• 26. Pirker Grenzerfahrung • 11. August 2024
    © Bayernbike
  • 17. Welt-Kult-Tour • 8. September 2024
    © Bayernbike
  • 17. Welt-Kult-Tour • 8. September 2024
    © Bayernbike

»Radfernweg Bayern-Böhmen«

Erwiesenermaßen wirken Genussradtouren durch anmutende Naturlandschaften wie eine Frischzellenkur auf Körper, Geist und Seele. Werden unbekannte Ferienregionen erkundet, bei denen gemütlicher Fahrspaß, Entspannung und kulinarische Genüsse nicht zu kurz kommen, darf sich einem unvergesslichen Radurlaub sicher sein. 

Angesichts der Coronavirus-Krise ist ein beispielloser Trend zum "Urlaub daheim" entbrannt. Absolut verständlich, da das Heimatland als sicherste Option für eine unbeschwerte Ferienzeit gilt und zudem mit phantastischen Urlaubszielen lockt. Während angesagte Urlaubsregionen allerdings unter dem Ansturm des Massentourismus leiden, verlieren sich anderswo Feriengäste in den Weiten unberührter Natur. Dabei spricht vieles dafür, sich auf spannende (Ab)wege zu begeben, um unentdecktes "Neuland" zu betreten - sprich sich auf Unbekanntes einzulassen. Nachdem den Deutschen das Etikett des Reiseweltmeisters anhaftet wäre es - nicht allein der COVID 19 Pandemie wegen - an der Zeit beschauliche Landstriche im Heimatland zu inspizieren. Mit dem 525 km langen »Radfernweg Bayern-Böhmen« stellen wir eine Route abseits von einschlägig bekannten Radwege-Klassikern bzw. überlaufenen Tourismusregionen vor die großteils auf unbekannten Radwegen verläuft. Dies allein macht ihn zum echten Geheimtipp. Der »Radfernweg Bayern-Böhmen« bietet reichlich Gelegenheit, sich von der sanft kupierten Hügellandschaft verzaubern zu lassen, verschwiegene Orte kennen zu lernen und in urigen Gasthöfen bzw. lauschigen Biergärten der regionaltypischen Kulinarik genüsslich zu frönen. Mit anderen Worten: der »Radfernweg Bayern-Böhmen« bietet ideale Voraussetzungen, entschleunigt die Kurbel zu schwingen, dabei viel Geschichtsträchtiges zu erfahren und durch energetische Naturerlebnisse frische Kräfte zu schöpfen welche den Weg zur inneren Balance ebnen. 

Der EUREGIO-EGRENSIS-Fernradweg durchquert auf seiner 525 km langen Wegstrecke weite Teile der Oberpfalz sowie das Fichtelgebirge (Oberfranken) in Nordost-Bayern, und verläuft grenzüberschreitend knapp 100 Kilometer durch die Verwaltungsregion Plzenský kraj in Westböhmen (CZ). Anstatt mit schrillen Sensationen aufzutrumpfen beeindruckt die Fernroute fern von Hektik, Verkehrslärm und Touristentrubel eher mit "leiseren Tönen" durch unberührte Naturpassagen. Auch eher unscheinbar wirkende Landschaftsformen entwickeln ihre ganz besonderen Reize. Abgesehen davon bieten die Höhenlagen des Fichtelgebirges, der Oberpfalz und des Böhmischen Waldes herrliche Panoramablicke. Dazu liegt eine Reihe historischer Städte, Burgen, Schlösser, Wallfahrtskirchen und Burgruinen wie Perlen an einer Kette aneinandergereiht am Wegesrand. Manche Orte konnten ihre historischen Marktplätze und Bausubstanz klassischer Bürgerhäuser bewahren. Darüber hinaus hat sich eine preisgünstige und vielseitige Gastronomie und Hotellerie entwickelt, die für das leibliche Wohl einkehrender Radler sorgt. Wie bei Rundtouren üblich ist der Start- und Zielpunkt beliebig wählbar, wobei die Fahrtrichtung aus topographischen Gründen entgegengesetzt des Uhrzeigersinns geboten erscheint.

Über das leibliche Wohl braucht man sich auf dieser Fernroute am allerwenigsten einen Kopf zu machen, denn lokale Einflüsse in den jeweiligen Örtlichkeiten bieten für den Geschmackssinn abwechslungsreiche Hochgenüsse. Kurzum: Naturgenuss gepaart mit dem Streifzug durch die kulinarische Vielfalt der Oberpfalz, Oberfrankens und Böhmens verleiht der mehrtägigen Etappenfahrt letzten Endes eine unvergleichliche Note. Einzigartig ist zum Beispiel der Zoigl, das mittelalterliche Craft Beer, das bis heute von Hand hergestellt und in der nördlichen Oberpfalz in gemütlicher Atmosphäre zusammen mit deftigen Brotzeiten serviert wird. Bekannt ist die Region auch für seine feinen Fisch-Spezialitäten. Eine originelle Süßspeisen-Spezialität - die "Fichtelgebirgs-Pumpernickel" - wird in Marktredwitz hergestellt.

In Böhmen bildet der Schweinsbraten die Grundlage für das tschechische Nationalgericht: „Schweinefleisch-Knödel-Kraut“. Wer hungrig vom Sattel steigt, darf sich auf schmackhaft Böhmische Semmelknödel und Sauerkraut oder frisch gekochtes Kraut mit Speckwürfeln und Kümmel - samt tschechischem "Pivo" wie einem Budweiser oder Pilsener freuen. Vom günstigen Preisniveau ist natürlich jeder Radler mit entsprechend hohem Leistungsumsatz umso mehr amused.