Stimmungsvoller Arber-Radmarathon steht zu erwarten

Die Vorbereitungen für den 38 Arber-Radmarathon am 31. Juli 2022 laufen auf Hochtouren. Aktuell zur Pressekonferenz am 3. Mai waren gut 1000 Teilnehmer bereits angemeldet. Hierbei wurde die bange Frage diskutiert, wie sich denn die Besucherströme aufgrund der geperrten Oberpfalzbrücke möglichst reibungslos umleiten lassen. Bleibt abzuwarten wie es in der Praxis funktionieren wird.

Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, dass Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung ohne coronabedingte Einschränkungen über die Bühne ging. Aktuell ist davon auszugehen, dass das radsportliche Großereignis von coronabedingten Maßregelungen verschont bleibt. Nachdem 2020 pandemiebedingt kurzfristig ein Charity-Projekt aus dem Boden gestampft wurde und im Jahr darauf ein abgespeckter Arber-Radmarathon folgte ist die Zuversicht groß, am letzten Juliwochenende endlich wieder eine stimmungsvolle Veranstaltung unter Normalbedingungen durchführen zu können.  

Nicht nur die Organisatoren sind guten Mutes sondern logischerweise freut sich jeder Radsportler nach Jahren unsäglicher Entbehrungen endlich wieder einschränkungsfrei ihrem Hobby leidenschaftlich frönen zu dürfen. In Anbetracht der abhanden gekommenen Geselligkeit im Freundes- und Kollegenkreis sowie dem nörgelden Suchtbazillus, dürfte die Vorfreude demzufolge umso größer ausfalllen. 

Streckenrepertoire

Das Streckenangebot ist derart breitbandig ausgelegt, dass wirklich jeder Radfahrer - vorausgesetzt er trifft eine leistungsadäquate Entscheidung - glücklich wird. Vom Radsport-Amateur über Hobbyradler bis hin zu Familienradlern findet jeder seine Tour, die ihn garantiert nicht überfordert. Kumuliert ergeben alle 9 ARM-Strecken eine Gesamtlänge von 945 Kilometer (davon MTB 251 km), wobei sich die Streckenspreizung von 250 km (Tour A) bis 45 km (Tour I) erstreckt. Insofern kommen sowohl ausgewiesene Langstreckenfahrer als auch Familien- und Freizeitfahrer bei Deutschlands größer Radsportveranstaltung voll auf ihre Kosten. Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth brachte es bei der PK auf den Punkt: Die flache Continental Familienrunde (Tour E) entlang der Donau ist "genau das Richtige für einen Sonntagsausflug" und weiter "Die Freude an der gemeinsamen Bewegung steht im Mittelpunkt". 

Bild: Pressekonferenz 3. Mai 2022, v.L.: Alexander Koller (VCR-Vizepräsident), Helmut Stadler (Hauptsponsor), Astrid Freudenstein (Zweite Bürgermeisterin v. Regensburg), Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin), Ulrich Mönius (Schatzwart)

  • Große Arberrunde (Tour A):           250 km - 3.750 hm (HQ 15,0)   → top konditionierte Marathonfahrer
  • Kleine Arberrunde (Tour B):           170 km - 2 400 hm (HQ 14,1)   → gut konditionierte Radsportler
  • Bayerwaldrunde (Tour C):              125 km - 1 400 hm (HQ 11,2)   → durchschnittlich konditionierte Hobbyradler  
  • Panoramarunde (Tour D):              100 km  -   900 hm (HQ   9,0)   → Hobby- und Genussradler 
  • Continental Familienrunde (Tour E):  56 km -   100 hm (HQ   1,8)   → Freizeit- und Familienradler

Große Arberrunde (Tour A) 250 km / 3750 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Cham, Kötzting, Lam, Arber, Bayer. Eisenstein, Bretterschachten, Bodenmais, Heitzenzell, Viechtach, Kolmberg, Maibrunn, Haibach, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstationen: 57 km Cham, 120 km Regenhütte, 170 km Kolmberg, 204 km Saulburg

Kleine Arberrunde (Tour B) 170 km / 2400 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Cham, Kötzting, Wurzerspitz, Heitzenzell, Viechtach, Kolmberg, Maibrunn, Haibach, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz 

Verpflegungsstationen: 57 km Cham, 101 km Kolmberg, 134 km Saulburg

Bayerwaldrunde (Tour C) 125 km / 1400 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Untergoßzell, 

Zinzenzell, Ochsenberg, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstationen: 55 km Sattelbogen, 82 km Saulburg 

Panoramarunde (Tour D) 100 km / 900 Hm  

Dultplatz, Lichtenwald, Brennberg, Falkenstein, Wiesenfelden, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstation: 60 km Saulburg

Continental-Familienrunde (Tour E) 56 km

komplett flach

Verpflegungsstation: 25 km Kiefenholz

Startgebühren

Aufgrund des höheren organisatorischen Aufwands bei kurzfristigen Anmeldungen sind die Startgelder entsprechend des Anmeldetermins gestaffelt. Früh fängt der Vogel den Wurm: wer Geld sparen möchte behält das Datum der Preissprünge im Auge. Kinder unter zwölf Jahren nehmen in Begleitung eines Erwachsenen auf der Continental-Familientour (Tour E) gratis teil. Im übrigen sind in der Anmeldegebühr Gutscheine im Wert von 12 Euro für Essen und Getränke, das begehrte ARM-Trikot, Notfallversorgung, technischer Support und Streckensicherung enthalten, was nur durch Unterstützung von Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken ist. 

Der Blick auf die Startgebührenliste zeigt, dass eine frühzeitige Anmeldung zum günstigen Early Bird Preis lohnenswert ist. 

Die unvergleichliche Atmosphäre im Heer tausender Gleichgesinnter seinem Hobby leidenschaftlich zu frönen, in Zweierreihe zu fahren, schweißtreibende Attacken und Windschattenduelle mit ebenbürtigen Fahrern auszufechten, an Verpflegungsstationen entspannt zu ratschen, glückbeseelt im Ziel aufzuschlagen und gesellig bei Speis & Trank ausgelassen zu feiern ist beim Arber-Radmarathon schon seit vielen Jahren legendär. Zur 38. Auflage am 31. Juli wird die letzte Austragung in der Post-Corona-Zeit bereits drei Jahre zurückliegen, da 2020 die Teilnehmer beim »Arber Dahoam« jeder für sich an beliebigem Ort sozusagen seinen eigenen "Arber" gefahren ist bzw. 2021 am abgespeckten ARM teilnahm. Da Vorfreude die schönste Freude ist, und das Warten bald sein Ende nimmt, dürfte die Sehnsucht nach geselligem Radsport wohl grenzenlos sein.

Deutschlands größtes und gleichzeitig traditionsreichstes Breitensport-Event ist für Hobby-Radsportler aus Nah und Fern Kult. Allen voran die "Köngsstrecke": Die »Große Arberrunde« genießt in Radsportkreisen den Stellenwert einer prestigeträchtigen Paradestrecke. 250 Kilometer - gespickt mit gut 3.700 Höhenmeter - sind eine klare Ansage. Für Hobby-Radsportler allemal eine Herausforderung, die eines monatelangen Formaufbaus bedarf. Wessen Ego nach der Marathonstrecke lechzt sollte schon im Bilde sein was ihn erwartet bzw. auf was er sich einlässt. Im Gefühlsstrudel von Schmerz, Selbstzweifel, Glückseligkeit und Erschöpfung ist man vor einer emotionalen Achterbahn zwischen Hoch und Tiefs nicht gefeit. Allenthalben ist neben Sitzfleisch und Wadenschmalz auch eiserne Willenskraft gefordert, was sich besonders beim gefürchteten "Scharfrichter" zeigt der schon so manch zermürbten Radler zur schieren Verzweiflung trieb. Gemeint ist die Maibrunner Höhe bei Sankt Englmar, die mit einer Maximalsteigung von 12.5% ihren Schweißtribut an der Schmerzgrenze einfordert und einem zur fortgeschrittenen Stunde so überflüssig wie ein Kropf vorkommt.

Die Belohnung folgt auf den Fuß, denn bei der Zieldurchfahrt erlebt man einen außergewönlichen Glücksmoment im Leben. Wenngleich Beine, Hintern und Nacken brennen und die Luft wortwörtlich - ganz nach Giovanni Trapatoni: „Flasche leer - habe fertig" raus ist, erfolgt ein fulminanter Glückshormon-Flash. Im Moment wenn bewußt wird: »Ich hab’s geschafft«, wird man von einem unbeschreiblich geilen "Groggy-Gefühl" erfasst das man am liebsten nie mehr los werden möchte. Tja: "Ohne Fleiß kein Preis".

Man muss sich beim Arber-Radmarathon beileibe nicht die "Kante" geben. Ob man mit der Einstellung keine Gnade für die Wade auf Vollgas-Modus programmiert ist, oder genussorientiert in gemächlicher Gangart die schöne Bayerwald-Landschaft im Kreise Gleichgesinnter genießt bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Das Groß der Teilnehmer lässt es ohnehhin gelassen bei gemütlichem Wohlfühltempo angehen. Deshalb bietet Deutschlands größtes Hobby-Radsport-Event ein breit gefächertes Streckenangebot, das jeden Radfahrer anspricht. Angefangen von der flachen »Continentalrunde« entlang der Donau die puren Radlergenuss abseits von Hektik und Straßenlärm verspricht, komplettieren »Panoramarunde«, »Bayerwaldrunde«, »Kleine Arberrunde« und »Große Arberrunde« den Fahrspaß auf kaum befahrenen Nebenstraßen - mitten durch die herrliche Naturlandschaft des Bayerischen Waldes - für Jedermann.

Yeah - Wir waren dabei:-)

Lange Rede kurzer Sinn: egal ob 100km, 150km, 170 km oder mehr Kilometer / Höhenmeter in die Pedale getreten wird – lasst euch von der Naturlandschaft des Bayerwalds inspirieren und fordert euren Geist & Körper selbst heraus!