• Falkenstein-Radweg - Balsam für die Seele
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  • Welterbestadt Regensburg
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  • Fahrradbus Regensburg-Falkenstein
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  • Kapelle St. Wolfgang / Schillertswiesen
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  • Herbstliche Farbenpracht
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  • Rastplatz Falkenstein
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  • Bahntrassenradeln - Spaß hoch Drei
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  • Falkenstein-Bockerl - spielerische Inszenierung der Eisenbahn-Epoche
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  • Päuschen beim Unterstellpavillon nahe Wulkersdorf
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  • Päuschen im Grünen
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  • 22.12.1913: Eröffnungsfeier der Lokalbahnstrecke Regensburg/Wutzlhofen - Falkenstein
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  • Radlbahnhof Hauzendorf
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  • Naturidylle pur
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  • Schienenbus in den 80er Jahren
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  • Abzweig Falkenstein-Radweg - Rundtour ins Donautal
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  • 16 durchnummerierte Schautafeln
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  • Bahnkilometerstein in Wenzenbach
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  • Family Aktivpark und Wasser-Abenteuerspielplatz am Dorfweiher Wenzenbach
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  • Ausgelassener Radlspaß - Verweilplatz mit Burgblick Falkenstein
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Streckenchronik

Das ehemalige Bahnhofsgebäude Wutzlhofen in Gonnersdorf (Böhmerwaldstraße) ist der offizielle Start/Zielpunkt des »Regensburg-Falkenstein-Radwegs«. Er befindet sich am Stadtrand der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Regensburg (per Rad 9.2 km vom Hauptbahnhof, bzw. 4.4 km von der Donau-Arena).  

Seit Ende 2021 ist der Bahntrassen-Radweg bis Bernhardswald (Querung Bahnhofsstraße) durchgängig asphaltiert (9 km).

 Hinweis: Kilometerangaben beziehen sich in der Streckenbeschreibung auf den Startpunkt in Gonnersdorf am ehemaligen Bahnhofsgebäude Regensburg/Wutzlhofen (downloadbarer GPS-Track inkludiert 4.3 km ab Donau-Arena) und sind analog mit KM-Angaben der Bahnkilometersteine am Rand der Strecke identisch. In Fahrtrichtung nach Falkenstein gibt die aufsteigende Kilometrierung mit Nachkommastelle die Entfernung vom Startpunkt an. In entgegengesetzter Fahrtrichtung beziehen sich die KM-Angaben zum Zielort Regensburg/Wutzlhofen (Gonnersdorf, Böhmerwaldstraße).  

 Lokalbahn Regensburg/Wutzlhofen - Falkenstein

Bereits 1859 wurde Wutzlhofen im Nordosten der Stadt Regensburg an die Bahnstrecke Regensburg–Weiden angebunden und erhielt Anschlüsse an die Städte Nürnberg, Eger und Hof. Ab 1913 verkehrte zwischen Wutzlhofen und Falkenstein das sogenannte "Falkensteiner Bockerl". Wutzlhofen (erstmals 1224 mit dem Namen „Wuzenhoven“ erwähnt) bildet gemeinsam mit der wesentlich jüngeren Konradsiedlung den nördlichsten Stadtteil von Regensburg. 

Der Vorwaldbezirk Falkenstein erhielt erst kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs einen Bahnanschluss. Die eingleisige normalspurige Bahnlinie zweigte von der Hauptstrecke Regensburg – Schwandorf in Wutzlhofen (7,6 km nördlich von Regensburg) ab und endete exakt nach 35,4 Kilometern in Falkenstein. Der ländliche Bereich war damals von der Landwirtschaft und dem Fremdenverkehr geprägt. Per Luftlinie hätte die Strecke nur eine Länge von 25 km gehabt, doch wegen eines Bogens über eine Reihe von Gemeinden - teils mit beträchtlichem Abstand zu deren Ortskernen - maß sie über 10 km Länge mehr. Hauptgrund war der Granitsteinbruch in Rossbach, der als wichtiger Güterverkehrskunde galt.

Für Personenzüge galt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h (ab 1934 50 km/h), ansonsten durften (Güter-) Züge höchstens 30 km/h fahren. Außerhalb des eingeschränkten Kriegsverkehrs verkehrten anfangs drei Zugpaare auf der Strecke die durch erforderliche Rangierarbeiten rund 2 ½ Stunden Fahrzeit benötigten. 

Ab den zwanziger Jahren starteten die Züge im Regensburger Hauptbahnhof und nutzten die Gleise der Hauptstrecke Regensburg – Schwandorf bis Wutzlhofen, von wo sich beide Bahntrassen verzweigten. In nordöstlicher Richtung führte die Lokalbahn über Wenzenbach, Bernhardswald, Lambertsneukirchen, Rossbach-Wald, (Scheitelpunkt über 600 Meter) und Gfäll nach Falkenstein im ehemaligen Bezirksamt Roding. 

Nach dem Ortsschild von Gonnersdorf (Anfahrt von Regensburg) wird die Böhmerwaldstraße gequert. Der linksseitige Radweg führt zum gelbgetünchten Bahnhofsgebäude Wutzlhofen, das sich gegenüber dem Hotel Haslbach im selbigen Anstrich befindet.

Ab dem ehemaligen Bahnhofsgebäude Regensburg-Wutzlhofen verläuft der asphaltierte Radweg 500 Meter linksseitig entlang der Böhmerwaldstraße, bevor links in die Ladestraße abgebogen wird. Direkt nach der darauffolgenden Rechtskurve beginnt die ehemalige Bahntrasse der Lokalbahn Wutzlhofen-Falkenstein, die sich an dieser Stelle von der Bahnlinie Regensburg-Hof-Berlin gegabelt hatte. Ende 2021 wurde dieser Streckenabschnitt bis Wenzenbach asphaltiert.

Straßenquerung Gonnersdorf, Hölzlhofstraße (KM 1.5)

Freie Fahrt - Volldampf voraus - im Eisenbahnerjargon früher Jahrzehnte lang üblicher Sprachgebrauch - können sich Radfahrer gleichermaßen zu eigen machen. Los geht's im erholsamen Warm-Up-Schongang, denn bis zum Ortsende von Wenzenbach (6 km) verläuft die Trasse steigungsfrei. Mit der neuen Streckenasphaltierung nach Wenzenbach wurde der Lückenschluss einer durchgängig asphaltierten Fahrbahnoberfläche (Bild oben ist älteren Datums) bis Bernhardswald geschlossen.

Straßenquerung Gonnersdorf, Fussenberger Straße (KM 2.0) 

Nun rückt erstmals der Wenzenbach ins Blickfeld.

  Freizeitgelände - Abenteuerspielplatz Wenzenbach-Aue (Irlbach)

Am Bahnkilometerstein 2.2 kommt man am natürlichen Wasser-Abenteuerspielplatz vorbei der am renaturierten Bachverlauf - wo der Wenzenbach in engen Schleifen durch eine modellierte Wohlfühllandschaft mäandert - in der idyllischen Wenzenbach Aue angelegt wurde. 

Als einer der schönsten Spielplätze im Landkreis Regensburg - wurde sogar prämiert - genießt die große Freizeitfläche das Prädikat Generationenplatz. Die naturnahe Insellandschaft lockt zum Plaudern, Relaxen, Ausruhen oder auch für eine Brotzeit als Picknick im Grünen. Aufgrund seiner harmonisch gelungenen Einbindung in die Natur mit mäandernden Bachverlauf wurde der Abenteuer-Spielplatz 2019 als drittschönster Spielplatz des Landkreises durch das Landratsamt Regensburg gekürt. 

Das mäanderförmige zweite Bachbett mit seichten Wasserstellen ist für Kinder das höchste der Gefühle, da sie völlig gefahrlos nach Herzenslust planschen bzw. an heißen Sommertag sich abkühlen können. Wenig Wunder, dass das Dammbauen wie auch das Klettern und Balancieren an den liebevoll gestalteten Holzspielgeräten hoch im Kurs steht.

Das Naherholungsgebiet bietet neben dem Abenteuer-Spielplatz einen Bewegungs-Parcours, Volleyball- und Fußballfeld, Sitzbänke, Brotzeittische, Grill- und Feuerstellen. Auch ein mobiles Toilettenhäuschen, das regelmäßig gereinigt wird fehlt nicht. 

Nostalgisches Bahnschild erinnert an die frühere Personenhaltestelle Irlbach. Im Hintergrund der Bahnkilometerstein (KM 2.6). Zahlreiche Maßnahmen wie die renaturierte Wenzenbach-Aue, der Naturspielplatz Irlbach, der Dorfweiher in Wenzenbach samt Abenteuerspielplatz wertete die Region für Naherholung als auch für den Wasser- und Naturschutz auf. 

Straßenquerung Irlbach, Regensburger Straße (KM 3.0) 

Kurz vor Wenzenbach weist beim KM-Stein 3.4 ein auffälliges Schild auf die traditionsreiche Einkehrstelle "Radlbahnhof Hauzenstein" hin (Wiederöffnung 2022 geplant).

Der Wenzenbach

Der Wenzenbach weist eine Länge von 22 km auf, wobei er auf seiner relativ kurzen Fließstrecke ein Niveaugefälle von 165 Höhenmeter überbrückt. Bachverlauf: Wolfersdorf (Quelle 497 m Höhe) – Pettenreuth – Hauzendorf (Züchmühlbach) – Erlbach (Wolferszwingerbach) – Bernhardswald (Bachhofbächl und Wiesmühlbach) – Wenzenbach (Forstbach, Roitherauerbach und Gambach) – Irlbach (Spindelbach) – Gonnersdorf – Oberackerhof – Unterackerhof – Hölzlhof – Zeitlarn (Mündung in den Regen, 332 m Höhe).

Straßenquerung Wenzenbach, Südspange (KM 4.1) 

Straßenquerung Wenzenbach, Regensburger Straße (KM 5.0) 

Nach Passieren des ehemaligen Bahnhofs Wenzenbach, unmittelbar nach dem „Johanniter"-Gebäude erblickt man in der rund 8 900 (Stand 31.12.21) Einwohner zählenden Gemeinde Wenzenbach einen alten Prellbock. Dem Umweltbewusstsein zuliebe wurde der Wenzenbach auf 3 km Länge in seinen naturnahen Zustand zurückversetzt. Schautafeln informieren am Wegesrand über Umweltschutzmaßnahmen und die ländliche Entwicklung dieser Region.

Die Route passiert den Family Aktivpark und Wasser-Abenteuerspielplatz am Dorfweiher von Wenzenbach.

Das Erscheinungsbild des ehemals ländlich geprägten Orts Wenzenbach - gelegen im Speckgürtel von Regensburg - hat sich in den letzten Jahren gründlich gewandelt. Dazu gehört auch das auffälligste Gebäude der Gemeinde - die Pfarrkirche St. Peter - die 2003 umgebaut wurde. Die eigenwillige, moderne Pfarrkirche, die als gewaltiger Anbau von Norden her in die historisch gewachsene Ortskirche hineinragt ist vom Radweg aus sichtbar.  

Wenngleich die Stilllegung der Bahnstrecke schon Jahrzehte zurück liegt wird die Erinnerung an das Falkensteiner Bockerl in Wenzenbach aufrecht erhalten.  

  Wasser- und Abenteuerspielplatz Dorfweiher Wenzenbach

Ein weiteres Kinderparadies erwartet den Nachwuchs in Wenzenbach, wo Kinder mit dem stilisierten Falkenstein-Bockerl sowie symbolhaften Signalanlagen quasi spielerisch mit der Geschichte der Eisenbahnlinie in Berührung kommen. Inszenierungen die den Bahntrassen-Radweg signifikant aufwerten. Dies brachte auch finanzielle Vorteile für die Gemeinde mit sich, da die Fördervoraussetzung des „LEADER“-Projekts die Gestaltung des Spielplatzes mit dem Themenbezug „Bahnhof und Lokomotive“ voraussetzte.

Abgesehen vom Wasser- und Abenteuer-Spielplatz - samt Boule-Bahn - wurde am Dorfweiher von Wenzenbach ein schöner Ortsmittelpunkt geschaffen. Obendrein verfügt das Areal einen öffentlichen WLAN-Hotspot.

Geschichtlicher Rückblick: Das Alter des Dorfes Wenzenbach reicht zurück bis in die Zeit Agilofinger (554-788), wenn auch urkundliche Belege hierfür fehlen. Der Name "Wenzenbach" hieß schon im 9.Jh. "Menzinpah", was von dem Eigennamen "Menzo" (=Menzo in pah) abgeleitet ist. Im Jahr 1924 wurde die Gemeinde Schönberg amtlich in Wenzenbach umbenannt.

Möchte man sämtliche Informationsschautafeln (rund 30) auf der Wegstrecke lesen, sollte ein großzügiges Zeitfenster dafür einplanen.

Straßenquerung Wenzenbach, Schönberger Straße (KM 5.8)  

 Streckenverlauf

Bevor die sauerstoffreiche Waldpassage entlang des Wenzenbachs den Radler im grünen Dickicht der Schönberger Schlucht verschluckt, bietet sich nach Querung der Schönberger Straße am Wegesrand ein Blick auf die große Streckengraphik des »Regensburg-Falkenstein-Radwegs« an. Hierbei ist die nördliche Bogenform der Linienführung sichtbar, weswegen die Strecke 10.3 km länger ist, als die Luftlinie zwischen den früheren Bahnhöfen R-Wutzlhofen und Falkenstein. Hauptgrund für den Umweg waren die Granitsteinbrüche in Rossbach und Wald, die hohes Frachtaufkommen versprachen. Topographie und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen bestimmten haupsächlich die Routenführung. Außerdem war es bei Streckenplanungen in dünn besiedelten Gebieten damals üblich, möglichst viele Gemeindebereiche zu erschließen, auch wenn die Ortskerne mitunter beträchtlich weit vom Schienenstrang entfernt lagen. Trotz verlängerter Wege war die Eisenbahn bis zum Einsetzen des Individualverkehrs konkurenzlos das schnellste Beförderungsmittel, bevor der Siegeszug des Automobils den meisten Lokalbahnen den Todesstoß versetze.

Am Ortsende von Wenzenbach endet nach Überquerung der Schönberger Straße die 6 km lange Flachpassage (350 m. ü. NN.). 

Bevor man das gleichmässig sanfte Steigungsprofil welches seinen Scheitelpunkt nach 18 km auf der Hetzenbacher Höhe (606 m. ü. NN) erreicht in Angriff nimmt, lohnt es sich vom Sattel zu steigen. Insgesamt drei große Schautafeln informieren an der Schönberger Straße wissbegierige Bahntrassen-Radler über geschichtliche Hintergründe, über die Region und die frühere Lokalbahn. Geographisch befindet man sich an der Nahtstelle zum Vorderen Bayerischen Wald, wo das liebliche Wenzenbachtal mit dem Bergwald und schroffen Felsformationen zum Naturerlebnis verschmilzt. In der urwüchsigen Berg- und Naturlandschaft kommt der typische Bahntrassen-Charakter durch den tiefen Geländeeinschnitt den Radlern zugute, weil sich die Steigungsprozente im Rahmen halten (max. 2.5%).

Schloss Schönberg (denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 13. Jhrd.) in der Gemeinde Wenzenbach

Nur wenige hundert Meter nach der Ortschaft Wenzenbach erhascht man einen Blick auf das aufwendig restaurierte Schloss Schönberg. Parallel zum Wenzenbach radelt man durch die Schlucht Schönberg, auf dessen Bergrücken das gleichnamige Schloss Schönberg trohnt. Der Ursprung des Schloss Schönberg datiert nicht auf das Jahr 1728 wie es bisweilen nachzulesen ist, sondern im Schloss verbirgt sich eine mittelalterliche Burg, die majestätisch über dem Tal des Wenzenbachs stand. Auch wenn die Anfänge noch nicht vollends geklärt sind so lässt sich die erste Bauphase um das Jahr 1253/54 datieren (ehemaliger Besitz bayerischer Herzöge sowie des Fürsten von Thurn und Taxis).

In ehemaligem Besitz bayerischer Herzöge sowie des Fürsten von Thurn und Taxis ist es heute in Privatbesitz. Das lange vor sich hinträumende Schloss ist dank umfangreicher Sanierungsmaßnahmen vom  Dornrösschenschlaf wiedererwacht und erfreut den Betrachter mit majestätischem Antlitz. Der mondäne Anblick des z.T. 800 Jahre alten Schlosses zieht den Betrachter unweigerlich in den Bann. Eine Schautafel informiert über das denkmalgeschützte Bauwerk.

Bis zur Gemeinde Bernhardswald ist die Strecke weiterhin asphaltiert. Streckencharakteristik, Landschaftsbild und Geländeform ändern sich abrupt. Das ausladende Tal des Wenzenbachs – welches sowohl dem Regen- wie dem Donautal zugerechnet wird - verjüngt sich in eine dicht bewaldete, eng eingeschnittene Wald- und Felsenlandschaft. Bürgermeister Xaver Graf aus Hauzendorf erinnert sich wehmütig an die Dampfnostalgie zurück: „Wenn man aus Wenzenbach heraus durch´s Felsental fuhr, war das herrlich, richtig abenteuerlich“. Nicht anders ergeht es heute den Radfahrern, die sich durch einstmals unzugängliche Schlucht leichtfüßig nach oben schrauben.   

Wer seinen Tacho/GPS-Gerät am Bahnhofsgebäude Wutzlhofen genullt hat, dessen zurückgelegte Distanzangabe stimmt mit der Eisenbahnkilometrierung überein. In Richtung Falkenstein zeigt die Kilometrierung die Entfernung vom Startpunkt (zurückgelegte Distanz) an. In entgegengesetzter Richtung wird hingegen die Entfernung zum Ziel Gonnersdorf angezeigt. Daher weisen die Kilometersteine auf beiden Seiten dieselbe Entfernungsangabe auf. 

Kurz vor einer Fels-Gedenktafel wird die längste Brücke (ca. 18 m) der ehemaligen Bahnstrecke überquert. 

Nach 6.8 km sollte man die beachtenswerte Fels-Gedenktafel nicht übersehen, die in mehreren Metern Höhe auf den Betrieb der Lokalbahn Wutzlhofen – Falkenstein (1913 – 1985) hinweist. Die Felsdurchbrüche der ehemaligen Bahnstrecke lassen nur ansatzweise erahnen, welche körperlichen Kraftanstrengungen der Bahnstreckenbau den Menschen ohne Maschineneinsatz damals abverlangte. Die reizvolle Bach- und Hügellandschaft mit seinen Granitblöcken und dem Steinmeer des Naturparks des Vorderen Bayerischen Waldes sind in diesem ansonst schwer zugänglichen Bereich sehr beeindruckend. 

Ein schöner Rastplatz im Grünen - umgeben von Wald, Wiesen und dem plätschernden Wenzenbach. Dieses Kleinod motivierte die Künstlerin Renate Christin und 15 Kinder, hier eine einmalig schöne Raststelle zu schaffen. Ein Erfrischungssteinbecken sorgt an heißen Sommertagen für wohltuende Kühlung (kein Trinkwasser). 

Straßenquerung Bernhardswald, Bahnhofstraße (KM 9.0) 

Nach Überquerung der Straße taucht schräg versetzt die ehemalige Bahnhaltestelle Bernhardswald (395 m. ü. NN.) auf. Das frühere Bahnhofsgelände bot genügend Fläche, hier einen großzügig ausgebauten Rastplatz mit Wetterschutz und Informationsschautafeln zu platzieren. Fortan radelt man wieder auf unasphaltierter Fahrbahn - quer durch sattgrüne Wald-, Wiesen- und Teichlandschaft - zum 5 km entfernten Hauzendorf.  

Alsbald wird die ehemalige Bahnhaltestelle des 160 Einwohner zählenden Weilers Erlbach (422 m. ü. NN) passiert, an dessen vormaligem Bahnhofsareal ebenfalls ein großzügiger Rastplatz mit überdachtem Pavillon errichtet wurde. Nur wenige Meter von der Route gelegen kredenzt eine Gaststätte deftige Hausmannskost.

Straßenquerung Erlbach "Zum Stillen Tal" (KM 12.2) 

Hinweisschilder zum „Radlbahnhof Hauzendorf" (422 m. ü. NN.) schüren die Vorfreude auf einen erholsamen Einkehrschwung, was unterschwellig ein Hunger- und Durstgefühl fördert. Dank des urigen Biergartens und der liebevollen Einrichtung zählt dieser Gastrobetrieb zum beliebten Einkehr-Treffpunkt. Kein Wunder, denn beschattet von Ahorn- und Eichenbäumen, munden Brotzeit und Getränke in bayerische-traditioneller Atmosphäre richtig gut. Kaum vorstellbar, dass sich früher an dieser Stelle eine große Viehumladestation befand.

Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude wurde Anfang der Neunziger Jahre innen wie außen komplett restauriert. Vom früheren Eigentümer, der die  Ausflugsgaststätte mit Biergarten mit viel Leidenschaft bewirtschaftete, gab es frisch gebackenes Brot aus dem Brotbackofen. Aus selbst hergestelltem Brotteig nach Hausmacherrezept wurden Laibe geformt und im Holzofen knusprig gebacken. Aus Altersgründen begaben sich er und seine Frau Josefa Forster vor einigen Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Zwischenzeitlich erwarb die Gemeinde Bernhardswald das historische Gebäude und lässt es derzeit sanieren. Nach gründlicher Sanierung ist die Wiedereröffnung im Sommer 2023 geplant. 

 Bahnhofsgebäude Hauzendorf

70 Jahre lang fuhr das „Bockerl“ bzw. Schienenbusse von Regensburg nach Falkenstein. Mit der Sonderfahrt eines knallroten Schienenbusses ging die Ära dieser traditionsreichen Eisenbahnstrecke 1985 zu Ende. Das bedeutete auch das Aus für den kleinen Bahnhof in Hauzendorf bei Bernhardswald im östlichen Landkreis Regensburg. Das arg herunter gekommene Gebäude mit Warteraum und Verladerampe wurde danach von Josefa Forster zu neuem Leben erweckt. Mit der Hauzendorfer Einkehrstation - dem „Radlbahnhof“ erhielt einer der schönsten Bahntrassen-Radwege Deutschlands ein stilvolles Ausflugslokal.



Das Gebäude wurde im Jahr 1913 als Bahnhof errichtet, welches für Hauzendorf in der Gegenwart eine wichtige kulturhistorische Bedeutung inne hat. Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Austausch von Gütern und der Transport von Personen erheblich erleichtert, was infolgedessen das Leben der ansässigen Menschen auf dem Land gravierend änderte. So löste der Bau der Bahnstrecke einen wirtschaftlichen Aufschwung sowohl in der Altgemeinde als auch in der gesamten Vorwald-Region aus. Zudem stellt die Holzkonstruktion mit Walmdach eine außergewöhnliche Besonderheit dar, da Bahnhofsgebäude in der damaligen Zeit in der Regel in Massivbauweise errichtet wurden.

Straßenquerung Hauzendorf, Ortsstraße (KM 13.7) 

Auch wenn das Steigungsniveau ins 5 km entfernte Lambertsneukirchen leicht ansteigt (max. 3 %), macht der asphaltierte Belag den erhöhten Rollwiderstand fast wieder wett. Bis zur Hetzenbacher Höhe wird nun der Löwenanteil der Höhenmeter überwunden. 

Straßenquerung Lambertsneukirchen, Talstraße (KM 16.2) 

Eisenbahn-Museumspark

In Lambertsneukirchen wurde auf Privatinitiative von A. Fuchsstadt und J. Janker hin, in liebevoller Detailarbeit ein kleiner Eisenbahn-Museumspark errichtet. Nostalgische Eisenbahnrelikte wie Signale, Räder, Granitschwellenblöcke, Zettelhalter, Signaltafeln und Gleisanlage mit Schotterunterbau erinnern an die ereignisreiche „Eisenbahn-Epoche“. Hinzu kommen Schautafeln, die über Geschichte sowie Begebenheiten der Örtlichkeit informieren.

Der schön gelegene Rastplatz in Lambertsneukirchen ist nach Wenzenbach die zweite themenbezogene Erlebnisstation, die zum Innehalten einlädt. Sie bietet nicht nur interessante Einblicke über die damaligen Lokalbahn sondern führt Kinder durch Inszenierung der Eisenbahn-Epoche spielerisch zu dem Thema hin.

 Fundierte Einblicke in die Geschichte der Bahnstrecke Wutzelhofen-Falkenstein mit einzigartigen Archivbildern bietet die Website Falkensteiner Bockerl

A. Fuchsstadt erinnert in seiner Niederschrift: "Ich habe Bedenken über die Natur die durch die Kräfte Gottes geschaffen wurde. Aber ich glaube, so wie bisher geht's nicht mehr weiter. Wir müssen umdenken. Die Natur spielt das alles nicht mehr mit. Sie wehrt sich, drum halte auch du sie ein bischen sauber . Lieber Radler sie dankt es dir bestimmt. 1.01.1990"

Die aussichtsreichen Höhenzüge erlauben zunehmend beeindruckende Fernblicke. Rastbank-Inschriften aus dem Jahr 1989 in Oberpfälzer Mundart regen zum Schmunzeln an. „Geht scho besser“, bzw. „Helftsma af Roschbo“ zeugen von körperlicher Anstrengung. Wer dem hiesigen Dialekt nicht mächtig ist: Der Spruch bedeutet soviel wie: „helft mir nach Rossbach hinauf“. 

Nostalgische Rundbogenbrücken erinnern an die verblichene Eisenbahn-Vergangenheit. 

Dem Landschaftsschutz zuliebe wechselt der asphaltierte Streckenoberflächenbelag kurz vor der Landkreisgrenze nahe eines Unterstellpavillons bis nach Falkenstein auf eine wassergebundene Fahrbahnoberfläche. Laufende Instandhaltungsmaßnahmen gewährleisten gleichwohl einen ausgezeichneten Wegezustand, wenngleich sich bei Nässe der Rollwiderstand geringfügig erhöht. 

Wappenschilder zeigen die Landkreisgrenze (KM 19) an. Ferienregion Regensburg ade, willkommen im Landkreis Cham. Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald. ist mit einer Fläche von 1521 km² der fünftgrößte Landkreis in Bayern.

In entgegengesetzter Fahrtrichtung taucht man in den Landkreis Regensburg - respektive Ferienregion Regensburger Land ein.

Straßenquerung Rossbach, Nittenauer Straße (KM 20.8) 

Selbst ohne Tacho bzw. GPS-Gerät lässt die Beschilderung mit Entfernungsangaben samt Bahnkilometersteine (Distanz von/nach Wutzelhofen) keine Orientierungsprobleme aufkommen. 

Kurz vor Rossbach (KM 20.5) befindet sich ein Kinderspielplatz. Nach der Überquerung der Nittenauer Straße verlocken Rastplatz und Informationstafeln zum Absteigen. Das bisherige Steigungsniveau geht Richtung Hetzenbacher Höhe in eine erholsame Flachpassage über.  

Rastplatz in Rossbach. 

In Rossbach, 560 m. ü. NN. besteht sowohl Einkehr- als auch Einkaufsmöglichkeit (Lebensmittelmarkt). Ein Rastplatz und Informationstafeln verlocken zu einem Päuschen und Durchschnaufen, denn das Groß der Höhendifferenz ist überwunden. Nach inzwischen 300 Höhenmetern seit Tourbeginn flacht das Steigungsniveau merklich ab. 

Zumindest wer ohne Akku-Unterstützung als "Biobiker" unterwegs ist, nimmt die Abflachung des Streckenprofils wohltuend wahr. 

Zwischen den Orten Rossbach und Wald (KM 21) zweigt links eine ausgeschilderte Verbindungsachse ins Regental ab (Rückfahrt via Regental-Radweg) ab. Nur 150 m vom Verzweigungspunkt entfernt, befindet sich ein Kinderspielplatz der von der Bahntrassenroute her nicht einsehbar ist.


  
Rundtourvariante ins Regental (67 km / 390 hm)

Bei KM 21 zweigt zwischen Rossbach und Wald (580 m.ü.NN.) eine ausgeschilderte 6 km lange Verbindungsspange ins Regental ab (350 m.ü.NN.). Herrliche Aussicht und eine berauschende Abfahrt z.T. auf befestigten Wald- und Wiesenpfaden kennzeichnen den Streckenabschnitt. In einer Talsenke befindet sich auf halbem Weg nach Überquerung einer Bachfurt am Waldrand ein Wetterschutz-Pavillon. Nach zwei kurzen Gegensteigungen (25 hm) und Gefällpassagen mündet man bei Tiefenbach in den Regental-Radweg bzw. Fernradweg München-Regensburg-Pragein. Via Nittenau-Mariental-Regenstauf nach Regensburg/Reinhausen sind es 39 km, woraus sich eine Gesamtdistanz von 67 km / 390 hm ergibt. In gemächlichem Genussradlertempo ist die Strecke in etwa 4-5 Stunden (reine Fahrzeit) gut zu bewältigen, zumal man sich im flachen Regental sprichwörtlich kein Bein ausreißt.

Wird die Rundtour im Uhrzeigersinn befahren, sieht sich ab Tiefenbach mit 15 %- Steigungen konfrontiert (270 hm) um vom Regental die Höhen des Bayerischen Vorwalds (Anschluss Regensburg-Falkenstein-Radweg). 

Alternative: In östlicher Fahrtrichtung führt der Regental-Radweg vom Einmündungspunkt in Tiefenbach via Roding - Cham (33 km) - Viechtach - Regen nach Bayerisch Eisenstein. 

Straßenquerung Wald, Bahnhofstraße (KM 21.2); KM 22 Wutzldorfer Straße 

Themenbezogene Erlebnisstation Hirschenbühl

Straßenquerung Hirschenbühl, Rodinger Straße (KM 23.5) 

Der idyllisch gelegene Rastplatz Hirschenbühl nahe Hetzenist nach Wenzenbach und Lambertsneukirchen die dritte themenbezogene Erlebnisstation, die ebenfalls zum Innehalten einlädt. 

Hirschenbühl ist ein Ortsteil des Ortes Wald. Am Scheitelpunkt der Strecke befindet sich ein wettergeschützter Unterstellpavillon, ein Rastplatz mit Informationstafeln sowie ein <fitalPARC> samt Kinderspielplatz. Die Hetzenbacher-Höhe markiert den Streckenzenit des Bahntrassen-Radwegs (609 m. ü. M.) und zugleich die Wasserscheide von Donau und Regen.

 TRANS BAYERWALD Quereinstieg: Etappe 3 Richtung Stamsried (ca. 43 km/800 hm). Abzweig links entlang der Rodinger- und Regensburger Straße 1 km nach Hetzenbach (von dort Ausschilderung/GPX-Track folgen). 

Im schattigen Wald befinden sich für Kids weitere Übungsgeräte. Kinder können auf dem weitläufigen Areal ihrem Spiel- und Bewegungsdrang freien Lauf lassen. 

Nach der 18 km langen Steigungsphase zur Hetzenbacher Höhe (616 m. ü. M.) wird die anschließende sanfte Gefällpassage umso mehr mit Genugtung wahrgenommen. Der kurvige Verlauf durch die urwüchsige Wald- Moor- und Teichlandschaft macht den Schlussabschnitt zum echten Radlergenuss.

Das bekannte „Steinmeer des Naturparkes Vorderer Bayerischer Wald zeigt sich in voller Naturpracht. Geheimnisvoll und wuchtig tritt das Granitgestein am Wegesrand hervor. Inmitten von Wiesen, Äckern und Wäldern liegen mystische Felsen wie Kissen, Matratzen oder Säcke ungeordnet umher. Kein Wunder, dass sich Sagen über die bizarren Erscheinungen ranken. Geologisch betrachtet entstanden die Gesteinsformen durch eine sogenannte Wollsackverwitterung im Laufe vieler Millionen Jahre, die das harte Granitgestein freistellte und ehemals scharfe Kanten abrundete.

Nun wechseln sich prächtige Mischwälder, teils von Granitblöcken übersäten Hängen, Wiesentäler und Teiche ab. Die frei gewordene Fläche des ehemaligen Bahnhofsareals Schillertswiesen bietet neben der kleinen Kapelle St. Wolfgang (KM 29.1) eine angenehme Rastmöglichkeit. Zum (Genuss-) Radfahren ist die sanft gewellte Hügellandschaft geradezu prädestiniert.

Weiter geht es nach Gfäll, (KM 31); 600 m ü. NN.) wo auf der rechten Seite das privatisierte Bahnhofgebäude auffällt. Ehemals war diese Station eine wichtige Verladestelle für Vieh und Waldfrüchte. Nach Regensburg-Wutzlhofen und Hauzendorf ist es das 3. Bahnhofsgebäude, das gegenwärtig noch existiert. Im Ort gibt es ein Gasthaus. Nun folgt eine leicht abschüssige Abfahrt, die von einer Baumgalerie umsäumt reines Fahrvergnügen verspricht. 

 Rundtourvariante ins Donautal (67 km / 600 hm)

Wird die Tour entgegengesetzt des Uhrzeigersinns befahren, geht's nach 24 km Flachstrecke ab dem Höllbachtal-Abzweig ans Eingemachte. Jene Höhendifferenz die der Falkenstein-Radweg auf 19 km Länge gleichmäßig überwindet, konzentriert sich in dieser Passage auf zwei rampige Anstiege mit bis zu 20 % Steigung. Als Lohn schweißtreibender Mühe genießt man im Schlussdrittel den herrlichen Bergab-Modus des entspannenden Bahntrassen-Radwegs.

Das sanft wellige Streckenprofil in der wildromantischen Landschaft lässt keine Langeweile aufkommen. Letztmalig ist vor dem Ziel noch eine kleine Welle zu nehmen. Jetzt heißt es nochmals tief Luft holen um die finalen 33 Höhenmeter (1%) bis zur Rundbogenbrücke - dem zweithöchsten Scheitelpunkt - zu überwinden (605 m. ü. NN.), bevor sich auf rasanter Abfahrt der Wald lichtet und den Blick auf das sagenhaft in die Naturlandschaft eingebettete Falkenstein freigibt.

Wie ein dramaturgisches Drehbuch, hebt sich der „Vorhang“ erst 1 km vor dem Ziel und gibt nach der Waldpassage sein gut gehütetes Geheimnis frei. Allein der Moment, wenn der imposante Blick auf Falkenstein und dessen majestätisch thronende Burg sich dem Betrachter öffnet, macht mit einem Schlag alle körperliche Anstrengung vergessen. 

Es verstand sich von selbst in dieser außergewöhnlich reizvollen Lage einen Picknickplatz zu errichten. Das eindrucksvolle Panorama des Schlossbergs mit seiner historischen Burg sowie des idyllischen Marktfleckens Falkenstein ist ein begehrtes Fotomotiv. In der Ferne ist die Wallfahrtskirche Marienstein erkennbar. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass am Unterstellpavillon der Goldsteig-Qualitäts-Wanderweg nach Brennberg abzweigt. 

Ein wenig Zeit sollte man sich schon nehmen, an diesem Aussichtspunkt zu verweilen. Das Ziel vor Augen ist der Zeitpunkt gekommen, die anmutende Landschaft und den reizvollen Ortsanblick zu genießen und das Erlebte in Ruhe sacken zu lassen. 

Ein abschließendes 10% Gefälle führt zum offiziellen Bahntrassenende an der Regensburger Hauptstraße.

Im Bild links die Regensburger Straße, rechts der Bahntrassen-Radweg (Start/Ziel) in Falkenstein. Beide Wegweiser deuten auf die identische Streckenführung des »Regensburg-Falkenstein-Radweg« und der TRANS BAYERWALD hin (bis Schillertswiesen).

Bei der Einmündung in die Regensburger Straße ist Vorsicht geboten (KM 36)

Die Regensburger Straße führt vom Bahntrassen-Ende zum Marktplatz Falkenstein, wo an der Einmündung in die Krankenhausstraße eine große Radwegenetz-Infoschautafel steht. Gasthöfe, Cafes mit Freisitzen oder auch die Burggastätte laden zur Einkehr ein, um verstoffwechselte Kohlenhydrate wieder aufzuladen.