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»Arber-Radmarathon« - Die Champions-League für Hobby-Radsportler

Das Urgestein des deutschen Breitensport-Klassikers - der »Arber-Radmarathon« - jährt sich am 25./26. Juli 2026 zum 42. Mal. Deutschlands größte Radtouristik-Veranstaltung genießt einen legendären Kultstatus, die vergangenes Jahr mit einer Rekordteilnahme von 5.590 Breitensportlern auftrumpfte. 

Der »Arber-Radmarathon« wird seit 1984 jährlich am letzten Juliwochenende vom Radsportverein Veloclub Ratisbona veranstaltet. Das vielseitige Breitensportevent spricht mit 11 Strecken mehrere Sportdisziplinen an. Kaum mehr vorstellbar, dass das Radel-Event vor 42 Jahren mit einer einzigen Strecke - damals die 225 km lange Große Arberrunde - mit der heftigen Marathondistanz begonnen hatte. Heute richtet sich die Großveranstaltung bewusst an eine breite Zielgruppe – die den Einsatz von Rennrädern, Gravelbikes (seit 2024), Mountainbikes (seit 2000), Trekkingbikes, Tourenrädern, E-Bikes und Kinderfahrrädern erlaubt. Einschließlich des nostalgischen »Retro-Arber«, der als Rahmenprogramm bereits am Samstag stattfindet, umfasst das Tourangebot insgesamt 12 Streckenvarianten. Bis auf vereinzelte Ausnahmen stehen für das Groß der Teilnehmer weniger Wattwerte oder sonstige Leistungsdaten als vielmehr der Landschaftsgenuss, Fahrspaß und das soziale Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt des Interesses. 

»Arber-Radmarathon« makes you happy

Seit nunmehr über vier Jahrzehnte erfreut sich die Traditionsveranstaltung unverändert hoher Beliebheitswerte. Von ihrer magischen Anziehungskraft hat das Jedermann-Event nicht das Geringste eingebüßt. Ganz im Gegenteil, Radsportfans reisen aus nah und fern an und fackeln jedes Jahr auf's Neue ein stimmungsvolles Spektakel ab, das den »Arber-Radmarathon« zu dem macht was er ist: zum mitreißenden und aufsehenerregenden Radsport-Mekka. Fast 5.000 Asphaltflitzer (inkl. Gravel) schwärmten letztes Jahr in die Donauebene bzw. kupierte Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Waldes aus, was den unglaublichen Trend der Wiederentdeckung der Rennräder aufzeigt. Das Rennrad- wie auch das offroadtaugliche Gravel- Segment erlebt seit einiger Zeit einen unvorstellbaren Hype, wobei auch zunehmend Frauen Gefallen am Hobby-Radsport finden. 

"The same procedure as every year" - der »Arber-Radmarathon« wirft seine Schatten voraus. Die Vorbereitungen laufen monatelang auf Hochtouren, damit wieder alles perfekt angerichtet ist und die 42. Ausgabe von Erfolg gekrönt sein wird. 

Die Streckenvielfalt erstreckt sich auf eine Gesamtdistanz von 1.131 Kilometer. Gut 300 Helfer, rund 90 Polizisten, 10 Polizeimotorräder, zwei Notärzte und 40-45 Rettungssanitäter sind im Einsatz, damit alles wie am Schnürchen sicher und geordnet abläuft. Welch prestigeträchtigen Stellenwert das Event in hiesigen Radsportkreisen genießt zeigt sich z.B. darin, wie oft der »Arber« als Saison-Highlight eingestuft wird. Leidenschaft erlischt ja zeitlebens bekanntlich nie, sondern sie wird in emotionalen Momenten jedesmal von Neuem entfacht. Da drängt sich die rhetorische Frage auf: wenn man seine Leidenschaft nicht beim »Arber-Radmarathon« - einer der renommiertesten Radtouristik-Events Deutschlands - ausleben möchte, wann dann? 

Ulrich Mönius, Vorstand vom Veloclub Ratisbona, äußerte bei der Pressekonferenz das Wunschziel, am 26. Juli die 6000er-Schallmauer knacken zu wollen. Ein Wunsch, der allemal unter positiven Vorzeichen steht. Wie sehr Rennradfahren im Trend liegt, spiegelt sich nämlich ein stückweit auch in den gestiegenen Anmeldezahlen für die 42. Ausgabe des Arber-Radmarathon wider. Aktuell deutet alles auf eine neue Rekordbeteiligung hin, dass sich am letzten Juli-Wochenende mehr als 12.000 surrende Laufräder in Bewegung setzen werden. Allerdings wird Petrus ein Wörtchen mitreden, der es bei den letzten zwei Veranstaltungen nicht so gut meinte. Wer weiß, vielleicht stimmen Stoßgebete den göttlichen Beistand gnädig, damit die Schleusen dicht bleiben und ein luftig-leichtes "Kurz-Kurz-Outfit" getragen werden kann.

Jedes Jahr verwandelt sich die Welterbestadt Regensburg am letzten Juli-Wochenende zum Mekka der deutschen Hobby-Radsport-Szene. Dann werden wieder tausende Radfahrer/Biker Richtung Bayerischer (Vor-) Wald ausschwärmen, um auf der Straße, im Gelände oder im Mix ihre Leidenschaft hingebungsvoll auszuleben. Der Run auf die Startplätze deutet jedenfalls darauf hin, dass noch mehr Radsport- und Bikefans als die vergangenen Jahre dabei sein möchten, schließlich spielt der »Arber-Radmarathon« quasi in der breitensportorientierten "Champions-League". Es bleibt spannend, ob der launische Wettergott mitspielen wird. Andererseits war es schon bemerkenswert, dass sich letztes Jahr 500 Nachmelder trotz Schlechtwettervorhersagen nicht beirren ließen und sich eisern zur Teilnahme durchgerungen hatten. Wie dem auch sei, jeder Radfan darf dem Highlight spannungsgeladen entgegenfiebern und sich auf ein berauschendes Radsportfest der Spitzenklasse freuen.

Neuigkeiten

Dass Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen ist an und für sich nichts Neues. Neu hingegen ist, dass sich der Nachwuchs nun - abgesehen von der »Aumovio-Familienrunde« und der »REWAG-Runde« - bei einer weiteren spaßigen Attraktion aktiv entfalten kann. Um Sprösslingen eine reizvolle Abwechslung zu bieten, wird am Dultplatz erstmalig ein mobiler Pumptrack aufgebaut. Zweck der Übung ist, unter Ausnutzung des welligen Längsprofiles durch koordinierte, pumpende Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers permanent Geschwindigkeit aufzubauen ohne dabei zu pedalieren. Mit spielerischem Spaß wird das fahrerische Geschick, Gleichgewicht und Koordinationsverhalten geschult sowie Kurvenfahren geübt, was der allgemeinen Fahrsicherheit zugutekommt. Absolutes Highlight sind organisierte Pumptrack-Rennen, die am Samstag zwischen 12.00-17.00 Uhr in der Alterklasse U7-U11 kostenfrei durchgeführt werden.

1. Arber Kids Cup, Pumptrack Rennen

  • Für Kinder in den Altersklassen U7 U9 U11
  • Ausrüstung: Fahrrad+ Helm,
  • Anmeldung: Online oder vor Ort
  • Keine Startgebühr! 

Natürlich fehlt auch in diesem Jahr die beliebte Fahrradmesse nicht, für die sich noch mehr Aussteller als sonst angekündigt haben. 

Und noch eine Premiere gibt es: Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger wird am 26. Juli erstmals den offiziellen Startschuss für den »Arber-Radmarathon« geben.

Liveübertragung der Tour der France Königsetappe 

Absoluter Knüller: das Publikum kann am Samstag auf dem Dultplatz exklusiv die Königsetappe der Tour de France nach ALPE D'HUEZ auf einer riesigen Videoleinwand live mitverfolgen (fiktiver Start 11:20 Uhr, voraussichtliche Ankunft 16:11 Uhr). Mit dem Col de la Croix de Fer (24 km à 5.2%, 2.067 m), Col du Télégraphe (11.9 km à 7.1%, 1.566 m), Col du Galibier (17.7 km à 6.9%, 2.642 m) und dem Col de Sarenne (12.8 km à 7.3%, 1.999 m) weist die superschwere Etappe drei Anstiege der 'Hors Catégorie' auf.

Am Sonntag wird die Schlussetappe nach PARIS Champs-Élysées übertragen. Wer den slovenischen Champion Tadej Pogacar, seinen dänischen Rivalen Jonas Vingegaard, den französischen Newcomer Paul Seixas und Deutschlands Kometen Florian Lipowitz beim bekanntesten und bedeutendsten Straßenradrennen der Welt zuschauen und dazu das emotionsgeladene Spektakel tausender Zielankünfte der Arber-Radmarathon-Teilnehmer hautnah miterleben möchte, besucht die Großveranstaltung am Regensburger Dultplatz.

Startgebühren

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ab 16. Mai bzw. 16. Juli erfolgen die Preissprünge der gestaffelten Startgebühren. Das Entgelt enthält unter anderem das neue ARM-Radtrikot sowie Verpflegung an der Strecke und im Zielbereich. 

RETRO-Arber  20.00 € (RTF-Sondertarif nicht gültig; Teilnehmerlimit 100, Start Samstag 14.00 Uhr)

Startnummernausgabe

  • Samstag, 25.07.2026 → 12.00 - 17.00 Uhr*
  • Sonntag, 26.07.2026  → 05.00 - 09.00 Uhr*  

*je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start

Nachmeldungen sind wie folgt möglich: vom 16.07.2026 bis zum 22.07.2026 über das Online-Formular, oder persönlich vorort am Dultplatz zu obigen Zeiten.

 First come, first served, d.h. Nachmelder erhalten ein ARM-Trikot nur solange der Vorrat reicht. Aufgrund erheblicher Nachmelderschwankungen besteht keine Gewähr, die begehrte Trophäe in der Wunschgröße zu erhalten. 

Dusch- und Übernachtungsmöglichkeiten werden in der RT-Halle am oberen Wöhrd in der Lieblstraße 28 angeboten. Diese Dreifachhalle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Dultplatz.

Anmeldungen für RTF-Teilnehmer mit Sondertarif von 30,- € sind nur vor Ort am Dultplatz möglich (25.07.2026 und 26.07.2026)

Zur Onlineanmeldung  (Externlink)

Damit alles reibungslos klappt, bedarf es einer ausgeklügelten Organisation und dem problemlosen Zusammenspiel vieler engagierter Beteiligter. Nur so ist es möglich, eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung jedes Jahr auf's Neue in perfekter Qualität auf die Beine zu stellen.

Das Start- Zielgelände befindet sich in verkehrsgünstiger Lage nahe der Autobahnausfahrt Regensburg-Pfaffenstein (A93). Der Regensburger Dultplatz liegt in Sichtweite der Berghänge der Winzerer Höhen und wird landschaftlich idyllisch von einem Flußarm der Donau und dem Europakanal umrahmt. 

Wer dabei ist, radelt so gut wie nie allein

Was macht den »Arber-Radmarathon« eigentlich so speziell? Ganz einfach, dank seiner schieren Größe verspricht er ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis, für das die Radtouristikveranstaltung wie keine andere in Deutschland Pate steht. Emotionale Höhenflüge, Genussmomente, harmonische Geselligkeit, geballte Fahrfreude, sportive Challenge - alles miteinander verquickt mit Sportkameraden zu erleben schweißt zusammen und schürt ein unbandiges Zusammengehörigkeitsgefühl. Als Solist muss wirklich keiner einsam seine Zeit fristen, denn Massenstarts und hohe Teilnehmerquoten halten die Chancen für Gruppenanschluß fortwährend intakt. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Teilnehmer im Vorfeld absprechen, um das Tourerlebnis im trauten Kreise seiner Freunde bzw. Trainingspartner gemeinsam zu genießen. Glühende Radsportleidenschaft bildet den fundamentalen Kitt, der Gleichgesinnte magnetisch miteinander verbindet. Exakt dafür bietet der »Arber-Radmarathon« die perfekte (Natur-) Bühne. Probiert's es, dann spürt's es!

Graveln - Die unendliche Freiheit auf zwei Rädern

Graveln zählt seit Jahren zu den etabliertesten und angesagtesten Disziplinen im aktuellen Radsport. Der vielseitige Einsatzweck der Gravelbikes schürt ein regelrechtes Freiheitsgefühl, weil sich damit völlig neue Wege erschließen lassen, denn Gravel ist überall und nirgendwo. Die Definition des Gravel-Radsports kann sehr umfangreich ausgelegt werden. Letztlich bestimmt es das persönliche Faible, auf welche Art & Weise man seine Erfüllung findet, bei der sich Naturgenuss, Geschicklichkeit, Fahrspaß und Abenteuergefühl zu einer reizvollen Erlebniskomposition vermengt. Erst wenn (schroffes) Gelände das fahrtechnische Limit überfordert bzw. den Einsatzzweck des Bikes übersteigt ist Ende Gelände. Graveln in ruhiger abgeschiedener Lage ist weit mehr als bloßes Radfahren, es ist ein Lebensgefühl das zudem modernen Livestyle versprüht. Soviel steht fest: Gravel-Liebhaber kommen beim »Arber-Radmarathon« voll und ganz auf ihre Kosten. 

Foto: Wiesenabfahrt nach Altenthann, wo sich die Verpflegungsstation für Gravel- und Mountainbiker befindet

Gravelbiketouren sind erst seit letztem bzw. vorletztem Jahr im Programm, doch die Streckennachfrage steigt rasant. Hut ab, welch perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung und Naturerlebnis - bestehend aus knarzendem Schotter-Cruising, ruppigen Wurzelpassagen sowie kaum befahrene Verbindungsstraßen - sinnbildlich aus dem Boden gestampft wurde. Dank herrlicher Naturlandschaft im Bayerischen Vorwald (Ferienregion Regensburg) sowie am Rand des Oberpfälzer Waldes im Landkreis Schwandorf (Tour K) sind die Strecken absolut erste Sahne. Die reizvolle Mixtur von On- und Offroadpassagen enthält exakt jene Beigaben, die der Fahrfreude in die Hände spielen. Bezauberndes Terrain, knackige Uphills, pfeilschnelle Schotter- Wald- und Wiesenabfahrten, schlängelnde Trailrosinen und das Ganze pikant verziert mit wechselnden Bodenbeschaffenheiten - da bleibt kein Auge trocken. 

Reizvolle Familientouren 

Gewöhnlich haftet dem »Arber-Radmarathon« ein radsportliches Image an. Weniger bekannt dagegen ist, dass die größte Radtouristveranstaltung Deutschlands auch für Familien- Freizeit- und Genussradler sowie für ebiker nicht minder vielversprechende Touroptionen im "Köcher" hat. So steht der genussorientierten Zielgruppe neben der reizvollen »Aumovio-Familienrunde« die »REWAG-Runde« - eine vergleichsweise anspruchsvollere Geländevariante durch schier endlose Waldpassagen einschließlich einem 4 km langen Bahntrassenabschnitt auf dem Falkenstein-Radweg - zur Wahl. Beide Familienrunden - die eine in der Donauebene die andere im Bayerischen Vorwald - haben ihren Charme. Was besonders auffällt: das bunt gemischte Teilnehmerfeld versprüht eine betont lockere Atmosphäre, weil man leistungsdruckbefreit unter Seinesgleichen dieselben Interessen miteinander teilt. Hinsichtlich des Streckenprofils und der konstrastreichen Naturkulisse (Waldlandschaft/Flussauen) könnten die Rundtouren kaum unterschiedlicher sein. Wer also häufiger startet kann die Gelegenheit beim Schopf packen und die Streckenvarianten nach Lust & Laune abwechselnd befahren, sofern es die körperliche Konstitution der Kids hergibt. Die »REWAG-Runde« mit 500 Höhenmeter erfordert nämlich im Vgl. zur flachen »Aumovio-Familienrunde« etwas mehr Ausdauer und Geschicklichkeit und spricht Schulkinder ab dem 10. Lebensjahr bzw. Teenager an.

Foto: Streckengabelung in Bad Kötzting (KM 74), wo sich Tour A und Tour B (kleine u. große Arberrunde) trennen. Beide vereinigen sich wieder nach 78 km (Große Arberrunde) bzw. nach 9 km (Kleine Arberrunde) nahe Heitzenzell. Auch wenn mittlerweile die meisten Teilnehmer trackbasiert navigieren, zählt die klassische Beschilderung trotz digitalem Informationszeitalter immer noch zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal. Dies erspart ablenkende Blicke auf's Navi und erhöht somit die Sicherheit.

In Sachen Streckenangebot schöpft der »Arber-Radmarathon« aus den Vollen, d.h. jeder Zweiradfan egal ob Jung oder Alt, drahtige Sportskanone, Genussbiker, Familienradler, Vintage-Fan, Mountainbiker, Gravler - mit oder ohne Akku - kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. 

Das Streckenportfolio der leistungsabgestuften Rundtouren (5x Straße, 4x MTB, 2x Gravel, Arber RETRO) lässt keine Wünsche offen. Ob Straße, Offroad oder mit dem Gravel beides vermischt im Doppelpack: zweifelsfrei lässt sich ohne Weiteres eine Favoritenstrecke finden. Gleichwohl gerät es zur Qual der Wahl, wenn mehrere Radsportdisziplinen ausübt werden. Dann ist eine Kompromissentscheidung gefragt, indem nach Lust und Laune bzw. wetterabhängig entschieden oder von Jahr zu Jahr der Sattel gewechselt wird. Die Franzosen pflegen zu sagen: "comme ci comme ça", was soviel bedeutet wie "mal so mal so". Sind die Würfel gefallen (lat. Alea iacta est, wie es einst der römische Feldherr Julius Cäsar ausdrückte), darf man mit stetig steigender Hochspannung den Tag X herbeisehnen.

Startzeiten 

Rennrad 

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr Massenstart
  • Bayernwerk Arberrunde (B) 7.00 Uhr Massenstart 
  • Krones - Bayerwaldrunde (C) 7.40 Uhr Massenstart
  • Panoramarunde (D) 8.20 Uhr Massenstart
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr Massenstart

MTB

  • Vorwaldrunde (F) 7.20 Uhr Massenstart
  • Süssenbachrunde (G) 7.20 Uhr Massenstart 
  • Altenthannrunde (H) 8.40 Uhr Massenstart 
  • Rewag - Runde (I) 8.40 Uhr Massenstart

Gravelbike

  • Gravelrunde (J / K) 8.00 Uhr Massenstart

Gravelrunden sind unbeschildert! Trackdaten werden nach behördlicher Streckengenehmigung 1 Woche vor dem Event-Termin aktiviert (gilt auch für sämtliche Mountainbikestrecken)

Startzeiten sind aus organisatorischen und polizeilichen Gründen einzuhalten.

Die Startphase von Deutschlands größter Radtouristikveranstaltung erfolgt zeitlich versetzt von 6.00 Uhr bis 9.00 Uhr. Acht aufgereihte Startblöcke gliedern sich wie folgt: 5 x Rennrad, 2 x Mountainbike und 1 x Gravelbike. Jedesmal wenn ein Startschuss die morgendliche Stille zerreißt ist der Moment gekommen, wo der Frosch ins Wasser springt. Zumindest für ambitionierte Sportler gilt es, die Performance im Rahmen des Möglichen abzurufen. 

Rennrad-Revival

Dass der Rennradsport ein unglaubliches Revival erlebt ist unübersehbar. Überall stechen einem stylistisch gedresste Radsportler im windschnittigen Lycra-Outfit ins Auge. Irgendwie auch logisch, weil in Deutschland mittlerweile fast 6 Millionen Menschen auf dem Rennradsattel sitzen, wobei die Generation Z diese Sportart für sich entdeckt hat und dem Markt sowie dem Image frisches Leben einhaucht. Aus und vorbei vom ehemaligen "Arme-Leute-Vehicle" - heute wird stilgerecht mit der funkelnden Carbon-Ikone nicht nur als Sportgerät, sondern als Lifestyle-Statement und Statussymbol vorgefahren. Bei soviel Bewunderung sind einem neidische Blicke sicher.

Das grasierende "Rennradvirus" hat längst auf den »Arber-Radmarathon« übergegriffen, wobei der Trend zur Leistungsoptimierung immer stärker in Erscheinung tritt. So lässt der Run für die große Arberschleife auf ein umfangreiches Trainingspensum schließen, denn nur wer über eine exzellente Kraftausdauer verfügt hat reelle Chancen mit stolzgeschwellter Brust durchs Ziel zu rauschen. Obwohl sich das Teilnehmerfeld auf 11 Strecken verteilt, verzeichnet die Königsdisziplin zum Großen Arber (Tour A 1.068 Teilnehmer) sowie die Kleine Arberschleife (Tour B 1.249 Teilnehmer) die höchsten Zuwachsraten. Dass sich soviele Hobbyisten mutig dieser Herausforderung stellen ist ein klarer Beleg, mit welcher Leistungsperformance ambitionierte Ausdauerportler beim 'Arber' antreten. Zweifelsohne bedarf es immens viel Disziplin, Ehrgeiz und entbehrungsreiches Durchhaltevermögen, um neben Alltagsstress sowie beruflicher und privater Belastungen sich zielstrebig formidabel in Stellung zu bringen.  

Foto: Führungsspitze bei Sulzbach a.d.Donau. Binnen weniger Minuten geht's nach Verlassen der Stadtgrenze Regensburg hinter dem Führungsfahrzeug bereits Vollgas zur Sache. Schon in der "Warm-Up-Phase" beginnt in der Donauebene der Selektionsprozess, der sich im welligen Streckenprofil des Vorderen Bayerischen Waldes in verschärfter Form fortsetzt. Ein allseits bekanntes Ritual, das die völlige Normalität des Radsports abbildet. Von solchem "Leistungsgeplänkel" bekommen gemächlich fahrende Freizeit- und Genussradler - vorzugsweise auf der MR-Panoramatour oder Bayerwaldtour unterwegs - freilich kaum etwas mit. Leistungsdruckbefreit steht eher der Fahr- und Landschaftsgenuss im Mittelpunkt.

Auch wenn die körperliche Anstrengung die Wahrnehmung des Umfelds mehr oder weniger stark beeinträchtigt, so hat der Bayerische Wald gleichwohl fürs Auge bzw. die Sinne viel zu bieten. Sofern man nicht gerade hoch konzentriert im Windschatten das Hinterrad des Vordermanns fokussiert, lohnt es sich zweifelsohne die Blicke ab und an schweifen zu lassen. Dies lenkt nicht nur von der schweißtreibenden Kurbelarbeit ab und vertreibt etwaige Sinnkrisen, sondern befreit den Kopf und stärkt die Moral. Selbst der eingeschränkte Naturgenuss tut der Seele gut, schließlich erhält man am laufenden Band unvergessliche Ein- und Ausblicke über das ostbayerische Mittelgebirge sowie den angrenzenden Böhmerwald (CZ).

Majestätisch trohnender Namenspatron - Der unvergessliche "Arber-Augen-Blick" 

Bevor vom waldfreien Brennes-Hochplateau (KM 108) die rauschende Abfahrt nach Bayerisch Eisenstein beginnt, sollte unmittelbar nach der Landkreisgrenze (Regen) den genialen "Arber-Augen-Blick" keinesfalls verpassen. Die grandiose Frontalsicht auf den König des Bayerwalds ist ein unvergessliches Momentum, das schon weit vor dem hormongeschwängerten Zieleinlauf in Regensburg das neuronale Belohnungszentrum stimmuliert. Wer schon mit eigener Muskelkraft 250 Kilometer auf dem Radsattel bezwingt und sich mühsam über Berg & Tal quält, muss natürlich den Namenspatron unbedingt gesehen haben, ansonsten fehlt der wichtigste optische Mosaikstein. Think positive: verbirgt der höchste Bayerwaldgipfel (1.456 m ü.NHN.) wolkenverhangen sein Antlitz, dem liefert die Enttäuschung wenigstens einen triftigen Anlass eine erneute  Teilnahme ins Auge zu fassen (irgendwann wird's schon mal klappen:-)

Ready to go

Los geht's am Samstag, den 25. Juli mit dem Retro-Arber, der dem Großevent nostalgischen Schwung einhaucht. Bis zu 100 Teilnehmer radeln im geschlossenen Verband im Wohlfühltempo auf flacher Strecke entlang der Donau nach Kiefenholz, wo der Pulk sich eine Verpflegungspause gönnt. Einzige Bedingung für die Teinahme sind Nostalgie-Rennräder aus den 50er bis 90er Jahren, wobei das passende Outfit dem Auftritt eine stimmige Note verleiht.  

Walter Röhrl (2.v.l.) - Motorsportlegende und langjähriger Schirmherr des Arber-Radmarathons ließ es sich nicht nehmen, beim »Arber-RETRO« mit einem 45 Jahre alten Nostalgiegefährt anzutreten. Keine Frage, das Side-Event hat bereits nach zwei Austragungen eine glühende Anhängerschaft gefunden. 

Da beißt die Maus keinen Faden ab, d.h. man muss kein Prophet sein um zu orakeln, dass beim 42. »Arber-Radmarathon« mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder bombastische Stimmung herrschen wird. Schließlich genießt das Traditionsevent weit über Bayerns Grenzen hinaus einen exzellenten Ruf, das in der Radsportszene regelrechte "Sucht-Lockstoffe" versprüht wie die hohe Wiederholungsrate aufzeigt.

HAPPY-END - Am Ziel deiner Träume

Egal von welcher Strecke man zurückkehrt, jedem steht die unbeschreibliche Euphorie ins Gesicht gemeiselt. Schlägt man entkräftet und geflasht am Dultplatz auf wird man von einem regelrechten Glücksschwall ergriffen, der sich tief ins Gedächnis einbrennt. Absolut verdient, schließlich wurde eine sportliche Herausforderung gemeistert und womöglich der innere Schweinehund Schachmatt gesetzt. Umso härter man sich über Berg & Tal durchgebissen hat, desto mehr berührt das Glücksgefühl - begleitet von großer Dankbarkeit, Ehrfurcht und Demut. Schlagartig sinkt der Stresspegel, der die innere Anspannung in Erleichterung umschlagen lässt. Mit anderen Worten: man fühlt sich geerdet. Und ja, genau diese emotionale "Pay-Back-Karte" reicht dem Suchtbazillus sein essentielles Futter.

Blickt man im Zielgelände in die lächelnden Gesichter der Teilnehmer fällt vor allem auf, wie sehr der Glückszustand jegliche Erschöpfung überstrahlt. Des Rätsels Lösung sind ausgeschüttete Glückshormone, die Neurotransmitter im Gehirn auslösen. Die sympathische Dame aus Oberbayern (Foto oben) war vom Flair, der Superstimmung und von der schönen Naturlandschaft hellauf begeistert. Glückbeseelt über die vollbrachte Leistung wird beim gefühlten "Touchdown" bewusst, wie sehr man es selbst in der Hand hat solche außergewöhnlichen Momente erleben zu dürfen (jeder ist seines Glückes Schmied'). Demnach stellt die Leidenschaft für das schönste Hobby der Welt dem Leben einen wundervollen Glücksbringer zur Seite. 

Endlich alle Viere von sich zu strecken und dem sehnlichen Ritual eines kulinarischen Gaumenschmauses zu huldigen, entschädigt nicht nur die körperliche Verausgabung sondern leitet übergangslos die Regenerationsphase ein. Gleichzeitig wird das Belohnungssystem (Suchtspirale) aktiviert, dessen Stimulus dem Hormon Dopamin - landläufig als Glücks- oder Kuschelhormon bekannter Botenstoff - zuzuschreiben ist.

Am vollbesetzten Dultplatz mit Freunden bzw. Gleichgesinnten selbstzufrieden zu feiern, seine leergefegten Energievorräte mit Pasta, Grillgut & Co genussvoll aufzufüllen und sich freudig zuzuprosten ist zweifelsohne jedesmal das höchste der Gefühle.

Radfahrer verstehen es bekanntermaßen vorzüglich sich nach körperlicher Verausgabung fürstlich zu belohnen, schlußendlich hat man es sich ja redlich verdient. Kühles Bier, dazu leckere Pasta oder ein halbes Hendl, schon fühlt man sich wie im Himmel auf Erden. Nach der Action gelassen chillen und "Fünfe gerade sein lassen" bringt nicht nur den Körper, Geist und Seele wieder in Einklang, sondern leitet völlig unbemerkt die Regenerationsphase ein.