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Informationen

Tourvariante Zwieseler Waldhaus - Ferdinandsthal - Böhmisch Eisenstein (Zelezna Ruda / CZ) -Bayerisch Eisenstein

Zwei Kilometer hinter Ludwigsthal (630 m.ü.NN.) an der Kreuzung der B11 / Waldhausstraße zweigt die beschriebene Tourvariante vom Regental-Radweg (KM 157) ab. Wer länger in dieser wunderschönen Naturgegend verweilen möchte, dem bietet sich diese 23 km lange Individualroute als "Sahnehäupchen" an, zumal man auf einer der schönst gelegenen Biergärten (Schwellhäusl) in Bayern trifft. Die Rundschleife beginnt an der Abzweigestelle zur Waldhausstraße (602 m.ü.NN) und verläuft via Zwiesler Waldhaus zur Landesgrenze wo auf tschechischer Seite kurz vor Zelezna Ruda (Böhmisch Eisenstein) auf 820 m.ü.NN. der Scheitelhochpunkt überschritten wird. Von Bayerisch Eisenstein besteht die Möglichkeit den Regental-Radweg wieder zurück zum Ausgangspunkt (9.2 km) zum Radeln womit sich der Kreis schließt. Eine idyllische Waldstrecke auf fein gesandetem Untergrund, die hindernisfrei leicht zu befahren ist.

Absoluter Höhepunkt dieser Rundschleife ist die Ausflugsgaststte Schwellhäusl, dessen urigen Biergarten man einfach besucht haben muss. Die ergänzende Rundtour setzt dem Regentalerlebnis die Krone auf - Versprochen!

  Schwellhäusl

Bevor man auf der Nationalparkroute das schmucke Örtchen Zwiesler Waldhaus angepeilt, bietet sich ein lohneswerter Abstecher ins historische und orginelle Gasthaus Schwellhäusl an. Der urige Biergarten - idyllisch gelegen am Schwellteich der Schmalzbachschwelle (ehemalige Trifterklause) inmitten im Nationalpark Bayerischer Wald - ist ein äußerst beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Wer den kurzen Schlenker mitnimmt, zweigt am Parkplatz Brechhäuslau kurz vor dem Zwiesler Waldhaus links ab, überquert die Große Deffernik und steuert schnurstraks der kultigen Einkehrjause entgegen (1.8 km).

Do geht ma s’Herz af

von Gerti Weinmann:

In unserem schena boarischn Woid 

do is a Platzerl, des mir so g’foid.

Egal, zu jeder Jahreszeit, 

geh i gern do hi und han mei Freid.

I wandert durch de herrliche Natur 

und g’spür einfach de Freiheit pur.

An Schmalzbach hams ins oide Flussbett

z’ruckglegt und de Wanderweg wern g’hegt und pflegt.

Da Schwellsteig und der Urwoidweg mir so

g’foid im Nationalpark Boarischer Woid.

Genau do liegts drinund i bleib steh,

wenn i mei geliebtes Schwellhäusl seh. 

Do geht ma s’Herz af, denn oans is g’wiß, 

des Fleckerl is mei Paradies.

De oide Triftaklause mitm Fischerweiher 

danebm – es is als war de Zeit stehbliebm.

Und de grouße Felsensonnenuhr

zoigt mir heut glückliche Stunden nur.

Im Biergoatns, a Bier vom Stoa und a deftige Brotzeit dazua:

A Schmatz, a Musi und die boarische Ruah.

Fußballstars, Raufangkehrer und seine

kgl. Hoheit Prinz Luitpold von Bayern

doan alle recht gern im Schwejhäusl feiern.

So mittn drin, im schena boarischen Woid,

i bin mir sicher, dass dir a recht guat gfoid.

Denn im Schwejhäusl do kehrma ei, 

da fajhst de dahoam, wie kannst anders sei. 

Nicht vergessen: der Grenzübertritt nach Tschechien erfordert die Mitnahme eines gültigen Ausweisdokuments 

 Nordostschleife via Zwiesler Waldhaus - Zelezna Ruda (CZ) - Bayerisch Eisenstein (inkl. Schwellhäusl 14 km/345 hm)

Wird die Regentaltour mit dem Nationalpark-Radweg gekoppelt, der kann entweder in der einen Fahrtrichtung den dicht bewaldeten Bayerischen Wald in seiner gesamten Ost-West-Längsachse (268 km) weitestgehend verkehrsfrei nach Haidmühle durchqueren, oder ihn als Zubringer für die Nordostschleife nach Bayerisch Eisenstein nutzen, die knapp 5 km länger als die Originalroute auf dem Regental-Radweg ist. Anschluss besteht kurz hinter Ludwigsthal nach dem Nationalparkzentrum Falkenstein. 

Foto: die Waldhausstraße verbindet den Regental-Radweg mit dem Nationalpark-Radweg (0.4 km)

Parkplatz Deffernik

Infotafeln (Holzintarsien) informieren inkl. Höhenangaben über das weitläufige Rad- Und Wandergebiet.

Der Parkplatz Deffernik befindet sich unweit von Ludwigsthal. Edle Holz-Intarsientafeln informieren sowohl über das Radwegenetz in der Nationalparkregion als auch über den »Nationalpark-Radweg«.

Der Wanderparkplatz ist ein beliebter Anlaufpunkt für Wanderer und Radfahrer. Im übrigen kreuzt an dieser Stelle die Trans Bayerwald Nordroute, welche via Schwellhäusl (absolut empfehlenswertes Ausflugslokal mit urigem Biergarten) zum Zwieseler Waldhaus (701 m ü.NN.). Der breite, angenehm zu befahrende Forstweg schlängelt sich leicht ansteigend 8 km (inkl. Abstecher Schwellhäusl) hinauf zur Waldsiedlung Zwiesler Waldhaus. Tipp: unter dem angegebenen Link sind sämtliche GPX-Trackdaten der TRANS BAYERWALD hinterlegt.

Wird an der T-Kreuzung (B11) „Nationalpark Bayerischer Wald“ (608 m ü.NN.) rechts auf die Waldhausstraße abgezweigt (KM 157) und die Eisenbahnbrücke unterquert, gelangt nach 400 m zum Radwegeknotenpunkt Parkplatz Deffernik, wo sich links diagonal über den Parkplatz ein unasphaltierter Forstweg fortsetzt. Nun folgt man einfach der Beschilderung des Nationalpark–Radwegs, der via Zwiesler Waldhaus direkt zur Landesgrenze (Ferdinandstal) führt. Die Route steigt gleichmässig durchschnittlich 5% bis maximal bis 8 % Steigung an. Am Parkplatz Brechhäuslau wird rechts in die Zollhausstraße abgebogen, die direkt in den idyllisch gelegenen Ort Zwiesler Waldhaus führt. Tipp: die Chance im kultigen Gasthaus Schwellhäusl einzukehren (Umweg 2.2 km) sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Bis zum unbesetzten Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrnik (Start/Zielpunkt des Nationalpark–Radwegs) sind es 2.3 km. Am Ortsbeginn von Zelezna Ruda (Markt-Eisenstein/CZ) wird der Zenit mit 820 m.ü.NN. überschritten. 

Streckenverlauf im Detail:

T-Kreuzung (B11/Waldhausstraße,(602 m ü.NN.) zum Parkplatz Deffernik 400 m 

Parkplatz Deffernik (612 m ü.NN.) bis Abzweig Schwellhäusl (639 m ü.NN.) 2.4 km

Stichweg zum Schwellhäusl (674 m ü.NN.) one way 1.1 km (wird hin u. zurück befahren) = 2.2 km

Abzweig Schwellhäusl via Parkplatz Brechhäuslau (679 m ü.NN.) bis Linksabzweig Zwiesler Waldhaus (700 m ü.NN.) 2.5 km (bis hier ∑ 175 hm) 

Abzweig Zwiesler Waldhaus - Landesgrenze Ferdinandstal 2.3 km / 70 hm (Teilstrecke 9.8 km / 245 hm)

Fortsetzung nach Železná Ruda 2.5 km → Bayerisch Eisenstein 2.3 km (Gesamtstrecke 14 km / 345 hm) 

Wer vom Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrník auf tschechischem Territorium dem Forstweg folgt, gelangt nach 1.5 km zum Scheitelhochpunkt (90 hm), wo die Böhmerwaldroute Nr. 33 abzweigt. Die Route 33 Šumavská cyklomagistrála (Böhmerwaldmagistrale) ist quasi das tschechische Pendant zum Nationalpark-Radweg. Sie durchquert das Biosphärenreservat Šumava von Železná Ruda nach Nová Pec (Moldaustausee) auf einer Distanz von 110 km. Vom Abzweigepunkt der Böhmerwaldroute Nr. 33 bis nach Železná Ruda (Markt Eisenstein) sind es 1 km und bis Bayerisch Eisenstein weitere 2.3 km.

Weitere Touroptionen:

Befährt man indes ab dem Knotenpunkt Deffernik (Abzweig rechts) den Nationalpark–Radweg in entgegengesetzter Fahrtrichtung (Spiegelau), der vollendet bis nach Haidmühle quasi den sogenannten Bayerwaldtransit. Streckenverlauf: Frauenau–Spiegelau – Mauth – Finsterau-Bucina (Böhmen) – Haidmühle (102 km / 1 300 hm). 

Zelezna-Ruda: Anschluss an den Nationalpark-Radrundweg: (Route 33) durch den Nationalpark Sumava (CZ) – Kvilda - Landesgrenze Finsterau/Bucina – Mauth, Spiegelau, Frauenau, Spiegelhütte Ferdinandsthal-Debrnik – Zelezna – Ruda –Bayerisch – Eisenstein, Gesamtlänge ca. 145 km / 1 500 hm.

Zwiesler Waldhaus

Der schmucke Weiler Zwiesler Waldhaus liegt am Fuß des Großen Falkenstein (1315 m ü. NHN) im Falkenstein-Rachel-Gebiet des Nationalparks Bayerischer Wald.  

Geschichtlicher Rückblick

Aus einer ehemaligen Schutzhütte entstand 1764 am sogenannten Böhmweg für die Säumer die Schutz- und Einkehrstätte Zwieseler Waldhaus. 1832 wurde die erste Konzession für den Bierausschank erteilt, womit es als der älteste Gasthof im Bayerischen Wald gilt. Auch das heute ebenfalls als Gasthof dienende ehemalige Zollhaus am Ortseingang blieb erhalten. Zwieslerwaldhaus (701 m) gilt unter Radfahrern und Wanderern als begehrte Anlaufstelle. Im Südwesten liegt das Schwellhäusl, eine ehemalige Holztrifter-Klause, die heute eine beliebte Ausflugsgaststätte beherbergt.

Weiterfahrt: am Ortsbeginn wird von der Zollhausstraße links abgebogen und Kurs auf die 2.3 km entfernt liegende Landesgrenze nach Ferdinandstal genommen. 

 Die Waldsiedlung mit seinen holzvertäfelten Häusern und einem Brunnen bietet sich unweit der Landesgrenze als Übernachtungsort an, um ggf. auf einem Anbindungs-Radweg seinen "Bayerwald-Trip" fortzusetzen. In idyllischer Lage locken Gasthäuser und Biergärten mit regionaltypischen Speisen. 

Baumstämme mit breiten Einkerbungen - umfunktioniert zu robusten Radständern - zeigen, dass man sich auf Biker eingestellt hat.

Die Große Deffernik mündet bei Ludwigsthal in den Großen Regen.

Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrník      

Ferdinandsthal (Debrník) war unmittelbar hinter der Bayerisch-Böhmischen Landesgrenze einst eine böhmische Glashüttensiedlung, die heute nicht mehr existiert.

Die Staatsgrenze befinden sich abgelegen mitten im Wald (grüne Grenze). Vom unbesetzten Grenzübergang bis zur nächstgelegenen tschechischen Ortschaft Železná Ruda sind es 3 Kilometer.

Radwegeanbindungen (Tschechien)

 Die Kombination des »Nationalpark-Radweg« mit dem Genuss-Radwanderweg ergibt durch den zweiten Halbkreis auf tschechischer Seite vom Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrník bis zur Schnittstelle in Bucina eine sehr interessante Rundtour. 

Die Fortsetzung des Waldpfads führt nach Železná Ruda (2.5 km) und weiter nach Bayerisch Eisenstein (2.3 km).