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Regensburg - Welterbe hoch² - Immer eine Reise wert

Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, zählt Regensburg heute mit mehr als 1.000 Denkmäler, wertvollen Kunstschätzen und römischen Relikten deutschlandweit zur besterhaltendsten mittelalterlichen Großstadt. Des Weiteren darf sich Regensburg als einer der wenigen Städte dieser Welt gleich mit einem doppelten UNESCO Welterbetitel schmücken. Zum einen gehört seit dem 13. Juli 2006 das Ensemble 'Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof' mit seiner Vielzahl an historischen Baudenkmälern zum UNESCO-Welterbe. Zum anderen wurde am 27. Juli 2021 der 'Donaulimes - Grenzen des Römischen Reiches' - (westlicher Abschnitt) in die Welterbeliste aufgenommen, der als militärische Grenze die römische Provinz Rätien vom freien Germanien (Barbaren) bzw. die Provinz Noricum (umfasste angrenzende Gebiete Bayerns und weite Teile des heutigen Österreichs) voneinander trennte. Heute wie damals prägt die Donau mitsamt der Altstadt, Stadtamhof, der Steinernen Brücke und dem Dom das markante Regensburger Stadtbild.

Städtetourismus boomt, was stetig wachsende Übernachtungszahlen in Regensburg belegen. Lagen 2005, im Gründungsjahr der RTG (Regensburg Tourismus GmbH ist ein 100% iges Unternehmen der Stadt Regensburg) die Übernachtungszahlen in den Hotels noch bei 695.000 Übernachtungen, so setzte 2024 mit einer nahezu verdoppelten Anzahl von 1,365 Millionen die Domstadt eine neue Benchmark. Für das Jahr 2025 liegt aktuell zwar noch keine Statistik vor, doch die "Boomtown" wurde bereits als Top-Reiseziel im „Marco Polo Trendguide 2026“ aufgenommen. Der positive Trend lässt sich gut begründen, denn schließlich kommen Touristen vom Staunen in der Regensburger Altstadt nicht raus. Es ist die außergewöhnliche Vielfalt aus Geschichte, Kultur und Naturerlebnis, die die Welterbestadt mit ihrem mittelalterlichem Flair, dem verwinkelten Gassengeflecht und den Wahrzeichen der Steinernen Brücke und dem Dom so unwiderstehlich anziehend machen. 

Den eindrucksvollsten Galablick auf die Altstadt genießt man auf dem Dreifaltigkeitsberg, der sich auf dem Spitalkellerweg in einem kurzen Fußmarsch oder mit dem Rad via Schelmengraben und Österreicherweg (Teil der Ratisbona-Panoramatour) relativ schnell erklimmen lässt. Der Regensburger "Aussichtsbalkon" bietet - am besten bei tiefroter Sonnenuntergangsstimmung - ein faszinierendes Altstadt-Panorama aus der Vogelperspektive.

Die Altstadt strotzt nur so von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern, wuchtigen Geschlechtertürmen und Relikte aus der Römerzeit. Dazu die mondänen Wahrzeichen mit dem gotischen Dom St. Peter und der ikonischen Steinernen Brücke. Dank solcher Monumentalbauten sowie mehr als 1.000 denkmalgeschützte Gebäude wurde das Ensemble 'Altstadt Regensburg mit Stadtamhof' 2006 als Welterbestätte aufgenommen. Auch wenn die meisten Zeugnisse der Römer zumeist tief unter der Erde schlummern, blieben diverse Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers oder das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - der Nachwelt im sehenswerten Zustand erhalten. So rar was vom römischen Erbe als Vermächtnis aus der Antike übrig geblieben ist, so reichhaltig prunkt das Welterbe mit Zeugnissen aus dem Mittelalter, deren Epoche sich zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert erstreckt. Archäologische Funde wie die romanische Bausubstanz im Stadtquartier und Überreste von Kaiserpfalzen belegen die einzigartige Bedeutung der Stadt als politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Wer hätte gewußt, dass Regensburg um das Jahr 1050 mit ca. 40.000 Einwohnern die größte Stadt im Heiligen Römischen Reich - größer als die Hauptstadt Rom (ca. 35.000), Mainz (ca. 30.000) oder Köln (ca. 21.000) - war? 

Dass Regensburg die besterhaltenste historische Bausubstanz deutscher Städte verfügt fußt auf zwei Begebenheiten. Zum einen, verdankt Regensburg als ehemalige Handelsmetropole die Existenz verbliebener Baudenkmäler dem Umstand, dass sie als eine der ersten aus Stein erbauten Städte nördlich der Alpen war, weswegen sie nicht - wie so häufig im Mittelalter geschehen - von "holzfressenden" Feuerbrünsten heimgesucht wurde. Zum anderen blieb die mittelalterliche Kernzone von Bombardements im Zweiten Weltkriegs glücklicherweise verschont. 

Wer sich für Geschichte und Kultur begeistern kann, für den ist Regensburg eine wahre Fundgrube. Eine Stadt voller Geschichte, lebendiger Traditionen und pulsierendem Leben, dessen kulturhistorisches Erbe fast 2.000 Jahre zurückreicht ist in der Altstadt auf Schritt und Tritt spürbar. Ein Streifzug durch's denkmalgeschützte Ensamble - inmitten eines verwinkelten Gassengeflechts - versprüht einen unglaublichen Charme, der jeden Besucher unweigerlich zu verzaubern vermag. Einst einer der bedeutendsten Orte Europas - heute doppeltes UNESCO-Welterbe - zieht die Domstadt scharenweise Touristen aus aller Welt an, was Übernachtungsrekorde eindrucksvoll belegen. Einheimische wie "Zuagroaste" und Touristen schwärmen unisono von Regensburg als einer der schönsten Städte auf unserem Planeten. "Zuagroaste san Leit, de wo ned aus Bayern stamma und in a boarische Region ziang." Auf Hochdeutsch: Zugereiste sind Menschen, die nicht aus Bayern stammen und von außerhalb in die bayerische Region übersiedeln. 

Foto: Besucherzentrum Welterbe Regensburg

Regensburg, einziger Legionsstandort der römischen Provinz Raetien mit dem Namen Castra Regina - was so viel bedeutet wie „Festung am Regen“ - war einst das Hauptquartier der Legio III Italica. Das Legionslager des größten Garnisonsstandorts in Raetien wurde 179 n. Chr. im Auftrag von Kaiser Marc Aurel errichtet, welches zugleich das offizielle Gründungsdatum der Stadt belegt.

Vom römischen Legionslager finden sich heute noch die Überreste der Schutzmauer des Lagers sowie der Porta Praetoria zur Donau hin. Von der Römermauer blieben in der Regensburger Altstadt größere Relikte an drei unterschiedlichen Standorten erhalten: Südost-Ecke am Ernst-Reuter-Platz, Nordost-Ecke am Hunnenplatz sowie das größte Mauerwerk auf der Ostseite im Parkhaus am Dachauplatz, wo sich die Informationszentrale für das aus den drei Teilbereichen bestehende „document Legionslagermauer“ befindet.

Regensburg - zweimal Machtzentrum der europäischen Geschichte sowie von der UNESCO doppelt geadelt  

Am nördlichsten Punkt der Donau gelegen, stand Regensburg zweimal im Zentrum der europäischen Geschichte. Einmal unter dem römischen Kaiser Marc Aurel und viele Jahrhunderte später als mittelalterliche Handelsstadt und politisches Machtzentrum. Wer Regensburg besucht, durchkämmt also nicht nur zwei ereignisreiche Epochen der Stadt, sondern lernt zudem die doppelte Welterbestätte der UNESCO aus nächster Nähe kennen, da mit der erweiterten Welterbestätte „Grenzen des römischen Reichs“ um den römischen Donaulimes Regensburg seit 2021 einen zweiten Welterbetitel inne hat. Die Donau bildete bis ins 5. Jahrhundert zur Römerzeit die natürliche Grenze ("Nasser Limes").

RTG-Magazin - Regensburg, erst Weltwunder dann doppeltes Welterbe

Regensburg ist immer eine Reise wert 

Foto: das populäre Postkartenmotiv mit Regensburgs Wahrzeichen, der Steinernen Brücke und dem Dom St. Peter, sowie das Stadttor, die beiden Salzstadel und der einzig noch erhalten gebliebene Brückturm genießt Weltberühmtheit

Ein Altstadtrundgang vom Alten Rathaus aus zum Dom, zur Steinernen Brücke, zur Porta Praetoria über malerisch verwinkelte Kopfsteinpflaster- Gassen zu schmucken Innenhöfen fasziniert jeden Stadtbesucher. Die Altstadt ist ein wahres Labyrinth der Romantik mit historischen Paradeplätzen, umsäumt von historischen Prachtbauten das systematisch entdeckt werden möchte. Geschichte trifft Moderne, denn zwischen bunten Fassaden, sonnigen Plätzen und lebendigen Gassen pulsiert das Leben wie in einer südländischen Stadt. Rasch wird klar, warum von Regensburg als nördlichste Stadt Italiens immer wieder die Rede ist. Geprägt vom italienischen Stil versprühen mittelalterliche Gebäude reicher Kaufleute wie Patrizierhäuser, Geschlechtertürme und faszinierende Innenhöfe wie z.B. das Thon-Dittmer-Palais mediterranes Flair. Die außergewöhnliche Kombination aus UNESCO-Welterbe gepaart mit südländischem Lebensgefühl macht entspanntes Flanieren so reizvoll. Es gibt wohl nichts schöneres, als an einem lauen Sommerabend inmitten des erhabenen Altstadt-Ensambles draußen zu sitzen und den Tag locker und beschwingt ausklingen zu lassen. Keine Frage, die Donaumetropole ist ein verlockendes Sehnsuchtsziel - ja ein unvergesslicher Städtetrip -  der offenkundig zur Erkenntnis führen muss, wie sehr Regensburg wirklich eine Reise wert ist.

Die Wahrzeichen von Regensburg genießen einen übermässig hohen Bekanntheitsgrad. Doch im Verborgenen schlummert jede Menge Entdeckungspotential. Man muss nur achtsam sehenden Auges durch die Gassen schlendern, um mit etwas Glück beim genaueren Hinsehen unscheinbare Dinge am Wegesrand aufzuspüren. So gibt es beispielsweise zahlreiche Wappenschilde an Hausfassaden, seltsame Steinfigürchen, zuhauf Inschriftendenkmäler und vieles anderes mehr – deren Geschichte und Bedeutung weit weniger im Rampenlicht stehen, als berühmte Baudenkmäler. So kann man beispielsweise beim Alten Rathaus noch heute die vorgegebenen Längenmaße Schuh, Elle und Klafter aus dem Mittelalter sehen. 

Am Haidplatz erspäht das aufmerksame Auge vor dem Schaufenster des Musikgeschäfts Zittl an der Stirnseite der mittelalterlicher Patrizier-Hausburg - die sogenannte 'Neuen Waag' - die versteinerte Miniatur einer Stadtmaus, die beim Streicheln angeblich einen Wunsch erfüllen soll. Ob's letztlich zutrifft wie die Sage vorgibt ist dürfte eher zweitrangig sein. Das tierische Utensil ist für Touristen ein beliebtes Mitbringsel als Andenken an die Stadt, das es beispielsweise in der Tourist-Info am Rathausplatz zu kaufen gibt.

Regensburgs Häuser erzählen in der Tat Geschichten und Anekdoten. Viele von denen sind wahr, manche mögen frei erfunden sein und wieder andere regen die Fantasie zu eigenen Deutungsversuchen an. Wie dem auch sei steigert der Spannungsbogen die Lust auf Regensburg noch mehr. 

Ach ja nicht vergessen: Regensburg ist die Stadt der Türme und Türmchen, also hin und wieder ruhig den Blick mal himmelwärts richten.

Zum Charme der Regensburger Altstadt gehören zweifellos auch die zahlreichen Cafés und Kaffeehäuser, die stilgerecht zum geruhsamen Verweilen einladen und den Aufenthalt mit ihren feinen Köstlichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes versüßen. Überhaupt blickt die Kaffeehauskultur auf eine lange Tradition zurück, nicht zuletzt befindet sich an der Ecke Rathausplatz und Kohlenmarkt gegenüber dem Alten Rathaus das Café Prinzess mit eigener Konditorei das „älteste Kaffeehaus Deutschlands“.

Auf einem Platzerl draußen vor dem Café, umgeben vom mittelalterlichen Ambiente ohne störenden Autoverkehr sein "Kaffeetscherl" genießen und vorbeischlendernde Menschen beobachten hat schon was. Eine Wandtafel weist auf das ehrwürdige Alter hin: „1686 wurde in Regensburg Deutschlands erstes Café-Haus eröffnet.“ Seltsam nur, dass "Dr. Google" Deutschlands ältestes Kaffeehaus nicht in Regensburg sondern in Leipzig verortet, in dem erst 34 Jahre später (1720) Kaffee ausgeschenkt wurde. Wie dem auch sei, das Altstadt-Flair und die Regensburger Kneipendichte sprechen für sich, dessen legendärer Ruf weit über die Stadtgrenze hinaus strahlt. 

Bei der Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten bietet sich eine klassisch oder thematisch fundierte Stadtführung (Dauer ca. 1.5 Stunden) an, die unterschiedliche Epochen wiederaufleben lässt. Mit einem sachkundigen Gästeführer durch's pulsierende Herz der Altstadt zu schreiten, hat seine Vorteile. So wird man nicht nur durch malerische Gassen zielstrebig von einer zur nächsten Attraktion geführt, sondern erfährt viel über die ereignisreiche Geschichte, Geschichten und Anekdoten einer zweitausend Jahre alten Stadt. Ein Rundgang vom Dom zur Steinernen Brücke, zum Nordtor Porta Praetoria und Alten Rathaus bis hin zur freigelegten Römermauer im Parkhaus Dachauplatz usw. gehört für Stadtbesucher zum sogenannten "Pflichtprogramm". Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers und das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - sollte man schon gesehen haben, die mittelalterliche Bausubstanz zahlreicher romanischen und gotischen Bauwerke sowieso. Beim vergnüglichen Stadtbummel durch die jahrtausendalte Geschichte Regensburgs wandelt man entlang an mittelalterlichen Gemäuern durch verwinkelte und geheimnisvolle Gassen, die einem wirklich in den Bann ziehen.  

An Sympathiebekundungen berühmter Persönlichkeiten mangelt es nicht. Selbst der Dichter und Denker Johann Wolfgang Goethe war von der entzückten Lage Regensburgs fasziniert. Ebenso Stararchitekt Sir Norman Foster, der aus seiner großen Sympathie keinen Hehl machte als er sagte: "Regensburg ist eine der schönsten Städte der Welt". Die Domstadt genießt aufgrund ihrer antiken Zeugnisse und seinem mittelalterlichen Ensamble ein kulturhistorisches Renommee von höchstem Rang, zumal die älteste Stadt Bayerns (ehemalige Hauptstadt) sich heute auch noch mit zwei Welterbetiteln schmücken darf. Kurzum: wer im schönen Regensburg lebt oder dort weilt, darf sich glücklich schätzen.

Manch berühmte Persönlichkeit lebte in Regensburg, wie beispielsweise der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler (* 27. Dezember 1571, †15. November 1630), der hier seine letzten Lebenstage verbrachte. Seiner Ehre zuliebe trägt die Keplerstraße seit 1865 seinen Namen.

Europäisches Handelszentrum 

Die Reichsstadt Regensburg blickt auf eine unglaublich bewegte Geschichte zurück, wovon die Monumentalbauten und Geschlechtertürme wohlhabender Bürger sichbares Zeugnis ablegen. Die Stadt zählte im Mittelalter zu den reichsten und größten des Kontinents, deren Stadtbild von kultureller Blüte sowie wirtschaftlicher und politischer Macht zeugt. Den "steinreichen" Reichtum verdankt sie auch ihrem geographischen Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege. Demnach diente die Donau als Transportweg bis zum Schwarzen Meer, andererseits erschlossen Landwege über die Alpen Italien. Des Weiteren ermöglichten die Donauzuflüsse Naab, Regen und Schwarze Laber den Warentransport auf dem Wasserweg. Regensburg stieg durch Import und Handel zur europäischen Handelsmetropole auf und entwickelte sich im 13. Jahrhundert nach Köln zur zweitgrößten Stadt Deutschlands. Die Stadt war wichtigster Umschlag- und Umladeplatz für Seidenstoffe, Wolltuche, Gewürze, Wein und Südfrüchte, die aus Konstantinopel, Venedig oder Frankreich kamen und gegen Rohstoffe aus Ungarn, der Ukraine und Russland gehandelt wurden, von wo wiederum Pelze, Häute, Vieh, Wachs und Metalle eingeführt wurden. Menschen übten Handwerke aus, trieben Handel, arbeiteten bei Kaufleuten oder waren im Verkehrswesen auf Schiffen und Flößen der Fließgewässer beschäftigt. 

Aufstrebende Wirtschaftmetropole

Foto: Marinaforum. Das Veranstaltungszentrum - untergebracht in einem denkmalgeschützten Industriedenkmal (1888) mit historischer Architektur ist mit modernster Technik ausgestattet. Es befindet sich im neuen Marina Quartier östlich vom Ostentor gelegen und verbindet die Geschichte der Stadt mit zukunftsorientierter Moderne in eindrucksvoller Weise.

Heute sind die wichtigste Industriezweige der Stadt die Informations- Bio- und Kommunikationstechnologie, Elektrotechnik, Handwerk und Handel sowie Automobil- und Maschinenbau. Großunternehmen - mitunter global agierende (DAX-) Konzerne - wie beispielsweise Continental, BMW, Krones, Maschinenfabrik Reinhausen, Osram und Siemens machen Regensburg zu einem wichtigen Industriestandort. Dazu drei Hochschulen mit knapp 30.000 Studenten die dafür sorgen, dass sich der demographische und ökonomische Trend in der lebendigen Universitätsstadt gegenseitig befruchten.   

Stadtplangraphik

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Icon Anbindungsknoten Transitachse / Anbindungsknoten
Icon Radwegestartpunkt Radwegestartpunkte
Icon Hauptbahnhof Hauptbahnhof (HBF) Regensburg
Icon Fernradwege Transitachse Regensburg (Prüfening/Fähranlegestelle - Ost-Tangente Donauradweg)
Icon regionale Radwege Radweganbindungen (vom HBF Regensburg aus)

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HBF - Ost-Tangente

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Transitachse Prüfening - Ost-Tangente

Radtouristen schätzen Willkommenskultur

Was in Regensburg sichtlich auffällt: wie im Fadenkreuz versammelt treffen nicht nur populäre (Fern-) Radwege, regionale Radrouten und Rundtouren aufeinander, sondern Radfahrer sind überaus gern gesehene Gäste, denen in vielerlei Belange eine ausgesprochene Willkommenskultur entgegenschlägt. Eine Kultur, die sich durch eine speziell ausgerichtete Infrastruktur auszeichnet (z.B. gut ausgebaute Radwege, umgewidmete Fahrradstraßen, übersichtliche Wegweisung, Fahrradabstellplätze u.v.m.). Dazu warmherzige Gastgeber in radfreundlichen Unterkünften mit entsprechenden Serviceangeboten - Radlerherz was willst du mehr? Logisch dass solche Pluspunkte wertgeschätzt werden, schließlich macht es den Aufenthalt spürbar komfortabler. Überdies wartet das urbane Zentrum - wie auch die ländliche Region im Regensburger Umland - mit traditionellen Gastronomiebetrieben und urigen Biergärten auf, die für leckeren Energienachschub ihrer hungrigen und durstigen Gäste sorgen.

Des Weiteren spricht das überschwängliche Tourenangebot unterschiedlichste Facetten des Radfahrens an. Eingebettet zwischen Bayerischem Jura, Vorderem Bayerischen Wald und der Gäubodenebene lässt das variantenreiche Routennetz rund um die Welterbestadt Regensburg wahrlich keine Wünsche offen. Die Stadt fungiert als touristische (Fern-) Radweg-Drehscheibe, dessen Umland von etlichen Fluss- Seen- Themen- und Bahntrassen- Radwegen durchzogen ist. Selbst auf den Spuren der Römer lässt es sich auf Deutschlands längstem Radweg - dem Deutschen Limes Radweg - u.a. enlang des raetischen Donaulimes wandeln, der am 27. Juli 2021 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Alles in allem bietet die Urlaubs-Destination eine hervorragende Grundlage für abwechslungsreiche Sternradtouren. Von daher spielt es auch keine Rolle, ob ein Rennrad, ebike, Gravelbike oder Mountainbike sportiv oder entschleunigt bewegt wird, denn die Spaßgarantie in der abwechslungsreichen Naturlandschaft wird allen Zweiradliebhaber zuteil. Das Beste daran ist“, dass das Geländerelief flache, hügelige und bergigere Strecken bietet, deren topographische Vielfalt (Berge, Täler) breitbandig jedes Leistungsnviveau anspricht. Kurzum: jeder Zweiradfan kommt hier auf seine Kosten, weil er aus dem Vollen schöpfen kann.

Foto: rechts Reisebus-Unternehmerin aus Freiburg i.Brsg., daneben (Bayernbike-) Tourguide. Die redlich verdiente Selbstbelohnung darf nach jeder kräftezehrenden Tour natürlich keinesfalls fehlen. Mit zahlreichen Gastrobetrieben, Eisdiele und einladenden Freiplätzen zählt Stadtamhof in Sichtweite zur Steinernen Brücke zum beliebtesten städtischen Anlaufpunkt für Radfahrer. Jener Ort, wo sich die prickelnde Mischung aus bayerischer Gemütlichkeit und südländischem Flair stimmungsvoll entfaltet und einmal mehr verdeutlicht, warum "Bella Ratsbona" auch für Radtouristen zur beliebten Top-Destination zählt.

 Wer wenig Zeit hat, aber als Städtereisender dennoch - quasi als "Gamechanger" - in die Rolle eines Radtouristen schlüpfen möchte, für den haben wir einen brandheißen Geheimtipp parat. In der Kürze liegt die Würze sagt der Vollksmund, was sich ohne Umschweife auch auf sehr kurzweilige Rundtour um Regensburg übertragen lässt. Möchte man eine Runde drehen die bombastische Ausblicke, spannende Einblicke in historische Begebenheiten sowie drei Traditionsbiergärten unter schattenspendenden Kastanienbäumen bietet, der landet mit der »Ratisbona-Panoramatour« garantiert einen Volltreffer. Die aussichtsreiche und gleichwohl geschichtsträchtige Tour umkreist die Stadt teils auf dem Panorama-Höhenweg der Winzerer Höhe in einem Halbrund, tangiert die Gemeindebereiche Lappersdorf, Pettendorf und Sinzing, bevor sie den Brückenschlag über die Naab und die Donau macht und wieder zum Ausgangspunkt Stadtamhof zurückführt. Je nach Lust & Laune stehen eine Kurzvariante (21 km), eine Mediumvariante (30 km) oder eine verlängerte Naabtalvariante (67 km) zur Wahl. Bayerns viergrößte Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln aus der Vogelperspektive zu betrachten und dabei einzigartige Natur- und Kulturjuwelen zu entdecken sowie sich gesellig an regionalspezfischer Kulinarik zu erlaben ist eine stimmungsvolle Attraktion die man erlebt haben muss.

Foto: Radtouristen am Domplatz

 Radfahrern wird ein besonderes Highlight angeboten: Sight Biking. In der Regensburger Altstadt gibt es zwar auf engstem Raum verteilt unglaublich viel zu sehen – doch Manches liegt zu Fuß doch ein bisschen weiter auseinander bzw. außerhalb des Altstadtkerns. 

Foto: Regensburg lässt sich mit dem Rad erstaunlich gut erkunden. Im Bild Radtouristen auf der Steinernen Brücke, die gespannt dem Reiseleiter zuhören (Tourguiding by Bayernbike). Vor allem die Sage des Bruckmandls bei der anscheinend der Teufel die Hände im Spiel hatte stösst jedesmal auf großes Interesse.  

Foto: Brückenbögen im sanften Abendlicht

Trotz aller kulturhistorischer Superlativen verdient ein Blick über den Tellerrand - sprich über die Stadtgrenzen hinweg - besondere Aufmerksamkeit. Goethe hätte es bei seinem Stadtbesuch nicht trefflicher beschreiben können: "Regensburg liegt gar schön. Diese Gegend musste eine Stadt herlocken". So wenig wie es Johann Wolfgang von Goethes im Zuge seiner Italienischen Reise bei seinem Regensburger Besuch am 3. September 1786 entging, als ihm die entzückte Lage der Stadt ins Auge stach, so schwärmen 240 Jahre später (Rad-) Touristen vom Liebreiz der ländlich geprägten Naturlandschaft rund um Regensburg, die ein superbes Tourenpotential vorfinden. Wenn also Regensburg eine Reise wert ist, so lässt sich das ohne Umschweife auf das herrliche Umland übertragen. Ob Stadtbummeln, Museumsbesuche, Badespaß oder Radfahren - hier lässt sich vieles mit vielem kombinieren. Dank radfreundlicher Infrastruktur wird einem die chamäleonartige Verwandlung vom Stadttourist zum Radtourist tatsächlich äußerst schmackhaft gemacht. 

Foto: Schillerwiese am nördlichsten Donaubogen. Der Donau-Radweg ebnet Radlern entlang der Donau sozusagen das Einfallstor ins Altstadtherz von Regensburg. 

Pedalisten können in der Ferienregion Regensburg glückbeseelt durch abwechslungreiches Landschaftsgepräge gondeln, gleichgültig mit welcher Radgattung das Terrain erkundet wird. Das facettenreiche Landschaftsrelief ist ein echtes Dorado, das de facto für jede Radgattung das Gelbe vom Ei bietet. Dass sich die Stadt im Fadenkreuz vieler (Fern-) Radwege klammheimlich zur Radtourismushochburg gemausert hat liegt zum einen an der Schnittpunktlage etlicher (Fern-) Radwege, zum anderen an der wechselhaften Geländebeschaffenheit (flach, wellig, berigig). Wenngleich es sich vielleicht noch nicht überall herumgesprochen hat welch versteckte Tour-Trüffel geheimnisumwoben im Verborgenen schlummern, so sollte der Fingerzeig hellhörig machen. Die beeindruckende Landschaftskulisse - bestehend aus schroffen Kalkfelsen, sanften Hügeln, duftenden Wäldern, romantischen Flusstälern und klaren Badeseen - ist über jeden Zweifel erhaben. Gepaart mit einem breitgefächerten Strauß an Touroptionen entpuppt sich die Region als Urlaubsdestination, die Radfahrern den roten oder sagen wir besser den grünen Teppich ausrollt. 

Rad- und Städtetourismus im Doppelpack

Stadttouristen interessieren sich normalerweise mehr für kulturhistorische Sehenswürdigkeiten denn für sonstige Freizeitaktivitäten. Demnach werden Städte weniger als radtouristisches Urlaubsziel sondern zumeist - auch der touristischen Infrastruktur wegen - als Etappenort genutzt, um am nächsten Tag die Radreise fortzusetzen. Doch wie gesagt, die Ferienregion bietet die attraktive Möglichkeit beides miteinander zu verbinden. Vieles spricht dafür sich auf den Sattel zu schwingen und die bezaubernden Naturidylle per Pedes zu erkunden. So bieten beispielsweise die Donau, Naab, Schwarze Laber und der Regen - ebenso wie Bahntrassen-Radwege und Themen-Radwege - nahezu steigungsfreie Profile. Wer hingegen leistungsorientiert kupiertes Gelände bevorzugt, darf im angrenzenden Bayerischen (Vor-) Wald gerne seinen Schweißtribut entrichten. Dem Motto "neuer Tag, neues Glück", bei dem einem die Region Tritt um Tritt mehr ans Herz wächst, steht nichts im Wege. Zur Einstimmung ein Geheimtipp - zu dem soviel verraten wird: die aussichtsreiche Schnuppertour präsentiert Regensburg in unterschiedlichsten Blickwinkeln aus der Vogelperspektive. 

Radtouristen handeln gern pragmatisch und verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen. Der Clou ist, wenn das 'City-Flair & Naturerlebnis' im Doppelpack als abwechslungsreiches Kontrastprogramm zweckmäßig gekoppelt wird. Einmal auf inspirierenden Tagestouren Kraftquellen der Natur anzapfen, ein ander Mal ins pulsierende Stadtleben eintauchen. Die Kombination der Gegensätze ergibt eine spannungsgeladene Mischung, auf dessen Trichter bestimmt noch nicht jeder Tourist drauf gekommen ist.

Bild: Bürgerfest Regensburg (Stadtteil Stadtamhof)

Malerische Gässchen, mondäne Stadtplätze, herrschaftliche Patrizierhäuser - Regensburgs Altstadt geizt wahrlich nicht mit mittelalterlicher Bausubstanz. Dazu laden Lokalitäten (Regensburg verfügt nach Düsseldorf die größte Kneipendichte Deutschlands) - viele mit Freiplätzen bestückt - samt lauschiger Biergärten zum erholsamen Verweilen und kulinarischem Genuß ein. 

Foto: Blick auf den Salzstadel (rechts) - wo u.a. das Besucherzentrum des Welterbe Regensburg untergebracht ist - angrenzend der Brückturm, daneben der 1902/1903 errichtete schwibbogenartige Überbrückungsbau, der als Durchfahrt für die neue Straßenbahn nach Stadtamhof diente und links ansatzweise zu sehen der ehemalige Amberger Stadel. Der Amberger Stadel - ein geschütztes Baudenkmal - wurde 1487 auf Veranlassung von Bayernherzog Albrecht IV. errichtet und 1551 von der Reichsstadt Regensburg vergrößert neu aufgebaut. Der städtische Salzstadel östlich der Steinernen Brücke wurde zur Lagerung von Steinsalz bzw. Speisesalz zwischen 1616 und 1620 erbaut, womit die Lagerkapazität des "weißen Goldes" - wie damals das wertvolle Salz genannt wurde - maßgeblich erhöht wurde. Der Brückturm, Teil der Stadtbefestigung, wurde im späten 13. Jahrhundert errichtet. Zeitweise war im Untergeschoß ein Gefängnis untergebracht (Schuldturm).

Die meisten Sehenswürdigkeiten verteilen sich in der Altstadt auf einer relativ kleinen Fläche, doch manches wie z.B. das Schloss St. Emmeram, das größte bewohnte Schloss Deutschlands und Stammsitz der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, liegt ein wenig ab vom Schuß. In Sachen Aktionsradius sind Radfahrer Fußgängern gegenüber natürlich haushoch überlegen. So lassen sich beispielsweise die Reste der Stadtmauern samt mittelalterlichen Stadttor (das Neue Emmeramer Tor ist eines der fünf erhaltenen Stadttore der um 1320 errichteten mittelalterlichen Stadtbefestigung von Regensburg), das Ostentor oder der Geschichtsquader bei der Wolfgangskirche in Kumpfmühl (wo bereits etwa 79 n. Chr. ein Kohortenkastell stationiert war) mit dem Rad in wenigen Minuten vom Altstadtzentrum aus erreichen. Auch Alleen und Parks diesseits und jenseits der Donau, oder die Donauinseln sowie der sehenswerte Ortsteil Stadtamhof sind mit dem Rad schnell erreichbar. 

Altstadtplan / RVV-Liniennetzplan

Pedelec- und E-Bike-Lademöglichkeiten im Landkreis Regensburg

Peripherie Regensburg

Entlang an Flussauen, Seeufern, Gartenlandschaften, Parkanlagen, Streuobstwiesen und Weinhängen der Winzerer Höhe Entspannung finden und gleichsam quirligen Großstadt-Trubel, kulturhistorische Highlights und kulinarische Gaumengenüsse erleben - eine prickelnde Melange die Regensburg seinen Besuchern bietet. Sogar superbe Mountainbike-Strecken gibt das waldreiche Terrain vor den Toren der Domstadt her. Wer die "nördlichste Stadt Italiens" mit hohem Freizeitwert als Urlaubsort für sternförmige Tagestouren wählt, schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Unvergessliche Naturerlebnisse in stiller Einsamkeit mit den Vorzügen einer lebendigen Großstadt zu kombinieren vereint Gegensätzlichkeiten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kontraste die für Spannungsmomente sorgen. In der radfreundlichen Stadt hat sich vieles zum Positiven verändert. So wurden Straßen, Plätze, Fußgängerzonen umgestaltet und neue Wegeführungen geschaffen, um Bedürfnisse der Radfahrer gerecht zu werden.

Foto: Natur pur am 'Grieser Spitz'

 Über den Grieser Steg zum idyllischen Grieser Spitz (dort finden im Sommer regelmäßig Konzerte oder Ritterspektakel statt) befindet sich entlang des Donauufers - wo Sonnenstrahlen durch's Blätterdach der majestätischen Pappeln blinzeln - eine tolle Flaniermeile nach Stadtamhof. Wem danach ist, der nimmt auf einem "Bankerl" Platz und genießt die beschauliche Entrücktheit in vollen Zügen. Die grüne Oase ist inmitten der urbanen Umgebung ein entrücktes Kleinod, wo es sich wunderbar abschalten lässt.

Foto: Slacklining am Grieser Steg

Symbiose von Geschichte & Moderne

Regensburg ist einer der ältesten Städte Deutschlands und war bayerische Hauptstadt des frühen Mittelalters. Die Stadt (335 m ü.NHN.) liegt am nördlichsten Punkt der Donau und an den Mündungen der linken Zuflüsse von Naab und Regen. Die aufstrebenede Wirtschaftsmetropole ist mit gut 170.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Bayerns und Sitz des Regierungsbezirks Oberpfalz, während der Landkreis Regensburg mit 41 Gemeinden bereits die 200.000er Marke übersprungen hat.

Bild oben: Pappelallee am Oberen Wöhrd nördlich des Wöhrdbads (eine von zwei Flussinseln in der Donau im Stadtgebiet) zwischen Pfaffensteiner Wehr und Pfaffensteiner Steg gelegen. 2018 bekam die Pappelallee einen Titel als "Naturdenkmal" verliehen. Der Alleenpfad aus uralten, knorrigen Pappeln strahlt eine mystische Stimmung aus, erst recht wenn man ihn in der Dämmerung oder Dunkelheit beschreitet. Eine mystische Aura im Angesicht der Donau, die einen an die neblig verhangene Themse aus Edgar-Wallace-Filmen erinnern mag.

Regensburg zählt insgesamt 24 öffentliche Parkanlagen mit einem Bestand von ca. 220 000 Bäumen, die Menschen entspannende Rückzugs- und Ruheoasen bereithalten. Als Wolfgang von Goethe 1786 auf einer seiner Italienreisen sich in Regensburg unter falschem Namen einquartierte war er so beeindruckt, das sich in der Aussage "Die Gegend müsste eine Stadt hierher locken" widerspiegelt.

Foto: Postartenansicht von Regensburg 

Ob man auf der Flussinsel am Oberen Wöhrd, am Grieser Spitz oder am Regenufer in Reinhausen die Seele baumeln lässt, oder sich ins wuselige Altstadtgetümmel stürzt bleibt jedem selbst überlassen. Wirtshäuser - teils mit urigen Biergärten - noble Restaurants, Trattorias, Pizzerien, Kaffeehäuser, Bars und Lokalfreisitze reihen sich dicht an dicht aneinander. Das südländische Lebensgefühl lässt grüßen: buon giorno - Caffè Latte, Latte Macchiato, Espresso, Cappuccino, Gelati oder Aperol Spritz wirken in gut besuchten Lokalen wie eine Art Stimmungsbeschleuniger. 

 Wer sich für die Römische Geschichte interessiert, dem bietet der Deutsche Limes-Radweg bei der Spurensuche nach Zeugnissen aus der Antike unverschöpfliches Erkundungspotential. Da der Raetische Donaulimes und der Donau-Radweg die Stadt durchkreuzen, kann sich donauabwärts Richtung Passau oder donauaufwärts Richtung Eining (Landkreis Kelheim) erwartungsvoll auf den Weg machen.

Vitale Innenstadt 

Feste soll man bekanntlich feiern wie sie fallen. Neben dem famosen Veranstaltungsangebot besticht das Kulturleben Regensburgs durch seine Vielfalt, wobei sich in den Sommermonaten zusätzliche Open-Air-Festivitäten buchstäblich die Türklinke in die Hand geben. Bekannt sind beispielweise das Regensburger Bürgerfest, Weinfest in Stadtamhof, das OstenGassenfest, Open Air im Villapark, Jazzweekend und die Thurn und Taxis Schlossfestspiele. Dazu die Internationale Kurzfilmwoche im Leeren Beutel, zweiwöchige Herbst- und Maidult (Volksfest) und Weihnachtsmärkte (sechs an der Zahl). Darüber hinaus gibt es Theater- und Tanzveranstaltungen, Konzerte, Feste, Ausstellungen und kulturelle und sportliche Ereignisse. Der Regensburger Veranstaltungskalender liefert einen übersichtlichen Überblick.

Bella Ratisbona 

Allerorten genießt man ausgelassenes italienisches Flair, das schon eine sehr spezielle Aura versprüht. Da schmecken Cappuccino, Latte Macchiato, Aperol Spritz, Pizza, Pasta & Co im Straßencafé oder Restaurant bzw. leckeres Eis aus einer der zahlreichen Gelaterias in "Bella Ratisbona" - wie Regensburg gern als nördlichste Stadt Italiens genannt wird - gleich dopppelt so gut. Es gibt es wohl kaum eine Stadt im Freistaat, wo bayerische Gemütlichkeit und südländisches Flair derart aufeinanderprallen. Ob's eine deftige bayrische Brotzeit mit regional gebrautem Bier oder der "buona cucina italiana" mit adäquatem Vino oder fernöstliche Küche sein darf, bleibt letztlich dem "Glustara" (bedeutet soviel wie Appetit, Gaumenfreude, Geschmackssinn) überlassen. Vor allem wer jenseits vom "Weißwurst-Äquator" stammt kann in ländlichen Gebieten der Oberpfalz schon mal auf Verständigungsprobleme stoßen. Die dialektische Erklärung: "schmà:zn wai oan da Schnobl gwochsn is" (bedeutet sinngemäß, sie sprechen wie ihnen der Mund gewachsen ist). Apropos Dialekt: Gewusst, dass Bairisch älter ist als Hochdeutsch? Während die deutsche Schriftsprache im 15./16. Jh. entstand, stammen die ältesten altbairischen Texte nachweislich aus dem 8. Jahrhundert.

Dort wo deftige Hausmannskost auf der Speisekarte steht, ist "Schmalhans" jedenfalls nicht Küchenmeister. Bier ist Nationalgetränk und Inbegriff bayerischer Trinkkultur, und nirgendsonst kehrt sich Lebensfreude und Geselligkeit so nach außen wie in Biergärten. Dass Bayern und Bier unzertrennlich miteinander verknüpft sind ist weit mehr als ein Klischee, schließlich stammt das Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 vom Bayerischen Herzog Wilhelm VI. Doch schon vor dem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt gab es Anfang des 15. Jahrhundert in der Oberpfalz eine Verordnung. Regensburger Stadträte tranken damals "böses und arges Bier" und erstellten einen strengen Ehrenkodex, der es Brauern unter Androhung hoher Geldstrafen verbot, andersweitige Zutaten als Wasser, Hopfen und Malz zu verwenden. Die Regensburger Bierordnung war also der Vorläufer des späteren amtlichen Reinheitsgebots. Prost, wohl bekomms!

Bier gehört nicht nur zur bayerischen Trinkkultur, sondern verfügt als isotonisches "Sportlergetränk" (alkoholfrei) erstaunliche Qualitäten. Askese schön und gut, doch wer kräftig in die Pedale tritt und ordentlich Fett und Kohlenhydrate verbrennt, darf sich ruhigen Gewissens auch kulinarischen Genüssen hingeben. Ein altbekanntes bayerisches Sprichwort besagt: "Speis & Trank hält Leib und Seele zamm". In dieser Beziehung pflegt die Oberpfalz eine gediegene Esskultur. 

Lukullische Genüsse

Da Regensburg mit der Römischen Geschichte - auf der die Stadtgründung beruht - eng verbunden ist, passt zum Thema Kulinarik der römische Feldherr und Konsul Lucius Licinius Lucullus (117–56 v. Chr.), der sinnbildlich für Feingeschmack & Genuss stand bestens in Bild. Bekannt für sein ausschweifendes Leben können es ihm heutige Genießer in Regensburger Lokalen gleichtun, und sich „lukullischen Genüssen“ hingegeben bzw. von einem „lukullischen Mahl" geschmacklich verzaubern lassen. Ob's lukullische Spaghetti, reichhaltig belegte Pizza, Salatvariationen oder deftige Bayerische "Hausmannkost sein darf, bleibt letztlich wie immer eine reine Geschmacksfrage. 

Ein altbekanntes bayerisches Sprichwort besagt: "Speis & Trank hält Leib und Seele zamm". In dieser Beziehung pflegt die Feinschmeckerregion Oberpfalz eine gediegene Esskultur. Ob Straßen-Imbiss, Gaststätte, Pizzeria oder Restaurant - ob bayerische oder internationaler Küche - ob günstig oder hochpreisig - in Regensburg gibt ein ausgesprochen breitgefächertes Gastro-Angebot, das Köstlichkeiten für unterschiedlichste Geschmacksrichtungen anbietet, zumal es neben der Riesenauswahl an Gasthäusern und Speiselokalen noch vier sterneprämierte Feinschmeckerrestaurants gibt. Mit dem Ontra´s Gourmetstube dem Aska, der ROTE HAHN by Maximilian Schmidt und dem Storstad im historischen Goliathhaus inmitten der Regensburger Altstadt gibt es gleich vier Häuser die dem begehrten MICHELIN Stern ausgezeichnet wurden.

Wie heißt es so schön: Liebe geht durch den Magen. Köstlichkeiten wie das Zoiglbier, der Regensburger Landwein, das Juradistl-Lamm, Regensburger Bratwürstl und der Oberpfälzer Karpfen stehen als lukullischer Hochgenuss stellvertretend für diese Region. Orginelle oberpfälzische Schmankerl, die die Geschmacksrezeptoren auf Trab halten. Weitere regionaltypische Spezialitäten sind der "Weichser Radi“, der im Stadtteil Weichs auf dem Lößboden des Donauufers gezogen wird. Auch Leberkässemmel bzw. Bratwürstel mit süßem Regensburger Senf sind heiß begehrt. "Knacker", deren Name von ihrer Hauptzutat - dem Genickfleisch herrührt (bayerisch: Gnack) werden sowohl kalt als Wurstsalat  oder gebraten als Knackersemmel serviert. Regensburger Knackersemmel "mit allem" (Meerrettich, Senf und Essiggurke) ist Kult.

Tourist Informationen befinden sich in der Fußgängerzone Regensburgs beim Alten Rathaus sowie zwischen dem Dachauplatz und dem Haus der Bayerischen Geschichte.

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93047 Regensburg

Tel.: +49 941 507 - 44 10

tourismus@regensburg.de

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Schwanenplatz 
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