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Lamer-Winkel-Arber-Radweg - Alles. Außer gewöhnlich
Lamer-Winkel-Arber-Radweg
Streckendaten
Ausgangspunkt: Miltach (Meereshöhe: 381 m)
Endpunkt: Bayerisch Eisenstein (724 m ü.NN.)
Streckenlänge: 50 km
Höhenmeter: 1203 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Höhenmeter: 829 hm (entgegengesetzte Fahrtrichtung)
Eckdaten
- Streckenhochpunkt Brennessattel, 1.049 m ü.NHN.
- Streckentiefpunkt Miltach 395 m ü.NHN.
- ≈ 20 % Schotteranteil - schwerpunktmäßig Brennes (Anstieg/Abfahrt)
-
↑ ≈ 861 Höhenmeter (laut Google-Maps)
• Streckenverlauf: Miltach → Bad Kötzting → Grafenwiesen → Hohenwarth → Arrach → Lam → Lohberghütte → Mooshütte → Brennes → Bayerisch Eisenstein
• Radgattungsempfehlung: Tourenbike, Trekkingbike, Gravelbike, Mountainbike, ebike
Attraktionen / Sehenswürdigkeiten
- Schloss Miltach; renoviertes Bahnhofscafé & umgebauter Speisewagon
- Mündungstelle Weißer Regen → Schwarzer Regen (KM 5)
- Blaibacher See (KM 5)
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Greifvogelpark Grafenwiesen (KM 12)
-
Zündholzmuseum Grafenwiesen (KM 15.0)
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Seepark Arrach (KM 26)
-
Drexler-Hof - Bayerwald-Handwerksmuseum Arrach (KM 26)
-
Bayerwald-Tierpark Lohberg (KM 33.5)
-
Naturparkwelten, Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein (KM 49.5)
Abstecher
-
Abstecher Wallfahrtskirche Weissenregen / Berggasthof (Umweg 1 km) - Abzweig KM 9
-
Naturbad „Huber Weiher” mit Kneippanlage, Lohberg (Umweg 2 km) - Abzweig KM 34
-
Glashütte Alte Kirche (Lohberg)
-
Kleiner Arbersee (Umweg 2 km) - Abzweig KM 38
-
Hindenburgkanzel, 1.062 m ü.NHN. (Umweg 2 km) - Abzweig KM 42
-
Großer Arber (Bikepark am Thurnhofhang) - Brennes-Talstation 1.6 km (Abzweig KM 42)
Gastronomie
- Startort Miltach
- Blaibach, KM 3.0
- Blaibacher See, KM 5.0
- Bad Kötzting, KM 9.0
- Hohenwarth, KM 20.0
- Arrach, KM 25.5
- Lam, KM 29.0
- Mooshütte, KM 40.0
- Brennessattel, KM 42.0
- Zielort Bayerisch Eisenstein, KM 49.0
Badeseen / Freibäder
- Blaibacher See
- Kneipp-Heilbad Bad Kötzting
- Freibad Grafenwiesen
- Seebad Arrach
- Osserbad Lam
- Naturbad „Huber Weiher”, Lohberg (1 km)
Flußquerungen (Weißer Regen)
- Kraftwerk Pulling, KM 5.1
- Ortsbeginn Bad Kötzting, KM 7.3
- Vor Rechtsabzweig nach Grafenwiesen, KM 14.2
- Nach Bahnhaltepunkt Watzlsteg, KM 16.7
- Hohenwarth, Bahnhofstraße, KM 19.3
- Lam, nach Überquerung der Arracher Straße (Ampelkreuzung), KM 29.4
- Ortsende Lam, Aubachweg, KM 31
- Grünwies, KM 34.5
- Triftsteig am Weißen Regen, KM 36.9 (Mündung Ebenbach)
- Nach Linksabzweig von der Arberseestraße in geschotterten Forstweg Richtung Mooshütte, KM 37.8
E-Bike Ladestationen
e-Bike Ladestation Enoteca Lucca
Steinstr. 19
93476 Blaibach
geöffnet zu den Öffnungszeiten des Restaurants
Kostenlose eBike Ladestation
Kirchplatz 6
93476 Blaibach
E-Bike Ladestation beim Kur- und Gästeservice Bad Kötzting
Bahnhofstr. 15
93444 Bad Kötzting
Ladesäulen stehen für Ladevorgänge an 24 Stunden/7 Tagen zur Verfügung
E-Bike Ladestation am Platz vor St. Veit
Marktstr. 28
93444 Bad Kötzting
Ladesäulen stehen für Ladevorgänge an 24 Stunden/7 Tagen zur Verfügung
Kostenlose eBike Akku-Ladestation bei Maria's REWE
Gewerbepark 1
93474 Arrach
Kostenlose eBike Akku-Ladestation am Seepark Arrach
Seepark 1
93474 Arrach
Kostenlose eBike Akku-Ladestation beim Kolmsteiner Hof
Kreuzwegstraße 9
93474 Arrach
E-Bike Ladestation Osserbad Lam
Ginglmühler Weg 25
93462 Lam
E-Bike Ladestation Tourist-Info Lam
Marktplatz 1
93462 Lam
Der Lamer Winkel-Arber-Radweg verläuft auf asphaltierten Radwegen, schwach befahrenen Nebenstraßen und einer ca. 10 km langen Schotterpassage im Gebiet des Brennessattels. Anfangs ist die Tour zwischen Miltach und Bad Kötzting steigungsfrei, worauf bis Lam ein hügeliger Abschnitt folgt. Der 8 km lange Anstieg (gerechnet ab Lohberghütte) zum Brennessattel am Fuß des Großen Arbers läutet das sogenannte "Grand Finale" ein, dessen Schlussakt bis zum Scheitelpunkt fast 500 Höhenmeter abverlangt, was zumindest für "Biobiker" ohne Elektroantrieb eine knackige Ansage ist. Als Lohn der Mühe schließt sich eine berauschende Abfahrt (5 km) nach Bayerisch Eisenstein an, bei der das Höhenlevel um 380 Meter absinkt. Der breite, hindernisfreie Forstweg lässt sich gut befahren, gleichwohl ist bei der Schotterabfahrt mit bis zu 15% Gefälle erhöhte Vorsicht geboten. Die Streckencharakteristik setzt sich demnach aus einer familiengeeigneten Flachetappe bis Bad Kötzting, einer welligen Hügellandschaft bis Lohberghütte, und einem bergigen Gelände im Arbergebiet zusammen.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Vorfreude auf den Lamer-Winkel-Arber-Radweg ist mehr als berechtigt, verheißt die abwechslungsreiche Bayerwaldtour doch jede Menge Fahrspaß, birgt reizvolles Erlebnispotential und hält am Wegesrand die eine oder andere Überraschung parat. Allein das Momentum beim Galaanblick des „König des Bayerischen Waldes“, dem Großen Arber - höchster bayerischer Berg außerhalb der Alpen - macht die Kraftanstrengung des knackigen Schlussanstiegs mehr als wett.

Foto: Der Lamer-Winkel-Arber-Radweg nimmt in Miltach bei der Fahrradbrücke - die u.a. der Regental-Radweg quert - seinen Ausgang. Überdies wird der Radverkehrsknotenpunkt auch vom Donau-Regen-Radweg tangiert.
Kurzportrait
Der Lamer-Winkel-Arber-Radweg startet am Radverkehrsknotenpunkt in Miltach im Landreis Cham, passiert den Blaibacher See, verläuft durch das Kötztinger Land und den Lamer Winkel bevor die Strecke über das Hochplateau des Brennessattels führt und anschließend am Bayerisch Eisensteiner Grenzbahnhof im Arberland (Ldkrs. Regen) endet. Die Marktgemeinde Lam ist mit rund 2.600 Einwohnern die größte Ortschaft, die mit den Gemeinden Lohberg und Arrach am Weißen Regen die Urlaubsregion Lamer Winkel bilden. Eingebettet zwischen dem Kaitersberg, Hoher Bogen, Großer und Kleiner Osser und Großen Arber liegt einem eine beeindruckende Mittelgebirgslandschaft zu Füßen, deren ursprünglich gebliebene Naturkulisse die Sinne auf Trab hält und immer wieder von Neuem zu begeistern vermag. Erfreulich ist, dass die Route teilweise über Schotter-, Wald- und Forstwege verläuft, weswegen sich nicht minder auch Gravelbiker, Mountaibiker und e-Mountainbiker angesprochen fühlen dürfen.

Der Löwenanteil des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs verläuft durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald im Landkreis Cham (42 km ≈ 84%), währenddessen der Brennessattel 8 km vor dem Zielort die Landkreisgrenze zum 'Arberland' im Landkreis Regen bildet. Die Tour setzt sich aus asphaltierten Radwegen, wenig befahrenen Nebenstraßen sowie verborgenen Wald- und Schotterwegen zusammen. Sie führt von Miltach bis zum Kraftwerk Pulling an der Staumauer des Blaibacher Sees - der vom Schwarzen Regen durchflossen wird - 5 km dem Regen entlang, folgt dann in einer Nordost-Schleife dem Weißen Regen bis unterhalb des Quellgebiets und trifft abschließend in Bayerisch-Eisenstein auf den Großen Regen. So betrachtet bleibt dem Radler also nur der Kleine Regen (Quellfluss) verborgen, der im Nationalpark Šumava bzw. im Rachelwald entspringt und sich in Zwiesel mit dem Großen Regen zum Schwarzen Regen vereinigt. Der Steigungsschwerpunkt mit rund 460 Höhenmeter liegt zwischen Lohberghütte und dem Brennessattel am Fuß des Großen Arbers, der nach dem Verlassen der Arberseestraße (KM 38) bis zur Einmündung in die Hauptstraße #2154 Richtung Brennes 4.2 km geschottert ist. Der Lamer-Winkel-Arber-Radweg ist bis Lam (29.5 km) familiengeeignet, während der Schlussabschnitt entweder gute Kondition abverlangt oder im Zweifel ein ebike erforderlich macht.

Foto: denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke kurz vor dem Blaibacher See
Der Lamer Winkel-Arber-Radweg lässt sich seinem unsteten Streckenprofil wegen in drei Schwierigkeitskategorien einteilen: leicht, mittelschwer und anspruchsvoll. Bis zur Marktgemeinde Lam fallen nur gelegentliche, moderate Steigungen ins Gewicht. Im "Anflug" auf das Gebirgsmassiv des Großen Arbers wird die Strecke ab Lohberghütte zunehmend bergiger. Das anspruchsvolle Profil fordert von sogenannten "Biobikern" bis zum Brennessattel eine gewisse Portion Leidensfähigkeit ab was Leistungsschwächeren wiederum nahelegt ein ebike zu wählen, damit der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleibt.
Das E-Bike - In vielerlei Hinsicht ein echter Gamechanger
Glücklicherweise gleicht die Akku-Unterstützung von ebikes konditionelle Schwächen, altersbedingte Leistungseinbußen oder gesundheitliche Einschränkungen aus, womit selbst kupierte Streckenprofile ihren Schrecken verlieren. Dank kraftsparender Fahrweise stellen Anstiege mit dosierbarer Motorunterstützung keine ernstzunehmenden Hindernisse - sprich Ausschlusskriterium - mehr dar, d.h. jedem Zweiradfan steht die Fahrt durch den schönen Lamer Winkel bzw. Arberland nahezu "barrierefrei" offen. Das E-Bike fungiert als wahrer "Gamechanger", dessen technologischer Fortschritt neue Zielgruppen erschließt. Für untrainiertere Personen- ebenso wie für Senioren - erweitert sich der Aktionsradius deutlich. Zudem kann hügeliges (Mittelgebirgs-) Terrain oder höhergelegene Aussichtspunkte bedenkenlos in die Tourplanung mit einbezogen werden. Aus diesem Grund beziehen sich Schwierigkeitsangaben nicht auf ebiker, sondern ausschließlich auf sogenannte 'Biobiker' ohne "e", denen eine höhere Leidensfähigkeit nachgesagt wird.
Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Reichweite: Akkukapazität, Gewicht (Fahrer, Rad, Gepäck), Außentemperatur), Fahrstil (Unterstützungsstufe), Topgraphie (flach/hügelig/bergig), Bodenbeschaffenheit und Gegenwind. Eine ökonomische Fahrweise (ECO-Stufe) - verbunden mit optimalem Reifenluftdruck (steht auf der Reifenflanke) und höherer Trittfrequenz (60-70 Umdrehungen pro Minute) - steigert die Reichweite.
Am Rande bemerkt: der Weiße Regen wird insgesamt zehnmal überquert. Die erste Flussquerung erfolgt beim Kraftwerk Pulling (KM 5.0), die letzte beim direkt beim Beginn des langen Schotteraufstiegs (KM 38) im Quellgebiet des Großen Arbers.

Foto: Lam ist auch Etappenort der beliebten TRANS BAYERWALD (Nordroute, Etappe 6+7). Die Marktgemeinde in idyllischer Lage am Fuß des Ossers (1.293 m ü.NN.) zieht Tourenradler, Rennradler (Durchgangsstrecke des Arber-Radmarathons), Mountainbiker und sonstige Naturliebhaber an.
Raus aus dem Alltag - Rein ins Naturvergnügen
In genussorientierter Geschwindigkeit errechnet sich für den Lamer-Winkel-Arber-Radweg eine reine Fahrzeit von etwa fünf Stunden, wobei die Gesamtdauer wohlweislich von individuellen Präferenzen abhängt. Je nach Durchschnittstempo, Einkehr- Pausenzeiten, Besichtigungsprogramm und Wissensdrang (Schautafeln am Wegesrand) variiert dementsprechend der Zeitbedarf. Da sich Seen, Freizeitattraktionen und Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen sowie weitere Highlights das Tourerlebnis toppen, empfiehlt sich eine Tagestour, die dem Bedürfnis nach Genuss und Erlebnisvielfalt gerecht wird.
Wer's nicht eilig hat und sich stattdessen mit Muße und ungetrübter Gelassenheit auf die herrliche Mittelgebirgslandschaft einlässt, sich zwischendurch Verschnaufpausen, kulinarische Genüsse und vielleicht noch eine erfrischende Abkühlung vergönnt (Blaibacher See, Kneipp-Heilbad Bad Kötzting, Freibad Grafenwiesen, Seebad Arrach, Osserbad Lam, Naturbad „Huber Weiher” in Lohberg), der darf sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf ein unvergessliches Tourerlebnis freuen.

Foto: Blick auf die Regenbrücke in Miltach (B 85)
Gerade weil die beeindruckende Naturlandschaft im verkehrsschwachen Lamer Winkel bzw. Arberland ein echtes Eldorado für Radfahrer ist, das darüber hinaus vielversprechende Attraktionen, Bademöglichkeiten und interessante Abstecher bereithält, zahlt sich ein großzügiges Zeitpolster aus. Zeit ist heutzutage ein kostbares Gut bzw. für Stressgeplagte ein stückweit Luxus, den man sich aber bei dieser Bayerwaldtour ruhigen Gewissens leisten sollte. Wird im entschleunigten Wohlfühltempo achtsam die Naturkulisse wahrgenommen und gönnt sich tiefentspannte Pausen kommt es dem Wohlbefinden zugute. Ohne ständig auf die Uhr blicken zu müssen, sind lässige Einkehrschwünge und zünftige Biergartenbesuche gleich doppelt so schön. Wäre jammerschade sich ausgerechnet dort in Verzicht üben zu müssen wo es am schönsten bzw. geselligsten ist, nur weil die Zeit zu knapp bemessen ist.
Zu sehen bzw. zu erleben gibt's wahrlich vieles: Schnappsbrennerei in Bad Kötzting, Zündholzmuseum und Greifvogelpark in Grafenwiesen, Tierpark Lohberg oder der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, der die NaturparkWelten und fünf abwechslungsreiche Ausstellungen beherbergt, die die Vielfalt des Naturparks informativ und eindrucksvoll veranschaulichen sind Attraktionen die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Wie dem auch sei, die facettenreiche Tour zum Dach des Bayerischen Waldes lässt sich kurz und bündig auch so zusammenfassen: "Alles. Außer gewöhnlich". Das Gute daran ist, dass emotionale Erlebnisse keine Eintagsfliegen sind, sondern jeder Glückspilz sie im Kopf mit nach Hause nimmt.
Angesichts der mannigfachen Möglichkeiten kommen ohne Weiteres auch zwei Etappentage in Betracht, die attraktive Tourschlenker ermöglicht. Hier einige verheißungsvolle Beispiele, die das Erlebnispotential erhöhen: Abstecher zur Wallfahrtskirche Weissenregen, Schlenker zum Kleinen Arbersee, Bikepark Arber am Thurnhofhang wo sich Mountainbiker actiongeladen austoben können, oder eine komfortable Gondelfahrt auf den Gipfel des Bayerwaldkönigs - dem Großen Arber - was dieser Radtour zweifelsohne die Krone aufsetzt.
Unterkunftsmöglichkeiten (Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen) gibt es in Bad Kötzting und den Gemeindeorten Hohenwarth, Arrach, Lam, Lohberg, Mooshütte (unterhalb des Brennessattels) sowie im Zielort Bayerisch Eisenstein. Wer sprichwörtlich ganz hoch hinaus möchte übernachtet im Arberschutzhaus auf 1.358 m Höhe, dem höchstgelegenen Berggasthaus im Bayerischen Wald.
Da Start- und Zielort hervorragend ans (Fern-) Radwegenetz angebunden sind, ergeben sich reizvolle Touroptionen. Bekanntlich ist der Weg das Ziel, d.h. es empfiehlt sich den Startort Miltach per Pedes anzufahren, zumal am Startpunkt des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs in Sichtweite zur Rad- und Fußgängerbrücke an der Kötztinger Straße der Regental-Radweg und der Donau-Regen-Radweg aufeinandertreffen. Ebenso verfügt Bayerisch Eisenstein erstklassige Radwegeanbindungen wie z.B. der Regental-Radweg, Nationalpark-Radweg, TRANS BAYERWALD oder grenzüberschreitende Rundrouten nach Böhmen.

Blick auf den Großen Arber (1.456 m ü.NN.). Der höchste Berg des Bayerisch-Böhmischen Gebirgsmassivs ist der „König des Bayerischen Waldes“. Allein des Anblicks wegen macht sich die Kraftanstrengung bezahlt. Möchte man dem noch eins obenauf setzten, radelt einfach 1.5 km flach zur Arber-Talstation, löst ein Bergbahnticket und genießt die Gipfelaussicht aus der Vogelperspektive.
Nachdem Lam durchquert ist steigt das Höhenlevel ins 4 km entfernte Lohberghütte sanft an. Dort beginnt der acht Kilometer lange Aufstieg zum Streckenhochpunkt, der von Moorlandschaften, plätschernden Bächen und uraltem Baumbestand umgeben ist. Ab dem Abzweig von der Arberseestraße (letztmalige Überquerung des Weißen Regen, KM 38) setzt sich der längste unasphaltierte Streckenabschnitt (10 km Länge) bis zum Ortsrand von Bayerisch Eisenstein fort, der nur kurzzeitig von der 300 Meter langen Brennesstraße unterbrochen ist. Sobald das waldfreie Brennes-Hochplateau den Blick auf das atemberaubende Panorama bzw. den Frontalblick auf den Großen Arber freigibt der als einzige Erhebung im Bayerischen Wald die Baumgrenze überragt, ist entspanntes Innehalten angesagt. Im Nu ist der kräftezehrende Aufstieg vergessen, was in Anbetracht dieser herrlichen Naturgegend einen regelrechten Stimmungsumschwung bewirkt. Ohnehin eine altbekannte Binsenweisheit, dass giftige „Wadlbeißer“ nach jeder Gipfelerstürmung flugs vergessen sind und euphorische Glücksgefühle entfachen. Eine redlich verdiente Belohnung, die danach noch von einer fulminanten Abfahrt gekrönt wird.
Der Lamer-Winkel-Arber-Radweg verläuft zum größten Teil auf schwach befahrenen Nebensträßchen durch sanfthügelige Landschaft, wobei die mit Abstand anspruchsvollste Steigung zwischen Lohberghütte und dem Brennessattel mit satten 500 Höhenmetern zumindest Leistungsschwächeren nahelegt ein ebike zu verwenden, damit der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleibt. Glücklicherweise gleicht die Akku-Unterstützung konditionelle Schwächen, altersbedingte Leistungseinbußen oder gesundheitliche Einschränkungen aus, womit selbst das kupierte Streckenprofil des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs seinen Schrecken verliert. Durch ökonomische Fahrweise stellen Anstiege mit dosierbarer Motorunterstützung keine ernstzunehmenden Hindernisse - sprich Ausschlusskriterium - mehr dar, d.h. jedem einigermaßen geübten Zweiradfan steht die schöne Bayerwaldtour ohne Einschränkungen offen.
Aufgrund des unterschiedlichen Höhenniveaus von Start und Zielort weist die entgegengesetzte Fahrtrichtung von Bayerisch-Eisenstein nach Miltach 338 Höhenmeter weniger auf.
Hohe Tourismusakzeptanz
Unberührte Naturareale haben in unserem dicht bevölkerten Industrieland (Bevölkerungsdichte liegt im Bundesdurchschnitt bei 236 Einwohner pro km²) leider Seltenheitscharakter. Während die Oberpfalz durchschnittlich ca. 116 Einwohner/km² und Niederbayern durchschnittlich ca. 122 Einwohner/km² zählt, liegen viele Gebiete im Bayerischen Wald, sogar noch deutlich darunter. Umso größer die Freude der Naturliebhaber und Outdoorsportler, die im Kötztinger Land und dem Lamer-Winkel (Landkreis Cham 85 Einw. pro km²) sowie im Arberland (Landkreis Regen 80 Einw. pro km²) in schier unendlicher Weite grenzenlos ihrer Leidenschaft frönen können. Zum einen bildet die waldreiche Region ein Rückzugsgebiet für Flora und Fauna, zum anderen spendet es dem Menschen Ruhe, Entspannung und Erholung. Wer in dieser ruhigen Naturgegend wohnt, wo andere Urlaub machen hat gut Lachen. Weit entfernt von Hektik, Lärm und Großstadtstress gibt es weder Trubel, noch Massentourismus oder Verkehrskolonnen. Hierin verbirgt sich die Keimzelle für eine ausgeprägte Tourismusakzeptanz, die einem im Gegensatz zu überlaufenen Hot Spots allerorten entgegenschlägt. Letztlich trägt die Willkommenskultur dazu bei, damit sich Gäste in ihrem Urlaubsdomizil pudelwohl fühlen. Umso erfreulicher, als dass der naturverträgliche und nachhaltige Tourismus in der ländlich geprägten Region einen hohen Stellenwert hat, was in erster Linie Radfahrern, Mountainbikern, Wanderern und Trailrunnern zugutekommt. Angaben zur Bevölkerungsdichte laut Statista GmbH für den Erhebungszeitraum im Jahr 2022.
Es soll sie ja geben, Mountainbiker die nicht nur ruppiges Gelände bevorzugen sondern auch gerne mal hindernisfrei durch's Gelände cruisen wollen. Diesbezüglich ist für Mountainbiker und Gravelbiker der Lamer Winkel Arber-Radweg schon fast ein Geheimtipp, zumal das Kötztinger Land, der Lamer Winkel und das Arberland entlang des Weißen Regen imposante Panoramen mit beeindruckender Bergkulisse verspricht.
Wegweisung

Der Lamer-Winkel-Arber-Radweg ist in beiden Fahrtrichtungen mit Logo
durchgängig beschildert. An Radwege-Knotenpunkten befinden sich Hauptwegweiser mit Nah- und Fernzielen die zudem Entfernungsangaben enthalten. Dazu weisen Einschubschilder mit Routenbezeichnungen und Radwegesignets dem Radfahrer zielgerichtet den Weg.
Mitunter dienen quadratische Zwischenwegweiser als zusätzliche Orientierungshilfe
Der Grüne Dach Radweg - der seitlich der Trasse einen breiten Korridor von Haupt-Radwegen des bayerisch-tschechischen Grenzgebietes erschließt - ist zwischen Miltach und Bayerisch Eisenstein Wegbegleiter des Lamer-Winkel-Arber-Radweg.
Der grenznahe Fernradweg (306 km) ist neben seinem Radwege-Signet zusätzlich mit dem BfR-Logo
durchgängig beschildert.
Naturschutzgebiet "Kleiner Arbersee"

Foto: Kleiner Arbersee (919 m ü.NHN.) mit schwimmenden Inseln und Moorpflanzen im Quellgebiet des Weißen Regen unterhalb des Großen Arbers (1.456 m ü.NHN.). Der Kleine Arbersee ist ein Relikt aus der Eiszeit (eiszeitlicher Karsee) der für seine drei schwimmenden Inseln und das umliegende Naturschutzgebiet bekannt ist. Er liegt direkt an der Hanglage des Großen Arbers und ist über Wanderwege bzw. mit der Kleinen Arberseebahn von Lohberghütte aus aus erschlossen.
Wegbeschreibung: abweichend vom beschilderten Routenverlauf besteht an der Weggabelung beim abzweigenden Forstweg (KM 38, 742 m ü.NHN.) die Möglichkeit, geradeaus die geteerte Arberseesstraße ins Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee zum Gasthaus Seehäusl hinauf zu radeln (2.3 km / 182 hm). Alternative: am Verzweigungspunkt anstatt der Arberseestraße links der Originalroute 1.5 km dem Schotterweg folgen und bei der Spitzkehre geradeaus fahren (Trail).

Ist man am Kleinen Arbersee angekommen, darf man im Gasthaus Seehäusl mit zünftigem Biergarten und phänomenalen Arberblick verdientermaßen ruhigen Gewissens eine erholsame Auszeit nehmen und sich eine kulinarische "Selbstbelohnung" gönnen, zumal die finalen 145 Höhenmeter zum Streckenhochpunk überschaubar sind. Als ehemaliger Glashüttenstandort diente das Gebäude später als Waldarbeiterhaus. Seit den 1950er Jahren ist es eine beliebte Ausflugsgaststätte.
Der Kleine Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln ist eine absolute Besonderheit. Seine Entstehung verdankt er dem Kleinen Arberseegletscher, der während der letzten Eiszeit vom Großen Arber hinunter ins Tal führte und damals der zweitlängste aller Böhmerwaldgletscher war. Als der See 1885 zu Holztriftzwecken aufgestaut wurde, lösten sich Moordecken vom Seeboden ab. Seitdem schwimmen drei, zwischen 1,5 m bis 3,5 m dicke Inseln im See, von denen jedoch nur noch die Insel am Auslauf des Sees wirklich schwimmt die zudem ständig ihre Lage verändert.
Im gesamten Naturschutzgebiet gilt ausnahmslos Wegegebot. Das Betreten der Inseln ist streng untersagt, Baden sowie die Seeumrundung per Rad ebenso nicht erlaubt! Auch Uferbereiche dürfen nicht betreten werden, um das sensbile Pflanzenvorkommen nicht zu beschädigen.

Foto: idyllisch von Bergen umrahmt mit Ausblick auf den König des Bayerwalds macht das Fleckchen Erde im Herzen des 403 Hektar großen Naturschutzgebietes "Kleiner Arbersee" zu einem wahren Sehnsuchtsort. In dieser außergewöhnlichen Lage und zivilisationsfreier Stille kann man wahrhaft seine Seele baumeln lassen. Genug Argumente, warum das Kleinod angesteuert werden sollte, zumal der minimale Umweg sowieso nebensächlich ist.

Die Zwischenspange zurück zur Originalroute erfolgt über eine flache Quertraverse (breiter Forstweg) wo nach 1.2 km beim Wanderparkplatz Kleiner Arbersee der Lückenschluß erfolgt. Der Schlenker misst im Vgl. zum Lamer-Winkel-Arber-Radweg nur 1.6 km Umweg, wobei 29 "Bonunshöhenmeter" kaum der Rede wert sind. Danach verläuft die Route über Mooshütte zur Brennesstraße an der rechts eingebogen wird. Nach 150 m wird an der T-Kreuzung rechts und gleich darauf links in die Schotterabfahrt nach Bayerisch-Eisenstein (4 km / 137 hm) abgebogen.
Der Arbergipfel erreicht als einzige Erhebung des gesamt Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirges die Waldgrenze. Selbst Baumarten wie Fichte und Vogelbeere kommen in dieser Höhe nur noch vereinzelt vor, während die Latsche großflächige Bestände bildet. Unter den Pflanzen können sich in dem rauhen Klima und den kargen Böden nur noch sogenannte Spezialisten behaupten.

Foto: So etwas bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht: die "Projektionsfläche" der Betonwände einer stillgelegten Transformatorenstation wurde kurzerhand zum malerisches Kunstwerk umgemüntzt. Ein symbolischer Willkommensgruß (abgebildeter Mountainbiker ist verdeckt) vom 'Kötztinger Land', der beim Vorbeiradeln beiläufig wahrgenommen wird und über den sich jeder Radfahrer ganz bestimmt erfreut.
Kulinarischer Hochgenuss - Ohne "Mampf" kein "Dampf"
Neben Wasser, viel Grün, dichte Wälder, dörflicher Charme und kristallklaren Seen bilden Einkehrmöglichkeiten in urigen Gasthöfen bzw. zünftigen Biergärten die Grundlage für ein perfektes Tourerlebnis. Kulinarische Köstlichkeiten gehören im Bayerischen Wald zum guten Ton. Man versteht das Leben zu genießen und die Schätze der Natur frisch zubereitet auf den Tisch zu bringen. Regionale Zutaten, überlieferte traditionelle Rezepte und kreative Köche vermitteln den "Geschmack des Waldes" ganz auf ihre individuelle Art & Weise.

Radeln macht hungrig & durstig. Damit der "Motor" nicht schlapp macht, müssen die Mitochondrien - oft als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet -rechtzeitig mit Kohlenhydraten, Vitamine, Mineralien usw. wieder "aufmunitioniert" werden. Gehen die Energiereserven zu neige ist höchste Eisenbahn für eine ausgiebige Rast bei Speis & Trank, ansonsten droht der gefürchtete Hungerast. Ohne "Mampf" kein "Dampf", d.h. wer körperliche Leistung vollbringt, darf ruhigen Gewissens genussvoll Schlemmen und seine geleerten Energiespeicher mit herzhaften Speisen und gekühlten Getränken wieder auffüllen. Eine deftige Brotzeit bzw. regionale Spezialitäten, dazu ein frisch gezapftes Bier - ratzfatz ist die Welt wieder in Ordnung. Da der Freistaat Bayern bekannt und gleichsam beliebt für seine zünftigen Biergärten ist gehört zu jeder Radtour einfach dazu bayerischen Frohsinn zu zelebrieren. Schließlich gibt es kaum einen Ort, an dem bayerische Lebensfreude, geselliges Miteinander, Traditionsbewusstsein und Biergartenkultur samt touristischem Flair in harmonischem Einklang vorzufinden ist.
Ein Fluss - Fünf Namen
Der Regen (tschechisch Rezná) ist ein linker Nebenfluss der Donau, der als zentrale Wasserachse durch einen Großteil des Bayerischen Wald fließt. Er entwässert in seinem Einzugsgebiet etwa 2878 km², das weite Teile des Bayerischen Waldes sowie westliche Randausläufer des Böhmerwaldes in Tschechien umfasst. Ab Cham bildet er die nördliche Einfassung des Vorderen Bayerischen Waldes und mündet schließlich, nach einer Süddrehung im Regenknie bei Marienthal in Regensburg in die Donau. Die Regensenke trennt die Gebirgskämme des Hinteren Bayerischen Waldes vom Vorderen Bayerischen Wald und dem Falkensteiner Vorwald. Der mäandernde Weg des Regen führt durch eine uralte Kulturlandschaft, wobei der Fluss seit Jahrhunderten bei zahlreichen Schriftstellern und Romantikern als „ein schwarzes, langsam strömendes Wasser von sanft-schwermütiger Art“ gilt.
Wird der Hauptquellfluß (Großer Regen) hinzu gerechnet, misst der Fluß eine Gesamtlänge von 191 Kilometer. Kommend vom Böhmerwald (CZ) durchfließt er die Landkreise Regen, Cham, Schwandorf und Regensburg und ist nach der Naab der zweitlängste Fluss der Oberpfalz. Zudem ist der Regen (nach der Naab) auch der zweitgrößte linksseitige Donauzufluss in Deutschland. Nichtsdestotrotz führen die drei größten linken Nebenflüsse der Donau (Altmühl, Naab und Regen) zusammen weniger Wasser als der Lech, der der drittgrößte rechte Nebenfluss (nach Isar und Inn) der Donau ist.
Großer Regen (Hauptquellfluss)

Foto: Großer Regen nahe Regenhütte im Landkreis Regen

Foto: Überquerung des Großen Regen in Bayerisch Eisenstein
Die Quelle des Großen Regen befindet sich am Südhang des Pancír (Panzer, 1.214 m ü.NN.) im Böhmerwald der dort Regen oder Regenbach genannt wird und nach Železná Ruda in Bayerisch Eisenstein deutsches Staatsgebiet erreicht. In Zwiesel vereinigt sich der Große Regen als längerer (24 km) und wasserreicherer Quellfluss mit dem Kleinen Regen (19 km), der von dort ab den Namen Schwarzer Regen trägt.
Kleiner Regen (Quellfluss)

Foto: der Kleine Regen durchfließt die Trinkwassertalsperre Frauenau. Im Hintergrund ist der Große Rachel zu sehen, der mit einer Höhe von 1.452 Meter der zweithöchste Gipfel im Bayerischen Wald ist (nur 4 Meter niedriger als der Große Arber).
Die Quelle des Kleinen Regen befindet sich im Národní park Šumava (Nationalpark Böhmerwald) am Berg Medvedí hora (1.224 m ü.NN.) im Rachelwald und durchfließt die Trinkwassertalsperre Frauenau, deren Dammkrone (wird u.a. vom Nationalpark-Radweg und der TRANS BAYERWALD Nord passiert) auf einer Höhe von 770,5 m ü.NN. liegt. Der Kleine Regen ist der linke Oberlauf des Schwarzen Regen im Böhmerwald im Okres Klatovy, Region Pilsen in Tschechien und Landkreis Regen und mündet in Zwiesel in den Großen Regen.
Schwarzer Regen
Kurz vor dem Zusammenfließen mit dem Weißen Regen ist der Schwarze Regen zum Blaibacher See aufgestaut. Nachdem der Schwarze Regen von Zwiesel kommend die Kreisstadt Regen sowie westlich von Viechtach den Höllensteinsee und Blaibacher See durchströmt hat, mündet nach 60 km beim Kraftwerk Pulling (Gemeinde Blaibach im Landkreis Cham) der wasserärmere Weiße Regen in den Fluss.
Weißer Regen

Foto: Kleiner Arbersee
Der Weiße Regen entsteht durch die Zusammenflüsse zahlreicher Quellbäche aus dem Arbergebiet und dem Osser-Seewand-Kamm und durchfließt in zahlreichen Windungen die Regensenke. Die Quellbäche des Weißen Regen befinden sich im Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee zwischen dem Großen Arber (1.456 m ü.NN.) - dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes - und dem Kleinem Arber (1.384 m ü.NN.), die den Kleinen Arbersee (918 m.ü.M.) speisen. Ab dem Zusammenfluss von Seebach und Ebenbach bei Sommerau heißt das Fließgewässer Weißer Regen. In nordwestlicher Richtung durchströmt er über Lohberg und Lam, Arrach und Hohenwarth nach Grafenwiesen den Lamer Winkel und knickt südwestlich nach Bad Kötzting ab, um sich beim Kraftwerk Pulling als kürzerer (38 km) und wasserärmerer Nebenfluss mit dem Schwarzen Regen zu vereinigen.

Foto: Mündung des Weißen Regen (links) in den Schwarzen Regen nahe Kreuzbach, kurz hinter der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke
Regen
Am geographischen Schnittpunkt des Zusammenflussses des Weißen Regen und des Schwarzen Regen vollzieht sich die letzte Namensänderung. Ab der Mündungsstelle heißt der Fluss bis zur Mündung in die Donau in Regensburg (107 km) Regen.
Wenngleich der Fluß einschließlich seiner Zuflüsse abschnittsweise fünf verschiedene Namen trägt, wird er umgangssprachlich in aller Regel vereinfacht als "Regen" bezeichnet.
Picken wir ein emotionales Ereignis heraus, das in aller Regel jeden Radfahrer bei dieser Tour ereilt. Wie das häufig im Leben so ist, kommt das Beste meistens zum Schluß. Gemeint ist ein tiefergreifendes Glücksgefühl, das sich just nach Ankunft auf dem Brennessattel einstellt und mit einem Schlag die Glückshormonschleusen (ausgeschüttetes Dopamin, Serotonin, Endorphin und Oxytocin) öffnet. Umso größer die abverlangte Leistung, desto euphorischer der Glückshormonrausch. Beides ist eng miteinander verwoben, von deren Wechselbeziehung gerade Ausdauersportler ein Lied davon singen können. Nirgends sonst kommt der wissenschaftlich belegte kausale Zusammenhang zwischen Quälfaktor und Triumphgefühl so stark zum Ausdruck wie nach einem zermürbenden Anstieg.

Blick auf den Großen Arber (1.456 m ü.NN.). Als höchster Berg des Bayerisch-Böhmischen Gebirgsmassivs wird er auch als „König des Bayerischen Waldes“ tituliert
Nur hundert Meter nach der Landkreis- und Bezirksgrenze (Oberpfalz/Niederbayern) gibt der unbewaldete Brennessattel nach einer längeren Waldpassage abrupt die prachtvolle Sicht auf ein atemberaubendes Panorama frei. Der majestätische Anblick auf den Großen Arber bildet zweifelsfrei den Höhepunkt dieser Radtour, der einem spontan in den Bann zieht. Das freudige "Aha-Erlebnis" wird in diesem Augenblick von drei Faktoren gespeist: erstens registriert das Bewusstsein selbstzufrieden das Dach des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs und damit den "inneren Schweinehund" bezwungen zu haben. Zweitens fasziniert die Aussicht kolossal, und drittens steht mit einer flowigen Abfahrt ein freudiger Schlussakt bevor, der den schweißtreibenden Aufstieg glatt vergessen macht. Alles in allem wird man von einem euphorischen Glücksgefühl ergriffen das sich lange ins Gedächnis einprägt. Das Hochgefühl spricht für sich gesehen schon allein dafür, den Lamer-Winkel-Arber-Radweg ohne mit der Wimper zu zucken auf die Bucket List zu setzen.
Ultimatives Bergerlebnis
Der Lamer Winkel-Arber-Radweg erreicht nach dem Nationalpark-Radweg (max. 1.072 m ü.NHN.) das zweithöchste Höhenlevel eines offiziell ausgewiesenes Radwegs im Bayerischen Wald. Sahnehäupchen mit Kirsche: wenn's höher hinaus gehen soll - kein Problem, zumal die Arber-Talstation auf der Brennesstraße nur einen Katzensprung entfernt liegt (1.6 km/19 hm/6 min. FZ). Rad absperren, Ticket lösen und schon geht's mit einer der modernsten Seilbahnen Deutschlands komfortabel mit der Sechser-Gondelbahn "aufi auf'n" Berg. In weniger als 4 min Fahrzeit befördert die Gondel Fahrgäste von der Talstation (1.050 m ü.NHN.) zur Bergstation (1.400 m ü.NHN.). In luftiger Höhe erwartet einem auf dem Großen Arber ein sagenhaftes Gipfelerlebnis mit spektakulärer 360° - Aussicht. Das fantastische Bergpanorama erstreckt sich über den Kleinen Arber 1.384 m ü.NHN., Großer Rachel 1.453 m ü.NHN., Lusen 1.373 m ü.NHN., Plöckenstein 1.363 m ü.NHN., Großer Falkenstein 1.315 m ü.NHN., Großer Osser 1.293 m ü.NHN., Kaitersberg 1.034 m ü.NHN., Hoher Bogen 1.050 m ü.NHN. sowie weitere 30 Gipfel mit mehr als 1000 m Höhe. Bei Fernsicht (nach einem kurzen Marsch zum Gipfelkreuz auf 1.456 Meter Höhe) erspäht man sogar den nördlichen Alpenhauptkamm.
Versteckte Paradiese · Im Lamer Winkel (ARD-Mediathek)
Nachhaltiges Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hilft den CO 2 Fußabdruck zu senken. Da Miltach und Bayerisch Eisenstein einen Bahnanschluss verfügt, steht einer klimaschonenden, stau- und stressfreien An- und Abreise wahrlich nichts im Weg.

Linie RB 28 (Oberpfalzbahn): Cham - Miltach - Blaibach - Bad Kötzting - Grafenwiesen - Hohenwarth - Arrach - Lam

Linie RB 35 (Waldbahn): Bayerisch Eisenstein – Deggendorf – Plattling (Fernverkehrsanschluss Richtung Passau, Regensburg und München)
Linie RB 37 Zwiesel und Bodenmais
Linie RB 38 Gotteszell – Viechtach
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