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zu den
Informationen

Zellertal-Radweg - Abwechslungsreiche Berg- und Tallandschaft im Bayerischen Wald

Zellertal-Radweg

Streckendaten

Ausgangspunkt: Bad Kötzting (Meereshöhe: 409 m)
Endpunkt: Bodenmais

Streckenlänge: 32 km
Höhenmeter: 831 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Höhenmeter: 559 hm (entgegengesetzte Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge 32 Kilometer
  •  ↑ ≈ 711 Höhenmeter (laut Google-Maps)
  • Streckenhochpunkt Riedlberg, 700 m ü.NHN. (KM 26) 
  • Streckentiefpunkt 399 m ü.NHN. (Bad Kötzting)
  • 83.5% Asphalt, 16.5% Schotter / Waldboden

Lage: Bayerischer Wald

  • Naturpark Oberer Bayerischer Wald (Lkrs. Cham)
  • Arberland (Lkrs. Regen)

Sehenswürdigkeiten - Attraktionen

Bad Kötzting 

  • Kirchenburg mit Stadtpfarrkirche und Pfingstrittmuseum
  • Kath. Kirche St. Veit 
  • Altes Rathaus mit Glockenspiel
  • Ehemaliges Postamt Bad Kötzting
  • Kurpark Bad Kötzting (12,6 ha)
  • AQACUR Bade- und Saunawelt 
  • Ausstellung "Faszination Universum - Eine Reise durch Raum und Zeit"
  • Anleitner Erlebnis.Brennerei
  • BRENNORAMA – Spezialitäten-Brennerei & Whisky Destillerie Liebl
  • Gscheid.HAFERL - Kaffeerösterei
  • Freilichtbühne Am Ludwigsberg

Steinbühl (KM 7)

  • Kath. Expositurkirche St. Nikolaus

Höbing (KM 13)

  • Kneippanlage

Arnbruck (KM 15)

  • Glas & Handwerk - Glasdorf Weinfurtner 
  • Panoramabad Arnbruck

Drachselsried (KM 19)

  • Katholische Pfarrkirche „St. Aegidius“, Expositurkirche „Mariä Namen“ Oberried 
  • Naturbad Zellertal in Drachselsried
  • Glasgalerie Herrmann
  • Glasstudio Fuchs

Bodenmais (KM 32)

  • Silberberg: Erlebnisbergwerk, Sommerrodelbahn, Silberberg-Coaster (schienengeleitetes System), Waldkugelbahn, Kinder-Klettergarten, Abenteuerspielplätze
  • Bade- und Saunapark (Freibad/Hallenbad)
  • JOSKA Glasparadies - 70.000 m² große Kristallglas-Erlebniswelt 

Gastronomie

  • Bad Kötzting
  • Arnbruck
  • Drachselsried
  • Bodenmais

Streckenverlauf

Bad Kötzting → Grub → Leckern → Gutendorf → Riedl → Arnbruck → Blachendorf → Oberried → Mais → Bodenmais

Radgattungsempfehlung

Trekking- und Tourenbike, ebike, Gravelbike, Mountainbike (Hardtail). Für Rennräder bis Drachselsried geeignet (19 km) → Abzweig auf Staatsstraße 

Der Zellertal-Radweg führt vom Kneippheilbad Bad Kötzting (409 m ü.NHN.) im oberpfälzischen Landkreis Cham über Arnbruck und Drachselsried über malerische Wald- und Wiesenlandschaft durchs idyllische Zellertal nach Bodenmais (689 m ü.NHN.) im niederbayerischen Landkreis Regen. 

Radtouren in Talsenken werden meistens als Flachpassagen assoziiert. Dass dies nicht zwingend der Fall sein muss, macht der Streckenverlauf durch's Zellertal deutlich. Die Namensgebung soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass abfallende Flanken des Bayerwalds an den Talrändern mitunter knackige Up and Downs bescheren. Konditionell betrachtet benötigen zumindest 'Biobiker' (ohne "e") stramme Wadeln, um die Anstiege einigermaßen im "grünen Bereich" zu bewältigen. Der Lohn für den entrichteten Schweißtribut folgt auf den Fuß, denn nach zähem Aufstieg darf man sich auf den Höhenkuppen jedesmal an einer schönen Aussicht ergötzen, den die ländliche Idylle mitsamt dem imposanten Bergmassiv des Kaitersberg-Arber-Hauptkamms liefert.

Fahrtechnisch betrachtet weist die Route - bis auf eine lose Schotterabfahrt - keine nennenwerten Hindernisse auf.  Besonders die 5.6 km lange unasphaltierte Waldpassage macht riesig Spaß, vor allem wenn ein Mountainbike oder Gravelbike pilotiert wird. Summa summarum ist die abgelegene Naturkulisse ein wahrer Genuss, die man in aller Erhabenheit schon fast für sich allein zu haben scheint.  

Streckengrafik


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Streckenbeschreibung

Die Strecke führt von Bad Kötzting (Ldkr. Cham) über Grub - Kaitersbach – Weidenhof nach Gutendorf - wo kurz zuvor die Landkreisgrenze (KM 9) überschritten wird - und verläuft im Ldkr. Regen via der Gemeindeorte Arnbruck und Drachselsried zum Markt Bodenmais. Die malerische Wald- und Wiesenlandschaft im Angesicht des Kaitersberges mit seinem höchsten Gipfel - dem Großen Riedelstein (1.133 m ü. NHN) - sowie im Antlitz des majestätischen Arbermassivs ist ein faszinierendes Eldorado für Naturliebhaber. Von daher kommen Genussradler, Gravelbiker, ebiker und Rennradfahrer im Zellertal voll auf ihre Kosten. Hinzu kommt, dass das besinnliche Fleckchen Erde touristisch immer noch als Geheimtipp gehandelt wird, was der Naturregion gleich noch mehr Charme verleiht. 

"Here we go" - öffnen wir den "Sesam" ins schöne Zellertal. Am Startpunkt in Bad Kötzting radelt man auf der Ludwigstraße stadtauswärts, überquert nach 200 m den Weissen Regen und zweigt am Brückenkopf links in die Pfingstreiterstraße ab, die nach 600 Meter auf einen Kreisverkehr trifft (gerdeaus queren). Vorbei an der „Anleitner Erlebnis.Brennerei" folgt nun ein sanfter Anstieg (74 hm) hinauf nach Grub, bevor auf der Kuppe rechts in die Staatsstraße Bodenmais – Bad Kötzting abgebogen und nach 100 Meter linksseitig verlassen wird (KM 3.0). Auf sanfter Gefällstrecke (30 Tiefenmeter) werden die Weiler Kammern und Kaitersbach passiert. Nun öffnet sich das Tor zum idyllischen Zellertal, das in voller Länge in östlicher Richtung bis zur Marktgemeinde Bodenmais komplett durchquert wird. Keine 10 Minuten vom Stadtrand entfernt, sobald nur noch das Säuseln des Windes, Vogelgezwitscher, das Surren der Kette und das Klackern der Gangwechsel als einzige Geräuschkulisse ans Ohr dringt, stellt sich in der unberührten Natur schlagartig ein Genussfeeling ein.

Nach 5 km erreicht man die Ortschaft Leckern, das ein einzigartiges Beispiel für Tal-Weiler mit malerischen Satteldach-Blockbauten darstellt. Drei  bäuerliche Anwesen reichen zurück bis in das 11. und 13. Jahrhundert, als die Grafen von Bogen das Gebiet am Kaitersbach roden ließen. 


Die ländliche Gegend ist von sanfter Hügellandschaft geprägt, bevor im weiteren Streckenverlauf erste Bergausläufer mehr Kraftanstrengung abfordern. 

Bis kurz vor Gutendorf (KM 9) steigt das Profil moderat an (520 m ü.NHN.), wobei die, d.h. Anstiege im "grünen" Bereich unterhalb der zweistelligen Prozentmarke bleiben. Bezogen auf den Startpunkt werden auf den ersten 10 Kilometer gerademal etwa 200 Höhenmeter überwunden. Doch im weiteren Streckenverlauf zieht das Höhenprofil spürbar die "Daumenschrauben" an - heißt, dass die Steilheit zunimmt.

Geteerte Landwirtschaftswege führen durch liebliche Bauerndörfer nach Arnbruck, wobei kurz vor dem Glasmacherort die giftigste 17% Rampe die Pulsfrequenz nach oben schnellen lässt. Auf dem weiteren Weg nach Drachselsried folgen einige Schotterpassagen, ehe der langgezogene Anstieg Richtung Riedlberg folgt. Die anschließende Abfahrt - teils auf losem Schotter - hinunter nach Mais ist erhöhte Vorsicht geboten! 

Was für ebiker eher unproblematisch ist, erweist sich für Biobiker bei mauer Fitness als schweißtreibende Herausforderung, die schon mal in den Wiegetritt zwingen kann. Von Gutendorf aus geht es ins 6 Kilometer entfernte Arnbruck. Kurz zuvor wird erstmalig das Höhenlevel von 600 Meter überschritten. 

Tradition und Brauchtum hat ihren festen Platz im Zellertal. Tradition haben auch die Totenbretter, die zur liebevollen Erinnerung an die Verstorbenen häufig mitten in der Landschaft stehen. Doch auch diese Tradition aus früheren Zeiten lebt bis heute fort, da Holzschnitzereien auch heute weiterhin Totenbretter fertigen. 

Linksseitig der Straße befindet sich am Ende von Höbing (KM 13) eine Kneippanlage, die bereits 1974 erbaut und 1999 saniert wurde. Mit Ruhebereich und Grillplatz lädt die Kneippanlage zu einem inspirativen Päuschen ein und kann beim Durchwaten des Kaltwasserbeckens seinen (malträtierten) Beinen Gutes tun. Dazu plätschert der Gruberbach hinunter nach Thalersdorf, der mit landschaftstypischen Wildgehölzen wie Schlehen und Weißdorn bepflanzt ist und das Zellertal bis Bad Kötzting durchquert wo er in den Weißen Regen mündet.

Arnbruck (KM 15)

Die Gemeinde Arnbruck (581 m ü.NHN.) im niederbayerischen Landkreis Regen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der am Fuß des Großen Riedelsteins (1.133 m ü. NHN) - höchster Punkt des Kaitersberges - liegt, dessen Felsgipfel vom steinernen Waldschmidt-Denkmal zu Ehren des Dichters Maximilian Schmidt geziert wird.

Foto: Weinfurtner • DAS GLASDORF in Arnbruck

Arnbruck mit seinen 2.000 Einwohnern verdankt sein Entstehen dem Grafen Arno von Bogen, der in dem schmucken Dorf die Arnobrücke bauen ließ.

Im 'GLASDORF' gibt es jede Menge zu Bestaunen: Glashütte, Innovationsglashütte, Erlebnisgalerie Kunst&Form, Malerei, Schleiferei und Gravurwerkstatt, Glas- und Porzellan-Klinik, Pokal-Fertigung und -Ausstellung, Kristall- und Kronleuchterfabrik, Erlebnisgärten, Bauerngarten, Skulpturenpark, Spielplatz, Streichelzoo, Porzellan- und Meissen-Ausstellung, Hummelwelt, Lichtwelten, Atelier, Sonderausstellungen, Lifestyle, Glasi-Glas für die Gastronomie und für den Haushalt, Vier Jahreszeiten (Floristik, Kerzen), Weihnachtswelt, Landhausmode, Trigema-Werksverkauf, EDEKA-Markt, Postamt. Auch gastronomisch ist was geboten: Bistro Vier Jahreszeiten und die Hüttenschänke - ein Musikantenfreundliches Wirtshaus. Rund 170 Künstler, Kunsthandwerker, Ingenieure, Kaufleute, Dekorateure, Floristen usw. leben und arbeiten auf dem weitflächigen Gelände des Glasdorfs.

Am Straßenrand, neben der Arnbrucker Liebfrauenkapelle Mariä Heimsuchung - die die Arnbrucker Bewohner ins Herz geschlossen haben befindet sich eine der größten Totenbrettergruppen des Bayerischen Waldes. 

Aktuell ist die Geiger-Mühle, eine alte Roggenmühle mit Sägewerk am Dorfplatz in Arnbruck eine Baustelle. Lange Zeit waren solche Mühlen typisch für die weit verstreuten Dörfer im Bayerischen Wald, deren behutsame Sanierung historische Denkmäler ländlicher Technik- und Sozialgeschichte darstellen.

Des Weiteren lädt in Arnbruck die großzügige Badelandschaft des Panoramabades zum Wohlfühlen und Erholen ein, das sogar ein 25 m-Sportbecken mit Gegenstromanlage sowie eine Panorama-Saunalandlandschaft verfügt.

Von Arnbruck sind es bis zur nächsten Gemeinde Drachselried 4 km und weitere 1.5 km ins benachbarte Blachendorf. 

Foto: der zweite Abstecher-Abzweig (links) zur Berghütte Schareben befindet sich oberhalb von Drachselsried. Der Zellertal-Radweg führt über eine nördlich verlaufende Schleife am Gemeindeort vorbei, während rechts die Poschingerstraße zur Ortsmitte hinab führt (0.8 km). 

Um seinem Zellertal-Déjà-vu buchstäblich die Krone aufzusetzen, empfehlen wir einen Abstecher zur urigen Berghütte Schareben.

Mountainbiker wie Gravelbiker bietet sich ab Arnbruck bzw. Drachselsried die Alternative, über eine ansteigende Forststraße zur Scharebenhütte zu radeln, um sich auf über 1.000 Meter Höhe eine Hütteneinkehr zu gönnen. Je nach Aufenhaltsdauer rechnet man für den Hin- und Rückweg (2 x 7 km) ins Zellertal mit rund  2½ Stunden.

Des Weiteren besteht an der Berghütte Schareben Anschluß an die beschilderte TRANS BAYERWALD, deren 6. Etappe Nord den Lamer Winkel oder den Großen Arber bzw. das Zwiesler Waldhaus ansteuert.

 Abstecher Scharebenhütte (1.025 m ü.NHN.)

Für den Abstecher zur urigen Berghütte Schareben bieten sich vom Zellertal-Radweg zwei Alternativen: erster Abzweig KM 18 / 625 m ü.NHN. Poschinger Hütte (2 km hinter Arnbruck) nehmen, oder bei Drachselsried (KM 20 / 575 m ü.NHN.) abzweigen (niedrigeres Höhenlevel bedingt 50 "Bonushöhenmeter"). 

Urige Hüttenromantik auf über 1.000 Meter Höhe gibt' vom Zellertal aus nicht zum "Nulltarif". Bevor man es sich auf der Hüttenterasse oder in den Gasträumen gemütlich machen kann und seine geleerten Energiespeicher auffüllt, ist zunächst der obligatorische Schweißtribut zu entrichten. Binnen 7 km zum Kaitersberg–Arber-Höhenzug sind immerhin 450 Höhenmeter zu überwinden. Bevor die Auffahrt in Angriff genommen wird ist - insbesondere bei höheren Temperaturen - auf ausreichend Flüssigkeitsvorrat zu achten (bis zur Scharebenhütte besteht keine Nachfüllmöglichkeit). E-Biker sollten im Vorfeld ihre Akkukapazität (Reichweite) checken.

Nach der kräftezehrenden Bergfahrt schmeckt die wohlverdiente Speise auf der Aussichtsterasse umso besser.

Die breite "Forstautobahn" mit wassergebundenem Oberflächenbelag ist fahrtechnisch leicht zu bewältigen. Konditionell betrachtet sind 450 hm jedoch schon ein "Brett" (Ø Steigung 7.4%), da der Scheitelpunkt auf 1.050 m Höhe liegt, bevor das Profil zur Berghütte wieder sanft abfällt (FZ im kommoden Tempo ca. 1 Std.). Das ehemalige Forstanwesen aus dem 19. Jahrhundert ist seit 1989 im Besitz des Wald-Vereins Drachselsried. 

Die Berghütte mit schöner Aussichtsterasse ist sowohl für Wanderer als auch Mountainbiker, Gravelbiker und ebiker ein gern besuchter Ort. So liegt die Berghütte Schareben am Qualitätswanderweg Goldsteig bzw. dem Hauptwanderweg „Kaitersberg – Arber“ und dem Europäischer-Fernwanderweg E6. Des Weiteren verläuft die MTB-Reiseroute TRANS BAYERWALD sowie regionale MTB-Rundtouren an der Berghütte vorbei. Die Scharbenstraße von Oberried/Unterried sorgt für zusätzliche Besucherfrequenz.

Bei Schönwetter bzw. an Wochenenden und den Sommerferien ist auf der Berghütte immer viel los.

Wer länger die wohltuende Ruhe in der frischen reinen Waldluft samt herrlichem Bergpanorama genießen möchte bucht eine urige Hüttenübernachtung (Zimmer mit Etagenbetten). 

Die Fernsicht reicht über das Zellertal hinweg zum Wolfgangriegel 876 m ü.NHN, Sternknöckel 818 m ü.NHN. und der Harlachberger Spitze (914 m ü.NHN.).

Wem auf der aussichtsreichen Terrasse die Zeit entgleitet, kann eine Übernachtung in Erwägung ziehen (sofern es noch freie Betten gibt).

Ausflugsdauer: für die Auffahrt, Einkehr und Abfahrt zum Zellertal-Radweg  zurück rechnet man gut 2 bis 2½ Stunden (je nachdem wie lang der Hüttenaufenhalt ausfällt). 

Anschluss TRANS-BAYERWALD (6. Etappe Zwiesler Waldhaus-Lam) :

• Fahrtrichtung Nord: Lohberghütte (7 km, Anschluss Lamer-Winkel-Arber-Radweg nach Bad Kötzting) →  Lam 12 km

• Fahrtrichtung Ost: Großer Arber (13 km) →  Regenhütte → Schwellhäusl → Zwiesler Waldhaus 51 km

Drachselsried (KM 19)

 Auch Rennradfahrern bietet die Talmulde des Zellertals einen reizvollen Streckenverlauf, zumal der asphaltierte Abschnitt des Zellertal-Radwegs zwischen Bad Kötzting und Drachselsried auf einer Länge von 20 km auch für schmalbereifte Pneus bestens geeignet ist. Da das letzte Schlussdrittel unasphaltierte Streckenpassagen aufweist, weichen Rennradler ab Drachselsried nach Bodenmais auf die Staatstraße (12 km / 220 hm) aus. Ambitionierten Radsportlern bietet sich in Bodenmais die Gelegenheit, die Rennradtour auf der Arbersesstraße fortzusetzen und über den Bretterschachten (1.120 m ü.NHN.) - Großer Arbersee - Arber-Talstation zum Brennessattel (17 km / 680 hm) zu radeln. Dort besteht an der T-Kreuzung die Wahl, entweder links abbiegend nach Lohberg bzw. weiter nach Lam und zurück nach Bad Kötzting zu radeln, oder rechtsabzweigend den Weg nach Bayerisch-Eisenstein / Regenhütte einzuschlagen (siehe Arber-Radmarathon).

Die Gemeinde Drachselsried im niederbayerischen Landkreis Regen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der sein traditionelles Ortsbild gut bewahren konnte. Die Gemeinde (535 m ü.NHN.) mit etwa 2.775 Einwohner liegt am Fuß des Heugstatt rund 8 km nordwestlich von Bodenmais entfernt. 

Bei Schönwetter bietet das biologische Naturbad Zellertal eine verlockende Auszeit, zumal der Badespaß in kontrollierter, chlorfreier Wasserqualität mit rund 1.000 m² Wasserfläche eintrittsfrei ist. Das Naturbad ist bei Badewetter (min. 20° Lufttemperatur) täglich von 09.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet (Juni bis Mitte September) bzw. der Kiosk öffnet täglich von 11.00 - 20.00 Uhr. Rein ins Badevergnügen, Abtauchen, Auftanken und Erholen. Befinden sich Körper, Geist und Seele in ausgewogener Balance setzt es frische Kräfte frei. Da macht die Radtour nach   Bodenmais gleich noch mehr Spaß. Das Naturbad befindet sich neben der Staatsstraße Bodenmais – Bad Kötzting.

 Glasgalerie Herrmann, Poschinger Straße, die jedoch nur nach telefonischer Vereinbarung besichtigt werden kann. Etwa 150 international bekannte Glaskünstler aus 30 Nationen präsentieren in der Galerie ganzjährig ihre Glasobjekte, Glasbilder und Hinterglasbilder. Sogar weltbekannte Glaskünstler - u.a. aus Venedig und Zürich - präsentieren Glas in vollendeter Schönheit.

Das Glasstudio Fuchs formt aus farbigen Glasstäben vornehmlich Glastiere. Aus der umfangreichen Kollektion ist im laufe der Zeit eine gläserne Tierwelt entstanden (Zellertalstraße 13), die ausschließlich in liebevoller Handarbeit gefertigt ist.

Umso näher Bodenmais heranrückt, desto anspruchsvoller entpuppt sich das Streckenprofil mit mehreren Steigungs- und Gefällpassagen. Hinzu kommt, dass nach der Ortschaft Oberried die asphaltierte Fahrbahnoberfläche endet und in einen Waldboden bzw. Schotterbelag übergeht. Von daher ist die Zellertal-Radtour ohne Weiteres auch mit einem Mountainbike oder Gravelbike befahrbar. Durchschlagssichere, profilierte Reifen, die eine Kombination aus Pannensicherheit (Schutz vor Durchstichen und Durchschlägen/„Snakebites“), Traktion und geringem Rollwiderstand bieten sind für diese Strecke vorteilhaft.

Kurz nach Oberried (KM 23.7) beginnt die Schönberger Straße zum Riedlberg an zu steigen und mündet nach einem Rechtabzweig in eine Waldpassagage. Bei KM 26 wird nach dem 2.2 km langen Anstieg (107 hm) der Streckenzenit des Zellertal-Radwegs auf einer Höhe von 700 Metern überschritten, worauf das Höhenlevel nach dem Scheitelpunkt bis Mais wieder zunächst zu sinken und darauf wieder zu steigen beginnt. Nachdem der zweitletzte Anstieg überwunden ist folgt eine 1.3 km lange Abfahrt (90 TM) hinab zum JOSKA Glasparadies Bodenmais bevor nach Überquerung der Staatsstraße der finale Anstieg (80 hm) ins Ortszentrum von Bodenmais letzte Körner kostet.

Nach der Ortsdurchquerung von Oberried setzt sich danach die Schönbacher Straße fort bis ein Rechtsabzweig in den Forstweg mündet. Was folgt ist ohne Zweifel als fahrerisches Highlight, denn bis zum Ortsrand von Mais wird durch eine wunderschöne Waldpassage gekurbelt. 

Ab dem kleinen Ort Mais wird wieder auf einer geteerten Straße gefahren und erreicht nach einer kurzen Abfahrt und einem 1-Kilometer Anstieg sein Ziel in Bodenmais. 

JOSKA Glasparadies 

Nachdem die Staatsstraße kurz vor Bodenmais letztmals überquert und das große Joska Kristallgelände passiert ist, steigt das Höhenlevel um 80 Höhenmeter an. Das JOSKA Glasparadies in Bodenmais ist eine über 70.000 m² große Erlebniswelt rund um Kristallglas, das Glasblasen, große Ausstellungsflächen, Kristallgärten, einen Abenteuerspielplatz sowie Gastronomie bietet. Kaum vorstellbar, dass das JOSKA, benannt nach dem Firmengründer Josef Kagerbauer sen., 1960 in einem Hühnerstall als Einmannbetrieb begonnen hatte. Heute sind hier rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. JOSKA stellt als einziges Unternehmen Pokale für den Ski-Weltcup her, wobei jede Kristallkugel eine aufwendige Einzelanfertigung ist. Sehenswertes Hightlight ist die „Hall of Fame“, in der unzählige Weltcup-Pokale und Trophäen internationaler Stars wie z.B. Arnold Schwarzenegger in den Regalen funkeln. Dazu laden das Erlebnisrestaurant, das Café Kristallino wie auch der gemütliche JOSKA-Biergarten zur genussvollen Pause ein.

Markt Bodenmais

Bodenmais (681 m ü.NHN.) im niederbayerischen Landkreis Regen blickt auf eine über 500-jährige Bergbautradition am Silberberg zurück, die 1463 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Heute ist der ehemalige Bergbauort ein bekannter Heilklimatischer Kurort mit 3.641 Einwohner. Seit den 1960er-Jahren entwickelte sich der Ort zum renommierten Luftkurort im Bayerischen Wald, wobei das Bergwerk heute als Besucherbergwerk eine außergewöhnliche Tourismusattraktion darstellt.

Ortseinwärts verläuft die Teisnacher Straße zum Bodenmaiser Markplatz, wo der Zellertaler-Radweg endet und es wehmütig Abschied nehmen heißt.

Foto: Ankunft in Bodenmais. Nun ist die Zeit reif, um wohlverdient zu Chillen.

Eingebettet im malerischen Kurpark liegt das Panoramahallenbad direkt nebem dem Freibad mit Blick auf den Silberberg

Der Moosbach ist ein Bach im bayerischen Markt Bodenmais im Landkreis Regen, der nach südlichem Lauf etwas westlich des Marktdorfes von rechts in den Rothbach mündet. Der Moosbach entwässert etwa 10 km² des Bayerischen Waldes südwärts zum Rothbach. Der Ursprung seines Einzugsgebietes befindet sich am 1.384 Meter hohen Gipfel des Kleinen Arbers.

Seit 1928 ist Bodenmais Endpunkt der Bahnstrecke aus Zwiesel. Sie wird im Stundentakt von der Länderbahn unter dem Namen Waldbahn befahren

 Das Zellertal (ARD-Mediathek)

Silberberg

Der Silberberg (955 m ü. NHN.) erhebt sich östlich von Bodenmais, wobei sein felsiger Doppelgipfel - umgangssprachlich auch Bischofshaube genannt - zu den markantesten Bergen im Bayerischen Wald gehört.

Foto: vom Silberberg bietet sich ein herrliches Panorama auf Bodenmais und über das länglich gestreckte Zellertal. 

Der Silberberg im Naturpark Bayerischer Wald ist ein geschichtsträchtiger Ort, dessen Bergbautradition bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Berg gilt nicht nur als einzigartiges Zeugnis der bayerischen Bergbaugeschichte sondern gehört heute zu „Bayerns schönsten Geotopen“. Dessen frühere wirtschaftliche Bedeutung spiegelt sich im Wappen wider, das den Silberberg mit gekreuzten Bergmannswerkzeugen darstellt, die an die reichen Bodenschätze (Eisenerze, Silber, Schwefel- und Magnetkies) und die Jahrhunderte lange Bergbautradition erinnern. Das Bergwerk im Silberberg wurde vom 13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert vorwiegend für den Silberabbau und später für die Eisenoxidgewinnung genutzt. Mit der letzten Schicht wurde im Mai 1962 der Abbau eingestellt. Die Stollengänge mit über 60 verschiedenen Mineralien durchsetzt, umfasst über 20 Kilometer Länge.

Heutzutage dient das Bergwerk als Heilstollen für Asthmatherapien, Bergwerkmuseum und Besucherbergwerk, das bei einer Führung im 600 m langen Barbarastollen besichtigt werden kann. Da die Temperaturen im Bergwerk bei 5° Celsius liegen ist warme Kleidung erforderlich.

Erschlossen ist der der Berg unter anderem durch die Silberberg-Sesselbahn. Der Bodenmaiser Hausberg ist eine beliebte Freizeitattraktion, wie beispielsweise das historische Besucherbergwerk und die Sommerrodelbahn. 

Das Erzrösten bzw. Erscheiden geschah früher direkt am Silberberg. Davon» zeugen die nöch heute sichtbaren, roten Plätze und Wanderpfade.  Die rote Färbung stammt vom hohen Eisenanteil des Erzes (bis 42%%).

 Der Silberberg ist bequem - für Bodenmaiser Urlaubsgäste kostenlos - mit dem Wanderbus aus Bodenmais zu erreichen.

Foto: der Silberberg (955 m ü. NHN) erhebt sich östlich von Bodenmais, dessen felsiger Doppelgipfel bzw. waldreiche Umgebung ein beliebtes Wander- und Mountainbike-Revier ist. 

Touroptionen

Zu guter Letzt ein Tourenvorschlag, der den Zellertal-Radweg mit dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg miteinander verbindet. Für Genussradler ein Zweitagestripp, für sportliche Rennradler (Straßenvariante) eine Tagesetappe. Die "Individual-Rundtour" (beliebiger Startort, beliebige Fahrtrichtung) verbindet das Zellertal mit dem Lamer Winkel. Von Bodenmais führt die Arberseestraße zum Bretterschachten (Scheitelpunkt  1.120 m) und weiter über die Arber-Talstation zum Brennessattel. Dort besteht vor der T-Kreuzung Anschluss an den beschilderten  Lamer-Winkel-Arber-Radweg, der nach Bad Kötzting zurückführt. Rennradfahrer nutzen anstatt den Lamer-Winkel-Arber-Radweg die Staatsstraße, welche ebenfalls zum ursprünglichen Ausgangspunkt nach Bad Kötzting zurückführt. 

   Zellertal & Lamer Winkel im Doppelpack

Foto: Straßengabelung am Brennessattel

Der Zellertal-Radweg lässt sich mit einer Straßenverbindung (16 km) mit dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg zu einem individuellem Radtourenschmankerl kombinieren. Als Zwischenspange dient die Arberseestraße, die ab Bodenmais via Bretterschachten zum Brennessattel führt, wo der Lamer-Winkel-Arber-Radweg kreuzt:

- Bad-Kötzting - Bodenmais 32 km / 831 hm (Zellertal-Radweg)
+ Verbindungsspange Bodenmais (Arberseestraße) - Bretterschachten - Großer Arbersee - Arber-Talstation - Brennes (16 km / 660 hm) 
+ Lamer-Winkel-Arber-Radweg 42 km 487 hm  
∑ Strecke: 90 km / rund 2.000 hm (empfehlenswert 2-Tagestour)

Alternativ ist die Rundstrecke auch mit dem Rennrad befahrbar, wenn ab dem Brennes auf die Staatstraße nach Bad-Kötzting ausgewichen wird (entgegengesetzte Fahrtrichtung des Arber-Radmarathon):

- Bad-Kötzting - Bodenmais 32 km / 831 hm (Zellertal-Radweg, ab Drachselsried Staatstraße)
+ Verbindungsspange Bodenmais (Arberseestraße) - Bretterschachten - Großer Arbersee - Arber-Talstation - Brennes (16 km / 660 hm) 
+ Brennes - Bad Kötzting, 33 km /300 hm (Staatsstraße)
∑ Strecke: 81 km / rund 1.800 hm

 Wer mit dem Mountainbike oder Gravelbike unterwegs ist, für den besteht die Möglichkeit am Bretterschachten in die TRANS BAYERWALD einzusteigen. Anschluss zur TRANS BAYERWALD (6. Etappe Nord) via Arberseestraße zum Bretterschachten (6 km) auf 1.120 m Höhe. Alternativ kann auch von Bodenmais die bewaldete, kaum befahrene Scharebenstraße zur Scharebenhütte (1.008 m ü.NHN.) als Zubringervariante gewählt werden.

Foto: neben dem Langlaufzentrum Bretterschachten (1.120 m ü.NHN.) kreuzt die TRANS BAYERWALD die Arberseestraße. Der geschotterte Waldweg führt zum Großen Arber (10.5 km) bzw. in Gegenrichtung zum Zwiesler Waldhaus. 

 Die Schönebenstraße und Arberseestraße verbindet Bodenmais mit dem Langlaufzentrum Bretterschachten (Scheitelpunkt 1.120 m ü.NHN.), wo die 63 km lange TRANS BAYERWALD Etappe 6 (Zwieslerwaldhaus - Lam) kreuzt.

Bahnanschluss Bodenmais

Linie RB 35 (Waldbahn): in Zwiesel besteht Bahnanschluss entweder nach Bayerisch Eisenstein oder Deggendorf – Plattling (Fernverkehrsanschluss Richtung Passau, Regensburg und München)

Linie RB 37 Zwiesel und Bodenmais

Kontaktdaten

Landratsamt Cham 
Rachelstraße 6
93413 Cham

Tel. 099 71 - 78 - 430

touristik@lra.landkreis-cham.de

www.bayerischer-wald.org

Kur- und Gästeservice Bad Kötzting
Bahnhofstraße 15
93444 Bad Kötzting

09941 / 400 32 - 150

tourist@bad-koetzting.de

www.bad-koetzting.de/

www.koetztinger-land.de

Tourist-Info Drachselsried
Zellertalstraße 12
94256 Drachselsried

Tel. 099 45 - 941 016

tourist-info@drachselsried.de

www.zellertal-online.de

Tourist-Info Arnbruck
Gemeindezentrum 1
93471 Arnbruck

Tel. 099 45 - 941 016

tourist-info@arnbruck.de

www.zellertal-online.de

TI Bodenmais
Bahnhofstraße 56
94249 Bodenmais

Tel: 099 24 - 312 96 - 0

info@bodenmais.de

https://www.bodenmais.de/de