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Willkommen im Radparadies »Waldmünchner Urlaubsland«

Foto: Blick auf die Trenkstadt Waldmünchen, die von einer herrlichen Naturlandschaft umgeben ist. 

Das Waldmünchner Urlaubsland, gelegen im Naturpark Oberer Bayerischer Wald (Landkreis Cham) nahe der tschechischen Grenze, ist für Radfahrer wie für Mountainbiker und Gravelbiker ein echter Geheimtipp. Auch deshalb, weil die beschauliche Naturregion ihren unverwechselbaren Charme bewahren konnte und weit davon entfernt ist ein touristischer Hotspot zu sein. Stattdessen genießt der Naturschutz hohe Priorität,  weswegen der sanfte Tourismus hoch im Kurs steht. Die abwechslungsreiche Naturlandschaft mit Berggipfel von fast bis zu 1.000 Meter Höhe, dichten Wäldern und großen (Stau-) Seen wie der Perlsee, Silbersee und Drachensee bieten reichlich Tourenpotential. Da die Grenzregion von menschlichen Eingriffen weitgehend verschont blieb konnte sich die Natur dementsprechend prächtig entfalten. Nutznießer sind neben der hiesigen Bevölkerung auch Urlauber und Freizeitaktivisten, insbesondere Zweirad-Fans die von der gesunden (Berg-) Luft ganz besonders profitieren. 

Exponierte Mittelgebirgsgipfel, stille Täler, geheimnisvolle Wälder und klare Seen bilden sozusagen die Landschaftsbühne, die schon nach wenigen Radkilometern zu begeistern vermag und Pedaleure ziemlich schnell ins Schwärmen bringt. Hinzu kommt, dass Radfahrer von der erhöhten Sattelpostion aus  - vergleichbar einer Tribüne (abstammend vom lateinischen tribunal / erhöhter Feldherrensitz) - die Naturkulisse wie in einer Freilichtbühne als faszinierendes Naturschauspiel erleben. 

Das Grenzmassiv bildet den Schnittpunkt, der den Bayerischen Wald mit dem Oberpfälzer Wald und dem Böhmerwald auf tschechischer Seite verbindet. Der längliche Bergrücken besteht aus den Gipfeln Gibacht (934 m ü.NHN.), Kreuzfelsen (936 m ü.NHN.), Tannenriegel (910 m ü.NHN.) mit dem „Leuchtturm der Menschlichkeit“, Reiseck (902 mü.NHN.) - wo das Gläserne Gipfelkreuz steht - sowie dem Cerchov (1.046 m ü.NHN.) im Böhmischen Wald auf tschechischer Seite. 

Foto: Staudamm Perlsee

Die unmittelbare Grenzlage erlaubt auch grenzüberschreitende Abstecher bzw. Touren in den urwüchsigen Böhmerwald, der gleich auf drei Fernrrouten erkundet werden kann: Schwarzachtal-RadwegFernradweg München-Regensburg-Prag und Iron-Curtain-Trail (EuroVelo-Route 13).

Foto: in flachen Tallagen sind Radanhänger bzw. Trailer keine Seltenheit. Mit Kind & Kegel bzw. mit seinem Haustier On Tour zu gehen bringt positiven Schwung und positive Stimmung ins Familienleben. Deshalb muss "Liesl" nicht zuhause bleiben.

Das Gute an der Radregion ist, dass entlang der Schwarzach und den Seen im flacheren Gelände gemütliche Genussradler voll und ganz auf ihre Kosten kommen, während ambitionierte Radsportler - genauso wie (Trail-) Biker - im Berg- und Hügelland durchaus herausfordernde Strecken vorfinden. Ortsunkundigen legen wir die Waldmünchner Radrundfahrt ans Herz, weil fünf beschilderte Rundstrecken mit über 700 Kilometer Länge durch beeindruckende Landschaftsabschnitte verlaufen (was im übrigen auch für zwei reizvolle Mountainbike-Routen zutrifft), die einem ohne detaillierte Streckenkenntnisse ansonsten verborgen blieben.

Wer im Waldmünchner Urlaubsland im Naturpark Oberer Bayerischer Wald im Sattel sitzt, hat gut Lachen. Gleichgültig mit welcher Radgattung man sich auf Erkundungstour begibt, die vielzitierte "Freiheit auf zwei Rädern" kommt einem in der schwach besiedelten Naturregion wie von selbst zugeflogen.

Foto: Grenzenloses Radvergnügen auf dem 132 km langen Schwarzachtal-Radweg. Die „Pferdewallfahrtskapelle“ bei Schäferei zwischen Hirschöf und Hocha gelegen bietet ein traumhaftes Ruheplätzchen, zumal man einen schönen Ausblick genießt. Einmal auf dem Bänkchen niedergelassen wirkt die idyllische Stelle wirkt wie ein Kraftort. Die schmucke Kapelle mit Vorbau, Dachreiter und Apsis steht mit dem „Rücken“ zum Waldrand, während sich die Sicht südwärts ins „freie Land“ richtet. Die Rundbogentür gewährt einen Blick ins schmucke Innere, in der Apsis ist hinter einem schmiedeeisernen Gitter der Schutzpatron der Pferde, der Heilige Leonhard, positioniert.

Das »Waldmünchner Urlaubsland« bietet an der Schnittstelle zwischen Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald und dem Böhmerwald Radfahrern ein erstaunlich abwechslungsreiches Streckenpotenzial, das sowohl Flachpassagen als auch ein wellig bis bergiges Streckenprofil aufweist. Flach - hügelig - bergig - die Region bietet ein breites Spektrum, das Einsteiger, ebiker bis hin zu sportiven Rennradenthusiasten unabhängig des Leistungslevels abholt. Wer die Schönheit dieser Mittelgebirgsregion erfahren will, es dabei aber etwas gemächlicher angehen möchte, setzt auf „elektrischen Rückenwind“. Mit dem ebike kurbelt man fast ohne zu schwitzen im wahrsten Sinne des Wortes über die Berge.

Die Grenzregion ist eine Hochburg des Tourenradelns, legen doch ausgewiesene Radwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, eine gut ausgebaute Infrastruktur und die schon mehrfach erwähnte atemberaubende Landschaft Radtouristen regelrecht den "roten Teppich" aus. Berauschende Tempofahrten oder gemütliche Bikepacking-Erlebnistour durch die abgeschiedene Region - je nach Gusto ist alles möglich. Ob kräftezehrendes Höhenmetersammeln oder entschleunigtes Dahingondeln durch unberührte Natur bleibt jedem selbst überlassen. Genuss, Achtsamkeit und Inspiration sind wesentliche Elemente für unvergessliche Tourerlebnisse. Hauptsache der Spaß bleibt nicht auf der Strecke.

Auf schwach befahrenen Nebenstraßen in sanft kupierter Berg- und Hügellandschaft die Kurbel schwingen und emsig Höhenmeter sammeln ohne giftige Rampen befürchten zu müssen - für solch einladende Geländeverhältnisse zeichnet sich das sanft geschwungene Mittelgebirgsprofil im »Waldmünchner Urlaubsland« aus. In der ostbayerischen Grenzregion verbirgt sich am Schnittpunkt vom Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald sowohl ambitionierte Radsportlern als auch erlebnishungrige Genuss- und Familienradler ein reizvolles Streckennetz. Trekkingradler, E-Biker und Hobbyradsportler können sich in der schwach besiedelten Region je nach Lust & Laune sowohl genussbetont als auch leistungsorientiert in der herrlichen Naturlandschaft entfalten bzw. auspowern. Wie dem auch sei, jedem Zweiradfan wird etwas geboten! Aussichtsreiche Radtouren in intakter Natur bei schwachem Verkehrsaufkommen sind Rahmenbedingungen, von denen jeder Radfahrer träumt. Dass sich Radtouren je nach Geschmack und Vorliebe grenzüberschreitend ausbauen bzw. miteinander kombinieren lassen ist eine weitere Trumpfkarte.

Wenn das obige Landschaftsfoto nicht zum Radfahren anregt, dem fehlt mit Verlaub gesagt entweder die Leidenschaft für das schönste "Hobby der Welt", oder er wurde vom Suchtbazillus noch nicht infiziert. Der 'Bayerische Wald ganz oben' wie das touristische Motto heißt verspricht jedenfalls nicht zuviel. Ob gemütlich im Tal der Schwarzach radeln, oder mit dem filigranenen Rennflitzer auf kaum befahrenen Verkehrswegen seine Trainingseinheiten abspulen, oder mit dem Mountainbike hakelige Trails rocken oder mit dem Gravelbike auf Schotterpisten und verschlungenen Waldpfaden entlang düsen bleibt festzuhalten: disziplinübergreifend ist für alle Rad- und Bike-Fans die Region super interessant. 

Dank facettenreicher Topographie wechseln sich flache Genuss- und Rollerpassagen mit teils knackigen Anstiegen und rasanten Abfahrten ständig ab. Der größte Trumpf birgt die abgeschiedene Lage fern von Ballungszentren, Straßenlärm und sonstiger Alltagshektik. Das Motto "Radeldorado im »Waldmünchner Urlaubsland« - Alles im grünen Bereich" bringt es auf den Punkt. Bezieht sich doch die Redewendung im übertragenen Sinn auf die kontrastreiche Berg- und Hügellandschaft, die man in dem verschwiegenen Landstrich gefühlt für sich allein zu haben scheint. Umkranzt vom Bergmassiv Gibacht (934 m ü.NHN.), dem Cerchov (1.042 mü.NHN.) und dem Hohenbogen (1.079 mü.NHN.) zeigt die Natur im Bayerischen Wald vielerlei Gesichter, dessen Antlitz aus unterschiedlichsten Blickwinkeln immer wieder ins Auge stechen.

Im »Waldmünchner Urlaubsland« läuft’s wortwörtlich rund. Vor allem wenn am ersten Julisonntag alljährlich die »Waldmünchner Radrundfahrt« mit ausgeschilderten, leistungsabgestuften Radstrecken zum geselligen Stelldichein ruft. Hierbei bietet sich die einzigartige Möglichkeit, neue Strecken kennen zu lernen, deren Beschilderung und Verpflegungsstellen vieles vereinfacht bzw. Gruppenfahrten mit Gleichgesinnten obendrein die gesellige Kommunikation fördert. Ob nach der Devise keine Gnade für die Wade mit Schmackes über Berg und Tal gepest wird, oder entschleunigtes, achtsames Cruisen den Takt vorgibt, obliegt natürlich jedem selbst. Vielleicht ist es ja die Mischung zwischen Trainingsreiz und Genuss, um in erträglicher Intensität die abwechslungsreiche Landschaft des »Waldmünchner Urlaubsland« noch einigermaßen achtsam wahrzunehmen.

Beileibe nicht jeder Rennradfahrer möchte seine Leistungsgrenzen auf höhenmeterintensiven Strecken ausloten. So bieten sich auch entspanntere Alternativen im flacheren Terrain wie z.B. in der Further Senke entlang der Chamb (Familien- und Genusstouren), wo sich die Anstrengung in Grenzen hält. Lange Rede kurzer Sinn: Das Streckenlayout im Waldmünchner Urlaubsland spricht jedes Fitnesslevel an, d.h. passende Routen zu finden, um in der facettenreichen Landschaft mit Spaß an der Freud seiner Leidenschaft zu frönen ist hier sicherlich das geringste Problem. 

Rennradfahrer verfügen je nach Fitnesslevel einen mehr oder weniger großen Aktionsradius, weswegen auch angrenzende Regionen wie der Hohenbogenwinkel durchaus in Betracht kommen. Ein Ausflug auf das Hohenbogenmassiv (max. Steigung 19%) mit einer Höhe von 1.079 Meter ist für konditionsstarke Radfahrer bzw. Gravel- und ebiker ohne Zweifel ein echtes Highlight.

Die wildromantische Natur hat viele Gesichter, wovon hiesige Rennradler ein Lied davon singen können. Im Herzen des bayerisch-böhmischen Grenzkamms liegt Pedalrittern in der "Natur-Aktiv-Region Oberer Bayerischer Wald" eine reizvolle Vielfalt zu Füßen, die sich Tag für Tag von Neuem erkunden lässt.

Berggasthof Gibacht 

Der Berggasthof Gibacht liegt auf 845 Metern Höhe in traumhafter Höhenlage oberhalb von Waldmünchen, eingebettet zwischen Bayerischem und Oberpfälzer Wald. Umgeben von dichter Natur, stillen Waldpfaden und knarzenden Schotterwegen sowie eindrucksvollen Aussichtspunkten ist der Gasthof seit vielen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für Mountainbiker (TRANS BAYERWALD führt direkt vorbei), Radfahrer, Wanderer und Naherholer. Der gemütliche Berggasthof befindet sich im Besitz der Gutsverwaltung Voithenberg und wird seit 2022 von einem naturliebenden Pächterpaar geführt. Urige Berghütten-Romantik im stilvoll-rustikalen Gastraum oder auf der großen Sonnenterrasse mit freiem Talblick inmitten einer Waldlichtung bieten ein erholsam-entspranntes Umfeld, um sich nach einer (anstrengenden) Radtour eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen und sich an kulinarischen Geschmackserlebnissen zu erfreuen. Die Küche verwöhnt mit regionalen Spezialitäten, saisonalen Gerichten und hausgemachten Klassikern, die leergefegte Energiespeicher geschmackvoll wieder aufzuladen vermögen. 

Die Gibacht-Berghütte zählt zu den kultigsten Gasthäusern der Region, das nahe Althütte (DSV Nordic-Aktiv-Zentrum) sowohl mit Rennrädern als auch Gravel- und Mountainbikes gut zu erreichen ist. Der Berghof Gibacht liegt am Waldrand an der Panoramastraße zwischen Waldmünchen und Furth im Wald am Fuße des Gibacht (934 m ü.NHN.). 

Die Pächter haben die Hütte liebevoll modernisiert und halten den Hütten-Charme und das künstlerische Erbe des 2021 verstorbenen Vorgängerwirts Ralph Wenzel - Sohn einer Glasmacherfamilie und ehemaliger Besitzer der Glashütte Theresienthal - in aller Ehren. So wurden beispielsweise Glassteine und ein Kreuz von Ralph Wenzl kunstvoll in die Wand eingelassen. Auch das große Glaskreuz am Reiseck sowie der "Leuchtturm der Menschlichkeit" auf dem Tannenriegel (910 m ü.NN.) stammen von dem bekannten Glaskünstler. 

Nur unweit vom Berggasthof Gibacht entfernt befindet sich Voithenberghütte, das 3 km nordwestlich von Furth im Wald und 1,3 Kilometer südlich der tschechischen Grenze liegt. Im Ortsteil Hammerschmiede befindet sich denkmalgeschützte Hammerschmiede, erbaut 1823. Die Voithenberger Straße zwischen Althütte und Furth im Wald passiert am Fuß des Gibacht mehrere Wanderparkplätze.

Warum in die Ferne schweifen, wenn quasi vor der Haustüre eine sagenhafte Rennradregion schlummert, die die Vorzüge eines Mittelgebrigcharakters in sich vereint? Dass sich der Aktionsradius bei grenzüberschreitenden Touren in der westböhmischen Pilsner Region in Tschechien erheblich erweitert, setzt dem »Waldmünchner Urlaubsland« die Krone auf und macht die Destination speziell für Sternradtouren noch reizvoller. So liegt beispielsweise die historische Chodenstadt Domažlice (Taus) - die eine Städtepartnerschaft mit Furth im Wald pflegt - durchaus in Reichweite. 

Sofern man über entsprechende Kletterqualitäten verfügt, sollte die Tagestour zum Hohenbogen (1.079 m ü.NN.) keineswegs fehlen, wenngleich die Maximalsteigung von 19% gehörig Druck auf's Pedal verlangt und bis zum Gipfel des Ahornriegel doch einige Körner kostet. Für drahtige Bergflöhe sicherlich kein unüberwindbares Hindernis, für alle anderen gleichwohl eine (grenzwertige) Herausforderung. 

Perlsee

Der Perlsee ist ein wichtiger Radverkehrsknotenpunkt, der von (Fern-) Radwegen sowie Mountainbike-Routen und einem Schlaufenweg (Zubringer zur TRANS BAYERWALD) passiert wird. Der Perlsee ist ein künstlich angelegter Stausee direkt vor den Toren der Stadt Waldmünchen. Der 7 Hektar große Speichersees dient dem Hochwasserschutz sowie der Energieerzeugung, zum anderen ist der <Erlebnisraum Perlsee> ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet. Der Stausee befindet sich am Oberlauf der Böhmischen Schwarzach und wird von einem 580 m langen Erddamm aufgestaut. Im Wasser tummeln sich Hechte, Karpfen, Forellen, Schleien und Weißfische.

 Foto: die neu errichtete Seen-Wirtschaft am Perlsee befindet sich rund 2 km vom Stadtzentrum Waldmünchen entfernt