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42. Arber-Radmarathon • 26. Juli 2026
Inhaltsverzeichnis
»Arber-Radmarathon« makes you happy
SGB Gravelrunde 62 (Tour J)
Streckendaten
Ausgangspunkt: Regensburg (Meereshöhe: 351 m)
Endpunkt: Regensburg
Streckenlänge: 62.5 km
Höhenmeter: 850 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Eckdaten
- ≈ 850 Höhenmeter (laut Veranstalter)
- Streckenzenit: Kürn ("Hoher Stein"), KM 35 (563 m ü.NHN)
- Streckencharakteristik: abwechslungsreicher Wegemix, hügelige Topographie, Geländeanteil 46%
- Streckenteilung Tour J/K: KM 39, Schneckenreuth
- Schwierigkeitsgrad: mäßig anspruchsvolle Gravel-Tour. Gute Grundkondition und durchschnittliches Fahrkönnen erforderlich
Verpflegungsstationen
- V 1 Altenthann/Pfarrhof (KM 24)
- V 2 Gasthaus Gambachtal, Fußenberg (KM 48)
Startzeit 8.00 Uhr, Massenstart
Steigungsschwerpunkte
- Stadtrand Regensburg - Hohe Linie
- Bernhardswald - Rammersberg
- Falkenstein-Radweg-Abzweig - Kürn
- Haslbach - Mühlberg
Unasphaltierte Streckenanteile
- Hohe Linie (Keilberger Funkturm bis Waldrand vor Bernhardswald) → 8.3 km
- Wiesenabhfahrt bis Einmündung in Vorwaldstraße vor Altenthann → 0.8 km
- Ellbachtal-Abfahrt (Altenthann bis Einmündung in die Altenthanner Straße) → 1 km
- Rudersdorf - Adlmannstein → 1 km
- Finsing - Kürn → 5 km
- Maad - Fussenberg - Oberackerhof → 9 km
- Falkenstein-Radweg → 0.6 km
- Haslbach - Mühlberg - Straßeneinmündung → 3 km
Der unasphaltierte Geländeanteil beträgt etwa 46%, was umgerechnet rund 29 km entspricht. Anmerkung: Schotter, Wald- und Wiesenwege sowie technische Passagen erfordern deutlich mehr Kraft & Konzentration als asphaltierter Untergrund, weswegen Rennrad-Distanzen nicht 1:1 miteinander vergleichbar sind (Nässe erhöht den Rollwiderstand sowie die mentale Beanspruchung zusätzlich). Insofern stellt der prozentuale Geländeanteil für eine leistungsadäquate Streckenwahl - erst recht bei Schlechtwetter und aufgeweichten Böden - ein gewichtiges Entscheidungskriterium dar.
Die Streckencharakteristik dieser mittelschweren Gravelbiketour durch das Naherholungs- und Urlaubsgebiet des Vorderen Bayerischen Waldes darf man mit Verlaub gesagt getrost als megageil bezeichnen. Die Tour wechselt sich mit knarzenden Wald- und Schotterwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen über Berg und Tal ab. Ein "Natur-Cocktail" der begeistert, auch weil die Strecke eine perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung und genüsslichem Naturerlebnis bietet. Auf Schritt & Tritt verfestigt sich der Eindruck, wie sehr das abwechslungsreiche Geländeprofil in der Ferienregion Regensburger Land und dem Bayerischen Vorwald Gravel-Enthusiasten anspricht. Ein reizvoller On- Offroad- Mix durch bezauberndes Terrain das von knackigen Uphills, pfeilschnellen Schotter- Wald- und Wiesenabfahrten gekennzeichnet ist. Im Vergleich zur anspruchsvolleren Gravelstrecke (K) spricht die leichtere Tour J mit moderaten Anstiegen und geringfügig höherem Asphaltanteil Einsteiger bzw. durchschnittlich trainierte Gravler an die sich weder konditionell noch fahrtechnisch überfordern möchten. Der ausgewogene Asphalt- und Geländeanteil mit ständig wechselndem Untergrund hält die Sinne und die Konzentration auf Trab. Da das Tourerlebnis reichlich Suchtpotential birgt, braucht sich niemand wundern wenn es keine Eintagsfliege bleibt, sondern irgendwann nach Wiederholung schreit und ein weiteres Mal auf der Bucket List landet.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Die weitestgehend hindernisfreie Strecke erfordert eine gute Grundkondition und Erfahrung im leichteren Gelände.
Die Attraktivität einer Gravelstrecke bemisst sich im Wesentlichen durch permanent wechselnde Bodenverhältnisse, die sich aus einer Mischung fester/loser Schotterpisten, erdiger Waldpfade, samtiger Wiesenwege, verkehrsfreier Radwege und verkehrsarmer Nebenstraßen ergeben. Dazu ein facettenreiches Geländerelief, das von Flach- und Waldpassagen, knackigen Anstiegen und berauschenden Abfahrten gekennzeichnet ist - fertig ist der Gravel-Traum. Besonders die kontinuierliche Abfolge von Bergauf- und Bergabfahrten die wechselseitig mal körperlich mal mental fordern - samt flowigen Trailpassagen die fahrerisches Geschick abverlangen - geben einer Gravelroute ihren sportlichen Biss bzw. würzigen Feinschliff. Dass Nässe bzw. glischtiger Untergrund eine Streckencharakteristik komplett zu verändern vermag, sei nur am Rande bemerkt. Und ja, von all den aufgezählten Eigenschaften ist die SGB-Graveltour üppig ausstaffiert. Da sich der Gelände- und Straßenanteil in etwa die Waage halten, ist für abwechslungsreiches Fahrvergnügen vorgesorgt. Überdies erstickt die konzentrierte Fokussierung auf die Bodenbeschaffenheit jegliche Langeweile im Keim.
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| © Gabi Röhrl |
Foto: Start- und Zielgelände am Regensburger Dultplatz
Die Gravelrunde ist nicht beschildert! Trackdaten werden nach behördlicher Streckengenehmigung 1 Woche vor dem Event-Termin aktiviert!
Die Gravelbike-Tour verläuft abschnittsweise deckungsgleich auf beschilderten MTB-Strecken (26.5 km; entspricht ca. 41% der Wegstrecke). Auf drei Streckenabschnitten kann man sich neben der trackbasierten Navigation behelfsweise an der Wegemarkierung orientieren:
- Regensburg - Abzweig Grünthaler Straße, 6 km
- Altenthann - Finsing (MTB/Gravel - Verzweigung, KM 30.5), 6.5 km
- Fußenberg - Regensburg/Dultplatz (14 km)
Streckenverlauf
Start Regensburg/Dultplatz → Oberpfalzbrücke → Frankenstraße → Walhalla-Allee → Pilsen-Allee → Grünthaler Straße → Vordere Keilbergstraße → Alfons-Sigl-Straße → Zur Hohen Linie → Bernhardswald/Sportanlage → Altenthann (V1 Pfarrhof; KM 24) → Rudersdorf → Adlmannstein → Bernhardswald → Finsing → Kürn (Streckenzenit) → Schneckenreuth (Streckenteillung Tour J/K, KM 39) → Schneitweg → Maad → Hesperidengarten → Fußenberg (V2, KM 48) → Haslbach → Böhmerwaldstraße → Pilsen-Allee → Mühlberg/Windrad → Bei der Saller Mühle → Sattelbogener Straße → Uferstraße → Bayerwaldstraße → Frankenstraße → Oberpfalzbrücke → Ziel Dultplatz
Safety First

Foto: Streckenposten in Altenthann an der unübersichtlichen Straßenquerung der Vorwaldstraße in den Gsellmühlweg hinab ins Ellbachtal
Langjährige Erfahrung des eingespielten Orga-Teams zahlt sich aus. So wuppt der Veloclub Ratisbona den »Arber-Radmarathon« von langer Hand generalstabsmäßig geplant mit 300 Helfern routiniert aus dem FF. Des Weiteren dient der sogenannte "Interne Arber" turnusgemäß 1 Woche zuvor als Streckencheck bzw. Wegepflege (z.B. Beseitigung von Hindernissen) was den Vorteil mit sich bringt, dass Teilnehmer vor dem Start über den aktuellen Streckenzustand bzw. etwaige Gefahrenstellen informiert werden können.
Steigungsschwerpunkte
Die Topographie im Vorderen Bayerischen Wald weist zwar keine megalangen Monstersteigungen auf, aber das Sägezahnprofil lässt trotz alledem erahnen, dass es guter konditioneller Fähigkeiten bedarf, um die höhenmeterintensive Tour mit Fahrspaß & Genuss zu bewältigen. Nennenswerte Anstiege: vom nordöstlichen Regensburger Stadtteil Brandlberg zur 'Hohen Linie', zwischen der Talsenke hinter Bernhardswald nach Rammersberg und vom Abzweig des Falkenstein-Radwegs nach Kürn. Zu guter Letzt mag der Mühlberg kurz vor dem Ziel mit 65 hm kaum der Rede wert sein, doch im erschöpften Zustand piesackt der Hügel zum Windrad hinauf schon recht gewaltig. Einerseits verlangt die Kraftanstrengung des letzten Waldzwickers eine finale Überwindung, dafür wird die Moral auf der Hügelkuppe mit einem kleinen Erfolgserlebnis gestärkt. Wenngleich die letzte Anhöhe vor dem Ziel bezwungen ist, ist bei aller Euphorie dennoch Vorsicht geboten, weil die anschließende Abfahrt (teilweise loser Schotter und ausgewaschene Regenrinne) hinab zum Regen höchste Konzentration abverlangt.
Die abwechslungsreiche Streckencharakteristik verspricht in der kupierten Hügelandschaft auf alle Fälle jede Menge Spaßpotenzial. Wurde die Streckenteilung bei Schneckenreuth (KM 39 km) passiert, darf man sich ab Maad auf eine 6.5 km lange Schotterabfahrt zur Verpflegungsstation im Gasthaus Gambachtal in Fußenberg freuen.

Foto: Bahntrassenabschnitt auf dem Falkenstein-Radweg
Reifenbreite und Luftdruck beeinflussen maßgeblich die Fahreigenschaften (Komfort, Traktion, Grip, Pannenanfälligkeit). Die gängige Reifengröße für Gravelbikes liegt typischerweise zwischen 40-45 mm, um einen bestmöglichen Kompromiss aus Pannenschutz, Komfort und Rollwiderstand zu bieten. Breitere Schlappen verfügen im schrofferen Gelände höhere Sicherheitsreserven. Der geringfügig höhere Rollwiderstand breiterer Reifen auf Asphalt macht die Vorteile im Gelände bei weitem nicht wett. Je nach Körpergewicht empfiehlt sich ein Reifendruck von 2,5 - 3,0 Bar. Bei nassem Untergrund bzw. aufgeweichten Böden verbessert niedriger Luftdruck das Traktionsverhalten. Tubelessfähige Bereifung (ohne Schlauch) kann mit vermindertem Reifendruck gefahren werden, was den Grip und den Fahrkomfort spürbar erhöht.
Die Strecke ist wahlweise auch mit einem Mountainbike (vorzugsweise vortriebstarkes Hardtail) oder robustem Trekkingbike mit grobstolliger Bereifung befahrbar.
Streckenbeschreibung

Der polizeilich abgesicherte Kreuzungsbereich beim Donau Einkaufszentrum (Nordgaustraße) setzt Ampel-Rotlichtphasen außer Kraft. Schon zu Beginn herrscht bei der gemütlichen Einrollphase gute Stimmung. Sofern man sich nicht gerade windschnittig in Unterlenkerposition in der Führungsspitze festbeißt, sind lässige Small Talks auf der verkehrsbefreiten Frankenstraße sowie der Walhalla-Allee problemlos möglich.
Vom Regensburger Dultplatz (Start/Ziel) führt die Strecke auf der Frankenstraße und der Walhalla-Allee stadtauswärts und mündet nach dem Kreisel kurz hinter der Donau-Arena in die Donaustaufer Straße ein. Entlang der Pilsen Allee wird der Stadtteil Brandlberg passiert, und bei KM 8 rechts ins Gelände abgebogen.

Freie Fahrt hinter einem Führungsfahrzeug ohne auf einer mehrspurigen Ausfallstraße auf Rotlicht achten zu müssen gibt's auch nicht alle Tage. Die Verkehrssperrung dient der Sicherheit, da sich dicht gedrängte Massenpulks gefahrloser entzerren. Kurz nach der Donau-Arena wird die zweispurige Walhalla-Allee verlassen. Nach Unterquerung des Odessa Rings wird das Starterfeld von der Polizei/Streckenposten links auf einen Radweg entlang der Donaustaufer Straße geleitet, die ab der nächsten Ampelkreuzung in die Pilsen Allee übergeht.

Die Graveltour gabelt sich nach 6 km auf der Pilsen-Allee von den MTB-Strecken ab und verläuft am Brandlberg vorbei über die Grünthaler- und Vordere Keilbergstraße zum Regensburger Stadtbezirk Keilberg hinauf. Der Vorfahrtsstraße folgend beginnt der erste Anstieg.

Die 10%-Steigung überwindet auf der Vorderen Keilbergstraße innerhalb von 5 km rund 160 hm. Die unmittelbare Nähe des ersten Anstiegs - nur 6 km vom Massenstart entfernt - setzt einen natürlichen Selektierungsprozess in Gang, bei dem sich das dichte Fahrerfeld in konstistente Leistungsgruppen sortiert. So finden auf der Anhöhe ebenbürtige Fahrer zueinander, deren Zweckbündnisse auch längere Zeit bestehen können.
Am Rande bemerkt: der Wasserhochbehälter in Keilberg markiert auf 471 Meter den der höchstgelegenen Stadtteil von Regensburg, während der tiefste Punkt am Donausüdufer gegenüber Schwabelweis 326 Meter hoch liegt, womit das Stadtgebiet eine Höhendifferenz von 145 Metern aufweist.

Beginnend am Waldrand geht beim 165 m hohen Sendermasten 'Hohe Linie' die Straße in einen Schotterweg über. Der beschattete Schotterweg durchquert den Kreuther Forst auf einer Länge von 6 Kilometer. Das beliebte Naherholungsgebiet mit seinem weitverweigten, dicht bewaldeten Wegenetz legt Gravelbikern ein traumhaftes Gravel-Eldorado vor die Füße. Auf der leicht ansteigenden Strecke mit langen Geraden - unterbrochen von vereinzelten Biegungen mit größeren Kurvenradien - werden nochmals rund 100 hm aufgesammelt, bevor das Höhenlevel von 519 m ü.NHN. wieder um gut 100 Tiefenmeter absinkt.
Die kurvige Gefällstrecke (2.5 km) weist von der Höhenkuppe bis zum Waldrand kurz vor Bernhardswald Schlaglöcher und Querrinnen auf. Im rasanten Abfahrtstempo ist erhöhte Vorsicht geboten (dosiertes Tempo, Abstand halten, vorausschauende Linienwahl, reaktions- und bremsbereit sein).
Nachdem die Waldpassage endet wird der Blick auf die herrliche Naturlandschaft frei.

Beim Sportplatz wird in östlicher Richtung rechts zum Rammersberg abgezweigt. Die steile Straßenabfahrt geht in der Talsenke unmittelbar in einen 3 km langen Anstieg (115 hm) Richtung Reitberg über.
Mit schöner Aussicht auf das sanftgewellte Hügelland sowie Ausblick auf Altenthann wird auf der Höhenkuppe direkt vor der Hauptstraße (KM 22) links in einen abschüssigen Wiesenweg eingebogen, der nach 800 m an der Vorwaldstaße endet. Bei Einfahrt in die vorfahrtsberechtigte Vorwaldstraße ist erhöhte Vorsicht geboten ist, wobei die Gefahrenstelle von einem Streckenposten mit signalfarbener Sicherheitsweste abgesichert wird.
Verpflegungsstation Altenthann

Das weitläufige Areal der Verpflegungsstation in Altenthann (KM 24) bietet auf der Wiese bzw. in einer überdachten Scheune des Pfarrhofs trotz regem Andrang genügend Platz zum gemütlichen Pausieren.

Foto: Verpflegungsstation Altenthann - Anlaufstelle von 3 MTB- und 2 Gravelbikestrecken
Nach 24 km können an der ersten Verpflegungsstation im Altenthanner Pfarrhof die Energiespeicher und Trinkflaschen aufgefüllt werden. Da die Stelle auch von Mountainbikern (3 Strecken) - z.T. zweimal - angefahren wird, herrscht dort über mehrere Stunden hinweg größerer Andrang.
Ohne Mampf kein Dampf...
Gravelbiker können sich zwischen Altenthann und dem Streckenteiler (MTB/Gravel) bei Finsing direkt nach der B16 Überquerung (6.5 km) behelfsweise an der MTB-Beschilderung orientieren.

Foto: straßenbegleitender Radweg von Adlmannstein nach Bernhardswald, der nach der Kuppe in einen Kreisverkehr mündet.

Vom östlichsten Streckenpunkt schwenkt die Strecke via Ellbachtal in westlicher Richtung nach Rudersdorf und Adlmannstein, wo ein straßenbegleitender Radweg nach Bernhardswald hinauf führt. Am Kreisverkehr wird rechts in den Radweg eingebogen und radelt nach einem Linksabzweig nach Finsing wo sich kurz darauf die Gravelrunden von den MTB-Strecken trennen.

Foto: Nachdem die B16 überquert ist, zweigt die Gravelroute rechts zum Falkenstein-Radweg ab (KM 30.5), während die MTB-Strecken links weiterführen. Die kurze Steilabfahrt ab dem Streckenteiler MTB/Gravel hinab zum Falkenstein-Radweg erfordert teils auf losem Schotter erhöhte Aufmerksamkeit sowie gedrosselte Geschwindigkeit und feindosiertes Bremsen. Am Ende der Gefällstrecke wird rechts in den Falkenstein-Radweg eingemündet, der nach 1.2 km linksseitig wieder verlassen wird.

Foto: die nivellierte 2%- Steigung auf dem Falkenstein-Radweg ist die Ruhe vor dem Sturm, da nach gut 1 km ein satter 20% Stich die Pulsfrequenz nach oben schnellen lässt. Wie das obige Bild zeigt, bereitet der Arber-Radmarathon einen Heidenspaß. Dies weiß jeder Teilnehmer zu schätzen, weshalb viele das Event als Saisonhighlight einstufen.

Foto: Kreuzungsbereich auf dem Falkenstein-Radweg (KM 32 Abzweig links). Am rechten Bildrand ist der Unterstellpavillon zu sehen.
Der feingekieste Falkenstein-Radweg wird bereits nach 1.2 km kurz vor dem Unterstellpavillon Erlbach (ehemalige Bahnhaltestelle) linksseitig auf einen Schotterweg verlassen, wo der 3.5 km lange Anstieg nach Kürn beginnt (160 Höhenmeter). Schlagartig zieht eine Rampe auf ruppigem Untergrund die Daumenschrauben an. Der grobschottrige Stich erfordert Kraft und fahrtechnisches Geschick, andernfalls ist kurzzeitig in den Schiebemodus zu wechseln. Danach verflacht sich die Steigung wieder. Auf dem sanftansteigenden Wald- und Wiesenweg kommt in der Höhenlage Freude auf, weil sich der Blick ins landschaftliche Naturfenster zunehmend weitet.

Foto: beginnende Trailpassage
Eine teils verwurzelte Waldpassage macht den Uphill kurzzeitig zur fahrtechnischen Herausforderung. Nachdem sich der Wald lichtet genießt man je nach Sichverhältnissen herrliche Fernblicke bis zum Hohenbogen bzw. Großen Ossser.

Foto: umso weiter man sich emsig nach oben schraubt, desto beeindruckender breitet sich die kaum besiedelte Naturlandschaft aus. Man mag es gar nicht glauben: trotz körperlicher Anstrengung registriert der Kopf den hindernisfreien Flurbereinigungsweg durch die sanfte Hügellandschaft des Vorderen Bayerischen Waldes als reinste Wohltat. Abseits der Zivilisation und ohne Verkehrslärm in unberührter Natur stundenlang still die Kurbel schwingen - der Vordere Bayerische Wald in der Ferienregion Regensburger Land machts möglich. Die Kürner Höhenlage bietet eine herrliche Aussicht die bei Föhn sogar bis zu den Alpen reicht.
Probiert's es, dann spürt's es"

Bekanntermaßen ist der »Arber-Radmarathon« kein Radennen. Was liegt also näher, als sich eine energetische Auszeit an einem Aussichtspunkt zu gönnen, inne zu halten, tief durch zu schnaufen und die Seele baumeln zu lassen? Nur wenige Meter oberhalb der Schotterpassage am Streckenhochpunkt in Kürn (KM 35) bietet nach dem kräftezehrenden Anstieg eine Relaxbank nahe des markierten Felsblocks "Hoher Stein" die ideale Gelegenheit dafür. An der Südwesthanglage besteht eine phänomenale Aussicht über die Pfarrkirche Maria Heimsuchung hinweg auf die Hügelketten des Bayerischen Vorwalds. Runterkommen, abschalten und tiefenentspannt den unvergesslichen Augenblick genießen. Ein buchstäblicher Kraftort an der für mentalen Auftrieb sorgt und frische Lebensgeisterer weckt. Zugegebenermaßen ein ungewöhnliches Kontrastprogramm, doch abwegig ist es trotzdem nicht, weil erholsame Muße neue Kräfte mobilisiert. Insofern keine verlorene sondern gewonnene Zeit. Probiert's es, dann spürt's es!

Vorsicht an der Straßenkreuzung in Kürn: nachdem der feinkörnige Schotterweg in das asphaltierte Sträßchen 'Am Hohenstein' mündet, endet dessen Steilgefälle unvermittelt an der vorfahrsberechtigten Römerstraße beim gegenüberliegenden Kürner Schloss, in die rechts abgebogen wird.

Foto: von der Römerstraße zweigt direkt vor der Pfarrkirche Maria Heimsuchung halblinks der Eichenmühlweg ab. Die 3 km lange Straßenpassage führt zunächst auf einer Gefällstrecke durch eine Talsenke (90 Tiefenmeter) worauf das Höhenlevel nach Schneckenreuth um 55 Meter wieder ansteigt.
Hinter Schneckenreuth an der Streckengabelung - wo eine Richtungsentscheidung ansteht - genießt man ein tolles Panorama auf das Regental.

Foto: 400 m hinter Schneckenreuth trifft man auf die Streckenverzweigung (KM 39). Die Tour J zweigt links auf die Straße nach Schneitweg ab und führt weiter über Maad zur Verpflegungsstation Fußenberg (10 km), während die Tour K rechts abzweigt.

Foto: Streckenabschnitt zwischen Schneckenreuth und Schneitweg (wird häufig vom VCR befahren)
Von der Streckengabelung sind es bis Schneitweg zwei Kilometer, wo die Graveltour K nach ihrer 33 km langen Zusatzschleife einmündet und von dort ab beide Routen auf identischer Wegstrecke ins Ziel führen. Nach einem weiteren Kilometer radelt man vor einer Rechtskurve in Maad geradlinig auf einen Schotterweg zu (vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr beachten!). Auf dem Hochplateau (515 m ü.NHN) lässt sich eine zuversichtliche Zwischenbilanz ziehen, denn das Gröbste ist in Sachen Höhenmeter bewältigt. Außerdem darf man sich auf die Verpflegungsstation freuen, die nur noch einen Katzensprung entfernt ist. Die abschüssige Waldpassage über den Hesperidengarten nach Fussenberg (360 m ü.NHN.) erfordert bei höherem Speed mehr Konzentration denn Beinarbeit (160 Tiefenmeter).
Verpflegungsstation Gasthaus Gambachtal (KM 48)

Nach der langen Abfahrt von Maad nach Fussenberg hat man sich nach 48 km die Pauseneinkehr im Gasthaus Gambachtal redlich verdient. Bedeutsam schon deshalb, weil hier Freibier ausgeschenkt wird.
Bevor der Schlussabschnitt nach Regensburg in Angriff genommen wird heißt es erst mal Platz nehmen, durchschnaufen und im geselligen Kreis Gleichgesinnter seinen schweißbedingten Flüssigkeitsbedarf wieder eingepegeln. Das urige Gasthaus mit gemütlicher Atmosphäre und traditioneller bayerischer Küche gehört im Landkreis Regensburg mit zu den beliebtesten Ausflugslokalen. Am Rande bemerkt: Mountainbiker des Veloclub Ratisbona haben hier seit ca. 20 Jahren ihre "Basis-Location" (Samstagstraining ab 14.00 Uhr).
Da an diesem Ort der Zusammenschluß mit den MTB-Strecken erfolgt, herrscht in den Nachmittagsstunden reger (Biergarten-) Betrieb. Von hier ab bietet sich der Vorteil, dass die Graveltouren bis ins 14 km entfernte Ziel auf identischer Wegstrecke der Mountainbiker verlaufen, weswegen man sich an der Streckenbeschilderung orientieren kann und nicht ständig auf's Navi blicken muss.
Ist das Elektrolyt- und Mineraliendefizit gedeckt und wurden neue Kräfte geschöpft, dann ist die Zeit reif für den Schlussakkord. Von der Schnaitterhofstraße geht's rechts "Am Fußenbühl" leicht bergan. Nun stellt sich nur noch der Mühlberg in den Weg und erfordert den letzten Wadenschmalz.

In Gonnersdorf wird abermals in den Falkenstein-Radweg eingebogen, der kurz darauf in die Ladehofstraße mündet an deren Ende rechts ein straßenbegleitender Radweg entlang der Böhmerwaldstraße weiter führt. Am Ortsende überquert der Radweg in einer langen Linksschleife die Bahnstrecke Regensburg-Hof und läutet entlang der Pilsen Allee und Coburger Straße die letzte Kletterpartie auf den 408 m hohen Sallerner Mühlberg ein. Eigentlich nur ein 2 km langer "Grashüpferhügel", doch angesichts der mehrstündigen Dauerbelastung mit fast 1.400 Höhenmeter in den Beinen bäumt sich der Zwerg von minimalistischen 65 hm - je nach körperlicher Befindlichkeit - womöglich zum vermeintlich unbezwingbaren Bergriesen auf. Die Erschöpfung fordert ihren Tribut, weswegen das Gehirn eine Mücke zum Elefanten aufbläst.

Bezeichnender Weise radelt man zum Sallerner Mühlberg (401 m ü.NN.) auf dem Klimaschutzweg Regensburg, dessen Windrad bereits 1998 in Betrieb ging. Die nahende Bergkuppe fest im Blick verspricht mentale Erleichterung, da man in Sachen quälender Anstiege gefühlsmäßig endgültig den Sack zu macht.
Vorsicht bei der Abfahrt vom Mühlberg. Eine kurze Passage weist tiefere Regenrinnen einschließlich losem Schotteruntergrund auf (dosierte Bremsverzögerung) .
Im Regensburger Stadtteil Reinhausen wird nochmals der Regen überquert. An der Gaststätte Auerbräu neben der Regenbrücke ist Vorsicht geboten: Kreuzungsampel bzw. Streckenposten beachten!
Zieleinlauf

Die Zieleinfahrt auf dem Dultplatz, wo tausende Teilnehmer ausgelassen feiern, ist immer ein ganz besonderer Glücksmoment. Grenzen sprengen, Herausforderungen meistern und den inneren Schweinehund auf's Abstellgleis gesetzt zu haben macht stolz und happy. Ein unvergessliches Hochgefühl, das wunschlos glücklich macht.




