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zu den
Informationen

Streckenabschnitt Donau-Radweg

            

                                                                                 

Streckenverlauf Donau-Radweg (61 km): Bad Gögging (KM 104) → Weltenburg (KM 119) → Kelheim (KM 125) → Bad Abbach (KM 143) → Regensburg (KM 165)

Kumulierter Höhenunterschied (bergauf/bergab): ↑ 778  hm ↓ 797 TM

Der internationale Donauradweg (EuroVelo 6) zählt zu den populärsten Radfernwege Deutschlands. Die Donau - längster Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas - ist der dritte Flußbegleiter des »Fernradweg München-Regensburg-Prag«. Entlang des Donaulimes - UNSESCO-Welterbe - folgt man den historischen Spuren der Römer.

 Radwegewechsel / Schnittstelle (KM 104)

Vom Kur- und Heilbadeort Bad Gögging - verläuft der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« via Neustädter Straße und Römerstraße auf dem beschilderten Donau-Radweg nach Eining (KM 109), wo erstmals die Donau ins Blickfeld rückt. Der dritte Fluss begleitet den Radfahrer bis in die Welterbestadt Regensburg. Zudem wandelt man auf den Spuren der Römer (Donaulimes - seit 2021 UNSESCO-Welterbe). 

Attraktionen & Sehenswertes entlang des Donau-Radwegs

• Eining - Römerkastell Abusina (1.-5. Jh. n. Chr.)

• Donaulimes - UNSESCO-Welterbe

• Kloster Weltenburg, Asamkirche

• Naturschauspiel Weltenburger Enge (Donaudurchbruch) 

• Kelheim
- Befreiungshalle
- Schleiferturm
- Neues Rathaus 
- Ludwigplatz
- Michaelskirche (1393)
- Franziskaner Kirche 
- Franziskaner Kloster (Einsiedelei)
- Mittertor (14. Jh), Donautor (13. Jh), Altmühltor (13. Jh)
- Herzogskasten (15. Jh)
- archäologisches Museum, Orgelmuseum

Kultur & Geschichte

Malerische Flussschleifen, emporragende Kalkfelsen des Bayerischen Jura (Frankenjura), unberührte Auenlandschaften sowie beschauliche Landstriche kennzeichnen den Streckenabschnitt entlang der Abens und der Donau. Klöster, Burgen und Schlösser reihen sich an seinen Ufern. Prunkvoller Barock, beeindruckende Sakralbauten und mittelalterliche Altstädte machen die Etappe entlang der Donau zu einem besonderen Erlebnis. Das einzigartige Naturschauspiel des gewaltigen Donaudurchbruchs (Niederbayern) - eine ca. 6 Kilometer lange Engstelle des Donautals zwischen dem Kloster Weltenburg und Kelheim - sowie das Kloster und die Asamkirche sind ein Höhepunkt auf dieser Etappe. Kulturhistorisch wird der Streckenabschnitt zwischen Eining (OT von Neustadt a.d. Donau) und Regensburg aber von einem Thema dominiert: der Römerzeit, bei der  die Donau fast ein halbes Jahrtausend lang die natürliche Grenze (nasser Limes) des römischen Reiches bildete und dessen sog. Donaulimes am 30.07.2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. So markiert das Römerkastell Abusina den geographischen Schnittpunkt des Raetischen Limes und dem Donaulimes, das einen weiteren Höhepunkt kennzeichnet. Der Limes war ursprünglich eine Grenzlinie - deren militärische Grenzsicherungssysteme aus Gräben, Wällen, Palisaden, Wachtürmen und Kastellen  (1. bis 6. Jhrd. n. Chr.) - einschließlich natürliche Flussgrenzen - das Imperium Romanum vor feindlichen Übergriffen schützen sollte. 

   Donau-Radweg 

In Deutschland ist der Donau-Radweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, deren eingehängtes Zusatzschild (sog. Einschubplakette) an den Hauptwegweisern den Routenverlauf zwischen Donaueschingen und der Landesgrenze Österreich beim Kraftwerk Jochenstein kennzeichnet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau 589 km bzw. bis zur Landesgrenze Österreich beim Kraftwerk Jochenstein 613 km, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.  

Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute glänzt mit anhaltend hohen Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen (seit Jahren in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland platziert).

Der Donau-Radweg ist auch teil der EuroVelo 6. 

 

Die Atlantik-Schwarzes Meer Route - EuroVelo 6 - verläuft von der französischen Atlantikküste ans Schwarze Meer (Rumänien): Nantes - (F) – Tour (F) – Orleans (F) – Besancon (F) – Mulhouse (F) – Basel (CH) – Bad-Säckingen - Waldshut-Tiengen – Schaffhausen - Singen – Tuttlingen – Sigmaringen - Ulm – Günzburg –Donauwörth – Ingolstadt - Regensburg – Straubing – Deggendorf - Passau –Jochenstein – Linz (A) – Wien (A) – Bratislava (SK) – Budapest (H) – Ossijek(HR) – Belgrad (SRB) – Bucarest (RO) – Constanta (RO).

Die Streckenlänge der EuroVelo 6 beträgt rund 4.450 km, wovon der Donau-Radweg - beginnend ab Tuttlingen bei KM 35 - mit rund 3.100 Kilometer (Deutschland 578 km) den Löwenanteil einnimmt.

Streckenbeschreibung

Ortsauswärts führt ein Radweg - bezeichnenderweise parallel zur Römerstraße - von Bad Gögging nach Sittling (1.4 km), wo im Dorf links zur herrlichen Auenlandschaft der Abens abgebogen wird. Obwohl der Abens-Radweg bereits in Bad-Gögging endet, ist das Déjà-vu mit der Abens noch nicht ganz vorbei, denn ein idyillischer Verbindungsweg führt naturnah - direkt neben dem Flüsschen - ziemlich geradlinig nach Eining. In dem traditionsreichen Fährort taucht erstmals die Donau ins Blickfeld, wo die Abens in Sichtweite in den Strom mündet. 

Die Strecke führt auf einem erhöhten Dammweg entlang der Abens, dessen naturbelassene Auenlandschaft Radlerherzen höher schlagen lässt. Ein wahrer Schmaus für die Sinne, die der Fahrfreude in die Hände spielt.  

Auf den letzten Kilometern der Abens entlang genießt man die Ruhe und Abgeschiedenheit in der unberührten, saftigen Ufer- und Wiesenlandschaft. Fernab von Hektik oder störenden Verkehrsgeräuschen macht Radwandern hier noch so richtig Spaß.

Foto: nur wenige hundert Meter vor Eining erspäht man einen tollen Blick auf den Mündungsbereich der Abens in die Donau, wo sich am gegenüberliegenden Flussufer der Hienheimer Kirchturm empor reckt. Beide Pfarrdörfer (Gemeindeteil von Neustadt a.d. Donau) liegen von Angesicht zu Angesicht am rechten und linken Donauufer. Wanderern und Radfahrern steht für den Uferwechsel eine Gierseilfähre zur Verfügung, während Autofahrer hingegen einen weiten Umweg in Kauf nehmen müssen. Hier bei Flusskilometer ≈ 2.427 befindet man sich historisch gesehen an der Schnittstelle der römischen Grenzbefestigung, die den nahtlosen Übergang des Obergermanisch-Raetischen Limes zum Donaulimes markierte und zu jener Zeit von rund 500 Fußsoldaten im Kohortenkastell Abusina bewacht wurde. 

Donaulimes-Start in Eining (OT Neustadt a.d. Donau) 

Der Eininger Biergarten - idyllisch am Donauufer neben der Fähranlegestelle gelegen - ist für Naherholer, Ausflugsgäste, Regio- und Fernstrecken- Radler ein vielgepriesener Freizeit-Treffpunkt. Gemütlich rasten und gediegen seine geleerten Energiespeicher nachtanken damit die Beine danach genau das tun was erwartet wird, nämlich wieder kraftvoll die Kurbel schwingen. Die Stelle ist ein wahrer "Radler-Hot-Spot", denn hier treffen nicht weniger als acht (Fern-) Radwege zusammen. Für jene Radler, die ans Hienheimer Ufer übersetzen möchten (z.B. zur Besichtigung der nahegegelenen Hadriansäule/Limesturm), erweist sich der Blickkontakt zur Fähre vom Biergartentisch aus als echter Glücksfall, weil das zeitliche Abpassen unnötige Wartezeiten verringert.

Eining ist seit der Gebietsreform 1972 ein Ortsteil der Stadt Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim in Niederbayern. Das Dorf gehört zur Hallertau und liegt auf einer steilen Uferkante, unterhalb derer das mäandernde Flüsschen Abens in die Donau mündet. Das weite Donautal verengt sich flussabwärts zusehenst, bei der sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende ins Juragestein gefräst hat. 

Bei Sturm, Hoch- Niedrigwasser oder Starkregen ist der Fährbetrieb eingestellt (Mittagspause beachten). Zur Winterpause ist die Fähre vom 3. Oktober bis 1. April außer Betrieb!

Foto: Der Schilderbaum verrät nur ansatzweise, welch mannigfache Tourenvielfalt am Radwegeknotenpunkt in Eining besteht, wo das fast ausschließlich land- und forstwirtschaftlich geprägte Dorf gerade mal 250 Einwohner zählt. Abgesehen davon, dass sich das überschwängliche Routenangebot auch noch beliebig zu individuellen (Rund-) Touren kombinieren lässt. Selbst die bundesweit bekannte Deutsche Limes-Straße quert den Ort. Deshalb gehts hier im Biergarten bzw. an der Fähranlegestelle meistens zu wie in einem Taubenschlag. Ständiges Kommen und Gehen zeigt auch, wie beliebt Radfahren/Radwandern in den letzten Jahren geworden ist. Statistisch gesehen hat sich die Freizeitaktivität in Deutschland sogar zum Volkssportart Nr. 1 - entwickelt, also jene Sportart die die Menschen am häufigsten aktiv betreiben. 

Kaum verwunderlich, wenn an einem hoch frequentierten Radwege-Verkehrsknotenpunkt - der zusätzlich noch eine Fährverbindung und einen beliebten Biergarten verfügt - zuhauf Radfahrer tummeln sowie einem buntgemischte Radtouristikgruppen aus nah und fern begegnen. Immerhin tangieren sich an diesem Velo-Drehkreuz nicht weniger als acht Radwege unterschiedlichster Kategorien, die mitunter deckungsgleiche Streckenabschnitte aufweisen:

Fernradwege und regionale (Rund-) Touren

  • Donau-Radweg (Deutscher Streckenteil 615 km)
  • Fernradweg München-Regensburg-Prag (465 km)
  • Landgenuss in Niederbayern (244 km)
  • Herzstück-Tour (120 km)
  • Altmühl-Donau-Tour (50 km)

Themenradwege, die zu einer spannenden Zeitreise in die Epoche der Römer einladen

  • Deutscher-Limes-Radweg (1.227 km) - Deutschlands längster Radweg 
  • Via Danubia (235 km) - Startpunkt Bad Gögging (Sittling) 
  • Via Raetica (183 km)

 Wenn man schon mal in Eining Station macht, der sollte sich zwei (Touristen-) Attraktionen in nächster Nähe keinesfalls entgehen lassen, denn vom gegenüberliegenden Donauufer aus gelangt man binnen 15 Minuten zur sog. "Hadriansäule" und einem rekonstruierten Limes-Wachturm. Einfach mit der Gierseilfähre übersetzen, und nach Hienheim radeln (1 km). Dort auf der Kelheimer Straße nach 2.5 km beim Parkplatz (Hadriansäule) abermals links abzweigen und einen Schotterweg sanft bergan 300 m weiter radeln, schon haben sie ihr Ziel erreicht. 

 "Hadriansäule" - Rekonstruierter Limeswachturm

Bei Hienheim auf der Nordseite der Donau traf der Obergermanisch-Raetische Limes auf die Donau, dessen Schuttwall, der ursprünglich ca. 3 m hohen Limesmauer („Teufelsmauer“) heute noch an manchen Stellen erkennbar ist. 

Zur Markierung des hier beginnenden Raetischen (Land-) Limes unweit der Donau gelegen, wurde an der Straße Hienheim-Kelheim der als „Hadrianssäule“ bezeichnete Gedenkstein errichtet. Publius Aelius Hadrianus (*76 n. Chr., †138 n. Chr.) war der vierzehnte römische Kaiser. Hadrian war ebenso wie sein Großonkel und kaiserlicher Vorgänger Trajan in Hispanien (heutiges Spanien) beheimatet.  

Auf der Inschrift, der im 19. Jahrhundert errichteten Säule steht zur Erinnerung an den Limes geschrieben:

Hier am linken Donauufer beginnt der von den römischen Kaisern Trajan, Hadrian und Probus in den Jahren 117 bis 282 n.Chr. gegen die Teutschen angelegte bis an den Rhein laufende Wall auch Teufelsmauer genannt.“

Wenngleich die Inschrift heute wissenschaftlich zum Teil überholt ist, erinnert die Steinsäule an den ehemaligen Grenzeverlauf des Römerreiches. Hadrian (* 24. Januar 76, † 10. Juli 138 n.Chr.) - der den Hadrianswall (gehört zur Grenzbefestigung des britannischen Limes, der heutigen Grenze zwischen Schottland und England) und das Pantheon (ein zur Kirche umgeweihtes antikes Bauwerk in Rom) errichten/fertigstellen ließ - trat als kaiserliche Lichtgestalt mit einer Vielzahl von Bauwerken während seiner Herrschaftszeit in Erscheinung. Dazu gehört auch, dass er den obergermanischen Limes mit Gräben, Palisaden und Schutzwällen verstärken ließ. Die Imperatoren Trajan und Hadrian führten das Weltreich damals zu seiner größten Blüte. Bezeichnenderweise waren es die Römer, die den Begriff „Imperium" (leitet sich von dem lateinischen  Verb „imperare" ab, was so viel wie  „herrschen", „befehlen“ oder „gebieten“ bedeutet) erstmals verwendeten. 

Eisenstelen säumen den Wegesrand zum Limes-Wachturm, was beim Radfahrer auf dem Schotterweg zweifelsohne für gesteigerte Spannung sorgt, bis endlich der Limes-Wachturm ins Blickfeld rückt.

300 Meter westlich von der Hadriansäule entfernt, wurde der rekonstruierte Holzturm errichtet, der etwas abseits der nachgewiesenen Turmstelle Wp. 15/45 errichtet wurde. 500 Meter in östlicher Richtung sind die Konturen des Limes an der Donau in einem Feldrain heute noch sichtbar.

Natürlich ist der Limes-Wachturm - wie alle rekonstruierten Bauwerke - ein Nachbau eines römischen Wachturmes. An derselben Stelle stand zuvor (1975 - 2009) ein Vorgängerbau, der durch Brandstiftung leider vollständig zerstört wurde. 

Der neu errichtete Limes-Wachturm in Stahlskelettbauweise mit Holzverkleidung und modernen "Zeitfenstern" befindet sich in der Nähe des nachgewiesenen Wachtpostens 15/46 nördlich von Hienheim. Dem aufmerksamen Besucher bzw. eingefleischten "Römerfan" entgeht auf der gegenüberliegenden Donauseite die Anhöhe des Weinbergs nicht, von dem eine direkte Sichtverbindung sowohl zum Wachturm WP bei Hienheim als auch zum Auxiliarkastell Abusina bestand und der heute Teil des UNESCO-Welterbes "Grenzen des Römischen Reiches" ist. Schautafeln vermitteln Informationen zur Epoche der Römer und erläutern die Situation an römischen Wachtürmen. Südlich des Turmnachbaus ist ein Limeswall (Höhe ca. 40 - 50 cm) erkennbar, der rund 200 m östlich auf die verbliebenen indirekten Spuren des dortigen römischen Holzturms trifft. 

Für Radfahrer ist die Gierseilfähre ein wahrer Segen, weil sich dadurch unterschiedlichste Touroptionen ergeben. Die Geschichte des Ortes ist eng mit dieser Fährverbindung verflochten, denn nachweislich wird die Überfuhr bereits im Jahr 1270 erwähnt.

  Die Donau

Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakische Republik
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien & Montenegro
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Republik Moldau
  • Ukraine

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise (flussabwärts) wird die Entfernung der Donau von der Mündung ab stromaufwärts bis zu den Quellen in Donaueschingen angegeben. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Distanz zur Mündung nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien, d.h. die Fährstelle befindet sich bei Flusskilometer 2426,8.

Die Flussanteile in den einzelnen Donauländern sind sehr unterschiedlich: während Rumänien mit 1075,00 Flusskilometer den längsten Anteil hat, sind es in der Republik Moldau gerade mal 570 Meter! Deutschland: 655 Stromkilometer (inklusive Breg 45,9 km - der größere Quellfluss im Vgl. zur Brigach („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“).

Römerkastell Abusina

Nur unweit von der Fähranlegestelle entfernt -  vorbei an der Kirche St. Sebastian, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und romanischen Ursprungs ist sowie im 18. Jahrhundert barockisiert wurde - stößt man am südlichen Orsrand von Eining auf ein parkartiges Gelände auf denen noch die Grundmauern des römischen Kastells Abusina zu sehen sind, das bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. besetzt war. Das Römerkastell gilt als Nahtstelle zwischen dem Obergermanisch-Raetischen Limes (Landlimes) und dem Donaulimes (nasser Limes).

Das Kastell - ein römisches Militärlager - war um 80 n. Chr. errichtet worden und beherbergte mehr als 4 Jahrhunderte Belagerungstruppen, da die Donau damals größtenteils die römische Reichsgrenze bildete. Die Kastellanlage ist Bestandteil des zum UNESCO – Weltkulturerbe erhobenen Rätischen Limes und zählt zu einer der wenigen vollständig freigelegten und rekonstruierten Wehranlagen.

Die Lage des Auxiliarskastell Abusina aus der mittleren Kaiserzeit und der Spätantike (1.-5. Jh. n. Chr.) war am Zusammenfluss der Abens und Donau klug gewählt, weil im Gegensatz zum Raetischen Landlimes der Nasse Limes (Donaulimes) keine verstärkten Grenzsicherunganlagen geschweige einen Grenzwall besaß. Auxiliartruppen waren Einheiten der römischen Armee, rekrutiert aus verbündeten Völkern bzw. freie oder stammeszugehörige Bewohner der Grenzprovinzen die kein römisches Bürgerrecht besaßen. Die sogenannten Hilfstruppen (lat. auxiliari = helfen) ergänzten die Infanterie der Legionstruppen. Sie stellten laut Geschichtsschreiber und römischen Senator Tacitus (* um 58 n. Chr.; † um 120) etwa die Hälfte der regulären römischen Streitkräfte (rund 150.000 Soldaten). Deren Offiziere (meist abkommandierte Legionsoffiziere) stiegen bei Versetzung in eine Auxiliareinheit jeweils um eine Rangstufe höher auf. (Hilfs-) Soldaten erhielten zwar weniger Sold als die Legionäre (römische Bürger) doch dafür stand das begehrte römische Bürgerrecht in Aussicht, das sie bei ehrenhafter Entlassung nach der regulären Dienstzeit von 25 Jahren zumeist zugesprochen bekamen welches, auch für dessen Nachkommen galt.

Das Kastell Abusina befindet sich 500 Meter außerhalb der Ortschaft Eining neben der Abusinastraße die nach Bad Gögging führt. In römischer Zeit befand sich hier ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Sichtbare Mauerzüge spiegeln verschiedene Bauphasen dieses historischen Areals wider. Die Kastellanlage wurde offenbar mit Räumung des Limes im 3. nachchristlichen Jahrhundert nicht aufgelassen, sondern Teil des spätantiken Limes, der bis in das 5. Jh. hinein durch die Donau gebildet wurde. 

Foto: wissbegierige Tandem-Radler aus Baden Württemberg, die mit großem Interesse die Kastellanlage Abusina bestaunten. Gerade Ausgrabungsorte machen das Erbe der Römer sichtbar, greifbar und lebendig. Auf Schritt und Tritt wandelt man hier auf den Spuren des römischen Weltreiches, deren Herrschaft fast sechs Jahrhunderte andauerte. Auch diese Ausgrabungsstätte - wie so viele andere auch die der DLR auf seiner langen Wegstrecke passiert - ist für jeden Römerfan ein mega Highlight!

Das Kastell Abusina liegt abseits des »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und Donau-Radweg, während der Deutsche Limes Radweg die Anlage direkt passiert. Zum Römerkastell braucht man nur die Abusinastraße - anstatt links der Originalroute folgend - Richtung Sittling 400 Meter ortsauswärts radeln (siehe Bild unten).

Die Beschilderung an der Straßengabelung (Abusinastraße) weist auf den Linksabzweig nach Kelheim hin. Der entlang der Pfarrer-Krottenthaler-Straße parallel verlaufende Radweg führt nach 2 km zu einem weiteren Linksabzweig, an deren Kreuzung der Limes-Radweg hinzu stösst und gemeinsam mit dem Donau-Radweg nach Weltenburg verläuft. Abseits der Donau wird eine unasphaltierte Waldpassage durchfahren, worauf sich eine Nebenstraße nach Staubing anschließt. Kurz vor Weltenburg rückt die Donau wieder ins Blickfeld. 

Zwei Kilometer nach Eining treffen an der Kreuzung (links Richtung Staubing) der Limes-Radweg, Donau-Radweg und der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« aufeinander und verlaufen gemeinsam nach Weltenburg. Dort verabschiedet sich Limes-Radweg, da er eine Schleife über den Keltenwall nach Kelheim einschlägt, wo sich nach 8 km am Ludwigplatz die Fernradwege wieder vereinigen. 

An der Wegekreuzung bei der Ziegelei stößt der Limes-Radweg auf den »Fernradweg München-Regensburg-Prag« sowie Donau-Radweg hinzu, der von Eining eine 5 km lange Schleife über das Kastell Abusina und Sittling drehte (siehe Einschubplakette der Wegweisung).

 Weltenburg - Richtungsentscheidung

Im Prinzip spricht vieles dafür, in Weltenburg von der Originalroute abzuweichen und den Weg zum Kloster einzuschlagen (links auf die Asamstraße abbiegen), denn die Benediktinerabtei, die Asamkirche und die Klosterwirtschaft mit einem der größten Biergärten in Bayern sind ein populärer Tourismusmagnet. Wegbeschreibung: in Weltenburg (KM 119) an der Kreuzung vor der römisch-katholischen Filialkirche St. Johannes links auf die parallel zur Donau verlaufenden Asamstraße abbiegen und dann 1 km zum Weltenburger Kloster (Sackgasse) radeln. 

Abgesehen von der kulturhistorischen Attraktion bzw. einem Einkehrschwung gibt es einen wirklich triftigen Grund, die Orignailroute zu umfahren, d.h. den 6 km langen beschwerlicheren "Landweg" kurzerhand gegen eine bequeme Schifffahrt einzutauschen. Zum einen erspart die komfortable Flussvariante den "Heckmeck" einer anstrengenden Berg- und Talfahrt nach Kelheim. Umso mehr, wer viel Gepäck transportiert oder ein "Biobike" bewegt. Zum anderen kann man das Naturschauspiel der Weltenburger Enge (Donaudurchbruch) nirgends besser aus nächster Nähe betrachten als vom Schiffsdeck aus. 

Abschalten, Staunen und Entspannen - nach vielen Radkilometern eine ideale Abwechslung, um dem geschundenen Gesäß auch mal eine wohlverdiente Erholungszeit zu vergönnen. Außerdem bekommt man während der Schiffspassage via Lautsprecher nicht nur Wissenswertes über das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge, sondern zudem auch Anekdoten sowie spannende Sagen und Bezeichnungen wie z.B. „Napoleons Koffer”, „Peter und Paul” oder der „Bienenkorb” zu hören. 

"Landweg" nach Kelheim (Originalroute)

Das Foto zeigt die Verzweigungstelle in Weltenburg, wo die Arzbergstraße links von der Pater-Josef-Straße abzweigt.

In Weltenburg folgt man der Originalroute bergwärts auf der Pater-Josef-Straße und zweigt nach 600 m halblinks in die Arzbergstraße ab, worauf sich eine 4 km lange unasphaltierte Waldpassage anschließt, die am Stadtrand von Kelheim in die Alfons Simonius Straße einmündet. Dieser Streckenabschnitt enthält zwar knapp 150 Höhenmeter und 160 Tiefenmeter, führt aber nichtsdestotrotz über herrliche Waldpfade - welche auch von etlichen Wanderwege genutzt werden - nach Kelheim (Distanz bis Kelheimer Ludwigsplatz 6 km).  

Foto: der Forstweg passiert in unmittelbarer Nähe zur Weltenburger Straße den Waldfriedhof Kelheim. Nach der kurzen Lichtung taucht man wieder in den Wald und erreicht auf dem abschüssigen Forstweg wenig später bei der Einmündung in die Alfons-Simonius-Straße den Stadtrand von Kelheim. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht geboten, denn kurz darauf wird links in die viel befahrene Weltenburger Straße abgebogen. Nach Überquerung des Kreisverkehrs wird die Donau auf der Maximiliansbrücke überquert, die an der ersten Ausfahrt rechts zur Innenstadt verlassen wird. Auf Höhe des Donautors (rechts in die Donaustraße abbiegen) gelangt man direkt zum Ludwigsplatz. 

Kloster Weltenburg / Schifffahrt (Tourabweichung)

 Schlagartig verengt sich das bislang breitere Donautal bis auf ihre Flußbreite, wo sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende tief ins Juragestein gefräst hat. Sichtbares Zeichen, dass hier die "Weltenburger Enge" - wohlgemerkt der letzte verbliebene Wildflußabschnitt der Donau in Bayern - ihren Ausgang nimmt. Da beiderseits der Ufer schroffe Felsensteilhänge emporragen, gibt es selbst zu Fuß am Donauufer entlang keine durchgängige Verbindung zwischen Weltenburg und Kelheim. Einzig Wanderwege wie z.B. die „Donauroute“ oder der „Weltenburger Höhenweg“ erlauben eine Begehung, allerdings verlaufen diese oberhalb der Felshänge, wobei die Höhenlage eine herrliche Aussicht auf dieses schützenswerte Kleinod bietet. 

Drum unser Tipp: Entdecken Sie das Naturschauspiel auf die schönste Art & Weise – mit dem Schiff (inkl. Radtransport)!

Foto: gemütliche Einkehr neben der Asamstraße 

 Bei der Zufahrt zum Kloster Weltenburg (Asamstraße) wird eine Gierseilfähre passiert die die Anbindung nach Stausacker verschafft und vom Deutschen Limes-Radweg genutzt wird. Nach der Donauüberquerung verläuft dieser via Klostertalstraße und Klostertal-Weg Richtung Keltenwall durch den Kelheimer Forst zur Kreisstadt Kelheim (7 km / 170 hm). Am Ludwigsplatz vereinigt sich der Deutsche Limes-Radweg wieder mit dem »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und dem Donau-Radweg, bzw. nach der Altmühlüberquerung über die geschwungene Fußgänger- Radbrücke zs. mit dem Fünf-Flüsse-Radweg. Alle vier Fernradwege verlaufen dann nach Regensburg (38 km) auf gemeinsamer Wegetrasse, bevor der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« auf den Regental-Radweg abzweigt. Demnach bieten sich zwischen Weltenburg und Kelheim drei Routenalternativen:

1. Originalstrecke via Pater-Josef-Straße, Arzbergstraße und Waldpassage nach Kelheim 
2. Schiffspassage Weltenburg-Kelheim
3. Limes-Radweg via Keltenwall nach Kelheim

 Gierseilfähre Weltenburg - Stausacker

Bereits im Jahr 1442 führte zwischen Weltenburg und Stausacker eine Seilfähre über die Donau. Damals vergab der Weltenburger Abt Konrad die Überfahrtsrechte - allerdings nur für Fest- und Feiertage, für Wallfahrer und Besucher des Klosters Weltenburg und der Frauenbergkapelle. 1684 wurde die Überfuhr von Abt Johannes erstmals als Erbrecht verliehen. 1956 gründeten die Anliegergemeinden einen Fährverband, um den Fährbetrieb für alle Menschen aufrecht zu erhalten. Heute hingegen gehört die Fähre der Stadt Kelheim weswegen sie demzufolge durch einen Bediensteten der Stadt betrieben wird. 

Das Kloster Weltenburg – eine Benediktinerabtei mit wunderschöner barocker Klosterkirche, die von den Künstlerbrüdern Asam gestaltet wurde – liegt am Beginn des Donaudurchbruchs, der von steilen Jura-Felswänden umsäumt ist. Das Naturschauspiel wurde sogar vom Ministerkomitee des Europarates mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.

Der beliebte Biergarten, wo leckere Schmankerl kredenzt werden, ist für ausgemergelte Radler bekanntermaßen das höchste der Gefühle. Im Innenhof der barocken Klosteranlage befindet sich einer der meistbesuchtesten Biergärten Bayerns, jene Örtlichkeit wo sich sich die heitere und gesellige Bayerische Lebensart am besten widerspiegelt. Immerhin ist die Klosterbrauerei Weltenburg die älteste Klosterbrauerei der Welt, wo seit anno 1050 edler Gerstensaft nach uraltem Braurezept aus benediktinischer Tradition von den Mönchen mit mineralhaltigem Juraquellwasser gebraut wird. Doch Obacht, der Promilllegehalt ist beim preisgekrönten Dunklen bzw. obergärigen Weizen nicht zu unterschätzen. So weist der Weltenburger Asam Bock, benannt nach dem barocken Maler und Baumeister Cosmas Damian Asam, deftige 6.9 % Alkoholgehalt auf. Für Radfahrer dürfte das Dunkle Radler (2.3%) - ein Biermischgetränk aus Bier und Zitronenlimonade - oder das aromatische Hefe-Weißbier Alkoholfrei (0.5%) wohl die vernünftigere Wahl darstellen. Wie gut die Mönche ihr Bierbrauer-Handwerk beherrschen belegen zahlreiche Prämierungen. So wurde das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ mehrmals mit dem „World Beer Cup“ als bestes Dunkelbier der Welt ausgezeichnet.

Panoramablick auf das Kloster Weltenburg und die Donauschlinge.

Eine erholsame Einkehr nach strapaziöser Kurbelleistung ist das i- Tüpfelchen einer jeden Radtour. Erst recht, wenn die Bedienung in stilvoller Tracht prämiertes Klosterbier und heimische Spezialitäten in einem der schönsten Biergärten Bayerns serviert. Der Klosterbesuch - vielleicht verbunden mit einer Brauereibesichtigung und schmackhaften Bierprobe im schattigen Biergarten des Innenhofs der ältesten Klosterbrauerei der Welt - ist definitiv ein unvergesslicher Höhepunkt auf dieser Strecke.

Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716–1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl (1713–1743) erbaute und überschwänglich ausgestaltete Abteikirche zählt zu den bedeutendsten des europäischen Barocks. Zugleich war es die erste Kirche, die die berühmten Asambrüder Cosmas Damian und Egid Quirian erbaut und ausgestaltet hatten. Noch heute sind die Besucher über die Architektur und den beeindruckenden Fresken überwältigt.

Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer. Nach der Aufösung wurde es 1842 durch König Ludwig I. von Bayern wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit 1913 ist Weltenburg wieder Abtei. 

 Beim Donaukiesstrand vor dem Kloster Weltenburg besteht eine weitere Bootsverbindung (hölzerne Zillen) zum Klostertal-Weg (Anbindung Keltenwall / Stausackerer Berg / Deutscher Limes-Radweg) 

 Etwa 400 Meter unterhalb des Klosters befindet sich die Schiffsanlegestelle (Personen/Radtransport). Mit der Schiffspassage werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: einerseits schippert man komfortabel durch die Weltenburger Enge und kann das Naturschauspiel des imposanten Donaudurchbruchs nach Kelheim aus nächster Nähe erleben, zumal es nicht mal zu Fuß möglich ist die unzugängliche Uferpassage zu erkunden. Das Kloster Weltenburg und die Asamkirche, gepaart mit einer geselligen Biergarteneinkehr und anschließenden Schiffspassage durch die Weltenburger Enge ist zweifelsohne ein echtes Highlight. Mehr Infos zum Nationalen Naturmonument „Weltenburger Enge“ bzw. zur Schiffspassage gibt es hier 

Wer sich nach der geselligen Biergarteneinkehr in Weltenburg eine komfortable Schiffspassage durch die Weltenburger Enge gönnt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: erstens erspart man sich einen beschwerlichen Anstieg mit 150 hm, zweitens erlebt man das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge“ zwischen den schroffen Kalkfelsen aus nächster Nähe live, und kann währenddessen relaxt dem Lautsprecher-Vortrag über das Naturschauspiel lauschen. 

Wittelsbacher Stadt Kelheim

Herrlicher Panoramablick über die Kreisstadt Kelheim im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.

 Befreiungshalle

Von der Befreiungshalle genießt man eine herrliche Aussicht über die Stadt Kelheim, das Umland sowie auf den Donaudurchbruch. Allerdings ist die 2.7 km lange Anfahrt von Kelheim über die Hienheimer Straße (zweigt nach 2 km links auf die Befreiungshallestraße ab) mit einem 120 Höhenmeter-Anstieg verbunden. Ab dem Parkplatz auf dem Michelsberg führt ein breiter Gehweg zu dem Baudenkmal.

Die Befreiungshalle wurde im Andenken an die Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815 errichtet. Auftraggeber war König Ludwig I. von Bayern. Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg das spätkeltische Oppidum (befestigte, stadtartig angelegte Siedlung) Alkimoennis (vermutlich eines der größten seiner Art in Europa). Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.) zeugen von einer lang zurück reichenden Geschichte. 

Gleich beim Beginn der Zufahrt zur Befreiungshalle auf dem Michelsberg - der die Donau um 126 Meter überragt - befindet sich nach einer Wirtschaft rechtsseitig eine unscheinbare Waldlichtung, von der man eine grandiose Aussicht auf die Donau hat. 

Wer an der Schiffsanlegestelle in Kelheim ankommt überquert anschließend die Alleestraße und radelt geradeaus durch's Donautor auf der Donaustraße mitten ins Herz der Kreisstadt Kelheim hinein zum Ludwigsplatz. 

Kelheim ist ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt, weswegen Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt gehören. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Kelheim liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs unterhalb des Michelsberges an der Mündung der Altmühl in die Donau. Zahlreiche Cafes und Freisitze verlocken in der Donaustraße bzw. dem Ludwigsplatz zu einer erholsamen Pause.

Bild oben: Schleiferturm (1474–1486) in Kelheim nahe des Hafengeländes. Fälschlicherweise wird er auch als Römerturm bezeichnet da beim Bau Quader verwendet wurden die antiken Steinen ähneln, welche aus dem Bergfried des im Übrigen geschleiften Schlosses der Wittelsbacher stammen. Von der Bahnhofstraße wird links in die Donaustraße eingebogen und das Donautor (13. Jhrd.) durchquert auf dessen Nordseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

In unmittelbarer Nähe zur Schiffsanlegestelle befindet sich das Donautor aus dem 13. Jahrhundert, das auf seiner Nordseite das erste Stadtwappen mit dem Stadttor und den bayerischen Wecken trägt und die Einfahrt in die Altstadt ermöglicht. Ab dem 15. Jahrhundert war das Donautor Sitz der Pflasterzolleinnahme, wo jedes Fuhrwerk für den Zutritt in die Stadt seinen Zoll hier bezahlen hatte. Die zwei steinernden Löwen wurden 1913 angebracht, welche aus dem ehemaligen Wittelsbacher Schloss stammen.

Bild oben: der Ludwigsplatz ist häufig Schauplatz von Festivitäten und Sportveranstaltungen wie beispielsweise das populäre Race24. Selbst die Deutschland-Tour gastierte bereits in Kelheim. 

Die Donaustraße geht ab dem Ludwigplatz nahtlos in die Altmühlstraße über. Kurz darauf wird das Altmühltor (13. Jhrd.) durchquert, auf dessen Südseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

Am Ende der Altmühlstraße befindet sich das Altmühltor, welches wie das Donautor Mitte des 13. Jh. errichtet wurde. Auf dessen Südseite ist das Kelheimer Stadtwappen abgebildet, wie es im Zeitraum von 1410 bis 1809 verwendet wurde. In seiner unteren Hälfte trägt das Wappen Rebenzweige mit blauen Weintrauben, da Kelheim im Spätmittelalter als eines der wichtigsten Anbaugebiete des Baierweins galt, bevor der Anbau aufgrund des Dreißigjährigen Krieges zum Erliegen kam.

 Direkt vor der Auffahrt zur Rad- und Fußgängerbrücke zeigt ein Wegweisungsschild zahlreiche Radwegeverbindungen an. Donau-RadwegDeutscher Limes-RadwegFünf-Flüsse-Radweg und der Fernradweg München-Regensburg-Prag teilen sich zwischen Kelheim und Regensburg dieselbe Wegstrecke (38 km).

Die Rad- und Fußgängerbrücke in Kelheim verbindet zahlreiche Radwege miteinander. 

Von der Fußgänger- und Radlerbrücke ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg sowie die Altmühl gut zu sehen. Anfangs radelt man auf einem Flussdamm entlang des Altmühlkanals. 

Der Main-Donau-Kanal bildet seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer.

Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Auf dem Main–Donau–Kanal verkehren Passagierschiffe zur Drei-Burgen Stadt Riedenburg. 

Im Bild der Main-Donau-Kanal der seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer bildet.

Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Bild oben: Main–Donau–Kanal auf dem Passagierschiffe zur 3-Burgen Stadt Riedenburg verkehren (Radtransport möglich). Zwischen der mittelalterlichen Stadt Berching und dem Markt Beilngries verkehrt das Schiff MS „Walhalla“. 

Nach der Kanalüberquerung wird für kurze Zeit entlang der Altmühl geradelt und Kurs auf das Etappen-Endziel Regensburg genommen. 

Man muss wirklich hoch konzentriert sein und schon sehr genau hinsehen, um kurz vor Kelheimwinzer den Mündungspunkt der Altmühl in die Donau nicht zu übersehen. Dem Zufall sei Dank: obiger Schnappschuß konnte just jenen Augenblick einfangen, als zufällig ein Passagierschiff auf der Donau ins Bild fuhr. Zur Erläuterung: die Donau ist erst ab dem Kelheimer Hafen Richtung Regensburg schiffbar - flussaufwärts nach Weltenburg bedarf es hingegen eine Sondergenehmigung. Bis zur nächsten Donauüberquerung in Poikam wird linksseitig der Donau geradelt.

Besonders an Schönwetter-Wochenenden bzw. in den Sommerschulferien herrscht auf dem Donau-Radweg - respektive Deutscher Limes Radweg - reger Radausflugsverkehr.

Entlang der Donau-Auen sind am gegenüberliegenden Ufer wuchtige Felsformationen zu sehen.Die Donau - umsäumt von mondänen Jurafelsen - bietet eine herrliche Landschaftskulisse. Rückblick: Die Donau zählt zu den ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren aller Art die meist noch mit Flößen auf dem Fluss transportiert wurden. Die Schifffahrt reicht sogar bis in die Römerzeit zurück.

Vom fein geschotterten Kiesweg mündet man in die Straße nach Kapflberg ein. Der Ortsname Kapfelberg leitet sich von "herausragender Berg" ab, da die pittoreske Lage - auf einer Anhöhe über der Donau im Mittelalter ideale Voraussetzungen zur Anlage einer Befestigung bot. 

Die Geschichte des Ortes Kapfelberg ist untrennbar mit dem Abbau von Steinen, der bis zur Römerzeit zurück reicht verbunden. Aus dem sogeanannten „Römerbruch“ wurden seit dem 1. / 2. Jahrhundert n. Chr. bis 1831 sowohl Kalk- als auch Grünsandstein-Hausteine aus dem Boden gefördert. Der „Kapfelberger Stein“ wurde auf dem Wasserweg nach Regensburg zum Bau des Römerlagers Castra Regina, sowie zum Bau der Steinernen Brücke in der Zeit von 1135 bis 1146 und des Doms zu Regensburg sowie weiter nach Passau bzw. Wien zum Bau des Stephansdoms verwendet.

 Der Fernradweg München-Regensburg-Prag zweigt in Poikam gemeinsam mit dem Donau-Radweg und dem Deutschen Limes-Radweg rechts ab und führt danach über das Donauwehr weiter nach Bad Abbach. 

Bad Abbach

Die Marktgemeinde und Kurort Bad Abbach im Landkreis Kelhheim hat 12.545 Einwohner (31. Dez. 2024). Im Flurstück Ziegelfeld befand sich in der Römerzeit von ca. 180 n. Chr. bis zur Spätantike die Legio III Italica (Militärziegelei). 

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ausgrabungsareal eines römischen Gutshofes (Villa Rustica) mit Herrenhaus, Nebengebäuden und Badeanlage die wohl aus der mittleren römischen Kaiserzeit stammen. Die Grundmauern wurden bei Ausgrabungen in den Achziger Jahren entdeckt.

Am Ortsausgang von Bad Abbach wird die Charbonnières-les-Bains-Brücke passiert, die für Radfahrer eine wichtige Achsenverbindung herstellt. 

Auf der Charbonnières-les-Bains-Brücke, die seit ihrer Erbauung 1988 den Namen der französischen Partnergemeinde von Bad Abbach trägt, genießt man eine schöne Aussicht. So stechen die Wahrzeichen des Kurortes Bad Abbach, die auf dem Schlossberg im neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche St. Nikolaus sowie der aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Heinrichsturm ins Auge.

 Die Römer lassen grüßen, denn die Kaiser-Therme - ein Schwefel-Moorbad samt großzügiger Saunalandschaft - lockt zu einer Entspannungs-Auszeit. Man kann es unseren Vorfahren gleichtun, denn bereits vor 2000 Jahren entdeckten die Kelten und die Römer die heilsame Kraft des Schwefelwassers. 

Möchte man Oberndorf verkehrsfrei umfahren, kann am Ortsbeginn links auf den geschotterten Donaudamm abzweigen. Am Ortsende von Oberndorf setzt sich der Radweg nach Matting fort.

Herzlich Willkommen in der »Ferienregion Regensburger Land« 

Kurz nach Oberndorf wird sowohl die Landkreisgrenze zwischen Kelheim und Regensburg als auch die Bezirksgrenze Niederbayern / Oberpfalz überschritten (KM 147).  

Foto: Kurz hinter Oberndorf (KM 147) setzt sich linksseitig der Straße ein verkehrsfreier Radweg nach Matting fort. Am oberen rechten Bildrand ist das Landkreisschild Regensburg zu sehen. Die Stelle markiert den geographischen Schnittpunkt der Landkreisgrenze Kelheim / Regensburg als auch die Bezirksgrenze von Niederbayern und der Oberpfalz. 

In Matting gibt es einen feinsandigen Donaustrand.

Matting steht bei Genuss- und Familienradler aus der Peripherie von Regensburg ganz hoch im Kurs. Zum einen weil die Strecke entlang der Donau flach ist, zum anderen säumen Traditionsbiergärten den Wegesrand. Dazu ermöglicht die Gierseilfähre einen Uferwechsel,  wo ein Schotterweg nach Sinzing bzw. via Sinzinger Eisenbahnbrücke wieder auf den Donau-Radweg führt.

Ab der Donaufähre-Anlegestelle radelt man einige hundert Meter auf der Dorftraße "An der Donau". Auch wenn so gut wie kein Autoverkehr herrscht ist dennoch Vorsicht geboten. 

Im Regensburger Ortsteil Prüfening wird die Sinzinger Eisenbahnbrücke unterquert. Die vorstädtische Bebauung zeigt die Stadtgrenze von Regensburg an. 

 Abzweigepunkt nach Sinzing zum Startpunkt des Schwarze Laber Radweg (95 km nach Neumarkt i.d.Opf.).

Vorbei an der Fähre Prüfening werden nun großflächige Parkanlagen sowie der Westbadweiher passiert.

Die Vielzahl der Radweg-Hinweiser deutet unverkennbar darauf hin, welch bedeutsame Radwege-Drehscheibe dieser Streckenpunkt unweit der Eisenbahnbrücke Großprüfening vor den Toren Regensburgs wiederspiegelt.

Informationsschautafeln des Radfernweges Via Danubia erinnern an die römische Geschichte und Kultur, deren Zeugnisse unterwegs auf dem Donau-Radweg auftauchen (von lat. via – „Weg“; Danubius – „Donau“, nach der männlichen Flussgottheit Danuvius). Der "Via Danubia-Radweg" (Römerschätze, historische Denkmäler, archäologische Zeugnisse) beginnt im Kurort Bad Gögging und führt über Regensburg (52 km) nach Passau (164 km).

Eine weitere Schautafel informiert über den rund 310 km langen Fünf-Flüsse-Radweg, deren Rundtour den Bayerischen Jura mit den Landkreisen Regensburg, Neumarkt i.d.OPf., Amberg und Schwandorf sowie das Nürnberger Land (Landkreis Feucht) durchquert. Befahren im Uhrzeigersinn verläuft die Route auf derselben Wegstrecke des Donau-Radwegs bis nach Kelheim, von wo er dann gemeinsam mit dem Altmühltal-Radweg Richtung Beilngries weiterführt. In entgegengesetzter Fahrtrichtung gelangt man nach Kallmünz (identischer Wegeverlauf mit dem Naabtal-Radweg).

 Die Eisenbahnbrücke Großprüfening i.V. mit der angrenzenden Naab-Brücke eröffnet vielfältige Tourkombinationen im Umland der Stadt Regensburg. 

Der Donaupark - mitunter auch Westpark genannt - befindet sich im Westenviertel von Regensburg und ist mit 65 Hektar die größte Parkanlage der Stadt. In Folge reihen sich zahlreiche Spielplätze, Skateanlagen, Sportanlagen (zwei Ruder-Clubs, Tennisplätze) und sandige Badebuchten entlang der Donau auf. Überdies säumen mehrere Kunstobjekte diesen Streckenabschnitt. Die Grünanlage ist das größte innerstädtische Naherholungsgebiet Regensburgs.

Der Donau-Radweg fungiert für Ausflügler wie für Fernradler als Ein- oder Ausfallstor zur/von der Domstadt. Ab der Schillerwiese steht eine stark verbreiterte Fahrbahn zur Verfügung was jedoch angesichts der hohen Dichte an dem "Freizeitverkehr" auch nötig ist. 

Im Folgeverlauf wird der Baggersee sowie »das Stadtwerk.Westbad« passiert. Der Regensburger Baggersee nahe der Westheimsiedlung im Westenviertel - mitunter auch Baggerweiher oder Westbadweiher genannt - ist der größte See (Grundwassersee) innerhalb des Stadtgebiets. 

Die Schillerwiese ist eine Parkanlage entlang der Donau im Westenviertel innerhalb des Stadtgebiets von Regensburg. Sie liegt im Donaubogen am nördlichsten Punkt der Donau auf einer Höhe von ca. 335 m ü. NN. und zieht sich über mehre Kilometer hin. Der langgezogene Naherholungsbereich ist bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Radfahrerdichte in diesem Abschnitt.  Einerseits tummeln sich Naherholungssuchende, Freizeitsportler und Ausflügler hier, andererseits dient der Donau-Radweg Fern- Transit- und Tourenradlern sowohl vom Stadtosten als auch von Westen her als ausgeschilderte Hauptachse durch das pulsierende Altstadtherz.

Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml 2015 einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Beide Objekte stehen in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante die  »Ratisbona-Panoramatour« verläuft.

Blickt man ans gegenüberliegende Donauufer, ist die Statue des Heiligen St. Nikolaus zu erkennen, welche beim Ortsteil Winzer an der B 8 die nördlichste Stelle der Donau markiert. Nachdem die Staustufe passiert ist, strebt man direkt der Welterbestadt Regensburg zu.  Die verkehrsfreie Passage endet an der Einmündung in die Holzländestraße (Fahrradstraße). 

Herzlich Willkommen in der zweifachen Welterbestadt Regensburg

Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, gilt Regensburg heute deutschlandweit als am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. Seit 2006 ist Regensburg mit 'Altstadt und Stadtamhof' UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2021 kam mit dem Donaulimes - UNESCO-Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" - ein zweiter renommierter Titel hinzu, was die außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung der Stadt belegt. Tatsächlich können sich nur wenige Städte weltweit gleich mit zwei UNESCO-Welterbetiteln schmücken. 

Regensburg, einziger Legionsstandort der römischen Provinz Raetien mit dem Namen Castra Regina („Lager am Regen“) war einst das Hauptquartier der Legio III Italica. Das Legionslager des größten Garnisonsstandorts in Raetien wurde 179 n. Chr. im Auftrag von Kaiser Marc Aurel errichtet, worauf die Gründung der Stadt basiert. 

Das älteste noch erhalten gebliebene römische Bauwerk Regensburgs ist die Porta Praetoria. Im Bild ist eine nachgebildete Inschrift zu sehen, die sich an der Außenmauer des ehemaligen Nordtors (Unter den Schwibbögen) befindet und auf das Gründungsdatum von Regensburg hinweist. Eine originale Inschrift aus der römischen Zeit, die das Kastell Castra Regina nachweislich bezeugt, stammt indes vom Osttor (Porta principalis dextra) die heute im Historischen Museum ausgestellt ist. Interessante Erkenntnis: die Donaustadt war in antiker Zeit ein Legionslager mit einer angrenzenden Zivilsiedlung. In der Spätantike schrumpfte die Lagerbesatzung, sodass die Zivilbevölkerung hinter schützenden Mauern genügend Platz fand. Es entstand eine befestigte Siedlung, währenddessen die ungeschützte Zivilsiedlung außerhalb den Toren der Stadt unterging. Somit ist das mittelalterliche Regensburg nicht aus der Zivilsiedlung sondern vielmehr aus dem Legionslager hervorgegangen.

Heute zieht die sehenswerte Stadt scharenweise Touristen aus aller Welt in den Bann, was die hohe Übernachtungsquote eindrucksvoll belegt. Demnach verzeichnete Regensburg 2024 mit 1,365 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Die Altstadt - deren Fußgängerzonen für den Radverkehr weitestgehend geöffnet sind - ist von historischen Bauwerken geprägt. Die Altstadt strotzt nur so von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern und wuchtigen Geschlechtertürmen. Dazu die Wahrzeichen der Stadt: der gotische Dom St. Peter und die Steinerne Brücke, die jeden Besucher ins Staunen versetzen mag. Dank der Monumentalbauten sowie ca. 1.000 denkmalgeschützten Gebäuden wurde das Ensemble 'Altstadt Regensburg mit Stadtamhof' am 13. Juli 2006 als Welterbestätte aufgenommen. Auch wenn die Spuren der römerzeitlichen Bebauung zumeist unter der Erde liegen, blieben teils restaurierte Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers sowie das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - der Nachwelt im guten Zustand erhalten. Ein Streifzug durch die 2.000- jährige Geschichte Regensburgs durch verwinkelte und geheimnisvolle Gassen versprüht eine besondere Aura, deren einzigartiger Charme unheimlich anziehend wirkt.

Der verkehrsfreie Radweg endet an der Einmündung in die Holzländestraße, die zwischenzeitlich zur Fahrradstraße umgewidmet wurde.

Der Donau-Radweg verläuft im Stadtbereich von Regensburg teilweise auf Verkehrsstraßen oder straßenbegleitenden Radwegen. Ab Einmündung in die Holzländestraße (Fahrradstraße) und weiter → Am Weinmarkt → Keplerstraße →  Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → Thundorfer Straße → Eiserne Brücke / Wöhrdstraße → Abzweig Proskestraße → (Grieser Steg verkehrsfrei) → Andreasstraße → Protzenweiher Brücke sowie bei der Überquerung der Frankenstraße (Rad- u. Fußgängerampel) erhöhte Vorsicht geboten!

In der Gegenrichtung bei der Einmündung in die Holzländestraße befindet sich ein großer Wegweiser.

Auf der Fahrradstraße darf nebeneinander gefahren werden, ohne dass nachfolgende Auto überholen dürfen. Am Ende der Holzländestraße endet zugleich die Fahrradstraße. Verkehr vom Weißgerbergraben (rechts) bzw. entgegen kommender Abbiegeverkehr" sind vorfahrtsberechtigt. Regensburg gilt gemeinhin als fahrradfreundliche Stadt, weswegen die Anzahl der Fahrradstraßen permanent zunimmt.

Regensburg, das 2 000 Jahre alte, ehemalige „Castra Regina“ - einer der ältesten Städte Deutschlands, und bayerische Hauptstadt des frühen Mittelalters ist heute mit 151.389 Einwohnern (31. Dez. 2024) die viertgrößte Stadt Bayerns und Sitz des Regierungsbezirks Oberpfalz. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die als 8. Weltwunder gefeierte 900 Jahre alte Steinerne Brücke, der gotische Dom St. Peter, und die Porta Praetoria, die einzige noch erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen. Malerisch enge Gassen, schöne Bürgerhäuser, Straßencafes, Brunnen und Plätze sowie Deutschlands höchste Kneipendichte ziehen Menschen aus der ganzen Welt an. Mitten im sehenswerten Altstadtensemble kann man das bunte Treiben auf den historischen Plätzen und italienisches Flair bei Cafe Macciato genießen. Grund genug, einen Ruhetag einzulegen, bevor das pulsierende Leben beim nächsten Etappentag wieder gegen inspirative Naturerlebnisse eingetauscht wird.

 Zur Welterbestadt Regensburg

 Radwegewechsel / Schnittstelle (KM 165)

In Regensburg wird nach 61 km an der Abzweigstelle  Frankenstraße / Donaustaufer Straße der Donau-Radweg verlassen (KM 165). Nur unweit von dort entfernt trifft man im Stadteil Reinhausen auf den Regental-Radweg (vis a vis Gasthaus Auerbräu). Der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« wird fortan vom vierten Fluß - den Regen - bis Cham begleitet (73 km).