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Informationen

»Arber-Radmarathon« makes you happy

SGB Gravelrunde 95 (Tour K)

Streckendaten

Rundkurs

Ausgangspunkt: Regensburg (Meereshöhe: 351 m)
Endpunkt: Regensburg

Streckenlänge: 94 km
Höhenmeter: 1.450 hm (empfohlene Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge: 94 km
  • ≈ 1.450 Höhenmeter (laut Veranstalter) 
  • Streckenzenit: Kürn / "Hoher Stein" (KM 35) 563 m ü.NHN
  • Streckencharakteristik: abwechslungsreicher Wegemix, hügelige Topographie, Geländeanteil 50% 
  • Streckenteilung Tour J/K: KM 39, Schneckenreuth
  • Schwierigkeitsgrad: anspruchsvolle Gravel-Tour. Gute Krauftausdauer & Fahrtechnik erforderlich

Verpflegungsstationen

  • V 1 Altenthann/Pfarrhof (KM 24)
  • V 2 Stefling (55 km)
  • V 3 Gasthaus Gambachtal, Fußenberg (KM 80)

Startzeit 8.00 Uhr, Massenstart

Steigungsschwerpunkte

  • Stadtrand Regensburg - Hohe Linie
  • Bernhardswald - Rammersberg
  • Falkenstein-Radweg-Abzweig - Kürn
  • Talsenke - Schneckenreuth 
  • Untermainsbach - Gunt
  • Stadl - Schneitweg
  • Haslbach - Mühlberg

Unasphaltierte Streckenanteile

  • Hohe Linie (Keilberger Funkturm bis Waldrand vor Bernhardswald) → 8.3 km
  • Wiesenabhfahrt bis Einmündung in Vorwaldstraße vor Altenthann → 0.8 km 
  • Ellbachtal-Abfahrt (Altenthann bis Einmündung in die Altenthanner Straße) → 1 km
  • Rudersdorf - Adlmannstein → 1 km
  • Finsing - Kürn → 5 km 
  • Streckengabelung Schneckenreuth - Straßeneinmündung Breitwies → 2 km
  • Abzweig Glapfenberg - Untermainsbach → 4 km
  • Untermainsbach - Gunt → 1.5 km
  • Überfuhr/Weissenhof - Hirschling → 5.3 km
  • Stadl - Fussenberg - Oberackerhof → 14 km (abzügl. 1 km Strasse zw. Schneitweg-Maad)
  • Bahntrasse Falkenstein-Radweg → 0.6 km 
  • Haslbach-Mühlberg-Straßeneinmündung → 3 km

Der unasphaltierte Geländeanteil beträgt knapp 50%, was umgerechnet rund 46 km entspricht. Anmerkung: Schotter, Wald- und Wiesenwege sowie technische Passagen erfordern deutlich mehr Kraft & Konzentration als asphaltierter Untergrund, weswegen Rennrad-Distanzen nicht 1:1 miteinander vergleichbar sind (Nässe erhöht den Rollwiderstand sowie die mentale Beanspruchung zusätzlich). Insofern stellt der prozentuale Geländeanteil einer Graveltour für eine leistungsadäquate Streckenwahl - erst recht bei Schlechtwetter und aufgeweichten Böden - ein gewichtiges Entscheidungskriterium dar.

Die Streckencharakteristik dieser anspruchsvollen Gravelbiketour durch das Naherholungs- und Urlaubsgebiet des Vorderen Bayerischen Waldes darf man mit Verlaub gesagt getrost als megageil bezeichnen. Die Tour beinhaltet knarzende Schotter- und ruppige Wurzel- und Gesteinspassagen sowie verkehrsarme Nebenstraßen über Berg und Tal. Ein "Natur-Cocktail" der begeistert, auch weil die Strecke eine perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung und genüsslichem Naturerlebnis bietet. Auf Schritt & Tritt verfestigt sich der Eindruck, wie sehr das abwechslungsreiche Geländeprofil in der Ferienregion Regensburger Land, dem Bayerischen Vorwald sowie dem Randgebiet des Oberpfälzer Waldes im Landkreis Schwandorf Gravel-Enthusiasten anspricht. Ein reizvoller On- Offroad- Mix durch bezauberndes Terrain das von knackigen Uphills, pfeilschnellen Schotter- Wald- und Wiesenabfahrten sowie adrenalinfördernden Trailrosinen gekennzeichnet ist. Hinzu kommt der ausgewogene Asphalt- und Geländeanteil mit ständig wechselndem Untergrund, der permanent die Sinne und die Konzentration auf Trab hält. Im Vergleich zur leichteren Gravelstrecke (J) spricht die fordernde Tour K mit teilweise giftigen Rampen und fahrtechnisch anspruchsvollen Trailpassagen konditionierte Gravler an, die mit unwegsamen Gelände nicht nur vertraut sind sondern die Challenge in der Botanik lieben. Da das Tourerlebnis reichlich Suchtpotential birgt, braucht sich niemand wundern wenn es keine Eintagsfliege bleibt, sondern irgendwann nach Wiederholung schreit und ein weiteres Mal auf der Bucket List landet.

Streckengrafik


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



 

Drei Verpflegungsstationen stellen den genussvollen Energienachschub in gemütlich-lässiger Outdoor-Atmosphäre sicher. Perfekt für eine erholsame Auszeit und nette Small Talks mit Gleichgesinnten, bevor mit aufgefüllter Trinkflasche bzw. Trinkblase wieder motiviert durchgestartet wird. 

Streckenbeschreibung

Der polizeilich abgesicherte Kreuzungsbereich beim Donau Einkaufszentrum (Nordgaustraße) setzt Ampel-Rotlichtphasen außer Kraft. Schon zu Beginn herrscht bei der gemütlichen Einrollphase gute Stimmung. Sofern man sich nicht gerade windschnittig in Unterlenkerposition in der Führungsspitze festbeißt, sind lässige Small Talks auf der verkehrsbefreiten Frankenstraße sowie der Walhalla-Allee problemlos möglich.

Vom Regensburger Dultplatz (Start/Ziel) führt die Strecke auf der Frankenstraße und der Walhalla-Allee stadtauswärts und mündet nach dem Kreisel kurz hinter der Donau-Arena in die Donaustaufer Straße ein. Entlang der Pilsen Allee wird der Stadtteil Brandlberg passiert, und bei KM 8 rechts ins Gelände abgebogen.

Freie Fahrt hinter einem Führungsfahrzeug ohne auf einer mehrspurigen Ausfallstraße auf Rotlicht achten zu müssen gibt's auch nicht alle Tage. Die Verkehrssperrung dient der Sicherheit, da sich dicht gedrängte Massenpulks gefahrloser entzerren. Kurz nach der Donau-Arena wird die zweispurige Walhalla-Allee verlassen. Nach Unterquerung des Odessa Rings wird das Starterfeld von der Polizei/Streckenposten links auf einen Radweg entlang der Donaustaufer Straße geleitet, die ab der nächsten Ampelkreuzung in die Pilsen Allee übergeht.  

Vorsicht bei der Einmündung in die Brandlbergerstraße in Grünthal (Vorfahrt gewähren)! Ein Streckenposten zeigt herrannahende Autos an bzw. winkt Biker durch.  

Die Graveltour gabelt sich nach 6 km auf der Pilsen-Allee von den MTB-Strecken ab und verläuft am Brandlberg vorbei über die Grünthaler- und Vordere Keilbergstraße zum Regensburger Stadtbezirk Keilberg hinauf. Der Vorfahrtsstraße folgend beginnt der erste Anstieg.

Die 10%-Steigung überwindet auf der Vorderen Keilbergstraße innerhalb von 5 km rund 160 hm. Die unmittelbare Nähe des ersten Anstiegs - nur 6 km vom Massenstart entfernt - setzt einen natürlichen Selektierungsprozess in Gang, bei dem sich das dichte Fahrerfeld in konstistente Leistungsgruppen sortiert. So finden auf der Anhöhe ebenbürtige Fahrer zueinander, deren Zweckbündnisse auch längere Zeit bestehen können. Der Wasserhochbehälter in Keilberg markiert auf 470 Meter den höchstgelegenen Stadtteil von Regensburg.

Am Rande bemerkt: der Wasserhochbehälter in Keilberg markiert auf 471 Meter den der höchstgelegenen Stadtteil von Regensburg, während der tiefste Punkt am Donausüdufer gegenüber Schwabelweis 326 Meter hoch liegt, womit das Stadtgebiet eine Höhendifferenz von 145 Metern aufweist.

Beginnend am Waldrand geht beim 165 m hohen Sendermasten 'Hohe Linie' die Straße in einen Schotterweg über. Der beschattete Schotterweg durchquert den Kreuther Forst auf einer Länge von 6 Kilometer. Das beliebte Naherholungsgebiet mit seinem weitverweigten, dicht bewaldeten Wegenetz legt Gravelbikern ein traumhaftes Gravel-Eldorado vor die Füße. Auf der leicht ansteigenden Strecke mit langen Geraden - unterbrochen von vereinzelten Biegungen mit größeren Kurvenradien - werden nochmals rund 100 hm aufgesammelt, bevor das Höhenlevel von 519 m ü.NHN. wieder um gut 100 Tiefenmeter absinkt. 

Die kurvige Gefällstrecke (2.5 km) weist von der Höhenkuppe bis zum Waldrand kurz vor Bernhardswald Schlaglöcher und Querrinnen auf. Im rasanten Abfahrtstempo ist erhöhte Vorsicht geboten (dosiertes Tempo, Abstand halten, vorausschauende Linienwahl, reaktions- und bremsbereit sein).

Nachdem die Waldpassage endet wird der Blick auf die herrliche Naturlandschaft frei.

Beim Sportplatz wird in östlicher Richtung rechts zum Rammersberg abgezweigt. Die steile Straßenabfahrt geht in der Talsenke unmittelbar in einen 3 km langen Anstieg (115 hm) Richtung Reitberg über.

Mit schöner Aussicht auf das sanftgewellte Hügelland sowie Ausblick auf Altenthann wird auf der Höhenkuppe direkt vor der Hauptstraße (KM 22) links in einen abschüssigen Wiesenweg eingebogen, der nach 800 m an der Vorwaldstaße endet. Bei Einfahrt in die vorfahrtsberechtigte Vorwaldstraße ist erhöhte Vorsicht geboten ist, wobei die Gefahrenstelle von einem Streckenposten mit signalfarbener Sicherheitsweste abgesichert wird. 

Verpflegungsstation Altenthann

Das weitläufige Areal der Verpflegungsstation in Altenthann (KM 24) bietet auf der Wiese bzw. in einer überdachten Scheune des Pfarrhofs trotz regem Andrang genügend Platz zum gemütlichen Pausieren.

Foto: Verpflegungsstation Altenthann - Anlaufstelle von 3 MTB- und 2 Gravelbikestrecken

Nach 24 km können an der ersten Verpflegungsstation im Altenthanner Pfarrhof die Energiespeicher und Trinkflaschen aufgefüllt werden. Da die Stelle auch von Mountainbikern (3 Strecken) - z.T. zweimal - angefahren wird, herrscht dort über mehrere Stunden hinweg großer Andrang. 

Ohne Mampf kein Dampf...

 Gravelbiker können sich zwischen Altenthann und dem Streckenteiler (MTB/Gravel) bei Finsing direkt nach der B16 Überquerung (6.5 km) behelfsweise an der Beschilderung orientieren. 

Foto: straßenbegleitender Radweg von Adlmannstein nach Bernhardswald, der nach der Kuppe in einen Kreisverkehr mündet. 

Vom östlichsten Streckenpunkt schwenkt die Strecke via Ellbachtal in westlicher Richtung nach Rudersdorf und Adlmannstein, wo ein straßenbegleitender Radweg nach Bernhardswald hinauf führt. Am Kreisverkehr wird rechts in den Radweg eingebogen und radelt nach einem Linksabzweig nach Finsing wo sich kurz darauf die Gravelrunden von den MTB-Strecken trennen.

Foto: Nachdem die B16 überquert ist, zweigt die Gravelroute rechts zum Falkenstein-Radweg ab (KM 30.5), während die MTB-Strecken linker Hand weiterführen. Die kurze Steilabfahrt ab dem Streckenteiler MTB/Gravel hinab zum Falkenstein-Radweg erfordert teils auf losem Schotter erhöhte Aufmerksamkeit sowie gedrosselte Geschwindigkeit und feindosiertes Bremsen.

Am Ende der Gefällstrecke wird rechts in den Falkenstein-Radweg eingemündet, der nach knapp 1 km linksseitig wieder verlassen wird. 

Foto: die nivellierte 2%- Steigung auf dem Falkenstein-Radweg ist die Ruhe vor dem Sturm, da nach gut 1 km ein steiler Stich die Pulsfrequenz nach oben schnellen lässt. Wie das obige Bild zeigt, bereitet der Arber-Radmarathon einen Heidenspaß. Dies weiß jeder Teilnehmer zu schätzen, weshalb viele das Event als Saisonhighlight einstufen. 

Foto: Kreuzungsbereich auf dem Falkenstein-Radweg (KM 32 Abzweig links). Am rechten Bildrand ist der Unterstellpavillon zu sehen.

Der feingekieste Falkenstein-Radweg wird bereits nach 1.2 km kurz vor dem Unterstellpavillon Erlbach (ehemalige Bahnhaltestelle) linksseitig auf einen Schotterweg verlassen, wo der 3.5 km lange Anstieg nach Kürn beginnt (160 Höhenmeter). Schlagartig zieht eine Rampe auf ruppigem Untergrund die Daumenschrauben an. Der grobschottrige Stich erfordert Kraft und fahrtechnisches Geschick, andernfalls ist kurzzeitig in den Schiebemodus zu wechseln. Danach verflacht sich die Steigung wieder. Auf dem sanftansteigenden Wald- und Wiesenweg kommt in der Höhenlage Freude auf, weil sich der Blick ins landschaftliche Naturfenster zunehmend weitet. 

Foto: beginnende Trailpassage

Eine teils verwurzelte Waldpassage macht den Uphill kurzzeitig zur fahrtechnischen Herausforderung. Nachdem sich der Wald lichtet genießt man je nach Sichverhältnissen herrliche Fernblicke bis zum Hohenbogen bzw. Großen Ossser.

Foto: umso weiter man sich emsig nach oben schraubt, desto beeindruckender breitet sich die kaum besiedelte Naturlandschaft aus. Man mag es gar nicht glauben: trotz körperlicher Anstrengung registriert der Kopf den hindernisfreien Flurbereinigungsweg durch die sanfte Hügellandschaft des Vorderen Bayerischen Waldes als reinste Wohltat. Abseits der Zivilisation und ohne Verkehrslärm in unberührter Natur stundenlang still die Kurbel schwingen - der Vordere Bayerische Wald in der Ferienregion Regensburger Land machts möglich. Die Kürner Höhenlage bietet eine herrliche Aussicht die bei Föhn sogar bis zu den Alpen reicht.

Probiert's es, dann spürt's es"  

 Bekanntermaßen ist der »Arber-Radmarathon« kein Radennen. Was liegt also näher, als sich eine energetische Auszeit an einem Aussichtspunkt zu gönnen, inne zu halten, tief durch zu schnaufen und die Seele baumeln zu lassen? Nur wenige Meter oberhalb der Schotterpassage am Streckenhochpunkt in Kürn (KM 35) bietet nach dem kräftezehrenden Anstieg eine Relaxbank nahe des markierten Felsblocks "Hoher Stein" die ideale Gelegenheit dafür. An der Südwesthanglage besteht eine phänomenale Aussicht über die Pfarrkirche Maria Heimsuchung hinweg auf die Hügelketten des Bayerischen Vorwalds. Runterkommen, abschalten und tiefenentspannt den unvergesslichen Augenblick genießen. Ein buchstäblicher Kraftort an der für mentalen Auftrieb sorgt und frische Lebensgeisterer weckt. Zugegebenermaßen ein ungewöhnliches Kontrastprogramm, doch abwegig ist es trotzdem nicht, weil erholsame Muße neue Kräfte mobilisiert. Insofern keine verlorene sondern gewonnene Zeit. Probiert's es, dann spürt's es!

Vorsicht an der Straßenkreuzung in Kürn: nachdem der feinkörnige Schotterweg in das asphaltierte Sträßchen 'Am Hohenstein' mündet, endet dessen Steilgefälle unvermittelt an der vorfahrsberechtigten Römerstraße beim gegenüberliegenden Kürner Schloss, in die rechts abgebogen wird.

Foto: von der Römerstraße zweigt direkt vor der Pfarrkirche Maria Heimsuchung halblinks der Eichenmühlweg ab. Die 3 km lange Straßenpassage führt zunächst auf einer Gefällstrecke durch eine Talsenke (90 Tiefenmeter) worauf das Höhenlevel nach Schneckenreuth um 55 Meter wieder ansteigt. 

Verzweigungsstelle Schneckenreuth

Kurz nach Schneckenreuth eröffnet sich ein tolles Panorama über das Regental, an dessen Straßenkreuzung sich die Graveltouren verzweigen (KM 39). Die Streckengabelung ermöglicht eine Richtungsentscheidung, vor allem für diejenigen die sich in schlechter Verfassung befinden. Anstatt auf Teufel komm raus die lange Strecke durchzuziehen“ sollte im Zweifelsfall sicherheitshalber auf die kürzere Tour J umschwenken.  

Foto: 400 m hinter Schneckenreuth trifft man auf die Streckenverzweigung, bei der die Tour K rechts und die Tour J links Richtung Schneitweg abzweigt. Ein Schotterweg stellt die Verbindung zu einer 2 km entfernten Straße her.

 Wem wider Erwarten die Luft ausgeht, dehydriert oder unterzuckert ist oder mieses Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, dem bietet der Streckenteiler Abhilfe. Einfach links auf die kürzere Tour J abbiegen. Bis zur Verpflegungsstation Fußenberg sind es 10 Kilometer.

Die Gravelrunde K setzt sich nach dem Rechtsabzweig auf dem asphaltierten Straßenstück fort und geht nach 100 m in einen ansteigenden Schotterweg über. 

Nach der Streckenverzweigung hinter Schneckenreuth führt ein leicht ansteigender Schotterweg zu einer 2 km entfernten Straße in die links abgebogen wird. Die abschüssige Straße passiert das Pferdegestüt Breitwies und verläuft weiter nach Dannersdorf (schöne Aussicht auf das Regental). Von dort ab setzt sich ein schmaleres Sträßchen fort das an einer Alpaka-Farm vorbei nach Grafenwinn führt, an dessen Feuerwehrhaus rechts in die Glapfenberger Straße abgebogen wird.

Kaum ist die kleine Anhöhe bewältigt lugt de Jugenberg hervor, mit 613 m Höhe die höchste Erhebung im mittleren Regental ist. Er ist nicht nur der Nittenauer "Hausberg", sondern ist auch ein beliebtes Wander- und Mountainbike-Gebiet.

Im Angesicht des Jugenbergs der wegen seiner exponierten Lage von allen Himmelsrichtungen aus weiter Ferne sichtbar ist, radelt man auf der nahezu verkehrsfreien Straße auf eine Straßenabelung zu, an der man sich rechts Richtung Glapfenberg hält. 

Die Graveltour verläuft nach der Straßengablung auf eine kleine Anhöhe hinauf, von wo sich eine lange Abfahrt anschließt. Das Höhenlevel sinkt ab der Höhenkuppe bis nach Untermainsbach um gut 160 Tiefenmeter. 

Foto: Oberhalb von Glapfenberg zweigt unvermittelt links ein unscheinbarer Schottweg ab, der bei höherer Abfahrtsgeschwindigkeit leicht übersehen werden kann.

Vorsicht: die Gefällstrecke weist stellenweise tief gesandete Stellen auf, die das Rad ins Schlingern bringen kann

Über eine Querspange erreicht man kurz nach Eschlbach den Taleinschnitt des wildromantischen Steinbachs. Umgeben von bewaldeten Hügeln ist die abgelegene Naturidylle bis Untermainsbach nicht ohne Grund ein beliebtes Wandergebiet. Kaum im tiefgelegenen Regental angekommen verläuft die Strecke nicht wie man vermuten mag auf dem Regental-Radweg weiter sondern schaufelt über Gunt ca. 90 Bonushöhenmeter auf's "HM-Konto", bevors nach Hof am Regen abermals hinab ins Regental geht. 

Kurz vor Eschlbach (KM 47) wird auf der Waldabfahrt die Landkreisgrenze Schwandorf überschritten. Der Landkreis ist bis kurz vor Hirschling auf 14.5 km Länge "Gastgeber". Das idyllisches Bachtal entlang des Steinbachs (4.5 km) ist bis Untermainsbach (KM 51.5) ein wahres Naturparadies. Das idyllische von weiten Wiesen gesäumte Tal bis nach Untermainsbach darf man getrost als Schmuckkästchen von Mutter Natur bezeichnen. Glück dem, der hier umgeben von sattgrüner Vegetation radeln darf. Den Streckenplanern sei Dank.  

Fahrerisch getoppt wird das Idyll ab einem kaum erkennbaren Rechtsabzweig (KM 50), von wo sich ein hindernisfreier Trail entlang des Waldrands und des Steinbachs entlangschlängelt.

Das zerfurchte Steilstück endet unmittelbar vor einem eigentlich unfahrbaren Brückchen, das mit einem tiefen Absatz endet. Wer möchte sich schon bei einem Sturz in den Bach verletzen, ergo besser Absteigen, Drüberschieben und zum gegenüberliegenden Waldrand weiter radeln.

Auch diese "Trailrosine" zoomt das voller Faszination das Gravlerherz auf, wobei der schlängelnde Pfad mit 1.8 km Länge leider viel zu kurz ist. Kopf hoch, denn schon bald zieht einem das nächste fahrtechnische Highlight durch die Regentalauen in den Bann.

Nach einem Linksabzweig in Untermainsbach beginnt ein 1.3 km langer Anstieg (85 hm) Richtung Gunt, bevor man in Hof am Regen abermals im Regental wieder aufschlägt. Die Strecke verläuft nun 14 km lang am mändernden Regen entlang, bevor es ab Stadel wieder bergwärts geht.  

In Stefling (KM 55) befindet sich die zweite Verpflegungsstation. 

Nachdem der Regen bei Stefling (Überfuhr) überquert ist und am Brückenkopf links abgebogen wurde, folgt die Route dem Flussverlauf des Regen. Ab Weissenhof geht die Flurbereinigungsstraße erst in einen breiten Schotterweg und ab der Fähranlegestelle auf Höhe Marienthal in einen schmalen Pfad bis nach Hirschling über. Auffällig der von vielen Granitfelsbuckeln durchsetzte Fluss. Was folgt ist ein schmaler, teils leicht verblockter, trailartiger Uferweg, der sich entlang des mäandernden Regens bis nach Hirschling dahin schlängelt. 

Nach Überquerung des Regen zwischen Stefling und Überfuhr schließt sich ein 6 km langer Streckenabschnitt auf dem Burgensteig entlang der urwüchsigen Regentalauen an. Anfangs bis zum Weissenhof geteert setzt sich danach ein feingekiester Schotterweg fort der sich ab der Gierseilfähre zu einen schmalen Waldpfad verjüngt. 

Das landschaftliche Naturparadies entlang des wildromantischen Flusslaufs in der idyllischen Auenlandschaft des Regentals ist nicht nur eine  Augenweide, sondern bietet Gravelern in fahrtechnischer Hinsicht ein echtes Schmankerl. Stellenweise leicht verblockte Passagen - durchsetzt mit Regenfurchen mögen für Mountainbiker keine besondere Schwierigkeit darstellen, doch mit dem starrgabelbestückten Gravelbike braucht's ein sensibles Fahrgefühl und optimale Körperspannung, um in Balance zu bleiben. Ab der Fähranlegestelle Marienthal bis nach Hirschling hat man alle Hände voll zu tun um flüssig um die Ecken zu zirkeln, vor allem wenn der Boden aufgeweicht ist. Fahrtechniker werden ihre wahre Freude daran haben den schlängelnden Waldpfad mit Flow durchzupfeilen.

Für Gravler ist der abwechslungsreiche Flusswanderweg, der sich über Wiesen bzw. Fichtenwald hindurchwindet schon deswegen erste Sahne, weil der Untergrund hohe Konzentration erfordert und damit den reizvollen Spannungsbogen auf "Hab-Acht-Stellung" hält. Sobald Hirschling ins Blickfeld kommt endet der Geländespaß. Nach der Ortsdurchfahrt wird auf einer schmalen Brücke (Brückenweg) der Regen abermals überquert und mündet vor der Hauptstraße Nittenau-Regensburg rechts in den beschilderten Regental-Radweg ein.

Vorbei an Kleinramspau wird der Regental-Radweg beim Gehöft Stadel (KM 68) linksseitig wieder verlassen, wo sich nahtlos der 4km lange bewaldete Anstieg nach Schneitweg anfügt. Einschließlich einer Welle nach Maad summiert sich der Höhenunterschied auf einer Länge von 5.5 km auf knapp 200 hm.  

Foto: Regental-Idylle pur

Nachdem in Ramspau links in die Leonberger Straße eingebogen und ein weiteres Mal der Regen überquert wird, erfolgt am Brückende direkt vor Kleinramspau die Einmündung in einen straßenbegleitenden Radweg. Nach 1 km muss bei Stadl die Regentalstraße überquert werden (Vorsicht!). Nun heißt es tief Luft holen, denn der 4 km lange Waldanstieg nach Schneitweg (175 hm) kostet einige Körner. 

Bei KM 73 mündet die Strecke in Schneitweg in eine Straße ein. Zugleich erfolgt der Zusammenschluss mit Tour J, die von dort ab auf identischer Wegstrecke beide nach Regensburg führen. Nach einem weiteren Kilometer radelt man vor einer Rechtskurve in Maad geradlinig auf einen Schotterweg zu (vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr beachten!). Auf dem Hochplateau (515 m ü.NHN) lässt sich eine zuversichtliche Zwischenbilanz ziehen, denn das Gröbste ist in Sachen Höhenmeter bewältigt. Außerdem darf man sich auf die Verpflegungsstation freuen, die nur noch einen Katzensprung entfernt ist. Die abschüssige Waldpassage über den Hesperidengarten nach Fussenberg (360 m ü.NHN.) erfordert bei höherem Speed mehr Konzentration denn Beinarbeit (160 Tiefenmeter).

Verpflegungsstation Gasthaus Gambachtal (KM 80)

Nach der langen Abfahrt von Maad nach Fussenberg hat man sich nach 80 km die Pauseneinkehr im Gasthaus Gambachtal redlich verdient.  Bedeutsam schon deshalb, weil hier Freibier ausgeschenkt wird.

Bevor der Schlussabschnitt nach Regensburg in Angriff genommen wird heißt es erst mal Platz nehmen, durchschnaufen und im geselligen Kreis Gleichgesinnter seinen schweißbedingten Flüssigkeitsbedarf wieder eingepegeln. Das urige Gasthaus mit gemütlicher Atmosphäre und traditioneller bayerischer Küche (Basis-Location der VCR-Mountainbiker) gehört im Landkreis Regensburg mit zu den beliebtesten Ausflugslokalen. Am Rande bemerkt: Mountainbiker des Veloclub Ratisbona haben hier seit ca. 20 Jahren ihre "Basis-Location" (Samstagstraining ab 14.00 Uhr).

Da an diesem Ort der Zusammenschluß mit den MTB-Strecken erfolgt, herrscht in den Nachmittagsstunden reger (Biergarten-) Betrieb. Von hier ab bietet sich der Vorteil, dass die Graveltouren bis ins 14 km entfernte Ziel auf identischer Wegstrecke der Mountainbiker verlaufen, weswegen man sich an der Streckenbeschilderung orientieren kann und nicht ständig auf's Navi blicken muss.

Ist das Elektrolyt- und Mineraliendefizit gedeckt und wurden neue Kräfte geschöpft, dann ist die Zeit reif für den Schlussakkord. Von der Schnaitterhofstraße geht's rechts "Am Fußenbühl" leicht bergan. Nun stellt sich nur noch der Mühlberg in den Weg und erfordert den letzten Wadenschmalz.

In Gonnersdorf wird abermals in den Falkenstein-Radweg eingebogen, der kurz darauf in die Ladehofstraße mündet an deren Ende rechts ein straßenbegleitender Radweg entlang der Böhmerwaldstraße weiter führt. Am Ortsende überquert der Radweg in einer langen Linksschleife die Bahnstrecke Regensburg-Hof und läutet entlang der Pilsen Allee und Coburger Straße die letzte Kletterpartie auf den 408 m hohen Sallerner Mühlberg ein. Eigentlich nur ein 2 km langer "Grashüpferhügel", doch angesichts der mehrstündigen Dauerbelastung mit fast 1.400 Höhenmeter in den Beinen bäumt sich der Zwerg von minimalistischen 65 hm - je nach körperlicher Befindlichkeit - womöglich zum vermeintlich unbezwingbaren Bergriesen auf. Die Erschöpfung fordert ihren Tribut, weswegen das Gehirn eine Mücke zum Elefanten aufbläst.

Bezeichnender Weise radelt man zum Sallerner Mühlberg (401 m ü.NN.) auf dem Klimaschutzweg Regensburg, dessen Windrad bereits 1998 in Betrieb ging. Die nahende Bergkuppe fest im Blick verspricht mentale Erleichterung, da man in Sachen quälender Anstiege gefühlsmäßig endgültig den Sack zu macht. 

Vorsicht bei der Abfahrt vom Mühlberg. Eine kurze Passage weist tiefere Regenrinnen einschließlich losem Schotteruntergrund auf (dosierte Bremsverzögerung) .  

Im Regensburger Stadtteil Reinhausen wird nochmals der Regen überquert. An der Gaststätte Auerbräu neben der Regenbrücke ist Vorsicht geboten: Kreuzungsampel bzw. Streckenposten beachten! 

Gefahrenstellen

Aufgrund der Massenstarts am Dultplatz ist im dichten Startpulk erhöhte Vorsicht geboten. Nachdem die Oberpfalzbrücke überquert ist, wird links in die Alte Nürnberger Straße abgebogen und mündet nach einer Linkskurve links in die doppelspurige Frankenstraße ein, die einschließlich Walhalla-Allee frühmorgens für den Verkehr gesperrt ist. Nach der Donau-Arena wird am Kreisel der Odessa-Ring unterquert und mündet links in die Donaustaufer Straße ein. 

Achtung bei der Rückankunft: im Stadtbereich gilt Radwegebenutzungspflicht, etwaige Rotlichtverstöße werden von Polizeibeamte überwacht und ggf. geahndet!

Zieleinlauf

Die Zieleinfahrt auf dem Dultplatz, wo tausende Teilnehmer ausgelassen feiern, ist immer ein ganz besonderer Glücksmoment. Grenzen sprengen, Herausforderungen meistern und den inneren Schweinehund auf's Abstellgleis gesetzt zu haben macht stolz und happy. Ein unvergessliches Hochgefühl, das wunschlos glücklich macht.