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Informationen

Regental-Radweg

Streckendaten

Ausgangspunkt: Regensburg (Meereshöhe: 340 m)
Endpunkt: Bayerisch Eisenstein

Streckenlänge: 166 km
Höhenmeter: 1.772 hm (empfohlene Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge: 166 km
  • Höhenmeter ↑: ≈ 1.772 (laut Google-Maps)
  • Tiefenmeter ↓: ≈ 1.381 (laut Google-Maps)
  • Höchster Streckenpunkt 721 m ü.NN. (KM 165)
  • Tiefster Streckenpunkt: 330 m ü.NN. (KM 2.0)

Routenverlauf

Der Regental-Radweg verläuft durch die Landkreise Regensburg (Ferienregion Regensburg Land → Streckenanteil 27 km ≈ 16.3%), Schwandorf (Oberpfälzer Seenland → Streckenanteil 14 km ≈ 8.4%), Cham (Naturpark Oberer Bayerischer Wald → Streckenanteil 58 km ≈ 34.9%) und Regen (Arberland → Streckenanteil 67 km ≈ 40.4%). Die durchgängig beschilderte Flussradroute quert die ostbayerischen Regierungsbezirke Oberpfalz/Niederbayern und tangiert dabei die Städte Regensburg (Start/Ziel) → Nittenau (KM 36) → Roding (KM 59) → Cham (KM 73) → Viechtach (KM 109) → Regen (KM 138) → Zwiesel (KM 150).

Anstiege

  • Regentalsenke - Heilbrünnl, 2 km ↑ 114 hm; Steigung max 15%
  • Bahntrassenabschnitt Kreuzbach (KM 95) - Scheitelpunkt Krailing, 6.5 km ↑ 90 hm, nivellierte Ø - Steigung 2%
  • Viechtach - Fernsdorf (unterbrochen von Gegenfälle/Ebene), 8 km ↑ 282 hm 

  • Hinter Patersdorf (KM 122) via Kraikenried bis kurz vor Altenmais (KM 127), 5 km ↑ 282 hm 
  • Regen (KM 138) - Schweinhütt: 8 km  ↑ 192 hm 
  • Zwiesel KM (148) - Bayerisch Eisenstein, 18 km tendenziell ansteigend (unterbrochen von Gegenfälle/Ebene) ↑ 379 hm ↓ 220 hm

Unasphaltierte Streckenabschnitte

 Der Regental-Radweg weist einen unasphaltierten Streckenanteil von ≈ 35 km auf (ca. 21%).

• Regensburg - Nittenau 0%

• Nittenau - Straßeneinmündung Richtung Tiefenbach ca. 2.5 km

• Hinter Kirchenrohrbach abwechselnd asphaltiert/unasphaltiert ca. 2 km 

• Regentalsenke (Rastpavillon) - Wallfahrtsort Heilbrünnl 3.5 km

• Bahntrasse Kreuzbach - Viechtach 14 km

Gastronomie

  • Regensburg:                     
  • Lappersdorf, KM 2.7          
  • Regenstauf, KM 13             
  • Ramspau, KM 17
  • Mariental, KM 27
  • Nittenau, KM 36                
  • Reichenbach, KM 43           
  • Walderbach, KM 46              
  • Heilbrünnl, KM 56
  • Roding, KM 58                    
  • Cham, KM 73                     
  • Chamerau, KM 84                
  • Miltach, KM 91                       
  • Blaibach, KM 94                    
  • Fichtental, KM 103
  • Viechtach, KM 109                
  • Patersdorf, KM 121                 
  • Kaikenried, KM 125                
  • Regen, KM 137                        
  • Schweinhütt, KM 142
  • Zwiesel, KM 149                     
  • Bayerisch Eisenstein, KM 166     

Flußquerungen

  • Diesenbach (KM 12)
  • Regenstauf (KM 13)
  • Hirschling (KM 22)
  • Walderbach (KM 46)
  • Heilbrünnl b. Roding (KM 57)
  • Cham/Altenstadt (KM 76)
  • Miltach (KM 91)
  • Regen (KM 138)
  • Regener Stausee (KM 140)
  • Zwiesel (KM 148)
  • Zwiesel Nord (KM 152)
  • Ludwigstal/B11/Waldhausstraße (KM 157)
  • Bayerisch Eisenstein (KM 165)

Der Regental-Radweg führt von der Unesco-Welterbestadt Regensburg auf flussnahen Radwegen nach Nittenau und weiter via Reichenbach und Walderbach entlang idyllischer Flussauen quer durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Vorbei an Roding und Cham zweigt die Route hinter Blaibach ab, wo sich ein herrlicher Bahntrassen-Radweg durch duftende Waldpassagen nach Viechtach forsetzt. Abseits vom Schwarzen Regen verläuft die hügelige Strecke zur Kreisstadt Regen, bevor es weiter in die Glasmacherstadt und staatlich anerkannten Luftkurort Zwiesel geht, das inmitten der Berge Großer Arber, Falkenstein, Rachel ein beliebtes Ziel in der Ferienregion Bayerischer Wald ist. Die bewaldete Schlussetappe zum Grenzort Bayerisch Eisenstein zieht nochmal ein hochkarrätiges Landschaftsregister aus dem Ärmel. So wie der Regen (tschechisch Rezná) als zentrale Wasserachse durch Großteile des Bayerischen Wald fließt, so fungiert der Regental-Radweg touristisch betrachtet als "Radwander–Aorta", auch weil der wildromantische Streckenverlauf verhältnismäßig steigungsarm ist. Des Weiteren sind beide Endpunkte (Start- Zielort) hervorragend ans Fernradwegenetz angebunden, was z.B. grenzüberschreitende Touren in den Böhmerwald, den Nationalparks (Bayerischer Wald / Sumava) oder auch dem Donautal ermöglicht. Dem reizvollen Streckenverlauf wegen pulsiert die Bayerwaldmagistrale mit einer Vielzahl attraktiver Abstecher- und Kombinationsmöglichkeiten im übertragenen Sinn ähnlich einer Hauptschlagader im menschlichen Organismus.

Streckengrafik


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Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



(RAD-) URLAUB IM BAYERISCHEN WALD GANZ OBEN

Der Bayerische Wald liegt im Regierungsbezirk Niederbayern/ Oberpfalz und grenzt im Nordosten an Tschechien. Gemeinsam mit dem Böhmerwald (tschechisch Šumava) bildet die Naturregion das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas, weshalb es auch das Grüne Dach Europas genannt wird. Zwischen Donau, dem Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze breiten sich im Bayerischen Wald sage und schreibe rund 6.000 Quadratkilometer Waldlandschaft  aus, die als "grüne Lunge" einen unverzichtbaren Bestandteil des Ökosystems ausmacht und der Flora & Fauna sowie dem Menschen saubere Luft und reines Wasser beschert. Im Gegensatz zu überlaufenen Tourismushochburgen blieb der Bayerische Wald vom Massentourismus verschont. Stattdessen steht der sanfte Tourismus (Priorisierung auf Umweltschutz) hoch im Kurs. Nachhaltiger Tourismus bezweckt eine Form des Reisens, das der Natur so wenig als möglich schadet bzw. Urlaubsgäste die Natur intensiv und ursprünglich erleben, sowie sich der Kultur des bereisten Landes anpassen. Folgedessen ergibt sich für Mensch & Natur eine umweltverträgliche Win-Win-Situation. 

Blick auf den Großen Arber (1.456 m ü.NN.). Als höchster Berg des Bayerisch-Böhmischen Gebirgsmassivs wird er auch der „König des Bayerischen Waldes“ genannt 

Der Bayerische Wald verfügt nicht nur bergiges Terrain wie viele glauben mögen. Das Mittelgebirge in Ostbayern wird von etlichen Flusstälern durchzogen, die Hochebenen durchschneiden und verschwiegene Täler mäandernd geformt haben. Mit seiner landschaftlichen Schönheit, dem reichhaltigen kulturellen Erbe und seinen gastfreundlichen, traditionsbewussten Menschen dürfen sich Radtouristen zweifelsohne auf verheißungsvolle Erlebnisse freuen. Hinzu kommt, dass der Bayerische Wald nachweislich die reinste Luft Deutschlands aufweist, wovon Radfahrer aufgrund ihres erhöhten Sauerstoffbedarfs besonders intensiv profitieren. Mit ein Grund warum die Destination als Radeldorado so anziehend und begehrenswert ist. Schon der weltberühmte Schriftsteller Adalbert Stifter schrieb poetisch über den Bayerischen Wald: "Waldwoge reiht sich an Waldwoge, bis eine am Horizont die letzte ist und den Himmel schneidet". Oder wie er es schmeichelnd formulierte: "Sag niemals, dass etwas schön ist, bevor du den Bayerischen Wald gesehen hast." Radfahren, Mountainbiken, Gravelbiken und eBiken im Bayerischen Wald, dem grünen Dach Europas sprengt mit seinem Wegenetz von ca. 7.000 Kilometern jegliches Vorstellungsvermögen. Ob genuss- oder leistungsorientiert die Kurbel geschwungen wird spielt im Endeffekt keine Rolle, da die Topographie die ganze Bandbreite von flach, wellig bis bergig abdeckt und demzufolge jeden Rad- und Biker-Typus auf unterschiedlichsten Radgattungen anspricht.

Streckenportrait

Der Regental-Radweg führt von der Unesco-Welterbestadt Regensburg auf flussnahen Radwegen und Nebenstraßen durch die Ferienregion Regensburg, streift die Teich- und Seenlandschaft des südlichen Oberpfälzer Seenlands im Landkreis Schwandorf und verläuft entlang idyllischer Flussauen via Roding, Cham durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald bis nach Blaibach. Kurz vor dem Blaibacher See (empfehlenswerter Abstecher) zweigt Route auf eine stillgelegte Bahntrasse ab, deren duftende Waldpassage richtig Laune macht. Am Viechtacher Bahnhof vollzieht sich abrupt ein topographischer Geländewechsel der - entgegen der bislang zurückgelegten Wegstrecke von 109 km - doch recht bergige Charakterzüge bis zur Kreisstadt Regen (29 km) aufweist. Da Leistungsschwächere oder Senioren fast ausschließlich mit dem ebike unterwegs sind, stellt selbst dieser Streckenabschnitt keine unüberwindbare Hürde mehr dar. Somit ist die Flusstour von „Jedermann“ mit nahezu sämtlichen Radgattungen problemlos zu befahren. Angesichts des Mittelgebirgcharakters und bezogen auf die lange Distanz kommt dies einem Alleinstellungsmerkmal schon sehr nahe. Nach der Kreisstadt Regen gehts sanft gewellt gemächlich durch's bezaubernde Arberland, bis am Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein sinnbildlich die Zielflagge wedelt.  

Regental-Radweg - radtouristisches Aushängeschild des Bayerischen Waldes

In Sachen Streckenlänge, Radlerfrequenz und Landschaftsgepräge spielt der Flussradweg im Bayerischen Wald in der ersten Liga. Zweifellos sticht der in weiten Teilen familiengeeignete Fernradweg als radtouristisches Zugpferd - sprich Aushängeschild - in der ostbayerischen Mittelgebirgsregion heraus. Touristisch betrachtet fungiert der Regental-Radweg quasi als "Radwander–Aorta" des Bayerischen Waldes, auch weil der wildromantische Streckenverlauf verhältnismäßig steigungsarm ist. Obendrein sind Start- und Zielort hervorragend ans Fernradwegenetz angebunden, was grenzüberschreitende Direktanschlüsse in den Böhmerwald bzw. den Nationalparks (Bayerischer Wald / Sumava) gewährleistet. Demzufolge pulsiert die Bayerwaldmagistrale zwischen der Welterbestadt Regensburg und dem Grenzort Bayerisch Eisenstein im übertragenen Sinn ähnlich einer Hauptschlagader im menschlichen Organismus.

Sowohl Radtouristen aus nah und fern als auch Einheimische genießen den flussnahen Routenverlauf durch den Bayerischen Wald, der mit seinen artenreichen Kulturlandschaften und bewegten Geschichte jeden Naturliebhaber begeistert. Der langsam dahinfließende Regen ist ein entspannter Begleiter, der die Sinne auf Trab hält. 

Obendrein spricht das sanfte Höhenprofil breitbandig jedes Leistungsniveau an, d.h. die Flussroute ist nahezu für Jedermann befahrbar. Einschränkungen von dieser Regel gibt es nur für den bergigeren Abschnitt zwischen Viechtach und Regen. Dazu gibt es unendlich viele Gelegenheiten für Zwischenstopps. Allerdings vermögen historische Städte, malerische Orte, Burgen, Schlösser, Museen, Strandbäder und Badeseen einen zu knapp kalkulierten Zeitplan rasch zu sprengen. Da stellt sich schon die Frage warum nicht ab und an "Fünfe gerade sein lassen"? Schlußendlich bedeutet die bekannte Redewendung aus dem Mittelalter nichts anderes, als etwas nicht so genau bzw. ernst zu nehmen, also durchaus auch einmal eine situationsbedingte Spontanität zulassen. 

Foto: betörende Abendstimmung am Regen

Literatur

Radwanderführer (10 Fernradwege im Bayerischen Wald): 

Radlspass Bayerischer Wald – Radeln auf dem Grünen Dach Europas, Galli – Verlag, ISBN: 3-931944-74-3

Regental-Radweg

Die Radroute setzt sich aus asphaltierten Radwegen, verkehrsarmen Nebenstraßen und unbefestigten Wald-, Feld- und Uferwegen zusammen. Zur Befahrung eignen sich Trekking- Touren- E- Cross- und Mountainbikes. Begleitet von wildromantischer Flusslandschaft, bewaldeten Berghängen, geheimnisumwitterten Burgruinen und sagenumwobenen Schlössern begibt man sich auf eine abwechslungsreiche Entdeckungstour die zahlreiche Möglichkeit bietet, Land und Leute, Kultur, Brauchtum und die regionaltypische Küche kennen zu lernen. Dazu wird die Route von überdachten Pavillons, Rastplätzen, Sitzbänken und verlockenden Biergärten samt Gastrobetrieben gesäumt, die zur erholsamen Pause einladen.

Gelebte Biergartenkultur - Ort des Bayerischen Frohsinns

Der Regental-Radweg führt nicht nur durch herrliche Landschaft und schöne Naturschutzgebiete – er ist auch eine kulinarische Entdeckungsreise.

Kulinarischer Hochgenuss - Ohne "Mampf" kein "Dampf"

Neben Wasser, viel Grün, dichte Wälder, dörflicher Charme und kristallklaren Seen bilden Einkehrmöglichkeiten in urigen Gasthöfen bzw. zünftigen Biergärten die Grundlage für ein perfektes Tourerlebnis. Kulinarische Köstlichkeiten gehören im Bayerischen Wald zum guten Ton. Man versteht das Leben zu genießen und die Schätze der Natur frisch zubereitet auf den Tisch zu bringen. Regionale Zutaten, überlieferte traditionelle Rezepte und kreative Köche vermitteln den "Geschmack des Waldes" ganz auf ihre individuelle Art & Weise. 

Weil Wohlbefinden auch durch den Magen geht, rundet nach kräftezehrendem Leistungseinsatz erst ein kulinarischer Hochgenuss  jede Radtour ab. Erst wenn Naturverbundenheit, Entschleunigung, sportliche Aktivität und Gaumenfreuden in perfekter Harmonie zusammenfließen, schließt sich der Kreis für eine körperlich/mentale Ausgeglichenheit.  

Ohne Mampf kein Dampf

Neben Wasser, viel Grün, dichte Wälder, dörflicher Charme und kristallklaren Seen bilden Einkehrmöglichkeiten in urigen Gasthöfen bzw. zünftigen Biergärten die Grundlage für perfekte Radtouren. 

Bewegungaktivität kostet bekanntlich Energie, d.h. ohne Mampf kein Dampf. Schließlich benötigen die Muskelfasern zur Kontraktion "Treibstoff". So wie im Dampfkessel Kohlen verglühen, verbrennen die Muskelzellenkraftwerke (Mitochondrien) im hochintensiven Bereich reichlich Kohlenhydrate (Glykogen). Mitochondrien im Muskel sorgen dafür, dass Fettsäuren zur Energiegewinnung verbrannt werden (Omgega 3 und Omega 6 sorgen für Ausschüttung des Regenerationsbeschleunigers Testostoron). Je nach Belastungsdauer, Intensität, Geschlecht, Alter und Körpergewicht kann der Energieumsatz täglich durchaus zwischen 1.000- 2.000 kcal betragen (1 Kilokalorie -> = 4,2 Kilojoule). Nur ein intakter Energiehaushalt (Gewinnung und Verbrauch von Energie) hält den "Kessel" dauerhaft unter Dampf. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Elektrolytverluste (Kalium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Calcium, Eisen, Zink) sind zuzuführen, damit die Leistungkurve keinen Knick bekommt.

Nach dem Selbstverständnis von Genussradlern ist „der Weg das Ziel“. Im Entspannungsmodus erlebnisorientiert unterwegs zu sein und an Kraftorten die Beine und die Seele baumeln lassen zeitigt viele Vorteile. Um die Natur in gebotenem Maß genießen zu können und der Erlebnis- wie Erholungsfaktor nicht zu kurz kommen, eröffnen drei Tagesetappen zeitliche Freiräume. Schließlich gehören Erholungspausen und die Einkehr in traditionsreiche Biergärten - wo der (ur-) bayerische Frohsinn zelebriert wird - zum elementaren Bestandteil einer ausgewogenen Radtour. Biergärten gelten nunmal als Hort bayerischer Gemütlichkeit, wo sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ungezwungen und weltoffen begegnen. Die Regentaltour bietet jedenfalls reichlich Gelegenheit in den Genuss der bayerischen Biergartenkultur zu kommen und sich unter freiem Himmel mit Köstlichkeiten aus der Region zu verwöhnen, zumal das Preisniveau erstaunlich erschwinglich geblieben ist. Gönnt man sich genügend Pausen, bekommt die Radreise einen tiefenentspannten Touch. Insofern sollte ein ausklügelter Zeitplan nicht in Stein gemeißelt sein. Die Erfahrung lehrt, dass unterwegs jederzeit etwas dazwischen kommen kann – und genau dafür sollte man flexibel sein - sprich einen Plan B parat haben. Ein sponanter Umweg, unerwartete Gespräche oder Örtlichkeiten an denen man länger verweilen möchte - für bereichernde Begleitumstände sollte man sich die Zeit dafür nehmen, damit der Wohlfühlrhythmus nicht zu kurz kommt. 

Radeln macht hungrig & durstig. Damit der "Motor" nicht schlapp macht, müssen die Mitochondrien - oft als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet -rechtzeitig mit Kohlenhydraten, Vitamine, Mineralien usw. wieder "aufmunitioniert" werden. Gehen die Energiereserven zu neige ist höchste Eisenbahn für eine ausgiebige Rast bei Speis & Trank, ansonsten droht der gefürchtete Hungerast. Mit anderen Worten: Ohne Mampf kein Dampf, d.h. wer körperliche Leistung vollbringt, darf ruhigen Gewissens genussvoll Schlemmen und seine geleerten Energiespeicher mit herzhaften Speisen und gekühlten Getränken wieder auffüllen. Eine deftige Brotzeit bzw. regionale Spezialitäten, dazu ein frisch gezapftes Bier - ratzfatz ist die Welt wieder in Ordnung. 

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.” Was schon der griechische Philosoph Sokrates wusste, ist auch heute noch traditionell fester Bestandteil der bayerischen Lebensart: So dürfen insbesondere bayerische Spezialitäten, egal ob süß oder herzhaft, bei keinem Radausflug fehlen. Die bayerische Lebensweisheit dürfte zumindest einheimischen Wesen des Planeten südlich des "Weißwurst-Äquators" sicherlich geläufig sein. Diesbezüglich muss man auf dem Chambtal-Radweg wahrlich nicht darben. Es gibt es eine ganze Reihe von Gaststätten und urigen Biergärten, die mit gut bürgerlicher Küche die Geschmacksrezeptoren ihrer Gäste kulinarisch verwöhnen. Dazu regionales Bier - gebraut nach bayerischem Reinheitsgebot - das hierzulande den Nimbus eines Nationalgetränks genießt und gemeinhin als Inbegriff bayerischer Trinkkultur gilt.

Etappenplanung

Nach dem Motto jeden Tag neues Glück empfiehlt es sich angesichts vielversprechender Abstecher und beeindruckender Sehenswürdigkeiten sein Zeitkontingent großzügig zu bemessen. Begleitet von romantischen Flusslandschaften, bewaldeten Berghängen und geheimnisumwitterten Burgruinen steht tagtäglich eine spannende Entdeckungsreise zu erwarten. Plant man ein Tagespensum von etwa 55 Kilometern ein (Dreitagesetappentour) dann bleibt genug Spielraum fürs Fotografieren, Durchatmen, Berachten der Infotafeln und selbstverständlich für stärkende Energienachschübe, ohne ständig auf die Uhr blicken zu müssen. Für den Fall kämen als Übernachtungsorte Roding (59 km) - oder Cham (73 km) - in Betracht. Ausgehend von Roding böte sich die zweite Übernachtung im 50 km entfernten Viechtach an, worauf die Schlussetappe nach Bayerisch Eisenstein 57 km lang wäre.

Sportlich ambitionierte Radler können die Regentaltour in zwei Tagen bewältigen, was in Sachen Entschleunigung, Achtsamkeit, Genuss, Pausenzeiten etc. zwangsläufig Abstriche zu machen sind. Bei einem Zweitagestripp liegt Chamerau (KM 84) etwa auf halber Wegstrecke. 

 Der Regental-Radweg ist in das ostbayerische Radwegenetz eingebunden, was ihn für individuelle Radtouren im Donau- und Regental - bzw. grenzüberschreitend in den Böhmerwald (CZ) - kombinierbar macht.

Regensburg, Cham und Bayerisch Eisenstein verfügen einen Bahnanschluss, was eine klimaschonende An- und Abreise ermöglicht. 

Startschuß

Eine atemberaubende (Berg-) Landschaft abseits der Verkehrsströme ist für Radfahrer grundsätzlich immer ein Hochgenuss. Vorfreude auf die Regentaltour ist allemal berechtigt. Schließlich gibt es kein vielversprechenderes Fortbewegungsmittel, als mit dem Fahrrad abgeschiedenes "Neuland" zu erkunden und entschleunigt den Schönheiten der Natur nachzuspüren. Im Prinzip hegen passionierte Tourenradfahrer sowieso dieselben Sehnsüchte, Bedürfnisse und Erwartungen. Geht es um Naturerlebnis, Fahrfreude, Glücks- und Genussmomente, dann liefert der Regental-Radweg genau dafür eine herrlich erfrischende Bühne. In diesem Sinne: Vorhang auf!

Wer nun Feuer gefangen hat sollte sich die Streckenbeschreibung der vier Tourismusregionen - vom Start bis ins Ziel dokumentiert in chronologischer Ablauffolge - in Ruhe zu Gemüte führen. Gut möglich,  dass der Regental-Radweg auf die Bucket List kommt. Danach ist jeder selbst am Zug, die Bayerwaldmagistrale unter die Pneus zu nehmen, um das prickelnde Naturfeeling entlang des Regenflusses von seiner schönsten Seite zu erfahren. Also: Pack die Gelegenheit beim Schopf und tauche in eine großartige Wald- Natur- und Flußlandschaft ein. Let's go!

Kontaktdaten

Tourist Information Regensburg
Rathausplatz 4
93047 Regensburg

Tel.: 0941 - 507 44 10

tourismus@regensburg.de

www.regensburg.de

Landratsamt Regensburg
Tourismus und Naherholung 
Altmühlstr. 3
93059 Regensburg

Tel.: 0941 - 4009 - 495

tourismus@landratsamt-regensburg.de

www.landkreis-regensburg.de

Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald
Obertor 14
92507 Nabburg

Tel.: 094 33 - 9433 203 810

info@touristik-opf-wald.de

https://www.oberpfaelzerwald.de/

Tourist-Info Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Rachelstr. 6
93413 Cham

Tel.: 099 71 - 78 - 431

touristik@lra.landkreis-cham.de

www.bayerischer-wald.org

Touristisches Service Center Arberland
Poschetsriederstraße 16
94209 Regen

Tel.: 099 21 - 601 855

tourismus@lra.landkreis-regen.de

www.arberland-bayerischer-wald.de