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Herzlich Willkommen in der Welterbestadt Regensburg

Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, gilt Regensburg heute deutschlandweit als am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. 2006 wurde der 2000 jährigen Regensburger Altstadt mit Stadtamhof der Titel UNESCO-Welterbestätte zuerkannt, dem 2021 mit dem Donaulimes ein zweiter Welterbetitel folgte. Die weltweit beachtete Auszeichnung hat sowohl für den Denkmalschutz als auch für den Tourismus eine außergewöhnlich wichtige Bedeutung. 

Die Domstadt mit ihren malerischen engen Gassen, historischen Baudenkmälern, Bürgerhäusern, Straßencafes und mondänen Stadtplätzen bildet zur Einstimmung einen idealen Ausgangsort für ausgedehnte Radtouren. Bayerns viertgrößte Großstadt wurde vom englischen Stararchitekt Lord Norman Foster immerhin als "Eine der schönsten Städte der Welt" bezeichnet. Anziehender lässt sich eine Einladung wohl kaum formulieren. Ganz schön italienisch, die lebendige Großstadt Regensburg. Die einen nennen sie „nördlichste Stadt Italiens“, die anderen „mittelalterliches Wunder Deutschlands“. Die urbane „Hektik“ steht im krassen Gegensatz zur stillen, ursprünglichen Landschaft mit all ihren Naturschönheiten und Kulturdenkmälern im Bayerischen Wald, die den Fernradler entlang des Regens auf seiner Erlebnistour erwartet. Ideale Voraussetzung, um sich vor dem Start vergnügt einzustimmen und sich freudig auf ein unvergessliches Tourabenteuer einzulassen. Der eigentliche Reiz liegt im Wechsel aus städtischem Trubel mit üppigen Landschaften und kulturellen Kleinoden am Wegesrand.

Der Startpunkt des Regental-Radweg befindet sich im Stadtteil Reinhausen vis a vis der Reinhausener Brücke (gegenüber der Gaststätte Auerbräu), wo der Regen nur wenige hundert Meter entfernt in die Donau mündet. Hinweis: alle Entfernungsangaben beziehen sich auf diesen Startpunkt. 

 Alternative Zufahrt zum Regental-Radweg: von der Regenmündung, wo das Fließgewässer in die Donau mündet (Bild oben) verläuft  ein verkehrsfreier Radweg entlang der Reinhausener Uferpromenade, der nach 650 Meter auf den Fernradweg trifft (knapp 250 Meter nach dem offiziellen Startpunkt beim Auerbräu/Donaustauferstraße entfernt). Wird vom Flussmündungsplateau gestartet, unterquert man kreuzungsfrei nach 150 Meter die Frankenbrücke, bzw. nach weiteren 200 Metern die Reinhausener Brücke. Somit vermeidet die komfortable Zubringervariante die verkehrsträchtigen Kreuzungsbereiche der Frankenstraße und Donaustauferstraße (Fußgänger/Radfahrer-Ampelschaltung). 

Abbildung oben: die durchgezogene Linie (lila) zeigt den offiziellen Streckenverlauf des Regental-Radwegs (Startpunkt Auerbräu/Donaustauferstraße vis a vis der Reinhausener Brücke). Der rechts parallel verlaufende gepunktete Weg stellt eine (inoffizielle) verkehrsfreie Radwegverbindung dar, die sich sowohl von der Regenmündung als auch weiterführende Anbindung zur Protzenweiherbrücke über den Europakanal nach Stadtamhof anbietet (entgegengesetzte Fahrtrichtung).

Regensburg zieht heute scharenweise Touristen aus aller Welt in den Bann. Demnach verzeichnete die UNESCO-Welterbestadt 2024 laut der Regensburg Tourismus GmbH (RTG) mit 1,365 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchstwert wobei Gäste, die eine private Unterkunft buchten oder Verwandte und Bekannte besuchten in der vom Bayerischen Landesamt für Statistik bereitgestellten Daten nicht berücksichtigt sind.

Die Altstadt - deren Fußgängerzonen für den Radverkehr weitestgehend geöffnet sind - ist geprägt von geschichtsträchtiger Architektur. Die Stadt strotzt nur von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern, wuchtigen Geschlechtertürmen. Dazu die monumentalen Wahrzeichen - der gotische Dom St. Peter und die Steinerne Brücke. Dank fast 1 000 Einzeldenkmäler bekam die am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands 2006 den UNESCO-Welterbetitel verliehen. Museen, Theater, Cafes, Kneipen, Lokale, Biergärten, Parkanlagen und (Schloss-) Festspiele laden zum Besuch und Flanieren ein. Wenig Wunder, dass hier die Lust auf ein Bier, ein Glas Wein oder einen Aperol Spritz auf den zahlreichen Freiplätzen in der nördlichsten Stadt Italiens ausgeprägter ist als anderswo.

Abgesehen davon liegt die 2000 Jahre alte Donaustadt eingebettet in einer bezaubernden Naturlandschaft, weswegen das beliebte Städteziel auch unter Aktivurlaubern sehr beliebt ist. Vor allem Radtouristen haben ihre helle Freude, weil Fluss- Bahntrassen- und Themen- Radwege in der radfreundlichen Stadt ihren Ausgang nehmen und die Ferienregion Regensburg Land in allen Himmelsrichtungen durchkreuzen. 

Regensburg ist einer der ältesten Städte Deutschlands und war bayerische Hauptstadt des frühen Mittelalters. Die Stadt (335 m.ü.M.) liegt am nördlichsten Punkt der Donau wo die linken Zuflüsse Schwarze Laber, Naab und Regen münden. 

Der offizielle Start/Zielpunkt des Regental-Radwegs befindet sich vierhundert Meter oberhalb der Flussmündung im Regensburger Stadtteil Reinhausen, vis-à-vis der Reinhauser Brücke neben der Gaststätte Auerbräu.

Das Stadtwappen - zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel auf rotem Schild - sind das Attribut des Heiligen Petrus, dem Patron des Regensburger Domes und der Stadt. Die für das Wappen verwendeten Farben Rot und Silber entsprechen den Wappentinkturen verschiedener anderer Reichsstädte.

Bereits in Regensburg taucht man bereits vom Startpunkt weg völlig unerwartet in eine grüne Oase ein, die von einer flachen Wiesen- und Feldlandschaft geprägt ist. Der Weg führt schlängelt sich dem Regen entlang und bietet fast ständig faszinierende Ausblicke auf den glitzernden Fluss. Besonders beeindruckend sind die naturbelassenen Flussauen und die Vielfalt an Flora und Fauna, die das Ufergelände säumen. Schon nach wenigen Kilometern stellt sich gewissermaßen eine innere Ruhe ein, was zu einem Gutteil der landschaftlich reizvollen Strecke zu verdanken ist. Quasi ein mentaler Touch Down, der einem das Gefühl vermittelt angekommen zu sein, obwohl man sich immer noch in der städtischen Peripherie befindet.

Foto: Stand up Paddler im Regensburger Stadteil Reinhausen

Herzlich Willkommen in der »Ferienregion Regensburger Land« 

Strandbäder

  - Pielmühler Wehr
  - Regendorfer Wehr 
  - Valetinsbad Regenstauf
  - Flussbad Ramspau

Sehenswürdigkeiten

  • Regenstauf: LBV-Vogel- und Umweltstation (Masurenweg), Schloss Spindlhof
  • Ramspau: Barockschloss (privat, keine Besichtigung von innen möglich) 
  • Hirschling: Schloss mit Schlosskapelle (privat)
  • Marienthal (Abstecher): Regenquerung per Zille, Fußmarsch zur Burgruine Stockenfels

Streckenverlauf 27 km, davon 3 km Stadtgebiet Regensburg: Regensburg → Pielmühler Wehr → Regendorfer Wehr → Diesenbach → Regenstauf (Strandbad) → Ramspau → Hirschling → Marienthal (Ausflugsgaststätte)

Bereits nach 1.3 km wird die Stadtgrenze von Regensburg verlassen und radelt nun 26 km durch den schönen Landkreis, der die touristische Bezeichnung 'Ferienregion Regensburg Land' trägt. 

KM 2.7: Lappersdorf, Kinderspielplatz, Scateranlage, Liegewiese

Das Freizeitgelände „Am Regen“ in Pielmühle liegt direkt am Regental-Radweg und bietet mit seinem Strandbad und gepflegt angelegten Liegewiesen erfrischende Bademöglichkeit im Fluss – der Regen erreicht in den Sommermonaten angenehme Badetemperaturen! Sanitäranlagen: Toilette, Beachvolleyballfelder, mobiler Verkaufsstand bei Badewetter.

Strandbad Pielmühle (KM 4.5)

Im Großraum Regensburg bis nach Regenstauf ist der Flussradweg relativ stark frequentiert. Radfahrer, Inliner und Spaziergänger müssen sich den Weg teilen, was Vorsicht und gegenseitge Rücksichtnahme erfordert. Im weiteren Verlauf nimmt die Nutzerfrequenz erheblich ab. 

Nur 3 km vom Pielmühler Wehr entfernt erreicht man in Regendorf bereits das nächste Wehr, das ebenfalls Bademöglichkeit bietet.

Nur 4 km vom Pielmühler Wehr entfernt erreicht man in Regendorf bereits das nächste Wehr, wo ebenfalls eine Erfrischungsmöglichkeit besteht.

Bild: Regendorfer Wehr (KM 8) 

Foto: Fernradler in Regendorf - unterwegs auf einer Europadurchquerung 

Entlang des Regental-Radwegs gibt es zahlreiche E-Bike-Ladestationen 

Am Ortsbeginn von Diesenbach endet der verkehrsfreie Radweg, weshalb bis ins 12 km entfernte Hirschling auf öffentlichen Verkehrsstraßen erhöhte Vorsicht geboten ist. Die Flussüberquerung von der Regendorfer Straße (Rechtsabzweig KM 11.6 km) über einen schmalen Rad- und Fußgängersteg (Stegweg) erfordert gegenseitige Rücksichtnahme, da bei Gegenverkehr mangels Fahrbahnbreite notgedrungen abgestiegen werden muss. Nach 1.5 km erfolgt die nächste Regenüberquerung, von wo man flussaufwärts bis Hirschling entlang der linken Uferseite, bevor der Fluß dort abermals gequert wird und sich danach ein verkehrsfreier Radweg fortsetzt. Ab Marienthal endet die verkehrfreie Radwegtrasse, von wo bis Stefling (3 km) auf die Straße ausgewichen werden muss. 

13 km nach dem Startpunkt des Regental-Radwegs erreicht man die Marktgemeinde Regenstauf. Der schmucke Ort mit 16.318 Einwohner (31. Dez. 2024) bietet Straßencafes, Eisdielen und Einkehrlokale mit zünftigen Biergärten - u.a. auch direkt am Regen (Eichmühle). Der Markt Regenstauf ist die nördlichste und größte Gemeinde des Landkreises Regensburg (wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des nördlichen Landkreises). Im 14. Jahrhundert hatte Regenstauf bereits die Marktrechte und gilt heute als bedeutender Schul-, Industrie- und Gewerbestandort.

Kein Wunder, dass der malerische Regenort - das mehrfach ausgezeichnete "Golddorf" Ramspau - zu den beliebtesten Fotomotiven in dieser schönen Naturregion gehört.

Ramspau verfügt eine Ausflugsgastätte mit Biergartenbetrieb. Am gegenüberliegenden Regenufer befindet sich das Flussbad Ramspau, ein öffentlicher Badeplatz mit Liegewiesen, Sanitäranlagen, Duschen, Umkleidekabinen und eine Bootsanlegestelle. 

 Jedes Jahr an Pfingsten steppt beim Regentalfest vier Tage lang der Bär. Das Pfingst-Highlight findet auf dem Festplatz am Regenufer im Golddorf Ramspau statt, wo man im Bierzelt mit über 3000 Sitzplätzen oder draußen im Biergarten bzw. auf dem Festplatz köstliche, regionale Schmankerl genießen kann.

Foto: das idyllisch gelegene Kleinod Ramspau (KM 18) 

Das malerische Ortsbild mit dem imposanten Schloss Ramspau aus dem 14. Jhrd. sowie der St.-Laurentius-Kirche (1903) ergatterte schon mehrere Auszeichnungen beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft“, bzw. bekam im Bundeswettbewerb eine Bronzemedaille und in Bayern eine Goldmedaille verliehen.

Eine kaum befahrene Nebenstraße verbindet Ramspau mit dem kleinen Ort Hirschling (5 km). Am Ortseingang an der Kreuzung wird von der Ramspauerstraße rechts in den Brückenweg abgebogen

 Mountainbiker bzw. fahrtechnisch versierte Gravelbiker können in Hirschling an der Kreuzung (leichte Rechtskurve) den Burgweg geradeaus fahren, der alsbald in einen bewaldeten Wanderweg übergeht und sich zumeist recht dicht am Regenufer entlang schlängelt (stellenweise etwas verwurzelt/verblockt). Nach 6.3 km (104 hm) trifft man nach Überquerung der Regenbrücke in Überfuhr in unmittelbarer Sichtweite vor Stefling wieder auf die Originalstrecke. Vorsicht bei der Strraßenüberquerung! Danach links in den Regental-Radweg einmünden.

Der Brückeweg passiert vor der Regenbrücke einen überdachten Rastplatz. Gute Gelegenheit ein Päuschen einzulegen. Im übrigen fungiert der Rastplatz auch als beliebte Anlaufstelle für Mountainbiker, die beiderseits des Regenufers in den Hügelketten ein sehr reizvolles Terrain vorfinden.

Kurze Zwischenmahlzeit und geselliger Umtrunk, bevor die Tour fortgesetzt wird.

Umso tiefer man ins Regental vorstößt, desto ursprünglicher zeigt sich die unberührte Naturkulisse.  

Flußüberquerung in Hirschling über den mäandernden Regen. Die Skulptur zeigt Johannes (von) Nepomuk - böhmischer Priester und Märtyrer - der 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen wurde und als Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses gilt. Den Schutzpatron bekommt man übrigens noch häufiger zu Gesicht.  

Ausblick auf den idyllisch am Regen gelegene Ort Hirschling, auf dessen schmalen Brückchen die Regentalroute den Fluss überquert. Was nun folgt, darf man getrost als einer der schönsten Landschaftsabschnitte des Flusses bezeichnen, denn nun verläuft der Regental-Radweg entlang der rechten Uferseite durch das wildromantische Regental nach Marienthal. 

Die Ferienregion Regensburg Land ist von einer unvergleichlichen Naturidylle geprägt. Rückzugsorte wie das beschauliche Regental werden aber zunehmend seltener. Man spürt die sanfte Ruhe, nimmt das Zwitschern der Vögel und das leise Dahingleiten des Regens war. Ein Naturerlebnis sondersgleichen, in dem der Geist zur Ruhe kommt und neue Kraft schöpfen kann. Ruhepole sind essenziell für unsere innere Balance und unser Wohlbefinden. Also ruhig mal vom Sattel steigen, sich auf ein Bankerl setzen und einfach relaxt die Blicke über die herrliche Naturkulisse schweifen lassen. 

Foto: melancholische Herbstimmung am Regenufer

Zunehmend verengt sich der Taleinschnitt. Erste Bergausläufer mit ihren Waldrändern rücken dem Flussufer zwar näher, dennoch bleibt die Strecke - bis auf kleinere Wellen - weiterhin steigungsfrei. 

Entlang weitläufiger Flussauen verengt sich zunehmend das waldreiche Regental. Im Bild Bootswanderer bei Heilinghausen, die den Regen vom Blaibacher See bis Regensburg flussabwärts paddeln.

Zwischen Hirschling und Marienthal verbirgt sich eine traumhafte Flusslandschaft. 

Dass die Oberpfalz die burgenreichste Gegend Deutschland ist, bemerkt der aufmerksame Radler auf Schritt und Tritt. Die mächtigen Burgen und malerischen Ruinen, Schlösser, prächtige Kirchen und Kapellen sind Zeugen einer ereignisreichen lebhaften Geschichte, die auf wirtschaftliche, politische wie militärische Macht der damaligen Landesherren hinweist.

Auf einer bewaldeten Bergkuppe über dem Regenknie bei Marienthal liegt die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Stockenfels. Die 1326 erstmals urkundlich erwähnte Burg mit Wohnturm (erhalten) und Palas (Ruine) ist heute wohl die berüchtigste und sagenumwobenste Geisterburg Bayerns. Allnächtlich sollen hierher der Sage nach jene verbannt werden, die sich zu Lebzeiten des "Bierpantschens" schuldig gemacht haben. Burg Stockenfels war u.a. Sitz von fünf Raubrittern und wurde über die Jahrhunderte so erhalten, wie sie einst zur Ritterzeit erbaut worden war.

 Wer sich die Beine vertreten möchte, kann in Marienthal mit einer Zille ans gegenüberliegende Ufer übersetzen und dort einen kleinen Fußmarsch zur Burgruine Stockenfels unternehmen. Die Höhenburg (459 m ü.NN.) trohnt auf einer 120 Meter hohen Anhöhe.

In Marienthal - gelegen am Regenknie, wo der Fluss eine 180° - Drehung vollzieht - befindet sich ein schönes Ausflugslokal mit großem Biergarten unter schattenspendenen Bäumen. Allerdings hat das Gasthaus Marienthal in den Sommermonaten in der Regel samstags und sonntags bzw. wetterabhängig sporadisch auch unter der Woche geöffnet. 

In Marienthal endet der verkehrfreie Radweg. Vorsicht bei der Straßeneinmündung. Bis Stefling (3 km) muss man mit der Straße Vorlieb nehmen, bevor sich der Radweg nach Nittenau fortsetzt. Keine 500 m hinter Marienthal wird die Landkreisgrenze zu Schwandorf überschritten.