Radwege -suche
Streckenabschnitt Chambtal-Radweg


Streckenverlauf Chambtal-Radweg (21 km): Cham (KM 238) → Kammerdorf (KM 243) → Kothmaissling (KM 246) → Arnschwang (KM 254) → Furth im Wald (KM 259)
Kumulierter Höhenunterschied (bergauf/bergab): ↑ 167 hm ↓ 139 TM
Attraktionen & Sehenswertes entlang des Chambtal-Radwegs
• Chammünster
- Urpfarrei Marienmünster (Chammünster) → 1 km abseits
- Satzdorfer See
• Nößwartling: LBV-Zentrum "Mensch und Natur" (Landesbund für Vogelschutz) → 1 km abseits
• Arnschwang
- Fahrradmuseum
- Jubiläumspark
- Pfarrkirche St. Martin
- Schrazl-Loch
- ältestes Feuerwehrhaus in Bayern
• Furth im Wald
- Stadtpfarrkirche (1725)
- Stadtturm mit "Drachenhalle"
- Deutsches Drachenmuseum
- Further Landestormuseum (Turmbesteigung)
- Waffen- bzw. Hammerschmiede (Voithenberghammer)
- Waldmuseum
- Museum 'Flederwisch'
- Wildgarten mit Unterwasser-Beobachtungsstation
- Uhrenmuseum
- Glockenspiel, Am Schloßplatz, täglich 11 Uhr + 18 Uhr
- Japanischer Garten
- Freibad
- Further Drachenstich (1. bis 3. Sonntag im August)
Der fünfte und damit letzter bayerischer Flussabschnitt des »Fernradweg München-Regensburg-Prag« erfolgt entlang des Chamb (21 km). Das familienfreundliche Streckenprofil des Chambtal-Radwegs in der bayerisch-böhmischen Grenzregion wird maßgeblich von der flachen 'Further Senke' bestimmt. Die ruhige abgeschiedene Lage im »Naturpark Oberer Bayerischer Wald«, verbunden mit dem flachen und großteils verkehrsfreien Streckencharakteristik entlang des mäandernden Chambs, bietet das optimale Mischungsverhältnis zwischen körperlicher Aktivität und inspirativem Naturgenuss. Dank der weitläufigen Auenlandschaft erweist sich diese Flusstour für Genussradfahrer als wahrer Glücksgiff, zumal die waldfreie Strecke faszinierende Ausblicke auf die höchsten Berggipfel des Bayerischen-Waldes und des Böhmerwalds erlaubt ohne dass die bezaubernde Bergkulisse das Höhenprofil erschwerend beeinflusst.

Stets präsent im Blickfeld: der markante Hohenbogen mit seinen unverwechselbaren Natotürmen und dem BR-Sendeturm. Der 8 km lange Höhenzug mit seinen Gipfeln Burgstall (976 m ü.NN.), Bärenriegel (1.017 mü.NN.), Eckstein (1.073 mü.NN.), Schwarzriegel (1.079 mü.NN.) und Ahornriegel (1.050 m) prägen dank exponierter Lage die Landschaftskulisse des Hohenbogenwinkel. Zudem erhascht man immer wieder grandiose Ausblicke auf den Gibacht (934 m ü.NN.), Cerkov (1.042 m ü.NN.), Großer Osser (1.293 m ü.NN.) und den Großen Arber (1.456 m ü.NN.). Umherschweifende Blicke vermögen Landschaftsreize einzufangen, die sich tief im Gedächnis verankern. Der Routenverlauf des Chambtal-Radwegs durchkämmt eine beschauliche Region, die fern von Hektik und Verkehrslärm in einer unspektakulären Naturkulisse der leisen Töne liegt, welche die perfekte Aura zur Entspannung liefert. Eine lässige Genusstour die zur Entschleunigung anregt, und als Quell der (Lebens-) Freude und Fest der Sinne den Nährboden für bewegende Aha- und Glücksmomente bereitet.
Wegen Bauarbeiten an der Flutbrücke Stadellohe, befindet sich der Startpunkt des Chambtal-Radwegs bis 2026 beim Parkplatz Cham-Quadfeldmühle (Parkplatz P3 Altstadt-Süd II)!
Streckencharakteristik
Das Streckenprofil des Chambtal-Radwegs weist hinsichtlich Topographie und Befahrbarkeit einen zweigeteilten Charakter auf. Die ersten 19 km ab Cham (≈140 hm) sind nahezu steigungs- und verkehrsfrei (Ausnahme vereinzelter Ortsdurchfahrten und Kreuzungsbereiche). Hervorzugeben ist in die ausgezeichnete Asphaltqualität bis Arnschwang. Der Streckenabschnitt ab Furth im Wald weist bis hinter die deutsch-tschechische Landesgrenze hingegen einen sanfthügeligen Charakter auf (≈300 hm).
Foto: Im Hintergrund lugen die Kirchtürme der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (15. Jhrd. errichtet) von Chammünster hervor (Urpfarrei des Oberen Bayerischen Waldes), das nur 800 Meter von der Originalroute entfernt liegt. Der behäbig dahinfließende Regen lockt im Sommer östlich von Cham auch Schwimmer an. Gegen die schwache Flussströmung zu schwimmen oder sich mit ihr einfach treiben zu lassen ist für die strapazierte (Bein- ) Muskulatur jedenfalls die reinste Wohltat. Da es auf dem Regen bis auf Kajak- Kanu- Schlauchboot oder SUP- Paddler keinen motorisierten Schiffsverkehr gibt, lässt es sich ungestört Baden. Wer Lust auf Abkühlung verspürt sollte also Badehose bzw. Bikini einpacken, zumal die Route am Satzdorfer See und Drachensee vorbei führt.
Chamer-Further Senke
Die etwa 40 km lange und 5-10 km breite Chamer-Further Senke, trennt die Grundgebirgslandschaften Oberpfälzer und Bayerischer Wald. Sie bildet eine natürliche Zäsur im ostbayerischen Grundgebirgszug, die sich aufgrund ihrer naturräumlichen Gegebenheiten nicht nur in der Höhenlage sondern auch im Nutzungsmuster deutlich von den angrenzenden Mittelgebirgen unterscheidet. Der östliche Landschaftsteil erreicht Höhen zwischen 400 bis 500 Meter, der gefällearme westliche Teil 360 bis 400 Meter. Die Senke, in denen Chamb und Regen mit ihren Nebenflüssen mäandrieren sind randlich von höheren Terrassen umgeben. An die Wiesenauen mit einer Vielzahl von Ufergehölzen, Altwässern, Gräben und Fischteichen schließen sich sanfte Rücken und Hügelgruppen aus Gneisen und Graniten an, wobei nur die Kuppenlagen mit Fichte und Kiefer bewachsen sind. Die Niederung der Cham-Further Senke stellt zugleich die Verbindung der Oberpfalz mit Westböhmen her.

Als Einschnitt zwischen Oberpfälzer und dem Bayerischen Wald stellte die „Further Senke“ einen der großen Völkerwanderwege Europas dar. Kaiser, Könige, Heerkolonnen und Handelszüge nutzten die geographischen Vorteile des flachen Chambtals und der Further Senke als Übergang zwischen Bayern und Böhmen. Die wichtige Wegeverbindung führte einst vom Donautal bei Regensburg über die Bodenwöhrer Bucht und die Cham-Further Senke durch das ostbayerische Grenzgebirge in den böhmischen Kessel.
Der Chambtal-Radweg durchquert in der Further Senke einen geschichtsträchtigen Naturraum, da er sich am Verlauf einer alten Handelsstraße orientiert, auf der bereits vor über tausend Jahren Feuersteine vom Bergwerk Abensberg-Arnhofen nach Böhmen (CZ) transportiert wurden (Feuersteinstraße). Der Flussradweg ist bis Kammerdorf (5 km) Teil des Grünen Dach Radwegs (305 km) und des Regental-Radwegs (166 km), während der Fernradweg München-Regensburg-Prag (470 km) bis Furth im Wald (20 km) deckungsgleich verläuft.
Publikation Radelspaß im Drachenland (Autor: Curd Biedermann)
Flusskunde
Cham (ausgesprochen mit hartem "K" und langem "A") verdankt seinen Namen dem Fluss Chamb der in Böhmen entspringt. Der kleine Fluss schlängelt sich durch die Chamer-Further Senke (wo einst ein Völker- und Handelsweg verlief) bis zum Chamer Ortsteil Altenstadt wo er in den Regen mündet. Der Name „Chamb“ geht auf das keltische Wort „kambos“ zurück, das mit „krumm“ oder „gewunden“ übersetzt wird. Der Chamb hat keine eigene Quelle, sondern bildet sich durch Zusammenfluss mehrerer Bäche bei Neumark (Vseruby) in Böhmen. Bis zur Mündung bei in den Regen – dessen wasserreichster Zufluss er ist - weist der Chamb ein Länge von 51 km auf. Das äußerst schwache Gefälle bedingt eine langsame Fließgeschwindigkeit, weshalb sein Flussbett viele Windungen hat – sprich mäandert. Der Chamb erhält bei Eschlkam Zufluss durch den Freybach (kommend von Neukirchen b.Hl. Blut). Kurz vor Furth im Wald ergießt sich der Chamb in ein Hochwasserrückhaltebecken – den Drachensee. Danach wird er von der warmen und kalten Pastritz gespeist, dessen Wasser vom Schwarzkopf (Cerkov) in Böhmen stammt. Ganz untypisch für den Bayerischen Wald fließt der Chamb nicht wild rauschend durch bewaldete Regionen, sondern bewegt sich gemächlich und lautlos in der Further Talsenke durch weitläufige Wiesen- und Felderlandschaften.

Auf ein nicht alltägliches Highlight dürfen sich Chambtal-Radfahrer zu recht freuen: auf das Fahrradmuseum in Arnschwang, welches die mehr als 200 jährige Geschichte des Fahrrads von den ersten Anfängen des Karl Freiherr von Drais eindrucksvoll dokumentiert. Definitiv eine außergewöhnliche Tourbereicherung, die angesichts der Vielzahl von Exponaten einer angepassten Zeitplanung bedarf.
Cham - Die Stadt am Regenbogen
Ausgangspunkt des Chambtal-Radwegs ist die 1 000 Jahre alte Kreisstadt Cham. Obwohl die Stadt in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab. Gegenwärtig zählt die aufstrebende Stadt Cham ca. 17.433 Einwohner (Stand Dez. 2024).
Am Marktplatz die St. Jakobskirche mit ihrer prunkvollen barocken Ausstattung und das historische Rathaus mit seinen Treppengiebeln und den für den Chamer Baustil typischen Erker. Der Brunnen am verkehrsberuhigten Marktplatz mit dem Glockenspiel am Rathaus ist willkommener Treffpunkt vieler Touristen.

Cham kann als Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Obwohl die Stadt Cham in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab, dessen Name auf das keltische Wort "kambos" zurückgeht, das sinngemäß krumm bzw. gewunden bedeutet. Der Chamb entspringt im Böhmerwald und stellt den „Hauptfluss“ des Chamer Beckens dar. Zugleich bildet er die Wasserscheide zwischen dem Bayerischen und dem Oberpfälzer Wald.

Foto: Biertor - Wahrzeichen der Kreisstadt Cham (Tourguiding by Bayernbike)
Historischer Marktplatz
Cham - 976 erstmals urkundlich erwähnt - hat viel zu bieten. So ist die Stadt für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude und historischen Plätze bekannt. Besonders sehenswert ist der historischer Marktplatz mit kunstvollem Marktbrunnen, das Rathaus, die Pfarrkirche St. Jakob innen Barock um 1700, das Biertor (Wahrzeichen), Straubinger Turm, Städtische Galerie im Cordonhaus, Museum SPUR und die Stadtmauer.

Der historische Marktplatz von Cham bildet sozusagen das Herz der Stadt, an dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Marktplatzbrunnen, das prunkvolle Rathaus, die Kirche St. Jakob, der Herzstein, das legendäre Café Krone sowie Luckner-Skulpturen (berühmter Freibeuter und Admiral der französischen Armee) - befinden. Der Platz im Stadtzentrum liegt nur wenige Minuten vom Startpunkt des Chambtal-Radwegs entfernt.
Die Tourist-Info befindet sich am Kirchplatz 1, in unmittelbarer Nähe des Marktplatzbrunnens.
Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bieten rund 60 renommierte Restaurants kulinarische Schmankerl, wobei die Gastronomen großen Wert auf Lebensmittel aus der Region legen. Nachhaltigkeit drückt sich auch in der Wertschätzung für heimische Produkte aus. Damit tut man nicht nur seiner Gesundheit etwas gutes, sondern erweist auch der Umwelt gegenüber einen großen Dienst.
Eine städtische "Entdeckertour" mit dem Fahrrad ist eine feine Sache. Einerseits lernt man die Stadt aus unterschiedlichsten (Blick-) Winkeln kennen, andererseits spart man wertvolle Zeit, als die Wegstrecken fußläufig zu bewältigen. Ganz nach dem Motto: „er-fahre“ die liebenswerte Stadt mit dem Speichenflitzer und unternehme eine spannende (Zeit-) Reise durch die Altstadt.
Die Kreisstadt verfügt über ein stattliches Hotel- und Gaststättenangebot, das Quartiere in allen Kategorien und Preisklassen anbietet
Cordonhaus

Die städtische Galerie im Cordonhaus präsentiert regelmäßig wechselnde Ausstellungen, während sich im Obergeschoss unter dem Titel „Aus grauer Vorzeit“ eine Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte des Chamer Beckens befindet, welche einen umfassenden Überblick zu archäologischen Funden - sprich der Siedlungsgeschichte - der Region gibt.
Das Cordonhaus an der inneren Stadtmauer mit seinen historischen Räumen und dem schönen Innenhof mit Arkaden- und Laubengang wurde ansehnlich restauriert. Das spätgotische Gebäude (16. Jahrhundert) ist neben dem Rathaus der älteste erhaltene Profanbau der Stadt. In dem Antikriegsfilm "Die Brücke" von Bernhard Wicki spielte das historische Armenhaus eine zentrale Rolle.
Westlich der Altstadt erhebt sich die Klosterkirche "Maria Hilf". Neben dem Redemptoristenkloster - erbaut um die Jahrhundertwende - ist es noch heute vitales Zentrum der Marianischen Bewegung in Ostbayern. Sehenswürdigkeiten
Kreisstadt Cham - Die Stadt am Regenbogen
Die ehemalige Grenzlandlage änderte sich durch die Osterweiterung schlagartig in eine zentraleuropäische Lage. So verwandelte sich die Region vom früheren"Armenhaus" zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort, dessen prosperierende Wirtschaftskraft sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt hat, weswegen nahezu Vollbeschäftigungherrscht.
Cham hat jede Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten wie z.B. das terrakottafarbene, zweitürmige Biertor (liegt einen Katzensprung vom Regental-Radweg entfernt), der Marktplatz mit historischem Rathaus und Glockenspiel, das Cordonhaus (beherbergt die Tourist-Info), das Bürgerspital von 1300, die Klosterkirche Maria Hilf, die romanische Stadtpfarrkirche St. Jakob am Marktplatz, das Museum SPUR und vieles mehr.
Das Herz der Stadt bildet der historische Marktplatz, an dem sich u.a. der kunstvolle Marktbrunnen, das spätgotische Rathaus, die Kirche St. Jakob (13. Jh.) und der Herzstein befindet.
Die Kreisstadt Cham (370 m ü.NN.) blickt als Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Heute zählt die aufstrebende Stadt 17.381 Einwohner (Stand 31. Dez. 2023). Obwohl die Stadt Cham in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab, dessen Name auf das keltische Wort "kambos" zurückgeht, das sinngemäß krumm bzw. gewunden bedeutet. Der Chamb entspringt im Böhmerwald und stellt den „Hauptfluss“ des Chamer Beckens dar. Zugleich bildet er die Wasserscheide zwischen dem Bayerischen und dem Oberpfälzer Wald.

Das Zentrum der alten Handelsstadt bildet der historische Marktplatz mit spätgotischem Rathaus, der Pfarrkirche St. Jakob aus dem 14. Jahrhundert und dem kunstvollen Marktbrunnen mit seinen wasserspeienden Figuren.

Cafes, Gaststätten sowie Freisitze laden auf dem Markplatz zum Verweilen bzw. Energienachschub ein.

Foto: Skulptur von Graf Luckner, geboren in Cham, war ein berühmter Freibeuter und Admiral in der französischen Armee.
Ein denkwürdiges Ereignis sollte man auf dem Chamer Marktplatz nicht verpassen (täglich 12:05 Uhr). Dann ertönt nämlich ein ganz besonderes Spektakel, wenn auf dem Glockenspiel des Rathauses die französische Nationalhymne, die "Marseillaise" zu hören ist. Ursprünglich hieß das Lied, geschrieben 1792 von Claude Joseph Rouget de Lisle, "Kriegslied für die Rheinarmee" und war einem gewissen Nikolaus Graf von Luckner gewidmet. Einheimische sprechen gern von der heimlichen Hauptstadt Frankreichs, denn Nikolaus Graf von Luckner war gebürtiger Chamer. Dieser verbrachte seine Jugendjahre hier in der Stadt, bevor er im Alter von 15 Jahren seine große militärische Karriere startete, die ihn über verschiedene Stationen 1763 bis an den Hof des französischen Königs brachte und ihm 1791 sogar den Marschallstitel bescherte.
Auch im Cham der heutigen Zeit ist Luckner nach wie vor allgegenwärtig. Die Besichtigung seines Geburtshauses ist fester Bestandteil einer jeden Stadtführung, auf dem kunstvollen Marktplatzbrunnen ist er als wasserspeiende Statue dargestellt und im gesamten Innenstadtbereich trifft man gleich auf mehrere lebensgroße Luckner-Figuren mit prächtigen Uniformen. Nicht zuletzt gibt es seit 2015 auch einen eigens für den Helden der Stadt geschaffenen Graf-Luckner-Platz.
Ob Graf Luckner jemals Rad fuhr, ist historisch nicht verbürgt. Dennoch wurden ihm zu Ehren zwei "Luckner Runden" (25/38 km) gewidmet. Die Rundtouren sind nicht separat ausgeschildert, sondern folgen der überörtlichen Radwegbeschilderung.
Radverkehrsknotenpunkte
Bei der Überquerung der Adolf-Kolping-Straße (Parkplatz Altstadt West) wo sich die Florian Geyer Brücke sowie das Biertor (Wahrzeichen von Cham) und das Museum SPUR in nächster Nähe befindet wird ein Radverkehrsknotenpunkt gekreuzt, wo der Schwarzach-Regen-Radweg, Festspiel-Radweg und die beiden "Luckner-Rundtouren" ihren Ausgang nehmen.
Einen weiteren Radverkehrsknotenpunkt erreicht man rund 800 Meter flussaufwärts. Entlang der Regenpromenade ("Beschlacht am Regen") erreicht man den Radpavillon Stadellohe beim „Flugplatzweg“ neben der Janahofer. Große Kartographieschautafeln präsentieren das engmaschige Fernradwegenetz der Region und vermitteln samt Entfernungsangaben einen anschaulichen Orientierungsüberblick.
Wegen Bauarbeiten an der Flutbrücke Stadellohe, befindet sich der Startpunkt des Chambtal-Radwegs bis 2026 beim Parkplatz Cham-Quadfeldmühle (Parkplatz P3 Altstadt-Süd II)!
Streckenverlauf des Chambtal-Radweg (21 km): Cham (KM 238) → Kammerdorf (KM 242) → Kothmaissling (KM 246) Arnschwang (KM 254) → Furth im Wald (Radwegeverzweigung KM 259). Höhenschwankungen: ↑21 km ↑ 167 hm ↓ 139 TM.
Radwegewechsel / Schnittstelle (KM 238)
Der Chambtal-Radweg (neben der Janahofer Straße) verläuft gemeinsam mit dem Regental-Radweg bis Kammerdorf (5 km), wo sich beide Fluss-Radwege verzweigen. Der Chamb ist bis Furth im Wald der fünfte und damit letzte Flussbegleiter auf dem bayerischen Streckenabschnitt des »Fernradweg München-Regensburg-Prag«. Nach der letztmaligen Flussüberquerung am südlichen Stadtrand von Furth im Wald zweigt der Chamtal-Radweg in die Jörg-Pfeil-Sraße rechts ab, während der Fernradweg auf der Wutzmühlstraße geradeaus weiter läuft und zur Landesgrenze Hochstraße führt (4 km).
Streckenbeschreibung

Der Startpunkt des Chambtal-Radwegs befindet sich in umittelbarer Nähe des Radpavillons beim „Flugplatzweg“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Janahofer Straße vis a vis eines Autohauses. Wer mit dem Auto anreist, kann hier praktischerweise ohne Umweg direkt auf dem Parkplatz Stadellohe oder dem Großparkplatz P 2 Altstadt Süd II Quadfeldmühle sein Fahrzeug abstellen. Der Pavillon bietet die Möglichkeit, Räder und Gepäck dort sicher und geschützt zu deponieren. Die Radboxen sind mit handelsüblichen Kabelschlössern absperrbar. Die Benutzung des Radpavillon Stadellohe ist kostenfrei!
Wegen Bauarbeiten an der Flutbrücke Stadellohe, befindet sich der Startpunkt des Chambtal-Radwegs bis 2026 beim Parkplatz Cham-Quadfeldmühle (Parkplatz P3 Altstadt-Süd II)!
Cham lädt mit seiner historischen Altstadt und schönen Cafes und gemütlichen Wirtshäusern zu einem Zwischenstopp ein, wobei der Chambtal-Radweg – bei der blauen Brücke – direkt an einem uriger Biergarten vorbei führt.

Beim Freizeitgelände Quadlfeldmühle lockt eine Wirtschaft mit schattigem Biergarten zur Einkehr. Die beliebte Ausflugsgastätte <D'Wasserwirtschaft> ist über den sogenannten "blauen" Fußgänger- und Radwegesteg an der Oberen Regenstraße mit der Innenstadt verbunden.

Der Schilderbaum mit einem Potpourri an Radwege-Signets verhehlt nicht, wieso die Kreisstadt Cham eine "Hochburg" für Radtouristen aus nah und fern ist. Das Radwegenetz übt fraglos eine hohe Anziehungskraft sowohl auf Urlaubsgäste als auch auf einheimische Freizeitaktivisten aus. Blicken wir auf den Chambtal-Radweg, der sich gleich vom Start weg quasi in "namhafter" Gesellschaft befindet. So verläuft der Grüne Dach Radweg (305 km) und der Regental-Radweg (166 km) bis ins 5 km entfernte Kammerdorf (5 km) deckungsgleich mit dem Chambtal-Radweg, während der Fernradweg München-Regensburg-Prag (470 km) bis Furth im Wald Wegbegleiter ist. Deswegen herrscht bei schönem Radlwetter bzw. an Wochenden oder während der Schulferien auf diesem Streckenabschnitt reger Rad- und Ausflugsverkehr.

In östlicher Richtung radelt man stadtauswärts am Freizeitgelände Quadfeldmühle vorbei, das für Kinder ein beliebtes Eldorado ist. Das weitläufige Freizeitgelände mit einem Abenteuerspielplatz (Klettergerüste, Wasserbecken, Sandspielplatz, Skate-Funpark und Beachvolleyballfeld) lädt Kinder jeden Alters zum Bolzen und Spielen ein.
Schon erstaunlich, wie rasch in der grünen Flussauen-Landschaft beruhigende Stille einkehrt, sobald der quirligen Kreisstadt Cham der Rücken zugekehrt wird. Nun geht es auf abwechselnd asphaltierter und unasphaltierter Streckenoberfläche in gewohnt flacher Manier durch die Chamer-Further-Senke, die die Mittelgebirgszüge des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes voneinander trennt. Die 5- 10 km breite Ebene wird vom Chamb und im westlichen Bereich vom Regen in weiten Mäandern durchflossen. Da die Senke nur in den äußeren Randbereichen einen wellligen Charakter aufweist, bleiben Radfahrer bis auf wenige Hügelkuppen bei Eschlkam weitestgehend von Steigungen verschont.
In früheren Zeiten verlief durch die Cham-Further-Senke einer der wichtigsten Handelsstraßen zwischen Bayern und dem Böhmen was den Ursprung für die Besiedlung des Bayerischen Waldes begründete. Dabei diente die weitläufige Ebene nicht nur den Menschen als praktischer Verbindungsweg, sondern ist auch bis heute eine wichtige Vogelfluglinie. Insbesondere die Auwiesen bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen nützlichen Lebensraum.
Feuersteinstraße - Bergwerk Abensberg-Arnhofen
Der Chambtal-Radweg orientiert sich am Verlauf einer alten Handelsstraße, auf der bereits vor tausenden von Jahren Feuersteine aus dem Bergwerk Abensberg-Arnhofen nach Böhmen transportiert wurden (Feuersteinstraße).
Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge gelangte vor 7000 Jahren Feuersteine aus Bayern in die Siedlungen des Pilsener und Prager Beckens. Nach den Untersuchungen des Geoarchäologen Alexander Binsteiner verband eine direkte Handelsroute die Arnhofener Mine (nahe Abensberg) mit den steinzeitlichen Siedlungsräumen Bayerns und Böhmens.
Der Begriff "Feuersteinstraße" beschreibt eine der ältesten rekonstruierten Handelsverbindungen, deren Streckendistanz zwischen Bayern und Böhmen rund 250 km betrug. Davon führte ein Großteil der Strecke offensichtlich entlang der Flüsse Donau, Regen, Naab und Schwarzach, wo in Ufernähe Überreste der Feuersteinbearbeitung gefunden wurden, wobei davon auszugehen ist, dass diese Strecken per Einbaum zurückgelegt wurden. Nach der Passage von Furth im Wald und dem Pass von Waldmünchen, die zu Fuß bewältigt werden mussten, lässt sich die Spur des Feuersteins nahe dem tschechischen Domazlice wieder aufnehmen, von wo sie über das Pilsener Becken nach Prag verlief.
Während in der Ferne bereits das exponierte Hohenbogenmassiv ins Blickfeld rückt, bietet sich rückwärtsgewandt nochmals ein schöner Anblick auf die Silhouette der tausendjährigen Handelsstadt Cham.

Nach 2.3 km erreicht man ein neu errichtetes Brückenbauwerk. Das ehemalige Nadelöhr mit steilen und gepflasteten Zufahrtsrampen wurde durch einen breiteren Brückenneubau einschließlich sanft ansteigender Zufahrten entschärft. Dazu wurde ein neuer Rastplatz mit Unterstellmöglichkeit errichtet, wo sich eine gemütliche Verschnauf- bzw. Brotzeitpause einlegen lässt. Radwandern mit Muße & Gelassenheit ist ohnehin ein echter Trumpf! Warum nicht mal alle "fünfe gerade sein zu lassen", spontan vom Zeitplan abzuweichen und alles etwas lockerer anzugehen? Dafür geht's nach einer erholsamen Rast umso motivierter wieder zur Sache, um nach dem Zwischenstopp gut gelaunt mit eifrigem Elan wieder Fahrt aufzunehmen.
Radfahrer können sich im »Naturpark Oberer Bayerischer Wald« jedenfalls über das hohe Investitionsvolumen in die Radwege-Infrastruktur freuen.
Direkt vor der Brücke besteht rechtsseitig eine Radwegeverbinung ins 800 Meter entfernte Chammünster mit seinem sehenswerten gotischen Marienmünster

Kleines Wortspiel: Zeitgemäße Wegweisung lässt Ortsunkundige nicht "im" bzw. am Regen stehen.
Bemerkung zu Eisenpollern: diese fest verankerten Hindernisse schaffen künstliche Engpassstellen, die insbesondere für motorisch eingeschränkte Radfahrer - teils bepackt mit ausladenden Seitentaschen, oder für Cargobikes/Liegeräder/Radanhänger wie auch für Mountainbiker mit breiteren Lenkern ein erhebliches Gefahrenpotential bergen. Zudem muss bei Gegenverkehr abgestiegen werden, was einen harmonischen Fahrfluss (Flow) abrupt unterbricht und so zu einer überflüssigen Spaßbremse ausartet.

Die künstliche Fahrbahnverengung an beiden Brückenköpfen zwingt zu erhöhter Vorsicht, zumal bei Gegenverkehr mindest ein Radfahrer absteigen muss. Ansonsten kann die breite Brücke komfortabel - auch bei Gegenverkehr - passiert werden.
Satzdorfer See
Nach Überquerung des Regen besteht die Möglichkeit eines Abstechers zum Satzdorfer See

Foto: direkt nach der Rad- und Fußgängerbrücke führt im spitzen Winkel rechts ein Radweg zum Satzdorfer See (1 km).
Der Satzdorfer See (Naherholungsgebiet vor den Toren der Kreisstadt Cham - liegt nur 1 km abseits.Ein Radweg-Zubringer (nach der Rad- u. Fußgängerbrücke). führt entlang des Regen direkt zum Satzdorfer See. Wochenend-Ausflügler aus der Region radeln gern zum Naherholungsgebiet des Satzdorfer Sees. Wer auf dem Chambtal-Radweg unterwegs ist sollte die Gunst der Stunde nutzen (1 km), um bei ausgiebiger Rast die Beine und die Seele baumeln zu lassen.
Nachdem der Kiesabbau 1971 eingestellt wurde, wurde das weitläufige Gelände zum Satzdorfer See umgewidmet. Zum 50-jährigen Jubiläum der Firma Rädlinger wurde der Grundstein für ein attraktives Naherholungsgebiet gelegt. Besonders an heißen Tagen bietet der Satzdorfer See frische Abkühlung und lädt zum entspannten Sonnenbaden ein.

Der Badesee wird durch den Fluß Regen gespeist und verfügt gepflegte Liegewiesen. Familien schätzen vor allem das flache Ufer. Die Wassertiefe des im Privatbesitz liegenden Sees ist durchschnittlich 2,50 Meter, die Maximaltiefe liegt bei 4,70 Metern. Bootstouren, die in Blaibach beginnen, enden im Satzdorfer See, weswegen dort ein Steingrill aufgebaut ist. Die Entstehung des Satzdorfer Sees begann als Kiesgrube der Unternehmensgruppe Rädlinger, die immer noch Besitzer des Satzdorfer Sees ist. Gemeinsam mit der TouristInfo Cham wurde der Satzdorfer See kultiviert und um zahlreiche Einrichtungen und Anlagen ergänzt. Unter anderem befindet sich auf dem Gelände ein grünes Klassenzimmer und der Platz der Bewegung, der mit zahlreichen Fitnessgeräten gespickt ist. In Mitten des Sees befindet sich die sogenannte Brutinsel, die als Brutstätte für heimische Tier- und Vogelarten dient. Rund um den See führt der Natur- und Freizeitpfad mit interessanten Lehrtafeln. Der Satzdorfer See nicht nur ein Badesee sondern mittlerweile vielmehr ein Naherholungsgebiet und beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen.

Nach der Regenüberquerung stößt man nach 400 Meter - unmittelbar hinter dem Ortsschild Cham (Altenstadt) - auf eine weitere Rad- und Fußgängerbrücke die den Chamb überquert.

Foto: auf einer weiteren Rad- und Fußgängerbrücke die den Chamb quert, ist der Flusslauf (links) sowie der Altwasserarm (rechts) deutlich zu erkennen, welcher von Ortsunkundigen fälschlicherweise manchmal für die Mündung in den Regen gehalten wird. Tatsächlich befindet sich die Flussmündung des Chamb etwa 200 Meter flussabwärts, wo der Regen seinen wasserreichsten Zufluss bekommt. Mit bloßem Auge kaum zu erkennen, mäandert in extrem langsamer Fließgeschwindigkeit der Chamb in seinem natürlichen Flussbett. Kuriosum: Bei Hochwasser verschwindet die Landzunge als "Trennkeil" beider Flüsse, d.h. das Wasser beider Flüsse vermengt sich bereits einige Hundert Meter oberhalb der eigentlichen Flussmündung.

Kurz nach der Chamb-Brücke wird im Chamer Vorort Altenstadt rechts abgebogen. Es folgt eine geradliniger, asphaltierter Radweg der parallel den Eisenbahnschienen folgt.
Der frühere unbeschrankte Bahnüberqang, an dem sich die Zugstrecken Cham - Bad Kötzting - Lam (Oberpfalzbahn RB 28) und Schwandorf - Cham - Furth im Wald - Domažlice (Oberpfalzbahn RB 27) bzw. München - Regensburg - Prag (Alex/RE 25) verzweigen, ist Geschichte. Eine neu erbaute Untertunnelung erlaubt eine komfortable kreuzungsfreie Durchfahrt.
Streckengabelung

In Kammerdorf verzweigen sich nach dem ehemaligen Bahnhofsgebäude - dort sind Infotafeln und Gedenksteine platziert - mehrere Fernradwege. Während der Fernradweg München-Regensburg–Prag und der Chambtal-Radweg schräg links versetzt Richtung Furth im Wald zur deutsch-tschechischen Landesgrenze führen, verlaufen der Regental-Radweg und der Grüne Dach Radweg (ab Miltach identisch mit dem Lamer Winkel Arber Radweg) auf unterschiedlicher Strecke nach Bayerisch Eisenstein.

In Kammerdorf (KM 243) zweigt der Grüne Dach Radweg und der Regental-Radweg rechts in südostlicher Richtung auf die Chamer Straße nach Chamerau ab. Fortsetzung: Blaibach 16 km, Viechtach 31 km, Regen 60 km, Bayerisch-Eisenstein 89 km.
Der Fernradweg München-Regensburg–Prag verläuft dagegen gemeinsam mit dem Chambtal – Radweg nach einem Links-Rechtsschlenker schräg versetzt in nordöstlicher Richtung nach Furth im Wald, wo sie sich nach der Chamb-Brücke in der Wutzmühlstraße trennen.

An der Straßeneinmündung in Kammerdorf befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gasthaus mit zünftigem Biergarten.
In Kammerdorf endet der verkehrsfreie Radweg! Erhöhte Vorsicht ist beim Einfahren in die vorfahrtsberechtige Kammerdorfer Straße geboten, die bereits nach zweihundert Metern wieder verlassen wird.
Was Genuss- und Familienradler besonders freut: trotz Sichtweite des Hohenbogenmassivs und des Böhmerwalds die fast zum Greifen nah erscheinen, beeinflussen die Mittelgebirge das flache Streckenprofil des Chambtal–Radwegs nicht, d.h. man bleibt von Steigungen weitestgehend verschont.

An der Straßenkreuzung in Kothmaißling befindet sich eine schöne Gedenkkapelle. Eine kurze Rast lohnt sich, zumal sich davor Sitzbänke befinden die zum Durchschnaufen einladen.

Die Kothmaißlinger Kapelle wurde 1977 vollendet und damals von Weihbischof Karl Flügel im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes eingeweiht. Ein Blick ins Innere der Kapelle ist definitiv lohnenswert.
Erhöhte Vorsicht ist bei der Einmündung in die Steinmetzstraße geboten (links, 3% Gefälle). Nach 200 m zweigt rechts vor dem Bahnübergang der Radweg ab. Schon beginnt der verkehrsfreie Radlspaß von Neuem.

Abstecher (KM 12) nach Weiding (KM 12 → 1 km abseits). Sehenswert: altes Bauernhaus, Marienkirche, Kriegerdenkmal, Waldlerhaus und die Europaallee, wo für jeden EU-Mitgliedsstaat vor einiger Zeit Bäumchen gepflanzt wurden.
Abzweig zum Natur- und Kulturzentrum "Alte Mühle" in Nößwartling (KM 15). Das LBV-Zentrum (Landesbund für Vogelschutz) mit Bio-Reservat und seltener Pflanzen- und Tierwelt erlaubt Einblicke in die schützenswerte „Mutter Natur“. Neben interessanten Führungen und Diavorträgen gibt es einen Bohlen- und Tunnelweg über Feuchtwiesen und Auwald. Eine "gläserne" Imkerei, Streicheltiere, Sandspielplatz, regenerative Energiequellen, Floßfahrten und Wathosen-Wanderungen ergänzen das Angebot. Am Eisvogelsteig können Besucher in den Fluss Chamb steigen und auf einem markierten Weg Strömungen und Sandbänke hautnah spüren.
Arnschwang

Das „Golddorf“ Arnschwang wurde 2011 beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ auf Bezirksebene mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Ungeachtet dessen bietet die kleine 2000-Seelen-Gemeinde mit der Wirtshöhe Arnschwang geschichtsträchtige Gebäudlichkeiten. Sowohl die Unterkellerung des Komplexes aus dem 15. Jahrhundert, welche die sagenumwobenen Schrazlhöhlen beherbergt ist interessant, als auch die ehemalige Pferdewechselstation. Diese Rossumspannstation wurde vor allem in Zeiten des Salzhandels genutzt, um erschöpfte Pferde auf dem beschwerlichen Weg von Regensburg nach Prag gegen frische Pferde auszutauschen.

Neben der Kirche Sankt Martin bietet sich im liebevoll angelegten Gewürz- und Kräutergarten eine Verschnaufpause an. Ein kleiner Rundweg führt entlang von Teichen und Bachläufen. Schautafeln informieren über die Vogelwelt am Chambufer. Im Frühjahr brüten in dem Vogelschutzgebiet seltene Vogelarten wie z.B. Brachvogel und Kiebitz.

Foto: zweifelsohne freut sich jeder Radler über einen Willkommensgruß. Ein Grund mehr, in dieser herrlichen Naturregion länger zu verweilen.
Arnschwang - das "Tor zum Hohenbogenwinkel" - beging 1995 seine 1200- Jahrfeier. Engebettet zwischen den Bayerwaldbergen Gibacht und Hohenbogen unweit von Furth im Wald sowie dem Naherholungsgebiet Drachensee entfernt, finden (Rad-) Urlauber ein schönes Radwegenetz.

In Arnschwang - das "Tor zum Hohenbogenwinkel" sind das Schrazlloch, die „Alte Mühle“, Pfarrkirche sowie das älteste Feuerwehrhaus Bayerns sehenswert. Das Feuerwehrhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes in der Ränkamer Straße.
Schrazellöcher
"Schrazl-Loch" (auch Schratzlloch oder Erdstall genannt) ist eine Bezeichnung für ein unterirdisches Gangsystem, das oft im Mittelalter angelegt wurde. Diese Anlagen, die in Bayern und angrenzenden Regionen vorkommen, bestehen aus engen Gängen und Kammern, die vermutlich als Flucht- und Versteckorte dienten. Der Name "Schrazl-Loch" leitet sich vom Volksglauben ab, dass Zwerge (Schratzl) diese unterirdischen Gänge gegraben hätten.
Schrazellöcher in Arnschwang geben bis heute noch unlösbare Rätsel auf. Auf ihren Ursprung hin lassen sich die Gänge und Löcher unter den Häusern mit Sicherheit nicht erklären. Der Sage nach wurden diese Erdhöhlen von kleinen Menschen angelegt, von Schrazen oder Zwergen.
Eine besondere Merkwürdigkeit in Arnschwang sind die Schrazellöcher, die als Bodenaltertümer anzusehen sind und die sich auch im benachbarten Grasfilzing und Furth sowie in Walting und Dalking befinden. Unter Schraz ist ein Zwerg oder Kobold, auch Heinzel- oder Wichtelmännchen zu verstehen, um die sich im Volk noch viele Sagen spinnen. Sie erzählen, dass diese kleinen Wesen in den Erdlöchern unter den Häusern wohnen, in der Nacht hervorkommen und dann für die Menschen wertvolle Arbeit, wie Stricken, Obstpflücken usw. verrichten. Als Lohn sind sie mit Speiseresten zufrieden. Viel verbreitet ist der Glaube, dass man um eine gute Ernte zu erhalten, den Schrazeln Körner auf den Tisch streuen müsse.
Fahrradmuseum Arnschwang
Ein Besuch des 2017 eingeweihten Fahrradmuseums ist für jeden Radlfan eigentlich ein "Muss", zumal es direkt am Wegesrand des Chambtal-Radwegs mitten auf dem Dorfplatz von Arnschwang liegt. Es lohnt sich wirklich, Zeit für die interessante Ausstellung über die Geschichte des Fahrrads - beginnend von der Erfindung bis in die Gegenwart - sowie den zahlreichen Exponate und Informationsschautafeln zu nehmen. Die vielschichtige Bedeutung der Zweiräder wird in verschiedenen Epochen anschaulich dargestellt. Neben vielen Ausstellungsobjekten sind auch Raritäten zu bestaunen.

Das Fahrradmuseum in Arnschwang dokumentiert die über 200 jährige Geschichte des Fahrrads von den ersten Anfängen des Karl Freiherr von Drais eindrucksvoll.
![]() |
| © TECHNOMUSEUM Mannheim |
Lange bevor sich der Mensch ins Auto setzte, mit der Eisenbahn fuhr oder ein Flugzeug betrat stieg er bereits aufs Fahrrad, das schon vor der Industrialisierung im 18. Jhrd. als praktisches Fortbewegungsmittel wertvolle Dienste leistete. Mehr als zweihundert Jahre liegen zurück, als Karl Freiherr von Drais am 12. Juni 1817 die Jungfernfahrt mit seiner von ihm erfundenen Laufmaschine unternahm. Drais, der mit vollständigem Namen Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn hieß grübelte damals darüber nach, wie man das Pferd - wenn schon nicht als Arbeitstier, so wenigstens als Mittel zur Fortbewegung für den Menschen ersetzen könnte. Sein unermüdlicher Erfindergeist brachte die "Laufmaschine" hervor, welche als Vorläufer des Fahrrads gilt. Drais' Erfindung war aus heutiger Sicht absolut revolutionär - prägt sie doch die Mobilität der Menschen maßgeblich bis in die Gegenwart. Parallel zur Fahrrad-Entwicklung standen später z.B. das Kugellager und der Luftreifen sogar für den Automobilbau Pate.

Im Fahrradmuseum kann man orginelle Radtrikots erwerben (solange der Vorrat reicht).
Neben dem Deutschen Fahrradmuseum im unterfränkischen Bad Brückenau, das nach eigenen Angaben zufolge die "umfangreichste Sammlung historischer Fahrräder" beherbergt, verfügt auch Arnschwang ein überaus sehenswertes Fahrradmuseum mit einer Vielzahl nostalgischer Zweirad-Exponate. Zu diesem Zweck wurde ein geschichtsträchtiges Objekt - die Wirtshöhe aus dem Jahre 1845 - vom Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang e.V. eigens zu einem Fahrradmuseum umgebaut. Keine Frage, für den Chambtal-Radweg wie für den Fernradweg München–Regensburg–Prag bedeutet diese Einrichtung eine außergewöhnliche Bereicherung, die in Deutschland wohl beispiellos sein dürfte.

Nicht nur die Unterkellerung des Gebäudekomplexes aus dem 15.Jahrhundert, das die ehemaligen Schrazllöcher beherbergte und im Krieg als Unterschlupf und Vorratskammern diente ist ein Relikt aus vergangener Zeit, sondern ebenso die ehemalige Pferdewechselstation. Die Rossumspannstation war in den Zeiten des blühenden Salzhandels nötig, um erschöpfte Pferde auf ihrem mühsamen Weg von Regensburg nach Prag gegen frische Pferde auszuwechseln.
Am 17.4.2006 wurde der Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang e.V. mit dem Ziel gegründet, ein Fahrradmuseum in Arnschwang zu errichten und zu betreiben. Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege der Fahrradkultur, insbesondere die Erforschung und Dokumentation der Entwicklungsgeschichte des Fahrrads und des Radfahrens.

Gemessen an anderweitigen industriellen Errungenschaften wird deutlich, welch erstaunliche Entwicklung das Fahrrad vom einstigen Fortbewegungsmittel genommen hat. Betrachtet man die damalige Abhängigkeit des Menschen von Pferd und Kutsche errang das Fahrrad, noch vor dem Automobil, die größte Unabhängigkeit bei der Überwindung längerer Strecken.
Anhand der Entwicklungsschritte lässt sich sogar der gesellschaftliche Wandel nachvollziehen. Vom ehemaligen Luxusgerät für Reiche, über das Militärrad, weiter zum Hauptverkehrsmittel für die Bevölkerung bis hin zum ultimativen Spaß- und facettenreichen High-Tech-Sportgerät dokumentieren Ausstellungsstücke eindrucksvoll den Werdegang des Fahrrads ins moderne Zeitalter.

Neben dem geschichtsträchtigen Werdegang des Fahrrads bietet das Museumscafe Kaffee, Getränke und leckere hausgemachte Torten bzw. Nachmittag/Abend Brotzeit und Pizza.

Im Bild Vorstandsmitglied Hans Hruschka, der technische Details einer Saxonette, Baujahr 1937 erläutert. Spannende Hintergrundinformationen, die der Initiator und Gründungsmitglied des „Fördervereins Fahrradmuseum Arnschwang e.V. zum Besten gibt.
Öffnungszeiten Fahrradmuseum Arnschwang
- Dienstag und Donnerstag: 8.00 - 13.00 Uhr
- Freitag: 16.30 - 21.00 Uhr
- Samstag: 8.00 - 21.00 Uhr
- Sonntag: 9 .00- 21.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Die Kunstgalerie bietet im 1. Stockwerk ständig wechselnde Ausstellungen namhafter Künstler.
Neben dem Schwarzachtal-Radweg, Donau-Regen-Radweg, Fernradweg München-Regensburg-Prag, wird natürlich auch der unmittelbar am Fahrradmuseum vorbeiführende Chambtal-Radweg thematisiert.

Auch ein berühmter Radrennfahrer aus früherer Zeit wird vorgestellt: Josef Fischer, der erste deutsche Sieger des Profirennens Paris – Roubaix stammt aus der Oberpfalz - genauer gesagt aus Atzlern nahe Neukirchen beim Hl. Blut (Landkreis Cham). Er gewann 1896 die 280 km lange Erstauflage des weltbekannten Klassikers.
Josef Fischer (* 20. Januar 1865 in Atzlern bei Neukirchen beim Heiligen Blut, Oberpfalz; † 3. März 1953 in München) war der erste bedeutende deutsche Straßen-Radrennfahrer. Zu seiner Zeit galt Fischer als der beste Straßenfahrer der Welt. Im Jahr 1893 gewann Fischer die Distanzradfahrt Wien–Berlin, 1894 dann Mailand–München. Er war auch der erste Gewinner des Rennens Paris–Roubaix im Jahr 1896 und blieb bis zum Sieg von John Degenkolb 2015 für 119 Jahre der einzige deutsche Radsportler, der dieses Rennen für sich entscheiden konnte. Für die 280 Kilometer benötigte er 9 Stunden 17 Minuten. 1900 siegte er beim Rennen Bordeaux–Paris. 1903 nahm er als einziger Deutscher an der ersten Austragung der Tour de France teil und wurde 15.
Die Weiterführung der Strecke verläuft über zwei neu erbaute Rad- u. Fußgängerbrücken die den Chamb überqueren.

Direkt nach der B20-Unterquerung führt die Route rechtsabzweigend unterhalb der Brücke über den Chamb, worauf ein unasphaltierter Waldweg (38 hm) folgt und nach 1.5 km an der Chamb-Brücke am Stadtrand von Furth im Wald in die Wutzmühlstraße einmündet (KM 20). Kurz nach der letzten Flußquerung verzweigen sich der »Fernradwegs München-Regensburg-Prag« und der Chambtal-Radweg.
Rennradler können auf dem asphaltierten Radweg bleiben. Nach 1 km hat man den Stadtrand von Furth im Wald erreicht (Einmündung Grabitzerstraße).

Kurz nachdem die Chambtalbrücke passiert ist verläuft der Fernradweg München-Regensburg-Prag auf der Wutzmühlstraße geradeaus weiter zur 4 km entfernten Landesgrenze, während der Chambtal-Radweg rechts in die Jörg-Pfeil-Straße abzweigt. Zwischenbilanz: vom Startpunkt München liegen 259 km dazwischen, während es bis Prag noch 211 km sind.
Drachenstadt Furth im Wald
Wer ins Zentrum zum Stadtplatz/Schloßplatz möchte, radelt vom Bayplatz die Pfarrstraße 200 Meter hinauf (15 hm / 10% Steigung). Dort befindet sich das historische Rathausgebäude, der Further Stadtturm – Wahrzeichen der Stadt - die Tourismusinformation sowie etliche Cafes und Gasthäuser.

Jedes Jahr ein Riesenspektakel: In den ersten drei Augustwochen schwärmen tausende Besucher in die Stadt, um sich das Schauspiel des Further Drachenstichs anzusehen. Für die vielfältigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten der Drachenstadt sollte man sich Zeit nehmen. Entspanntes Sightseeing durch die historische Altstadt, der Besuch der faszinierenden Museen sowie eine Vielzahl weiterer spannender Erlebnisse oder Ausflugsziele die sich rundherum erkunden lassen sind absolut lohnenswert. Den Stadtturm - Wahrzeichen der Stadt Furth im Wald (nach einem Stadtbrand in den Jahren 1864 bis 1866 im neugotischen Stil neu errichtet) kann man besteigen und auf der Aussichtsplattform eine wunderbare Aussicht genießen.

Das Landestor- und Drachenmuseum sowie das Glockenspiel befindet sich nur einen Steinwurf entfernt gegenüber dem Rathaus. Das Further Glockenspiel am Erker des Amtsgerichtes ist ein Geschenk, der aus dem Sudetenland vertriebenen Menschen an die Patenstadt Furth im Wald. Von 23 Glocken im schmiedeeisernen Korb erklingen tägl. um 11.00 und 18.00 Uhr Lieder aus dem Böhmerwald. Das Wappen Bayerns, der Bundesrepublik Deutschland und des Sudetenlandes schmücken die obere Spielkrone, während daraunter das Wappen der sudetendeutschen Städte Ronsperg, Hostau und Bischofteinitz sowie das Wappen von Furth im Wald zu erkennen ist.

Das Landestor-Museum am Schlossplatz wurde 1867 als Spital erbaut und dient seit der Sanierung 1981 als Museumsgebäude wo auch das einzige Drachenmuseum Deutschlands untergebracht ist. Das Drachenmuseum setzt sich mit der Mythologie der Drachen auseinander, nämlich dem Drachen als strahlende Gottheit des Ostens, als Geschöpf des Chaos in der westlichen Mythologie und mit dem Drachen wie er in Heldensagen und Heiligenlegenden gepriesen wird. Darüber hinaus widmet sich das Museum auch der Geschichte des Further Drachenstichs, des ältesten deutschen Volksschauspiels, das sich auf die sogenannten "Lebenden Bilder" bei den Fronleichnamsprozessionen bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.
Hohenbogenwinkel
Die Orte Furth im Wald, Arnschwang, Neukirchen b.Hl.Blut und Eschlkam bilden die Urlaubsregion Furth im Wald – Hohenbogenwinkel. Die Region befindet sich an der Nahtstelle, wo der Bayerische Wald in den Böhmerwald übergeht. Die Naturlandschaft zwischen Gibacht und Hohenbogen gibt sich still, sanft und unspektakulär - und ist dennoch voller Geheimnisse.
Das Urlaubsgebiet Furth im Wald liegt im Schnittpunkt des Bayerischen und Böhmischen Wald. Die ostbayerische Grenzstadt wird von den Bayerwaldgipfeln Gibacht (934 m ü.NN.) und Hohenbogen (1.079 m ü.NN.) auf der bayerischen und dem Cerchov (1.032 m ü.NN.) auf böhmischer Seite umrahmt. Die 8.659 Einwohner zählende Stadt (31. Dez. 2024), wurde im Jahre 1086 gegründet und bietet mit seinen flachen Flußlandschaften und dem bewaldeten Bergmassiv Gibacht für Freizeitaktivisten ideale Entfaltungsmöglichkeiten.

Über die Pfarrstraße vom Stadtplatz aus hinweg blickend, erhascht man einen grandiosen Blick auf den Hohenbogen. Im Bild ist der Burgstall (972 m ü.NN.) mit seinem unverwechselbaren 72 Meter hohen Fernmeldeturm des Bayerischen Rundfunks zu sehen.

Die schmucke Tourismus-Info verbirgt sich in einer Seitengasse am Schlossplatz 1, vis a vis des Landestor-Museums neben dem Further Stadtturm.

Künsterlisch gefertigte, schmiedeeiserne Schilder verziehren etliche Gebäude in Furth im Wald. Absolute Hingucker, die eine aufmerksame Würdigung verdienen.
Im ganzjährig geöffneten Wildgarten dreht sich vieles um die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Ein angelegter Pfad führt über Hängebrücken und Moorwegen vorbei an Informationstafeln zu Insekten und Tieren, Wildpflanzen und Pflanzenkläranlagen. Besonders beliebt ist die Unterwasser-Beobachtungsstation.

Furth ist ein lebenswerter und liebenswerter Ort, in dem sich in letzter Zeit extrem viel getan, bewegt und verändert hat. Man denke nur an die Landesgartenschau, die einen Monat vor ihrem Ende am 5. Oktober 2025 bereits mehr als 300 000 Menschen angelockt hat. Die grenznahe Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tschechien ist überdies ein bedeutsamer Anlaufpunkt bzw. Ausgangspunkt für Radtouren in alle Himmelsrichtungen. Internationale Fernradwege wie der Radfernweg München-Regensburg-Prag und der Iron Curtain Trail (EuroVelo Route EV13) sowie grenzüberschreitende regionale Rundtouren tangieren die Stadt, was Furth im Wald zu einer beachtlichen Drehscheibe für den Radtourismus macht.
Anschluss-Routen
- Grenzüberschreitende Rundtour # 2014: Furth im Wald → Drachensee → Gaishof → Schachten → Grenzübergang Großaign/Vseruby → Domazlize (Taus) - 1000 jährige Grenz- und "Hauptstadt" des Chodenlandes → ?eská Kubice (Böhmisch Kubitzen) → Grenzübergang Schafberg → Furth im Wald (59 km /1.153 hm)
- TRANS BAYERWALD SÜD (Etappe 1) Richtung Rötz
- TRANS BAYERWALD NORD (Etappe 7) Richtung Lam
Further Drachenstich
Deutschlands ältestes Volksschauspiel „Der Further Drachenstich“ trägt zur Popularität der Urlaubsregion Hohenbogenwinkel weit über die bayerischen Grenzen bei. Beeindruckend präsentiert sich das über 500 Jahre alte Festspiel "Drachenstich" inmitten der Stadt. Das historische Festspiel findet jährlich vom 1. Sonntag bis zum 3. Sonntag im August mit pompösem Festzug und "Ritter-Spektakel" statt und zieht zehntausende Besucher an.
![]() |
| © Stadt Furth im Wald |
Der Further Drache beeindruckt mit gigantischen Ausmaßen: 5 Meter hoch, 16 Meter lang – und spektakulär in Szene gesetzt. Mit realistischen Bewegungsabläufen, ausdrucksstarker Gesichtsmimik und meterlangen Feuerstößen aus seinem Rachen wird der Drache lebendig. Entwickelt wurde diese technische Sensation in Zusammenarbeit von Hollywood-Spezialisten, Raumfahrttechnikern, führenden deutschen Robotikunternehmen und regionalen Partnern.
![]() |
| © Stadt Furth im Wald |
Am 22. Mai 2025 öffnete die Drachenhöhle ihre Tore in neuem Glanz, die den Further Drachen – Hauptdarsteller des „Drachenstichs“, des ältesten Volksschauspiels in Deutschland - beherbergt. Der größte vierbeinige Schreitroboter der Welt schaffte es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.
Jedes Jahr erwacht ab dem ersten Sonntag im August vor dem historischen Hintergrund der Hussitenkriege eine uralte Legende zum Leben: Die Legende vom Drachen und vom ältesten Mythos der Menschheit - dem Kampf des Guten gegen das Böse!
Das nächste Drachenstich-Volksschauspiel findet am 31.07. - 16.08. 2026 statt.
![]() |
| © Stadt Furth im Wald |
Deutschlands ältestes Volksschauspiel genießt eine enorme Popularität. Beeindruckend präsentiert sich das über 500 Jahre alte Festspiel "Drachenstich" jährlich vom ersten Sonntag bis zum dritten Sonntag im August mit pompösem Festzug und "Ritter-Spektakel" und zieht zehntausende Besucher in seinen Bann.
![]() |
| © Stadt Furth im Wald |
Überdachte Park-Arena in Furth im Wald, in der regelmäßige Vorführungen stattfinden (Dauer ca. 45 Minuten).
![]() |
| © Stadt Furth im Wald |
Gleichzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau am 22. Mai 2025 (laut LGS-Pressemitteilung strönten bis zum 5. Oktober 401.465 Besucher in die Stadt) feierte die neu erbaute Parkarena - ein architektonisches Highlight aus regionalem Fichten- und Tannenholz - ihre großartige Premiere.
Radwegewechsel / Schnittstelle Landesgrenze (KM 264)
Der Chambtal-Radweg und der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« verzweigen sich nach der letztmaligen Flussüberquerung am Stadtrand von Furth im Wald (Chamtal-Radweg rechts in die Jörg-Pfeil-Sraße). Der Fernradweg verläuft auf der Wutzmühlstraße geradeaus weiter und führt über die Bahnhofstraße zum höher gelegenen Grenzübergang Hochstraße nahe Ovcí vrch.
Fortsetzung zur Landesgrenze
Vom Further Bahnhof bis zum bayerisch-böhmischen Grenzübergang Hochstraße nahe Ovcí vrch sind es 4 km (131 hm). Nach letztmaliger Überquerung des Chamb folgt man der Wutzmühlstraße → Freudensprungstraße → Bahnhofstraße (rechts) → Kreuzkirchstraße (links, identisch mit Iron Curtain Trail bis kurz hinter der Landesgrenze) → Hochstraße. Der Grenzübergang Hochstraße (KM 264) - nur für Wanderer und Radfahrer zugelassen - liegt in unmittelbarer Nähe des 557 Meter hohen Schafberg. Ab Furth im Wald (KM 259) wird das Streckenprofil spürbar bergiger das sich nach der Landesgrenze (KM 269) noch 6 km - verteilt auf 2 Anstiege - fortsetzt. Der berigige Teilabschnitt summiert sich innerhalb der 10 km langen Hügelstrecke auf 300 Höhenmeter.
Zwischenbilanz: rückblickend wurden auf dem bayerischen Streckenabschnitt 264 km abgespult und dabei 2.826 hm überwunden.
Kontaktdaten 
Landratsamt Cham
Rachelstr. 6
93413 Cham
Tel. 09971 - 78 - 430
mail: touristik@lra.landkreis-cham.de
Tourist-Info Cham
Kirchplatz 1
93413 Cham
Tel.: 09971 - 85 79 - 410
mail: tourist@cham.de
web: www.cham.de
Tourist-Info
Kirchgasse 10
93473 Arnschwang
Telefon: 09977 - 940 00
mail: poststelle@arnschwang.de
web: www.arnschwang.de
Tourist Info
Schlossplatz 1
93437 Furth im Wald
Tel. 09973 - 50 980
mail: tourist@furth.de
web: www.furth.de










