Der Nationalpark-Radweg - Inspirierendes Tourerlebnis im Einklang der Natur

Der grenzüberschreitende Nationalpark-Radweg trägt seine wesentliche Charakteristik bereits im Namen. Start- bzw. Endpunkt sind Haidmühle (830 m.ü.M.) im Landkreis Freyung-Grafenau bzw. Ferdinandsthal (730 m.ü.M.) nahe Zwieslerwaldhaus (Ortsteil der Gemeinde Lindberg im Landkreis Regen). 

Ein wahrer Glückspilz, wer diese Route im Einklang der Natur durch die fichtenreichen Hochlagenwälder und Bergmischwälder mit seinen faszinierenden Aussichtspanoramen achtsam befährt. Immerhin befindet man sich im größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas (6.000 qkm). Die Nationalparke »Bayerischer Wald« sowie jenseits der Landesgrenze der »Šumava« ist vor wirtschaftlicher Nutzung - verbunden mit all seinen umweltschädlichen Konsequenzen - streng geschützt. Eine Tatsache, wovon naturverbundene Freizeitaktivisten in besonderem Maß profitieren. 

Auch wenn man morsche Baumriesen und Totholz - verursacht von Stürmen und Borkenkäfer - zu Gesicht bekommt so ist im Laufe der Zeit an vielen Stellen bereits eine neue Waldgeneration übermannshoch emporgewachsen. Die konsequente Anwendung des Mottos „Natur Natur sein lassen“ gibt der Natur die Chance ihre "Selbstheilungskräfte" zu aktivieren.

Urwüchsige Wälder, klare Bäche, Bergseen, Hochmoore, Auen und großflächige Hochebenen mit Wiesen- u. Steppenvegetation prägen den Streckenverlauf. Infotafeln am Wegesrand, die über Land, Leute, Kultur und Geschichte und die einmalige Natur informieren, machen die Tour besonders attraktiv. Mit anderen Worten: der Weg ist das Ziel!

Eine Studie besagt, dass nur eine Woche Bewegung im Wald, signifikant die Entzündungsparameter im Blut absinken lassen und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert. Dicht bewaldete Naturregionen wie der Bayerische Wald wirken daher wie ein wahrer Gesundbrunnen. Wer hier urlaubt und beim Radfahren nahezu schadstofffreie Luft atmet bzw. aufkeimende Lebensfreude verspürt, betreibt im wahrsten Sinne des Wortes rezeptfreie Gesundheitsvorsorge. Nichts scheint angesichts von Covid-19 momentan wichtiger als ein intaktes Immunsystem zu haben, das Krankheitserregern Paroli bietet. 

Der Nationalpark-Radweg prunkt auf 105 Kilometer Länge mit einer der ursprünglichsten Naturregionen Deutschlands. Die Route verbindet in einer urwaldähnlich gebliebenen Mittelgebirgslandschaft den »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« mit dem »Arberland«. Der grenzüberschreitende Schlenker über Tschechien (30 km) bietet auf knapp 1.200 Meter Höhe traumhaftes Aussichtspanorama. In stetigem Auf und Ab schlängelt sich der Wegeverlauf durch das dicht bewaldete Mittelgebirge des Bayerischen Waldes. Wer nicht schubunterstützt auf einem E-Bike sitzt, sondern klassisch die Kurbel schwingt und dabei die Beinmuskulatur sprechen lässt, benötigt für die konditionell anspruchsvolle Strecke stramme Waden und gute Kondition. Start- wie Zielpunkt sind hervorragend an das Fernradwegenetz angebunden, was vielfältige Kombinationsmöglichkeiten ermöglicht. Im übrigen verläuft die TRANS BAYERWALD Nordroute im Bereich des Nationalparkgeländes auf identischer Wegstrecke. Dies eröffnet Individualisten bzw. Urlaubsgästen in den Ferienorten spannende Tour-Optionen.

Hinweis: Tschechien stellt die Grenzöffnung ab 15. Juni in Aussicht.