»Donau-Moldau-Radweg«

Raus aus Corona Schockstarre - rauf auf den Sattel - hinein ins heimatliche Naturvergnügen. Das Schöne liegt näher, als man glaubt. Biergärten haben wieder geöffnet, ab 30. Mai öffnet die Hotellerie. Mehrtagestouren bzw. Radurlaube sind in Bayern also wieder möglich. Ein ganz besonderes Tourerlebnis verspricht der »Donau-Moldau-Radweg«, welcher den Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald sowie das Passauer Land tangiert. Vom Grenzübergang Haidmühle bis nach Obernzell ans Donauufer misst die Route 64 Kilometer (691 hm). Sie stellt im östlichsten Zipfel Bayerns - teils in unmittelbarer Grenznähe zu Österreich - die Flussverbindung zwischen Moldau und Donau her. Der landschaftliche Hochkarräter verläuft 17 km nach Jandelsbrunn auf einer sanft abschüssigen, unasphaltierten Bahntrasse. Auf kaum befahrenen Nebenstraßen radelt man über Breitenberg-Wegscheid-Rannasee nach Untergriesbach, von wo aus es auf einer ehemaligen Zahnradbahnstrecke durchs idyllische Griesenbachtal hinab ans Donauufer geht. 

Der umbenannte »Donau-Moldau-Radweg« führt von Fluss zu Fluss und verbindet den Bayerischen Wald / Böhmerwald mit dem Donautal. Start- bzw. Zielpunkt ist die tschechische Landesgrenze Grenze Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal).

Der »Donau-Moldau-Radweg« verläuft von Haidmühle 17 km bis nach Jandelsbrunn (identisch mit dem Adalbert-Stifter-Radweg) auf einer ehemaligen Bahntrasse. Haidmühle ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald liegt. Im Dreiländereck Deutschland (Niederbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel) - umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft - liegt Radlern ein gigantisches Routennetz zu Füßen. Obendrein verfügt der unberührte Naturlandstrich nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands, was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert. 

Streckencharakteristik

Der »Donau-Moldau-Radweg« verläuft 17 km von Haidmühle bis Jandelsbrunn auf einer wassergebundenen, stark verdichteten Fahrbahnoberfläche. Die Streckencharakteristik lässt sich mit Schnittpunkt Jandeslsbrunn zweiteilen. Das verkehrsfreie, flache bzw. leicht abschüssige Streckenprofil fördert maßgeblich einen harmonischen Bewegungsfluss und damit den Fahrspaß für Groß und Klein. Auch in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der sanfte, gleichmäßige Anstieg (∅-Steigung 2%) selbst  für Gelegenheits- und Familienradler - für e-biker sowieso - rhythmisch gut zu bewältigen.

Ab Jandelsbrunn wird vorwiegend auf schwach befahrenen Nebenstraßenge geradelt, deren kupierte Topographie bis Obernzell (45 km) 600 hm bescheren. Die Route schlängelt sich durch den sanft hügeligen südlichen Landkreis Freyung-Grafenau bis kurz vor Breitenberg wo die Landkreisgrenze zu Passau überschritten wird. Teils auf unasphaltierten Abschnitten geht es über Wegscheid und den Rannasee weiter nach Untergriesbach. Dort schließt sich die steile Abfahrt im Griesenbachtal (ehemalige Zahnradbahnstrecke) nach Obernzell ins Donautal an.

Den Radfahrer erwartet eine idyllische Hügellandschaft, ausgedehnte Bergwälder, liebliche Bachtäler, weitflächige Wiesenhänge, emporragende Granitfelsen – alles in allem eine bezaubernde ursprünglich gebliebene Kulturlandschaft. In südlicher Fahrtrichtung weist der »Donau-Moldau-Radweg« vom Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal) bis zum Ziel in Obernzell / Donauufer (Anschluss Donau-Radweg) auf einer Distanz von 64 Kiloeter 691 Höhenmeter auf. Wer in der Marktgemeinde Obernzell startet, muss aufgrund des unterschiedlichen Höhenlevels von Start- und Zielort mehr Kurbelarbeit leisten, da 1.236 Höhenmeter zu Buche schlagen.