• Drachenstich-Volksschauspiel • 31.07. - 16.08.2026
    © Stadt Furth im Wald
  • Drachensee
    © Stadt Furth im Wald
  • Drachensee
    © Stadt Furth im Wald
  • Naherholungsgebiet Satzdorfer See
    © Bayernbike
  • Jubiläumspark Arnschwang
    © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • Sehenswerte Attraktion auf dem Chambtal-Radweg
    © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • Wildromantischer Chamb
    © Bayernbike
  • Furth im Wald - Historische Altstadt
    © Bayernbike
  • Autor auf Recherche-Tour
    © Bayernbike
  • Drachensee im Angesicht des Hohenbogen
    © Bayernbike
  • Chamb bei Eschlkam
    © Bayernbike
  • Drachensee
    © Bayernbike
  • Dammkrone Drachensee-Talsperre - Aussicht auf den Chamb & das bayerisch-tschechische Grenzgebirge
    © Bayernbike
  • Kunstwerk „Mythos Drache“
    © Bayernbike
  • Naherholungsgebiet Drachensee (Freizeitufer)
    © Bayernbike
  • Naherholungsgebiet Drachensee (Freizeitufer)
    © Bayernbike
zu den
Informationen

Streckenbeschreibung

Der Startpunkt des Chambtal-Radwegs befindet sich in umittelbarer Nähe des Radpavillons beim „Flugplatzweg“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Janahofer Straße vis a vis eines Autohauses. Wer mit dem Auto anreist, kann hier praktischerweise ohne Umweg direkt auf dem Parkplatz Stadellohe oder dem Großparkplatz P 2 Altstadt Süd II Quadfeldmühle sein Fahrzeug abstellen. Der Pavillon bietet die Möglichkeit, Räder und Gepäck dort sicher und geschützt zu deponieren. Die Radboxen sind mit handelsüblichen Kabelschlössern absperrbar. Die Benutzung des Radpavillon Stadellohe ist kostenfrei!

Wegen Bauarbeiten an der Flutbrücke Stadellohe, befindet sich der Startpunkt des Chambtal-Radwegs bis 2026 beim Parkplatz Cham-Quadfeldmühle (Parkplatz P3 Altstadt-Süd II)! 

Cham lädt mit seiner historischen Altstadt und schönen Cafes und gemütlichen Wirtshäusern zu einem Zwischenstopp ein, wobei der Chambtal-Radweg – bei der blauen Brücke – direkt an einem uriger Biergarten vorbei führt.

Beim Freizeitgelände Quadlfeldmühle lockt eine Wirtschaft mit schattigem Biergarten zur Einkehr. Die beliebte Ausflugsgastätte <D'Wasserwirtschaft> ist über den sogenannten "blauen" Fußgänger- und Radwegesteg an der Oberen Regenstraße mit der Innenstadt verbunden.

Der Schilderbaum mit einem Potpourri an Radwege-Signets verhehlt nicht, wieso die Kreisstadt Cham eine "Hochburg" für Radtouristen aus nah und fern ist. Das Radwegenetz übt fraglos eine hohe Anziehungskraft sowohl auf Urlaubsgäste als auch auf einheimische Freizeitaktivisten aus. Blicken wir auf den Chambtal-Radweg, der sich gleich vom Start weg quasi in "namhafter" Gesellschaft befindet. So verläuft der Grüne Dach Radweg (305 km) und der Regental-Radweg (166 km) bis ins 5 km entfernte Kammerdorf (5 km) deckungsgleich mit dem Chambtal-Radweg, während der Fernradweg München-Regensburg-Prag (470 km) bis Furth im Wald Wegbegleiter ist. Deswegen herrscht bei schönem Radlwetter bzw. an Wochenden oder während der Schulferien auf diesem Streckenabschnitt reger Rad- und Ausflugsverkehr. 

In östlicher Richtung radelt man stadtauswärts am Freizeitgelände Quadfeldmühle vorbei, das für Kinder ein beliebtes Eldorado ist. Das weitläufige Freizeitgelände mit einem Abenteuerspielplatz (Klettergerüste, Wasserbecken, Sandspielplatz, Skate-Funpark und Beachvolleyballfeld) lädt Kinder jeden Alters zum Bolzen und Spielen ein.

Schon erstaunlich, wie rasch in der grünen Flussauen-Landschaft beruhigende Stille einkehrt, sobald der quirligen Kreisstadt Cham der Rücken zugekehrt wird. Nun geht es auf abwechselnd asphaltierter und unasphaltierter Streckenoberfläche in gewohnt flacher Manier durch die Chamer-Further-Senke, die die Mittelgebirgszüge des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes voneinander trennt. Die 5- 10 km breite Ebene wird vom Chamb und im westlichen Bereich vom Regen in weiten Mäandern durchflossen. Da die Senke nur in den äußeren Randbereichen einen wellligen Charakter aufweist, bleiben Radfahrer bis auf wenige Hügelkuppen bei Eschlkam weitestgehend von Steigungen verschont.

In früheren Zeiten verlief durch die Cham-Further-Senke einer der wichtigsten Handelsstraßen zwischen Bayern und dem Böhmen was den Ursprung für die Besiedlung des Bayerischen Waldes begründete. Dabei diente die weitläufige Ebene nicht nur den Menschen als praktischer Verbindungsweg, sondern ist auch bis heute eine wichtige Vogelfluglinie. Insbesondere die Auwiesen bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen nützlichen Lebensraum. 

 Feuersteinstraße - Bergwerk Abensberg-Arnhofen

Der Chambtal-Radweg orientiert sich am Verlauf einer alten Handelsstraße, auf der bereits vor tausenden von Jahren Feuersteine aus dem Bergwerk Abensberg-Arnhofen nach Böhmen transportiert wurden (Feuersteinstraße).

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge gelangte vor 7000 Jahren Feuersteine aus Bayern in die Siedlungen des Pilsener und Prager Beckens. Nach den Untersuchungen des Geoarchäologen Alexander Binsteiner verband eine direkte Handelsroute die Arnhofener Mine (nahe Abensberg) mit den steinzeitlichen Siedlungsräumen Bayerns und Böhmens. 

Der Begriff "Feuersteinstraße" beschreibt eine der ältesten rekonstruierten Handelsverbindungen, deren Streckendistanz zwischen Bayern und Böhmen rund 250 km betrug. Davon führte ein Großteil der Strecke offensichtlich entlang der Flüsse Donau, Regen, Naab und Schwarzach, wo in Ufernähe Überreste der Feuersteinbearbeitung gefunden wurden, wobei davon auszugehen ist, dass diese Strecken per Einbaum zurückgelegt wurden. Nach der Passage von Furth im Wald und dem Pass von Waldmünchen, die zu Fuß bewältigt werden mussten, lässt sich die Spur des Feuersteins nahe dem tschechischen Domazlice wieder aufnehmen, von wo sie über das Pilsener Becken nach Prag verlief.

Während in der Ferne bereits das exponierte Hohenbogenmassiv ins Blickfeld rückt, bietet sich rückwärtsgewandt nochmals ein schöner Anblick auf die Silhouette der tausendjährigen Handelsstadt Cham.

Nach 2.3 km erreicht man ein neu errichtetes Brückenbauwerk. Das ehemalige Nadelöhr mit steilen und gepflasteten Zufahrtsrampen wurde durch einen breiteren Brückenneubau einschließlich sanft ansteigender Zufahrten entschärft. Dazu wurde ein neuer Rastplatz mit Unterstellmöglichkeit errichtet, wo sich eine gemütliche Verschnauf- bzw. Brotzeitpause einlegen lässt. Radwandern mit Muße & Gelassenheit ist ohnehin ein echter Trumpf! Warum nicht mal alle "fünfe gerade sein zu lassen", spontan vom Zeitplan abzuweichen und alles etwas lockerer anzugehen? Dafür geht's nach einer erholsamen Rast umso motivierter wieder zur Sache, um nach dem Zwischenstopp gut gelaunt mit eifrigem Elan wieder Fahrt aufzunehmen.

Radfahrer können sich im »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« jedenfalls über das hohe Investitionsvolumen in die Radwege-Infrastruktur freuen.

 Direkt vor der Brücke besteht rechtsseitig eine Radwegeverbinung ins 800 Meter entfernte Chammünster mit seinem sehenswerten gotischen Marienmünster

Kleines Wortspiel: Zeitgemäße Wegweisung lässt Ortsunkundige nicht "im" bzw. am Regen stehen.

Bemerkung zu Eisenpollern: diese fest verankerten Hindernisse schaffen künstliche Engpassstellen, die insbesondere für motorisch eingeschränkte Radfahrer - teils bepackt mit ausladenden Seitentaschen, oder für Cargobikes/Liegeräder/Radanhänger wie auch für Mountainbiker mit breiteren Lenkern ein erhebliches Gefahrenpotential bergen. Zudem muss bei Gegenverkehr abgestiegen werden, was einen harmonischen Fahrfluss (Flow) abrupt unterbricht und so zu einer überflüssigen Spaßbremse ausartet.

Die künstliche Fahrbahnverengung an beiden Brückenköpfen zwingt zu erhöhter Vorsicht, zumal bei Gegenverkehr mindest ein Radfahrer absteigen muss. Ansonsten kann die breite Brücke komfortabel - auch bei Gegenverkehr - passiert werden.

Satzdorfer See

 Nach Überquerung des Regen besteht die Möglichkeit eines Abstechers zum Satzdorfer See

Foto: direkt nach der Rad- und Fußgängerbrücke führt im spitzen Winkel rechts ein Radweg zum Satzdorfer See (1 km). 

Der Satzdorfer See (Naherholungsgebiet vor den Toren der Kreisstadt Cham - liegt nur 1 km abseits.Ein Radweg-Zubringer (nach der Rad- u. Fußgängerbrücke). führt entlang des Regen direkt zum Satzdorfer See. Wochenend-Ausflügler aus der Region radeln gern zum Naherholungsgebiet des Satzdorfer Sees. Wer auf dem Chambtal-Radweg unterwegs ist sollte die Gunst der Stunde nutzen (1 km), um bei ausgiebiger Rast die Beine und die Seele baumeln zu lassen.

Nachdem der Kiesabbau 1971 eingestellt wurde, wurde das weitläufige Gelände zum Satzdorfer See umgewidmet. Zum 50-jährigen Jubiläum der Firma Rädlinger wurde der Grundstein für ein attraktives Naherholungsgebiet gelegt. Besonders an heißen Tagen bietet der Satzdorfer See frische Abkühlung und lädt zum entspannten Sonnenbaden ein. 

Der Badesee wird durch den Fluß Regen gespeist und verfügt gepflegte Liegewiesen. Familien schätzen vor allem das flache Ufer. Die Wassertiefe des im Privatbesitz liegenden Sees ist durchschnittlich 2,50 Meter, die Maximaltiefe liegt bei 4,70 Metern. Bootstouren, die in Blaibach beginnen, enden im Satzdorfer See, weswegen dort ein Steingrill aufgebaut ist. Die Entstehung des Satzdorfer Sees begann als Kiesgrube der Unternehmensgruppe Rädlinger, die immer noch Besitzer des Satzdorfer Sees ist. Gemeinsam mit der TouristInfo Cham wurde der Satzdorfer See  kultiviert und um zahlreiche Einrichtungen und Anlagen ergänzt. Unter anderem befindet sich auf dem Gelände ein grünes Klassenzimmer und der Platz der Bewegung, der mit zahlreichen Fitnessgeräten gespickt ist. In Mitten des Sees befindet sich die sogenannte Brutinsel, die als Brutstätte für heimische Tier- und Vogelarten dient. Rund um den See führt der Natur- und Freizeitpfad mit interessanten Lehrtafeln. Der Satzdorfer See nicht nur ein Badesee sondern mittlerweile vielmehr ein Naherholungsgebiet und beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen.

Nach der Regenüberquerung stößt man nach 400 Meter - unmittelbar hinter dem Ortsschild Cham (Altenstadt) - auf eine weitere Rad- und Fußgängerbrücke die den Chamb überquert.

Foto: auf einer weiteren Rad- und Fußgängerbrücke die den Chamb quert, ist der Flusslauf (links) sowie der Altwasserarm (rechts) deutlich zu erkennen, welcher von Ortsunkundigen fälschlicherweise manchmal für die Mündung in den Regen gehalten wird. Tatsächlich befindet sich die Flussmündung des Chamb etwa 200 Meter flussabwärts, wo der Regen seinen wasserreichsten Zufluss bekommt. Mit bloßem Auge kaum zu erkennen, mäandert in extrem langsamer Fließgeschwindigkeit der Chamb in seinem natürlichen Flussbett. Kuriosum: Bei Hochwasser verschwindet die Landzunge als "Trennkeil" beider Flüsse, d.h. das Wasser beider Flüsse vermengt sich bereits einige Hundert Meter oberhalb der eigentlichen Flussmündung.

Kurz nach der Chamb-Brücke wird im Chamer Vorort Altenstadt rechts abgebogen. Es folgt eine geradliniger, asphaltierter Radweg der parallel den  Eisenbahnschienen folgt.

Der frühere unbeschrankte Bahnüberqang, an dem sich die Zugstrecken Cham - Bad Kötzting - Lam (Oberpfalzbahn RB 28) und Schwandorf - Cham - Furth im Wald - Domažlice (Oberpfalzbahn RB 27) bzw. München - Regensburg - Prag (Alex/RE 25) verzweigen, ist Geschichte. Eine neu erbaute Untertunnelung erlaubt eine komfortable kreuzungsfreie Durchfahrt.

Streckengabelung

In Kammerdorf verzweigen sich nach dem ehemaligen Bahnhofsgebäude - wo Infotafeln und Gedenksteine platziert sind - mehrere Fernradwege. Während das Duo des Chambtal-Radweg und Fernradweg München-Regensburg–Prag zur deutsch-tschechischen Landesgrenze führen, verlaufen der Regental-Radweg und der Grüne Dach Radweg (ab Miltach identisch mit dem Lamer Winkel Arber Radweg) auf unterschiedlicher Strecke nach Bayerisch Eisenstein.

 In Kammerdorf (KM 5) zweigt der Grüne Dach Radweg und der Regental-Radweg rechts in südostlicher Richtung auf die Chamer Straße nach Chamerau ab. Fortsetzung: Blaibach 16 km, Viechtach 31 km, Regen 60 km, Bayerisch-Eisenstein 89 km. 

Der Chambtal-Radweg verläuft dagegen gemeinsam mit dem Fernradweg Regensburg – Prag in einem Links-Rechtsschlenker schräg versetzt in nordöstlicher Richtung nach Furth im Wald, wo sie sich nach der Chamb-Brücke in der Wutzmühlstraße trennen. 

An der Straßeneinmündung in Kammerdorf befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gasthaus mit zünftigem Biergarten.

In Kammerdorf endet der verkehrsfreie Radweg! Erhöhte Vorsicht ist beim Einfahren in die vorfahrtsberechtige Kammerdorfer Straße geboten, die bereits nach zweihundert Metern wieder verlassen wird. 

Was Genuss- und Familienradler besonders freut: trotz Sichtweite des Hohenbogenmassivs und des Böhmerwalds, beeinflussen die Mittelgebirge das flache Streckenprofil des Chambtal–Radwegs nicht, d.h. man bleibt zumiindest bis hinter Eschlkam von Steigungen weitestgehend verschont.

An der Straßenkreuzung in Kothmaißling befindet sich eine schöne Gedenkkapelle. Eine kurze Rast lohnt sich, zumal sich davor Sitzbänke befinden die zum Durchschnaufen einladen.

Die Kothmaißlinger Kapelle wurde 1977 vollendet und damals von Weihbischof Karl Flügel im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes eingeweiht. Ein Blick ins Innere der Kapelle ist definitiv lohnenswert.

Erhöhte Vorsicht ist bei der Einmündung in die Steinmetzstraße geboten (links, 3% Gefälle). Nach 200 m zweigt rechts vor dem Bahnübergang der Radweg ab. Schon beginnt der verkehrsfreie Radlspaß von Neuem.

 Abstecher (KM 12) nach Weiding (KM 12 → 1 km abseits). Sehenswert: altes Bauernhaus, Marienkirche, Kriegerdenkmal, Waldlerhaus und die Europaallee, wo für jeden EU-Mitgliedsstaat vor einiger Zeit Bäumchen gepflanzt wurden.

Abzweig zum Natur- und Kulturzentrum "Alte Mühle" in Nößwartling (KM 15). Das LBV-Zentrum (Landesbund für Vogelschutz) mit Bio-Reservat und seltener Pflanzen- und Tierwelt erlaubt Einblicke in die schützenswerte „Mutter Natur“. Neben interessanten Führungen und Diavorträgen gibt es einen Bohlen- und Tunnelweg über Feuchtwiesen und Auwald. Eine "gläserne" Imkerei, Streicheltiere, Sandspielplatz, regenerative Energiequellen, Floßfahrten und Wathosen-Wanderungen ergänzen das Angebot. Am Eisvogelsteig können Besucher in den Fluss Chamb steigen und auf einem markierten Weg Strömungen und Sandbänke hautnah spüren. 

Arnschwang

Das „Golddorf“ Arnschwang wurde 2011 beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ auf Bezirksebene mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Ungeachtet dessen bietet die kleine 2000-Seelen-Gemeinde mit der Wirtshöhe Arnschwang geschichtsträchtige Gebäudlichkeiten. Sowohl die Unterkellerung des Komplexes aus dem 15. Jahrhundert, welche die sagenumwobenen Schrazlhöhlen beherbergt ist interessant, als auch die ehemalige Pferdewechselstation. Diese Rossumspannstation wurde vor allem in Zeiten des Salzhandels genutzt, um erschöpfte Pferde auf dem beschwerlichen Weg von Regensburg nach Prag gegen frische Pferde auszutauschen. 

Neben der Kirche Sankt Martin bietet sich im liebevoll angelegten Gewürz- und Kräutergarten eine Verschnaufpause an. Ein kleiner Rundweg führt entlang von Teichen und Bachläufen. Schautafeln informieren über die Vogelwelt am Chambufer. Im Frühjahr brüten in dem Vogelschutzgebiet seltene Vogelarten wie z.B. Brachvogel und Kiebitz.

Foto: zweifelsohne freut sich jeder Radler über einen Willkommensgruß. Ein Grund mehr, in dieser herrlichen Naturregion länger zu verweilen.

 Arnschwang - das "Tor zum Hohenbogenwinkel" - beging 1995 seine 1200- Jahrfeier. Engebettet zwischen den Bayerwaldbergen Gibacht und Hohenbogen unweit von Furth im Wald sowie dem Naherholungsgebiet Drachensee entfernt, finden (Rad-) Urlauber ein schönes Radwegenetz. 

In Arnschwang - das "Tor zum Hohenbogenwinkel" sind das Schrazlloch, die „Alte Mühle“, Pfarrkirche sowie das älteste Feuerwehrhaus Bayerns sehenswert. Das Feuerwehrhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes in der Ränkamer Straße.

 Schrazellöcher

"Schrazl-Loch" (auch Schratzlloch oder Erdstall genannt) ist eine Bezeichnung für ein unterirdisches Gangsystem, das oft im Mittelalter angelegt wurde. Diese Anlagen, die in Bayern und angrenzenden Regionen vorkommen, bestehen aus engen Gängen und Kammern, die vermutlich als Flucht- und Versteckorte dienten. Der Name "Schrazl-Loch" leitet sich vom Volksglauben ab, dass Zwerge (Schratzl) diese unterirdischen Gänge gegraben hätten. 

Schrazellöcher in Arnschwang geben bis heute noch unlösbare Rätsel auf. Auf ihren Ursprung hin lassen sich die Gänge und Löcher unter den Häusern mit Sicherheit nicht erklären. Der Sage nach wurden diese Erdhöhlen von kleinen Menschen angelegt, von Schrazen oder Zwergen. 

Eine besondere Merkwürdigkeit in Arnschwang sind die Schrazellöcher, die als Bodenaltertümer anzusehen sind und die sich auch im benachbarten Grasfilzing und Furth sowie in Walting und Dalking befinden. Unter Schraz ist ein Zwerg oder Kobold, auch Heinzel- oder Wichtelmännchen zu verstehen, um die sich im Volk noch viele Sagen spinnen. Sie erzählen, dass diese kleinen Wesen in den Erdlöchern unter den Häusern wohnen, in der Nacht hervorkommen und dann für die Menschen wertvolle Arbeit, wie Stricken, Obstpflücken usw. verrichten. Als Lohn sind sie mit Speiseresten zufrieden. Viel verbreitet ist der Glaube, dass man um eine gute Ernte zu erhalten, den Schrazeln Körner auf den Tisch streuen müsse.

Fahrradmuseum Arnschwang

Ein Besuch des 2017 eingeweihten Fahrradmuseums ist für jeden Radlfan eigentlich ein "Muss", zumal es direkt am Wegesrand des Chambtal-Radwegs mitten auf dem Dorfplatz von Arnschwang liegt. Es lohnt sich wirklich, Zeit für die interessante Ausstellung über die Geschichte des Fahrrads - beginnend von der Erfindung bis in die Gegenwart - sowie den zahlreichen Exponate und Informationsschautafeln zu nehmen. Die vielschichtige Bedeutung der Zweiräder wird in verschiedenen Epochen anschaulich dargestellt. Neben vielen Ausstellungsobjekten sind auch Raritäten zu bestaunen. 

Das Fahrradmuseum in Arnschwang dokumentiert die über 200 jährige Geschichte des Fahrrads von den ersten Anfängen des Karl Freiherr von Drais eindrucksvoll.  

Lange bevor sich der Mensch ins Auto setzte, mit der Eisenbahn fuhr oder ein Flugzeug betrat stieg er bereits aufs Fahrrad, das schon vor der Industrialisierung im 18. Jhrd. als praktisches Fortbewegungsmittel wertvolle Dienste leistete. Mehr als zweihundert Jahre liegen zurück, als Karl Freiherr von Drais am 12. Juni 1817 die Jungfernfahrt mit seiner von ihm erfundenen Laufmaschine unternahm. Drais, der mit vollständigem Namen Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn hieß grübelte damals darüber nach, wie man das Pferd - wenn schon nicht als Arbeitstier, so wenigstens als Mittel zur Fortbewegung für den Menschen ersetzen könnte. Sein unermüdlicher Erfindergeist brachte die "Laufmaschine" hervor, welche als Vorläufer des Fahrrads gilt. Drais' Erfindung war aus heutiger Sicht absolut revolutionär - prägt sie doch die Mobilität der Menschen maßgeblich bis in die Gegenwart. Parallel zur Fahrrad-Entwicklung standen später z.B. das Kugellager und der Luftreifen sogar für den Automobilbau Pate. 

Im Fahrradmuseum kann man orginelle Radtrikots erwerben (solange der Vorrat reicht).

Neben dem Deutschen Fahrradmuseum im unterfränkischen Bad Brückenau, das nach eigenen Angaben zufolge die "umfangreichste Sammlung historischer Fahrräder" beherbergt, verfügt auch Arnschwang ein überaus sehenswertes Fahrradmuseum mit einer Vielzahl nostalgischer Zweirad-Exponate. Zu diesem Zweck wurde ein geschichtsträchtiges Objekt - die Wirtshöhe aus dem Jahre 1845 - vom Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang e.V. eigens zu einem Fahrradmuseum umgebaut. Keine Frage, für den Chambtal-Radweg wie für den Fernradweg München–Regensburg–Prag bedeutet diese Einrichtung eine außergewöhnliche Bereicherung, die in Deutschland wohl beispiellos sein dürfte.

Nicht nur die Unterkellerung des Gebäudekomplexes aus dem 15.Jahrhundert, das die ehemaligen Schrazllöcher beherbergte und im Krieg als Unterschlupf und Vorratskammern diente ist ein Relikt aus vergangener Zeit, sondern ebenso die ehemalige Pferdewechselstation. Die Rossumspannstation war in den Zeiten des blühenden Salzhandels nötig, um erschöpfte Pferde auf ihrem mühsamen Weg von Regensburg nach Prag gegen frische Pferde auszuwechseln. 

Am 17.4.2006 wurde der Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang e.V. mit dem Ziel gegründet, ein Fahrradmuseum in Arnschwang zu  errichten und zu betreiben. Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege der Fahrradkultur, insbesondere die Erforschung und Dokumentation der Entwicklungsgeschichte des Fahrrads und des Radfahrens.

Gemessen an anderweitigen industriellen Errungenschaften wird deutlich, welch erstaunliche Entwicklung das Fahrrad vom einstigen Fortbewegungsmittel genommen hat. Betrachtet man die damalige Abhängigkeit des Menschen von Pferd und Kutsche errang das Fahrrad, noch vor dem Automobil, die größte Unabhängigkeit bei der Überwindung längerer Strecken.

Anhand der Entwicklungsschritte lässt sich sogar der gesellschaftliche Wandel nachvollziehen. Vom ehemaligen Luxusgerät für Reiche, über das Militärrad, weiter zum Hauptverkehrsmittel für die Bevölkerung bis hin zum ultimativen Spaß- und facettenreichen High-Tech-Sportgerät dokumentieren Ausstellungsstücke eindrucksvoll den Werdegang des Fahrrads ins moderne Zeitalter.

Neben dem geschichtsträchtigen Werdegang des Fahrrads bietet das Museumscafe Kaffee, Getränke und leckere hausgemachte Torten bzw. Nachmittag/Abend Brotzeit und Pizza. 

Im Bild Vorstandsmitglied Hans Hruschka, der technische Details einer Saxonette, Baujahr 1937 erläutert. Spannende Hintergrundinformationen, die der Initiator und Gründungsmitglied des „Fördervereins Fahrradmuseum Arnschwang e.V. zum Besten gibt. 

Öffnungszeiten Fahrradmuseum Arnschwang

  • Dienstag und Donnerstag:   8.00 - 13.00 Uhr
  • Freitag:                           16.30 - 21.00 Uhr
  • Samstag:                           8.00 - 21.00 Uhr
  • Sonntag:                            9 .00- 21.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung 

Die Kunstgalerie bietet im 1. Stockwerk ständig wechselnde Ausstellungen namhafter Künstler.

Neben dem Schwarzachtal-Radweg, Donau-Regen-Radweg, Fernradweg München-Regensburg-Prag, wird natürlich auch der unmittelbar am Fahrradmuseum vorbeiführende Chambtal-Radweg thematisiert.

Auch ein berühmter Radrennfahrer aus früherer Zeit wird vorgestellt: Josef Fischer, der erste deutsche Sieger des Profirennens Paris – Roubaix stammt aus der Oberpfalz - genauer gesagt aus Atzlern nahe Neukirchen beim Hl. Blut (Landkreis Cham). Er gewann 1896 die 280 km lange Erstauflage des weltbekannten Klassikers.

Josef Fischer (* 20. Januar 1865 in Atzlern nahe Neukirchen beim Heiligen Blut, † 3. März 1953 in München) galt in seiner Glanzzeit als bester Straßenfahrer der Welt. Im Jahr 1893 gewann Fischer die Distanzradfahrt Wien–Berlin, 1894 dann Mailand–München. Er war auch der erste Gewinner des Rennens Paris–Roubaix im Jahr 1896 und blieb bis zum Sieg von John Degenkolb für 119 Jahre der einzige deutsche Radsportler, der dieses Rennen für sich entscheiden konnte. Fischer benötigte für die 280 Kilometer gerade mal 9 Stunden 17 Minuten was insofern bewundernwert ist, als dass es damals weder Gangschaltungen noch techn. Support geschweige denn Funktionskleidung gab, und die Fahrräder zwischen 12 und 15 Kilogramm wogen, also mindestens doppelt so schwer waren als im Vgl. zu UCI-konformen 6.8 kg. 1900 siegte er beim Rennen Bordeaux–Paris. 1903 nahm er als einziger Deutscher an der ersten Austragung der Tour de France teil und errang den 15. Platz.

Die Weiterführung der Strecke verläuft über zwei neu erbaute Rad- u. Fußgängerbrücken die den Chamb überqueren. 

Direkt nach der B20-Unterquerung (KM 18.5) führt die Route rechtsabzweigend unterhalb der Brücke über den Chamb, worauf ein unasphaltierter Waldweg (38 hm) folgt und nach 1.5 km an der Chamb-Brücke am Stadtrand von Furth im Wald in die Wutzmühlstraße einmündet (KM 20).

 Rennradler können auf dem asphaltierten Radweg bleiben. Nach 1 km hat man den Stadtrand von Furth im Wald erreicht (Einmündung Grabitzerstraße). 

Beim Abzweig in die Jörg-Pfeil-Straße gabelt sich der Fernradweg München-Regensburg-Prag (dieser verläuft auf der Wutzmühlstraße geradeaus zur 4 km entfernten Landesgrenze) vom Chambtal-Radweg ab. Bezogen auf diesen Schnittpunkt beläuft sich die Entfernung von München auf 259 km, bzw. nach Prag 211 km.

Drachenstadt Furth im Wald

Die Chambtal-Route durchquert die Stadt ab der Chamb-Brücke (Wutzmühlstraße) folgendermaßen:→ rechts Jörg-Pfeil-Straße → rechts Jettinger Straße → links Zippererweg → rechts Bräuhausstraße → links Bayplatz → rechts Grabenstraße → Gabelung halbrechts Weiherdamm, 1 km bis zum Freibad folgen → links Einmündung in die Daberger Straße (beschildert) die direkt zum Drachensee führt (1.5 km).

Wer ins Zentrum zum Stadtplatz/Schloßplatz möchte, radelt vom Bayplatz die Pfarrstraße 200 Meter hinauf (15 hm / 10% Steigung).

Sehenswürdigkeiten - Attraktionen

Jedes Jahr ein Riesenspektakel: In den ersten drei Augustwochen schwärmen tausende Besucher in die Stadt, um sich das Schauspiel des Further Drachenstichs anzusehen. Für die vielfältigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten der Drachenstadt sollte man sich Zeit nehmen. Entspanntes Sightseeing durch die historische Altstadt, der Besuch der faszinierenden Museen sowie eine Vielzahl weiterer spannender Erlebnisse oder Ausflugsziele die sich rundherum erkunden lassen sind absolut lohnenswert. Den Stadtturm - Wahrzeichen der Stadt Furth im Wald (nach einem Stadtbrand in den Jahren 1864 bis 1866 im neugotischen Stil neu errichtet) kann man besteigen und auf der Aussichtsplattform eine wunderbare Aussicht genießen.

Das Landestor- und Drachenmuseum sowie das Glockenspiel befindet sich nur einen Steinwurf entfernt gegenüber dem Rathaus. Das Further Glockenspiel am Erker des Amtsgerichtes ist ein Geschenk, der aus dem Sudetenland vertriebenen Menschen an die Patenstadt Furth im Wald. Von 23 Glocken im schmiedeeisernen Korb erklingen tägl. um 11.00 und 18.00 Uhr Lieder aus dem Böhmerwald. Das Wappen Bayerns, der Bundesrepublik Deutschland und des Sudetenlandes schmücken die obere Spielkrone, während daraunter das Wappen der sudetendeutschen Städte Ronsperg, Hostau und Bischofteinitz sowie das Wappen von Furth im Wald zu erkennen ist.  

Das Landestor-Museum am Schlossplatz wurde 1867 als Spital erbaut und dient seit der Sanierung 1981 als Museumsgebäude wo auch das einzige Drachenmuseum Deutschlands untergebracht ist. Das Drachenmuseum setzt sich mit der Mythologie der Drachen auseinander, nämlich dem Drachen als strahlende Gottheit des Ostens, als Geschöpf des Chaos in der westlichen Mythologie und mit dem Drachen wie er in Heldensagen und Heiligenlegenden gepriesen wird. Darüber hinaus widmet sich das Museum auch der Geschichte des Further Drachenstichs, des ältesten deutschen Volksschauspiels, das sich auf die sogenannten "Lebenden Bilder" bei den Fronleichnamsprozessionen bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.

 Hohenbogenwinkel

Die Orte Furth im Wald, Arnschwang, Neukirchen b.Hl.Blut und Eschlkam bilden die Urlaubsregion Furth im Wald – Hohenbogenwinkel. Die Region befindet sich an der Nahtstelle, wo der Bayerische Wald in den Böhmerwald übergeht. Die Naturlandschaft zwischen Gibacht und Hohenbogen gibt sich still, sanft und unspektakulär - und ist dennoch voller Geheimnisse.

Das Urlaubsgebiet Furth im Wald liegt im Schnittpunkt des Bayerischen und Böhmischen Wald. Die ostbayerische Grenzstadt wird von den Bayerwaldgipfeln Gibacht (934 m ü.NN.) und Hohenbogen (1.079 m ü.NN.) auf der bayerischen und dem Cerchov (1.032 m ü.NN.) auf böhmischer Seite umrahmt. Die 8.659 Einwohner zählende Stadt (31. Dez. 2024), wurde im Jahre 1086 gegründet und bietet mit seinen flachen Flußlandschaften und dem bewaldeten Bergmassiv Gibacht für Freizeitaktivisten ideale Entfaltungsmöglichkeiten.

Über die Pfarrstraße vom Stadtplatz aus hinweg blickend, erhascht man einen grandiosen Blick auf den Hohenbogen. Im Bild ist der Burgstall (972 m ü.NN.) mit seinem unverwechselbaren 72 Meter hohen Fernmeldeturm des Bayerischen Rundfunks zu sehen.

Die schmucke Tourismus-Info verbirgt sich in einer Seitengasse am Schlossplatz 1, vis a vis des Landestor-Museums neben dem Further Stadtturm.

Künsterlisch gefertigte, schmiedeeiserne Schilder verziehren etliche Gebäude in Furth im Wald. Absolute Hingucker, die eine aufmerksame Würdigung verdienen. 

Im ganzjährig geöffneten Wildgarten dreht sich vieles um die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Ein angelegter Pfad führt über Hängebrücken und Moorwegen vorbei an Informationstafeln zu Insekten und Tieren, Wildpflanzen und Pflanzenkläranlagen. Besonders beliebt ist die Unterwasser-Beobachtungsstation.

Furth ist ein lebenswerter und liebenswerter Ort, in dem sich in letzter Zeit extrem viel getan, bewegt und verändert hat. Man denke nur an die Landesgartenschau, die einen Monat vor ihrem Ende am 5. Oktober 2025 bereits mehr als 300 000 Menschen angelockt hat. Die grenznahe Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tschechien ist überdies ein bedeutsamer Anlaufpunkt bzw. Ausgangspunkt für Radtouren in alle Himmelsrichtungen. Internationale Fernradwege wie der Radfernweg München-Regensburg-Prag und der Iron Curtain Trail (EuroVelo Route EV13) sowie grenzüberschreitende regionale Rundtouren tangieren die Stadt, was Furth im Wald zu einer beachtlichen Drehscheibe für den Radtourismus macht.

Furth im Wald ist aber nicht nur für Rennradler, Genussradler und ebiker ein bedeutsamer Radverkehrsknotenpunkt, sondern die Drachenstadt bietet durch ihre unmittelbare Nähe des Gibacht-Bergmassivs sowie den Hohenbogenwinkel auch Mountainbikern & Gravelbikern ein ausgesprochen reizvolles Terrain. Des Weiteren fungiert Furth im Wald - genauso wie die Dreiflüssestadt Passau  als Start- und Zielort der TRANS BAYERWALD (Nord- und Südroute). Es muss ja nicht immer zwangsläufig das Hochgebirge bzw. eine TRANSALP sein - noch dazu, wo einschlägige Alpentouren häufig hoffnungslos überlaufen sind. So ist die TRANS BAYERWALD mit einer Gesamtlänge von rund 712 Kilometern (16.600 Höhenmeter) einem Alpencross allemal ebenbürtig. 

  TRANS BAYERWALD

Ausgehend von der Dreiflüssestadt Passau führt die Nordroute über die Bayerwaldberge in die Drachenstichstadt Furth im Wald und erfordert mit ca. 8.400 Höhenmetern schon eine gewisse Kondition und Ausdauer. 

Die Südroute von Furth im Wald zurück nach Passau schließt den Kreis der Trans Bayerwald Runde. In Sachen Höhenmeter (8.300) steht sie der Nordroute in nichts nach. Moderate Abschnitte wechseln sich mit anspruchsvollen Trails und nicht minder steilen Anstiegen ab. Kulturell hat diese Route so einiges zu bieten, denn zahlreiche Burgen, Burgruinen oder Klöster säumen den Weg.

Foto: grüne Richtungshinweiser markieren die Nordroute, während die Südroute mit blauen Wegweisern markiert ist.

Furth im Wald fungiert - wie die Dreiflüssestadt Passau - sowohl als Start- wie auch als Zielort der TRANS BAYERWALD (Nord- und Südroute). Der Start- bzw. Zielpunt befindet sich beim Hallenbad (Zinnerweg) nahe der Festwiese. Die 1. Etappe Süd führt auf das Bermassiv Gibacht (934 mü.NN.), dessen 12 km langer Anstieg mit fast 600 hm gleich vom Anbeginn eine knackige Herausforderung darstellt. Demgegenüber endet die 365 km lange Nordroute (7. Etappe) kommend von Lam  in der Drachenstadt, sofern man die empfohlene Fahrtrichtung entgegengesetzt des Uhrzeigersinns einschlägt.

 Anschluss-Routen

Grenzüberschreitende Rundtour #2014: Furth im Wald → Drachensee → Gaishof → Schachten → Grenzübergang Großaign/Vseruby → Domazlize (Taus) - 1000 jährige Grenz- und "Hauptstadt" des Chodenlandes  → Ceská Kubice (Böhmisch Kubitzen) → Grenzübergang Schafberg → Furth im Wald (59 km /1.153 hm)

Further Drachenstich

Deutschlands ältestes Volksschauspiel „Der Further Drachenstich“ trägt zur Popularität der Urlaubsregion Hohenbogenwinkel weit über die bayerischen Grenzen bei. Beeindruckend präsentiert sich das über 500 Jahre alte Festspiel "Drachenstich" inmitten der Stadt. Das historische Festspiel findet jährlich vom 1. Sonntag bis zum 3. Sonntag im August mit pompösem Festzug und "Ritter-Spektakel" statt und zieht zehntausende Besucher an.

Der Further Drache beeindruckt mit gigantischen Ausmaßen: 5 Meter hoch, 16 Meter lang – und spektakulär in Szene gesetzt. Mit realistischen Bewegungsabläufen, ausdrucksstarker Gesichtsmimik und meterlangen Feuerstößen aus seinem Rachen wird der Drache lebendig. Entwickelt wurde diese technische Sensation in Zusammenarbeit von Hollywood-Spezialisten, Raumfahrttechnikern, führenden deutschen Robotikunternehmen und regionalen Partnern. 

Am 22. Mai 2025 öffnete die Drachenhöhle ihre Tore in neuem Glanz, die den Further Drachen – Hauptdarsteller des „Drachenstichs“, des ältesten Volksschauspiels in Deutschland - beherbergt. Der größte vierbeinige Schreitroboter der Welt schaffte es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.

Jedes Jahr erwacht ab dem ersten Sonntag im August vor dem historischen Hintergrund der Hussitenkriege eine uralte Legende zum Leben: Die Legende vom Drachen und vom ältesten Mythos der Menschheit - dem Kampf des Guten gegen das Böse!

 Das nächste Drachenstich-Volksschauspiel findet am 31.07. - 16.08. 2026 statt.

Deutschlands ältestes Volksschauspiel genießt eine enorme Popularität. Beeindruckend präsentiert sich das über 500 Jahre alte Festspiel "Drachenstich"  jährlich vom ersten Sonntag bis zum dritten Sonntag im August mit pompösem Festzug und "Ritter-Spektakel" und zieht zehntausende Besucher in seinen Bann.

Überdachte Park-Arena in Furth im Wald, in der regelmäßige Vorführungen stattfinden (Dauer ca. 45 Minuten).

Gleichzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau am 22. Mai 2025 (laut LGS-Pressemitteilung strönten bis zum 5. Oktober 401.465 Besucher in die Stadt) feierte die neu erbaute Parkarena - ein architektonisches Highlight aus regionalem Fichten- und Tannenholz - ihre großartige Premiere. 

Schlussabschnitt Drachensee - Eschlkam - Landesgrenze

Ab der Einmündung in die Daberger Straße (KM 22) radelt man via Drachensee und Eschlkam bis Großaign knapp 10 km auf schwach befahrenen Nebenstraßen, bevor sich am Ortsende ein 4 km langer Radweg zur Landesgrenze fortsetzt.

Radwegeschilder mit entsprechenden Signets sowie Entfernungsangaben zeigen am Abzweigepunkt Weiherdamm / Daberger Straße (KM 22 neben dem Drachensse-Freibad links abbiegen) an, dass der Chambtal-Radweg, der Iron Curtain Trail (EuroVelo Route EV13) und die TRANS BAYERWALD kurzzeitig dieselbe Wegstrecke einschlagen. Von hier ab sind die Radwege stadtauswärts wieder in dieser Form lückenlos beschildert, währenddessen man innerhalb von Furth im Wald den einfacheren Wegweisern mit Radsymbol (grüne Schrift auf weißem Hintergrund) folgt.

Drachensee

Nachdem der 30 Höhenmeter-Anstieg auf der Daberger Straße überwunden ist, zieht der Chambtal-Radweg sozusagen den nächsten Landschaftsjoker aus dem Ärmel. Heißt, dass sich Radfahrer auf einen besonders eindrucksvollen Streckenabschnitt entlang des Drachsees freuen dürfen.

 Drachensee

Der Hochwasserspeicher fasst 4 Mill. Kubikmeter Wasservolumen und weist eine Dauerstaufläche von 88 ha auf. Per Rad oder zu Fuß kann man auf dem aufgekiesten Drachenseerundweg den See umrunden und genießt aussichtsreiche Beobachtungspunkte (Schautafeln informieren über Lebensräume). Naturschutz hat Vorrang, weshalb der Drachensee nach einem 4 Zonenkonzept in eine Betriebs- und Sicherheitszone, eine Freizeit- und Erholungszone (Westufer mit Liegewiesen), eine Naturerlebnis- und Umweltbildungszone sowie Ökologische Regenerationszone (Osthälfte) aufgeteilt ist. Als Wasserrückhaltebecken für den Hochwasserschutz bietet der See sich auch als Erholungsgebiet an. Der Hochwasserspeicher wurde bereits in den 70 er Jahren geplant, aber erst 2003 - 2009 erbaut. 

Neben dem reinen Hochwasserschutz erfüllt der Drachensee weitere Funktionen. Während in der Westhälfte ein weitläufiges Erholungsgebiet mit Freizeitunfer, Rundweg und Promenadenplatz geschaffen wurde, bleibt der östliche Teil hingegen der Natur vorbehalten. Mehrere Beobachtungspunkte rund um den See ermöglichen dem Besucher ein eindrucksvolles Naturerleben. Das Vier-Zonenkonzept Freizeitzone, Ökozone, Naturerlebniszone und Betriebszone trennen gegensätzliche Nutzungen räumlich voneinander.

Informative Übersicht über die Tier- und Vogelwelt am Drachensee 

Der Drachensee bietet eine phänomenale Aussicht auf das dominante Hohenbogenmassiv und den etwas verborgeneren höchsten Böhmerwaldgipfel - den Cerkov, während in der Ferne der Kleine / Große Osser sowie der Große Arber ihr Antlitz zeigen. Den genannten Bergen (außer Osser) ist gemein, dass sie mit ihren militärischen Abhörstationen (Radartürme) in mahnender Erinnerung den Status als "Wahrzeichen" des Kalten Krieges erlangt haben. Erst seit dem Fall des "Eisernen Zauns" bildet der deutsch-tschechische Grenzkamm geographisch einen gemeinsamen Natur- und Kulturraum, der auf beiden Seiten der Grenze einen besonderen Schutzgebietsstatus genießt, von dem die Tier- und Pflanzenwelt sowie der Mensch als Naturnutzer erheblich profitieren.

 Wer zum Freizeitufer des Drachensees (beschildert) möchte, zweigt oben auf der Kuppe von der Daberger Straße rechts ab (Blätterberg) und gelangt nach einer abschüssigen Gefällstrecke nach 300 m zur Seegaststätte 'Platzerl am See'. Direkt neben dem DLRG-Gebäude steht eine Informationsschautafel (Radwegeübersicht im Bayerischen Wald, inkl. ebike-Ladestationen) sowie zwei ebike-Ladesäulen. 

Der Badeplatz mit gepflegten Liegewiesen befindet von der Gastätte aus 200 Meter östlich. Der Drachensee nicht nur ein Naherholungsgebiet für Einheimische oder Destinationsziel von Touristen sondern fungiert auch als Austragungsort für Sport-Events wie beispielsweise den jährlich stattfindenden Drachentriathlon.

Es bietet sich an, vom Freizeitufer zur Staustufe an der Daberger Straße den unasphaltierten Panoramarundweg zu nehmen. Erstens erspart einem der schön gelegene Uferweg den Straßenanstieg den man zuvor herunter rollte, zweitens befährt man ein andere Verbindungsspange um wieder auf die Originalroute zu gelangen. Der Schotterweg führt schnurstraks zum begehbaren Kunstwerk „Mythos Drache“ (600 m).  

Der Drache aus Deutschlands ältestem Volksschauspiel, dem „Further Drachenstich“ gab dem 2009 entstandenen staatlichen Hochwasserspeicher seinen Namen. Der 175 Hektar große See der den Chamb aufstaut, zählt zum wichtigsten Naherholungsgebiet dieser Region. Rund um den  Stausee finden Erholungssuchende ein herrliches Naturrefugium, das obendrein mit seinem faszinierenden Bergpanorama begeistert.

Die Brücken-Skulptur ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mythos Drachen, der lange Zeit "das Böse, das aus dem Osten kommt" symbolisierte. Nachts glüht es geheimnisvoll grün im Inneren, und von 22.00 bis 24.00 Uhr fällt ein roter Lichtstrahl auf das Wasser, der den "wunden Punkt" des Drachen sichtbar macht. Das Material der Skulptur besteht aus hochwertigem Cortenstahl. 

Beim „Seuchauer Ufer“ befindet sich der Promenadenplatz mit Freizeitarena und Informationspavillon. Die größte Attraktion bildet das besteigbare Kunstwerk „Mythos Drache“, von deren Aussichtsplattform man einen wunderbaren Blick über den See genießt (in den Abendstunden stimmungsvoll beleuchtet). das als Symbol auf das Aufeinanderzugehen diesseits und jenseits der Landesgrenze erinnert.

Über das Jahr verteilt finden auf der Seebühne verschiedenste Veranstaltungen statt.

Ein Rundgang durch den "Info-Beton-Chanel" wartet zweisprachig (deutsch/tschechisch) mit anschaulichen Informationen auf.

Reizvolle Rundwege für Fußgänger und Radfahrer führen zu den zahlreichen Einrichtungen um den See. 

Schautafeln informieren den Besucher über die Talsperre des Drachensees (siehe zoombares Bilderkarussell).

Üblicherweise ist der Chamb ein kleiner, unscheinbarer durch die Landschaft schlängelnder Fluss. Doch nach intensiven Niederschlägen kann der Chamb  unkontrolliert anschwellen und für verheerende Überflutungen sorgen. Die Daueraufstaufläche beträgt 88 ha. Im Extremfall kann der See um 4 Meter Höhe angestaut werden. 

Foto: auf der Dammkrone der Talsperre - wo die Daberger Straße eine 180° Wende macht - genießt man einen schönen Blick auf den abfließenden Chamb sowie zum bayerisch-tschechischen Grenzgebirge, dessen höchste Erhebung der Berggipfel des Cerkov ist (1.042 m ü.NN.).

Die Talsperre wurde an einer natürlichen Engstelle des Chambtals zwischen dem Einberg und dem Dieberg errichtet. Das Bauerwerk steuert den Seeabfluß bzw. staut ggf. das Hochwasser auf. Eine im Mittelpfeiler eingebaute Turbine dient der regenerativen Stromgewinnung. 

Drachensee-Rundweg 

Der Drachensee-Rundweg führt in die Naturerlebniszone, wo sich ein buntes Panoptikum vielfältiger See- und Urlaubsräume entwickelt hat. So lassen sich z.B. Biotope aus unmittelbarer Nähe mit allen Sinnen erfahren. 

 Da ein unasphaltierter Rad/Wanderweg in Ufernähe den Drachensee umrundet (10.5 km) bietet diese Verlängerungsoption ein großartiges "On-Top-Erlebnis", zumal lauschige Ruhebankplätze (Kraftorte) zum Pausieren bzw. Innehalten anregen. Zweifelloser Höhepunkt:  Seequerung über eine schwimmende Brücke (Rad schieben). 

Zurück zur Chambtal-Route. Entlang des Drachensees führt die schwach befahrene Nebenstraße nach Ösbühl. Mit Blick auf den lang gestreckten Höhenzug des Hohenbogen (1.079 m ü.NN.) lädt ein Bankerl rechts neben der Straße oberhalb des Grünufers zum Rasten und Innehalten ein.

Auf der linken Straßenseite befindet sich das ansprechend hergerichtete 'Cafe zur Mühle', das zur Einkehr bzw. Souvenireinkauf im Mühlen-Ladl verlockt.

Das 'Cafe zur Mühle' liegt direkt neben der Seuchauer Uferstraße (KM 24). Ideal für eine Verschnaufpause, um neue Energie für den 12 km langen hügeligen Schlußabschnitt zur Landesgrenze zu schöpfen. 

Die halbseitige Umrundung des Drachensee ist für Chambtal-Radler ein echtes Highlight. Wasser & Berge soweit das Auge reicht. Im Hintergrund des obigen Fotos ist der Große und Kleine Osser zu sehen (1.293 m ü.NN.).

Radwegeverzweigung in Ösbühl (KM 25): hier zweigt der Chambtal-Radweg rechts ab und passiert kurz darauf zwei Vogelbeobachtungsstationen.

  Der grenzüberschreitende Radrundweg Nr. 2014 verbindet die Partnerstädte Furth im Wald und Domazlice/Taus miteinander, der mit gelben Radwegschildern gekennzeichnet ist. Die Rundtour verläuft von Furth im Wald bis zum Abzweig in Ösbühl deckungsgleich mit dem Chambtal-Radweg, von wo dieser gemeinsam mit der EuroVelo Route EV13 den gleichlangen Routenverlauf - aber über Gaishof und Schachten - ebenfalls den Grenzübergang Eschlkam-Neuaign (11 km) einschlägt. Die bergige Tour führt weiter über den Neumarker Sattel in Richtung Kdyne. Der markierte Weg zweigt in Praporiste links in Richtung Starec, Kout na Sumave, Mrakov ab bevor er die „Hauptstadt“ des Chodenlandes Domazlice (Taus) erreicht, eine vor ca. 1000 Jahren gegründete böhmische Grenzstadt, die als Zollstelle der böhmischen Könige zu großem Wohlstand kam. Sehenswert: prächtige Laubengänge und Fassaden auf dem Marktplatz, Chodenburg, Kirche und Stadtturm am Stadtplatz. Zurück geht es (ca. 20 km) über Tlumacov, Pasecnice, Ceska Kubice zum Grenzübergang Hochstraße (nur für Wanderer und Radfahrer) nach Furth im Wald. 

Anmerkung: Die EuroVelo Route EV13 - auch Iron Curtain Trail bezeichnet - ist ein europäischer Radfernweg, der über rund 9.950 Kilometer von der Barentssee bis ans Schwarze Meer verläuft, 20 Länder durchkreuzt und 14 Welterbestätten der UNESCO passiert. 

Achtsame Radler erspähen bei der halbseitigen Umrundung des Drachensees den König des Bayerischen Waldes - der Große Arber (1 456 m ü.NN.).

Kurz darauf zwei Vogelbeobachtungsstationen, die über einen kurzen Waldpfad ans Seeufer zu erreichen sind.  Am Rand der Ökozone befinden sich Beobachtungspunkte, die Einblicke in die Lebensräume der Ökozone geben. Die Flora und Fauna kann sich nahezu ungestört entwickeln, da sowohl auf eine intensive Landwirtschaft wie auch eine touristische Erschließung verzichtet wurde. Die Wasserfläche ist Lebensraum zahlreicher Wasservögel und Gewässerorganismen. Feuchtwiesen und Flutmulden diesen als Fortpflanzungsgebiet seltener Wiesenbrüter. 

Rund 1.5 km Kilometer von der Talsperre entfernt zweigt eine Straße rechts nach Eschlkam ab, wo man direkt auf die Bayerwaldgipfel Hohenbogen und Großer Arber zu radelt. Eine sanfte Gefällstrecke führt nun direkt nach Eschlkam. Nun wird der Chamb und der Freybach überquert, der von Neukirchen b.Hl. Blut kommend an dieser Stelle in den Chamb mündet. 

Eschlkam

Bei KM 28.5 erreicht man den Ortsbeginn des Marktes Eschlkam. Nach einem Straßenseitenwechsel verläuft eine 200 Meter lange, neu gebaute Radwegtrasse einschließlich einer Radbrücke über den Freybach linksseitig neben der stärker befahrenen Hauptstraße. 

Danach mündet man nach einem weiteren Linksabzweig in die Freybachstraße ein, die dem parallel verlaufenden Freybach folgt.

 

Die Freybachstraße trifft am nordwestlichen Ortsrand von Eschlkam nach 600 Meter auf die Kleinaigner Straße, auf der die populäre Mountainbikestrecke TRANS BAYERWALD den Chambtal-Radweg kreuzt.

 Anbindungsvariante nach Neukirchen b.Hl. Blut (9.3 km) rechts in die Kleinaigner Straße abbiegen (Beschreibung siehe nächste Seite).

Die Chambtalroute mündet nach einem Links-Rechtsknick in den Heuhofermühlweg ein, der nach 700 m an einer Straßenkreuzung endet, an der linksseitig ein Radweg nach Großaign führt.

Die Chambtal-Route führt um die Gemeinde Eschlkam (3.314 Einwohner, 31. Dez. 2024) herum. Wer zum Marktplatz bzw. zur Tourismusinfo radeln möchte, muss einen kurzen Anstieg von 40 hm überwinden, da die Siedlung in frühen Jahren vor Eindringlingen geschützt um die Pfarrkirche St. Jakobus auf einer Anhöhe errichtet wurde.

Eschlkam wird bereits 1228 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1377 das Markrecht und war der befestigte Mittelpunkt des Winkels hinter dem Hohen Bogen. Die Einwohner lebten vom Handel und Handwerk. Dazu profitierte der Ort vor allem durch grenzüberschreitenden Handel mit Böhmen. Mehr Informationen dazu bietet das Waldschmidtmuseum im Gasthof zur Post.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs setzt man sich in Eschlkam für nachbarschaftliche Kontakte ein, was zu Partnerschaften mit den tschechischen Nachbargemeinden Kdyne und Vseruby führte und zahlreiche grenzüberschreitende Veranstaltungen mit dem tschechischen Nachbarland beinhaltet. 

 Radweg Nr. 3 (Rundtour, 29 km): Furth im Wald - Gaishof - Schachten -Eschlkam - Kleinaign - Unterfaustern - Schwarzenberg - Sengenbühl - Furth im Wald 

Radweg Nr. 2 (Rundtour, 25 km): Eschlkam - Kleinaign - Unterfaustern - Neukirchen b.Hl.Blut - Warzenried - Neuschwarzau - Seugenhof – Eschlkam  

Nach Südumrundung von Eschlkam beginnt ab der Talsenke nach der Chambtal-Brücke (dort endet der Radweg, Einmündung in die Handelsstraße) ein kurzer Anstieg (36 hm) nach Großaign, auf dessen Anhöhe der Chambtal-Radweg nach 31 Kilometer seinen höchsten Streckenpunkt erreicht (452 m.ü.NN.). 

Am Ortsende von Großaign schließt sich ein 4 km langer Radweg bis zur Landesgrenze an.

 Kurz vor der Landesgrenze bietet sich ein Abstecher Richtung Schachten zum Schwirzer Denkmal an (1 km), das zur Erinnerung der „Schwirzer“ (Schmuggler) errichtet wurde. Bei Nacht und Nebel durchquerten sie damals unwegsames Gelände, um Salz, Saccharin, Fleisch, Mehl, Getreide, Tabak – bis hin zu Pferden und Ochsen über die Landesgrenze zu schmuggeln.

100 m vor der ehemaligen Grenzstation befindet sich ein Jakobsweg-Monolith samt einer Info-Schautafel. Der Ostbayerische Jakobsweg nimmt hier seinen Ausgang und verläuft über Eschlkam, Neukirchen b.HL. Blut, Leminger Höhe, Bad Kötzting, Weißenregen, Pilgramsberg nach Regensburg zur Jakobskirche. Dort setzt sich der Pilgerweg über Augsburg und den Bodensee fort, durchquert die Schweiz, Frankreich und Spanien, bevor der Zielort Santiago de Compostela (2.825 km) erreicht ist.

Da der Chambtal-Radweg an der Landesgrenze endet, eröffnen sich nahe Vseruby mehrere Alternativen seine Tour entweder auf tschechischem Territorium oder deutschem Boden fortzusetzen. 

KM 35.2 Alternative links (Schachtener Str.) Radweg Furth im Wald - Rittsteig: Schachten – Gaishof – Ösbühl – Furth im Wald, 12 km

Kurz vor Vseruby gibt es noch frühere Panzersperren zu sehen.

Grenzübergang Neuaign / Vseruby (Neumark); KM 36

Anschluss-Radwege

Die Šumavská magistrála (Radweg 33) ist eine 206 km lange Strecke, die durch die wunderschöne Landschaft des Šumava-Gebiets zwischen Všeruby, Železná Ruda und Vyšší Brod führt. Sie verläuft durch die Bezirke Domažlice, Klatovy, Prachatice und Ceský Krumlov und bietet einen abwechslungsreichen Streckenverlauf, einschließlich des attraktiven Uferradwegs entlang des Lipno-Sees (Moldaustausee).

Durchgängige Radwegeverbindung nach Regensburg (Rückweg) Chambtal-Radweg + Regental–Radweg: 111 Kilometer

Grenzüberschreitende Rundtour Nr. 2014 (deckungsgleicher Streckenverlauf von Furth im Wald bis Grenzübergang Neuaign/ Vseruby) Fortsetzung: Kdyne - Praporiste – Starec – Koutna - Sumave Mrákov – Domazlice ("Hauptstadt" des Chodenlandes“) – Tlumacov - Pasecnice,- Ceská Kubice - Grenzübergang Hochstraße (Fahrtrichtung entgegengesetzt des Uhrzeigersinns).

Die tschechische Ortschaft Vseruby (Neumark) liegt 1 km hinter der Landesgrenze.