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  • Frauenberg
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  • Blick auf das Dreisesselmassiv
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  • Oberösterreichisches Mühlviertel
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  • Oberschwarzenberg am Böhmerwald - Oberes Mühlviertel
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  • Schwarzenberg am Böhmerwald - Oberes Mühlviertel
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  • Skigebiet Hochficht im oberösterreichischen Mühlviertel
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  • Skigebiet Hochficht im oberösterreichischen Mühlviertel
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  • Grenzübergang I/10 Plöckenstein (1.014 m) Landschaftsschutzgebiet Böhmerwald/Oberösterreichisches Mühlviertel
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  • Böhmerwald (Šumava)
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  • Böhmerwald (Šumava)
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  • Moldaustausee (Lipno) - größter See Tschechiens (738 m)
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  • Angesagte Rundtouren im Dreiländereck
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  • Familienradeln am Moldaustausee (Lipno)
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  • Dreiländer-Radweg - Abstecher Moldaustausee (Lipno)
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  • Böhmerwald (Šumava)
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  • Rosenauer Kapelle
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  • Seebachschleuse bei der Rosenauer Kapelle
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  • Böhmerwald (Šumava)
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  • Schwarzenberger Schwemmkanal - Böhmerwald (Šumava)
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  • Dauerausstellung zum Schwarzenbergschen Schwemmkanal in Jelení vrch
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  • Hirschbergen-Tunnel am Schwarzenberger Schwemmkanal (Südost-Portal)
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  • Schwarzenberger Schwemmkanal
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  • Hirschbergen-Tunnel - Schwarzenberger Schwemmkanal (Nordwest-Portal)
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  • Plöckensteinsee (Plesne jezero) - 1.090 m
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  • Recherche-Team - Plöckensteinsee (Plesne jezero) - 1.090 m
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  • Plöckensteinsee (Plesne jezero)
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  • Plöckensteinsee (Plesne jezero) - 1.090 m
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  • Plöckensteinsee (Plesne jezero) - 1.090 m
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  • Plöckensteinsee (Plesne jezero) 1.090 m
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  • Dreiländer-Radweg - Totholz (Borkenkäfer)
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  • Dreiländer-Radweg - Böhmerwald (Šumava)
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  • Dreiländer-Radweg
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  • Entlang am Schwarzenberger Schwemmkanal (ehemalige Holzschwemmanlage)
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  • Schwarzenberger Schwemmkanal (ehemalige Holzschwemmanlage)
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  • Rosenauer Gedenkstein am Schwarzenberger Schwemmkanal
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  • Grenzstation Nové Údolí (Neuthal)
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Moldaustausee

Von der vorhergehenden Gemarkung Rossbach sind es bis zur Gemarkung Rascov (845 m) 1,5 km, wo der Zufahrtsweg nach Nova Pec abzweigt (4 km).

Wird der Schwarzenberger Schwemmkanal in südlicher Fahrtrichtung verlassen endet abrupt die Bewaldung. Auf sanft abschüssiger Straße wird schwuppdiwupp potentielle Energie in Bewegungsenergie umgewandelt (113 Tiefenmeter). Nach der endlos empfundenen Waldpassage genießt man den freien Ausblick umso mehr.

Die Streusiedlung Nová Pec (737 m) liegt am östlichsten Rand des Sumava-Nationalparks nahe des Mündungsbereichs der Moldau und des Jezerní potok (Seebach), die in den Stausee Lipno münden.

 Stausee Lipno (Moldaustausee)

Der Moldaustausee liegt am Rand des Sumava Nationalparks (CZ) in Südböhmen. Der aufgestaute See ist ein begehrtes Anlaufziel vieler (Rad-) Touristen aus nah und fern, da die Seeregion von einem attraktiven Radwegenetz umgeben und touristisch gut erschlossen ist. Ob Schwarzenberger Schwemmkanal, See-Umrundung oder Fährfahrt - es eröffnen sich zahlreiche Routen-Kombinationen. Campen, Rudern, Schwimmen, Segeln, Surfen erfreuen sich großer Beliebtheit. Freizeitaktivisten freut es umso mehr, als dass aus Naturschutzgründen Motorbootfahren untersagt sind.  

•   Volumen: 306 Millionen m³

•   Gesamtfläche: ca. 4650 ha (flächenmäßig größter See der Tschechischen Republik)

•   Pegel max.: 725,60 m ü. NN

•   Länge/Breite: 48 km/5 km

•   durchschnittliche Tiefe: 6,5 Meter (maximale Tiefe: 21 m)

In Nová Pec (737m) boomt unübersehbar der Radtourismus. Von allen Himmelsrichtungen strömen Radfahrergruppen in den winzigen Ort mit 526 Einwohnern.

Nová Pec bildet für Radtouristen einen wichtige Drehscheibe da mehrere Radwege zusammentreffen. Allen voran die Route 33 Šumavská cyklomagistrála (Böhmerwaldmagistrale), die als Parallelverbindung zum Nationalpark-Radweg gilt. Die Route durchquert das Biosphärenreservat Šumava 110 km in seiner Längsachse nach Železná Ruda (Markt Eisenstein) von wo Bayerisch Eisenstein nur 2 km entfernt liegt. 

 Moldauquelle

Die Warme Moldau (Teplá Vltava) entspringt etwa 500 m nördlich der bayerisch-tschechischen Grenze (nahe Kvilda/CZ (Außergefild) am Südosthang des Schwarzberg (Cerná hora) im Böhmerwald (Quellhöhe 1.172 m ü.M.). Sie ist der linke Quellfluss der Moldau und gilt offiziell als Hauptquellfluss der Moldau.

Nach 56 km vereinigt sich die Warme Moldau westlich von Chlum (Humwald) - einem Ortsteil von Volary (Wallern)-  im Moor Mrtvý luh (Tote Au) mit der Kalten Moldau (Studená Vltava), die ihrerseits am Hang des Berges Haidel im Bayerischen Wald entspringt. Die Warme Moldau weist bis zur Vereinigung mit der Kalten Moldau (736 m ü.M.) ein erhebliches Niveaugefälle von 436 Meter auf. Allein zwischen Kvilda (Außergefild) und Horní Vltavice (Obermoldau) sinkt das Höhenlevel innerhalb 20 Kiometer um 257 Meter. 

Ab dem Zusammenfluss heißt der Fluß Moldau (Vltava), die sich mäandrierend durch ein flaches, waldreiches Tal schlängelt ehe sie bei Nova Pec (Neuofen) in den 48 Kilometer langen Lipno-Stausee (Moldaustausee) fließt.

Tipp: Zwischen Stozek (Tusset) und Nova Pec (Neuofen) am Moldaustausee besteht entlang der mäandernden Moldau durch idyllische Hochmoorlandschaften eine 9 km lange, verkehrsfreie, flache Straßenverbindung. Abgesehen davon gibt es von dort aus Stichverbindungen (230 hm) zum Schwarzenberger-Schwemmkanal

Der in Stein gefasste Moldau-Ursprung (Warme Moldau) auf 1.165 m Höhe vermittelt nicht den Eindruck, dass das unscheinbare Rinnsal einmal zu einem stattlichen Fluß anschwillt, der seinen Weg bis zur Elbe bahnt die bei Cuxhafen in die Nordsee mündet. 

Exkurs: Im Hintergrund der Moldauquelle erhebt sich der 1.315 Meter hohe Schwarzberg (Cerná hora) wo südwestlich der Reschbach entspringt. Allerdings entwässert dieser nicht wie die Moldau in die Nordsee, sondern über die Donau in das Schwarze Meer (Verlauf der Europäischen Hauptwasserscheide).

Im weiteren Verlauf passiert der Fluss die Stadt Ceský Krumlov (Krummau) und verlässt vor der Stadt Ceské Budejovice  (Budweis) den Böhmerwald. Der Flußname Moldau - historisch Wulda – entstammt aus dem altgermanischen "Wilth-ahwa", was so viel wie „wildes, reißendes Wasser“ bedeutet. Als längster Fluss Tschechiens (430 km) und größter Nebenfluss der Elbe wird die Moldau häufig als „Böhmisches Meer“ bezeichnet. Sie entwässert ein Gebiet von 28.000 km² mit durchschnittlich 151 m³/s an der Elbmündung. Am Zusammenfluss mit der Elbe (330 km in Tschechien) bei Melník (155 m ü.M.) weist die Moldau im Vgl. zur Elbe nicht nur einen längeren Flussverlauf auf sondern ist zudem auch wasserreicher, weshalb sie den hydrologischen Hauptfluss des Elbeflusssystems darstellt. 

Fährverbindungen über den Stausee Lipno

  • Horní Planá–Bližší Lhota

  • Dolní Vltavice–Kyselov

  • Frymburk–Frýdava

Zeit für Energienachschub: wer den Plöckensteinsee auf der Dreiländer-Tour mitnahm hat in Nová Pec rund die Hälfte der Distanz geschafft. Deshalb bietet sich eine ausgedehnte Verpflegungspause mit böhmischen Spezialitäten an, zumal der nächst gelegene Ort Schwarzenberg a.B. etwa 20 km entfernt liegt und bis dorhin 440 hm zu bewältigen sind.

 Die Bahnstrecke ?eské Bud?jovice–?erný K?íž-Nové Údolí wird von Personenzügen im Zweistundentakt bedient (begrenzte Radtransportkapazität). Dies eröffnet die Möglichkeit seinen Aktionsradius Richtung Nová Pec (Neuofen) entlang des Moldaustausees, Schwarzenberger Schwemmkanal oder Horní Planá / Oberplan zum Geburtshaus/Gedenkstätte von Adalbert-Stifter zu erweitern. Auch von Horní Planá bestünde eine Rückfahrmöglichkeit per Bahn zum Grenzübergang Nové Údolí/Haidmühle. 

Nach einer kulinarischen Verwöhnpause - wird die zweite Hälfte der Dreiländer-Radtour in Angriff genommen.

Um nicht denselben Rückweg zum Schwarzenberger Schwemmkanal zurück zu radeln, bietet sich als Alternative eine östlich verlaufende Straßenverbindung nach Klapa an.

Jene 113 Tiefenmeter die zuvor hinunter gerauscht wurden, müssen nun mit Muskelkraft bzw. zs. Akku-Schubkraft wieder mühsam hinauf gekurbelt werden. Die nahezu verkehrsfreie Straße führt 4.5 km schnurstraks zum Schwarzenberger Schwemmkanal. Das Steigungsniveau beträgt durchschnittlich 2.4 %, allenfalls im Schlußabschnitt steigt es kurzzeitig auf 8%. 

 Fährverbindung Bližší Lhota (Radweg 1020) - Horní Planá

Bis zu dem Fährort sind es von der Abzweigung etwa 10 km.

In Blickrichtung auf den emporragenden Böhmerwald radelt man direkt auf die Gemarkung <Klapa> (835 m) zu. Mit jedem Meter verwandelt sich die Landschaft wieder ein ursprüngliches Antlitz.

An der Wegegabelung endet abrupt die Steigung. Nun liegt einem der mittlerweile sicher lieb gewonnene  Schwarzenberger Schwemmkanal wieder ergeben zu Füßen. Nun geht's knapp 5 km in westlicher Richtung (rechts) zurück zur Verzweigungsstelle Arkonsky Potok (Rossbach). 

Nach dem Aufstieg bietet ein Rastplatz-Pavillon ein schattiges Plätzchen, um eine kurze Verschnaufpause einzulegen.

Das Schild weist den Weg Richtung Alpenrepublik, wobei wir den entgegen gesetzten Weg einschlagen.

 Linksabzweig: Weiterfahrt auf dem Schwarzenberger Schwemmkanal Richtung Grenze Diendorf/Kyselov - Rosenhügel/Koranda