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(RAD-) URLAUB IM BAYERISCHEN WALD - Das Höchste der Gefühle

Der Bayerische Wald liegt im Regierungsbezirk Niederbayern/ Oberpfalz und grenzt im Nordosten an Tschechien. Gemeinsam mit dem Böhmerwald (tschechisch Šumava) bildet die Naturregion das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, weshalb es auch das Grüne Dach Europas genannt wird. Zwischen Donau, dem Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze breiten sich im Bayerischen Wald sage und schreibe rund 6.000 Quadratkilometer Waldlandschaft aus, die als "grüne Lunge" einen unverzichtbaren Bestandteil des Ökosystems ausmacht und der Flora & Fauna sowie dem Menschen saubere Luft und reines Wasser beschert. Im Gegensatz zu überlaufenen Tourismushochburgen blieb der Bayerische Wald vom Massentourismus verschont. Stattdessen steht der sanfte Tourismus (Priorisierung auf Umweltschutz) hoch im Kurs. Nachhaltiger Tourismus bezweckt eine Form des Reisens, das der Natur so wenig als möglich schadet bzw. Urlaubsgäste die Natur intensiv und ursprünglich erleben, sowie sich der Kultur des bereisten Landes anpassen. Folgedessen ergibt sich für Mensch & Natur eine umweltverträgliche Win-Win-Situation.

Der Bayerische Wald verfügt nicht nur bergiges Terrain wie viele glauben mögen. Das Mittelgebirge in Ostbayern wird von etlichen Flusstälern durchzogen, die Hochebenen durchschneiden und verschwiegene Täler mäandernd geformt haben. Mit seiner landschaftlichen Schönheit, dem reichhaltigen kulturellen Erbe und seinen gastfreundlichen, traditionsbewussten Menschen dürfen sich Radtouristen zweifelsohne auf verheißungsvolle Erlebnisse freuen. Hinzu kommt, dass der Bayerische Wald nachweislich die reinste Luft Deutschlands aufweist, wovon Radfahrer aufgrund ihres erhöhten Sauerstoffbedarfs besonders intensiv profitieren. Mit ein Grund warum die Destination als Radeldorado so anziehend und begehrenswert ist. Schon der weltberühmte Schriftsteller Adalbert Stifter schrieb poetisch über den Bayerischen Wald: "Waldwoge reiht sich an Waldwoge, bis eine am Horizont die letzte ist und den Himmel schneidet". Oder wie er es schmeichelnd formulierte: "Sag niemals, dass etwas schön ist, bevor du den Bayerischen Wald gesehen hast." Radfahren, Mountainbiken, Gravelbiken und eBiken im Bayerischen Wald, dem grünen Dach Europas sprengt mit seinem Wegenetz von ca. 7.000 Kilometern jegliches Vorstellungsvermögen. Ob genuss- oder leistungsorientiert die Kurbel geschwungen wird spielt im Endeffekt keine Rolle, da die Topographie die ganze Bandbreite von flach, wellig bis bergig abdeckt und demzufolge jeden Rad- und Biker-Typus auf unterschiedlichsten Radgattungen anspricht.
Radwegfrequenz
Exkurs: Von schwacher Besiedlung, beschaulichen Landstrichen und niedriger Radwegefrequenz können Radfahrer wie beispielsweise im Ballungsraum rund um München - aber auch im Voralpenland (MTB) nur träumen, wie ein aktuelles Beispiel aus Oberbayern aufzeigt (Süddeutsche Zeitung berichtete am 5.08.25). Demnach passierten auf der Hauptverbindung zwischen München und dem Oberland in Oberhaching innerhalb eines Monats (Juli 2025) rund 100 000 Radfahrer (im Schnitt täglich 3.333) eine neu installierte Zählstelle. Vermutlich waren sogar noch mehr Radfahrer unterwegs, da der Zählautomat Probleme sowohl bei der Erkennung von Carbonrädern als auch bei Gruppenerfassungen hat. Da am Nadelöhr vor dem Eingang zum Biergarten der Kugler Alm nur zehn Kilometer pro Stunde erlaubt sind, wurden zur Geschwindigkeitsreduzierung Bodenschwellen montiert. Sollte diese Maßnahme nicht fruchten fasst der Oberhachinger Bürgermeister sogar Blitzgeräte ins Auge, die es allerdings wegen fehlender gerichtfesten Verwertbarkeit noch nicht gibt.
Während sich Genuss-, Touren- und Familienradler vorwiegend auf den flachen, mäandernden Fluss- oder Bahntrassen-Radwegen im Bayerischen Wald entschleunigt vergügen, finden Mountainbiker, Gravelbiker und Rennradfahrer im Berggelände ihren Spaß das ein wenig an kanadische Landschaftsdimensionen erinnert. Die einen finden auf verkehrsarmen Straßen ihr optimales Trainingsrevier, andere toben sich im kupierten Gelände aus.
Holla die Waldfee
"Holla, die Waldfee!" wird gerne dann ausgesprochen, wenn man über ein Ereignis erstaunt ist. Die Redewendung lässt sich auf Frau Holle, eine nordische Göttin oder den Holunderstrauch zurückführen. Bezogen auf viele Radwege im Bayerischen Wald zielt der Spruch darauf ab, dass sich hinter jeder Kurve, Biegung oder Kuppe die Natur eine Überraschung parat halten kann.

Foto: Sankt Englmar / Viechtacher Land
Kaum verwunderlich, dass im Böhmerwald und Bayerischer Wald nachweislich eine reine Luftqualität herrscht, wovon in erster Linie aktive Naturliebhaber besonders profitieren. Im Wald unterwegs zu sein, tut gut, zumal die Luft voller Terpene ist die den Bäumen als Botenstoffe dienen welche z.B. vor Schädlingen warnen. Für Menschen sind diese organischen Substanzen die reinste Wohltat, die obendrein sogar das Immunsystem stärken.

Foto: Einödriegel (1.121 m ü.NHN), Landkreis Regen
Unlängst brachte eine Studie die Erkenntnis hervor, dass nur eine Woche Bewegung im Wald die Entzündungsparameter im Blut signifikant absinken lassen, und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert und somit die Virenabwehr stärkt. Bewaldete Naturregionen wirken daher als wahrer Gesundbrunnen. Werde im Wald viele Stunden verbracht bzw. lässt seinem Fahrspaß freien Lauf, betreibt demzufolge eine rezeptfreie Gesundheitsvorsorge. Sogenanntes "Waldbaden" ist ein wahrer Genuss für alle Sinne, was im übrigen auch die Psyche entlastet.

Der Bayerische Wald hat unendlich viele Facetten. Wer achtsam unterwegs ist, darf sich einem gesteigerten Wohlbefinden und inspirativen Seelenzuständen sicher sein. Deshalb ruhig öfter mal vom Sattel steigen, Innehalten, dem Vogelgewzwitscher, Windgeräuschen und plätschernden Bächen lauschen. Sauerstoffreiche Wälder, glasklare Seen, mäandernde Bäche und beeindruckende Panoramablicke wirken auf Geist und Seele unbandig beruhigend. Überdies sorgen imposante Hochlagen mit grandiosen Weitsichten für berührende Glücksmomente. Das dabei ausgeschüttete Dopamin, Serotonin und Endorphin gibt dem Alltagsstress den Laufpass und versetzt die Laune in euphorische Hochstimmung.

Foto: Waldradeln
Wenn Waldbaden der Seele und dem Organismus gut tut, dann ist Waldradeln umso mehr gesund, weil der erhöhte Sauerstoffbedarf dementsprechend mehr Terpene von den ausgesonderten Pflanzenduftstoffen aufnimmt. Klar ist auch, dass der Wald ein jahrtausendealter Kraftort ist, der uns ankommen bzw. zur Ruhe kommen lässt. Die besänftigende Aura des Waldes sorgt dafür, dass der Körper deutlich weniger Stresshormone ausschüttet und analog dazu der Blutdruck sinkt. Einzig wahrnehmbare Akkustik sind gurgelnde Gebirgsbäche, rauschende Bäume, Vogelgezwitscher und die vertrauten Klänge des säuselnden Windes am Ohr, die für ein sanftes "Begleitorchester" sorgen. Trohnend auf dem Logenplatz des Sattels sitzen, durch mystische Wälder cruisen und andächtig den Geräuschen der Natur zu lauschen fühlt sich wie ein nicht enden wollender meditativer Rausch an. So betrachtet erzielt entschleunigtes Waldradeln eine vergleichbare Wirkung wie das Waldbaden der Wanderer. Faktencheck: Es dürfte wohl kaum einen Radweg geben, dessen Streckenverlauf einen derart hohen Waldanteil aufweist wie der »Nationalpark-Radweg«, weshalb die Route diesbezüglich so ziemlich alles andere buchstäblich in den Schatten stellt.
Es hat schon seine triftigen Gründe, wenn der Bayerische Wald zwischen Donau, Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze von Radtouristen, Rennradlern und Mountainbikern mit Lob Arien bedacht bzw. verheißungsvoll als <Bayerisch Kanada> oder Schlaraffenland für Radler und Biker bezeichnet wird. Das grüne Dach Europas umfasst rund 6.000 Quadratkilometer und 130 Berggipfel, welche über 1.000 m empor ragen. Berge wie z.B. der 8 km lange Höhenzug Hohenbogen (1073 m), Pröller (1049 m), Brotjacklriegel (1011 m), Großer Osser (1293 m), Großer Arber (1456 m), Großer Falkenstein (1315 m), Großer Rachel (1453 m), Lusen (1373 m) und Dreisesselberg (1333 m) versprechen eine großartige Gipfelkulisse. Bei guter Sicht reicht das prächtige Bergpanorama bis zu den Alpen bzw. hinüber in den Böhmischen Wald.
Die magische Anziehungskraft des Traumreviers kommt nicht von ungefähr, schließlich besticht die Szenerie mit sauerstoffreichen Wäldern, saftigen Wiesenhängen, kargen Felswänden, gezackten Bergrücken, romantischen Flusstälern, plätschernden Gebirgsbächen, smaragdgrünen Bergseen, zahlreichen Quellen, Wasserfällen und faszinierenden Panoramablicken.
Größte E-Bike-Region Europas
Anders als im Hochgebirge kommen Gipfelstürmer der geringeren Höhenunterschiede wegen meist mehrmals am Tag zum freudigen Gipfelgenuss. Doch auch ohne ellenlange Monsteranstiege schlaucht das konditionsraubende Auf und Ab gewaltig, was so manchem Protagonisten schon den Stecker zog. „Ältere Semester“ oder Gehandicapte denen es an Fitness mangelt, hilft die Wattleistung eines E-MTB-Bikes kräfteschonend über den Berg. Diesbezüglich setzt der Bayerische Wald als größte E-Bike-Region Europas zukunftsweisende Maßstäbe.
Publikationen

Die 32 seitige Broschüre über die Bikeregion Bayerischer Wald entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Mountainbike-Magazin WORLD OF MTB:
Bayerischer Wald & Böhmerwald - Mountainbiken Auf dem Grünen Dach Europas>
Die MTB Broschüre kann auch kostenfrei beim Tourismusverband Ostbayern e.V. bestellt werden: Tel. 0941 58539-0, info@bayerischer-wald.de
Pionierregion St. Englmar, bikesport
Weiteres Prospekt- und Kartenmaterial über Ostbayern clicken Sie hier
Radwege-Reportage Bayerischer Wald, Radparadiese
Routing à la carte
Für Radfahrer bietet sich grenzenlos Radeln an – im wahrsten Sinne des Wortes! Attraktive Touren führen entlang der Flusstäler im Böhmerwald und Bayerischen Wald. An der Glasstraße liegen moderne Galerien und traditionsreiche Glashütten. Lohnenswerte Ausflugsziele sind auch die Burgen, Schlösser, Klöster. Sie sind Zeugen einer lebendigen Zeitgeschichte.
Die urwüchsige Natur des Bayerischen Waldes bietet sowohl Genuss- und Tourenradlern entlang des Schwarzen Regen als auch ambitionierten Rennradlern und Mountainbikern in sauerstoffreicher Bayerwaldluft reichlich Aktionspotential. Ob entspanntes Cruisen auf hindernisfreien Panoramawegen, oder Adrenalin–Kicks in der Vertikalen - alles eine Frage des individuellen Geschmacks. Der Wegemix von Wald- Schotter- Forst- und Wiesenwegen bis hin zu atemberaubenden Singletrails hält buchstäblich die Sinne auf Trab. Ein wahres Gehirnjogging bei dem das Neuronenfeuerwerk zum fesselnden Erlebnis mutiert, weil Konzentration und Bewegungsmotorik beide Gehirnhälften stimuliert.
Herzlich Willkommen im Bayerischen Wald - Das höchste der Gefühle!
Ostbayerischer Radlspaß
so nennt sich das Radwegenetz im Bayerischen und Oberpfälzer Wald, im Bayerischen Jura und in Niederbayern zwischen Donau und Inn. Wobei der Spaß recht unterschiedlich sein kann und somit alle Radleransprüche abdecken dürfte. Ob beschaulich entlang der Flüsse, ob sportlich in die Berge oder rüber bis nach Böhmen – Radler mit Entdeckergeist und Sinn für landschaftliche Schönheiten werden hier garantiert strahlende Augen bekommen.
Ostbayerisches Mountainbike-Eldorado
so nennt sich das Mountainbikenetz im Bayerischen Wald. Markante Berggipfel wie z.B. der 8 km lange Höhenzug Hohe Bogen (1 073 m), Pröller (1 049 m), Großer Osser (1 293 m), Großer Arber (1 456 m), Großer Falkenstein (1 315 m), Großer Raichel (1 453 m), Lusen (1 373 m) und Dreisesselberg ( 1 333 m) versprechen nach mühseliger Kletterarbeit großartige Gipfelkulisse und prächtiges Bergpanorama bis zu den Alpen oder tief in den Böhmischen Wald hinein. Hier geht's zum Mountainbike-Portal
Wer sich nach städtischem Flair, Geschichte und Kultur sehnt oder abhängen und chillen möchte, macht einen Ausflug nach Regensburg, Straubing, Deggendorf oder Passau. Die Bayerwald-Silhouette ist von den Städten aus unübersehbar, weswegen sie als Tor zum Bayerischen Wald gelten.
Infos/Bezugsquellen
Tourismusreferat im Landratsamt Straubing-Bogen
Leutnerstraße 15
94315 Straubing
Telefon: +49 (0) 94 21 - 973 - 127
tourismus@landkreis-straubing-bogen.de
www.tourismus-straubing-bogen.de
Tourist-Information Passauer Land
Domplatz 11
94032 Passau
Telefon: +49 (0) 851 - 397 - 600
tourismus@landkreis-passau.de
Touristisches Service Center
Amtsgerichtstraße 6 - 8
94209 Regen
Telefon: +49 (0) 9921 - 96 05 - 0
info@touristisches-service-center.de
www.arberland-bayerischer-wald.de
Landratsamt Deggendorf
Herrenstraße 18
94469 Deggendorf
Tel. +49 (0)991 - 3100 - 237
tourismus@lra-deg.bayern.de
Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald
Kolpingstraße 1
94078 Freyung
Tel. +49 (0)8551 - 57 - 1046
tourismus@landkreis-frg.de
www.nationalpark-ferienland-bayerischer-wald.de
Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Landratsamt Cham • Rachelstr. 6
93413 Cham
Telefon: +49 (0) 9971 - 78 - 430
touristik@lra.landkreis-cham.de

