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Das war die 19. WKT 2025
Eines vorweggenommen: 963 Teilnehmer ließen sich von Regenschauern die gute Stimmung bei der »Welt-Kult-Tour« ganz und gar nicht vermiesen. Am 14.09.2025 feierte die Regensburger Welt-Kult-Tour mit ihrer 18. Ausgabe gewissermaßen ihre "Volljährigkeit". Trotz Regenschauer konnte sich die WKT mit 963 Anmeldungen im Vgl. zum Vorjahr erstaunlich gut behaupten.

Der Wettergott ist schon ein phlegmatischer Zeitgenosse - mal lässt er die Sonne scheinen, mal kippt er im nächsten Moment kübelweise Wasser auf die behelmten Häupter. Da passt das Zitat von Friedrich Nietzsche wie die Faust auf's Auge: "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker". Ein Zitat, in dem mehr als ein Fünkchen Wahrheit begraben liegt. Der Aussage liegt die Annahme zugrunde, dass Menschen, die eine Krise (bei Radsportlern nennt man es moralisches Tief) durchlebt haben, auf lange Sicht meist gestärkt daraus hervorgehen. Eine Bewandtnis, die leidensfähige Radsportler ständig am eigenen Leib erfahren dürfen.

Frühmorgens ab 6.00 Uhr geht's an der Startnummernausgabe hektisch zu, weil jeder pünktlich in der Startaufstellung stehen möchte. Für das Gelingen der Veranstaltung sorgten an die Dank tadeloser Organisation und selbstlose Einsatz der 130 ehrenamtlichen Helfer ging alles reibungsfrei über die Bühne.
Zu früher Stunde wuselten hunderte Radsportler am Gelände der Burgweintinger Schule umher und machten sich und ihren Speichenflitzer mit letzten Handgriffen startklar. Insgesamt 963 Teilnehmer nutzten den Saisonausklang und schwärmten auf acht beschilderten plus einer unbeschilderten (Gravel) Rundtour in den Regensburger Landkreis (Oberpfalz) und zum Teil in den Landkreis Kelheim (Niederbayern) aus. Der frühherbstliche Termin birgt den Vorteil, dass die Beine in aller Regel viele Trainingskilometer intus haben und somit der Hobbyist in Top-Form auf der Matte steht.

Weniger hektisch geht es zu, wenn bereits Samstag die Startunterlagen abgeholt werden.

Morgenstund hat Gold im Mund. Für die Teilnehmer der 18. »Welt-Kult-Tour« in Burgweinting im südostlichen Stadtbezirk von Regensburg beginnt ein sportlicher wie ereignisreicher Tag. Nach dem Frühstück, blinzelnden Sonnenstrahlen und innerer Anspannung mit steigendem Adrenalinpegel fieberte jeder in der Startaufstellung dem erlösenden Countdown entgegen. Der Spannungspegel wurde durch einen passenden Song gesteigert der für prickelndes Gänsehautfeeling sorgte, d.h. es gab einen wummernden Magic Sound auf die Ohren: "The Alan Parsons Project - Sirius".
Im Gegensatz zum Vorjahr stand die diesjährige »Welt-Kult-Tour« zumindest bis in die Nachmittagsstunden leider Gottes nicht unter einem strahlenden Stern. Stattdessen zog es Petrus vor, dem Radsport-Völkchen eine kostenlos Dusche zu verpassen die schon fast einem Vollbad enttsprach. Erst nachmittags als das Groß der Teilnehmer bereits wieder im Ziel zurück war, kam die Sonne zum Vorschein.

Am 14.09.2025 feierte die Regensburger »Welt-Kult-Tour« mit ihrer 18. Ausgabe gewissermaßen ihre "Volljährigkeit". Trotz Regenschauer konnte sich die WKT mit 963 Anmeldungen im Vgl. zum Vorjahr erstaunlich gut behaupten.

Neun leistungsabgestufte (Rund- ) Strecken (5 Rennrad-, 3 Familien- und 1 Gravelbikerunde) auf verkehrsarmen Nebenstraßen durch die landschaftlich reizvolle Gegend südlich der Welterbestadt Regensburg ließen keine Wünsche offen. Beste Gelegenheit gemeinsam mit Sportsfreunden der ausklingenden Saison in der frühherbstlichen Jahreszeit nochmals einen letzten Kick zu geben. So gesehen setzt die »Welt-Kult-Tour« einen glanzvollen Schlußpunkt, bevor die kaltnasse Jahreszeit Einzug hält. Je nach Fitness und sportlicher Zielsetzung wurde die Favoritenstrecke ausgewählt. Neben dem fordernden »Bischofshof-Freundschaftsmarathon« (210 km) war auch die namensgebende »Welt-Kult-Tour« (175 km) sowie die 125 Kilometer lange »Hart & Herzlich« -Tour sind nichts für schwache Waden.

Den ersten Startschuß des Tages gab einmal mehr die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Fr. Dr. Astrid Freudenstein. Dann rollte der erste Pulk mit gut 300 Radsportlern zunächst gemächlich über die Startlinie, bevor die Wattzahl spürbar erhöht wurde damit schon kurz nach dem Start die "Tachonadel" an der 40 km/h-Marke kratzte. Die Teilnehmer des »Bischofshof-Freundschaftsmarathon« und der »Welt-Kult-Tour« hatten 2.500 bzw. 2.000 Höhenmeter zu überwinden.
Zunächst wurde Kelheim anvisiert, worauf der Stausackerer Berg (175 hm) auf die Fahrer wartete. Bevor die erste Verpflegungsstelle für kurzzeitige Regeneration sorgte stellte sich der sogenannte "Col de Stausacker" - bekannt vom Race24 - in den Weg. Erstmalig war der Anstieg komplett zu bezwingen, da davor liegende gefährliche Steilabfahrt der Sicherheit wegen herausgenommen wurde. Genau betrachtet ist ja eigentlich jeder schweißtreibende Berg für die Katz, da es danach wieder runter geht, d.h. hart erarbeitete Höhenmeter werden vom Hochplateau hinab ins Donautal bei der Weltenburger Enge vollständig wieder zunichte gemacht. Aber so ist er halt der Radsport - ein ständiges Up and Down - was im übrigen oftmals äquivalent mit dem psychischen Zustand einhergeht.

Foto: Sport-Bürgermeisterin der Stadt Regensburg und Schirmherrin der Veranstaltung Dr. Astrid Freudenstein ließ es sich nicht nehmen, Grußworte ans Publikum zu richten und nachmittags die Ehrung der teilnehmerstärksten Vereine vorzunehmen. Die sympathische Kommunalpolitikerin genießt in Regensburg große Popularität.

Zum Höhepunkt - der gleichzeitig "Markenzeichen" der WKT ist - gehört natürlich die Donauüberquerung. Mit ständigem Blick auf den Standort der Gierseilfähre konnten an der Verpflegungsstation Stausacker die Energiespeicher geladen werden, bevor nach Weltenburg übergesetzt wurde.

Die WKT ist zwar eine Breitensportveranstaltung, die in erster Linie Hobbyfahrer, Freizeitsportler, Senioren, Familienradler und E-Biker anspricht, sich aber ebenso lizenzierte Radsport-Amateure und bis in die Haarspitzen motivierte Hobby-Racer berufen fühlen sich nochmals richtig auszupowern und sich die Kante zu geben. Gerade weil das kunterbunte Teilnehmerfeld in punkto Alter, Leistungsvermögen und individueller Vorlieben querbeet durchmischt ist, versprüht die Welt-Kult-Tour ein prickelndes Flair. Letztlich spiegelt sich das Spektrum auch in der Bandbreite der neun Strecken wider.

An das Outfit der WKT300 Trikots hat man sich bei der Welt-Kult-Tour zwischenzeitlich gewöhnt, da der Anteil der Langstrecken-Heroes von Jahr zu Jahr kontinuierlich zunimmt. Neben der WKT und dem Zweiradcenter Stadler Cup ist die WKT300 das dritte Sport-Event, welches das Biketeam Regensburg jedes Jahr mit viel Herzblut auf die Beine stellt.
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| © Zeitgemaess GmbH |
Die familiär geprägte »Welt-Kult-Tour« weist zwar keinen Renncharakter auf, dennoch hindert es ambitionierte Hobbyisten freilich nicht daran das eigene Leistungslimit auszuloten, um persönliche Bestleistungen abzuliefern. Überhaupt erlebt der Hobby-Radsport in letzter Zeit ein regelrechtes Revival, wobei eine Entwicklung besonders auffällt. Gemeint sind anspruchsvolle Langdistanzen, die sich einer erstaunlichen Beliebtheit erfreuen was letztendlich den Rückschluss zulässt, dass das Leistungsniveau beträchtlich zugenommen hat. Ein Trend, der sich nachweislich auch im Anmeldeverhalten der »Welt-Kult-Tour« niederschlägt, da der »Bischofshof Freundschaftsmarathon« mit 214 Teilnehmern die höchste Teilnehmerquote aller Routen verzeichnet. Addiert meldeten sich auf den drei längsten Strecken 530 Sportler an, was bei den Touren 1-5 (851) einen Anteil von 62% ergibt.
Die Premiere der Gravelbiketour darf mit 73 Teilnehmern - angesichts des "Miesepeterwetter" durchaus als Erfolg gewertet werden. Wenngleich die Gravler im Ziel durchnässt und verdreckt ankamen, ragten im Ziel die Mundwinkel im schmutzversprenkelten Gesicht dennoch nach oben.
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| © Zeitgemaess GmbH |
Langstrecke scheint bei der Welt-Kult-Tour IN zu sein. Ein Phänomen, das bei genauerem Hinsehen eigentlich gar keins ist. Dass der Bischofshof-Freundschaftsmarathon (205 km) von allen Strecken die höchste Teilnehmerquote aufweist deutet auch darauf hin, weil Teilnehmer der WKT300 (Spendenmarathon, powered by Biketeam Regensburg) ein kostenloses Startrecht bei der WKT inne haben. Augenscheinlich haben die Langstrecken-Pros aber auch noch Mundpropaganda betrieben. Dass ausgerechnet die anspruchsvollste Strecke eine Rekordbeteiligung verzeichnet zeigt, welch Anziehungskraft die Veranstaltung auf leistungsstärkere Fahrer ausübt.

Sicherheit

Trotz Pulkfahrten bei Nässe, Windschattenduelle, steile Abfahrten und kurvigen Streckenpassagen waren nur vereinzelte - relativ glimpflich verlaufende - Stürze zu beklagen, was auf eine besonnene Fahrweise zurückschließen lässt. Da die Sicherheit höchste Priorität genießt, wurden vor besonders gefährlichen Abfahrten wie z.B. vor dem Thumhauserer Berg, Mühlschlag und Kühschlag oder vor Kreuzungsbereichen Warnschilder mit dem Hinweis "Achtung - langsam fahren" aufgestellt.
Feuer frei
Punkt 7.30 Uhr erfolgte der erste Startschuss, und gab die Strecke für die 205- und 175 Kilometer offizielle frei!

Wer sich etwas Zeit nimmt zückt das Handy, um die herrliche Naturkulisse abzulichten. Erinnerungsfotos, an dessen eindrucksvolle Momente man sich später liebend gern zurück erinnert.

Regen? Welcher Regen? Bisschen Sarkasmus darf ja sein. Trotzdem wollen wir bei den harten Tatsachen bleiben, denn ehrlicherweise sorgte wolkenbruchartiger Regen dafür, dass das Regenwasser nicht nur wellenförmig den Stausackerer Berg hinunter lief, sondern die Radkleidung - vom Helm bis in die Radschuhe komplett durchnässte. Der guten Laune tat es dennoch keinen Abbruch. Vom Miesepeterwetter haben sich eingefleischte Radler sowieso no nie die Stimmung verderben lassen, was einmal mehr zeigt, wie stark die pure Essenz des Radsports - die Leidenschaft - im Herzen lodert. Noch dazu, wo in Stausacker - angefahren von der sportlichen Garde der zwei längsten Touren - heiße Suppe, warmer Kaffee und herzhafte Snacks kredenzt wurden.

Das gibt's auch nicht alle Tage, dass sich ein frischgebackener Weltmeister in den Dienst eines Vereins stellt und Breitensportlern fleißig Semmeln und Brezen schmiert. Die Rede ist von Rainer Steinberger aus Pösing bei Roding, der die Weltmeisterschaft beim Race Around Austria (RAA) - wo er bereits 2019 und 2021 siegte - im Ultracycling gewann. Da sprich man natürlich von gänzlich anderen Dimensionen als im Breitensport, denn er umrundete die Alpenrepublik in 2.200 Kilometern als Schnellster, womit er sich zum Doppelweltmeister kürte. Bei der erstmals in Österreich ausgetragenen Ultracycling-Weltmeisterschaft sorgten 30.000 Höhenmeter bei extreme Hitze und Schlafentzug für ein regelrechtes Favoritensterben. Nach 3 Tagen, 17 Stunden und 4 Minuten erreichte der 49-jährige Oberpfälzer das Ziel in St. Georgen im Attergau und verteidigte damit seinen im Vorjahr beim Race Around Poland errungenen glorreichen Weltmeistertitel - Chaupeau!

Foto v.l.: Rainer Steinberger, Curd Biedermann, Marc Schwagerus (Stationsleiter Kallmünz)
Vom frisch gekürten Doppelweltmeister zwei Brezen geschmiert zu bekommen ist schon eine besondere Ehre. Als Vereinsmitglied im Biketeam Regensburg radelt Rainer Steinberger bei der vereinsinternen WKT300 regelmäßig als Pacemaker mit.

Erste Verpflegungsstation in Stausacker. Während die Marathonstrecke via Stausackerer Berg nach Hienheim (Fähre) führte, überquerten die Fahrer der Routen Welt-Kult-Tour + Hart & Herzlich nur wenige Meter unterhalb der Jause die Donau. Da die Donauquerung in Stausacker im Gegensatz zu früheren Jahren in entgegengesetzter Richtung erfolgte, konnte man sich derweil an der Verpflegungsstation mehr oder weniger relaxt verköstigen und seine Energiespeicher aufladen bevor die Fähre anlegte. Der Richtungswechsel bedingte den Vorteil, die Gierseilfähre im Blick zu haben, währenddessen die Pause für den Energienachschub sinnvoll genutzt werden konnte. Die entspannte Donauüberfahrt spendete der Beinmuskulatur eine kurze Auszeit, bevor sie wieder wirbeln durften.

Eine besondere Erwähnung verdient der kürzlich volljährig gewordene Aaron vom Veloclub Ratisbona. Mit seinen 18 Jahren legte er auf der 175 km Strecke einen wahren Parforceritt hin, der den "rasenden Reporter" ordentlich ins Schwitzen brachte.

Den Schlusssprint zog der Gymnasiast bzw. sympathische Nachwuchsfahrer vom VCR mit bis zu 43 km/h an.

Das grandiose Naturschauspiel der Weltenburger Enge "nötigt" das Handy zu zücken, um unvergessliche Snapshots zu machen.

Die abwechslungsreiche Landschaftskulisse ist beeindruckend. Im Bild die trohnende Burg Kallmünz, an dessen malerischem Ort die Vils in die Naab mündet. Am nördlichsten Streckenpunkt angelangt, darf man sich auf die zweite Verpflegungsstation freuen.

Verpflegungsstation Kallmünz: Stationsleiter Marc Schwagerus sorgte dafür, dass alle genügend was zu beißen und zu trinken hatten. Angesichts der nächsten bevorstehenden Anstiege war der Flüssigkeitsnachschub das A & O, schließlich wartete bereits in Krachenhausen unweit von Kallmünz schon die nächste Bergkuppe (Mühlschlag) auf seine "Opfer".

Neben der viel gepriesenen 1a-Beschilderung stachen wieder die großformatigen "Bergtafeln" ins Auge, die die wichtigsten Daten wie Höhemeter, Ø - u. Maximalsteigung vermittelten auf die sich jeder einstellen konnte.

Wer in Schönhofen nach 61 km (Hart & Herzlich), 112 km (WKT) oder 142 km (Bischofshof Freundschaftsmarathon) leicht angeschlagen die giftige Kühschlag-Rampe erreicht sieht sich einer schier unüberwindlichen Wand konfrontiert. "Alte Hasen" wissen, was sie erwartet, alle anderen dürfen den unryhtmisch zu fahrenden Quälgeist Novizen kennenlernen und herausfinden wer als "Sieger" hervorgeht. Das Schauerwetter brachte wenigstens den Vorteil, dass die Sonne nicht in Den Hang reinknallte und die Luft aufheizte. Inwieweit es den inneren Schweinehund besänftigt hatte bleibt wohl ein gut gehütetes Geheimnis.

Tolle Geschichte, die sich auf der giftigsten Rampe - am Kühlschlag - abspielte, wo eine süße "Kinder-Fanmeile" die erschöpften Radler im quälenden Schneckentempo lautstark anfeuerte. Perfekt für die Motivation da es wenigstens einige Sekunden von der Qual ablenkte und den nach Luft japsenden Leidgeprüften ein Lächeln abtrotzte. Der Dank aller, die sich zäh den Hang hinaufquälten ist euch sicher! Wir finden es echt SPITZE, dass an der Kühschlag-Rampe Anfeuerungsschreie und lautes Kuhglockengebimmel die Radler nach oben peitschen.

Beschwingte Stimmung herrschte bei allen Verpflegungs- und Getränkestationen. In Eilsbrunn animierte Oimaras Ohrwurm „Wackelkontakt“ unweigerlich zum Mitsingen:
"Wär ich ein Möbelstück, dann wär ich eine Lampe aus den 70ern
I glüh gern vor, i geh gern aus, mir haut's die Sicherungen naus
Wär ich ein Möbelstück, dann wär ich eine Lampe aus den 70ern
I saug die Kernkraftwerke leer, i lauf auf 8.000 Ampere"........

Stationsleiter Reinhard Eder (links) hat seit fast 10 Jahren die größte Verpflegungsstation in Oberndorf voll im Griff.
Ende gut alles gut - am Ziel seiner Träume

Wohin man schaute strahlende Gesichter. Die Freude im Ziel war wirklich jedem anzumerken. Keimzelle für jeden, der den Radsport mit Leidenschaft betreibt.

In bewährter Weise verköstigte die Feuerwehr Burgweinting Teilnehmer und Besucher mit Grillspezialitäten und beim Biketeam gabs leckere Brotzeiten sowie Kaffee und Kuchen.

Für Familien mit Kindern ab ca. 9 Jahre hat sich die 40 km lange „Donauwellen“-Tour zum echter Renner entwickelt. Der Grund dürfte nicht allein in der tollen Streckenführung entlang der Donau liegen, sondern vor allem mit der Gierseilfähre über die Donau zu schippern bereitet Kindern einen Riesenspaß. Zudem wartet die lange Familientour mit zwei Verpflegungsstationen auf, damit sich die Kids ausreichend verpflegen und rasten können und sich keiner überfordert fühlte. Zum Schluß bekam als "offizielle" Anerkennung für die tolle Leistung jedes Kind eine Medaille umgehängt. Wer seine Kräfte trotzdem noch nicht verpulvert hatte, der konnte sich anschließend noch in einer Hüpfburg austoben.

Ingesamt verteilten sich 173 Teilnehmer auf drei Familientouren. Wie schon die Jahre zuvor, für Kinder und Eltern immer eine spaßige Gschicht.
Auch innerhalb der Helfermannschaft - souverän geleitet vom Vereinsvorsitzenden Christian Spicker - herrschte Bombenstimmung. Hand in Hand wurde gewerkelt d.h. ein Rädchen griff reibungslos ins nächste. Perfektes Teamwork schweißt menschlich zusammen und erzeugt ein harmonisches Gemeinschaftsgefühl was letztlich ein intaktes Vereinsleben widerspiegelt.
Ehrenamtliche Tätigkeit will belohnt sein. So schmeckt nach getaner Arbeit die redlich verdiente Halbe - ein frisch gezapftes Bier von der Traditionsbrauerei Bischofshof - einfach nur genial.

Auch den Rettungskräften vom Malteser Hilfsdienst sowie der Burgweintinger Feuerwehr gebührt großer Dank. Sie halfen nicht nur am Grillstand, bei der Beschilderung und bei der Nachtwache mit, sondern einige Feuerwehrler traten sogar selbst emsig in die Pedalen.
Der Hauptgewinn - ein Rennrad der Marke Scott - wurde vom Zweiradcenter Stadler gesponsert

Klasse Geschichte für den Glückspilz: Wie jedes Jahr wurde um 15:00 Uhr unter allen gestarteten Kindern ein Fahrrad verlost. Den Hauptpreis stellt das Zweirad-Center Stadler Regensburg zur Verfügung.
Spendenerlös für einen guten Zweck
Bekanntermaßen ist das Biketeam Regensburg sozial sehr engagiert. So übergab der Radsportverein einen Scheck in Höhe von 2500 Euro an den Verein Herztöne. Diese stolze Summe hatte der Gastgeber bei der WKT300 gesammelt, die regelmäßig an Mariä Himmelfahrt für einen guten Zweck veranstaltet wird.

Bild v.r.n.l.: Dr. Astrid Freudenstein, Alexandra Wolf (Ehegattin von Sportjournalist Armin Wolf), Zweiradcenter Stadler, Christian Spicker (1. Vorstand Biketeam Regensburg)

Auch die teilnehmerstärksten Vereine wurden geehrt und erhielten schöne Sachpreise.
Fazit
Bleibt festzuhalten: die Veranstaltung setzte im Reigen der RTF's in Bayern als beliebtes Radsport-Ereignis - wie schon die Jahre zuvor - abermals einen glanzvollen Schlusspunkt. Zum Saisonausklang bietet einer der letzten RTF's in Bayern eine willkommene Gelegenheit, mit Gleichgesinnten nochmals kräftig in die Pedale zu treten, bevor der Speichenflitzer winterfest eingemottet bzw. gegen ein Gravelbike getauscht wird.

Drei Familientouren gehören zum festen Bestandteil der WKT. Hier können sich die Sprösslinge nach Herzenslust kurbeln was das Zeug hält, was den familiären Charakter unterstreicht.
Achtung Streckenänderung
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Aus aktuellem Anlass gibt es wegen einer Baustelle eine kurzfristige Streckenänderung. Betroffen sind:
- Freundschafts-Marathon
- Welt-Kult-Tour
- Hart & Herzlich
- Funsportrunde

Erläuterung: nach Donauquerung über die Maximiliansbrücke in Kelheim (betrifft außer Funsportrunde 3 Strecken) wird am Kreisverkehr Kelheim nicht geradeaus in die Hemauer Straße (2. Ausfahrt) sondern an der 3. Ausfahrt in die Riedenburger Straße abgebogen. Die Baustellenumfahrung über Ihrlerstein bis zum neu gebauten Kreisverkehr hat eine Länge von 5.7 km (124 hm / FZ 21:30). Da die ursprüngliche Originalroute eine Länge von 2.2 km aufweist (55 hm/FZ 8:30) verlängert sich die Streckendistanz um 3.5 km sowie um zzgl. 70 "Bonus-Höhenmeter". Im steilsten Abschnitt beträgt die Ø Steigung nach Ihrlerstein 9.6% (max. 14%). Die Umleitungsstrecke ist beschildert bzw. GPX-Strecken-Daten wurden bereits aktualisiert! Bitte diese Information gerne an Freunde/Teilnehmer weitergeben und den aktualisierten GPX-Download achten! Rückfragen nimmt der Veranstalter gerne unter info@weltkulttour.de entgegen. Bayernbike wünscht allen WKT-Teilnehmern eine gute und sturzfreie Fahrt!
Pressekonferenz
Am 2.07.2025 fand Pressekonferenz zur 18. Welt-Kult-Tour statt.

Foto v.l.n.r.: Martin Sperger (Verkaufsleiter Gastro, Bischofshof), Sportjournalist Armin Wolf, Friederike Liepelt und Annemarie Du Toit (Vorstände Herztöne e.V. Regensburg), Frau Dr. Astrid Freudenstein (2. Bürgermeisterin der Stadt Regensburg), Christian Spicker (1. Vorstand Biketeam Regensburg), Kerstin Müller-Schlinke (2. Vorstand Biketeam Regensburg)
Grußwort von Fr. Dr. Astrid Freudenstein, Bürgermeisterin der Stadt Regensburg
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| © Stadt Regensburg |
Liebe Fahrradbegeisterte,
die Welt-Kult-Tour in Regensburg steht wieder an! Aus unserem Veranstaltungskalender ist sie nicht mehr wegzudenken und sämtliche Radbegeisterte freuen sich schon drauf.
Die Welt-Kult-Tour ist wirklich einzigartig, denn nicht die Leistung steht im Vordergrund, sondern der Spaß und die Freude an der Gemeinschaft. Auf fünf verschiedenen Strecken kommen die Radlerinnen und Radler durch viele schöne Gegenden und lernen die reizvolle Gegend um unsere Welterbestadt kennen. Das Highlight wird sicher die Donauüberquerung mit der Fähre sein. Aber auch sonst haben die Strecken einiges zu bieten.
Und zum Abschluss sind natürlich alle eingeladen, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Dass dies möglich ist verdanken wir unserem Biketeam Regensburg. Viele Ehrenamtliche sind wieder nötig, um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Herzlichen Dank dafür!
Ich wünsche allen eine wunderschöne Tour! Genießen Sie den Tag und kommen Sie verletzungsfrei zurück!
Ihre
Astrid Freudenstein
Bürgermeisterin
Schirmherrin der Welt-Kult-Tour 2025
Das war die 17. WKT 2024

Morgenstund hat Gold im Mund. Für die Teilnehmer der 17. Welt-Kult-Tour in Burgweinting im südostlichen Stadtbezirk von Regensburg beginnt ein sportlicher wie ereignisreicher Tag. Nach einem guten Frühstück, blinzelnden Sonnenstrahlen und innerer Anspannung mit steigendem Adrenalinpegel zum Countdown, fieberten alte Hasen wie neue Gesichter dem erlösenden Startschuß entgegen.

Die Rolle rückwärts - sprich zu den Wurzeln der Welt-Kult-Tour zurückzukehren - stellte sich im Nachhinein als begeisterungsfähige Punktlandung heraus. Mit anderen Worten: die Wiederbelebung der ehemaligen Streckenverläufe (zuletzt 2019 im Programm) traf auf breiten Zuspruch.
Die 17. »Welt-Kult-Tour« stand sprichwörtlich unter einem strahlenden Stern, d.h. Petrus war dem Radsport-Völkchen wohlgesonnen, zumal nach Zielschluß ein krasser Wetterumschwung mit Starkregen abrupt die frühherbstliche Jahreszeit einläutete. Dank Altweibersommer herrschte eitel Sonnenschein, die Quecksilbersäule kletterte auf 27 Grad. Das Radlerwetter ließ auch 59 "Spätzünder" nicht kalt, die sich schlaftrunken aus den Federn schälten und wider Erwarten auf den letzten Drücker den Nachmeldeschalter ansteuerten.

Foto: Sport-Bürgermeisterin der Stadt Regensburg und Schirmherrin der Veranstaltung Dr. Astrid Freudenstein ließ es sich nicht nehmen, Grußworte ans Radsportpublik zu richten und nachmittags die Ehrung der teilnehmerstärksten Vereine vorzunehmen. Die engagierte Kommunalpolitikerin mit sympathischer Ausstrahlung genießt in Regensburg große Popularität.
Beglückt mit Spätsommer-Wetter ging die Welt-Kult-Tour - wie gewohnt perfekt vom Biketeam Regensburg organisiert - mit großem Brimborium über die Bühne. Zu früher Stunde wuselten hunderte Radsportler am Gelände der Burgweintinger Schule umher und machten sich und ihren Speichenflitzer mit letzten Handgriffen startklar. Insgesamt 945 Teilnehmer nutzten den Saisonausklang und schwärmten auf acht beschilderten Rundtouren in die Landkreise Regensburg (Oberpfalz) und Kelheim (Niederbayern) aus. Der frühherbstliche Termin birgt den Vorteil, dass die Beine in aller Regel viele Kilometer intus haben und somit der Hobbyist in Top-Form auf der Matte steht. Trotzdem klaffen die Zielsetzungen der grundverschieden Fahrer himmelweit auseinander. Geben sich Elitefahrer (RSC88, Veloclub, Team Baier & Co) bekanntermaßen nicht die Blöße und ballern die Strecke im Vollgasmodus durch, lässt es das Groß der Radfahrer um einiges geruhsamer angehen. Stehen für die einen vorrangig Leistungsdaten im Fokus, bevorzugen andere hingegen das leistungsdruckbefreite (Genuss-) Erlebnis. So ist das bei der WKT wie auch bei allen anderen Radsport-Events.

Neben "altbekannten" Gesichtern nahm auch Ludwig Schiller (Veranstalter der Strasskirchner Radrundfahrt zugunsten krebskranker Kinder) teil. Sogar ein Ehepaar aus Kanada trat eifrig in die Pedalen, nachdem die Urlauber von Regensburger Freunden zur gemeinsamen Teilnahme animiert wurden. Und wie soll's anders sein: nach 60 km kamen beide freudestrahlend im Ziel an.

Bild: Elitefahrer des RSC88 gehören bei der Welt-Kult-Tour zum gewohnten Erscheinungsbild, wobei der rechts stehende Athlet Reini Unger als Serienstarter beim Zweirad-Center-Stadler-Cup (veranstaltet vom Biketeam Regensburg) bereits Podiumsplätze einfuhr.
Steter Tropfen hölt das Bein
Die reaktivierten Streckenverläufe hatten es in mehrfacher Hinsicht in sich, denn das ständige Auf und Ab zwischen Donau, Altmühl, Vils, Naab und Schwarze Laber versprach am laufenden Band eine reizvolle Abwechslung. Das Höhenprofil ging aber auch mit ständigen Belastungswechseln einher. Hier flache Flusslandschaften die windschattengeschützte Gruppenfahrten boten, dort fiese Rampen die die Gruppen wieder auseinander rissen. Wird den Flusstälern der Rücken zugekehrt, wendet sich das Blatt gleich im doppelten Sinne. Während die Kette das Ritzelpaket "durchwandert" und der Umwerfer sie auf's kleine Kettenblatt schmeißt, geht's für jeden Einzelnen ans Eingemachte. Geländereliefs trennen naturgemäß immer die Spreu vom Weizen, da ohne aerodynamische Hilfe jeder auf sich allein gestellt ist. Das Sägezahnprofil der Welt-Kult-Tour kostet auf jeden Fall reichlich Körner. Wer anfangs ein zu hohes Tempo anschlägt uns sich über Gebühr verausgabt, wird hinten raus umso mehr leiden bzw. vom "Mann mit dem Hammer" eingeholt.
Vor dem Glück hat der Liebe Gott nunmal den Schweiß gesetzt. Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass (leidensfähige) Sportler die größte Belohnung im Ziel erwartet, wenn Emotionen schlagartig Bahn brechen. Unvergessliche Momente im Leben, in denen man die ganze Welt umarmen möchte. Nicht zu vergessen das gemeinschaftliche Gruppenerlebnis, das die euphorischen Gefühle noch verstärkt. Die Erklärung liefern Befunde aus der Emotionspsychologie und der kognitiven Neurowissenschaft, die den Zusammenhang zwischen Kraftanstrengung (Input) und ausgelöste Glücksgefühle (Output) empirisch belegen.

Die WKT ist zwar eine Breitensportveranstaltung, die in erster Linie Hobbyfahrer, Freizeitsportler, Senioren, Familienradler und E-Biker anspricht, sich aber ebenso lizenzierte Radsport-Amateure und bis in die Haarspitzen motivierte Hobby-Racer berufen fühlen sich nochmals richtig auszupowern und sich die Kante zu geben. Gerade weil das kunterbunte Teilnehmerfeld in punkto Alter, Leistungsvermögen und individueller Vorlieben querbeet durchmischt ist, versprüht die Welt-Kult-Tour ein prickelndes Flair. Letztlich spiegelt sich das Spektrum auch in der Bandbreite der acht beschilderten Strecken wider.

An das Outfit der WKT300 Trikots wird man sich bei der Welt-Kult-Tour allmählich gewöhnen müssen, denn der Anteil der Langstrecken-Heroes steigt kontinuierlich. Neben der WKT und dem Zweiradcenter Stadler Cup ist die WKT300 das dritte Sport-Event, welches das Biketeam Regensburg jedes Jahr mit viel Herzblut auf die Beine stellt.

| © Zeitgemaess GmbH |
Auffällig ragt die hohe Teilnehmerquotensäule von knapp 21% bei der Marathonstrecke empor, was in Anbetracht einer breitensportorientierten Radtouristikveranstaltung auf ein relativ hohes Leistungsniveau schließen lässt.

| © Zeitgemaess GmbH |
Langstrecke scheint bei der Welt-Kult-Tour IN zu sein. Ein Phänomen, das bei genauerem Hinsehen eigentlich gar keins ist. Dass der Bischofshof-Freundschaftsmarathon (205 km) von allen Strecken die höchste Teilnehmerquote aufweist deutet auch darauf hin, weil Teilnehmer der WKT300 (Spendenmarathon, powered by Biketeam Regensburg) ein kostenloses Startrecht bei der WKT inne haben. Augenscheinlich haben die Langstrecken-Pros aber auch noch Mundpropaganda betrieben. Dass ausgerechnet die anspruchsvollste Strecke eine Rekordbeteiligung verzeichnet zeigt, welch Anziehungskraft die Veranstaltung auf leistungsstärkere Fahrer ausübt.

Thema Sicherheit
Trotz brisanter Pulkfahrten, Windschattenduelle, steiler Abfahrten und kurvigen Streckenpassagen wurde nur ein glimpflicher Sturz vermeldet. Ein Umstand, der nur einer besonnenen, hochkonzentrierten und voraussschauenen Fahrweise zu verdanken ist. Insbesondere die heikle 14% ige Steilabfahrt ins Donautal nach Stausacker, deren schlechter Straßenbelag neben Schlaglöchern zudem querverlaufende (regenbedingte) Sandablagerungen aufwies und eine scharfe Rechtskurve hohe Bremskraft erforderte, hatten die Fahrer der drei längsten Strecken - bis auf eine einzige Ausnahme - bravorös gemeistert. Da Sicherheit grundsätzlich das oberste Gebot einer Radveranstaltung ist, war dieser risikobehaftete Streckenabschnitt mit drei Warnschildern "Achtung - langsam fahren" abgesichert. Dies galt im übrigen auch für weitere Steilabfahrten wie z.B. Thumhauserer Berg, Mühlschlag, Kühschlag usw.
Feuer frei
Punkt 7.30 Uhr erfolgte der erste Startschuss, und gab die Strecke für die 205- und 175 Kilometer offizielle frei!

Bereits nach wenigen Minuten zieht sich das Peloton Richtung Oberhinkofen weit auseinander. Während an der Spitze ordentlich Dampf gemacht wird, verlieren schwächere Fahrer den Anschluss. Ein Ausleseprozess den jeder Radsportler allzu gut kennt und der sich im Prinzip über die gesamte Strecke vollzieht. Wer reißen lässt und aus dem energiesparenden Windschatten herausfällt, dem ist es erfahrungsgemäß kaum - außer mit größter Kraftanstrengung im anaeroben Bereich - möglich, die aufklaffende Lücke wieder zu schließen. Dabei ist ein Abriss gar nicht so tragisch, da innerhalb kürzester Zeit Nachfolgegruppen wieder aufschließen. Hat man den langen Zieher bis kurz vor Seedorf (10 km / 100 hm) im Peloton "überlebt" bestehen gute Aussichten wenigstens bis zum "Col de Stausacker" (bekannt vom Race24) den Gruppenanschluß zu halten. Was danach folgt ist das allseits bekannte Spielchen, wenn am Berg die Karten neu gemischt werden. Dabei kommt das alles entscheidende Kriterium Watt je Kilogramm sichtbar zum Vorschein, der den Ausleseprozess maßgeblich beeinflusst.

Bis in die Kreisstadt Kelheim bietet der 30 km lange Streckenteil längere Flachpassagen sowie Wellen oder Zieher (190 hm) beste Gelegenheit für aerodynamischen Windschatten. Das spart wertvolle Energie und verspricht in einem schnellen Zug eine zusätzliche Zeitersparnis.

Schnellster der 205 km langen Marathonstrecke war Alexander Heimler aus Fensterbach (LK SAD), der mit großem Kampfgeist nach 5:52 h (Ø 36.9 km/h) einen 13 minütigen Vorsprung vor seinem ärgsten Widersacher herausfuhr. (im Bild mit Baby zu sehen). Der letzte Ankömmling der langen Rundstrecke wurde kurz vor Zielschluß um 17.39 Uhr von seinen Strapazen erlöst. Trotz des körperlichen Gewaltakts am Rand seiner Leistungsfähigkeit war er vom Streckenverlauf hellauf begeistert.
Fährüberfahrten - Alleinstellungsmerkmal der WKT

Wer sich etwas Zeit nimmt zückt das Handy, um die herrliche Naturkulisse abzulichten. Erinnerungsfotos, an dessen eindrucksvolle Momente man sich später liebend gern zurück erinnert.

Bild: das wahrscheinlich schönste Fotomotiv der Welt-Kult-Tour: inmitten der prachtvollen Donaulandschaft blitzt das bezaubernde Antlitz des Kloster Weltenburg hervor.

Erste Verpflegungsstation in Stausacker. Während die Marathonstrecke via Stausackerer Berg nach Hienheim (Fähre) führte, überquerten die Fahrer der Routen Welt-Kult-Tour + Hart & Herzlich nur wenige Meter unterhalb der Jause die Donau.

Die Fährüberfahrt - je nach Streckenwahl wird in Matting, Stausacker oder Eining gemütlich über die Donau geschippert - sind das unangefochtene Highlight der Welt-Kult-Tour.

Im Ruhepuls small talks auf der Donau - umgeben von felsiger Juralandschaft - erlebt man sicher nicht alle Tage. Damit trumpft die Radsportveranstaltung mit einem unverkennbaren Alleinstellungsmerkmal auf, das deutschlandweit wohl beispiellos sein dürfte.

Da die Donauquerung in Stausacker erstmals in entgegengesetzter Richtung erfolgte, konnte man sich derweil an der Verpflegungsstation mehr oder weniger relaxt verköstigen und seine Energiespeicher aufladen bevor die Fähre anlegte. Der Richtungswechsel bedingte den Vorteil, die Gierseilfähre beobachten zu können, währenddessen die Pause für den Energienachschub sinnvoll genutzt werden konnte. Die entspannte Überfahrt über die Donau bot die Gelegenheit sich zu sammeln, bevor die Beine wieder wirbeln durften. Am gegenüberliegenden Ufer kündigte sich in Weltenburg nach dem Linksabzweig nahtlos der nächste Anstieg Richtung Kelheim an.

Das grandiose Naturschauspiel der Weltenburger Enge "nötigt" einem geradezu, Snapshots zu machen.

Die abwechslungsreiche Landschaftskulisse ist beeindruckend. Im Bild die trohnende Burg Kallmünz, an dessen malerischem Ort die Vils in die Naab mündet. Am nördlichsten Streckenpunkt angelangt, darf man sich auf die zweite Verpflegungsstation freuen.

Verpflegungsstation Kallmünz: Stationsleiter Marc Schwagerus sorgte dafür, dass alle genügend was zu beißen und zu trinken hatten. Angesichts steigender Temperaturen war der Flüssigkeitsnachschub das A & O, schließlich wartete in Krachenhausen unweit von Kallmünz schon der nächste Anstieg (Mühlschlag) auf seine "Opfer".

Neben der viel gepriesenen 1a-Beschilderung stachen erstmals große blaue Hinweistafeln ins Auge. Sie vermittelten schnörkellos am Beginn signifikanter Anstiege elementare Daten wie Höhemeter, Ø - u. Maximalsteigung. Ob's die Psyche stärkte oder schwächte hing wohl maßgeblich von der augenblicklichen Befindlichkeit ab, bzw. dürfte für so manch Leidgeprüften ein gut gehütetes Geheimnis bleiben.
Wer in Schönhofen nach 61 km (Hart & Herzlich), 112 km (WKT) oder 142 km (Bischofshof Freundschaftsmarathon) bereits angeschlagen aufschlägt, dem stellt die Kühschlag-Rampe eine schier unüberwindliche Wand entgegen. Alten Hasen wissen sehr genau, was sie die folgenden 1.3 km erwartet. Novizen hingegen lernen den unryhtmisch zu fahrenden Stich schmerzvoll kennen, indem das Hindernis ihnen das Fürchten lehrt oder im Ernstfall womöglich den Stecker zieht. Knallt nachmittags in den Hang auch noch die Sonne rein und heizt die Luft auf, dann gerät der Kampf gegen den inneren Schweinehung zum sportlichen Überlebenstripp. Wem Kraftreserven flöten gegangen sind und die Willenskraft versagt, der ist zum Absteigen verdammt. Im Profisport mag das ein No go sein, doch bei einem Hobby-Event wie der WKT ist das überhaupt kein Hals- oder Beinbruch.

Tolle Geschichte, die sich auf der giftigsten Rampe - am Kühlschlag - abspielte, wo eine süße "Kinder-Fanmeile" die erschöpften Radler im quälenden Schneckentempo lautstark anfeuerte. Super gemacht, da es wenigstens einige Sekunden von der Qual ablenkte und den nach Luft japsenden Leidgeprüften ein Lächeln abtrotzte. Der Dank aller, die sich zäh den Hang hinaufquälten ist euch sicher!

Randnotiz in eigener Sache: die Hammergruppe spulte den 22 km langen Schlussabschnitt von der Verpflegungsstation Oberndorf in 41 Minuten (Ø 33 km/h) ins Ziel (212hm). Verbunden mit dem Nachteil, dass beim 160er Puls die Bildschärfe der Fotos zu wünschen übrig ließ.
Schöner Schnappschuss, wo die Dame auf die Anhöhe nach Grasslfing muskuläre Schubhilfe bekommt.
Ende gut alles gut - am Ziel seiner Träume

Anekdote am Rande: der Fahrer rechts nahm als Fünfzehnjähriger zum ersten Mal an der WKT teil. Aus beruflichen Gründen war es ihm danach nicht mehr möglich teilzunehmen. Nach längerer Abstinenz klappte es nun endlich.

Ingesamt verteilten sich 173 Teilnehmer auf drei Familientouren. Wie schon die Jahre zuvor, für Kinder und Eltern immer eine spaßige Gschicht.

Für die Kleinsten der Kleinen gab's wie immer eine Hüpfburg zum Austoben.
Die Teilnehmer hatten ihren Heidenspaß und waren voll des Lobes über die Veranstaltung. Dass das Feedback einen derart positiven Widerhall fand, bestätigt den Erfolg der Welt-Kult-Tour authentisch.

Auch innerhalb der Helfermannschaft - souverän geleitet vom Vereinsvorsitzenden Christian Spicker - herrschte Bombenstimmung. Hand in Hand wurde gewerkelt d.h. ein Rädchen griff reibungslos ins nächste. Perfektes Teamwork schweißt natürlich menschlich zusammen, was ein harmonisches Gemeinschaftsgefühl erzeugt das für ein aktive Vereinsleben unabdingbar ist. Übrigens: die wenigsten dürften wissen, dass die Vorbereitung der WKT bereits im Februar beginnt.

Ehrenamtliche Tätigkeit will belohnt sein. So schmeckt nach getaner Arbeit die redlich verdiente Halbe - ein frisch gezapftes Bier von der Traditionsbrauerei Bischofshof - einfach nur genial.

Auch den Rettungskräften vom Malteser Hilfsdienst sowie der Burgweintinger Feuerwehr gebührt großer Dank. Sie halfen nicht nur am Grillstand, bei der Beschilderung und bei der Nachtwache mit, sondern 9 Feuerwehrler traten sogar selbst emsig in die Pedalen.

Los-Fee Klara durfte bei der Tombola den Hauptgewinner ziehen.

Der Hauptgewinn - ein Rennrad der Marke Scott - wurde vom Zweiradcenter Stadler gesponsert
Spendenerlös für einen guten Zweck

Bild v.l.n.r.: Alexandra Wolf (Ehegattin von Sportjournalist Armin Wolf) , Christian Spicker (1. Vorstand Biketeam Regensburg), Mathilde Schraml (Vorstandsvorsitzende Sozialdienst katholischer Frauen e.V.), Kerstin Müller Schlinke (2. Vorstand Biketeam Regensburg), Dr. Astrid Freudenstein (Bürgermeisterin der Stadt Regensburg), Michael Schwanda (Bischofshof). Fr. Dr. Astrid Freudenstein nahm die Ehrung der teilnehmerstärksten Vereine vor. Dazu übergab sie einen Scheck über 2.500 Euro aus dem Erlös der WKT300 – ein Spendenmarathon der jährlich am 15. August (Maria Himmelfahrt) stattfindet - an den Sozialdienst katholischer Frauen.
Rengschburger Herzen

Bild: Arno Birkenfelder (langjähriger Freund des Autors) gründete vor 4 Jahren die "Rengschburger Herzen" und unterstützt mit viel Herzblut und Tatkraft bedürftige und alte Menschen. Nach dem Tod seiner Mutter stellte der ehemalige Gebrauchtwagenhändler den Verein auf die Beine, um eine beispielslose Lebensmittelverteilung für jene in Gang zu setzen, die es dringlich benötigen. Sein soziales Engagement ist aller Ehren wert. Heute hat das Team durchschnittlich 15 ehrenamtliche Helfer, die den Aufgabenwust scheinbar mühelos wuppen. Da die Lebensmittelausgaben neben bedürftigen Menschen auch sozialen Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte, DrugStop, Frauenhäuser, Bahnhofsmission, Senioren- und Kindereinrichtungen zugute kommt bzw. Mieten, Energiekosten, Unterhaltskosten des Fuhrparks etc. erhebliche finanzielle Mittel erfordern, ist der Verein neben Sach- auch auf Geldspenden angewiesen. Daher sein Appell: „Bitte vergesst die Rengschburger Herzen nicht!“. Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG, IBAN: DE74 7506 0150 0000 4011 88.
P.S.: Arno holte nach Zielschluß übriggebliebene Lebensmittel ab, um diese tagsdarauf an bedürftige Menschen kostenlos zu verteilen.
Hinweis: da neben einem Seniorencafe auch eine Radl-Werkstatt betrieben wird, wird aktuell dringend ein Zweiradmechaniker gesucht der es versteht, defekte Räder technisch wieder in Schuß zu bringen.
Fazit
Bleibt festzuhalten: die Veranstaltung setzte im Reigen der RTF's in Bayern als beliebtes Radsport-Ereignis - wie schon die Jahre zuvor - abermals einen glanzvollen Schlusspunkt. Zum Saisonausklang bietet einer der letzten RTF's in Bayern eine willkommene Gelegenheit, mit Gleichgesinnten nochmals kräftig in die Pedale zu treten, bevor der Speichenflitzer zur kalten "Saure Gurken Zeit" winterfest eingemottet bzw. gegen ein geländegängiges Gravelbike getauscht wird.

Auch die drei Familientouren wurden gut angenommen, bei denen sich die Sprösslinge nach Herzenslust austoben konnten. Dies verdeutlicht die beabsichtigte Breitensportorientierung und die daraus sich ergebene enorme Leistungsspannweite die die »Welt-Kult-Tour« auszeichnet. Wenngleich die Starterfelder in trauter Gemeinsamkeit losradeln, so verfolgt doch jeder seine eigene Zielsetzung. Lassen es die einen krachen und stoppen ihre Fahrzeit, steht anderen der Sinn lieber nach Landschaftsgenuss, Geselligkeit und leistungsdruckbefreiter Fahrspaß bei dem die Zeit keine Rolle spielt.
»Welt-Kult-Tour« - Schmelztiegel unterschiedlichster Radlertypen
Die »Welt-Kult-Tour« bildet einen wahren Schmelztiegel für all jene, die leidenschaftlich gern mit Gleichgesinnten im Sattel sitzen und zum Tagesausklang nach der Tour gemeinsam bei Speiß & Trank (ab) feiern. Die Bandbreite erstreckt sich von genussorientierten Hobby-Radsportlern über ambitionierte Radsportamateure bis hin zu familiär-geselligen Freizeitaktivisten.Außerdem hat sich die »Welt-Kult-Tour« zum Tummelplatz vieler Oberpfälzer Radsportvereine sowie größeren Firmengruppen entwickelt, die zum Saisonabschluss die Gelegenheit nutzen, spaßbetont der familiär geprägten Welt-Kult-Tour teilzunehmen. So standen z.B. der SV Lupburg (Patenverein des Biketeam Regensburg), der Veloclub Ratisbona, RSC88, Team Bayer aus Landshut und viele weitere Vereine am Start.

Schlusswort
Die Lokalredation des TVA formulierte es in seinem Fernsehbeitrag trefflich: "der Weg ist das Ziel, aber wenn der Weg so aussieht, dann soll er doch bitte nie enden". Nichtsdestotrotz hat der Weg zwar sein Ende genommen, doch zur 18.»Welt-Kult-Tour« am 14.09.2025 ploppt die nächste Gelegenheit auf, quasi den Weg fortzusetzen. In diesem Sinne: werde Teil der Welt-Kult-Tour-Familie (Anmeldestart 1. Mai 2025). Bis dahin good Luck und viel Spaß bei der Trainingsvorbereitung.
Bayerischer Jura
Eingebettet im Herzen Bayerns schlummert in einer unverwechselbaren Natur- und Kulturlandschaft der Bayerische Jura, der sich über die Landkreise Kelheim, Neumarkt i.d.OPf., Amberg-Sulzbach sowie den westlichen Teil des Landkreises Regensburg erstreckt. Die Kombination von Wasser und Kalk ließ den Bayerischen Jura zu einer typischen Karstlandschaft entstehen, deren ländlich geprägte Naturregion zum Radfahren geradezu prädestiniert ist.

Abbildung: Naab bei Etterzhausen
Mäandernde Flüsse und Bäche durchziehen die sanft gewellte Jurallandschaft. Malerische Winkel werden mithin als "Toskana der Oberpfalz" bezeichnet, da weißschimmernde Felslandschaften, exponierte Felszinnen, lichte Kiefern- und schattige Buchenwälder sowie unbewaldete Hänge - deren Wacholderheiden und Kräuter aromatische Düfte versprühen - der Naturkulisse ihren typisch mediterranen Charme verleihen. Donau, Altmühl, Lauterach, Naab, Vils, Schwarze und Weiße Laber sind Wasseradern, dessen ufernahen Radwege - vorbei an Pulver-, Hammer-, Papier-, Farb- und Glasschleifmühlen - zu steigungsarmen Genusstouren einlädt. Wird den Flusstälern allerdings der Rücken zugekehrt und tief eingeschnittene Juratäler miteinander kombiniert, darf man sich getrost auf Steigungen einstellen. Das Erklimmen der Bergflanken aus den Niederungen der Fließgewässer heraus verlangt eine Portion Kondition (was sich mit einem e-bike freilich relativiert). Wenngleich die Anstiege kaum mehr als 170 Höhenmeter betragen, kostet das stetige Auf & Ab auf Dauer schon ein wenig Kraftausdauer. Im Prinzip ein Geben und Nehmen, weil die Hochebenen den erbrachten Schweißtribut mit wunderbaren Aussichten über das facettenreiche Hügelland entschädigen. Der Bayerische Jura spricht nicht nur alle Leistungsebenen an, sondern das abwechslungsreiche Geländerelief ist Garant für unfassbar reizvolle Radtouren. Ein spannungsgeladener Cocktail-Mix, der dem Fahrspaß im doppeldeutigen Sinne das Wasser auf die Mühlen liefert.
Gefahrenpassage entschärft (Abfahrt nach Stausacker)
Bei der 18. WKT am 14. September 2025 führt die Route zum Scheitelpunkt des Stausackerer Berges (abgezweigt wird erst 1.8 km nach dem früheren Linksabzweig). Die Umfahrung hat zwar 51 hm mehr, dafür ist die bretere und flachere Gefällstrecke ohne scharfe Kurven sehr übersichtlich.

Erhöhte Vorsicht ist bei der 1.5 km langen kurvigen Abfahrt (110 Tiefenmeter, Ø Gefälle 5.8%) hinab ans Donauufer geboten! Eine Testbefahrung Mitte Mai 2024 ergab, dass zwar der obere flachere Abschnitt neu asphaltiert ist, doch ausgerechnet das Steilstück im unteren Streckenteil mit bis zu 14% Gefälle leider nach wie vor erhebliche Straßenschäden aufweist (Vertiefungen, Asphaltkanten, Schlaglöcher).

Sicherheit geht vor, d.h. nur angepasstes (beherrschbares) Tempo sowie ausreichender Mindestabstand zum Vordermann vermindert Risiken. Nicht zu unterschätzen: auf der schiefen Ebene (Gefälle) addiert sich zur Bremsverzögerung die Erdanziehung, deren Hangabtriebskraft einen verlängerten Bremsweg verursacht.

Kurz vor dem Ende der Gefällstrecke folgt eine scharfe Rechtskurve, was eine angepasste Geschwindigkeit erfordert (doppelte Geschwindigkeit vervierfacht den Bremsweg). Da mit Gegenverkehr zu rechnen ist, ist das Rechtsfahrgebot in der unübersichtlichen Kurve lebenswichtig (Fahrlinie Innenradius). Bei Nässe bzw. Laub auf der Straße reduzieren sich die Haftreibungswerte der Reifen, was noch mehr Vorsicht und Konzentration als ohnehin abverlangt.

Das Kloster Weltenburg ist für viele Radfahrer ein äußerst beliebtes Ausflugsziel. Flussabwärts beginnt die Weltenburger Enge, auch Donaudurchbruch genannt, die eine etwa 5,5 Kilometer lange Engstelle des Donautals zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg markiert.

Bild: wenngleich die Klosterthalstraße nur 1 km bis zur Verpflegungsstelle Stausacker befahren wird, so zählt dieser prachtvolle Landschaftsabschnitt entlang der Donau zu einem unvergesslichen Highlight.
Bischofshof-Freundschaftsmarathon

Von der Verpflegungsstation Stausacker (KM 36) führt die Abt Maurus Str. bis zum Rechtsabzweig zur Neustädter Straße, wo abermals der Stausackerer Berg (2.5 km, 165 hm, Ø Steigung 3.5%) überwunden wird. Die Schleife - bis Hienheim mit welliger Streckencharakterististik - führt auf einer verkehrsberuhigten Waldpassage durch Hienheimer Forst nach Tettenwang (gilt unter Rennradlern als hoch gehandelter Geheimtipp) und weiter über Lobsing - Irnsing nach Hienheim (27 km / 320 hm), wo mit der Gierseilfähre nach Eining ans gegenüberliegende Donauufer übergesetzt wird.
Nahe Tettenwang (KM 44) bis hinter Lobsing wird auf einer Länge von 14 km der nördlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberbayern (Eichstätt) befahren.

Sequentielle Streckengraphik/Höhenprofill der Marathonschleife (34 km / 380hm)
Der Strecenverlauf berührt den Stadtrand von Regensburg, den Oberpfälzer Landkreis Regensburg, den niederbayerischen Nachbarlandkreis Kelheim sowie den oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Bild: Fähre Hienheim-Eining
Nach der Fährpassage verläuft die Strecke von Eining flach nach Weltenburg (7 km), wo sich die Schleife wieder mit 3 WKT-Strecken vereint (KM 70).
16. WKT - 10. September 2023

Die 16. »Welt-Kult-Tour« stand sprichwörtlich unter einem guten Stern, womit Petrus seine "Miese-Laune-Scharte" vom letzten Jahr ausmerzte. Nachdem im letzten Jahr der Wettergott die Radsportveranstaltung gründlich verhagelte, schien zum herrlichen Altweibersommer am 10. September wie gerufen der goldgelbe Planet vom Himmel und ließ das Thermometer auf bis zu 24 Grad klettern. Ideales Radlerwetter, das rund 100 Spätzünder animierte sich frühmorgens aus den Federn zu schälen und sich am letzten Drücker anzumelden.
Mit wummerndenen Bassklängen verpasste der Hard-Rock-Song - Eye of the Tiger - Punkt 7.30 Uhr den Fahrern gleich mal eine heftige Motivationsspritze. Offenbar setzte der Survivor-Song ungeahnte Kräfte frei, denn gleich Richtung Scharmassing standen schwuppdiwupp 51km/h auf der Uhr....
Rising up, back on the street
Did my time, took my chances
Went the distance, now I'm back on my feet
Just a man and his will to survive

Nachdem die »Welt-Kult-Tour« 2022 erstmals wieder als Eintagesveranstaltung durchgeführt wurde, starteten demensprechend auch die Familienradler am Sonntag. Auffällig dabei, wieviele ebiker sich mittlerweile auf den Familienrunden tummeln. Bleibt festzuhalten: die Veranstaltung setzte im Reigen der RTF's in Bayern als beliebtes Radsport-Ereignis - wie die Jahre zuvor auch - abermals einen glanzvollen (Saison-) Schlusspunkt.

Bild: Die eiserne Lady Gaby Mehrl (rechts) aus Regensburg - ihres Zeichens erfolgreiche Triathletin und Finisherin des Ironman auf Hawaii auf Big Island, Hawaii - hat bereits mehrmals bei der »Welt-Kult-Tour« teilgenommen.

Zum Saisonausklang bietet die letzte RTF in Bayern beste Gelegenheit, mit Gleichgesinnten nochmals kräftig in die Pedale zu treten, bevor der Speichenflitzer zur kalten "Saure Gurken Zeit" winterfest eingemottet wird. Außerdem prunkt zu dieser Jahreszeit die Natur mit schönster Farbenpracht. Umso mehr beeindrucken die romantischen Flussauen, sauerstoffreiche Waldpassagen, goldgelbene Rapsfelder und schroffe Kalkfelsen im vorherbstlichen Farbenkleid. Im Flüsse-Dreieck zwischen Donau, Schwarze Laber und der Naab in familiärer Atmosphäre zu radeln verspricht ein besonderes Gemeinschaftserlebnis das Tritt für Tritt einen Riesenspaß bereitet, aber natürlich auch je nach angeschlagenem Tempo Schweißperlen kostet.
Verpflegungsstation Painten
Im Hinblick auf kürzer werdendes Tageslicht und unbeständigerem, kühlerem (Herbst-) Wetter bietet die Welt-Kult-Tour im Sinne eines saisonalen "Grand Finales" sich nochmals die Chance sich motiviert in den Sattel zu schwingen, bevor sich bald der melancholische Novemberblues breit macht. Ob Flachland-Tiroler oder Bergfloh - ob Freizeitradler oder ebiker - ob Jung oder Alt - das breitbandige Streckenangebot bietet jedem Radler eine passende Route: 205 km, 175 km, 150 km, 110 km, 60 km dazu drei abgestufte AOK-Familentouren (15, 25, 40 km) lässt keine Wünsche offen. Überdies besteht an den Verzweigungsstellen jederzeit die Möglichkeit, je nach akuter Befindlichkeit oder Wetterumschwung spontan abzukürzen.

Bild: die Fährüberfahrt von der Verpflegungsstation Staussacker nach Weltenburg zählt zum Highlight, das bei einer RTF in Deutschland wohl einmalig ist.
Etwa 900 Welt-Kult-Tour-Teilnehmer hatten bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen ihren mega Spaß.Die Marathonstrecke verzeichnete sogar eine Rekordbeteiligung was zeigt, welch unwiderstehliche Anziehungskraft die Veranstaltung zum Saisonausklang auf leistungsstarke Fahrer ausübt. Neben der regionalen Radsport-Elite standen zudem etwa die Hälfte der WKT300-Teilnehmer - ein neu kreierter 300 Kilometer-Spendenmarathon vom Biketeam Regensburg - auf der Matte, die ihren kostenlosen WKT-Startplatz einlösten (next Date Mariä Himmelfahrt, 15.08.2024).

Auch die drei Familientouren waren gut frequentiert, wo sich die Sprösslinge nach Herzenslust austoben konnten. Dies macht einmal mehr deutlich, welch enorme Leistungsspannweiten es bei Radtourenfahrten (RTF) wie der »Welt-Kult-Tour« gibt. Hier ambitionierte Radsportathleten, dort genussorientierte Hobbyradler - hier gesellige Familienradler, dort entspannte e-biker. Wenngleich das Starterfeld in trauter Eintracht startet, so verfolgt natürlich jeder seine eigene Zielsetzung im Kopf hat. Gehen - meist spindeldürre - Marathonis eher leistungsorientiert zu Werke, möchten andere einfach nur einen geselligen Radltag erleben. Das eigentliche Hauptziel - Spaß bei seinem Hobby zu haben - eint wiederum das gesamte Teilnehmerfeld.

Die Fährüberfahrt bietet die Gelegenheit den Puls runter zu fahren und sich zu sammeln, bevor am anderen Ufer ab Weltenburg der nächste Anstieg in Angriff genommen wird.
Die Anstiege zum Rosengarten (Lohstadt -Bergmatting, 2.2 km/110 hm) und der 15%ige Thumhauserer Berg (700 m /60 hm) sowie weiter nach Heimberg trennte die Spreu vom Weizen.

Fazit: Der Veranstalter - Biketeam Regensburg - nahm die Lobpreisungen über die Streckenführung wohlwollend zu Kenntnis. Auch erfreulich: die Sanis hatten trotz prekärer Straßenverhältnisse durch Starkregen kaum etwas zu tun. Zu guter letzt zeigte sich Petrus versöhnlich und schickte wärmende Sonnenstrahlen auf die durchnässten Erdenbürger. In diesem Sinne: Ende Gut alles Gut.

Ein herzliches Dankeschön gilt für die Motorrad-Sicherheitsstaffel.
»Welt-Kult-Tour« - Schmelztiegel für leidenschaftliche Radler
Die »Welt-Kult-Tour« bildet einen wahren Schmelztiegel für all jene, die leidenschaftlich gern mit Gleichgesinnten im Sattel sitzen und zum Tagesausklang nach der Tour gemeinsam bei Speiß & Trank (ab) feiern. Die Bandbreite erstreckt sich von genussorientierten Hobby-Radsportlern über ambitionierte Radsportamateure bis hin zu familiär-geselligen Freizeitaktivisten.

Außerdem hat sich die »Welt-Kult-Tour« zum Tummelplatz vieler Oberpfälzer Radsportvereine sowie größeren Firmengruppen entwickelt, die zum Saisonabschluss die Gelegenheit nutzen, spaßbetont der familiär geprägten Welt-Kult-Tour teilzunehmen. So standen beispielsweise rund 60 Radsportler vom SV Lupburg (Patenverein des Biketeam Regensburg) bzw. 35 Teilnehmer vom Veloclub Ratisbona am Start. Die Firma Krones stellte mit 70 Fahrern ein ansehnliches Gruppenkontingent auf die Beine.
Die WKT ist zwar eine Breitensportveranstaltung, die in erster Linie Hobby- Freizeitsportler, Familien und E-Biker anspricht was aber nicht heißt, dass Radsportler in Top-Form bzw. Lizenz-Radsportler sich bei der beliebten RTF sprichwörtlich die Kante geben.

Die Liste der Promi-Starter ist lang. So startete Zibi Szlufcik - ehemealiger Biathlet und mehrfacher polnischer Meister - überfuhr als erster Fahrer der Marathondistanz kurz vor 14.00 die Ziellinie - Ø 36 km/h - gefolgt vom Regensburger Markus Biersack. Zibi Szlufcik ist übrigens CEO der Challenge Family, der die Triathlon-Serie weltweit mit rund 40 Events (u.a. Regensburg) aufgebaut hat.

Auch der ortsansässige Veloclub Ratisbona nimmt regelmäßig an der »Welt-Kult-Tour« teil (was umgekehrt auch für das Biketeam Regensburg für den Arber-Radmarathon gilt.
Rainer Steinberger, Race Across Amerika Qualifikant und frischgebackener Ultracycling-Europameister (er gewann am 8. Mai 2021 das Race Across Italy) stellt sich in den Dienst der guten Sache. Da er laut eigener Aussage erst ab 200 km richtig "warm" wird und die Marathondistanz bei der WKT als "Ausradeln" bezeichnet wird er sich bei dieser Langstreckenfahrt als Führungs-Guide bestimmt keinen "Haxn" ausreißen.
Anekdoten

Es gibt auch Geschichten hinter der (Event-) Geschichte, die üblicherweise nicht in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Spannende Ereignisse, humorvolle, tiefgründige und kuriose Anekdoten spielen sich hinter der öffentlichen Kulisse Menschen ab, die ansonsten nicht im Rampenlicht stehen. Beispiel: ein sympathisches Senioren-Ehepaar (73/79 Jahre alt) bewältigte bravurös die 110 km Strecke mit 750 hm - wohlgemerkt ohne "e" - eine Tatsache, auf die man heute explizit hinweisen muss, zumal bereits Schulkinder mit ebike's verwöhnt werden...Die Dame musste sich zum Ausrasten in eine Wiese hinlegen, weshalb ein Bauer den Notarzt rufen wollte. Erschöpft, aber total glücklich kamen sie zu später Stunde ins Ziel. Da kann man nach Niki-Lauda-Manier wirklich nur die Kappe ziehen. Respekt vor dieser sagenhaften Leistung! Bleibt nur noch den beiden gute Gesundheit zu wünschen, damit sie nächstes Jahr wieder bei der WKT teilnehmen

Zwei sympathische Sportler aus Indien, die seit 7 Jahren in Regensburg arbeiten (Soft- und Hardware-Entwicklung) und sehr gut deutsch sprechen, nahmen erstmals an der WKT teil. Trotz Trainingsrückstands schafften sie die 175 Kilometer Schleife. Congratz. Am unangenehmsten war ihnen der Anstieg zum Rosengarten nach Bergmatting in Erinnerung geblieben. Posthum stand der Vorsatz fest: nächstes Jahr möchten sie mit besserer Trainingsform bei der WKT in die Pedalen treten. Good Luck

Bild: So manche Anekdoten regen zum Schmunzeln an, wie folgende "Backstage-Story" zeigt: die hessischen Fahrer mit den leuchtenden Neonsocken aus Frankfurt ließen sich von zwei kräftigen oberbayerischen Lokomotiven ziehen. Patriotismus hin oder her, nächstes Jahr sollte es ohne bayerische Zughilfe klappen, wobei die schlagfertige Antwort des edlen Windschattenspenders aus Oberbayern nicht lange auf sich warten ließ: die Bayern sind weltoffen. Wie dem auch sei, die "Sockenwertung" hätten die hessischen Radler definitiv gewonnen:-)
Gäb's einen "Mister Foto-Face" der »Welt-Kult-Tour« stünde diesem Sportsmann - der in der Radsport- und Cyclocrosszene kein unbekanntes Blatt ist - wäre der Strahlemann ein heißer Kandidat für diesen Phantasie-Titel.

Christian Spicker (Vorstand Biketeam Regensburg) überreichte der 1. Vorsitzenden von der Tafel Regensburg e.V., Jonah Maria Lindinger, einen 2.500 € Scheck, den der Spendenmarathon der WKT300 am 15.08. eingebracht hatte. Dazu sprach der bekannte Sportjournalist Armin Wolf (Mitglied beim Biketeam Regensburg) ein paar Grußworte.
Am Rande bemerkt: der ursprünglich angedachte Termin, die »Welt-Kult-Tour« künftig auf Anfang Juli zu verlegen ist vom Tisch. Die Veranstaltung Tour« wird weiterhin in der frühherbstlichen Jahreszeit stattfinden. Last but not least: es wird 2024 Neuigkeiten bzw. Änderungen geben. Lasst euch überraschen!
Save the date: die 17.»Welt-Kult-Tour« findet am 8.09.2024 statt.
Die 15. »Welt-Kult-Tour« ist Geschichte. Die Veranstaltung setzte im Reigen der RTF's in Bayern als beliebtes Radsport-Ereignis letztmals den glanzvollen (Saison-) Schlusspunkt, da sie künftig Anfang Juli stattfinden wird (2.07.2023).
Erstmalig wurde die »Welt-Kult-Tour« als Eintagesveranstaltung durchgeführt, d.h. der AOK-Familientag fand parallel zur WKT statt. Ein relativ neuer Trend setzt sich zumindest auf den Familienrouten zunehmend durch, indem die Teilnehmerzahl der E-Biker stetig zunimmt. Manche haben aus gesundheitlichen Gründen auf den fahrbaren Untersatz mit Hilfsmotor gewechselt, andere setzen aus Altersgründen auf die Stromer mit "künstlichem Rückenwind".
Unvorstellbar, welche Strapazen sich die Radsportler am 11. September freiwillig angetan haben. Trotz Hitzesommer mit Rekordtemperaturen stellte Petrus ausgerechnet am Veranstaltungstag (vormittags) auf stur, und öffnete die Schleusen. Bei 12.5 Grad und strömenden Regen startete der erste Fahrerpulk (175/205km) um 7.30 Uhr zur 15. Welt-Kult-Tour.
Das miserable Wetter ließ das Starterfeld zwar schrumpfen, der Stimmung tat es trotzdem keinen Abbruch. Die Anstiege zum Rosengarten (Lohstadt -Bergmatting, 2.2 km/110 hm) und der 15%ige Thumhauserer Berg (700 m /60 hm) sowie weiter nach Heimberg trennte die Spreu vom Weizen.
Wenigstens schien nachmittags die Sonne, weshalb das Zielgelände stundenlang proppevoll war. Zibi Szlufcik - ehemealiger Biathlet und mehrfacher polnischer Meister - überfuhr als erster Fahrer der Marathondistanz kurz vor 14.00 die Ziellinie - Ø 36 km/h - gefolgt vom Regensburger Markus Biersack. Zibi Szlufcik ist übrigens CEO der Challenge Family, der die Triathlon-Serie weltweit mit rund 40 Events (u.a. Regensburg) aufgebaut hat.
Der einzige Wehrmutstropfen betraf kurzfristige Streckenänderungen, welche die Genehmigungsbehörde mitunter erst am Vortag dem Veranstalter mitteilte, weshalb GPS-Tracks (Komoot, Bayernbike etc.) nicht mehr hundertprozentig mit der Beschilderung übereinstimmten. Auch wenn auf Social Media Kanälen sowie bei Startaufstellungsansprachen von WKT-Koordinator Peter Lammel explizit auf das Manko hingewiesen wurde ausschließlich der Beschilderung und nicht einer Trackanzeige zu folgen, drang der eindringliche Appell anscheinend nicht überall durch. Der Kreis der "Fehlgeleiteten" nahm es mit Humor und verbuchte die eingehandelten "Bonuskilometer" als gesteigerten "Trainingseffekt"
Grundsätzlich gilt aufgrund der Unwägbarkeit von kurzfristigen Streckenänderungen (gemäß Vorgabe der Genehmigungsbehörde) ausschließlich die WKT-Beschilderung als verlässliche Wegweisung. GPS-Tracks können im Fall von Streckenverlegungen ungenau sein.
Fazit: Der Veranstalter - Biketeam Regensburg - nahm die Lobpreisungen über die neuen Strecken wohlwollend zu Kenntnis. Auch erfreulich: die Sanis hatten trotz prekärer Straßenverhältnisse durch Starkregen kaum etwas zu tun. Zu guter letzt zeigte sich Petrus versöhnlich und schickte wärmende Sonnenstrahlen auf die durchnässten Erdenbürger. In diesem Sinne: Ende Gut alles Gut.
Man sieht sich - hoffentlich - zur 16. »Welt-Kult-Tour«, die seit Bestehen erstmals im Sommermonat Juli stattfindet: 2.07.2023
Am zweiten Veranstaltungstag hieß es auf 5 Rennradstrecken von 60 bis 205 km für "Feuer frei". Sportbürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein schickte als Schirmherrin nach ihrem morgendlichen Grußwort Freizeit- Hobby- und Amateur-Radsportler Die Regenfront hielt - wie von hunderten Wetter-Apps vorhergesagt - bis mittag an. Erst dann begann sich der Himmel zu lichten und erste wärmende Sonnenstrahlen linderten die Qualen.
Die WKT ist zwar eine Breitensportveranstaltung, die in erster Linie Hobby- Freizeitsportler, Familien und E-Biker anspricht was aber nicht heißt, dass Radsportler in Top-Form bzw. Lizenz-Radsportler sich bei der beliebten RTF sprichwörtlich die Kante geben.
Fern des Medieninteresses geht die Tatsache ein wenig unter, dass regelmäßig auch Radsport-Amateure - ja sogar Profis aus der WorldTour-LIga an der »Welt-Kult-Tour« teilnehmen. So z.B. der Tour de France Teilnehmer Andreas Schillinger (aktuell Team <Bora-hansgrohe>). Des weiteren standen Ex-Profi-Triathletin Sonja Tajsich, die Ultracycler-Brüder Bernhard und Rainer Steinberger (Pösing bei Cham) sowie der armamputierte Gerd Schoenfelder aus Kulmain im Landkreis Tirschenreuth (x-facher Goldmedailengewinner und mehrfache Paralympics-Weltmeister) in Burgweinting am Start. Hierbei spielt es auch eine Rolle, dass für Rennsportler zum Saisonende hin die Wettkampf-Veranstaltungen bereits vorüber sind, weshalb eine locker-flockige Ausfahrt durch die kupierte Naturlandschaft des Bayerischen Jura gut ins Trainingskonzept passt.
Die "Race-Fraktion" nahm es mit Humor und Gelassenheit, schließlich ist die familär geprägte und breitensportorientierte »Welt-Kult-Tour« eine radtouristische Veranstaltung ohne offizielle Zeitnahme. Auf gut bestückten Verpflegungsstationen (Bild oben Staussacker) herrschte wie üblich beste Stimmung. Hier findet nicht nur der Energienachschub der Teilnehmer statt der die Physis wieder aufpäppelt, sondern zwischenmenschlicher Kontakt in Form von Small Talks gibt der Psyche - sprich Willenskraft - neuen Elan. Beides können fleißige Radler gut gebrauchen, denn frisch gestärkt und gut gelaunt lässt sich das nächste Etappenziel motivierter unter die Räder nehmen.

Am 13.09. erfolgte Punkt 7.00 Uhr der Start der 14. Welt-Kult-Tour. Sportbürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein sowie Vereinsvorstand Peter Lammel (Biketeam Regensburg) sprachen Begrüßungsworte und wünschten allen Teinehmern gute Beine und viel Spaß. Die Sonderedition als sogenannter "Premium-Ride" wies eine Länge von 300 Kilometer und knapp 3000 Höhenmeter auf.

Geführt vom frisch gekürten Europameister Rainer Steinberger - er gewann das <Race Across Italy> - sowie den Vereinsmitgliedern Michael Brinsteiner und Laura Berschneider erreichten die ausgepowerten Marathonis mit einem beachtlichen Stundenmittel von 30.1 km/h (Bewegungszeit: 10:13) überglücklich das Ziel. Dank Begleitfahrzeug und engagiertem Betreuungsteam mangelte es an Verpflegungsnachschub nicht. Auch mehrere techn. Defekte konnten blitzschnell behoben werden. So ging die Langstreckentour trotz Mammutdistanz reibungslos über die Bühne.

Da die Streckencharakteristik zwischen Burgweinting und Kelheim relativ flach ist bzw. zeitweise nur sanfte Wellen aufweist blieb genügend Zeit, den Körper schonend auf "Betriebstemperatur" zu bringen, bevor im Frauenforst der erste längere Anstieg (170 hm) nach Haugenried seinen Schweißtribut einforderte.

Großen Respekt gebührt allen Welt-Kult-Tour XXL-Teilnehmern, die sich durchgebissen haben und den 300 Kilometer "Premium-Ride" erfolgreich über die Zielline brachten.
RAAM-Qualifikant Rainer Steinberger nimmt seit Jahren mit großer Begeisterung regelmäßig an der Welt-Kult-Tour teil. Zur außergewöhnlichen 14. WKT stellte sich Rainer aktiv in den Dienst des Vereins, indem er als Langstreckenspezialist die Führungsrolle für die geschlossene Gruppe übernahm.
Die 14. Welt-Kult-Tour fand am 11./12.09. 2021 in verändeter Form statt. Alle (unbeschilderten) Strecken konnten zugunsten eines sozialen Zwecks befahren werden. Startpunkt wie Uhrzeit waren individuell festlegbar (kein Massenstart) - ausgenommen die 300 km-Tour.
Da es keine Verpflegungsstationen gab war man auf Selbstversorgung angewiesen.
Der Veranstalter hofft auf rege Teilnahme, um möglichst eine hohe Spendensumme an die Lappersdorfer Benefiztour weiterleiten zu können.
Langstreckenfahrt
Als Highlight wird am Sonntag eine geguidete Langstreckentour für einen kleinen Teilnehmerkreis organisiert. Wahrlich nichts für Couchpotatoes, denn die geführte Tour »Premium-Ride, powered by Zweiradcenter Stadler« hat eine Streckenlänge von 300 Kilometer. Sie verläuft durch die Landkreise Regensburg, Schwandorf und Neumarkt i.d.OPf. Fünf Guides führen maximal 20 Teilnehmer über die kupierte Hügellandschaft, auf der immerhin rund 3000 Höhenmeter aufgesammelt werden.
Rainer Steinberger, Race Across Amerika Qualifikant und frischgebackener Ultracycling-Europameister (er gewann am 8. Mai 2021 das Race Across Italy) stellt sich in den Dienst der guten Sache. Da er laut eigener Aussage erst ab 200 km richtig "warm" wird und die Marathondistanz bei der WKT als "Ausradeln" bezeichnet wird er sich bei dieser Langstreckenfahrt als Führungs-Guide bestimmt keinen "Haxn" ausreißen.
Ziel
Ziel ist der Kirchplatz, Kirchfeldallee 1, 93055 Regensburg. Das Ziel ist am Sonntag von 17:00 – 20 :00 Uhr geöffnet! Dort erfolgt ebenfalls die Ausgabe des Zielpräsents an die Teilnehmer!

Bild: WKT 2016, links Rainer Steinberger, rechts Andreas Schillinger vom WorldTour-Team Bora-hansgrohe
»Premium-Ride, powered by Zweiradcenter Stadler«
- Streckendaten: 300 km / 3.000 hm
- Gruppenspezfische Schnittgeschwindigkeit: 25 - 28 km/h
- 3 Verpflegungspausen: ca. KM 80, KM 160, KM 240 km, zzgl. kurze Zwischenstopps
- Startgebühr für die geführte Tour mit Begleitfahrzeug: 33,33 Euro
- Start: 12.09.2021 um 07:00 Uhr, Kirchfeldallee 1, 93055 Regensburg
- Ziel Burgweinting: ggf. mit Abschlussgetränk, soweit Corona dies zulässt
Rückblick Sonderedition 12.09.2021
Die 14. Welt-Kult-Tour fand am 11./12.09. 2021 in verändeter Form statt. Alle (unbeschilderten) Strecken konnten quasi in "Eigenregie" zugunsten eines sozialen Zwecks mit Ausnahme der 300 km-Tour beliebig befahren werden (kein Massenstart). Da es keine Verpflegungsstationen gab war man auf Selbstversorgung angewiesen. Am Ziel in Burgweinting (Schule) bekam jeder Teilnehmer ein Geschenk überreicht (Kinder bis 14 Jahre erhielten einen Pokal).
Die WKT-Routen führen auf weitestgehend verkehrsarmen Strecken durch die landschaftlich reizvolle Gegend rund um die Welterbestadt Regensburg und tangieren je nach Tourlänge die schönen Flusstäler der Donau, Schwarze Laber und der Naab.
Die Spendensumme ging an die Lappersdorfer Benefiztour.
Schirmherrschaft: Sportbürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein
Palmares Rainer Steinberger
Ultracycler Rainer Steinberger ist aus hartem Holz geschnitzt. Jene Sorte von Extremsportler der von sich behauptet, dass er erst ab 200 Kilometer richtig "warm" wird und die Marathondistanz bei der WKT als "Ausradeln" bezeichnet. Steinberger sorgt unter "Hobby-Normal-Radlern" für ungläubiges Stirnrunzeln, wenn er beispielsweise bei der Straßkirchner Sternenfahrt von seinem Heimatort Pösing (nahe Roding) um 4.00 Uhr morgens zum Startort radelt (70 km), dann im geschlossenen Verband 210 km zurücklegt um anschließend wieder nach Hause in den Bayerischen Wald zu radeln (in Summe 350 Kilometer und 3.500 hm).
Erfolge von Rainer Steinberger:
2024 Race around Polen (WORLD ULTRACYCLING CHAMPIONSHIP); 3.600 km / 33.100 hm - comming soon
2021: 1. Platz Race Across Italy (Ultracycling-Europameister); 729 km / 12.155 hm
2019: 1.Platz Race Around Austria; 2.200km 30.000hm
1.Platz Race across Germany - Streckenrekord; 780 km / 7.800 hm
2018: 1.Platz AK Ultracycling Weltmeisterschaft "Glocknerman"
2017: 1.Platz Race across Italy; 774 km, 11.400hm
1.Platz Velofondo 24h in Oschersleben - 906 km - Streckenrekord
2016: 1.Platz 24h Race “Schinderei” in Österreich, Steiermark, 204 Runden, 775km, 6.120 Höhenmeter;
1.Platz Ultracycling Weltmeisterschaft, Glocknerman, 1000 km, 17000 Höhenmeter;
1.Platz Rad am Ring (Nürburgring), 728 Kilometer, 14.200 Höhenmeter, neuer Streckenrekord
***Die 13. »Welt-Kult-Tour« fiel 2020 pandemiebedingt dem Coronavirus SARS-CoV-2 zum Opfer***
Rückblick 12. »Welt-Kult-Tour«
Die 12. »Welt-Kult-Tour« ist Geschichte. Die Veranstaltung setzte im Reigen der RTF's in Bayern als beliebtes Radsport-Ereignis abermals einen glanzvollen (Saison-) Schlusspunkt. Erstmalig bot das Biketeam Regensburg am Samstag beim AOK-Familientag eine E-Bike-Tour an. Die Premiere der neuen 70 km-Strecke traf bei E-Bikern den Zahn der Zeit, weil die Fahrer sozusagen mit Gleichgesinnten unter sich waren. Die Teilnehmerzahl der Pedelec-Piloten wächst stetig.

Einrollphase kurz nach dem Start in Burgweinting. Das "erste" mentale Etappenziel ist Weltenburg.

Am zweiten Veranstaltungstag hieß es auf 5 Rennradstrecken von 60 bis 205 km für Freizeit- Hobby- und Amateur-Radsportler "Feuer frei". Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sollte als Schirmherrin der Welt-Kult-Tour bei ihrem morgendlichen Grußwort mit dem Appell Recht behalten, unbedingt pünktlich um 7.30 Uhr zu starten um der angekündigten Regenfront zu entgehen. Denn dieses Mal trafen die Wettervorhersagen (ausnahmsweise) sehr präzise zu. Wie angekündigt begann es im Start- Zielgelände in Burgweinting um 14.00 Uhr zu regnen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürften zum Glück etwa 80 % der 1.100 Teilnehmer noch trockenen Fußes die Ziellinie überquert haben.

Wer später startete oder seine Tour super entspannt anging bzw. länger an den Verpflegungsstellen verweilte lief Gefahr nachmittags in den Regen zu kommen. Aber auch diejenigen, die naß wurden ließen sich vom Niederschlag nicht im geringsten die Stimmung vermießen. Entscheidend war nur, mit entstprechender Schutzkleidung ausgerüstet zu sein.
Kurz nach 15.00 Uhr radelte ein gut gelauntes Senioren-Gespann tropfnass über die Ziellinie. Mit ihren schweren Trekkingbikes absolvierten sie die 100 km Runde quasi als finales Training für ihre anstehende Fernradtour von Hamburg nach Kaliningrad. Wir wünschen an dieser Stelle schon mal viel Spaß und wohlbehaltene Rückankuft von diesem ehrgeizigen Vorhaben.
Viele Oberpfälzer Radsportvereine sowie größere Firmengruppen nutzen zum Saisonabschluss die Gelegenheit, spaßbetont der familiär geprägten Welt-Kult-Tour teilzunehmen. So standen beispielsweise rund 60 Radsportler vom SV Lupburg (Patenverein des Biketeam Regensburg) bzw. 35 Teilnehmer vom Veloclub Ratisbona am Start. Die Firma Krones stellte mit 70 Fahrern ein ansehnliches Gruppenkontingent auf die Beine.
Die WKT ist eine Breitensportveranstaltung, die sowohl ambitionierte Hobby-Radsportler als auch genussorientierte Freizeitsportler, Familien und E-Biker anspricht.





