Der 37. Arber-Radmarathon ist Geschichte. Trotz der kurzen Vorlaufzeit von nur fünf Wochen - der Genehmigungsbescheid des Ordnungsamts erfolgte am 21. Juni - war Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung perfekt organisiert. Für die Mountainbikestrecken betrug das Orga-Zeitfenster aufgrund einer kurzfristig nötig gewordenen Streckenänderung gar nur zwei Wochen. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz klappte die Organisation wie am Schnürchen. Einzig Petrus stellte sich quer, denn ausgerechnet am Veranstaltungstag war der Wettergott den Hobbyradportlern nicht wohlgesonnen. Da die Meteorologen bzw. Wetter-Apps nichts Gutes verkündeten gab es dementsprechend kaum Nachmelder. Nur vereinzelte Hartgesottene konnten sich dazu aufraffen, währenddessen  normalerweise 800 - 1.500 Sportler auf den letzten Drücker nachmelden. Aufgrund der unvorhersehbaren Infektionslage und ständig wechselnden Reisebestimmungen fehlten auch die ausländischen Teilnehmer, was der Großveranstaltung die internationale Strahlkraft raubte. Schlechtes Wetter und die coronabedingt verspätete Terminfreigabe sind Hauptursachen, wieso die Gesamtteilnehmerzahl im Vergleich zum ARM 2019 (2020 fand der "Arber Dahoam" statt) um rund 50% absackte.

Besser konnte die unbeständige Wetterlage nicht widergespiegelt werden, als dies ein strahlender Regenbogen vor den Toren Regensburgs in aller Hergottsfrüh zu tun vermochte. Ungeachtet der widrigen Umstände ließen es sich aber 3.200 Teilnehmer dennoch nicht nehmen, frühmorgens am Regensburger Dultplatz "Gewehr bei Fuß" voller Tatendrang auf der Matte zu stehen. Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gab Punkt sechs Uhr mit einem ohrenbetäubenden Revolverschuss das Startsignal zum 37. Arber Radmarathon. Der guten Laune tat das durchwachsene Wetter jedenfalls keinen Abbruch, zumal die Temperatur im Laufe des Tages auf bis zu 24 Grad kletterte. 

Ganz untypisch wagten sich erstaunlich viele Teilnehmer auf die Große- und Kleine Arberrunde (Tour A + B). Gut 1.500 - und damit deutlich mehr als 2019 - nahmen das herausfordernde Streckenprofil in Angriff, während auf den Kurzstrecken weniger Teilnehmer verzeichnet wurden. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass ausgerechnet zum Start der Continental Familienrunde ein heftiger Regenschauer niederging. 

Geleitet von einem 600 PS starken E-Hybrid-Porsche als Führungsfahrzeug flog das dicht gedrängte Spitzenfeld an der Marktgemeinde Donaustauf sowie der auf einem Hügel gelegenen Gedenkstätte Walhalla vorbei. Um 6:22 Uhr zweigte die Spitzengruppe bei Sulzbach (KM 12) in die Hauptstraße nach Falkenstein ab und nahm Kurs auf den hügeligen Bayerischen Vorwald.

Auf den ersten 16 Kilometern bis Unterlichtenwald findet man im dichten Starterpulk im topfebenen Terrain problemlos Unterschlupf im engeriesparenden Windschatten. Doch mit den ersten Anstiegen trennt sich die Spreu vom Weizen wie man so schön zu sagen pflegt.

Bemerkenswert ist die enorme Lobpreisung bezüglich der tadellosen Organisation, was über Social Media Kanäle, e-mails, WApps sowie persönlichen Gesprächen kund getan wurde. Sei es die vorbildliche Streckenmarkierung, sei es das freundliche Personal an den Verpflegungsstationen, umsichtigen Streckenposten, an den Bierständen, beim Loseverkauf und so weiter und so fort. Ohne ehrenamtlichen Einsatz gäbe es schlichtweg keinen Arber Radmarathon. Zu verdanken ist dies zum einen der 300 köpfigen Helferschar, die unermüdlich im Einsatz war. Zum anderen gilt der Dank für die großartige Unterstützung der Polizei Oberpfalz, dem BRK Kreisverband Regensburg sowie der Freiwilligen Feuerwehr.

Ein dickes Lob ist den Polizeibeamten auszusprechen, die ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend waren. Rückmeldungen vieler Radsportler bekundeten, durch die begleitenden Polizeimotorräder ein erhöhtes Sicherheitsgefühl gehabt zu haben.

Wenngleich der Arber-Radmarathon keinen Renncharakter hat und es demzufolge auch keine offizielle Zeitmessung gibt, so tasten sich trotz alledem nicht wenige Teilnehmer ambitioniert ans Leistungslimit heran. Konditionierte Energiebündel, die sich gerne auspowern möchten bietet die Große Aberrunde reichlich Gelegenheit, die einem mächtig die Körner aus den Beinen saugt. "King of Arber" wurde Robert Müller, der die 260 Kilometer Distanz in nur 6 Stunden und 43 Minuten meisterte und quasi rechtzeitig zum Mittagessen die Ziellinie am Dultplatz überquerte, während zu dieser Zeit nach und nach erst die Fahrer der Continental Familienrunde, Panoramarunde und Bayerwaldrunde ins Ziel trudeln. Das Groß der Marathonfaher benötigt etwa 9 - 10 Stunden, bzw. die erschöpften Schlusslichter erreichen erst nach 12 Stunden die Domstadt. 

Besonders auffällig war, wie lange und entspannt die Teilnehmer bei Speis & Trank am Dultplatz verweilten und die seit fast zwei Jahren abhanden gekommene Geselligkeit im Freundes- und Kollegenkreis in vollen Zügen genossen. Nachdem man sich aufoperungsvoll durch prasselnde Regenschauer über die Berge kämpfte und den inneren Schweinehund besiegte, packte die wärmende Abendsonne die harmonische Atmosphäre buchstäblich in bauschige Watte. Ein Tagesausklang, der nicht besser hätte sein können, da er dem Arber-Radmarathon nicht nur ein gefühlbetontes Happy End bereitete sondern dank Suchtbazillus bereits die Vorfreude für den nächsten "Arber" schürte.

Helmut Stadler, Seniorchef von Deutschlands größtem Zweiradcenter ließ es sich unter Moderation von Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin) und ihrem Sohn Matthias nicht nehmen, den gesponserten Hauptgewinn - ein Scott-Rennrad - dem Gewinner persönlich zu überreichen. Zuvor hatte der umtriebige 79-Jährige Self-Made-Unternehmer als langjähriger Stammfahrer im elitären Freundeskreis erfolgreich die Panoramarunde bewältigt.

Eine ganz besondere Ehre wurde den Schlussankömmlingen um 18.00 Uhr zuteil, als sie mit Hupen, Getöse und Sirenen von der Polizei-Motorradstaffel herzlich empfangen wurden. Ein Ritual, das an den Ötztal-Radmarathon erinnert, wo der letzte Finisher traditionell auf die Bühne geholt und vom Publikum frenetisch gefeiert wird. Die feierliche Zelebrierung hat Symbolcharakter, die stellvertretend allen Teilnehmern gilt. Jeder Sportler der den Kampf gegen sich selbst mit eiserner Willenskraft ausficht und seinen inneren Schweinehund glorreich besiegt hat darf sich zweifelsohne als Held geehrt fühlen - unerheblich ob Profi oder Breitensportler. In einer Leistungsgesellschaft, wo der Zweite meist zum ersten Verlierer abgestempelt wird, tut eine solche Ehrung umso mehr Not. Die einfühlsame Geste spiegelt den tiefsinnigen Geist des traditionsreichen Arber-Radmarathons wider.

Auch das qualitativ hochwertige Arber-Trikot 2021 kam bei den frisch gebackenen Finishern gut an. 

Zusammenfassend lässt sich folgendes Fazit ziehen: Super Stimmung - perfekte Orga - mieses Wetter - geniales Sunshine-Happy End!

Nach dem Arber ist vor dem Arber. Am 31. Juli 2022 findet der Arber-Radmarathon zum 38 Mal statt.

Die Corona-Pandemie hat bislang für unzählige Absagen bei Radsportevents geführt – so wurden bereits in der ersten Jahreshälfte die meisten Veranstaltungstermine aus dem Radsportkalender gestrichen. Des einen Leid - des anderen Freud - denn der „37. Arber Radmarathon“ ist aufgrund seiner späten Terminierung haarscharf an einer Absage vorbei geschrammt. Nachdem Sportveranstaltungen wieder erlaubt sind, und Regensburg am 21. Juni die Austragung des Arber Radmarathon offiziell genehmigte steht endlich fest was viele Breitensportler sich sehnlichst gewünscht haben: Deutschlands größter Radmarathon findet am letzten Juliwochenende, dem 25.07.2021 statt. 

Nachdem 2020 die Veranstaltung dezentral über die Bühne ging, als 1248 Teilnehmer ihren "Arber Dahoam" absolvierten und über 17.000 Euro für einen wohltätigen Zweck an „Sternstunden“ spendeten, sind nunmehr zwei Jahre seit dem letzten "offiziellen" Arber-Radmarathon vergangen.

  • Das Amateurrennen »andré media Kriterium«, Fette-Reifen-Rennen for Kids sowie die traditionelle Nudelparty entfällt am Samstag!

  • Der Arber-Radmarathon ist eine radtouristische Veranstaltung und kein Radrennen, weswegen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung bindend sind.

  • Aufgrund der niedrigen Inzidenz unter 50 ist für die Teilnehmer kein Test- bzw. Impfnachweis erforderlich. Auf dem Start/Zielgelände am Dultplatz gilt grundsätzlich FFP2-Maskenpflicht. Nur wer radelt oder sitzt, darf die Maske ablegen.

Erstmals in der 36 jährigen Geschichte des Arber-Radmarathons bekommen alle Online-Anmelder bis 19. Juli personalisierte Startnummern. Mit dem verewigten Vornamen bleibt der 37. ARM als Souvenir in guter Erinnerung. Da Nachmelder von dieser Regelung ausgeschlossen sind und die Wetterprognosen obendrein sogar gut ausschauen heißt es husch husch anmelden, um sich sein persönliches Erinnerungspräsent zu sichern. 

Obwohl der allgemeine Sportbetrieb seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Verein weitestgehend ruhte und die Austragung des ARM 2021 lange auf der Kippe stand, kann der Veloclub Regenburg trotzdem auf seine Sponsoren zählen. So haben bis auf BMW - für den Autosponsor sprang kurzfristig das Porschezentrum ein - alle ihre Unterstützung zugesagt, allen voran Hauptsponsor Stadler. Dementsprechend sind als Serviceautos (Elektro-) Porsches im Einsatz sein. Da passt es gut zusammen, dass Porsche-Markenbotschafter und Rennlegende Walter Röhrl sich erneut als Schirmherr zur Verfügung stellt. Nach der endlos empfundenen Coronakrise und strikten Veranstaltungverboten ist das offizielle Go für den Arber-Radmarathon Balsam für den Veloclub als auch für die geschundenen Sportlerseelen. Der Erklärung von der Veloclub-Vorsitzenden Barbara Wilfurth bei der Pressekonferenz am Dienstag den 29. Juni: „Es läuft alles gut, ich bin frohen Mutes“, ist nichts hinzuzufügen.

Streckenänderungen

Für die große Arberrunde (Tour A) greift aufgrund einer Straßenbaustelle eine Streckenänderung (KM 121): Der 500 hm - Anstieg Regenhütte - Bretterschachten samt Abfahrt nach Bodenmais (KM 135) entfällt. 

Die Umleitungsstrecke verläuft über die B 11 via Ludwigsthal nach Zwiesel, wo im Stadtzentrum nach Langdorf abgezweigt wird. Kurz vor Bodenmais trifft die Umleitung wieder auf die Originalroute (mündet rechtsseitig ein). Dadurch verlängert sich die Tour A um rund 6 km, während sich die Höhenmeter um 300 Meter verringern. Hinweis: GPX-Dateien werden in Kürze aktualisiert!

Tour A, B, C und D: die Ortsdurchfahrt Saulburg (SR 28) ist bis Anfang Dezember 2021 voll gesperrt, weshalb die Verpflegungsstelle zum Sportplatz des SV Saulburg (ca. 2 km Umweg) verlegt wurde. Von Greßmannszell kommend ca. 2 km vor Saulburg links abbiegen in südlicher Richtung nach Aufroth. Im Ort Aufroth rechts abbiegen in die Finkenstr. Richtung Untermiethnach. Überquerung der St2148 in Richtung Untermiethnach. Am Ortseingang Untermiethnach beim Sportplatz wird die Verpflegungsstelle (neu) eingerichtet. Von dort aus entlang des Breimbach nach Obermiethnach. Am Ortsende Obermiethnach links abbiegen (Jägerstraße) auf die ursprüngliche Strecke Richtung Pillnach.

Auf dem Kartenausschnitt ist die Umfahrung zur Verpflegungsstelle Saulburg am Sportplatz mit türkisblauen Pfeilen gekennzeichnet.

Große Tombola im Rahmen des 37. Arber Radmarathon

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Tombola mit tollen Preisen, wie z.B. Rennrad, Garmin Uhr, MTB-Helm und Brille, Rennradschuhe, VW-Sport Wochenende, Geschenkkorb, zahlreiche Einkaufs-, Restaurant-, Massage-, Fitness- und Reisegutscheine, Gutscheine für Thermografieaufnahmen, Radzubehör, Trinkflaschen und viele weitere Sachpreise und Überraschungen.

Lose können im Start-Ziel Bereich am Dultplatz Regensburg gekauft werden:

- 24. Juli 2021 ab 12 Uhr 

- 25. Juli 2021 ab 10 Uhr

Die Erlöse gehen zu Gunsten der Jugendförderung im Veloclub Ratisbona. Besonderer Dank gilt allen Sponsoren & Freunde des Vereins:

Zweirad Stadler, Rudy Project Deutschland & Österreich, OTC Orthopädie Traumatologie Centrum Regensburg, Autohaus Wiedmann, Fattoria La Vialla, Engel & Völkers Regensburg, DEZ - Donau-Einkaufszentrum Regensburg, Fitness First Germany, TUI TravelStar Reisebüro Petschl e.K., Landgasthof Schwögler - Restaurant & Catering, Café Bäckerei Freisleben, Gemeinschaftspraxis Physiotherapie Brummer und Günther, Rehazentrum Liesen, Bulmare - Das Wohlfühlbad, Continental Deutschland, Bäckerei Schifferl, Eckert Schulen, Bischofshof, Schneider Weisse, Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf, Xenofit, Coca-Cola, Löffler Sportswear, Imke Kuhne, Bauer & Frischluft Werbung GmbH, BlumenPavillon-Regensburg, Radwerk by Iron Trizone GmbH & Co. KG, Meindl Entsorgungsservice GmbH, Mittelbayerische, Kerstin Schmid Friseure, Corner Regensburg, SSV Jahn Regensburg, Maximilian Satzl, Rita Lenkner.

Das hochklassige Amateurrennen »andré media Kriterium«, Fette-Reifen-Rennen for Kids sowie die traditionelle Nudelparty entfällt am Samstag!

Am 25. Juli ist es wieder soweit entweder an seine Grenzen zu gehen und sich Auszupowern, oder in gemächlicherer Gangart die schöne Bayerwald-Landschaft im Kreise Gleichgesinnter zu genießen und die Kräfte der herrlichen Natur auf sich wirken zu lassen. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. 

 Vorfreude auf den 37. Arber-Radmarathon

Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie kommt eine zielgerichtete Saisonplanung in diesen schwierigen Zeiten eher dem Blick in die Glaskugel gleich. Normalerweise beginnt in den Wintermonaten die Saisonvorbereitung. Urlaubspläne werden geschmiedet und Radsport-Events auserkoren, was unvermittelt die Motiviation und Vorfreude schürt. Ein strukturierter "Fahrplan“ verschafft Orientierung, mit der sich die Trainingsvorbereitung individuell gestalten und die Form behutsam aufbauen lässt. Doch die Pandemie hat vieles auf den Kopf gestellt. So können Veranstaltungen plötzlich völlig unerwartet verschoben oder gänzlich abgesagt werden. Sich auf Hiobsbotschaften einzustellen ist zugegebenermaßen weder für Sportler noch Vereine oder Veranstalter einfach.

Nachdem die nahezu veranstaltungsfreie "Off Season" 2020 abgehakt ist, dürfte die Sehnsucht nach gemeinsamen Ausfahrten mit Freunden und Vereinskollegen bzw. die Lust prickelnde Veranstaltungsluft zu schnuppern grenzenlos sein. Die unvergleichliche Atmosphäre im Heer tausender Gleichgesinnter seinem Hobby leidenschaftlich zu frönen, palavernd in Zweierreihe zu fahren, schweißtreibende Attacken und Windschattenduelle mit ebenbürtigen Fahrern auszufechten, an Verpflegungsstationen entspannt zu ratschen, glückbeseelt im Ziel aufzuschlagen und gesellig bei Speis & Trank ausgelassen zu feiern liegt am 25.07. dann immerhin schon zwei Jahre zurück. 

Gleichwohl erlaubt die dynamische Lage und ungewisse Entwicklung zumindest aus gegenwärtiger Sicht noch keine verlässliche Planungssicherheit. Das Coronavirus ist nach wie vor das alles bestimmende Thema, weswegen nicht abschätzbar ist unter welchen Vorzeichen die bevorstehende Radsaison bzw. (Groß-) Veranstaltungen stehen werden. Bleibt die Hoffnung und Zuversicht, dass sich das Blatt zum Besseren wendet und möglichst bald wieder Normalität einkehrt. In diesem Sinne think positive: let’s come back see you on July 25th in Regensburg!

Rückblick: Wie man aus einer Not eine Tugend macht, bewies der Veloclub Ratisbona letztes Jahr mit einer pfiffigen Idee. Als zum geplanten Termin des 36. ARM Großveranstaltungen untersagt waren, wurde kurzerhand ein coronataugliches Alternativkonzept aus der Taufe gehoben. So nahm die Erfolgsgeschichte "Arber dahoam" unter dem  Motto »Fahr DEINEN Arber-Radmarathon! Dein Arber hilft!« ihren Lauf. Namhafte Botschafter wie OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein und Helmut Stadler sowie berühmte Sportgrößen wie Rallyeweltmeister Walter Röhrl, Rad Olympiasieger Olaf Ludwig und Radprofi Andreas Schillinger vom Team BORA hansgrohe stellten sich in den Dienst einer guten Sache. Dem Coronavirus zum Trotz nahmen zugunsten der Benefizaktion »Sternstunden e.V.« des Bayerischen Rundfunks vom 18. - 26. Juli sage und schreibe 1248 begeisterte Hobbyradsportler in allen Herren Länder teil. Die Charityaktion erbrachte einen Spendenerlös von 17.356 Euro, der hilfsbedürftigen Kindern und Familien zugute kam.

Letzten Endes eine erfreuliche WIN-WIN-Situation für alle Beteiligten. Zum einen hatte die "ARM-Fangemeinde" einen Heidenspaß, was emotionale Posts auf bekannten Social Media Plattformen eindrucksvoll belegten. Zum anderen wurde bedürftigen Menschen geholfen. Außerdem wurde als Hauptgewinn ein hochwertiges E-Bike verlost. Eine faustdicke Überraschung war, wo überall und in welcher Weise der "Arber dahoam" durchgeführt wurde. Neben kreativen Einfällen wurden dabei auch erstklassige sportliche Leistungen vollbracht. So traten Sportler beispielsweise in Orlando, Florida (USA), Griechenland, Istrien, Dolomiten, Voralpenland, Schweiz, Bodensee, Berlin, Frankfurt, Hannover, Rheinland und bis in den hohen Norden an der Nord- und Ostsee motiviert in die Pedale. Höchster Punkt war das legendäre Stilfser Joch (2.760 m), die längste Tagesdistanz betrug 400 km, eine Bodensee-Umrundung tangierte 3 Länder und manche "simulierten" in Bezug auf Streckenlänge die Große Arber-Runde, indem auf einer Hauptstadtfahrt quer durch Berlin einfach mal so 240 Kilometer abgespult wurden - wenngleich die Höhenmeter wohl nicht die mittelgebirgstypische Dimension des "Originals" erreichten:-). In diese "Bresche" sprang eine sechsköpfige MTB-Gruppe, die den Namensgeber  - den 1.456 m hohen Großen Arber - im unwegsamen Gelände bis zum Gipfelkreuz erklomm. Ebenso machte eine 16 stündige Oberpfalz-Umrundung (388 km) sowie die Bewältigung einer 1.235 km langen Mammutstrecke in 8 Tagen von sich reden.

Fazit: Der 36. ARM geht als denkwürdige Erfolgsstory in die Annalen der Vereinchronik ein. Details 

Rückblick 35. Arber-Radmarathon 

VCR-Repräsentanten und Sponsoren in Reih und Glied. Der Veloclub zeigt mit dem farbfreudigem Arber-Radmarathon-Trikot - vorgestellt am 8. Juli bei der Pressekonferenz - erstmals grünweiße "Flagge". Im Unterschied zum bekannten rot gepunkteten Bergtrikot weist das neue ARM-Trikot signalgrüne Punkte auf. Dem zweifachen Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war es ein Herzensanliegen ein besonders auffälliges Trikot präsentieren zu dürfen. Für ihn stellen Signalfarben ein optisches Sicherheitsmerkmal dar, damit die Radfahrer im Straßenverkehr besser wahrgenommen werden. 

Pressekonferenz 13. Mai 2019

Alle Jahre wieder steppt am letzten Juliwochenende sozusagen der Bär am Regensburger Dulplatz: Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin) sagte bei der diesjährigen Pressekonferenz über den Arber-Radmarathon - welcher bereits seit dreieinhalb Jahrzehnten seinen festen Platz im Breitensportkalender einnimmt und auch diesmal wieder rund 7000 begeisterte Radsportler wie Mountainbiker bundesweit anlocken wird - „Es ist eine große Radsportfamilie, die sich bei uns in Regensburg trifft“.

Über die Jahre hinweg hat sich das Orga-Procedere nahe der Perfektion eingeschliffen. Dies bedeutet aber nicht, dass man Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen wäre. Barbara Wilfurth: „Aber wenn wir irgendwo etwas Neues finden, schauen wir es uns gleich ab“. Diesmal haben sich die Mountainbiker eine Neuerung einfallen lassen. Sie ermitteln unter den Teilnehmern, die in Wettstreit treten wollen, auf einem 1200 Meter langen und mit durchschnittlich 12,5 Prozent Steigung versehenen Anstieg bei Süssenbach mit einer Zeitwertung, die sonst beim Arber-Radmarathon fehlt, König und Königin am Berg".

 35. ARM 2019

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung - der 35. Arber-Radmarathon - ist Geschichte. Insgesamt stürzten sich 6.101 Teilnehmer - davon knapp 1.000 Mountainbiker - mit Elan ins schweißtreibende Vergnügen. Das Wetter kann man mit einem lachenden und weinenden Auge betrachten. Erfreulich war, dass sich die miesen Wettervorhersagen nicht bewahrheiteten und überraschenderweise trockenes Radlerwetter herrschte. Auch wenn es in der Nacht regnete so waren die Straßen bis zum Startschuss bereit wieder abgetrocknet. Nach der unterträglichen Hitzeperiode war das Thermometer auf angenehme 25 Grad gefallen, worüber sich auch Barbara Wilfurth, Präsidentin des veranstaltenden Veloclub Ratisbona freute. Kehrseite der Medaille: das vermeintlich hohe Regenrisiko hielt nicht wenige davon ab sich spontan noch am Samstag oder Sonntag anzumelden. Da die Anmeldezahlen bis dahin noch auf demselben Niveau von 2018 lagen, erklärt der Einbruch der Nachmelderzahlen den Teilnehmerschwund von etwa 10%. Pech also für die Daheimgebliebenen und Glück für diejenigen, die sich nicht beirren ließen und den ARM mit viel Spaß und körperlichem Einsatz rockten und sich nach der Zieldurchfahrt emotional ergriffen die Glückshormonschwemme "abholten".  Was lehrt uns das? Trotz x-facher Wetter-Apps und theoretischer Wettemodelle nicht alles für bahre Münze nehmen und vielleicht frühmorgens doch mal einen Blick aus dem Fenster risikieren um zu sehen was Sache ist.

Für viele Hobby-Radsportler stellt der Arber-Radmarathon nach wie vor ein Saison-Highlight dar. Für bevorstehende Herausforderungen wie die Pirker Zoigltour, Wendelstein-Rundfahrt oder den Ötztal-Radmarathon bietet die Radtouristikveranstaltung durch den kuperierten Bayerischen Wald eine ideale Gelegenheit in formidable Hochform zu kommen.

Erstmalig wurden Bewegtbilder im Videoformat 16:9 auf eine 15 Quadratmeter große LED-Display-Wand projiziert. Packende Rennszenen und Berichterstattung per Live-Streaming - für Teilnehmer wie Zuschauer Entertainment vom Feinsten.

Statistik 2018

Streckenfrequenz Radstrecken (2018) 

Teilgesamtheit 5 Radstrecken 5 518 Teilnehmer 

  • Große Arberrunde (A) - 250 km/3 750hm  - 1 273 Teilnehmer (23.0%)
  • Kleine Arberrunde (B) - 170 km/2 400hm  - 1 110 Teilnehmer (20.1%)
  • Bayerwaldrunde (C)    - 125 km/1 400 hm - 1 478 Teilnehmer (26.8%)
  • Panoramarunde (D)    - 100 km/    900 hm  -   463 Teilnehmer (8.4%)
  • Familienrunde (E)       -   56 km/    100 hm - 1 194 Teilnehmer (21.6%)

Streckenfrequenz Mountainbike (2018) 

Teilgesamtheit 3 MTB-Strecken 1 291 Teilnehmer 

  • Regentalrunde (Tour F)        - 106 km/2 050 hm - 218 Teilnehmer (16.9%)
  • Süssenbachrunde  (Tour G)  -  88 km/1 576 hm  - 375 Teilnehmer (29.0%)
  • Altenthannrunde (Tour H)     -  69 km/  990 hm  - 698 Teilnehmer (54.1%)

Der Anteil der Mountainbiker entspricht mit 1 291 Teilnehmern von der Grundgesamtheit (6 809) 19%.  

Start- und Zielpunkt

Start- und Zielpunkt ist der Dultplatz in der historischen UNESCO-Welterbestadt Regensburg

Das Spektakel beginnt bereits am Samstag, wo auf der Fahrradmesse zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren und die obligatorische Nudelparty für volle Glycogenspeicher sorgt.  

Etwa 100 Ehrenamtliche wuseln auf dem Dultplatz, wo es zur Morgenstund ein leckeres Frühstück gibt. Ein weiterer Trupp von 150 fleißigen Helferleins verteilt sich auf insgesamt 9 Verpflegungsstellen, wovon die weiteste ca. 120 km entfernt liegt (Regenhütte). Nach einem ausgeklügelten Verteilungsmuster ist es eine logistische Meisterleistung, die Labestationen mit 4 Tonnen Obst, tausende Snacks, Energieriegel, Wurst- und Käsesemmeln sowie x- Hektoliter Säfte, Elektrolytgetränke und (alkoholfreies) Bier zeit- und mengengerecht zu bestücken. Langjährige Erfahrung ist Garant dafür, dass alles wie am Schnürchen klappt.

 Historie

Der Arber-Radmarathon gilt als traditionsreiches Urgestein der Radtouristik-Klassiker in Deutschland. In Sachen Historie und Bekanntheitsgrad spielt das Mega-Event in der Champions League internationaler Radsport-Events. 1985 aus der Taufe gehoben, schickten sich damals 85 Radsport-Pioniere an, von Regensburg aus dem Namenspatron und König des Bayerischen Waldes – dem Großen Arber - zu umrunden und zurück in die Donaumetropole zu radeln. Die Route führte damals noch an der Arber-Sesselbahn-Talstation vorbei zum Bretterschachten (220 km / 2950 hm). Im Jahr darauf nahmen bereits 300 Radler teil. Heute umfasst das Streckenangebot für Renn- Genuss- und Familienradler fünf leistungsabgestufte Routen. Durchschnittlich nehmen etwa 6 500 Hobbyradler teil, womit der Arber-Radmarathon die größte Radtouristikveranstaltung Deutschlands ist.

Seit dem Jahr 2000 bereichern Mountainbike-Routen die Veranstaltung, dessen vier Streckenvarianten ins kupierte Terrain des Bayerischen Vorwalds führen. Jährlich nehmen gut 1.000 Mountainbiker an dem Mega-Event teil.

Seit 2015 gehört das <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> am Vortag zum Rahmenprogramm. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus. Aufgrund des Sponsorwechsels trägt das Rennen bei der 36. Ausgabe des ARM den Namen

Die Wetterkapriolen reichten in der Vergangenheit von Schneefall, Dauerregen bis Bullenhitze. 2013 ging als Hitzeschlacht in die Analen des Arber-Radmarathons ein. Das Thermometer stieg auf rekordverdächtige 37 Grad, weshalb die Genehmigungsbehörde erstmals sogar den Ausschank von alkoholhaltigem Bier auf der Verpflegungsstation in Saulburg untersagte. 2016 gab es sintflutartige Regenfälle, Stürme und Windbruch, was den hartgesottenen Teilnehmern grenzwertige Leistungen abverlangte. Ein YouTube-Video vermittelt authentische Einblicke über die damalige Schlammschlacht der Mountainbiker.

Ab 6.00 Uhr werden nacheinander die großen Startfelder vom Regensburger Dultplatz aus Richtung Bayerischer Wald bzw. Donautal geschickt. Zaungäste betrachten das wuslige Treiben von der Oberpfalzbrücke aus der Vogelsperspektive. 

Euphorische Stimmung vor dem Startschuss

Die allgemeine Hektik frühmorgens ab 5.00 Uhr auf dem Dultplatz ist nichts für schwache Nerven. Schallende Songs heizen die Stimmung an, und verbreiten einen Hauch von Tour de France Feeling. Die von Muskelfluids, ätherischen Ölen und Sportcremes durchschwängerten Luftschwaden versprühen eine unvergessliche Sinnesaura, die den ungeduldig wartenden Hasardeuren den letzten Kick versetzt. Das Gemeinschaftsgefühl, welches sich wie eine schützende Decke über den Tross legt ist schon sehr speziell. 

In der langen Startschlange reiht sich ein buntes Meer von Radsportlern dicht aneinander gedrängt in Reih und Glied auf. Humorvolle, Ernsthafte, Extrovertierte, Sinnierende, Ambitionierte, Coole, Nervöse und so weiter und so fort. Jeder erlebt sein eigenes emotionales Kopfkino bzw. Wechselbad der Gefühle inmitten im Stimmenwirrwarr des farbenfrohen Gewimmels. Allein das quirlige Startprocedere sorgt für Aufregung und erhöhten Adrenalinpegel.

Tausende Hobby- und Freizeitsportler erzeugen eine einzigartige Stimmung, dessen spannungsgeladene Funken von Fahrer zu Fahrer überspringen. Keiner kann sich der prickelnden Atmosphäre entziehen. Als radtouristische Veranstaltung gibt es weder eine offizielle Zeitmessung noch eine Siegerehrung. Es gilt die STVO. 

Aufputschklassiker wie „I love to ride my bycycle“ oder „we are the champions“ lassen Niemanden kalt. Wie auch immer - die letzten Sekunden des Herunterzählens 10 – 9 – 8 ... zünden die Engines und fluten die Spannkraft bis in die letzte Muskelfaser. Pulsmesser gecheckt, Höhenmesser kalibriert, Helmriemen festgezurrt, ins Pedal eingeklickt, und der Blick stoisch nach vorn gerichtet. Die Nervosität und Anspannung steigt vor dem markerschütternden Startschuss bis zu den letzten Sekunden die kaum von der Uhr zu tropfen scheinen - ins Unermessliche.

34. Arber-Radmarathon

Am 16. Mai hatte der Veloclub Ratisbona zur Pressekonferenz für den 34. Arber-Radmarathon Sponsoren, Medien, kommunale Vertreter von Stadt und Land sowie Polizeiorgane geladen. Eines vorweg: Dank jahrzehntelanger Historie entwickelte sich das renommierte Breitensport-Event unter Führung der Vereinsvorsitzenden Barbara Wilfurth für die Welterbestadt Regensburg sowie das Umland zum Aushängeschild mit überregionaler Strahlkraft. Gesetzt den Fall, dass Petrus am 29. Juli wohlgesonnen ist und seine Niederschlagsschleusen dicht hält könnte die Rekordmarke von mehr als 7000 Radsportbegeisterten womöglich geknackt werden, zumal die Anmeldezahlen derzeit 30% über dem des Vorjahreszeitraums liegen. Zum aktuellen Arber-Trikot wurde die Katze noch nicht aus dem Sack gelassen. Mut zur "Lücke" - sprich knallige Farben - hatte man 2016 mit dem pinkfarbenen Trikot jedenfalls bewiesen. Derzeit steht nur soviel fest, dass es blaufarbig sein wird.  Das aktuelle Arber-Radmarathon-Plakat mit glücksbeseeltem Radfahrer bringt das Wesen dieses faszinierenden Sports auf den Punkt. Die stilisierte Abbildung drückt jenes überschwängliche Glücksgefühl aus wie es Abertausende Teilnehmer des Arber-Radmarathons im Moment des Finish tief ergriffen erleben. Eine Symbolik die Leidenschaft, Freude, Demut und Glücksempfinden verkörpert und damit den Hobby-Radsport eindrucksvoll charakterisiert. Die vermittelte Botschaft kam bei den Journalisten und Sponsoren gut an, wenngleich der zuständige polizeiliche Einsatzleiter das Bild mahnend als rennaffine „Siegerpose“ empfand. Absolute Neuheit: die Veranstaltung brilliert im Start- und Zielbereich erstmalig mit Bewegtbildern im Videoformat 16:9. Per Live-Streaming werden Szeneaufnahmen auf eine 15 Quadratmeter große LED-Display-Wand projiziert. Kurzum: nicht nur die aktiven Teilnehmer kommen auf ihre Kosten sondern auch die Besucher genießen Entertainment vom Feinsten.

9.02.2019: Teampräsentation Veloclub Ratisbona p/b Zweirad-Center Stadler. Die sportlichen Leiter Paul Renger und Ronny Knackfuss haben es verstanden innerhalb weniger Jahre eine schlagkräftige homogene Rennmannschaft zu formen. Das ausgewogene Verhältnis von Sprinter- und Bergqualitäten soll bei Bundesligarennenden (Elite-Amateure) Platzierungen in den Top 10 -15 ermöglichen. Die Chemie scheint zu stimmen, denn bei der Vorstellung betonten alle Rennfahrer das ausgesprochen harmonische Verhältnis untereinander. Neben exzellenter Form und eiserner Willenskraft spielt die Stimmung und Wellenlänge zwischen den Fahrern im geschlossenen Mannschaftsgefüge - wo jeder für jeden bedingungslos einsteht - eine enorm wichtige Rolle. Neben Bundesligarennen weist das dicht gedrängte Saisonprogramm zusätzlich 11 Radrennen der »UCI Europe Tour« auf. Bevor es am 24.02. zum »GP Slovenien Istria«  (UCI-Kat. 1.2) bzw. am 6.03. zur »Trofej Umag«  (UCI-Kat. 1.2) geht, steht die sportmedizinische Leistungsdiagnostik auf dem Programm, deren Testverfahren die tatsächliche Leistungsfähigkeit in den jeweiligen Schwellenbereichen belegen. Das Wissen über die anaerobe Schwelle sowie Lactatabbau bzw. Lactatfreisetzung zeigt dem Fahrer auf, welche Stellschrauben zu verändern sind, um das Leistungspotential zu erhöhen. Zur VCR-Rennmannschaft