Moldaustausee

Von der vorhergehenden Gemarkung Rossbach sind es bis zur Gemarkung Rascov (845 m) 1,5 km, wo der Zufahrtsweg nach Nova Pec abzweigt (4 km).

Wird der Schwarzenberger Schwemmkanal in südlicher Fahrtrichtung verlassen endet abrupt die Bewaldung. Auf sanft abschüssiger Straße wird schwuppdiwupp potentielle Energie in Bewegungsenergie umgewandelt (113 Tiefenmeter). Nach der endlos empfundenen Waldpassage genießt man den freien Ausblick umso mehr.

Die Streusiedlung Nová Pec (737 m) liegt am östlichsten Rand des Sumava-Nationalparks nahe des Mündungsbereichs der Moldau und des Jezerní potok (Seebach), die in den Stausee Lipno münden.

 Stausee Lipno (Moldaustausee)

Der Moldaustausee liegt am Rand des Sumava Nationalparks (CZ) in Südböhmen. Der aufgestaute See ist ein begehrtes Anlaufziel vieler (Rad-) Touristen aus nah und fern, da die Seeregion von einem attraktiven Radwegenetz umgeben und touristisch gut erschlossen ist. Ob Schwarzenberger Schwemmkanal, See-Umrundung oder Fährfahrt - es eröffnen sich zahlreiche Routen-Kombinationen. Campen, Rudern, Schwimmen, Segeln, Surfen erfreuen sich großer Beliebtheit. Freizeitaktivisten freut es umso mehr, als dass aus Naturschutzgründen Motorbootfahren untersagt sind.  

•   Volumen: 306 Millionen m³

•   Gesamtfläche: ca. 4650 ha (flächenmäßig größter See der Tschechischen Republik)

•   Pegel max.: 725,60 m ü. NN

•   Länge/Breite: 48 km/5 km

•   durchschnittliche Tiefe: 6,5 Meter (maximale Tiefe: 21 m)

In Nová Pec (737m) boomt unübersehbar der Radtourismus. Von allen Himmelsrichtungen strömen Radfahrergruppen in den winzigen Ort mit 526 Einwohnern.

Nová Pec bildet für Radtouristen einen wichtige Drehscheibe da mehrere Radwege zusammentreffen. Allen voran die Route 33 Šumavská cyklomagistrála (Böhmerwaldmagistrale), die als Parallelverbindung zum Nationalpark-Radweg gilt. Die Route durchquert das Biosphärenreservat Šumava 110 km in seiner Längsachse nach Železná Ruda (Markt Eisenstein) von wo Bayerisch Eisenstein nur 2 km entfernt liegt. 

 Schöner "Biergarten" mit Seeblick.

Fährverbindungen über den Stausee Lipno

  • Horní Planá–Bližší Lhota
  • Dolní Vltavice–Kyselov
  • Frymburk–Frýdava

Zeit für Energienachschub: wer den Plöckensteinsee auf der Dreiländer-Tour mitnahm hat in Nová Pec rund die Hälfte der Distanz geschafft. Deshalb bietet sich eine ausgedehnte Verpflegungspause mit böhmischen Spezialitäten an, zumal der nächst gelegene Ort Schwarzenberg a.B. etwa 20 km entfernt liegt und bis dorhin 440 hm zu bewältigen sind.

 Die Bahnstrecke ?eské Bud?jovice–?erný K?íž-Nové Údolí wird von Personenzügen im Zweistundentakt bedient (begrenzte Radtransportkapazität). Dies eröffnet die Möglichkeit seinen Aktionsradius Richtung Nová Pec (Neuofen) entlang des Moldaustausees, Schwarzenberger Schwemmkanal oder Horní Planá / Oberplan zum Geburtshaus/Gedenkstätte von Adalbert-Stifter zu erweitern. Auch von Horní Planá bestünde eine Rückfahrmöglichkeit per Bahn zum Grenzübergang Nové Údolí/Haidmühle. 

Nach einer kulinarischen Verwöhnpause - wird die zweite Hälfte der Dreiländer-Radtour in Angriff genommen.

Um nicht denselben Rückweg zum Schwarzenberger Schwemmkanal zurück zu radeln, bietet sich als Alternative eine östlich verlaufende Straßenverbindung nach Klapa an.

Jene 113 Tiefenmeter die zuvor hinunter gerauscht wurden, müssen nun mit Muskelkraft bzw. zs. Akku-Schubkraft wieder mühsam hinauf gekurbelt werden. Die nahezu verkehrsfreie Straße führt 4.5 km schnurstraks zum Schwarzenberger Schwemmkanal. Das Steigungsniveau beträgt durchschnittlich 2.4 %, allenfalls im Schlußabschnitt steigt es kurzzeitig auf 8%. 

 Fährverbindung Bližší Lhota (Radweg 1020) - Horní Planá

Bis zu dem Fährort sind es von der Abzweigung etwa 10 km.

In Blickrichtung auf den emporragenden Böhmerwald radelt man direkt auf die Gemarkung <Klapa> (835 m) zu. Mit jedem Meter verwandelt sich die Landschaft wieder ein ursprüngliches Antlitz.

An der Wegegabelung endet abrupt die Steigung. Nun liegt einem der mittlerweile sicher lieb gewonnene  Schwarzenberger Schwemmkanal wieder ergeben zu Füßen. Nun geht's knapp 5 km in westlicher Richtung (rechts) zurück zur Verzweigungsstelle Arkonsky Potok (Rossbach). 

Nach dem Aufstieg bietet ein Rastplatz-Pavillon ein schattiges Plätzchen, um eine kurze Verschnaufpause einzulegen.

Das Schild weist den Weg Richtung Alpenrepublik, wobei wir den entgegen gesetzten Weg einschlagen.

 Linksabzweig: Weiterfahrt auf dem Schwarzenberger Schwemmkanal Richtung Grenze Diendorf/Kyselov - Rosenhügel/Koranda