazit der Test-Crew: die abwechslungsreiche Streckenführung machte richtig Fun und ließ die Herzen der Gravler-Enthusiasten höher schlagen. Selbst für Einheimische mit guten Streckenkenntnissen war für die meisten Teilnehmer so manche Ecke absolutes Neuland.

Der Spaß stand den Gravel-Mädels ins Gesicht gemeißelt. Alle waren von dem verwinkelten Streckenverlauf hellauf begeistert.

Schlusswort
Wer sich die Gravelroute quasi als Trockenübung zu Gemüte geführt hat, sollte normalerweise Lust auf "Mehr" bekommen haben. Es spricht ja wahrlich nichts dagegen sich das Sahneschnittchen von der feinen "Gravelparadies-Torte" abzuschneiden und am 13. September spannungsgeladen die Probe auf's Exempel zu machen. Die Graveltour verdient es allemal auf die To-Do-Liste gesetzt zu werden, um prickelnden Fahrspaß - gepaart mit tollem Naturfeeling - von seiner schönsten Seite kennen zu lernen. In diesem Sinn: Let's go!
