»Radrundtour von der Donau zur Donau«

Die Idee ist gleichsam einfach wie genial, nämlich mehrere Radwege mit unterschiedlichem Streckencharakter zu einer abwechslungsreichen Rundtour miteinander zu kombinieren. Man nehme den Donau-Ilz-Radweg, gebe als zweite Bahntrassenroute den Adalbert-Stifter-Radweg als exklusive Note hinzu, verfeinere die Rohmischung mit dem kupierten Donau-Moldau-Radweg, garniere die "Mixtour“ mit der sehenswerten Dreiflüssestadt Passau, und kröne den abwechslungsreichen Tourenmix mit dem populären Klassiker Donau-Radweg, dann ist das sagenhafte "Radtouren-Menü" im übertragenen Sinne angerichtet. Die Rede ist von der 183 Kilometer langen »Radrundtour von der Donau zur Donau«, die sich am östlichen Rand des Bayerischen Waldes bis zur flachen Donauebene dahin schlängelt und auf ihrer reizvollen Wegstrecke drei niederbayerische Landkreise (Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau) durchkreuzt. Selbstredend, dass die Etappentour puren Fahr- und kontrastreichen Landschaftsgenuss verspricht. So betrachtet stellt der interessante Routen-Cocktail zweifelsohne eine erstaunlich spannende Tourvariante dar, wie es sie in dieser speziellen Form wohl kein zweites Mal in Deutschland gibt.

 Wer sich das faszierende "Radler-Menü" in der herbstlichen Jahreszeit einverleiben möchte genießt den unvergleichlichen Vorteil, an der chamäleonartigen Verwandlung der Naturlandschaft teil zu haben. In farbenprächtiger Vegetation bietet diese Jahreszeit noch mehr inspirativen Fahrgenuss, was der inneren Balance Vorschub leistet. Was für ein sagenhaftes Erlebnis, wenn die Natur ihren turnusgemäßen Verwandlungsprozess durchläuft, bei dem sie uns ihre Farbpalette mit köstlicher Üppigkeit schenkt. Allein das ist Grund genug, den Goldenen Herbst im Sattel in vollen Zügen auszukosten. Buntes Laub, klare Luft, erträgliche Temperaturen - der goldene Herbst ist definitiv die beste Radlerzeit.

 

Der Alltagshektik den Rücken kehren, den Kopf frei bekommen und Naturreize wahrnehmen funktioniert am besten bei entschleunigter Fahrweise. Insofern macht es Sinn genügend Zeit einzuplanen. Wem Naturgenuss, Muße und Achtsamkeit etwas bedeuten und entspannt im Wohlfühltempo radelt, plant für diesen unvergesslichen Erlebnistrip eine Dreitagestour ein (täglich Ø 61 km). Dies gewährleistet stressfreie Zeitpuffer, um nicht nur mit Muße die herrliche Naturlandschaft zu genießen sondern überdies anhand der zahlreichen Informationsschautafeln am Wegesrand viel Wissenswertes über Land & Leute zu erfahren. Als Übernachtungsorte (bei Start in Niederalteich) bietet sich Waldkirchen (KM 64) und Obernzell (KM 119) an. 

Sportive Radler, die ein zügiges Tempo anschlagen, wenig pausieren und die zahlreichen Informationsschautafeln links liegen lassen, können die Rundtour auch in zwei Tagesetappen (täglich Ø 91 km) bewältigen. Wird in Niederalteich gestartet, bietet sich für den Fall als Übernachtungsort die Marktgemeinde Wegscheid (KM 100) an.

Da die Radwege-Kombi unasphaltierte Streckenabschnitte enthält, ist ein geländegängiges Rad mit entsprechender Bereifung erforderlich, wie bspw. Trekkingbike, E-Bike, Gravelbike oder Mountainbike.

Nichts blendet den Stress und die Alltagssorgen so effektiv aus, wie eine unbeschwerte und abwechslungsreiche Mehrtages-Radtour durch intakte Naturlandschaft. Diesbezüglich haben wir tief in die Schatztruhe gegriffen und präsentieren ihnen mit der »Radrundtour von der Donau zur Donau« einen einzigartigen Routenverlauf, dessen Naturerlebnis und Abwechslungsreichtum selbst passionierte Radtouristen ins Staunen versetzt. Der Clou ist dabei, dass einer der populärsten Fluß-Radwege Deutschlands - der Donau-Radweg - mit drei nicht minder beliebten Radwanderwegen durch den geheimnisumwobenen Bayerischen Wald zu einer Rundtour zusammengespannt wird, was summa sumarum ein vielversprechendes Tourerlebnis ergibt. Obendrein braucht man sich in Sachen Beschilderung keinen Kopf zu machen, da alle vier Radwege mit eigenem Radwegesignet vorbildlich ausgeschildert sind. Obwohl die Streckenführung meist ersichtlich ist (vor allem auf Bahntrassen) kann es bei selbstvergessenem Radeln, wenn man unbewußt ins Träumen und Schwärmen kommt durchaus vorkommen, dass ein Radwegeschild übersehen wird. Nach dem volkstümlichen Motto "Doppelt gemoppelt hält besser" sollte sich deshalb jeder der mit einem Navigerät ausgestattet ist, sicherheitshalber den GPS-Track downloaden. 

Bild: Schnittstelle Donau-Moldau-Radweg und Donau-Radweg an der Donaupromenade in Obernzell.

Radtouristen handeln gern pragmatisch und verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen. Deshalb richtet sich der Fokus in erster Linie darauf, möglichst vielfältige Landschaftseindrücke über eine Rad-Destination zu bekommen. Zu entdecken und erkunden gibt es im »Radgebiet Donau-Moldau« - dessen Streckennetz über 380 km umfasst - in der Tat vieles. Ob beeindruckende Naturschätze entlang der Donau im Donauengtal oder Hügel und Gipfel des Bayerischen Waldes, ob die kalte Moldau im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Tschechien oder lauschige Biergärten am Wegesrand. Dazu sorgt ein erfrischender Sprung in einen glasklaren Badesee für willkommene Abkühlung, bzw. man watet alternativ durch ein Naturkneippbadebecken, damit die ermüdete Beinmuskusulatur wieder zu neuem Leben erweckt wird.

Um sich über die Region einen umfassenden Eindruck zu verschaffen, muss man nicht unbedingt voneinander getrennte Radwegrouten in unterschiedlichen Gegenden befahren. Vielmehr lässt sich das facettenreiche Gebiet stellvertretend auf der aneinandergereihten  »Radrundtour von der Donau zur Donau« bestens kennenlernen. 

Der Weg ist das Ziel - ein Motto, das Radfahrern sprichwörtlich auf den Leib geschneidert ist. Dort, wo die niederbayerische Lebensart, Kultur, Geschichte und modernes Leben miteinander verschmelzen, bleibt jedenfalls der inspirative Spannungsbogen aufrecht erhalten. Kurzum: sobald einem die verträumte Naturlandschaft in Beschlag nimmt, würziger Wald- und Wiesenduft die Lungenflügel flutet und sämtliche Alltagssorgen vertreibt, setzt das Kopfkino ein und hält die Sinne auf Trab. Sofern man selbst einen Gang runter schaltet und die beschauliche Naturkulisse abseits von Hektik und Verkehrslärm achtsam wahrnimmt, lässt die Faszination nicht lange auf sich warten. Die Region ist durchzogen von Flüssen, Bächen, glitzernden (Bade-) Seen, sauerstoffreichen Wäldern und aussichtsreichen Berggipfeln, dessen schönsten Landstriche die 183 km lange »Radrundtour von der Donau zur Donau« erschließt. Das »Radgebiet Donau-Moldau« rollt Urlaubsgästen, die eine erholsame Auszeit erleben möchten sprichwörtlich einen beeindruckenden (Landschafts-) Teppich aus. Die Devise heißt an Kraftorten der Natur Abschalten - Staunen - Tafeln und Genießen, um geleerte Akkus nachhaltig aufzuladen. Die Argumente für die »Radrundtour von der Donau zur Donau« sprechen für sich. Setzen sie dahingehend die fulminante Tour auf die To-do-Liste und lassen ihrer Leidenschaft freien Lauf bis sich Tritt für Tritt das Radlerglück einstellt.