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WKT300 - Stimmungsgeladene Langstreckenfahrt zum Brombachsee

Der Spendenmarathon - die 4. WKT300 - ist Geschichte.

21 Teilnehmer setzten sich traditionell am 15.08. um 6 Uhr nach der Begrüßungsansprache von Vorstand Christian Spicker (Biketeam Regensburg), Marc Schwagerus (Koordinator) und die "Stimme Ostbayerns", Armin Wolf (Schirmherr) in Bewegung.  

Dieses Mal gings - wie bisher ab Neutraubling - weiter über Neumarkt i.d.OPf. zum Brombachsee im Fränkischen Seenland und nach der zweiten Verpflegungsstation in Ramsberg via Weißenburg i.Bay. (Mittelfranken) und Eichstätt (Oberbayern) wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Logistik der mobilen V-Stationen - einschließlich einer spontan eingerichteten Getränkestation - klappte wie am Schnürchen.

Foto: im Morgengrauen bei 9 Grad erwartete das Peloton der erste Anstieg des Tages. Mit frischen Beinen zog das Feld zügig den Eilsbrunner Berg hinauf, bevor das Höhenlevel ins Schwarze Labertal hinab wieder auf's ursprüngliche Niveau absank. 

Foto: der mobile Verpflegungsstand-Auf- und Abbau will minutiös geplant sein, denn jede Verzögerung käme einem Fiasko gleich. Lange Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Teilnehmern auf den Versorgungsstellen nicht. Maximal 25 Minuten darf die Auszeit dauern, bevor die Beine wieder brav ihren Job erledigen müssen.

Extreme Hitze von bis zu 34 Grad setzte den Fahrern im zweiten Streckenabschnitt der 302 Kilometer Schleife nachmittags erheblich zu. Dennoch bissen sich 18 Teilnehmer mit eisernem Willen durch, und erreichten um 18.26 Uhr das Ziel am Hotel Gärtnerplatz in Neutraubling, wo es zur Feier des Tages ein üppiges Buffet gab. Danach erhielten alle Teilnehmer das ersehnte WKT300 Finishertrikot, einen gut gefüllten Goodie-Bag sowie einen Startgutschein für die Weltkulttour, die am 13.09. vor den Toren Regensburgs stattfindet. 

Pacemaker - Die kräftigen Lokomotiven im Feld 

Dank unermüdlicher Führungsarbeit der Guides (siehe "hoch die Hände"), die im Wind aufopferungsvoll ackerten, Nachzügler ans Peloton heranführten und mit gleichmäßiger Pace die Belastungsintensität in Grenzen hielt, rollte der Tross geschlossen ins Ziel. Ein Sturz verlief glücklicherweise glimpflich ab, sodass die Fahrt nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden konnte. Vollständigkeitshalber bleibt noch anzumerken: das Stundenmittel (Bewegungszeit) lag bei 30.2 km/h.

Besonderer Dank gilt den drei Vereinen, die freundlicherweise ihr Sportgelände inkl. Bierbänke-, Tische, Strom, Toiletten etc. für die Verpflegungsstationen bereitstellten.

  • SV Höhenberg - Radsport (bei Neumarkt i.d.OPf.)
  • SG Ramsberg / St.Veit (Brombachsee)
  • TSV Kösching Radsport

Ebenso gebührt der Streit + Co Internationale Spedition GmbH als Logistikpartner, Bischofshof, Kreuzerhof, Zweirad Stadler und Innobike für die Unterstützung ein herzliches Dankeschön. 

Nicht zuletzt kann man allen Teilnehmern respektvoll gratulieren, die bei brütender Hitze nicht die Flinte ins Korn geworfen haben und sich mit einer großartigen Hammerleistung selbst ins Finisherglück - sprich in den siebten Himmel - katapultierten. Diesbezüglich bewahrheitet sich ein bekanntes Sprichwort aus der Antike, das der Römer Appius Claudius Caecus im dritten Jahrhundert v.Chr. prägte: „Jeder ist seines Glückes Schmied“, das besagt, dass jeder Mensch selbst für sein eigenes Leben, sein Glück und seinen Erfolg verantwortlich ist.

Chilliger Ausklang - Schmackhaftes Abendbuffet 

Fazit: Tatsächlich funktionierte alles wunderbar und ging reibungslos über die Bühne. Fahrspaß ohne Ende, harmonische Hochstimmung, abwechslungsreiche Strecke, schöne Naturkulisse, keine techn. Defekte und last but not least ein reichhaltiges Verpflegungsangebot. Sportlerherz was willst du mehr? Einmal mehr hat die moderate Belastungsintensität in Zweierreihe gezeigt, wie sehr solche Bedingungen die Kommunikation untereinander fördert. Dank des Veranstaltungsformats liegt es in der Natur der Sache gemeinsam in der Gruppe zu radeln, anstatt sich auf Teufel komm raus gegenseitig zu attackieren. Die einzige Challenge besteht darin, mit unbeugsamer Willensstärke und zähem Durchhaltevermögen die gewaltige Distanz zu bewältigen. Man kann es nicht oft genug wiederholen: das konkurrenzbefreite Format fördert erstaunlich intenisiv das soziale, harmonievolle Miteinander. Anstatt unerbittlich wettzueifern, erhalten schwächelnde Fahrer moralische Unterstützung, was andererseits maßgeblich den Gruppenzusammenhalt festigt. Ein unverwechselsbarer Wesenscharakter, den die WKT300 in herrlicher Art & Weise auszeichnet. Grund genug, vielleicht am 15.08.2027 sein Debüt zu geben.

 Nach der WKT300 ist vor der Welt-Kult-Tour. Da die 19. WKT am 13.09.2026 den Saisonabschluss für Breitensport-Events einläutet bietet sich die Gelegenheit dieses Highlight mitzunehmen, bevor der Rennflitzer winterfest eingemottet wird. WKT300 Teilnehmer erhalten übrigens einen kostenlosen WKT-Startplatz mit freier Streckenwahl!

Foto: ein wichtiger Mann als "Rädchen im Getriebe". Marc Schwagerus koordiniert mit viel Geschick die WKT300.

Nun gilt es den Blick nach vorne zu richten und spannungsgeladen abzuwarten, welche Strecke das Biketeam Regensburg für die Jubiläumsfahrt am 15.08.2027 aus dem Hut zaubern wird. Die Redewendung  "Der frühe Vogel fängt den Wurm“ sollte man ernst nehmen, weil die »WKT300« erfahrungsgemäß rasch ausgebucht ist. Anmeldung voraussichtlich ab 1. Mai (ausgefülltes Formular an rennrad@biketeam-regensburg.de senden), Betreff 'Anmeldung 2027 WKT300'