Herbstzeit ist Radelzeit

Nach dem traumhaften Altweibersommer-Ausklang dürfte nun wohl Schluss mit endlosem Sonnenschein, blauem Himmel und spätsommerlicher Wärme sein. Vom Atlantik her nehmen Tiefdruckgebiete Kurs auf's europäische Festland. Sie haben dicke Wolken mit schauerartigen Regenwalzen im Gepäck. Niederschläge, die die notleidende Natur nach monatelanger Dürre- und Hitzeperiode im übrigen bitter benötigt. Das wechselhafte Wetter bedingt auch eine spürbare Temperaturabkühlung, wodurch sich das Radfahren weit weniger schweißtreibend gestaltet. 

Meteorologisch beginnt der Herbst am 1. September und endet am 30. November, astronomisch erstreckt er sich von 22. September bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember.

Die einladende Natur beeindruckt mit ständig wechselndem Farbenspiel, welches die Landschaft zum regelrechten Schaufenster dekoriert. Mit einem gwissen Maß an Achtsamkeit lässt uns die Natur an der chamäleonartigen Verwandlung unvermittelt teilhaben, was zweifellos eine positive Wirkung auf die Psyche entfaltet. Bevor aufziehende Herbststürme die farbenprächtigen Blätter von den Bäumen bläst sollte die Zeit unbedingt für ausgedehnte Radtouren genutzt werden. Schließlich zeigt sich das heimatliche Gefilde von ihrer allerschönsten Seite. Einfach abschalten, zur Ruhe kommen und bei Pausen in die Ferne schweifen bis sich der Fokus in der Landschaft auflöst und man selbstvergessen offenen Auges zu Träumen beginnt. Wohlweislich entspannende Momente, in denen die Zeit zu stehen bleiben scheint und uns mit frischer Lebensenergie füttert.

Die Reportage soll einerseits die Lust auf's Radfahren steigern, andererseits aber auch diverse Gefahren beleuchten, die der Herbst für Radfahrer mit sich bringt. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß beim Schmökern sowie leidenschaftliche Genusserlebnisse in der inspirierenden Naturlandschaft.

Die Sommersaison ist abgehakt - vorbei ist die sonnenverwöhnte Kurzarm-Zeit. Regenschauer, sinkende Temeraturen und auffrischende Winde läuten die Herbstvorboten ein. Manche mögen mit den kürzeren Tagen, schmuddligem Wetter und kälteren Temperaturen hadern, stellt es im Vergleich zu den warmen Sommermonaten bisweilen eine mehr oder weniger radikale Zäsur dar. Andererseits verwandelt sich die Natur in eine sagenhafte Farbenpracht. Die Jahreszeit ist von goldenem Herbstlaub, klarer frischer Luft, raschelnden Blättern, tiefblauern Himmel und glitzerndem Morgentau geprägt sowie mit Halloween und dem Erntedankfest untrennbar verbunden. Für Naturliebhaber ein wahres Geschenk von dem es sich nachhaltig zehren lässt. 

Wer sich auf die jahreszeitlichen Veränderungen einstellt, bestimmte Regeln wie z.B. funktionelle Kleidung beachtet vermag der kälteren Jahreszeit durchaus ihre positive Seiten abgewinnen. Wird der chamäleonhaften Schönheit der Natur mit geschärften Sinnen begegnet, zoomt das Fest der Eindrücke unweigerlich das Herz auf. Visuelle Reize heben die Stimmung und lassen neue Synapsen sprießen. Ein wahrer Lebensquell der die Seele tief berührt. Dank unserer Klimazone gibt es glücklicherweise keinen permanenten Ganzjahres-Sonnenhimmel sondern ganz im Gegenteil. Der Jahreszeitenwechsel mit Temperaturschwankungen, Niederschlägen, Sonne- Wolken- Wind- Mix, Vegetationswandlung und verändernder Licht-Intensität birgt subtile Reize die wie Balsam für die Seele wirken. Werden zauberhafte Herbstimpressionen mit Muße bewußt wahrgenommen, bereichert das Naturerlebnis das Leben ungemein. Über solche Sinnesreize dürfen sich Radfahrer wahrlich glücklich schätzen, zumal sie den Wechselmodus des Garten Eden begleiten.

Wetter hin oder her, die Vorzeichen für herbstliche Radtouren könnten eigentlich gar nicht besser sein, denn bilderbuchartige Herbstlandschaften werden vom flacheren Sonnenstand quasi als Weichzeichnung in samtenfarbenes Licht getaucht. Visuelle Eindrücke die hochgradig die Sinne verwöhnen und energetische Energien freisetzen. Typisch für die dritte Jahreszeit sind nicht nur abgeerntete Felder und umgepflügte Äcker sondern auch, dass einem entflammte Bäume und Pflanzen in voller Farbenpracht unter dem glasklaren Himmelszelt schon von weitem sichtbar sind.