• Feuer Frei - 5. Juni 2022
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  • Naturlandschaft pur - duftende Bergwälder im Fuscher Tal
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  • Mautstelle Ferleiten
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  • Streckengabelung
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  • Edelweißspitze - Himmelspforte der Ultra-Fahrer
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  • Bruck an der Glocknerstraße
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  • Feuer Frei - 5. Juni 2022
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  • Perfektes Gipfelglück
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  • Glückliches Zielfinisch Fuscher-Törl
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  • Fuscher-Törl in Vogelperspektive
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 Großglockner-Hochalpenstraßen-Panoramatour

Mit 3.798 Meter Höhe überragt der markante Großglockner weitflächig die umliegende Region in den Hohen Tauern und ist gleichzeitig der höchste Gipfel der Alpenrepublik inmitten des größten Österreichischen Nationalparks. Noch ist das hochalpine Gebiet zwischen Kärnten und Tirol mit rund 180 km² Gletschereis bedeckt. Doch wegen der unaufhaltsamen Klimaerwärmung bildet sich die Gletscherzunge Jahr um Jahr zurück.

Ziel bzw. Etappenziel der Großglockner-Hochalpenstraßen-Panoramatour (je nachdem ob hin und zurück gefahren wird) ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, die ihren Namen dem Habsburgerregenten verdankt der im Jahr 1856 gemeinsam mit seiner Gemahlin Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, den mondänen Aussichtspunkt besuchte. Frei nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" können Radfahrer auf einer der atemberaubendsten Straße im Alpenraum seiner "Majestät" - dem Großglockner - einen Besuch abstatten.

 Die international bekannte Passstraße lockt alljährlich rund 20 000 Radfahrer - etwa zwei Prozent aller Besucher - an. Aufgrund des erhöhten Ausflugsverkehrsaufkommens an Wochenenden tut man gut daran, seine Radtour auf einen Werktag zu legen. Außerdem ist es vorteilhaft möglichst Tagesrandzeiten (frühmorgens / spätnachmittags) zu nutzen, da man weitestgehend dem regen Auto- und Motorradverkehr auf der beliebten Großglockner Hochalpenstraße entgeht.

Wird vor 9.00 Uhr die Mautstelle Ferleiten passiert und begibt sich erst nach 15.00 Uhr auf den Rückweg, mindert sich das allgemeine Verkehrsrisiko und genießt in Ruhe intensiveren Fahrspaß. 

Streckendaten

  • Langvariante: Bruck an der Glocknerstraße → Fuscher Törl → Hochtor → Kaiser Franz Josephs Höhe (ohne way 49 km / 2.833 hm) 

   Hin und zurück ← → ∑ 98 km / 3.688 hm

  • Mediumvariante (PKW/Rad): Parkplatz II Fuscher Törl → Kaiser Franz Josephs Höhe (one way 21 km / 1.076 hm) 

   Hin und zurück ← →    ∑ 42 km / 2.200 hm (1.076 hm + 1.189 hm)

  • Schnuppervariante (PKW/Rad): Parkplatz Guttal an der Streckengabelung beim Kreisverkehr (KM 41) → Kaiser Franz Josephs Höhe (one way (8 km / 770 hm) 
  • Abstecher Edelweißspitze ← →  4 km / 143 hm

Abstecher Heiligenblut (1.288 m ü.d.M.) → Abzweig Straßengabelung am Kreisverkehr/Parkplatz Guttal (KM 41) ← →  16 km / 571 hm 

 Kontakdaten / Roadbook Großglockner Hochalpenstraße

                                                                  

 

 

Tourismusverband 
BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER
Raiffeisenstrasse 2

A-5671 Bruck Fusch Glocknerstraße

Tel.: +43 (0) 6545  7295

Mail: willkommen@bruck-fusch.at

Web: bruck-fusch.at

Streckenteil I -  Salzburger Land (Bruck an der Glocknerstraße - Hochtor-Nord) → 34 Kilometer 

START: Bruck an der Glocknerstraße

Mautstelle Ferleiten, KM 14.5

PIFFKAR (Restaurant), KM 19

MUSEUM ALPINE NATURSCHAU, Oberes Nassfeld, (Restaurant), KM 22

RESTAURANT FUSCHERTÖRL  (Restaurant / Übernachtung), KM 28 

BERGGASTHOF EDELWEISS-HÜTTE (Restaurant / Übernachtung), KM 29 (2 km-Abstecher)

ALPENGASTHAUS AM RÖMERWEG, KM 29.2

RESTAURANT FUSCHERLACKE "MANKEIWIRT" (Übernachtung), KM 29.5

Tauernfenster, KM 29.8.

Mittertörltunnel, KM 30.8

Hochtortunnel Nord, KM 33.5

Tourismusverband Heiligenblut                                    
Hof 38
9844 Heiligenblut am Großglockner

Mail: office@heiligenblut.at  

Web: Heiligenblut

Streckenteil II - Kärnten (Hochtor-Süd - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe) → 15 Kilometer

Hochtortunnel Süd Gastro HOCHTOR (Restaurant), KM 33.8

BERGGASTHOF WALLACKHAUS (Restaurant / Übernachtung), KM 35.8

Streckengabelung Grossglockner Hochalpenstraße (Gletscherstraße, Kreisverkehr/Parkplatz Guttal), KM 41 

RASTHAUS SCHÖNECK (Restaurant / Übernachtung), KM 43

KNAPPKASA (Restaurant),  KM 45

KARL-VOLKERT-HAUS (Restaurant), KM 45.2

ALPINCENTER GLOCKNERHAUS (Restaurant / Übernachtung), KM 46  

ETAPPENZIEL: KAISER FRANZ-JOSEF-HÖHE  (Übernachtung), KM 49

 Wer noch nicht auf der 2.571 Meter hohen Edelweißspitze war sollte die Gelegenheit beim Schopf packen und auf der 14 Prozent steilen Kopfsteinpflasterstraße den höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße erklimmen. Der zwei Kilometer-Abstecher mit 6 Kehren beschert zwar mühsame 143 Höhenmeter, wofür man hoch droben mit einer sagenhaften 360° Aussicht fürstlich belohnt wird. Im steinernen Rundbauwerk auf dem Gipfel befindet sich eine sehenswerte historische Fotogalerie. Absolutes Highlight ist das begehbare Dach, das einen überwältigenden Panoramablick von den Leonganger Steinbergen über das Steinerne Meer zum Dachstein, der Ankogelgruppe, der Goldberggruppe und natürlich zur Glocknergruppe bietet. Summa Summarum erblickt man nicht weniger als 30 majestätische Dreitausender.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Bruck an der Glocknerstraße - Fuscher Törl - Hochtor - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Streckenbeschreibung

Die Großglockner-Hochalpenstraßen-Tour bietet mehrere Einstiegsmöglichkeiten. Die längste Variante (98 km) von Bruck an der Glocknerstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und wieder zurück weist knapp 3.700 Höhenmeter auf.

Wem das zu heftig ist, der fährt mit dem Auto samt Rad im Huckepack auf der Großglockner Hochalpenstraße zum Fuscher Törl, parkt dort sein Fahrzeug (Parkplatz II) und schwingt sich auf 2.428 m Höhe auf den Sattel. Die Mediumvariante ist spürbar weniger anspruchsvoll: 42 km / 2.200 hm.

Wer hingegen die "Schnuppervariante" wählt, fährt mit dem Auto bis zur Streckengabelung beim Kreisverkehr Guttal (KM 41), parkt dort sein Fahrzeug und radelt von dort aus 8 km zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (770 hm) hinauf.  

Die Befahrbarkeit der Großglockner Hochalpenstraße richtet sich nach der jeweiligen Schneelage. Im Frühjahr (April/Mai) erfolgt die turnusgemäß die mehrwöchige Schneeräumung, um die oft meterhoch verschneite Straße wieder passierbar zu machen. Üblicherweise ist die Hochalpenstraße zwischen Anfang/Mitte Mai und Ende Oktober geöffnet. Nachts ist die Strecke aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Achtlose Müllentsorgung (Wegwerfen von Energieriegel- Gel- Verpackungen etc.) ist in dem sensiblen Naturschutzgebiet (aber auch anderswo) absolutes No Go!  

Sicherheitshinweise

 Höhenmeterangaben entsprechen grundsätzlich nur Annäherungswerte gegenüber der Realität. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Je nachdem ob GPS-oder barometer-basierend bzw. der Mittelwert von beiden aufgezeichnet wird, ergeben sich u.U. erhebliche Aufzeichnungsunterschiede. Zudem beeinflusst die Geräte-Konfiguration (Anzahl der Way-Points, Genauigkeitsabweichung, Gerätemodell usw.) sowie Luftdruckschwankungen (während der Fahrt) die Berechnung der Aufzeichnung. Je höher die Way-Point-Aufzeichnungsrate und je stärker der barometrische Luftdruck schwankt desto größer die Abweichung (Ungenauigkeit). Werden HM-Angaben miteinander verglichen werden, müsste auch die Trackpunktdichte der Aufzeichnunggeräte verglichen werden. Werden zuviele Trackpunkte gesetzt gibt das Gerät tendenziell zuviel Höhenmeter an. Abhilfe: Tracks lassen sich mit Hilfe des RouteConverters manuell nachberechnen (konvertieren) und durch Löschung redundanter Positionen (überzählige Trackpunkte) gemäß variablen Grenzwert mittels Douglas-Peuckert-Algorithmus glätten. Eine solche Interpolation wurde für die HM-Berechnungung des Arber-Radmarathon vorgenommen, sowie die Quersumme aus unterschiedlichen Aufzeichnungsdaten gebildet, um eine größtmögliche Genauigkeit zu garantieren.

Merkblatt zur Höhenmeteraufzeichnung

Der beeindruckende Routenverlauf bietet spannende „Points of Interest“ und grandiose Aussichtspunkte, die einem immer wieder ins Staunen versetzen. Je nachdem in welcher Weise die Tour befahren wird (ambitioniert "non stopp" nach Leistungsvorgaben oder leistungsbefreit) kann entlang der Wegstrecke den Museen, Ausstellungen, Info-Stellen, Wasserfällen und urigen Gasthäusern mehr oder weniger Aufmerksamkeit geschenkt werden. Neben fitten Rennradlern können auch gut trainierte Tourenradler (E-Biker sowieso) auf Trekking- bzw. Mountainbikes die erstklassig ausgebaute Großglockner Hochalpenstraße samt Gepäck meistern (geeignete Bergübersetzung vorausgesetzt). Die Steigungen betragen im Ø rund 8% bzw. maximal 12%, unüberwindbare Rampen sind also nicht zu befürchten. Allenfalls der Abstecher zur Edelweißspitze sticht mit 14% Steigung etwas heraus.  

Eine Gedenkstätte von Architekt Clemens Holzmeister erinnert auf dem Fuscher Törl an die 15 Arbeiter, die beim Bau der Glocknerstraße ums Leben kamen.

Vom Parkplatz II Fuscher Törl (2.428 m ü.d.M.) bietet sich ein sagenhafter Rundblick auf den Großglockner, 14 Dreitausender und 11 Gletscher.

Service für Radfahrer auf der Großglockner Hochalpenstraße

Damit Sie sich als Zweiradsportler auf der beliebten Alpenstraße wohlfühlen, haben wir für eine möglichst umfassende Infrastruktur und nützliche Serviceleistungen gesorgt:

•    Umkleidemöglichkeiten für Radfahrer an der Kassenstelle Ferleiten, am Fuscher Törl und am Hochtor.

•    Radfahrer-Duschen an der Kassenstelle Ferleiten für Damen und Herren (je eine Duschkabine). Der Schlüssel kann gegen eine Kaution von Euro 10,00 an der Kassenstelle (alternativ an der Kasse, Spur 1) abgeholt werden. Die Duschen befinden sich auf der Rückseite des Gebäudes und sind über eine Außentreppe erreichbar. Bitte bringen Sie Ihr Dusch- oder Handtuch selbst mit!

•    Safes zum Deponieren von Ausrüstungs- und Wertgegenständen an den Aussichtsstandorten Edelweißspitze und Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

•    Radständer vor allen Shops.

•    Kostenloser Sticker für Radfahrer.

•    Zeitnehmung für die „Glocknerkönig-Strecke“ von Ferleiten bis zum Fuscher Törl (nur vor 09:00 Uhr und nach 15:00 Uhr). Bezahlen Sie dazu an der Ticketausgabe Euro 2,00, ziehen Sie ein Barcodeticket und radeln Sie sofort los, denn ab nun läuft die Uhr! Am Ziel Fuscher Törl lesen Sie das Ticket im Auswertegerät ein und erhalten eine Bestätigung mit Ihrer persönlichen Fahrzeit. Zurück an der Kassenstelle Ferleiten tauschen Sie diese Bestätigung gegen Ihre Urkunde. Gleichzeitig wird Ihre Leistung in die offizielle Rangliste aufgenommen, die im Internet veröffentlicht ist. Quelle: Großglockner-Hochalpenstraße

 Hochgebirgswetter

Da man sich auf der "Langvariante" rund 40 km bzw. auf der kürzeren Strecke (ab/an Fuscher Törl) ca. 30 km oberhalb der 2000 er Höhenmarke bewegt (40% / 68 % der Wegstrecke) kann es empfindlich kalt, windig und unbeständig sein. Ein Langarm-Trikot, (Softshell-) Jacke, Windstopper-Weste, Regenhaut, Mütze, Handschuhe sollte man jedenfalls dabei haben. Die Temperatur sinkt pro Tausend Meter Höhe im Schnitt um etwa 6 Grad Celsius, weshalb es gut und gerne 10 Grad kälter sein kann als am Startpunkt im tief gelegenen Salzachtal. Im Hochgebirge ist jederzeit mit plötzlichen Wetterumschwüngen / Temperaturstürzen zu rechnen (Gewitter, Regen, Hagel, Schneefall). Bei Schlechtwetterprognosen ist von der Hochgebirgstour abzuraten. Wettervorhersagen: Bergfex

Webcams: Virtual Reality 360° Panorame, Fuscher Törl, Edelweißspitze, Kaiser-Franz-Josefs-Höhe 

Direkt nach dem Fuscher Törl fällt die Straße zur gletscherblauen Fuscher Lacke (2261 m ü. A.) ab. 

Auf der rechten Straßenseite befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem die Geschichte der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße sowie die damaligen Lebensumstände der Arbeiter dokumentiert ist. 

Anekdote am Rande: Der Name "Mankeiwirt" des Gasthofs Fuscher Lacke entstammt dem pinzgauerischen Dialekt (Mankei bedeutet Murmeltier) und ist darauf zurückführen, dass der Wirt ein zahmes Murmeltier namens "Morfi" seit Jahren wie ein Haustier hält.

Nur wenige Hundert Meter nach der Fuscher Lacke wird das sogenannte "Tauernfenster" passiert. Die geologische Freiluftausstellung zeigt ein imposantes archaisches Eingangstor mit über 5 m Höhe aus Prasinit - dem Gestein, aus dem der höchste Berg Österreichs, der Großglockner, besteht. 

Knapp 1.5 km nach der Fuscher Lacke (2261 m ü. A.) durchtunnelt die Straße (2.327 m ü.d.M.) auf 117 m Länge das Mittertörl. 

Nach kurzer Steigung erreicht man den 311 m langen Scheiteltunnel am Hochtor, der den höchsten Punkt der mautpflichtigen Großglockner Hochalpenstraße sowie die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten markiert. Außerdem befindet sich hier die Inn/Drau-Wasserscheide.

Die Passhöhe am Hochtor liegt auf einer Höhe von 2.504 Meter. Oberhalb der Tunnelportale am Hochtor steht auf der Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße (Grenzverlauf der Bundesländer Salzburg und Kärnten) - in Stein gemeißelt geschrieben: "IN TE DOMINE SPERAVI". Aus dem Latein übersetzt heißt es soviel wie "Auf Dich,o Herr, habe ich gehofft". Das Zitat stammt von Franz Wallack - Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße: "Ja, auf das Hochtor hatte ich durch all die Jahre gehofft, hatte ersehnt, daß die Straße hier Wirklichkeit werden möge. Nun standen wir mit der Arbeit tatsächlich hier. Und wenn die Straße fertig war, dann sollte über den Portalen des Hochtors die Inschrift eingemeißelt stehen: IN TE DOMINE SPERAVI!"

Direkt neben dem südlichen Tunnelportal bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Gipfel der Schobergruppe. Ein Bistro mit aussichtsreicher Terrasse verlockt zur Einkehr. Die Ausstellung "Passheiligtum Hochtor" erinnert mit ihren Exponaten an den ehemals hier verlaufenden römischen Handelsweg, welcher u.a. von Pilgern regelmäßig genutzt wurde, die hier oben Münzen als Opfergaben zurückließen.

Zeit für ein kurzes Zwischen-Fazit: bis zur 15.5 km entfernten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m ü.d.M.) hat man rund 830 Höhenmeter plus 1.030 berauschende Tiefenmeter vor sich. 

Unmittelbar nach dem Südtunnelportal beginnt eine 7 Kilometer lange Abfahrt, bei der das Höhenlevel im Tal des Tauernbaches zur Wernischalm (2.016 m) und weiter zum Straßenkreisel Guttal (1.859 m ü.d.M.) um 725 Höhenmeter  abfällt.

Je nach Fahrweise rauscht man innerhalb 15 - 20 min. aus hochalpiner Lage in eine saftig grüne Almlandschaft hinein, bevor die Route ins westlich benachbarte Tal des Guttalbaches (ebenso ein Möllzufluss wie der Tauernbach) wechselt. Immer wieder überwältigt die einem die herrliche Natur-Arena, wo Steinadler und putzige Murmeltiere ihr Zuhause haben. 

Am Straßenkreisel befindet sich ein Parkplatz wo man sich mit einem Energiesnack und Flüssigkeitsaufnahme stärken kann, bevor die finale Steigungspassage zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe in Angriff genommen wird.

 Hin- und Rückweg des Abstechers nach Heiligenblut (1.288 m ü.d.M.) beträgt 16 km / 571 hm. 

Blickrichtung nach Heiligenblut - eine Gemeinde mit 997 Einwohnern im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten. Je länger man die Kurbel drückt desto mehr wird einem bewußt, wie sehr das atemberaubende Landschaftskino dem Spruch "der Weg das Ziel" aller Ehre macht. Die 8 km lange Steigung - vorbei am Glocknerhaus - überwindet bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m ü.d.M.) etwa 770 Höhenmeter. Die Steigung lässt sich rhythmisch gut fahren, denn sie pendelt überwiegend im einstelligen Prozentbereich (Durchschschnittssteigung 5.2%). 

Vorbei am Berggasthaus Schöneck (1.950 m ü.d.M.) nähert man sich abermals der 2000er Höhenmarke.  

Alsbald taucht das auf 2.132 m Höhe gelegene Alpincenter Glocknerhaus auf, das in den Jahren 1875/1876 erbaut wurde und im Besitz der Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins ist. Der Großglocknerblick zaubert frische Motivation herbei und entschädigt allemal die schweißtreibende Anfahrt.

Als Radfahrer entgeht einem natürlich nicht die mächtige Lawinengalerie der steil ansteigenden Stichstraße, die sich hinter dem Glocknerhaus bedrohlich aufbäumt. Gleichwohl ist es die letzte Hürde vor der Kaiser-Franz-Josef-Höhe.

Unterhalb des Glocknerhauses liegt der smaragdgrüne Magritzenstausee (Stauziel 2.036 m ü.d.M.), der als Wochenspeicher dient und das Schmelzwasser des Pasterzengletschers sammelt, welches über die Möll in die Drau entwässert. 

Sofern Österreichs höchster Gipfel nicht wolkenverhangen ist genießt man auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m ü.d.M.) einen phänomenalen Blick auf den 3.798 m hohen Großglockner sowie dem Pasterzengletscher, dem mit 8 km Länge größten Gletscher Österreichs.

Die Pasterze am Fuße des Großglockners befindet sich im obersten Talboden des Mölltales (Quellgebiet der Möll). Aufgrund fortschreitender Klimaerwärmung schrumpft die vergletscherte Zone um rund fünfzig Meter pro Jahr.

 Die Grossglockner Bike Challenge ist ein Jedermann-Rennen, das am 10./11. Juli 2021 erstmals zur Austria Top Tour zählt und quasi das "Pendant" zum Glocknerkönig ist. Die 17 km lange Strecke führt von Heiligenblut (Bundesland Kärnten) über die verkehrsgesperrte Grossglockner Hochalpenstraße auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und überwindet 1.212 Höhenmeter. Die Zielankunft könnte mondäner nicht sein, denn der sensationelle Ausblick auf den höchsten Berg Österreichs ist der beste Abschluss den man sich nur vorstellen kann. Für den Glocknerkönig und die Grossglockner Bike gibt es sogar eine Kombiwertung.