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4. Etappe Freising - Moosburg - Landshut - Dingolfing
Streckenlänge 71 km
↑ 219 Höhenmeter
↓ 308 Tiefenmeter

Auf der vorletzten Etappe wird das zweite 'Naturschutzgebiet Isarauen' zwischen Hangenham und Moosburg im Landkreis Freising durchquert, das sich auf einer Fläche von mehr als 628 Hektar ausdehnt.

Foto: Mittelalterliche Stadt Landshut (Regierungssitz von Niederbayern) mit dem weltweit höchsten Backsteinkirchturm
Etwas unspektakulärer als das oberbayrische Alpenland aber keineswegs uninteressanter präsentiert sich die steigungsfreie Etappe nach Dingolfing. Idyllisch säumen schier endlose Auwälder das Flussufer. Die Stille der Laubwälder und das Isar-Rauschen wird nur unterbrochen nur von den oberbayerischen „Isarhochburgen“ Freising und Moosburg (älteste Stadt im LK Freising) sowie den niederbayerischen Städten Landshut und Dingolfing. Geprägt von Waldlichtungen im Sichtbereich der Isar, besteht dieser Abschnitt aus einer Mischung von Naturgenuss sowie sehenswerte historische Altstädte. Vom Etappenort Freising bis Moosburg fühlt man sich im langgezogenen Auwald der Isar schon fast der Zivilisation entrückt. Das dichte Blätterdach lässt kaum Sonnenstrahlen durchdringen, was an heißen Sommertagen Wohlfühlatmosphäre verspricht. Das Fließefälle entlockt dem Fluss das beruhigende „Isarrauschen“. Bis Landshut radelt man meist auf unbefestigten, gut befahrbaren Ufer-, Forst-, u. Waldwegen (ca. 85 % unasphaltiert). Die fruchtbaren Ebenen Niederbayerns mit seinen Stauseen und dem mittleren Isarkanal – der nördlich von München bis Erding verläuft - dominieren das Landschaftsgepräge.

Im Sommer 2026 wurde im Zuge einer umfassenden Aufwertung des Isarradwegs ein wunderschöner Rastplatz nahe Marzling/Hangenham eröffnet. Da der Isar-Radweg leider viel zu wenige Sitzgelegenheiten bietet erscheint die Investition mehr als gerechtfertigt zumal es sich auch noch um ein staatliches Förderprojekt handelt. Die Rastanlage befindet sich 6.6 km hinter Freising (nach Überquerung der Erdinger Straße neben der Korbinianbrücke). Die Anlage bietet Radfahrern und Erholungssuchenden eine willkommene Pausenstation, die einer mit Tisch-Bank-Kombination, Relaxliege sowie einer Fahrrad-Servicestation aufgewertet wird. Während die breite Relaxliege zum Entspannen und Verweilen einlädt, bieten zwei Sitzbänke Platz für Brotzeiten.

Die Fahrrad-Servicestation ist mit Werkzeug (Schraubenzieher, Minitool, Maulschlüssel, Rollgabelschlüssel, Reifenheber) und einer funktionstüchtigen Luftpumpe ausgestattet. Dazu bietet die baumfreie Ebene außerhalb des Auenwaldes einen schönen Ausblick in die Umgebung. Im Zuge dessen wurde die Radinfrastruktur rund um Hangenham optimiert, das regionale Knotenpunktsystem auf 75 beschilderte Punkte erweitert und auf rund 40 Kilometern ein neues Beschilderungskonzept – ergänzt durch eine durchgängige Ausweisung von Nah- und Fernzielen - umgesetzt. Perfekte Gelegenheit das ruhige abgeschieden gelegene Kleinod zum Aus- und Entspannen zu nutzen.

Eine übesichtliche Schautafel präsentiert den Streckenverlauf des Isarradwegs im Landkreis Freising und informiert über hiesige Sehenswürdigkeiten sowie das regionale Radwegenetz.

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Kurz vor Niederviehbach wird unbemerkt die Landkreisgrenze zu Dingolfing-Landau überschritten. Das sehenswerte Kloster Niederviehbach lohnt einen kurzen Abstecher.
Bald darauf ist der Ort Loiching erreicht, wo sich unter alten schattigen Linden das wunderschöne barocke Pfarrensemble befindet.
Schnurstraks bewegt man sich auf die Staustufe bei Teisbach zu, wo viele Wasservögel ihren Lebensraum gefunden haben und malerische Boote am Isarufer ankern.
Kaum das Ende des Stausees erreicht, folgt bei Teisbach schon die nächste Staustufe <Dingolfing>. Vom Kraftwerk nach Mamming, entlang der üppigen Hochstaudenflora kommt echten Radlspaß auf. In den Sommermonaten blühen die gelbe Goldrute und der Rainfarn, der silbrigblättrige Beifuß, rotbraune Wasserdorst und der dunkelrot gefärbte Blutweidrich.
Entdecken Sie Dingolfing
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| © Werner Berthold |
Das über 750 Jahre alte und knapp 18.500 Einwohner zählende Dingolfing (KM 232) verspricht als „Isar-Hochburg“ viel Sehenswertes mit kulturhistorischem Hintergrund. Die Isar teilt die Stadt in eine Doppelstadt – in eine historische Altstadt und moderne Neustadt. Im Jahr 833 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt, bezeichnet als Tinguluinga mit einer Kirche und einem Königshof. Um die Pfarrkirche St. Johannes herum liegt der älteste Bereich. Im Jahr 1251 vollzog der bayerische Herzog Otto II. aus dem Haus Wittelsbach die eigentliche Stadtgründung. 1908 begann in Dingolfing die industrielle Produktion von Sämaschinen, ab 1955 nahm der Maschinenbau seinen Aufschwung, indem die Produktion des legendären Goggomobil anlief. 1967 übernahm die BMW AG das Werk und baute Dingolfing zu seinem größten Produktionsstandort mit über 20 000 Beschäftigten aus.
Durch die Ansiedlung einer der größten Automobilwerke Europas avancierte die niederbayerische Kreisstadt Dingolfing zum Industriezentrum Ostbayerns. Nichts desto trotz blieb der liebenswerte Charme der Stadt erhalten, die sich mit gewandelter Entwicklungsstruktur, harmonievoll in die Landschaft und gewachsene Tradition einfügt. Der belebte Marienplatz mit seinen Cafes, Kneipen, Freisitzen und Restaurants lockt viele Touristen und Ausflügler an.
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| © Werner Berthold |
Bewegend wie ihre Geschichte, so ist die Stadt Dingolfing. Aus der mittelalterlichen Stadt ist eine moderne aufstrebende Einkaufsstadt geworden. Von den längst vergangenen Zeiten berichten heute Zeitzeugen aus Mauern und Stein. Dingolfing ist eine Stadt, die Tradition und Moderne aktiv miteinander vereint und niemals ruht. In den letzten Jahren hat sich das Bild der Kreisstadt entscheidend gewandelt. Moderne Architektur gepaart mit aufwendig renovierten historischen Bauten. So entstanden eindrucksvolle Plätze die zum Verweilen einladen und so die Lebensqualität in Dingolfing deutlich erhöhen. Vielfältige kulturelle Angebote wie Ausstellungen, Konzerte, Theater sowie ein großes Angebot an Stadtführungen runden das Angebot ab. Einmal im Monat lädt die Stadt zu einer offenen Führung für jedermann ein. Dabei besteht die Möglichkeit die Stadt Dingolfing näher kennen zu lernen. Bei den monatlichen Führungen werden aktuelle Baustellen ebenso wie historische Gebäude und Orte, die ansonsten verschlossen sind, zugänglich gemacht. Dingolfing ist durch die idyllische Lage direkt neben den Isarauen der perfekte Ausgangspunkt für Radtouren und Wanderungen.
Museum Dingolfing
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| © Ferienland Dingolfing-Landau |
Herzogsburg – Stinkerturm – der Kultflitzer „Goggo“ – BMW, unser Museum hat für jeden Geschmack das Richtige zu bieten, es wird zum Erlebnis für Groß und Klein, Alt und Jung! Im Museum Dingolfing bilden Stadt- und Industriegeschichte eine perfekte Symbiose. Denn kaum eine Stadt in Bayern ist so von der Automobilindustrie geprägt wie Dingolfing. Der Besucher geht auf eine Zeitreise von den Anfängen der Fa. Glas bis hin zu den neuesten Entwicklungen der BMW-Group. Kein Wunder also, dass das Museum mit dem Bayerischen Museumspreis 2009 ausgezeichnet wurde.
Das Dingolfinger direkt am Dingolfinger Isarhang gelegen bietet den idealen Urlaubstag direkt vor der Haustüre. 15.000 qm Liegeweise mit Kinderspielplatz und zahlreichen Attraktionen und der mit Natursteinen und Pergolas gestaltete Isarhang, dessen Terrassen für Liegestühle Platz bieten, vermittelt das Gefühl im Süden zu sein. Ist das Wetter einmal kalt und ungemütlich sorgt der Innenbereich mit dem Wellenbad und der Saunalandschaft für Ferienstimmung.
Die Grundsteinlegung der dreischiffigen Hallenkirche erfolgte 1467. Beachtenswerte Ausstattung: 13 Rundsäulen, Netzgewölbe mit sternförmiger Figuration, zehn Seitenkapellen mit spätgotischen und barocken Fresken, zweigeschossiger Sakristei, überlebensgroßer sog. Kolossaler Herrgott aus dem Jahr 1522 sowie zwei lebensgroße Holzfiguren der beiden Kirchenpatrone seitlich des Hochaltars. Die Kirche zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Spätgotik in Bayern.
Sehenswürdigkeiten
- Storchenturm mit Wehrgang, Wahrzeichen am Rand der Oberstadt
- Herzogsburg mit prächtiger Westfassade (15. Jhrd.)
- Museum Dingolfing
Weitere Sehenswürdigkeiten wie die Hochbrücke, das Wollertor, die vielen kleinen Innenhöfe uvm. bieten für die Gäste und Bewohner ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot.
Ferienland Dingolfing-Landau

Sanfte Hügel, lichte Wälder, saftige Felder, schattige Wege an Flussufern, steile Auffahrten, idyllische Dörfer, ein Netz von über 500 Kilometer ausgeschilderten Touren: Auf den ersten Blick ist das Ferienland Dingolfing-Landau ein Paradies für Radler, egal ob klassische Pedalritter auf dem Drahtesel oder moderne Herumstromer mit dem E-Bike. Erst auf den zweiten Blick zeigt sich: Da ist mehr drin! Rasante Achterbahnfahrten im Bayern-Park, Wasserspaß im Caprima oder am Vilstalsee, einmalige Naturschönheiten wie der „Wachsende Felsen“ oder das „Königsauer Moos“, preisgekrönte Museen und liebevolle Privatsammlungen, anspruchsvolle Golfparcours, lebendiges Brauchtum, Gesundheitscoaches, historische Altstädte und bei allem ist eine Gastronomie auf Sterneniveau mit dabei, die mitten in einem der größten Gemüseanbaugebiete Europas mit saisonalen und gesunden Schmankerln aus dem Vollen der Natur schöpfen kann.



