• Weißer Regen nahe Grafenwiesen
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  • Bad Kötzting
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  • Bad Kötzting - Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit Kirchenburg
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  • Rad-Eldorado Kötztinger Land
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  • Osserblick (1.293 m ü.NN.)
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  • Totenbretter unterhalb des Ossers (1.293 m ü.NN.)
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  • Mündung Weißer Regen in den Schwarzen Regen (flussabwärts Regen)
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  • Arberblick
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zu den
Informationen

Willkommen im »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« (Landkreis Cham) 

Foto: unweit von Bad Kötzting bietet sich ein schöner Blick auf das Gebirgsmassiv des Hohenbogen - respektive dem Ahornriegel (1050 m) - mit seinen unverkennbaren Nato-Türmen (ehemalige Abhöranlagen des Kalten Krieges)

Der »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« wird von einem 1.200 km langen Radwegenetz durchzogen, bei dem der Lamer-Winkel-Arber-Radweg - aufgrund seiner fabelhaften Streckenführung durch weitgehend unberührte Naturlandschaften - eine hochrangige Stellung einnimmt. Hinzu kommen sehenswerte Attraktionen sowie lohnenswerte Abstecher die eine ungemeine Bereicherung versprechen. Alles in allem werden unvergessliche Impressionen aufgesaugt die lange im Gedächtnis haften bleiben. Touristisch gliedert sich der »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« in die Urlaubsregionen 'Vorderer Bayerischer Wald', 'Land der Regenbogen', 'Kötztinger Land' und 'Lamer Winkel', von denen der Lamer-Winkel-Arber-Radweg die letzteren beiden Gebiete tangiert. Der 180 000 ha große »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« welcher zum Schutz der Naturlandschaft durch den Zusammenschluss der Naturparke von Roding, Cham, Kötzting, und Waldmünchen 1973 gegründet wurde, bietet Outdoorsportlern wie Naturliebhabern ein unerschöpfliches Refugium. Das Kreisgebiet liegt in seiner Gesamtheit fast ausschließlich im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Die Großlandschaften des Oberpfälzer und des Bayerischen Waldes werden durch die Cham-Further Senke markant voneinander getrennt. 

Startort Miltach

Im Herzen des Naturparks Oberer Bayerischer Wald liegt Miltach im 'Kötztinger Land'. Die Brücke über den Regen ist von Radfahrern rege frequentiert, weil etliche Fernradwege darüber führen. Jedenfalls eine ideale Gelegenheit vom Rad zu steigen, durchzuatmen und die herrliche Flussauenlandschaft - eingebettet von sanften Anhöhen - mit Muße entspannt zu genießen.

Der Ort Miltach, einst Hofmark »Miltaha«, wurde erstmals um 1070 urkundlich erwähnt, wobei der Ortsname soviel wie "Bach, an dem gebleicht wurde" bedeutet. Südöstlich im Oberpfälzer Regierungsbezirk bildet die Gemeinde als Schnittpunkt mehrerer Fernradwege einen idealen Ausgangspunkt für Radtouren in allen Himmelsrichtungen. Neben dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg startet an derselben Stelle der Donau-Regen-Radweg. Miltach, die „Perle“ im malerischen Regental, liegt am landschaftsprägenden Zusammenfluss des Regen und des Perlbachs, was zum einen Naherholern ein herrliches Rückzugsrefugium bietet, zum anderen Radfahrern eine Vielzahl familienfreundlicher Touroptionen eröffnet.

 Das Schloss Miltach kann nach vorhergender Vereinbarung besichtigt werden. Auch deswegen lohnenswert, weil sich im Obergeschoss eine sehenswerte Dauerausstellung befindet. Das ehemalige Austragshaus im Park des Schlosses Miltach wurde übrigens zum Gästehaus umfunktioniert. 

Highlight: Der frühere Miltach Bahnhof wurde vor einigen Jahren aufwändig renoviert und zu einem schicken Bahnhofscafé mitsamt einem früheren Speisewagon umgebaut. Für Bahntrassenliebhaber eine erlebenswerte Location, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

 Der Start/Zielpunkt des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs liegt am östlichen Ortsrand von Miltach, gegenüberliegend der Radler-Holzbrücke an der Kötztinger Straße. Für Radtouristen ein hoch frequentierter Knotenpunkt, der zudem vom Regental-Radweg tangiert wird. Die Bayerwald-Magistrale stellt die Verbindung nach Bayerisch Eisenstein (75 km) bzw. in entgegengesetzter Richtung nach Cham (18 km) bzw. Regensburg (91 km) her, während der Lamer Winkel Arber-Radweg - begleitet vom Grünen Dach Radweg - einen kürzeren, darfür aber bergigeren Streckenverlauf entlang des Weissen Regen nach Bayerisch Eisenstein (50 km) einschlägt.

Am Ortsausgang - neben der Rad- und Fußgängerbrücke an der Kötztinger Straße (St. 2140) deuten Radwegeschilder ein bedeutsames „Fernradwege-Drehkreuz“ an. Direkt am Brückenkopf der hölzernen Regenbrücke befindet sich der Startpunkt des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs, während auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Donau-Regen-Radweg seinen Ausgang nimmt.

Miltach verfügt eine gute Bahnverbindung nach Lam und Cham (RB 28, Oberpfalzbahn) mit Anschluss ans überörtliche Bahnverbindungsnetz (Schwandorf / Regensburg).

Fotomotive gibt es auf beim Lamer-Winkel-Arber-Radweg zuhauf. Im Bild ist eine gut gelaunte Gruppe aus Nordrhein Westfalen zu sehen - guided by Bayernbike - die von der Region total begeistert waren. Die Reisegruppe aus dem hohen Norden verbrachte im übrigen nicht zum ersten Mal ihren Radurlaub in Ostbayern. 

 Wer sich genügend Zeit nimmt sollte die Gunst der Stunde nutzen und einen Kurztrip auf dem flachen Abschnitt des Donau-Regen-Radweg nach Altrandsberg (4.5 km) unternehmen (Fahrzeit für Hin- und Rückfahrt rund 30 min). Als "Bahntrassen-Appetizer" auf alle Fälle so verlockend, dass der Schlenker Lust auf mehr macht und die komplette Bahntrassentour adhoc auf die Bucket-List kommt. Vom Rastplatz in Altrandsberg mit Wetterschutzpavillon und Infotafeln aus genießt man einen traumhaften Blick auf das Schloss Altrandsberg mit dem Weltkunstmuseum, in dem Replikate von Kunstwerken aus allen Epochen untergebracht sind. Das Schloss, erbaut im 16./17. Jhrd. wurde von der Gemeinde Miltach vollständig saniert und beherbergt heute die Schlosskirche, einen Kindergarten und das Weltkunstmusuem mit Replikaten von Kunstwerken aus allen Epochen. In einem Kellergewölbe wird die Rauminstallation „Das letzte Abendmahl“ des Miltacher Künstlers Andreas Pregler gezeigt.

 Anschlussradweg: Am südlichen Brückenkopf auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der Donau–Regen–Radweg. Der familiengeeignete Bahntrassen-Radweg stellt mit leichtem Streckenprofil ohne steilere Anstiege verbindet den Regen mit der Donau, wo in Bogen nach 39 Kilometern Anschluss an den internationalen Donau-Radweg besteht .

Der Lamer Winkel Arber-Radweg folgt nicht nur dem Weißen Regen sondern auch dem Schienenstrang der Bahnlinie (Oberpfalzbahn), die Cham via Miltach und Bad Kötzting mit Lam verbindet (RB 28: Cham - Chamerau - Miltach - Blaibach - Bad Kötzting - Zellertal - Grafenwiesen - Watzlsteg - Hohenwarth - Arrach - Frahelsbruck - Lam). Bereits nach dem Ortsende von Miltach taucht man unvermittelt wieder in die herrliche Natur entlang seines Flußbegleiters dem Regen ein. 

Angeschmiegt an den maändernden Flussverlaufs des Regen schlängelt sich der Radweg durch saftgrüne Wiesenlandschaft dem staatlich anerkannten Luftkurort Blaibach entgegen. Kein Wunder, wenn das Säuseln des Windes, Vogelgezwitscher, das Surren der Kette und Klackern der Gangwechsel als einzige Geräuschkulisse in der unberührten Natur Hochstimmung und Genussfeeling auslöst. Man spürt es Schritt auf Tritt, welch angenehme Atmosphäre das flache Regental - umgeben vom sanft hügeligen Geländerelief - verbreitet, das eine echte "Schatztruhe" zum Kräfte tanken ist. 

Blaibach

Gasthöfe, Pensionen, FEWO's, Gastromiebetriebe und ein Campingplatz zeugen in Blaibach, 1. 891 Einwohner (31. Dez. 2024, 394 m ü.NN.) davon, dass sich die Gemeinde auf (sanften) Tourismus eingestellt hat.

  • e-Bike Ladestation Enoteca Lucca, Steinstr. 19 (geöffnet zu den Öffnungszeiten des Restaurants)
  • Kostenlose eBike Ladestation, Kirchplatz 6

 Konzerthaus Blaibach

Blaibach besitzt seit 2014 ein außergewöhnliches Konzerthaus, dessen gekippter Kubus von Architekt Peter Haimerl wie ein schief in den Boden gerammter Meteorit ausschaut. Der monolithische Bau steht mit seiner Granitfassade sinnbildlich für die weit zurückreichende Granitbau-Tradition des Ortes. Das Glas-Beton-Design wirkt in der Ortsmitte wie ein utopisches Bauwerk. Innen bietet der 200 Plätze fassende Konzertsaal funktionelle Beton-Architektur vom Feinsten, dessen Kulturprogramm weit über die Grenzen des Dorfes hinaus strahlt. Die engagierte Mitarbeit der Dorfbewohner bestärkt diese nicht nur in ihrer eigenen Identität, sondern sorgt zudem für eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung. Gastronomie und Tourismus profitieren nämlich nachweislich von dem abwechslungsreichen Kulturangebot. Unglaublich, welche Platzierung das Kunstbauwerk bei der Bewertung "Die schönsten Konzertsäle der Welt" einnimmt (Welt). Demnach rangiert das Konzerthaus Blaibach nach der Stadthalle Wuppertal, dem Musikforum Ruhr in Bochum sowie der Philharmonie in Berlin auf dem sagenhaften vierten Rang. Auch wenn der Autor die Bewertung als „radikal subjektiv“ bezeichnet, so ist diese ausgezeichnete Platzierung dennoch bemerkenswert. Dies gilt umso mehr, als dass die umgerechneten Kosten für einen Sitzplatz von 10 000 Euro im Vergleich zur Elbphilharmonie mit 500 000 Euro je Sitzplatz äußerst bescheiden ausfielen. Qualität muss eben nicht zwangsläufig vom Geld abhängen.  

 Kurz nach dem Ortsteil Kreuzbach befindet sich an einem Rastpavillon - umgeben von Informationsschautafeln - eine weitere Radwege-Gabelung (KM 4.5). 

900 Meter nach der Straßenüberquerung in Blaibach (Unteres Dorf) weisen bei einem Unterstellpavillon im Angesicht einer denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke Richtungswegweiser auf eine Radwegegabelung hin. Während der Regental-Radweg rechts nach Viechtach abzweigt und danach  dem Flusslauf des Schwarzen Regen (72 km) folgt, schlägt der Lamer-Winkel-Arber-Radweg im Verbund mit dem "Grünen-Dach-Radweg" einen nördlichen Bogen entlang des Weissen Regen ein. Trotz unterschiedlicher Streckenverläufe enden alle drei Routen in Bayerisch Eisenstein.

Neben dem Rastplatz überspannt eine denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke den Regen. Wegen Brückenschäden wurde am 04.02.1991 der Eisenbahnbetrieb (31.03.1993 für den Güterverkehr) bis Fichtental still gelegt. Gleichwohl war der Personenverkehr zwischen Cham und Viechtach bereits am 30.04.1991 eingestellt worden (endgültig im Juli 1992). Anschließend wurden die Gleise demontiert und die Trasse bis 1997 zum Regental-Radweg umgewidmet. 

Achtung Gefahrenstelle!

Da der Radweg kurz vor dem Blaibacher See unmittelbar nach der Unterführung eine unübersichtliche Rechtskurve aufweist, die danach unvermittelt in eine steile Rampe übergeht und abrupt am Drängelgitter endet, macht ein vorhergehender Abstieg vom Rad unumgänglich. Hinzu kommt eine hohe Radlerfrequenz (Gegenverkehr), die die Gefahr noch erhöht. Sicherheit geht vor, deshalb je nach Fahrtrichtung sein Gefährt rauf oder runter schieben. 

Ein Verkehrsschild (Radfahrer absteigen) warnt nur an der Einstiegsstelle in Fahrtrichtung Blaibach vor dem Nadelöhr (Gefälle), nicht aber vor der Straßenunterführung in entgegengesetzter Richtung.

Blaibacher See

1.3 km nach der Weggabelung des Regental-Radwegs (KM 3.8) erreicht man den Blaibacher See (KM 5.1). 

Foto: Blaibacher See - Rad-Eldorado & Badespaß im Doppelpack 

Etwa 5 km flussabwärts vom Höllensteinsee gelegen, ist der Blaibacher See unter Touristen wie für Einheimische eine beliebte Anlaufstelle, um sich in der stillen Naturidylle zu erholen. Der See ist Tummelplatz vieler Freizeitaktivisten. Radfahrer, Kajakfahrer, Wanderer und Erholungssuchende, die die herrliche Umgebung in vollen Zügen genießen. Erst Staunen, dann abkühlen! Für Naherholer, Familienausflügler und erst recht für durchschwitzte Radfahrer ist eine Badepause der Himmel auf Erden. Besonders an heißen Sommertagen tut eine erfrischende Abkühlung nicht nur dem Muskelapparat gut, sondern stärkt zudem auch die mentale Antriebskraft. Dazu kann man sich am Kiosk-Biergarten verköstigen, bevor die Radreise mit frischem Elan fortgesetzt wird.

 Mit dem Bau der zweiten Staustufe im Schwarzen Regen entstand nach Fertigstellung des Ausgleichkraftwerkes 1964 der Blaibacher See. Optisch nicht erkennbar, dass der Schwarze Regen den Stausee (Wasserfläche rund 47 Hektar) durchfließt. Unterhalb der Staumauer befindet sich beim Kraftwerk Pulling der Zusammenfluss des Weißen Regen und Schwarze Regen.

Nach Überquerung der Staumauer des Kraftwerkes Pulling gelangt man in das abgelegene Steinbachtal. Dieser Radwegabschnitt wurde erst drei Jahre später nach der offiziellen Radwege-Einweihungsfeier 2003 seiner Bestimmung übergeben. 

Foto: Rad- Fußgängersteg beim Kraftwerk Pulling

Nach dem Uferwechsel folgt man flussaufwärts dem Weißen Regen, der nun bis zu seinem Quell-Ursprung am kleinen Arbersee unterhalb des Großen Arber (1.456 m) knapp 33 Kilometer Wegbegleiter ist.

Willkommen im wildromantischen Tal des Weißen Regen

Wer Ruhe sucht, der wird von dem verschwiegenen Steinbachtal begeistert sein. Ein landschaftliches Idyll, das einem Naturreservat gleichkommt. Schon bezeichnend, wenn man für den zwei km langen Streckenabschnitt keine Informationen ergoogeln kann bzw. ausschließlich über ein dort ansässiges Hotel nähere Infos erhält. Andererseits erweisen sich solche Geheimtipps in der heutigen, schnelllebigen und reizüberflutenden Zeit eher als vorteilhaft denn nachteilig (wie Tourismus-Hotspots zeigen).

Bevor man die Fahrt nach Bad Kötzting aufnimmt, sollte man 400 Meter nach der Staumauer ein unscheinbares Ruhebänkchen nicht übersehen, weil es einladend direkt am Mündungsufer des Weißen Regen und des Schwarzen Regen steht (siehe Bild am gegenüberliegenden Ufer). Ein geruhsames Päuschen an dieser Stelle einzulegen und mit Muße den geräuschlosen Zusammenfluss beobachten (Kraftort) hat irgendwie eine beruhigende Wirkung auf die Seele (Erfahrung des Autors). Schon gar nicht wird der Zwischenstopp als "Zeitverlust" empfunden. Schließlich gehört es zum Selbstverständnis einer entschleunigten Genusstour, sich spontane Pausen zu gönnen. Wer einen Gang runter schaltet und die Seele baumeln lässt, der kommt als Naturliebhaber bzw. Hobbyfotograf in dieser ländlichen Gegend voll und ganz auf seine Kosten.

Bad Kötzting

Bad Kötzting (409 m ü.NHN.) im Naturpark Oberer Bayerischer Wald im oberpfälzischen Landkreis Cham ist ein staatlich anerkanntes Kneippheilbad. Der Kurort  mit ca. 7.500 Einwohner liegt am Fuß des markanten Kaitersberges (Kreuzfelsen 999 m ü.NHN.) am Weißen Regen nahe des aufgestauten Blaibacher Sees. Der Weiße Regen hat sich sein mäanderndes Flussbett durchs urwüchsige Steinbachtal gegraben, wo er in beim Kraftwerk Pulling in den Schwarzen Regen mündet. Bad Kötzting ist für sein reichhaltiges kulturelles Leben und populären Festivitäten weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Neben dem jährlichen <Pfingstritt> und dem populären Roßtag haben sich die Waldfestspiele am Ludwigsberg im Festspiel-Landkreis Cham prächtig entwickelt. Bezogen auf den Lamer-Winkel-Arber-Radweg ist Bad Kötzting mit großem Abstand der größte Ort auf der 50 km langen Strecke, gefolgt vom Markt Lam (2.586 Einwohner), Arrach (2.314 Einwohner) und Miltach (2.283 Einwohner).

Wird die Zubringerstraße zur B 85 kurz vor Bad Kötzting überquert, erhascht man auf einer Anhöhe einen Blick auf die Wallfahrtskirche "Mariä Himmelfahrt" zu Weißenregen. Die barocke Kirche ist aufgrund ihrer exponierten Lage über dem Tal des Weißen Regens und der Stadt Bad Kötzting von allen Richtungen aus von weitem erkennbar.  Sie ist ein beliebtes Ziel für Wallfahrer wie für Radfahrer/Mountainbiker.

 Wer zur Wallfahrtskirche Weissenregen rauf radeln möchte um in luftiger Höhe eine tolle Aussicht auf Bad Kötzting und den Hohenbogen zu genießen und im Biergarten des Berggasthofs "Zur Klause" einzukehren, zweigt beim Kurpark rechts ab (KM 8.8), überquert den Weissen Regen und folgt nochmals rechts abzweigend dem Radweg (1 km / 50 hm).  

 Kötztinger Land

Das Kötztinger Land im Naturpark Oberer Bayerischer Wald verbindet landschaftliche Vielfalt mit natürlicher Schönheit, aktive Erholung mit lässiger Entspannung und beeindruckende Landschaftserlebnisse mit herrlichem Naturgenuss. Die Bayerwaldregion eignet sich hervorragend für familiengeeignete Radtouren, aber genauso auch für anspruchsvollere Bergtouren. Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Radgattung die Gegend erkundet wird. 

Das abwechslungsreiche Terrain spricht Rennradler (siehe Arber-Radmarathon), Trekkingbiker, Gravelbiker, ebiker und Mountainbiker gleichermaßen an. Das wirklich schöne daran ist, mit welch beruhigender Naturkulisse fern von Trubel, Hektik und Verkehrslärm das Herz im Bayerischen Wald aufwartet.

Der Blaibacher See, wo unterhalb des Stauwehrkraftwerks Pulling der Weiße Regen in den (Schwarzen) Regen mündet, erfreut Naturfreunde, Radler, Bootswanderer und Wassersportler. Bei schönem Wetter ist der Blaibacher See ein beliebtes (Naherholungs-) Ziel. Radfahrer prägen das allgemeine Erscheinungsbild, weil nicht nur der Lamer-Winkel-Arber-Radweg hier über das Stauwehr führt, sondern nur einen Katzensprung  entfernt auch die radtouristische Bayerwaldachse - der Regental-Radweg - bzw. der Donau-Regen-Radweg diese erholsame Naturgegend erschließt. Malerische Urlaubsorte wie Bad Kötzting, Miltach, Blaibach, Zandt, Grafenwiesen, Hohenwarth und Rimbach - genauso wie das idyllische Zellertal - erwarten sie mit offenen Armen. 

  

Gastgeber im Kötztinger Land

Gastgeber im Landkreis Cham

Die Wegeführung des Lamer Winkel Arber Radwegs durch die Kneippheilbad-Stadt Bad Kötzting (7 444 Einwohner; Stand Dez. 2024) wurde bestens gelöst, weil er um den Kurpark herum führt. 

E-Bike Ladestation beim Kur- und Gästeservice Bad Kötzting
Bahnhofstr. 15
93444 Bad Kötzting 

Ladesäulen stehen für Ladevorgänge an 24 Stunden/7 Tagen zur Verfügung

E-Bike Ladestation am Platz vor St. Veit
Marktstr. 28
93444 Bad Kötzting 

Vorbei an der Spielbank Bad Kötzting radelt man mitten hinein in den herrlich bepflanzten Grüngürtel des Kurparks Auwiesen (409 m.ü.N.). Die Stadt Bad Kötzting liegt am nördlichen Fuße des Kaitersberges  - ein bis zu 1133 m hoher Bergkamm im Bayerischen Wald, dessen langgezogener Höhenzug sich ostwärts bis zum Großen Arber fortsetzt.

Das Kötztinger Land hat sich dem sanften - sprich nachhaltigen - Tourismus verschrieben. Fern von Großstadthektik und Massentourismus lädt die urprünglich gebliebene Naturlanschaft zum Wandern, Radfahren, Mountainbiken ein. 1995 verlieh das Bayerische Staatsministerium des Innern der Stadt das Prädikat <Kneippkurort>. 2005 erfolgte die Ernennung zum „Kneippheilbad“, das die Namensänderung von Kötzting in Bad Kötzting“ begründete. 


Die Stadt ist für ihr kulturelles Leben und ihre Feste weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Neben dem jährlichen <Pfingstritt> und dem populären Roßtag haben sich die Waldfestspiele am Ludwigsberg im Festspiel-Landkreis Cham prächtig entwickelt.

   Sehenswürdigkeiten (Auswahl)

Altes Rathaus mit Glockenspiel, Marktstraße 16

Kath. Kirche St. Veit, Marktstraße 38

Kath. Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit Kirchenburg, Herrenstraße 13

Kurpark Auwiesen, Untere Au (12,6 ha) . Der Kurpark von Bad Kötzting stellt die größte Parkanlage in der Oberpfalz dar. 

Marienbrunnen, Marktstraße

Pfingstreiterweg, Ludwigstraße

Pfingstreiterbrunnen, Marktstraße 16 

"Vor dem Alten Rathaus in der Marktstraße befindet sich der Pfingstreiterbrunnen, im Jahre 1985 von Josef Michael Neustifter geschaffen, mit Motiven aus der Pfingstrittgeschichte, gekrönt vom Kreuzträger. Hier sind die Namen der Pfingstreiter verewigt, die bis zum Jahre 2014 für ihre 50malige Ritt-Teilnahme ausgezeichnet wurden."

Planetenweg, Untere Au

"Der Planetenweg verdeutlicht die Dimension unseres Sonnensystems. Die Distanz der 4,5 Milliarden Kilometer von der Sonne zum entferntesten Planeten Neptun ist dabei maßstäblich auf eine Wanderstrecke von 3,5 Kilometer übertragen. Bis zum Kleinplaneten Pluto am Eingang des Geodätischen Observatoriums Wettzell sind es weitere 800 m.

Rathaus Bad Kötzting (Herrenstr. 5)

"Bis 1803 Pfarrhof und Propstei der Benediktiner von Rott am Inn, dann Landgericht, Bezirks- und Landratsamt, seit 1972 "Neues Rathaus".

Kirchenburg

"Wehranlage mit Schloss und befestigtem Friedhof, im Mittelpunkt die Pfarrkirche; äußere Ringmauer, eingefüllter Graben, innerer Befestigungsring; Quadratischer Turm, Schießscharten. Das Schloss war schon im 12. Jahrhundert Stammsitz der Chostinger (Dienstmannen der Markgrafschaft Cham), ab 1361 Amtsgebäude des Land- und Pflegegerichts, heute Pfarrhof (seit 1805) und Pfarrheim."

St. Anna Kapelle: "Ehemalige Friedhofskapelle im Kirchenburgbereich, um 1686 neu erbaut, Hochaltar älter (1664) mit spätgotischer Anna Selbdritt, Seitenaltäre 1689; im Anbau romanischer Taufstein und Grabplatten.

©Textpassagen auszugsweise von der Stadt Bad Kötzting entnommen

Weitere Sehenswürdigkeiten (Externlink)

Wird Bad Kötzting als Übernachtungs- oder Urlaubsort gewählt, dem bietet die AQACUR-Bade- und Saunawelt ideale Regenerationsmöglichkeiten.  Nach einem kräftezehrendem Etappentag verheißt der Thermenaufenthalt Entspannung pur, damit Körper, Geist und Seele wieder ins Lot kommen. 

Nach Überquerung der Ludwigstraße bäumt sich die trutzige Kirchenburg mit der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt auf, die mondän auf einer felsigen Kuppe oberhalb des Weißen Regen liegt. Die ehemalige Wehranlage mit dem Schloss aus 12. Jahrhundert wird von einer wuchtigen Ringmauer umschlossen und ist zusätzlich durch einen halbrunden Graben geschützt.

Direkt vor der Kirchenburg verläuft der Pfingstreiterweg (der jährliche Kötztinger Pfingstritt ist eine Eucharistische Prozession zu Pferde und geht zurück auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412). Die Bronzeskulpturen zeigen die Funktionsträger des Pfingstrittes: Kreuzträger – Laternenträger – Fanfarenbläser – Geistlichen Offiziator – Pfingstreiter. Im Sockel sind die Namen der Pfingstreiter verewigt, die ab dem Jahre 2015 für ihre 50malige Ritt-Teilnahme ausgezeichnet wurden. Die Skulpturen stammen vom Bildhauer Josef Michael Neustifter (2024).  

Entlang am Uferpromenadenweg erreicht man kurz nach der Kirchenburg einen überdachten Holzsteg mit einem historischen Wasserrad. Anlass genug vom Sattel zu steigen und die alten Bauwerke näher unter die Lupe zu nehmen.

Der ruhige Rastplatz neben dem imposanten Mühlrad sowie informativen Schautafeln des Kötztinger Wasserlehrpfades am Ufer des Weißen Regen lockt nochmals zum Innehalten, bevor der Kur- und Kneippheilbadort Bad Kötzting verlassen wird.

Sobald der Uferpromenadenweg verlassen wird und dem Weißen Regen der Rücken zugekehrt wird, beginnt schon kurz nach dem Rechtsabzweig in die Bgm-Dullinger-Straße eine sanfte Steigung. Ganz untypisch zum bisher gewohnten Streckencharakter bekommen die Beine das welligere Profil zu spüren, d.h. ganz so flach wie bisher verläuft die Weiterfahrt nicht mehr. Sichtlich rücken die Berge des Bayerischen Waldes näher. Hügelausläufer bescheren kürzere Anstiege, die sich mit sanften Gefällstrecken abwechseln. Dazu bäumt sich östlich der 999 m hohe Kreuzfelsen des Kaitersberg -  für Einheimische weit und breit der beliebteste Wanderberg - auf, während in nördlicher Blickrichtung unübersehbar das Hohenbogen-Massiv ins Auge sticht, den man im übrigen noch etliche Kilometer im Blickfeld hat.

So unvermittelt wie man nach dem Steinbachtal in die städtische Peripherie von Bad Kötzting eintauchte, so rasch entschwindet man der geräuschvollen Zivilisationskulisse wieder. Eintauchen - abtauchen - genießen, was einmal mehr beweist, dass Radahrer wahre Glückspilze sind. 

Schwuppdiwupp kann man die Blicke schweifen lassen, was die Sinne in dem abgeschiedenen, ländlichen Raum postwendend in Beschlag nimmt. Das wellige Streckenprofil weist nur kürzere, sanfte Anstiegen auf, wobei dies in Zeiten des E-Bike-Booms schon längst kein mehr Thema ist. Einfach die Schubkraft des Elektromotors per Daumendruck erhöhen, schon reduziert sich der Kraftaufwand. Kaum zu glauben, dass selbst minimalistische 25 Höhenmeter nach der ersten Ministeigung nach dem Ortsende von Bad Kötzting bereits ausreichen, dass man schöne Ausblicke ins Umland erhaschen kann. 

Zunehmend ist das Tal des Weißen Regen von herrlichen Bergwäldern umgeben. Zum Radfahren eine traumhaft schöne Umgebung, die den  selbstvergessenen Genuss automatisch fördert. Auf einer bewaldeten Anhöhe befindet sich der Greifvogelpark Grafenwiesen, wo sehenswerte Flugschauen stattfinden.

Bis Hohenwarth (KM 20) setzt sich die hügelige Strecke - garniert mit sauerstoffreichen Waldpassagen - mit weitläufigen Wiesenhängen fort. Insbesondere ruhige, verkehrsfreie und naturnahe Streckenpassagen, wo sich Berge, Flüsse und Wälder abwechseln und keinerlei Fremdgeräusche zu hören sind als nur jene, die natürlichen Ursprungs wie beispielweise Windsäuseln, Blätterrauschen und Vogelgezwitscher, fördern geradewegs meditative Zustände, die Alltagshektik und Alltagssorgen aus dem Bewusstsein verbannen.

Das Panoramafenster mit dem markanten Gebirgsmassiv des Hohenbogen öffnet sich, der im übrigen für längere Zeit immer wieder ins Blickfeld rückt. Der etwa 8 km lange Höhenzug (1.079 m ü.NN.) mit seinen markanten Doppeltürmen - einst zu Zeiten des kalten Krieges von der NATO als Abhorchposten genutzt wurden, um über die Geschehnisse jenseits des "Eisernen Vorhanges" zu erfahren - bleibt bis zum Übergang der Urlaubsregionen 'Kötztinger Land' und 'Lamer Winkel' fast ständig im Blickfeld.   

Abwechselnde Waldpassagen verheißen beeindruckende Licht & Schattenspiele, spenden aber vor allem bei Sommerhitze auch wohltuenden Schatten. Wer den Greifvogelpark Grafenwiesen besuchen möchte, sollte sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten bzw. über Vorführungen schon vor Antritt der Radreise informieren.

Trotz des wuchtigen Hohenbogen-Gebirgsmassivs bleibt die Strecke im Kötztinger Land von steileren Anstiegen verschont. Kraftfahrzeuge - sodenn überhaupt welche verkehren - kann man tatsächlich an einer Hand abzählen. Solch abgelegene Nebenstraßen kommen verkehrsbefreiten Radwegen erstaunlich nahe. 

Grafenwiesen

Bild: Deutsches Zündholzmuseum in Grafenwiesen mit Blick auf den Hohenbogen (1.079 m ü.NN.)

 Sehenswert: Das Deutsche Zündholzmuseum in Grafenwiesen (439 m ü.NN.)

Zündholz war früher ein billiges Massenprodukt des Industriezeitalters, dessen Produktionsschwerpunkt im Bayerischen Wald entlang des Weißen Regens lag. Damals war die Zündholzfabrik Allemann in Grafenwiesen um 1950 wichtigster Arbeitgeber und wirtschaftliches Aushängeschild der Grenzregion. Seit 2007 informiert die Gemeinde Grafenwiesen in dem kleinen Spezialmuseum über die Geschichte dieser Holzverarbeitung und zeichnet den Weg vom Kleingewerbe zur Industrie nach.

Das Zündholzmuseum Grafenwiesen zeigt aktuell, dass im Alltagsprodukt „Zündholzschachtel“ großes gestalterisches Potential steckt. Vom 20. April bis 30. Oktober 2025 ist das Forum für Schmuck und Design mit seiner Mitgliederausstellung „Matchbox“ zu Gast im Spezialmuseum im Bayerischen Wald. Zu sehen sind Schmuckobjekte, kunstvoll gefertigt aus ungewöhnlichen Materialien, zusammen mit ihren Behältnissen, den Zündholzschachteln.

Die Oberpfalzbahn RB 28 verkehrt zwischen Cham - Chamerau - Miltach - Blaibach - Bad Kötzting - Zellertal - Grafenwiesen - Watzlsteg - Hohenwarth - Arrach - Frahelsbruck und Lam. Klasse Service: Urlauber wie Einheimische können mit der "GUTi-Gästekarte" Bus und Bahn beliebig oft und an jedem Tag im gesamten Naturpark Oberer Bayerischer Wald und darüber hinaus kostenlos nutzen.

Luftkurort Arrach (490 m ü.NN.)

 Völlig unbemerkt wird die touristische Gemarkung vom 'Kötztinger Land' zum 'Lamer Winkel' überschritten, dem die Orte Arrach, Lam und Lohberg angehören. Der staatlich anerkannte Luftkurort Arrach (2.314 Einwohner, 31. Dez. 2024) liegt auf einer Höhe von 510 Meter und verfügt mit seine Wasser- und Erlebniswelt im Seepark einen beliebten Anlaufpunkt für Freizeitaktivisten. Der Seepark mit seinem 6.000 m² großen Naturbadesee sowie etlichen Freizeiteinrichtungen wie z.B. der Kunstfelsen „Rauchröhren“ mit Kinderkletterpark, Moorpark, Wasser-Erkundungsweg „Reitbach“, Energiepark Arrach, Bayerwald-Handwerks-und Mineralienmuseum und Bärwurzerei finden großen Anklang. Es spricht nichts dagegen, ein Päuschen an einem lauschigen Plätzchen einzulegen oder im See-Biergarten einzukehren.

E-Bike-Ladestationen

  • Kostenlose eBike Akku-Ladestation bei Maria's REWE, Gewerbepark 1
  • Kostenlose eBike Akku-Ladestation am Seepark Arrach
  • Kostenlose eBike Akku-Ladestation beim Kolmsteiner Hof, Kreuzwegstraße 9  

Die Strecke führt an Hohenwarth (506 m ü.NN.) vorbei. Gut zu sehen, wie dominant sich der Kaitersberg hinter dem Ort aufbäumt, während auf der gegenüberliegenden Seite das Gebirgsmassiv des Hohenbogen empor ragt. 

Kaum verschwindet der der etwa 8 km lange Höhenzug mit seinen weithin sichtbar thronenden Natotürmen auf dem Gipfel des Hohenbogens aus dem Sichtbereich, schon rückt mit dem Grenzberg Osser (1.293 m ü.NN.) - der direkt an der böhmischen Grenze liegt - der nächste Berggigant ins Blickfeld. 

 Sehenswert: Der Drexler-Hof - Altes Handwerk im Bayerwald-Handwerksmuseum

Die Familie Drexler in Arrach lässt die Zeit des alten Handwerks wieder aufleben, indem häufig verbreitete, heimische Handwerksberufe wie etwa Schuster, Drechsler, Besenbinder, Zimmermann, Zündholzhobler, Holzhauer, Schreiner, Schmied, Fassbinder, Wagner, Schnapsbrenner, Sattler, Schlosser u.v.m. präsentiert werden. Über 2000 Exponate, Geräte und Maschinen werden im Museum gezeigt. Beste Gelegenheit sich  in "die gute alte Zeit" zurückversetzen zu lassen.

Im Mineralienmuseum erwartet Sie eine faszinierende Welt voller funkelnder Kristalle und beeindruckender Mineralien, die die Schönheit und Vielfalt der Mineralien in all Ihren Facetten erlebbar machen. Von schimmernden Quarzen über leuchtende Amethyste bis hin zu sehr seltenen Mineralien erzählt jedes einzelne Exemplar seine eigene Geschichte und lädt dazu ein die Wunder der Natur zu entdecken.

Im großzügigen Verkaufsraum ist die beeindruckende Vielfalt der Schmuckstücke sowie der zahlreichen Unikate in besonderer Atmosphäre erlebbar. Nennenswert die Bayerwald Hof-Atelier Schmuckstücke, die aus schönsten Mineralien und Edelsteinen in liebevoller Handarbeit im hauseigenen Atelier gefertigt sind.

Eintritt frei mit Gästekarte.

Luftkurort Lam

Der Markt Lam (2.586 Einwohner, 31. Dez. 2024) im Oberpfälzer Landkreis Cham liegt auf einer Höhe von 622 Meter eingebettet in einer hufeisenförmigen Bergkette. Der idyllisch gelegene Ort wird vom Doppelgipfel Kleiner Osser (1.266 m ü.NN., Großer Osser (1.293 m ü.NN.) und dem Großen Arber (1.456 m ü.NN.) majestätisch umrahmt. Die Marktgemeinde ist der meistbesuchte Luftkurort im »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« und gehört vereint mit den Orten Arrach und Lohberg zur Tourismusregion Lamer Winkel. Geprägt wird die Kulisse von den beiden Gipfeln Großer Osser (1.293 Meter) - unter dessen Gipfelgrad entlang der deutsch-tschechischen Staatsgrenze das 1897 erbaute Osserschutzhaus der Waldvereinssektion Lam steht - und Kleiner Osser (1.266 Meter).

Foto: Brücke über den Weissen Regen, der im Arbergebiet oberhalb des Kleinen Arbersees entspringt und nach Zusammenfluss mit dem Schwarzen Regen beim Kraftwerk Pulling (Blaibach) in Regensburg in die Donau mündet.

Foto: wer in Lam auf der Suche nach touristischen Infos ist, schaut einfach bei der Tourismusinfo (Marktplatz 1) vorbei.

 Lam ist übrigens Etappenort der TRANS BAYERWALD. Kommend vom Zwieslerwaldhaus endet hier die 6. Etappe, während die 43 km lange Finaletappe der Nordroute nach Furth im Wald führt.

Die Oberpfalzbahn verkehrt zwischen Cham - Bad Kötzting - Lam  (RB 28)

Ein Service, der auch erschöpften Radfahrern gut gelegen kommt: in Lam wurden im Panoramapark breite Relaxliegen aufgestellt. Bietet sich für ein regeneratives Nickerchen unter freiem Himmel regelrecht an, bevor es konditionell ans Eingemachte geht. In dieser abgeschiedenen Naturkulisse verspricht eine Auszeit inspirative und meditative Tiefenentspannung. 

E-Bike-Ladestationen

  • E-Bike Ladestation Osserbad Lam , Ginglmühler Weg 25
  • E-Bike Ladestation Tourist-Info Lam, Marktplatz 1

 Lam verfügt eine ausgezeichnete (rad-) touristische Infrastruktur. Wer sich für diese Radtour länger Zeit nimmt, kann sich z.B. im Osserbad (Ganzjahres-Erlebnisbad mit vier Außen- und drei Innenbecken, Schwimm- und Spaßbecken, Kinder- und Kleinkinderbereich, zwei Wasserrutschen, Saunalandschaft, Infrarotkabine und Dampfbad) vergnügen, um neue Kräfte zu tanken. 

Für Mountainbiker ist Lam als Ausgangspunkt zur Finaletappe nach Furth im Wald ohnehin ein ausgezeichneter Etappenort der TRANS BAYERWALD, deren Nordroute mit 361 km und 8.359 Höhenmetern den Bayerischen Wald quert. 

Nun geht's in großen Schritten dem Ortsteil von Lohberg (1827 Einwohner, 31. Dez. 2024) - Lohberghütte - am Fuße des „Großen Arber” entgegen. Eingebettet in einer herrlichen Berglandschaft auf einer Höhe von 636 m.ü.M. befindet sich Lohbergs Bayerwald-Tierpark mit ca. 400 Tieren, der weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist (ganzjährig täglich geöffnet). 

  Zu den Gastgebern im Lamer Winkel

Vorsicht: 1.3 km hinter Lam wird Richtung Schwarzenbach / Lohberghütte die Hauptstraße Bad-Kötzting - Bayerisch Eisenstein (St 2154) überquert!

  Bevor man sich auf den beschwerlichen Weg macht den Brennessattel zu erklimmen bietet sich eine kurze Erholungspause/Erfrischungsbad im Naturbad „Huber Weiher” in Lohberg an, das kostenfrei ist. Allerdings ist der 1.8 km lange Abstecher nach Lohberg mit 67 hm verbunden. Dafür kann man auf gepflegten Liegewiesen mit schattenspenden Bäumen frische Energien schöpfen, bevor der Berg ruft.

"Grand Finale" 

Genau genommen beginnt der langgezogene Berganstieg (8 km) im Arbergebiet schon ab Lohberghütte (590 m ü.NN.), nachdem von der Lamer Straße rechts in die Sommerauer Straße (KM 33.8) abgebogen wird. Hinter Grünwies setzt sich die Arberseestraße fort. Der Mittelgebirgscharakter fordert zwar seinen Schweißtribut, dafür genießt man im Gegenzug fernab des Straßenverkehrs plätschernde Bäche, uralte Baumbestände sowie einhergehend mit ansteigendem Höhenlevel grandiose Panoramaussichten. Der 8 km lange Anstieg besteht je zur Hälfte aus der asphaltierten Sommeraustraße und der Arberseestraße sowie einem anschließenden 4 km langen Schotterweg zum Brennessattel am Fuß des Großen Arbers hinauf. Für Radler heißt das Gebot der Stunde: Fokussieren - Durchbeißen - Vollenden, um sich im Anschluss in Glücksgefühlen aalen zu können. 

In Sommerau (KM 35.8) knickt die Arberseestraße rechts ab, wonach die Straße mit durchschnittlich 8-10 % ansteigt. Spürbar steiler wird es dann ab KM 37 nach dem Waldparkplatz Ebenbach bzw. dem Triftsteig Weißer Regen (Steigung max. 16%). Hierbei ist es entscheidend, schnellstmöglich seinen Rhythmus zu finden und dann mit beherztem Krafteinsatz kontinuierlich gegen die Hangabtriebskraft anzukämpfen. 

Rund 900 Meter nach dem Waldparkplatz Ebenbach bzw. dem Triftsteig Weißer Regen - trifft man auf eine Weggabelung. Hier zweigt die Route von der geteerten Arberseestraße (sie führt zum Kleinen Arbersee) links in einen geschotterten Forstweg ab (743 m ü.NN.). Unmittelbar danach wird letztmals der noch "jungfreuliche" Weiße Regen überquert. Nun ist jener Streckenpunkt erreicht, ab dem Gravelbiker bzw. Mountainbiker ins Schwärmen kommen, denn die folgenden 10 Kilometer bieten Offroad-Liebhabern ein wahrhaftiges "Schotter-Eldorado" bis nach Bayerisch Eisenstein.

Der unasphaltierte Anstieg (4 km) mit bis zu 16% Steigung verlangt Schmackes in den Beinen. Zur Freude der Bergradler flacht die Steigung nach einer Waldlichtung auf 4-5% ab, wo das Berghotel Mooshütte passiert wird. Beim Berggasthof Mooshütte (941 m ü.NN.) geistert nicht nur der psychologische Lichtblick durch den Kopf das Groß der Höhenmeter geschafft zu haben, sondern die baumfreie Zone erlaubt nach längerer Waldpassage erstmals wieder einen sagenhaften Weitblick über den Lamer Winkel sowie auf den Osser und den Hohenbogen. Die Schotterstrecke bis zur Einmündung in die Brennesstraße (KM 42) weist 312 Höhenmeter auf. Zugleich hat der Lamer-Winkel-Arber-Radweg dort in einer Höhe von (1.037 m ü.NN.) nicht nur seinen Zenit erreicht, sondern überschreitet an dieser Stelle zudem die Landkreisgrenze Cham/Regen bzw. Bezirksgrenze zwischen der Oberpfalz und Niederbayern.

 Naturschutzgebiet "Kleiner Arbersee" 

Foto: Kleiner Arbersee (919 m ü.NHN.) mit schwimmenden Inseln und Moorpflanzen im Quellgebiet des Weißen Regen unterhalb des Großen Arbers (1.456 m ü.NHN.). Der Kleine Arbersee ist ein Relikt aus der Eiszeit (eiszeitlicher Karsee) der für seine drei schwimmenden Inseln und das umliegende Naturschutzgebiet bekannt ist. Er liegt direkt an der Hanglage des Großen Arbers und ist über Wanderwege bzw. mit der Kleinen Arberseebahn von Lohberghütte aus aus erschlossen. 

Wegbeschreibung: abweichend vom beschilderten Routenverlauf besteht an der Weggabelung beim abzweigenden Forstweg (KM 38, 742 m ü.NHN.) die Möglichkeit, geradeaus die geteerte Arberseesstraße ins Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee zum Gasthaus Seehäusl hinauf zu radeln (2.3 km / 182 hm). Alternative: am Verzweigungspunkt anstatt der Arberseestraße links der Originalroute 1.5 km dem Schotterweg folgen und bei der Spitzkehre geradeaus fahren (Trail).  

Ist man am Kleinen Arbersee angekommen, darf man im Gasthaus Seehäusl mit zünftigem Biergarten und phänomenalen Arberblick verdientermaßen ruhigen Gewissens eine erholsame Auszeit nehmen und sich eine kulinarische "Selbstbelohnung" gönnen, zumal die finalen 145 Höhenmeter zum Streckenhochpunk überschaubar sind. Als ehemaliger Glashüttenstandort diente das Gebäude später als Waldarbeiterhaus. Seit den 1950er Jahren ist es eine beliebte Ausflugsgaststätte.

Der Kleine Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln ist eine absolute Besonderheit. Seine Entstehung verdankt er dem Kleinen Arberseegletscher, der während der letzten Eiszeit vom Großen Arber hinunter ins Tal führte und damals der zweitlängste aller Böhmerwaldgletscher war. Als der See 1885 zu Holztriftzwecken aufgestaut wurde, lösten sich Moordecken vom Seeboden ab. Seitdem schwimmen drei, zwischen 1,5 m bis 3,5 m dicke Inseln im See, von denen jedoch nur noch die Insel am Auslauf des Sees wirklich schwimmt die zudem ständig ihre Lage verändert.

  Im gesamten Naturschutzgebiet gilt ausnahmslos Wegegebot. Das Betreten der Inseln ist streng untersagt, Baden sowie die Seeumrundung per Rad ebenso nicht erlaubt! Auch Uferbereiche dürfen nicht betreten werden, um das sensbile Pflanzenvorkommen nicht zu beschädigen. 

Foto: idyllisch von Bergen umrahmt mit Ausblick auf den König des Bayerwalds macht das Fleckchen Erde im Herzen des 403 Hektar großen Naturschutzgebietes "Kleiner Arbersee" zu einem wahren Sehnsuchtsort. In dieser außergewöhnlichen Lage und zivilisationsfreier Stille kann man wahrhaft seine Seele baumeln lassen. Genug Argumente, warum das Kleinod angesteuert werden sollte, zumal der minimale Umweg sowieso nebensächlich ist. 

Der Rückweg zur Originalroute erfolgt über eine flache Querspange auf einem breiten Forstweg, wo nach 1.2 km beim Wanderparkplatz Kleiner Arbersee der Lückenschluß erfolgt. Der Schlenker misst im Vgl. zum Lamer-Winkel-Arber-Radweg nur 1.6 km Umweg, wobei 29 "Bonunshöhenmeter" kaum der Rede wert sind weil das mühsam erarbeitete Höhenlevel nicht mehr unterschritten wird. Vom Einmündungspunkt aus über Mooshütte bis zum Abzweig von der Brennesstraße links in die Schotterabfahrt nach Bayerisch-Eisenstein sind es 4 km (final 137 hm). 

Der Arbergipfel erreicht als einzige Erhebung des gesamt Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirges die Waldgrenze. Selbst Baumarten wie Fichte und Vogelbeere kommen in dieser Höhe nur noch vereinzelt vor, während die Latsche großflächige Bestände bildet. Unter den Pflanzen können sich in dem rauhen Klima und den kargen Böden nur noch sogenannte Spezialisten behaupten.

Bereits beim Landkreisschild taucht die Waldlichtung ins Blickfeld, dessen unbewaldeter Brennessattel unvermittelt die Sicht auf ein atemberaubendes Panorama bzw. den majestätischen Anblick auf den Großen Arber freigibt.

Während der Arbergipfel dem Gemeindegebiet von Bayerisch Eisenstein bzw. die Südwestflanke dem Markt Bodenmais im Landkreis Regen zugehörig ist, zählt die Westflanke zur Gemeinde Lohberg im Landkreis Cham. 

Randnotiz: nicht nur Radtouristen schätzen die traumhafte Naturkulisse des Bayerischen Waldes. Auch ambitionierte Radsportler finden zu Trainingszwecken ein nahezu unerschöpfliches Terrain aller Schwierigkeitsgrade vor, weswegen die prädestinierte Rennradregion einen hervorragenden Ruf genießt. Bestes Beispiel ist der Arber-Radmarathon (Deutschlands größte Radtourstikveranstaltung), der turnusgemäß Ende Juli auf der 250 km Distanz den »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« 77 km bzw. das »Arberland« auf einer Länge von 62 km durchquert.  

Wird man sich einer Zwischenbilanz bewusst so sorgt sie ganz bestimmt für psychologischen Auftrieb, denn Höhenmeter sind nun bis zum Zielort keine mehr zu befürchten. Ganz im Gegenteil, nach dem kraftraubenden Anstieg frohlockt eine tolle Abfahrt. 

 Abstecher zur Hindenburgkanzel (1.062 m ü.NN.): phänomenale Aussicht über den Lamer Winkel. Der vorspringende Felsriegel nahe der Bezirksgrenze Oberpfalz und Niederbayern befindet sich oberhalb der Brennesstraße, die Lohberg mit Bayerisch Eisenstein verbindet. Von der Aussichtskanzel genießt man einen tollen Ausblick über den gesamten Lamer Winkel, den der Lamer-Winkel-Arber-Radweg durchquert. Die Aussichtsplattform wurde zu Ehren des früheren Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg beanannt, wo eine Gedenktafel an das 50-jährige Bestehen des 1883 gegründeten Bayerischen Wald-Verein erinnert. Wegbeschreibung: kommend von Mooshütte bei der Einmündung in die Brennesstraße links abbiegen und zwei Kilometer - entgegengesetzt der Originalroute - der Hauptstraße folgen (28 hm). 

Rückschau: im Hintergrund ist der gelbe Richtungswegweiser zur Mooshütte zu sehen, wo der ansteigende Schotterweg an der Brennesstraße endet (rechts abbiegen)

Nun heißt es auf dem Streckenzenit vom »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« Abschied nehmen. "Au revoir" vielleicht bis zum nächsten Wiedersehen:-).