Glückbeseelte Zielankunft 

Ende gut alles gut. In harmonischer Eintracht treffen alle Teilnehmer im Zielbereich aufeinander (2015 waren es 6 968). Wird der Zielbogen durchquert, ist der Sportler im wahrsten Sinne des Wortes am Ziel seiner Träume angelangt. Manche drehen noch eine extra Runde, um sich des angesammelten Laktats zu entledigen. Nun bricht die Zeit an, in der fern des Bewusstseins körperliche Anpassungsprozesse wieder alles ins Lot bringen. Es ist eine wahre Freude aus nächster Nähe mitzuerleben, wie Schultern geklopft, innige Umarmungen und Küsschen mit Partner, Kinder und Freunden ausgetauscht und Erinnerungsfotos geschossen werden. Lebensmomente die klarmachen, dass es sich zu kämpfen lohnt. Beine, Hintern und Rücken brennen, die Luft ist raus - ganz nach Giovanni Trapatoni: „Flasche leer -  habe fertig". Die Erklärung leuchtender Augen und überschwänglicher Lebensfreude liegt im Glücksrausch, dessen biochemischer Zustand sich über die Hormonwerte im Blut nachmessen lässt. Umso mehr Energie rein gesteckt wurde, desto mehr Endorphine werden in die Blutbahn gekippt. Wie sagt der Volksmund so schön: "Ohne Fleiß kein Preis".

Nach der Arbeit das Vergnügen. Seelenruhig alle Viere von sich strecken, sich in Glücksgefühlen schwelgen und wohlverdient die geleerten Glykogenspeicher sowie abgesenkten Mineralstoffpegel auftanken.

Spannende Geschichten und Déjà-vu-Erlebnisse werden ausgetauscht. Man mag es nicht glauben, aber kaum dem Sattel entronnen wird mit Tischkollegen bereits über die nächste Teilnahme an Radsport-Events gesprochen. Dies zeigt einmal mehr, welche Leidenschaft der Hobby-Radsport auslösen kann. 

Radsport-Enthusiasten scheinen sowohl ein gut funktionierendes Kurzzeit- wie Langzeitgedächtnis zu haben. Zum einen wenn es darum geht, schmerzvolle "Negativerlebnisse" von der neuronalen Festplatte zu löschen. Es hat den Anschein, als würden die Schmerzrezeptoren unter Alzheimer zu leiden scheinen. Ansonsten würden sich "alte Hasen" nicht so häufig beim nächsten Stelldichein wieder treffen. Das Glücksempfinden gereicht es einer Frischzellenkur von erstaunlich langer Halbwertszeit, bei dem der Erlebnisspaß im Langzeitgedächtnis abgelegt wird. Dass dem so ist, verdanken wir Stresshormone wie Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin, die das Erinnerungsvermögen fördern. Von diesen Botenstoffen angespornt, ändert sich das chemische Milieu der Zelle. Dies wiederum löst das Feuern unserer Gehirnzellen aus und beeinflusst Erinnern und Vergessen. Deshalb bleiben beeindruckende Erlebnisse manchmal lebenslang als geistiger Erlebnisfilm reproduzierbar. Der Clou: bevor der Gedächtnisspeicher sein Verfallsdatum erreicht, sorgt der rumorende Suchtbazillus dafür, dass man wieder in die Gänge kommt.

Beste Laune herrscht nicht nur unter den Teilnehmern - auch die vereinsinternen "Hobby-Ausschank-Kellner" hatten ihren Heidenspaß.

Die "guten VCR-Seelen" am Ausschank von Schneider Weisse. 

Resümee: es passt einfach alles. Vorbildliche Streckenausschilderung, beeindruckende Naturlandschaft, super Stimmung, Top-Verpflegung sowie das gesamte Drumherum. Die herrlichen Panoramen auf die markanten Bayerwaldgipfel des Hohen Bogen, Osser und Großen Arber sowie als Kontrastpunkt die Weltkulturerbe-Stadt Regensburg ziehen unweigerlich jeden Radler in den Bann. So gesehen sitzten alle Teilnehmer des »Arber-Radmarathon« sprichwörtlich in der Sattel-Loge.

 

Veranstalter

Veloclub Ratisbona e. V.
Ziegetsdorfer Str.46a

93051 Regensburg

Telefon: 0941 - 54982
?Fax: 0941 - 567031?
web:  
Arberradmarathon

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