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Donau-Regen-Radweg - Entschleunigter Bahntrassen-Fahrspaß hoch³

Streckenprofil
Die ehemalige Lokalbahnstrecke Miltach-Bogen (Straubing) stellt für Radfahrer mit schönen Tal- und Waldpassagen eine attraktive Querverbindung zwischen der Donau und dem Regen her. Dank des typischen Bahntrassencharakters bietet der Donau-Regen-Radweg ideale Voraussetzungen, entspannt in eine reizvolle Naturregion des Bayerischen Waldes einzutauchen. Auf nivellierter Steigung (max. 3%) radelt man von Miltach im Regental (380 m ü.NN.) sanft ansteigend dem Streckenhochpunkt nach Streifenau (KM 11; 534 m ü.NN.) entgegen, von wo das Höhenlevel bis Ehren (KM 29) wiederum auf 340 Meter abfällt. Der 10 km lange asphaltierte Schlussabschnitt nach Bogen in der landwirtschaftlich genutzten fruchtbaren Gäubodenebene ist steigungsfrei. Bis auf eine kürzere Straßenverbindung in Streifenau sowie im Stadtgebiet von Bogen verläuft die Strecke zu 92% auf einer aufgelassenen Bahntrasse, deren Niveauunterschiede kaum spürbar sind sodass die gleichmäßige Belastung im erträglichen Rahmen bleibt.

Tiefenentspanntes Bahntrassenradeln durch malerische Naturlandschaft
Geschichtsträchtige Bahntrassen-Radwege haben ohne Zweifel ihren Reiz. Der Bahnradweg, der zwei Flüsse miteinander verbindet windet sich entlang blühender Wiesen, Weiden, Kornfeldern und schlängelnden Bächen durch unverbautes Terrain, passiert dichte Waldabschnitte, führt über Holzbrücken und punktet darüber hinaus mit idyllischen Rastplätzen.

Vor allem ufernahe Sitzbänke am Klinglbach, Perlbach, Oedbach, Menbach und Bogenbach sind Kraftorte mit energetischer Ausstrahlung, die der stillsitzende Mensch als Ort der Ruhe, Erholung und Bewusstseinserweiterung empfindet. Wenngleich wildromantische Wiesenbäche, die kraft ihres Wassers ohne menschliche Einflussnahme ihren Weg selbständig bahnen und sich ständig neue Bachbetten schaffen zunehmend seltener werden: in dieser schwach besiedelten Region dürfen Bäche „mäandrieren“, ohne dass der Mensch zerstörerisch in die Natur eingreift. Die permanente Veränderung von Strömung, Gewässergrund und Tiefe in jedem Bachmäander schafft nicht nur ein abwechslungsreiches Landschaftsbild, sondern auch eine außerordentlich große Vielfalt von Kleinstlebensräumen, die die Grundlage für ein artenreiches Leben schafft. Verweilt man länger an solch entrückten Naturoasen, entpuppt sich die Aura für die Psyche wie ein wahres Lebenselexier. Letztlich hat es sowieso jeder selbst in der Hand, inwieweit er beim entschleunigten Genussradeln ganz ohne jahrtausendalte fernöstliche Mediationstechnik seine innere Balance (wieder) findet. Ungeachtet dessen fördert die verkehrsfreie Streckenführung selbstvergessene Zustände und gewährt wundervolle Einblicke in eine Welt voller Naturschönheiten, denen man sich dank des leicht erkennbaren Wegeverlaufs umso intensiver widmen kann.
Neben der körperlichen Fitness tut es auch der Seele gut, wenn selbstvergessenes Radeln das Gedankenkarussell vom stressgeplagten Alltag automatisch ausknipst. Abschalten, genießen und entspannen ist das ganze "Geheimnis" das im Grunde gar keins ist. Dort wo das ehemalige „Bayerwaldbockerl“ 90 Jahre lang das Donautal von Straubing aus mit dem Regental in Cham (letztmals 1986) verband und Mensch & Güter in entlegene Winkel dieser ländlichen Region transportierte, können heute Radfahrer fernab vom motorisierten Verkehr leidenschaftlich ihrem Hobby frönen und unbemerkt reichlich Energie schöpfen. Auf den Spuren nostalgischer Eisenbahnzeiten wandeln, ursprüngliche Natur sowie herzliche Gastfreundschaft genießen und beschwingt die Seele baumeln lassen ohne leistungsmäßig überfordert zu sein sind Vorzüge, die der familienfreundliche Donau-Regen-Radweg auf herrliche Art und Weise in sich vereint. Wer dem Trubel und der Alltagshektik entfliehen und sich in der blühenden Natur erholen möchte wird überrascht sein, wie schnell der Fahrspaß hoch³ zugeflogen kommt. Dazu sorgen bei Sommerhitze, die aufgrund des fortschreitenden Klimawandels immer unangenehmer in Erscheinung tritt, schattenspende Waldpassagen für frische Abkühlung. Deswegen spricht die Tour auch Familien, Senioren und Freizeitradler an.

Foto: Rastplätze und Sitzbänke in idyllischer Lage laden zum erholsamen Verweilen ein
Wegweisung
Der Bahntrassenradweg ist neben seinem Radwege-Signet
einschließlich Entfernungsangaben zusätzlich mit dem Logo
lückenlos beschildert. An Radwege-Knotenpunkten befinden sich Hauptwegweiser mit Nah- und Fernzielen die teilweise Entfernungsangaben enthalten. Dazu weisen Einschubschilder mit Routenbezeichnungen und Radwegesignets auf weitere Radwege (lokal/regional) hin. Mitunter dienen quadratische Zwischenwegweiser (grüner Richtungspfeil auf weißem Hintergrund) als zusätzliche Orientierungshilfe. Abgesehen von der Markierung ist die Wegführung der ehemaligen Lokalbahntrasse ohnehin optisch gut erkennbar, was die Orientierung zusätzlich erleichtert.
Wenngleich der Streckenverlauf weitgehend von motorisiertem Verkehr befreit ist, ist bei Absperrungen, Eisenpollern, Drängelgittern und Straßenkreuzungen (vorfahrtsberechtigter KFZ-Verkehr) sowie den Ortsdurchfahrten in Streifenau und Bogen erhöhte Vorsicht geboten!
Bahntrassencharakter - Wahrer Radlersegen
Bahntrassen-Radwege zeichnen sich grundsätzlich durch nivellierte Steigungen, weite Kurvenradien und einsehbare Streckenverläufe aus. Dazu erinnern Relikte wie Rundbogenbrücken, Signalanlagen, Stationsgebäude, Kilometersteine, Loks und Waggons an die nostalgische Eisenbahnepoche. So zählen beispielsweise die historischen Bahnhofgebäude in Mitterfels und Konzell Süd (dort blieben das Empfangsgebäude, die Güterabfertigung und der Lokomotivschuppen erhalten) heute zum industriellen Kulturerbe, währenddessen der Bahnhof in Bogen zu einem neuzeitlichen Erlebnisbahnhof umgebaut wurde. Man wandelt sozusagen auf den Spuren ehemaliger Dampflokzüge bzw. Schienenomnibusse, die damals schwerfällig durch die dünn besiedelte Landschaft schnauften. Die ältere Generation mag sich von Bauwerken und Relikten von anno dazumal erinnert fühlen, doch jüngere Semester kennen die gute alte "Eisenbahnerzeit" indes nur noch aus Geschichtsbüchern. Bevor das Automobil in der Nachkriegszeit die Welt wie im Sturm eroberte, bot die Eisenbahn insbesondere der ländlichen Bevölkerung das einzige öffentliche Verkehrsmittel. Halten wir fest: die charakteristische Trassenführung mit Dämmen und Geländeeinschnitten, Brücken, Viadukten und Tunneln - garniert mit historischen Relikten - macht Bahntrassenwege grundsätzlich besonders, wenn nicht sogar einzigartig, auch weil es an den verkehrshistorischen Hintergrund des früheren Eisenbahnzeitalters erinnert.

Heute kommt im Wandel der Zeit das Bahntrassenradeln einer touristischen Eisenbahnfahrt mit geschichtlichem Background gleich, das bisweilen unzugängliche Örtlichkeiten bzw. Regionen erschließt, wo es stellenweise weder Straßen noch Zivilisation gibt. Vom Streckenverlauf durch die unberührte Naturlandschaft profitieren Bahntrassenradler in besonderem Maß, eben weil gewisse Gebiete für den motorisierten Verkehr unzugänglich sind, d.h. lediglich zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar bleiben. Ganz zu schweigen von abgelegenen Aussichtsstellen, die man in aller Regel obendrein auch noch alleine in Ruhe genießen kann. Entsprechend beliebt ist die Gegend auch bei einheimischen Spaziergängern und Wanderern, weil die Natur ein energetisches Rückzugsrefugium bietet. Gerade die abgeschiedene Lage erweckt den Eindruck, als würden die Uhren langsamer ticken und die Welt in dieser beschaulichen Gegend noch in Ordnung zu sein scheint. In unserem dicht besiedelten Industrieland an sich schon ein Seltenheitscharakter, den wir den Streckenverläufen von Bahntrassenradwegen zu verdanken haben.
Relation von Geschwindigkeit, Raum und Zeit
Stellte im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert der radikale Geschwindigkeitszuwachs für die Menschen noch einen unvorstellbaren Quantensprung dar, so stand man trotzalledem erst am Beginn einer rasanten technologischen Entwicklung bzw. Zeitreise. Ein Vergleich mit der heutigen Mobilität zeigt anschaulich, wie schnell sie voranschritt. Bedenkt man, dass um die Jahrhundertwende die Durchschnittsgeschwindigkeit vieler Lokalbahnen niedriger war, als die von heutigen Radlern, rückt es die Dimension von Entfernung und Zeit ins Bewusstsein. Ein Vergleich verdeutlicht die Geschwindigkeit des damaligen Bayerwaldbockerls. Laut Kursbuchtabelle 875 benötigte der Zug für die Fahrstrecke Bogen-Miltach in den 80 er Jahren 1 Std. 15 min. (+ 14 min. nach Straubing). Demnach war die damalige Reisezuggeschwindigkeit gerade mal doppelt so schnell, wie vergleichsweise das Durchschnittstempo von gemütlich dahin gondelnden Genussradlern.
Was Bahntrassenradwege so einzigartig und anziehend macht
Das Streckennetz der Eisenbahnen befand sich in Deutschland in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren im Umbruch, als vorwiegend regionale bzw. lokale Schienenwege wegen abflauendem Passagieraufkommen - bedingt durch den Auto-Boom - reihenweise stillgelegt wurden. Ein Wandel, der größtenteils mit Umwidmung und alternativer Nutzung nicht mehr benötigter Bahnflächen bzw. ehemaliger Bahnstrecken einherging, wodurch völlig neue Radwegeverbindungen entstanden.

Radwege auf stillgelegten Eisenbahnstrecken faszinieren in vielerlei Hinsicht. Zum einen wegen ihrer einsehbaren Trassenführung, der gleichmäßigen Anstiege und sanften Gefällpassagen. Zum anderen erinnern bahntypische Relikte wie Bahndämme, Geländeeinschnitte, Brücken, Viadukte, Signalanlagen, historische Bahnhofsgebäude, ausrangierte Loks und Wagons sowie Tunnel an die ereignisreiche Eisenbahnepoche. Erst umfangreiche Geländeeingriffe in bergigeren Regionen stellten sicher, dass Dampfloks die Waggons (bzw. Schienenomnibusse) über Anhöhen der kupierten Landschaft ziehen konnten. Was dem Bahnverkehr durch geringe Neigungswinkel den Weg ebnete, entpuppte sich für Radfahrer im Nachhinein als wahrer Segen. Dies erklärt auch, warum das Bahntrassenradeln sich vielerorts großer Beliebtheit erfreut. Bahntrassenradwege weisen spezielle Merkmale auf, dessen Anreiz sie von herkömmlichen Radwegen wohltuend unterscheiden. Neben der alltäglichen Nutzung von Bahnradwegen durch die örtliche Bevölkerung profitiert auch der Tourismus in großem Maße, da die meisten Streckenverläufe fern von städtischer Hektik im ländlichen, schwach besiedelten Raum landschaftlich sehr reizvoll sein können. Bahnradwege zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus: sie sind steigungsarm, autofrei, gut ausgebaut, bestens beschildert und bieten durch ihre geographische Abgeschiedenheit darüber hinaus eine ursprünglich gebliebene Naturkulisse, die häufig zu einer bedächtigen Gangart stimuliert. Dazu versprüht jede Strecke ihren individuellen Charme und erzählt ihre ganz eigene Geschichte. Das Motto heißt: beruhigt einen Gang runter schalten, während des gleichmäßigen Pedaltritts ungestört die Sinne schweifen lassen und die Naturlandschaft sowie Sehenswürdigkeiten am Wegesrand bestaunen.
Öffentlich ist nur wenig darüber bekannt, welch langwieriges und komplexes Verfahren der Umwidmung einer Bahnstrecke vorausgeht. Rechtlicher Hintergrund: Die Nutzung einer Bahntrasse für den Radverkehr setzt als Mindestvoraussetzung zwingend deren Stilllegung nach § 11 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) voraus. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Streckenstilllegungsverfahren wird der Zugverkehr auf der Strecke dauerhaft eingestellt. Im Zuge dessen strebt die Deutsche Bahn AG einen Grundstücksverkauf an, wofür die bahnbetriebliche Nutzung einer alten Trasse defacto ausgeschlossen ist und neben der Stilllegung auch eine endgültige Entwidmung bzw. körperliche Trennung zu erfolgen hat. Erst nach erfolgreichem Abschluß des komplexen (Genehmigungs-) Verfahrens ist der rechtliche Rahmen für eine angestrebte Radwege-Umwidmung geschaffen.
Dank nivellierter Höhenunterschiede pegelt sich der Puls auf eine erträgliche Schlagzahl ein, weswegen die Naturlandschaft aufmerksamer wahrgenommen werden kann bzw. lockere Gespräche mit dem Nebenmann/frau möglich sind. Geringere körperliche Belastung gepaart mit dem erkennbaren Trassenverlauf, weiten Kurvenradien und einer großzügigen Fahrbahnbreite von rund 3 Meter vermindert zudem die Konzentrationsanforderungen. Der typische Bahntrassencharakter kommt also eindeutig dem Fahrspaß, der Achtsamkeit und dem Genussfeeling entgegen. Geistig verschmolzen mit der entspannenden Naturlandschaft bringt es das Kräftegleichgewicht von Körper Geist und Seele in Balance.
Wird der innere "Tempomat" auf entschleunigten Wohlfühlmodus gedimmt der schafft es eher, den durchgetakteten Alltag auszublenden und seine Sinne schweifen zu lassen. Die achtsame Wahrnehmung der Umgebung, die bewusste Auseinandersetzung mit der Kultur und Heimatgeschichte der Landbevölkerung sowie Interesse an der Bahnhistorie zu zeigen verspricht eine grundlegende Bereicherung des Bahntrassenerlebnisses.

Auf der Querverbindung zwischen dem internationalen Donau-Radweg und der Bayerwaldmagistrale - dem Regental-Radweg - kommen Bahntrassenliebhaber voll auf ihre Kosten. Inspirierende Stille - allenfalls unterbrochen von Vogelgezwitscher, Windsäuseln und Bachgurgeln - streicheln die Ohrmuscheln. Ein geruhsames Päuschen auf einer der zahlreichen Sitzbänke in idyllischer Umgebung verhilft erstaunlich schnell zur Tiefenentspannung. Phasenweise kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass alles rund herum irgendwie im "Dornröschenschlaf" liegt. Ein herrliches Rückzugsgebiet, das schon deswegen einen Hauch von Abenteuerfeeling versprüht, weil manche Örtlichkeiten wie Aussichtspunkte, Waldlichtungen und Rastplätze nicht motorisiert sondern nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind.
Neben kleineren Holzbrückchen sticht besonders die beeindruckende Menachtalbrücke heraus, die in 23 m Höhe einen spektakulären Ausblick bietet. Das 90 Meter lange Brückenbauwerk überspannt bei Mitterfels das Tal der Menach (Perlbachtal) und zählt zweifelsohne zu einem Highlight, für das es sich devintiv lohnt vom Sattel zu steigen.

Neben kleineren Holzbrückchen sticht besonders die beeindruckende Menachtalbrücke heraus, die in 23 m Höhe einen spektakulären Ausblick bietet. Das 90 Meter lange Brückenbauwerk überspannt bei Mitterfels das Tal der Menach (Perlbachtal) und zählt zweifelsohne zu einem Highlight, für das es sich devinitiv lohnt vom Sattel zu steigen.
Zwischen den Gemeinden Altrandsberg und Rattenberg - genauer gesagt 5.7 km von Miltach bzw. 33.3 km von Bogen entfernt - wird die Landkreisgrenze Cham / Straubing-Bogen passiert, die zugleich die Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern voneinander trennt.
Bestnoten vom "Bahntrassen-Papst"
In der Liste der schönsten bayerischen Bahntrassenradwege belegt der Donau-Regen-Radweg ganz gewiss einen Spitzenrang. Dies bestätigt auch Dr. Achim Bartoschek, ausgewiesener Fachexperte für Radwege auf stillgelegten Eisenbahntrassen und Betreiber von Deutschlands populärsten Bahntrassenradwege-Plattform, was ihm mithin die Bezeichnung "Bahntrassen-Papst" einbrachte. Bemerkenswert, dass der Experte den Donau-Regen-Radweg mit Bestnoten bewertet, indem der Bahntrassenradweg deutschlandweit in seiner persönlichen Top-Favoriten-Liste aufgeführt und mit dem höchsten "Scoring" (4 Fahrradymbole) eingestuft wird. Ein positives Urteil, dem sich wohl die meisten Radler - wie der Autor auch - uneingeschränkt anschließen dürften.
Bewertungskriterien
Dr. Achim Bartoschek - Betreiber Deutschlands populärster Bahntrassenradwege-Plattform - gilt gemeinhin als ausgewiesener Fachexperte für Radwege auf stillgelegten Eisenbahntrassen. Seine subjektiven Bewertungsangaben werden aus Sicht des Tourenradlers vorgenommen, wobei seine Beurteilungen grundsätzlich auf akribischer Recherche einschließlich persönlicher Routenbefahrungen beruhen. Das Bewertungssystem umfasst fünf Gütesiegel → 0 - 4 Fahrradsymbole
. Als Bewertungskriterien fließen die touristische Attraktivität des Umfeldes, Rastmöglichkeiten und die Anbindung an Radfernwege oder Bahnhöfe genauso ein, wie die Befahrbarkeit des Weges. So genießt eine durchgängige und barrierefreie Befahrbarkeit, landschaftliche Attraktivität und eine geringe Lärmbelastung einen hohen Stellenwert, während bei längeren Distanzen auch wetterfeste Rastmöglichkeiten stärker gewichtet werden. Die Fahrbahnoberfläche spielt hingegen eher eine untergeordente Rolle, d.h. ob der Weg asphaltiert, wassergebunden oder geschottert bleibt solange belanglos, wie keine Fahrbahnschäden (z.B. Schlaglöcher) vorhanden sind bzw. der Rollwiderstand vertretbar bleibt. Kein Gütesiegel erhalten Wanderwege auf stillgelegten Bahntrassen, deren unwegsame Oberflächenbeschaffenheit eine risikofreie Befahrung nicht gewährleistet ist.

Portrait von Dr. Achim Bartoschek nachzulesen in der Bahntrassen-Reportage, Autor Curd Biedermann im Fachmagazin "aktiv Radfahren"
Dr. Bartoschek ist der kreative Kopf der Homepage www.bahntrassenradeln.de, welche das Fachmagazin 'aktiv Radfahren' zu ihrer Serie „Bahntrassenradeln“ inspirierte. Der gebürtige Rheinländer promovierte in Chemie und ist als Entwickler und Berater im Bereich Informationsverarbeitung tätig. Zudem ist er seit 1996 begeisterter Tourenradler. Den Grundstock für seine informative Website legte Bartoschek nach einer Rundfahrt durch die Eifel und den Hunsrück im Jahr 2001. Zu einer Zeit, als es allenfalls bruchstückhafte Informationen zu deutschen Bahntrassenwegen gab.

