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Willkommen im »Oberpfälzer Seenland« (Landkreis Schwandorf)

Kurz nach Mariental wird bei KM 27 die Landkreisgrenze Regensburg/Schwandorf überschritten. Nun radelt man 14 km durch den schönen Landkreis Schwandorf, der in dieser Region die touristische Bezeichnung 'Oberpfälzer Seenland' trägt. Rund um Nittenau wird die herrliche Teich- und Seenlandschaft des südlichen Oberpfälzer Seenlands im Landkreis Schwandorf. Eine Landschaft der leisen Töne, die entlang der idyllischen Flussauen dem beruhigenden Naturfeeling in die Hände spielt. Unter eingefleischten Radtouristen ist es ohnehin eine Binsenwahrheit, dass Radfahren entlang von Flüssen, Teichen und Seen grundsäztlich viel Spaß macht. Eine Tatsache, von der Regentalradler ganz besonders profitieren.

 

Der Regen kurz vor der Kleinstadt Nittenau. Natur pur, grün soweit das Auge reicht.  

Streckenverlauf 14 km: Marienthal → Stefling → Nittenau → Tiefenbach

Der asphaltierte Regental-Radweg zwischen Regensburg und Nittenau ruft auch sportliche Rennradler auf den Plan. Der 36 km lange, nahezu steigungsfreie Streckenabschnitt verleitet Radsportler zu einer hohen Pace, vor allem wenn man in der Gruppe energiesparenden Windschatten genießt. Genussorientierte Radwanderer genießen hingegen in Wohlfühlgeschwindigkeit die herrliche Fluss- und Auenlandschaft in vollen Zügen.

 Kurz vor Stefling besteht eine Querungsmöglichkeit des Regens, wo sich am gegenüberliegenden Ufer der Weiler Überfuhr befindet. Von dort aus besteht eine Radwegeverbindung nach Burglengenfeld (z.T. unasphaltiert) bzw. eine wellige Straßenverbindung parallel zum Regen  über Neuhaus nach Nittenau bzw. weiter ins nördlich gelegene Oberpfälzer Seenland.

Foto: ansehnliches Brückenbauwerk, das sich harmonisch in die Flusslandschaft zwischen Stefling und Überfuhr einfügt

Willkommensschilder werden von Radfahrern grundsätzlich mit Freude wahrgenommen. 


Kaum hat man die Burg Stockerfels hinter sich gelassen rückt nur wenige Kilometer später das Schloss  Stefling ins Blickfeld. Die Blütezeit der damaligen Burg Stefling war im 11. und 12. Jhrd., als eines der mächtigsten Geschlechter des bayrischen Herzogtums die Burg besaßen. Sie waren Burggrafen von Regensburg, Landgrafen und Stifter des Klosters Walderbach.

Sunset-Stimmung zwischen Stefling und Nittenau. Am Ortsrand von Hof am Regen (KM 31) mündet der bislang an der Kreisstraße parallel verlaufende Radweg in die Ortsstraße ein und unterquert kurz darauf die Hauptstraße. Die Besichtigung der liebevoll restaurierten Burg aus dem 12. Jahrhundert mit Torhaus, Turm und Burgkapelle in Hof am Regen ist auf alle Fälle lohnenswert. Zu besichtigen jeweils am "Tag des offenen Burgtores". Mehr Infos unter Oberpfälzer Wald.

Foto: Radtouristen aus Freiburg im Breisgau (Tourguiding by Bayernbike) bei kulinarischer Stärkung im Brauereigasthof Jakob (Nittenau). 

Mäandernd zieht der Regen seine Bahnen durch intakte Naturlandschaft. Der dünn besiedelte, abwechslungsreiche, flache Landstrich bringt insbesondere Familien- Genussradler und ebiker ins Schwärmen. 

Am Ortsbeginn von Nittenau (KM 34) endet die verkehrsfreie Radwegtrasse. Bei der Einmündung in die Regentalstraße ist wegen höherem Verkehrsaufkommen bis zum Abzweig in den Jahnweg (2 km) erhöhte Vorsicht geboten. Die Route führt am Stadtplatz direkt am Tourismusbüro vorbei.

 Abzweig Oberpfälzer Seenland–Radweg (KM 35), der den Anschluss an den Naab-Regen-Radweg nach Bruck, Bodenwöhr, Schwarzenfeld herstellt.

  Das landschaftlich sehr reizvoll am Regen gelegene Freizeit- und Erholungsbad im Lärchenweg bietet an heißen Sommertagen tollen Badespaß: beheizte Becken, Attraktionsbecken, Schwimmbecken, Springanlage, Kinderplanschbecken.

Oberpfälzer Seenland

Foto: faszinierender Flussblick von der Großen Regenbrücke in Nittenau (400 m abseits der Route)

Das Oberpfälzer Seenland ist die perfekte Urlaubsregion für jeden, der sich gerne ins nasse Vergnügen stürzt: Baden, Bootswandern, Wasserski fahren, Segeln, Surfen, Tauchen – die größten Seen Ostbayerns, unzählige Teiche und idyllische Flüsse machen es möglich. Dazu gruselige Geisterburgen, beeindruckende Festspiele und diverse Museen. Auf der Visitenkarte stehen die große Kreisstadt Schwandorf (Naabtal-Radweg), die Städte Neunburg vorm Wald und Nittenau, die Märkte Bruck in der Oberpfalz und Schwarzenfeld sowie die Gemeinden Bodenwöhr, Steinberg am See und Wackersdorf. 

Nittenau (9.099 Einwohner, Stand 31. Dez. 2023) ist eine beschauliche Kleinstadt (352 m ü. NN) im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf, und liegt nahe der nördlichsten Stelle des Flusses Regen in einer großflächigen Talniederung.

Die Stadt blickt auf eine stolze 1000 jährige Geschichte zurück. Sehenswert ist die Stadtpfarrkirche Nittenau, der Storchenturm mit dem Treppengiebel (Wahrzeichen) von 1644 (Bild links) und das Stadtmuseum, wo u.a. ein präparierter Wels (auch Waller genannt) mit einer Länge von 2,20 m und 114 Pfund schwer zu besichtigen ist. 

Nachdem die Hauptstraße (Jahnweg) verlassen wurde (Informationsschautafeln) geht’s - vorbei an der Regentalhalle - fortan auf teilweise unbefestigten Wegen durch die idyllischen Regentalauen. Entlang eines Biotop- u. Fischer-Lehrpfads geht es weiter Richtung Landkreisgrenze nach Tiefenbach. Flach, idyllisch, ruhig, da macht Radfahren fern von Hektik und Verkehrslärm tierisch Spaß, d.h. der Radlgenuss setzt sich fort.

Die Regentalauen sind nicht nur für die Radler ein Naturerlebnis, sondern ziehen auch Naturfreunde, Angler, Wanderer, Stand-Up Paddler und Kajakfahrer an.

Nach dem unasphaltierten/verkehrsfreien Streckenabschnitt ist bei der Einmündung in die Bodensteiner Straße (KM 40) - die nach Reichenbach führt - ist wegen des Straßenverehrs erhöhte Vorsicht geboten. 

Nach 41 km Wegstrecke erfolgt in Tiefenbach (knapp 2 km vor Reichenbach) der zweite Landkreisübertritt (Schwandorf/Cham).

 Der Regental-Radweg lässt sich mit weiteren Radwegen wunderbar zu attraktiven Rundtouren kombinieren. So zweigt z.B. direkt an der Landkreisgrenze eine Verbindungsspange (z.T. unasphaltiert) zum Falkenstein Radweg nach Wald (5 km) ab, dessen Anhöhe in den Vorderen Bayerischen Wald 300 Höhenmeter mit bis zu 14% Steigung einiges an Wadenschmalz abverlangt, sofern man nicht auf einem ebike sitzt.