Wegweisung
Der Chambtal-Radweg besitzt eine durchgängige, einheitliche Beschilderung in beiden Fahrtrichtungen - teilweise mit Entfernungsangaben. Die lückenlos ausgeschilderte Radroute führt abgesehen von wenigen Ausnahmen auf asphaltierten Radwegen - generell fernab stark frequentierter Verkehrsmagistralen - meist in Flussnähe des Chamb.
Flusskunde
Der Chamb hat keine Quelle, sondern bildet sich durch Zusammenfluss mehrerer Bäche bei Neumark (Vseruby) in Böhmen. Bis zur Mündung bei Cham-Altenstadt in den Regen – dessen wasserreichster Zufluss er ist - hat der Chamb 51 km zurückgelegt. Der Fluss weist nur ein sehr niedriges Gefälle und dementsprechend langsame Fließgeschwindigkeit auf, weshalb sein Flussbett viele Windungen hat – sprich mäandert. Der Chamb erhält bei Eschlkam Zufluss durch den Freybach (kommend von Neukirchen b.Hl. Blut). Kurz vor Furth im Wald ergießt sich der Chamb in ein Hochwasserrückhaltebecken – den Drachensee. Danach wird er von der warmen und kalten Pastritz gespeist, dessen Wasser vom Schwarzkopf (Cerkov) in Böhmen stammt. Ganz untypisch für den Bayerischen Wald fließt der Chamb nicht wild rauschend durch bewaldete Regionen, sondern bewegt sich gemächlich und lautlos in der Further Talsenke durch weitläufige Wiesen- und Felderlandschaften.
Übernachtungs-, Einkehrmöglichkeiten
Übernachtungs-, u. Verpflegungs-möglichkeiten bieten Cham, Kammerdorf, Kothmaissling, Weiding, Arnschwang, Furth im Wald, Eschlkam und Neukirchen beim Hl. Blut. Besonderer Vorteil: auch bei plötzlich einsetzendem Regen oder Gewitter garantieren überdachte Unterstellpavillons sowie zahlreiche Einkehrmöglichkeiten schnell das Erreichen „trockener“ Plätze.
Die Stadt Cham – am Regenbogen
Geschichte & Kultur
Die heutige Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Durch ihre geographische Nähe zu Böhmen gilt die tausendjährige Handelsstadt Cham als „Tor zum Böhmerwald“.
Obwohl die Stadt Cham in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab, dessen Name auf das keltische Wort "kambos" zurückgeht, das sinngemäß krumm bzw. gewunden bedeutet. Der Chamb entspringt im Böhmerwald und stellt den „Hauptfluss“ des Chamer Beckens dar. Zugleich bildet er die Wasserscheide zwischen dem Bayerischen und dem Oberpfälzer Wald.
Als Einschnitt zwischen Oberpfälzer und dem Bayerischen Wald stellte die „Further Senke“ einen der großen Völkerwanderwege Europas dar. Kaiser, Könige, Heerkolonnen und Handelszüge nutzten die geographischen Vorteile des flachen Chambtals und der Further Senke als Übergang zwischen Bayern und Böhmen.
Die noch heute in Betrieb befindliche Bahnlinie Cham-Furth im Wald – Pilsen wurde am 20. September 1861 durch die Bayerische Ostbahn- und die Böhmische Westbahngesellschaft eröffnet, was damals den Dörfern respektive der Bevölkerung in dem strukturschwachen Gebiet wirtschaftliche Perspektiven gab.
1959 dreht der Regisseur Bernhard Wicki in Cham den Antikriegsfilm "Die Brücke" mit den Schauspielern Volker Lechtenbrink, Günther Pfitzmann und Fritz Wepper. Im Mittelpunkt stand die Florian-Geyer-Brücke beim Biertor, die im Jahr 1995 neu erbaut wurde. Trotz der Lage am Eisernen Vorhang gelang die Entwicklung vom "Armenhaus" zu einer modernen Stadt mit mittelständischen Handwerks- und Industriebetrieben.
Gegenwärtig zählt die aufstrebende Stadt Cham ca. 17 400 Einwohner. Ihre ehemalige Grenzlandlage änderte sich durch die Osterweiterung in eine zentraleuropäische Lage, was eine prosperierende Wirtschaft begünstigt.
Weitere Informationen: www.cham.de
Inmitten der Tallandschaft des Chamer Beckens, mit breitem Wiesengürtel im Süden und bewaldeten Höhen des auslaufenden Mittelgebirges im Norden übt die Stadt einen besonderen Reiz auf Radtouristen aus. Dies führte dazu, dass sich die Stadt mit über 30 markierten Radrouten zur zentralen Radwege-Drehscheibe in Ostbayern bzw. Bayerischen Wald entwickelte.
Sehenswürdigkeiten
Biertor, Straubinger Turm, Kirchen, Marktplatz mit Brunnen, Rathaus, Museum SPUR, Cordonhaus, Stadtmauer, Urpfarrei Marienmünster im Ortsteil Chammünster, Kapellen in der Umgebung.
Am Marktplatz die St. Jakobskirche mit ihrer prunkvollen barocken Ausstattung und das historische Rathaus mit seinen Treppengiebeln und den für den Chamer Baustil typischen Erker. Der Brunnen am verkehrsberuhigten Marktplatz mit dem Glockenspiel am Rathaus ist willkommener Treffpunkt vieler Touristen.
Westlich der Altstadt erhebt sich die Klosterkirche "Maria Hilf". Neben dem Redemptoristenkloster, um die Jahrhundertwende erbaut, noch heute vitales Zentrum der Marianischen Bewegung in Ostbayern. www.cham.de
Fernradwegeanbindung Cham
Radwegeknotenpunkt Adolph-Kolping-Str., (700 m vom Start-, Zielpunkt des Chambtal-Radwegs entfernt, Nähe Chamer Biertor) großer Parkplatz, Infotafeln,)
Festspiel-Radweg nach Falkenstein, 27 km – Weiterfahrt über Radweg Falkenstein-Regensburg nach Regensburg, 46 km (Bahntrassenradweg)
Schwarzach–Regen–Radweg nach Schönthal, 20 km (Anschluss Schwarzachtal – Radweg ins böhmische bzw. bayerische Schwarzach)
Grünes Dach Radweg Richtung Schönthal-Schönsee-Böhmen
Regental – Radweg nach Regensburg, 75 km, Gegenrichtung nach Bayerisch-Eisenstein 96 km
Regental-Radweg über Chamerau nach Blaibach, 16 km, weiter auf dem Lamer Winkel-Arber-Radweg über Bad Kötzting, 6 km, Grafenwiesen, Hohenwarth in den Lamer Winkel mit seinen Orten Arrach, Lam, Lohberg. Von hier über den Großen Arber, 38 km, nach Bayerisch Eisenstein, 36 km.
Wer aus Richtung Regensburg auf dem Regental – Radweg bzw. Festspiel – Radweg oder Schwarzach-Regen-Radweg anreist, gelangt über die im Jahr 1995 neu erbaute Florian-Geyer-Brücke (Drehort des Antikriegfilms „Die Brücke“) nach Durchfahrt des Chamer Biertors (Wahrzeichen) auf kürzestem Wege zum historischen Marktplatz.
Hinweis: zur Erinnerung an die damaligen Dreharbeiten montierte der Lions Club an der Florian-Geyer-Brücke ein Metallband mit abgebildeten Filmszenen.
Tourist – Info: Propsteistr. 46 im Cordonhaus, Tel. 09971 – 8034 – 93 (oder – 94 / - 95). Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 08.00 Uhr – 13.00 Uhr und 14.00 Uhr – 17.00 Uhr
Mai bis September zusätzlich Samstag: 09.30 Uhr – 11.30 Uhr |
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