Streckenabschnitt II Jandelsbrunn - Obernzell

  
     

      

Da die nivellierte Bahntrasse zwischen Frauenberg und Jandelsbrunn nahezu ein durchgängig leichtes Gefälle (13 km/240 Tiefenmeter) bzw. Flachpassagen aufweist gerät rasch in Vergessenheit, dass man sich trotz des entspannten Fahrgefühls inmitten der Mittelgebirgsregion des Südlichen Bayerischen Waldes befindet. Dass dem so ist, ruft das Höhenprofil des zweiten Streckenabschnitts zwischen Jandelsbrunn (KM 19) und Untergriesbach in Erinnerung. Nachdem das lockere Dahingleiten nach Verlassen der Bahntrasse in Jandelsbrunn sein Ende nimmt, läutet die Steigung der Bahnhofstraße den Beginn der hügeligen Paassage ein.  

Der »Donau-Moldau-Radweg« zweigt wegen einer Streckenänderung an der Hauptstraße rechts und kurz darauf links in die Wollaberger Straße ab. Auf verkehrsberuhigten Wohnstraßen geht es am Sportplatzgelände vorbei und radelt weiter Richtung Assberg. Sanft aber stetig steigt das Höhenprofil nach Bognerwies an. Als Belohnung gibt das Hochplateau dafür immer öfter den imposanten Blick auf den Grenzkamm des emporragenden Dreisesselmassivs frei. Gleichwohl bleibt der Donau-Moldau-Radfahrer vor solch knackigen Anstiegen verschont. 

Verglichen mit dem smoothen Bahntrassenprofil könnte der hügelige Streckencharakter rund um Breitenberg und im Wegscheider Land konträrer kaum sein. Das ständige Auf und Ab beschert bis Untergriesbach (40 km) gut 600 Höhenmeter. Wer nicht auf einem e-Bike sitzt und sein Rad mit eigener Muskelkraft fortbewegt, dem wird hier schon ein wenig Schweißtribut abverlangt, bevor die Abfahrt im wildromantischen Griesenbachtal ins Donautal (255 Tiefenmeter) den Schlußakt des »Donau-Moldau-Radweg« einläutet.

Irgendwo im Nirgendwo wird kurz vor dem Freizeitzentrum Gegenbach die Landkreisgrenze zwischen Freyung-Grafenau und Passauer Land überschritten. Die verkehrsschwachen Nebenstraßen durch die sanft gewellte Landschaft tragen wesentlich zum Naturgenuss bei. 

Das Bergpanorama des Bayerischen Wald und Böhmerwald kann man gar nicht genussvoll genug aufsaugen, was am besten natürlich bei kurzen Pausenstopps gelingt, um die verschwiegene Landschaft richtig wirken zu lassen.

 Abstecher zur <Baptist-Kitzlinger-Mattenschanze> kurz vor Breitenberg -  „Heimatschanze“ von Olympiasieger Michael Uhrmann. Tipp für Mountainbiker: die TRANS BAYERWALD (Nordroute) führt direkt an der Skisprungschanze vorbei (2. Etappe Wegscheid-Waldkirchen).

Wenngleich man nicht auf verkehrsfreien Radwegen sondern überwiegend auf Nebenstraßen unterwegs ist, so fällt der schwache Verkehr kaum ins Gewicht. Auch eine Tatsache, warum diese Radtour von "Fluss zu Fluss", das verborgene Kleinode in malerischen Ecken des Landes erschließt und "herausgeputzte" Dörfer mit bezauberndem Flair passiert soviel Spaß bereitet. Mit anderen Worten: von unsäglicher Reizüberflutung, Adrenalinkicks oder spektakulären Superlativen a la Instagramm bleibt man hier verschont. Stattdessen herrschen eher leisere Töne bzw. unscheinbare Kleinigkeiten bzw. Schönheiten die entdeckt und wahrgenommen sein wollen. Diesbezüglich ist nicht nur der »Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald« ein echter "Geheimtipp" sondern ebenso der abwechslungsreiche Routenverlauf des «Donau-Moldau-Radwegs». Dies gilt umso mehr, als dass ausufernder Naturnutzerdruck sich in Zeiten des Klimawandels, der Verkehrswende und dem pandemiebedingten (e-) Bike-Boom auch auf populären Radrouten negativ bemerkbar macht. Desto größer das Bedürfnis, Touristentrubel bzw. überlaufenen Ausflugszielen den Rücken zu kehren. Da bieten zivilisationsfreie Naturräume bzw. schwach frequentierte Radrouten wie der «Donau-Moldau-Radwegs» den trefflichen "Nährboden", sich vom tristen Alltag abzukoppeln, sich entschleunigt mit allen Sinnen der Natur zu widmen und sich von energetischen Kraftorten inspirieren zu lassen. 

Da in den ländlichen Regionen des »Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald« bzw. »Passauer Land« die Zeit bisweilen stehen geblieben zu sein scheint, spielt es dem "Entschleunigungsgefühl" in die Hände. Fern von Hast, Eile, Hektik oder Lärm fällt es leicht, sich der Natur verbunden zu fühlen.

Eine kurze Abfahrt führt direkt zum Bade- und Freizeitzentrum Gegenbach, das zu einer Pause verlockt. Am 2. Oktober 2009 wurde der Badeweiher mit samt seiner Infrastruktur offiziell eingeweiht. Der Badeweiher verfügt einen aufgeschütteten Sandstrand mit Steg, Beach-Volleyplatz, eine Kinder-Seilbahn, Umkleidekabinen etc. Um einem etwaigen Algenproblem zuvor zu kommen, wurde dem Badeweiher einen Klärweiher vorgeschaltet, aus dem gesäubertes Wasser in die Badeanlage abfließt. 

Ein Werbeplakat am Straßenrand weist z.B. auf das Breitenberger Weberei-Museum hin. "Willst leben, musst weben!" lautete damals die Lebensweisheit der Einheimischen, denn die kargen Erträge machten das (Über-) Leben im Bayerischen Wald äußerst hart. So ist es der Leinenweberei zu verdanken, dass Wegscheid im Jahre 1360 zum Markt erhoben wurde. 

Die Weberei war im Unteren Bayerischen Wald ein existientiell wichtiger Gewerbezweig. Das Museum soll verhindern, dass das harte Leben der in ärmlichen Verhältnissen lebenden Bevölkerung im 18/19. Jhrd. in Vergessenheit gerät. Neben bemalten Bauernmöbeln in dem alten bäuerlichen Anwesen sind Geräte zur Flachsverarbeitung, Weberei, Färberei und zum Blaudruck ausgestellt.

Im stetigen Auf-Ab-Rhythmus hat man Verlass, dass nach jeder Talsenke wieder Wadenschmalz gefragt ist. Die Hochebene von Breitenberg kostet abermals einige Körner.

Wirklich steil ist die Auffahrt nach Breitenberg zwar nicht, doch der lange Zieher zieht sich aber wie ein Kaugummi.

Im Bild ist noch das alte Radwege-Signet erkennbar, das mittlerweile durch das aktuelle Donau-Moldau-Logo ersetzt wurde.

Breitenberg (KM 31)

Breitenberg (695 m) hat 2 083 Einwohner und liegt im Schnittpunkt des sogenannten Adalbert-Stifter-Land und Wegscheider Land am nordöstlichen Zipfel des Passauer Landes und ist zugleich - quasi ein Steinwurf von Oberösterreich entfernt - auch die östlichste Gemeinde Bayerns. Vorbei an der barocken Pfarrkirche St. Raymund und die historische, mit einem Wasserrad angetriebene Hammerschmiede folgt die nächste rasante Gefällstrecke. Informationsschautafeln präsentieren den Leinenradweg, der Richtung Kohlstadt Wegbegleiter ist. 

 Breitenberg wird vom 43 km langen Leinenradweg (Rundtour) tangiert, der dem Webereihandwerk gewidmet ist und durch das Passauer Land via Sonnen - Wegscheid - Kohlstatt - Grenzübergang 'Hartl-Mühle' - entlang der bayerisch-österreichischen Grenze verläuft. Kurzzeitig radelt man entlang der Grenze zum Österreichischen Mühlviertel und kreuzt die Weberstraße, die die Glasstraße mit der Mühlviertler Weberstraße verbindet. 

Ab der Gemeinde Breitenberg ändert sich die Himmelsrichtung der Route, die von Osten nach Süden umschwenkt. Da der »Donau-Moldau-Radweg« von hier ab bis zum Rannasee in unmittelbarer Nähe entlang der bayerisch-österreichischen Grenze verläuft, rückt ein Abstecher sprichwörtlich in greifbare Nähe. Warum nicht eine kleine Schleife bei unseren Nachbarn im oberösterreichischen Mühlviertel drehen und ein paar Kilometer durch die hügelige Landschaft mit ihren einzigartigen Granitformationen, unberührten Flusstälern und bemerkenswerten Kulturjuwelen dran hängen? Allerdings erfordert der Grenzübertritt das Mitführen eines gültigen Ausweisdokuments. 

Mitten durch die beiden Ortsteile von Kohlstatt (KM 37) verläuft die Landesgrenze zu Österreich. Weiße Grenzsteine markieren in die Wiesenhängen den Grenzverlauf, bevor sich eine schattige Waldpassage anschließt. Routenhinweise locken ins Oberösterreichische Mühlviertel.  Abgesehen davon lockt auch der Gasthof zur Einkehr. 

 Friedrichsberg

Wer genügend Zeit im Gepäck hat und "Gipfelstürmer-Ambitionen" hegt, setzt seiner Tour zum nahe gelegenen Friedrichsberg ein Sahnehäubchen auf. Der beliebte Aussichtsberg ist mit 930 Meter Höhe die höchste Erhebung vom Landkreis Passau. Auf dem 22 m hohen Aussichtsturm gibt der Friedrichsberg sein herrliches Panorama über Bayerwaldgipfel, zum Böhmerwald, dem Dreisessel, ins Mühlviertel und bei Föhnwetter sogar bis zur Alpenkette frei die sich vom Toten Gebirge bis zum Kaisergebirge erstreckt.

Im hiesigen Dialekt wird der Friedrichsberg liebevoll der “Feicht-Hiasl” genannt. Der Aussichtsturm ist in dieser Region nicht nur ein touristisches Highlight, sondern auch für die einheimische Bevölkerung eine bedeutsame Freizeitattraktion.

Der heutige Turm hatte bereits drei Vorgänger. So baute 1930 ein Lehrer aus Thalberg mit Schulbuben auf einem Baum des Berggipfels eine Aussichtsplattform, welche über einen sogenannten Steigbaum zu erreichen war, wie es auf einer Schautafel im Holzpavillon geschrieben steht.

Der erste „richtige“ Turm wurde 1938 errichtet.

1969 bauten die Thalberger auf Initivative des früheren Landrats Robert Muthmann einen neuen Holzturm aus Holz.

1994 erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Waldverein ein abermaliger Neubau in Stahlkonstruktion - so wie er bis heute unverändert zu sehen ist. 

Der herrlich gelegene Rastplatz" Josl-Platte" lädt zum gemütlichen Verweilen und Genießen mit traumhaft schönen Rundblick ein. Im Holzpavillon unterhalb des Gipfels informieren Schautafeln über die Gemeinden Wegscheid, Breitenberg, Sonnen, Nebelberg und Kollerschlag. 

Anfahrtsbeschreibung: Ein Sträßchen führt von Kohlstatt nach Thalberg, wo man auf halbem Weg auf die beschilderte TRANS BAYERWALD Route trifft. Kurz vor Thalhof im spitzen Winkel links Richtung Parkplatz abbiegen. Während die TRANS BAYERWALD nur wenige Hundert Meter später links abzweigt (Wegweiser siehe oben) kurbelt man geradeaus zum Parkplatz, von wo ein unaspaltierter Forstweg zum Friedrichsberg hinaufführt. Da man sich ohnehin auf einer Höhe von ca. 830 m befindet sind bis zum Gipfel nur 100 hm zu bewältigen.

Wohlweislich benötigen Radler keine Nulldiät, schließlich werden allein auf dieser Tour gut und gerne 6 000 kcal verbrannt - was natürlich belastungs- alter- geschlechts- und gewichtsabhängig ist. Da kommt eine Gaststätte - am besten mit lauschigem Biergarten - wie gerufen. Kurz vor dem Weiler Meßnerschlägerwaide im Gemeindebereich Wegscheid (KM 39.5) befindet sich am Wegesrand das einladende Grenzstüberl "Zum Jogl", dessen Wirtsleute (sie ist auch als „Singende-Wirtin“ bekannt) u.a. handwerkliche Brauchtumsmärkte veranstalten. Facebook-Kommentar: "Wunderbare Lage, sehr gemütlich eingerichtet, man fühlt sich sofort wohl. Schöner Gästemix aus Österreichern und Bayern. Sehr gute Brotzeiten vor allem das Glaslfleisch, wirklich sehr zu Empfehlen! Ein großes Lob den Wirtsleuten Martina und Roland! Wir kommen gerne wieder!" 

In eigener Sache: Das Bild "Trio im Radlerglück" entstand während unserer Recherche-Tour 2017. Ein straßenbegleitender Radweg führt neben der B 388 direkt nach Wegscheid hinauf (40 hm). Die Tour macht allenthalben Spaß, denn die Vorfreude auf ein "Mittagspäuschen" und danach eine rasante Abfahrt (200 Tiefenmeter) hinab zum Rannasee macht alle Schweißtropfen schnell vergessen.

Wegscheid (KM 45)

Herzlich Willkommen in Wegscheid - das Empfangsschild am Straßenrand wird freudvoll zu Kenntnis genommen. Nach dem Friedhof wird schräg rechts versetzt in die Dreisesselstraße abgebogen, die nach 700 Meter auf die Kasberger Straße trifft. Kurzzeitig geht es auf die viel befahrene Passauer Straße (B 388), die nach dem Marktplatz schräg links versetzt in die Bahnhofstraße abgzweigt (Vorsicht: das kleine Radwegeschild ist im   leichten Gefälle bei höherer Geschwindigkeit leicht zu übersehen). 

Der staatlich anerkannte Erholungsort im Südlichen Bayerischen Wald liegt wie Breitenberg ebenfalls auf einem Hochplateau (718 m). Egal von welcher Fahrtrichtung der liebliche Ort angesteuert wird - ob auf dieser Route oder der TRANS BAYERWALD - man sieht sich immer mit einem Anstieg konfrontiert.  

Marktplatz Wegscheid. Kurz darauf heißt es aufpassen, um den Links-Abzweig von der Passauer Straße in die Bahnhofstraße nicht zu verpassen.

Bild: das "Bayernbike-Recherche-Team" beim kulinarischen Verwöhnprogramm und gemütlichen Plausch mit der sympathischen Tourismusdame der Marktgemeinde Wegscheid.

Die Marktgemeinde Wegscheid (5 579 Einwohner) ist nach Untergriesbach die zweitgrößte Ortschaft welche der »Donau-Moldau-Radweg« auf seiner 64 km langen Route durchkreuzt. Zur Ge­biets­re­form (1972) ging der frühere Land­kreis Weg­scheid im Land­kreis Pas­sau auf. 

 Das Tourismusbüro befindet sich im Rathaus, Marktstraße 1 direkt neben dem Marktplatz.

Kaum wurde die Marktgemeinde hinter sich gelassen taucht man wieder mitten in die Natur hinein. Da die Berggipfel des südlichen Bayerischen Waldes in Richtung Donautal allmählich an Höhe verlieren, sticht der kegelförmige Friedrichsberg mit 930 Meter als höchste Erhebung vom Landkreis Passau umso höher aus der Landschaft heraus.

Ab Wegscheid beginnt eine knapp 5 km lange Abfahrt (200 TM) hinab zum Rannastausee. Nachdem an der T-Kreuzung rechts abgebogen wird, verlässt man die Straße bereits nach 400 m (geradeaus). Von dort führt ein Schotterweg direkt zur Staumauer des Rannasees der zugleich die Landesgrenze bildet. Auf der Staumauer genießt man einen herrlichen Seeblick. 

Auch nicht alltäglich: Kein Schlagbaum, keine Grenzkontrollen, nur das Landeswappenschild weist auf die Staatenteilung zu Österreich hin, die durch den See verläuft. Deswegen radelt man ab dem Holzsteg auf dem unasphaltierten Uferweg entlang des Sees bis zur nächsten bis zur Straßeneinmündungca. 500 Meter auf dem Staatsterritorium der Alpenrepublik. 

Das Rannatal am oberen Donautal ist ein traumhaft schönes weitgehend noch unberührtes Flusstal, das behutsam für den Tourismus erschlossen wurde. Herzstück ist der Rannasee, ein künstlich angelegter Badesee der von 1978 bis 1983 aus drei Bächen aufgestaut wurde. Mit einer Wasserfläche von 20 ha ist er der größte Badesee des Bayerischen Waldes was ihn zum beliebten Ausflugsziel für Erholungssuchende, Naturliebhaber und Freizeitaktivisten macht. Neben gepflegten Badestränden gibt es ein Restaurant, Tretbootverleih, Kinderplanschbecken, Abenteuerspielplatz, Beachvolleyballfeld sowie eine 120 m lange Wasserrutsche. Auch Windsurfen ist hier angesagt. Im Zentralgebäude befinden sich ein Gasthaus, sanitäre Einrichtungen sowie Umkleidemöglichkeiten. Um den See führt ein schöner Uferweg mit Kneippbecken.

Generationsübergreifende Radtour: Oma und Enkel freudvoll im Sattel. 

Foto: Badestrand, Liegewiesen und Bootsverleih von oben aus der Vogelperspektive betrachtet. Fern jeglichen Massentourismus ist die herrliche Naturlandschaft des Wegscheider Landes in der Tat ein echter "Insider-Tipp". 

Die große Schautafel listet Sehenswürdigkeiten im Wegscheider Land auf und vermittelt einen guten geographischen Überblick über die Region.

Zu sehen gibt es wahrlich vieles. Erst recht, als dass der verkehrsfreie Uferpfad entlang des Rannasees erlaubt die Blicke schweifen zu lassen ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen. Schön, wenn einem Mitfahrer auf sehenswerte Dinge hinweisen.

Beim Anblick des Wegweisers nach Wüstenberg mit Betonung auf "Berg" schwant einem nichts gutes. Schon deshalb, weil der Rannasee eingebettet zwischen Hügelketten in einer Talsohle auf 514 m Höhe liegt. Da kommt einem glatt ein gängiger Radlerspruch in den Sinn: Keine Gnade für die Wade! Allerdings ist aber auch klar, dass in Zeiten der E-Mobilität selbst für schwächere Radler die Berge ihren Schrecken verloren haben. Dank der Schubkraft von e-bikes ist das kupierte Gelände des »Donau-Moldau-Radweg« auch weniger Trainierten problemlos bewältigbar. 

Und wieder ist ein Anstieg mit knapp 100 Höhenmeter geschafft, was die Glückshormonausschüttung gleich mit guter Stimmung quittiert. Nach der Kuppe von Wüstenberg geht's sofort wieder hinab, weswegen alle Wehwechen schlagartig vergessen sind. Gut zu wissen, dass die gröbsten Anstiege hinter einem liegen.

Bild: Auf der Anhöhe von Wüstenberg breitet sich ein herrliches Aussichtspanorama über das Wegscheider Land aus. Im Hintergrund zu erkennen: die Ortschaft Wildenranna. 

Nach dem ständigen Auf und Ab wird das Dahingleiten auf dem bewaldeten Bahntrassenabschnitt der ehemaligen Stichbahn Wegscheid -Untergriesbach sehr angenehm empfunden. Die Flachpassage ist Balsam für die malträtierte Beinmuskulatur. 

 Bahnstrecke Erlau-Wegscheid (1912-1965) 

Streckeneröffnung:
Erlau - Obernzell (5 km), Verkehrsübergabe:  15.05.1909 (5 km)
Obernzell - Wegscheid:  Verkehrsübergabe:    01.09.1912 (20.1 km)

Foto: Güterzug - Dampflock im Schubbetrieb bei Niederwegscheid (ehemalige Bahnlinie Erlau-Obernzell-Wegscheid)

Foto: Bahnhof Wildenranna der ehemaligen Bahnlinie (Erlau)-Obernzell-Wegscheid

Der Höhenunterschied der eingleisigen Nebenbahn betrug zwischen Obernzell und Wegscheid auf 15 km Streckenlänge 370 Meter.

Die Bahnstrecke von Erlau nach Obernzell wurde am 15. Mai 1909 dem Verkehr übergeben. Am 1. September 1912 ging der Teilabschnitt Obernzell- Untergriesbach-Wegscheid (20 km) einschließlich der beiden Zahnstangenstrecken (5.3 km) in Betrieb. Die beiden Steilstreckenabschnitte Obernzell - Untergriesbach sowie Mitterwasser - Wegscheid konnten bei der Bergfahrt nur durch Schubverkehr bewältigt werden, was jeweils das Umsetzen der Lokomotive an den Schluss des Zuges erforderte. Dadurch benötigte 1924 ein Personenzug von Obernzell nach Wegscheid rund zwei Stunden.

Die Einstellung des Reisezugverkehrs zwischen Erlau und Obernzell und der Gesamtbetrieb zwischen Obernzell und Wegscheid, war mit Erkärung von der Bundesbahndirektion Regensburg mit Ablauf des 31. Juli 1973 besiegelt. 1975 wurde die Bergstrecke abgebaut, 1982 der imposante Obernzeller Viadukt abgetragen und 1983 der Bahnhof Untergriesbach abgerissen. Eisenbahnfreunde Passau

Von der offiziellen Eisenbahn-Streckenstilllegung bis zur Eröffnung des Donau-Wald-Radwegs im Jahre 2001  vergingen 28 Jahre. Im Jahr 2019 wurde die Radroute in "Donau-Moldau-Radweg" umbenannt.

Untergriesbach (KM 60)

Wen die Tour bis Untergriesbach geschlaucht hat dürfte sich über das Ortsschild besonders freuen, denn die Marktgemeinde signalisiert ein Ende der Steigungen. Der staatlich anerkannte Erholungsort Untergriesbach (6 004 Einwohner) liegt auf einer Höhe von 560 m und damit 260 Meter oberhalb dem tief eingeschnittenen Donautal welches vom Naturschutzgebiet Donauleiten gesäumt ist.

Sehenswert: die Pfarrkirche St. Michael aus dem 15. Jahrhundert prunkt mit einer barocken Ausstattung. Sie ist das Wahrzeichen der Marktgemeinde. Der Pranger, ein gut erhaltenes und mittlerweile sehr selten gewordenes Rechtsaltertum ist 6 m hoch. Er wurde in das zentrale denkmalgeschützte Marktplatz-Ensemble - bestehend aus Kirche, Pranger und Nepomuk-Brunnen harmonisch integriert. Auch der Nepomukbrunnen, sowie das Bürger- und Bauernhäuserensemble machen eine Stippvisite lohnenswert.

Griesenbachtal

Auf der Gottsdorfer Straße wird Kurs auf das Donautal genommen. Doch obacht, in dem steilen Gefällstück kann es bei höherem Tempo leicht passieren, dass der Richtungswegweiser übersehen wird. Ganz unvermittelt zweigt der »Donau-Moldau-Radweg« rechts in das wildromantisches Griesenbachtal ab. Hier befindet sich ein lauschiger Rastplatz mit Schautafeln zur ehemaligen Zahnradbahn und Wildbachverbauung.

Einstmals beförderte eine Zahnradbahn Personen über die Steilhänge des unwegsamen Griesenbachtals. Zwischen Wildenranna und Obernzell ist sowohl die Zahnradpassage als auch die flachere Etappe der Stichbahn nach Wegscheid Teil des »Donau-Moldau-Radweg« Nachdem die Eisbahnstrecke 1973 stillgelegt und 1975 abgebaut war, vergingen 26 Jahre bis der Radweg eröffnet wurde.  

 Am Einstieg zur ehemaligen Zahnradbahntrasse befinden sich mehrere Schautafeln die sowohl über den Radweg als auch Graphitabbau und die Region "Donau-Perlen" informiert, zu der sich die Urlaubsorte Obernzell, der Luftkurort Thyrnau-Kellberg und Erholungsort Untergriesbach zusammen geschlossen haben. "Donau-Perlen" ist auch der Namensgeber für eine Mountainbike-Rundroute die u.a. durch den Zielort Obernzell führt.

 Ein Päuschen zum Durchschnaufen ist nicht verkehrt, denn die steile Schotterabfahrt erfordert Konzentration - sprich hellwachen Kopf - um sein Gefährt auf teils losem Schotter sicher nach unten zu steuern. Das Gefälle beträgt auf dem Zahnradbahnabschnitt max. 7 %. Außerdem ist das Griesenbachtals ein beliebtes Wandergebiet - auf der kurvigen Trasse verlaufen die Premiumwanderwege Goldsteig, Donausteig sowie der Jakobsweg - weshalb mit Spaziergängern, Wanderern, Pilgern und Nordic-Walkern zu rechnen ist.  Rücksichtnahme (angemessenes Tempo, vorausschauendes Fahren) ist in dem steilen Gefällabschnitt angebracht (Trail-Share-Prinzip).  

Das idyllische Griesenbachtal gehört zum  Naturschutzgebiet “Donauleiten von Passau bis Jochenstein”, das der Tier- und Pflanzenwelt ein geschütztes Refugium bietet. Der Griesenbach - ein an und für sich beschaulich dahin fließendes Rinnsal - stürzt bei Starkregen wie ein reißender Gebirgsbach zu Tal und hatte in Vergangenheit des öfteren schon gravierende Überflutungsschäden im Bereich von Obernzell verursacht. 

 Donauleiten von Passau bis Jochenstein

"Leiten" bezeichnen die steil zur Donau abfallenden Abbruchkanten, die hier den südlichen Rand des Bayerischen Waldes markieren und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen bieten. Das 401 ha große Naturschutzgebiet “Donauleiten von Passau bis Jochenstein” ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietzsystems NATURA 2000, einem bedeutenden Netzwerk von europäischen Schutzgebieten. Es wurde 1986 ausgewiesen, erstreckt sich über auf einer Länge von ca. 30 km und nimmt ein Höhenlevel von etwa 290 m ü. NN bis ca. 550 m ü. NN. ein.

Sofern Freundlichkeit, Respekt, Verständnis und gegenseitige Rücknahme unter Naturnutzern herrscht, gibt es normalerweise keine Konflikte. Welch sympathisches Verhalten zwischen Wanderer/Nordicwalkern einerseits und Radfahrern/Mountainbikern andererseits herrschen kann zeigt obiges Bild, als das "Recherche-Team" von einer Damengruppe mit spontaner Aola-Welle und lautem Gesang herzlich begrüßt wurde.  

Der unscheinbare Griesenbach der mehrmals überquert wird, verwandelt sich bei extremen Niederschlägen zu einem reißenden Gebirgsbach.

Stürme sorgten wiederholt für flächendeckenden Windbruch. Auskünfte über die Befahrbarkeit nach extremen Witterungsperionden erteilt das Landratsamt Passau oder das Tourismusbüro in Obernzell.

Terrassenbauten sollen den Griesenbach bändigen, denn unwetterartige Niederschläge entfalten ein gewaltiges Zerstörungspotential. Bei Starkregen schwillt der Griesenbach zum donnernden Gebirgsbach an, dessen Wassermassen ins Tal hinab zur Donau rauschen.

Schilder-Relikt aus der Vergangenheit, als der damalige "Donau-Wald-Radweg" 2001 mit dem Ziel aus der Taufe gehoben wurde, um eine Radwegeverbindung zwischen Donau und dem Dreiländereck bzw. eine Anbindung nach Tschechien herzustellen. Seit das E-Bike auf dem Vormarsch ist und dadurch die Berge ihren Schrecken verloren haben, begeben sich immer mehr Hobbyradler auf diese Tour.  

Obernzell (KM 64)

Vorsicht im abschüssigen Einmündungsbereich: die Gefällstrecke des Griesenbachtals endet abrupt am Ortsanfang (Hochhäuslweg).

Man hält sich rechts und zweigt unmittelbar danach links in die Lüftenecker Straße ab, folgend bis zur Hameter Straße in die rechts abgebogen wird. Die Jochensteiner Straße führt zum Zielpunkt an das Donauufer, wo rechterhand das Fürstbischöfliche Schloss passiert wird.

Fürstbischöfe von Passau errichteten im 15. Jh. eine gotische Wasserburg, die im 16. Jh. zu einem Renaissance-Schloss ausgebaut wurde. Später erwarb der Freistaat Bayern das Schloss und richtete eine Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums ein, in dem heute historische Keramiken ausgestellt sind. Ebenso sehenswert sind neben dem Keramikmuseum der Rittersaal im zweiten Obergeschoss: ein Renaissancewerk des Passauer Bischofs Urban von Trennbach (1561-1590). Seit 1803/1806 ist das Schloss Eigentum des bayerischen Staates.

Nachdem an der Kalten Moldau in Haidmühle gestartet wurde, endet mit Erreichen des Donauufers (Jochensteiner Straße) im Markt Obernzell nach 64 Kilometer der Donau-Moldau-Radweg.

  Die Donau

Flusskreuzfahrtschiffe schippern auf der Donau bis nach Linz, Wien bzw. Budapest oder flussaufwärts nach Passau bis zur Welterbestadt Regensburg. Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakische Republik
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien & Montenegro
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Republik Moldau
  • Ukraine

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise (flussabwärts) wird die Entfernung der Donau von der Mündung ab stromaufwärts bis zu den Quellen in Donaueschingen angegeben. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Distanz zur Mündung (nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien). Die Eisenbahnbrücke Großprüfening befindet sich bei Flusskilometer 2385,7.

Die Flussanteile in den einzelnen Donauländern sind sehr unterschiedlich: während Rumänien mit 1075,00 Flusskilometer den längsten Anteil hat, sind es in der Republik Moldau gerade mal 570 Meter! Deutschland: 655 Stromkilometer (inklusive Breg 45,9 km - der größere Quellfluss im Vgl. zur Brigach („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“).

 EuroVelo 6

Die Atlantik-Schwarzes Meer Route - EuroVelo 6 - verläuft von der französischen Atlantikküste ans Schwarze Meer (Rumänien): Nantes - (F) – Tour (F) – Orleans (F) – Besancon (F) – Mulhouse (F) – Basel (CH) – Bad-Säckingen - Waldshut-Tiengen – Schaffhausen - Singen – Tuttlingen – Sigmaringen - Ulm – Günzburg –Donauwörth – Ingolstadt - Regensburg – Straubing – Deggendorf - Passau –Jochenstein – Linz (A) – Wien (A) – Bratislava (SK) – Budapest (H) – Ossijek(HR) – Belgrad (SRB) – Bucarest (RO) – Constanta (RO).

Die Gesamtstreckenlänge der EV 6 beträgt 4.448 km, wovon der Donau-Radweg (ab Tuttlingen) mit ca. 3.100 Streckenkilometern (davon Deutschland: 582 km / Bayern 425 km) den Löwenanteil einnimmt.

Regensburg → Mündungsdelta Sulina ca. 2.700 km

 Betriebszeiten der Donaufähre Obernzell

Die Flussmitte der Donau bildet die Grenze zu Oberösterreich.

Fährzeiten vom 19.09.2022 bis 14.05.2023

Montag bis Freitag:  8.30 Uhr bis 16.30 Uhr durchgehend

Samstag, Sonn- und Feiertag kein Fährbetrieb!

Zur Donaufähre Obernzell

 Abgesehen von der herrlichen Lage an der Donau - umsäumt von den Donauleiten - ist Obernzell auch einer der Gastgeber-Gemeinden des »Rad Total im Donautal« das allerdings derzeit eine "Schaffenspause" einlegt. Zum Saisonauftakt strömen jedes Jahr rund 25.000 Radler und Inlinescater zum autofreien "Familien-Sonntag". Entlang der bayerisch-oberösterreichischen Donau sind 12 Donaugemeinden (4 bayerische und 8 oberösterreichische) zwischen Passau und Jochenstein (Bayern) und grenzüberschreitend zwischen Achleiten und Wesenufer mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm beteiligt. 

e-bike-Ladestationen in der Ferienregion Donau-Perlen

  • Gasthof Kernmühle 1
  • Gasthof "Zum Kirchenwirt in Kellberg
  • Haus am Strom in Jochenstein

Das Donauufer ist in Obernzell eine beliebte Flaniermeile. Insofern bietet sich zu Abschluss eine entspannte Runde über den Promenadenkai entlang der Donau an, um danach am sehenswerten Marktplatz mit seinen Restaurants, Cafes und Eisdielen sich ein kulinarisches Verwöhnprogramm zu gönnen. Ein verdienter Akt, der einen abschließenden Glanzpunkt dieser Tour zwischen zwei Flüssen setzt.

Obernzell (3795 Einwohner) ist für sein farbiges Häuserensamble bekannt. Auf dem schmucken Marktplatz steht ein achteckiges Becken mit St. Florians-Figur. 

 Das Tourismusbüro befindet sich am Marktplatz 42. 

Aus der Vogelperspektive ist gut erkennbar, wie idyllisch der Markt Obernzell zwischen den naturgeschützten Donauleiten eingebettet liegt.

Wer sich seine verschwitzten Radklamotten entledigen und ein erfrischendes Bad  nehmen möchte: am Hafen befindet sich ein beheiztes Freibad samt Beach-Volleyballplätzen. 

Der Schilderwald weist auf ein dichtes Radwegenetz hin.

Anschluss-Radwege 

 An der Donaupromenade trifft man auf den internationalen Donau-Radweg (E 6) der 4 448 km langen Atlantik-Schwarzes Meer-Route (EuroVelo 6). Flussaufwärts verläuft der Donau-Radweg - ab Passau alternativ auch der Deutsche Limes Radweg - nach

→ Passau (16 km)

→ Deggendorf (77 km)

→ Regensburg (168 km)

oder flussabwärts zur

→ Landesgrenze (Donaukraftwerk Jochenstein) 8 km

→ Linz 81 km

→ Wien 310 km

Donau-Perlen-Radrundweg, Streckenlänge: 32 km (Mountainbike/Trekkingbike)

Mountainbiker erfreuen sich an der 364 km langen TRANS BAYERWALD Nordroute, dessen Streckenführung (1. Etappe Passau-Wegscheid) 2021 vom wilden Erlautal über Obernzell verlegt wurde. Die Route führt in Obernzell via Bachstraße (B 388) ortsauswärts zur Hammermühlstraße (links abbiegen), wo unmittelbar darauf ein 5 km langer Anstieg auf die Anhöhen des südlichen Bayerischen Waldes beginnt (260 hm). Von Obernzell nach Wegscheid sind es 29 km bzw. in die entgegengesetzte Fahrtrichtung nach Passau (Donau-Radweg) zum offiziellen Start-/Zielpunkt Veste Oberhaus 21 km. 

 Das Haus am Strom (Umweltstation des Landkreises Passau) liegt 6.5 km entfernt (Donau-Radweg flussabwärts. Es bietet eine Erlebnisausstellung, Veranstaltungen und gemütlichen Biergarten.

Sehenswertes 

  • Naturerlebniszentrum "Haus am Strom" (Jochenstein)
  • Naturschutzgebiet Donauleiten
  • Nixe Isa am Jochensteinfelsen
  • Malerischer Ortskern
  • Keramikmuseum im ehemals fürstbischöflichen Schloss Obernzell (Eintritt frei)
  • Barocke Marktkirche Obernzell

 

Touristinformationen

Ferienland Nationalpark Bayerischer Wald 
Schlosssteig 1
94078 Freyung 

Tel. 08551/57-114
Fax 08551/57-193

touristinfo@lra.landkreis-frg.de

www.bayerwald-info.de

Tourist-Info Haidmühle
Schulstraße 39
94145 Haidmühle

Tel.: 085 56 - 19433
Fax: 085 56 - 1032     

haidmuehle@t-online.de

http://www.haidmuehle.de/

Tourist-Info Neureichenau
Dreisesselstraße 8
94089 Neureichenau

Tel.: +49 (0)8583 - 9601 - 20

tourismus@neureichenau.de

https://www.neureichenau.de/startseite/

Gemeinde Jandelsbrunn
Hauptstraße 31 
94118 Jandelsbrunn 

Tel: 085 83 - 96 00 0 
Fax: 085 83 - 96 00 24 

info@jandelsbrunn.de

http://www.jandelsbrunn.de/

Gemeinde Breitenberg
Rathausplatz 3
94139 Breitenberg

Tel: +49 (0) 8584/9618-0 
Fax: +49 (0) 8584/9618-26

info@breitenberg.de

http://www.breitenberg.de

Tourismus-Information 
Marktstraße 1
D - 94110 Wegscheid

Tel. +49 (0)8592 888-11

info@wegscheid.de

http://www.wegscheid.de

Markt Untergriesbach 
Marktplatz 24
94107 Untergriesbach

Tel. +49 (0)85 93 90 09-0
Fax: +49 (0)85 93 90 09-30
Mail: poststelle@untergriesbach.com

https://www.untergriesbach.de 

Markt Obernzell
Marktplatz 42
94130 Obernzell

Telefon: +49 8591 9116-0
Telefax: +49 8591 9116-150

E-Mail: poststelle@obernzell.de