Be a part of history - Be a part of the 40th Jubiläums-Arber-Radmarathon

Das Urgestein des deutschen Breitensport-Klassikers - der Arber Radmarathon - jährt sich am 28. Juli 2024 zum 40. Mal. Deutschland größte Radtouristik-Veranstaltung genießt für abertausende Rennradler wie für Mountainbiker einen legendären Kultstatus. 

Wenn der traditionsreiche Arber-Radmarathon sein 40 jähriges Jubiläum feiert gibt es ein Argument mehr, bei dem Radsport-Festival in der Welterbestadt Regensburg, die der englische Stararchitekt Lord Norman Foster als "Eine der schönsten Städte der Welt" bezeichnete, dabei zu sein. Aus diesem Anlass wartet der Veloclub Ratisbona mit einem bunten Strauß interessanter Neuerungen auf. So gibt es erstmals eine hügelige Gravelbike-Strecke , die sich aus einem reizvollen Mix von Radwegen, Nebensträßchen, Schotter- und Waldwegen zusammensetzt. Der abwechslungsreiche Streckencharakter verheißt in der hügeligen Landschaft des Bayerischen Vorwalds mächtig Spaßpotenzial. Das Streckenportfolio weist nunmehr 10 leistungsabgestufte Varianten (5x Straße, 4x MTB, 1x Gravel), mit einer Gesamtdistanz von 1.053 Kilometer auf, womit ein extrem breites Leistungsspektrum abgedeckt ist. Asphaltflitzern steht leistungsabgestuft mit 250 km, 175 km, 125 km, 100 km und 40 km eine faszinierende Radwelt sperrangelweit offen. Eine passende Strecke zu finden, die dem Leistungsniveau entgegenkommt ist beim Arber-Radmarathon also das allergeringste Problem. Vielmehr dürfte das breitbandige Angebot eher Kopfzerbrechen bereiten, welcher Tour man den Vorzug gibt. Rechnet man neben dem RR/MTB/Gravelbike das ebike, Crossbike/Cyclocross und Trekkingbike hinzu ergeben sich insgesamt sechs Radgattungen mit denen der Arber-Radmarathon bestritten werden kann.

 "Retro-Arber" zu Ehren von Helmut Stadler († 09.04.2024)

Helmut Stadler starb im Alter von 82 Jahren. Er nahm über 30 Mal am Arber Radmarathon teil, und war bis zuletzt auf dem Rennrad unterwegs. 

Zum Gedenken veranstaltet der VCR am Samstag den 27.07 vor dem Jubiläums-Arber-Radmarathon auf der flachen Familienstrecke (56 km) eine historische Rennradausfahrt. Eine Teilnahme ist an die Reglementvorschriften gebunden.

Der legendäre Arber-Radmarathon gilt mit mehr als 5.000 Teilnehmern nicht nur zu den größten und renommiertesten Radmarathons in Europa, sondern ist zudem seit 1984 auch die älteste Radtouristikveranstaltung in Deutschland (seit Millenniumswechsel inkl. MTB-Strecken). Diesbezüglich zahlt sich die langjährige Erfahrung des eingespielten Helferteams aus, die mit gewohnter Routine pflichtbewusst ihre Aufgaben erfüllen. So wuppt der Veloclub Ratisbona generalstabsmäßig geplant mit 300 Helfern das Mega-Event, damit alles reibungslos verläuft. Zum organisatorischen Mosaikstein zählt der sogenannte "Interne Arber", bei dem die VCR-Mitglieder turnusgemäß eine Woche vor dem Großereignis die Routen nicht nur zu Trainingszwecken bzw. zum Privatvergnügen befahren, sondern im Zuge dessen einen Streckencheck durchführen. 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Seit geraumer Zeit laufen die Vorbereitungen für den Jubiläums-Arber-Radmarathon auf Hochtouren. Wie erwähnt ist es kein Thema, sich seine "Lieblingsstrecke" rauszupicken, zumal eine Gravelbikestrecke das Routenangebot erweitert. Wer neue Wege abseits einschlägig bekannter Routen kenenlernen möchte, kann seinem Gravelbike im welligen Bayerischen Vorwald die Sporen geben. Der Gravelbike-Trend ist seit Jahren ungebrochen, weil die variablen Einsatzmöglichkeiten der robusten und geländetauglichen Räder nahezu grenzenlos sind. 

Die kupierte Mittelgebirgslandschaft im Bayerischen Wald fasziniert von jeher ambitionierte Radsportler als auch genussorientierte Hobbyradler. Der attraktiven Streckenführung als auch der perfekten Organisation und der familiären Atmosphäre ist es zu verdanken, warum das Mega-Event bei so vielen Radsport-Fans und MTB- Enthusiasten einen derartig großen Anklang findet. So werden sich im Jubiläumsjahr wieder tausende Radbegeisterte in langgezogenen Gruppenfeldern durch den Bayerischen Wald über Berg und Tal schlängeln und sich am Mittelgebirgsprofil mühsam abarbeiten. Je nach Variante gibt es mehr oder minder gefürchtete Steigungen als da wären: 15% Stich hinter Bad Kötzting, die beiden Arber-Anstiege zum Brennes und Bretterschachten (alle drei nur auf der Großen Arberrunde), der berühmt-berüchtigte Maibrunner Berg als "Scharfrichter" oder zu guter Letzt die Anhöhe zwischen Ascha und Falkenfels, die zur fortgeschrittenen Stunde schmerzhafte Nadelstiche setzt. Eingefleischte Radsportler leben bekanntermaßen mit üblichen Wehwehchen: umso länger der Radsattel gehütet wird, desto mehr können sich Kreuz- und Muskelschmerzen oder Hals-Nacken-Verspannungen bemerkbar machen. Andererseits widerfährt jedem Teilnehmer das rituelle Erlebnis, dass man nach den körperlichen Strapazen im Ziel vom enthusiastischen Glücksgefühl regelrecht übermannt wird. 

Neben steilen Rampen und rasaten Abfahrten gibt es in abwechselnder Reihenfolge auch angenehme Flachpassagen. Picken wir einfach mal zwei flache Streckenabschnitte heraus. Demnach gibt die Startphase auf der 16 km langen Flachpassage  (Donauebene) noch keinen Vorgeschmack auf das, was dem Radler später im Bergland blüht. Das sogenannte "Warm Up" bis Unterlichtenwald steht im Zeichen, möglichst im adäquaten Windschatten behütet seinen Rhythmus zu finden und wertvolle Körner zu sparen, bevors ans Eingemachte geht und sich die dichten Starterfelder quasi in Luft auflösen. Ähnlich verhält es sich auf dem 40 km langen Schlusssabschnitt ab der letzten Verpflegungsstelle in Untermiethnach (vormals Saulburg). Da nicht wenige Fahrer körperlich wie mental angeschlagen sind ist man im erschöpften Zustand umso dankbarer, in einer Gruppe kräfteschonend im flachen Donautal mitschwimmen zu können. Wer hingegen überschüssige Kraftreserven verfügt, kann als kraftstrotzender Windfang "Lokomotive" spielen bzw. seinen Mitstreitern zeigen wo der Bartel seinen Most holt, und im Sprint die letzten Körner im Verbrennungsofen der Mitochondrien zu verballern. 

 Downloadfähige GPS-Tracks zur jeweiligen Tour befinden sich unterhalb der Streckengraphiken

Bild Otterbachtal: Momentaufnahme, als das Peloton frühmorgens auf der Flachpassage dem Vorderen Bayerischen Wald im wahrsten Sinne des Wortes entgegenfliegt. Beginnend in Unterlichtenwald (KM 16) via Brennberg, Falkenstein und Michelsneukirchen (KM 42) entzerren die Anstiege zunehmend die dichtgedrängten Startpulks und dröseln den Tross peau a peau in ebenbürtige Leistungsgruppen auf.

Der Arber-Radmarathon wartet mit einem besonders attraktiven Alleinstellungsmerkmal auf, über das mit Sicherheit jeder Radler amused ist. Dank der hohen Teilnehmerzahl genießt man auf weiter Flur meistens kräfteschonenden Windschatten. Die schiere Masse fördert nämlich Gruppenbildungen wesentlich stärker, als dies bei kleineren Radsportveranstaltungen üblich ist. Wer zurückfällt braucht sich daher keinen großen Kopf zu machen und befürchten, dass scheinbar schon alle über die Berge sind. Naturgemäß zersplittert das Hauptfeld in zahlreiche Gruppen und Gruppettos, weshalb von hinten - sofern man nicht zu den Nachzüglern gehört - ständig aufschließende Fahrer herannahen. Tipp: umso weiter vorne man sich im Starterfeld platziert, desto länger kann man vom energiespanrenden Windschatten profitieren. Natürlich ist es unterhaltsamer in einer Gruppe zu fahren, als eintönig als Solist seine Zeit zu fristen. Welche Erwartungshaltung gehegt bzw. wie schnell gefahren wird spielt keine Rolle. Hauptsache man hat seinen Spaß, genießt emotionale Momente, verspürt das harmonische Gemeinschaftsgefühl und würdigt die herrliche Naturlandschaft. Hand auf's Herz: wird Radsport mit leidenschaftlicher Hingabe emotional ausgelebt, kommt vom schönsten Hobby der Welt einfach nicht mehr los.

Das radsportliche Großereignis ist ein klassischer Fall für die Bucket List - und zwar wiederkehrend. So ist es kein Geheimnis, dass ein hoher Anteil der Teilnehmer das Mega-Event als Saison-Highlight jedes Jahr auf dem Schirm haben. Schließlich ist der Radtouristik-Klassiker ein Schmelztiegel von Hobby-Radsportlern aus nah und fern, weswegen man zuhauf Sportsfreunde und Bekannte trifft. Unerheblich welche Strecke unter die Pneus genommen wird, dürften sich die gesetzten Ziele ziemlich ähneln: Spaß haben und eine sportliche Herausforderung meistern, um danach im geselligen Freundeskreis im unbeschreiblichen Glücksgefühl zu schwelgen. Dass dabei das neuronale Belohnungszentrum stimuliert wird das dem Suchtbazillus Auftrieb verschafft, ist unter "alten Hasen" ja längst eine Binsenwahrheit. Wenig Wunder, wenn erhöhte Suchtgefahr besteht.

"Morgenstund hat Gold im Mund". Das Sprichwort besagt, dass sich frühes Aufstehen lohne, weil es sich am Morgen gut arbeiten lasse und Frühaufsteher mehr erreichen würden. Tja, wenn das mal nicht hundertprozentig beim Arber-Radmarathon zutrifft. Umhüllt von einer schimmernden Licht- und Schattensilhouette rauscht ab 6.00 Uhr ein Troß nach dem anderen durch die schlafende Landschaft in der Ferienregion Regensburg. Nur die Geräuschkulisse des Fahrtwindes, sonores Kettensurren, Schaltungsklackern und das Palaver der Teilnehmer unterbricht die Stille. Hört sich träumerisch-entspannt an, doch mit dem Erreichen der ersten Anhöhen im Bayerischen Vorwald nimmt der Schweißtribut seinen Lauf. 

Dass der schnellste Elitefahrer die Königsetappe trotz widriger Bedingungen in 6:47:30 mit einer durchschnittlichen Leistung von 263 Watt finishte ist aller Ehren wert. Der Arber Radmarathon spricht aber beileibe nicht nur ambitionierte Racer an, sondern ist gleichsam auch ein beliebtes Familien-Event. Neben der »Großen Arberrunde«, »Kleinen Arberrunde«, »Krones Bayerwaldrunde« und »Panoramarunde« rangiert am unteren Ende der Schwierigkeitgradskala die «Continental-Familienrunde«. Ausgenommen eines kurzen 4%-Anstiegs zur Walhalla verläuft die Tour flach an der Donau entlang, und ist für Kinder in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen unter 12 Jahre sogar kostenlos. Übrigens: wer sich übernommen hat ist beileibe kein Beinbruch, da auffällig gekennzeichnete Streckengabelungen die Option eröffnen spontan auf eine kürzere Streckenvariante auszuweichen. 

Massenstarts erfordern im dichten Startpulk hohe Konzentration, Bremsbereitschaft und Rücksichtnahme. Nach der Oberpfalzbrücke wird links in die Alte Nürnberger Straße und kurz darauf links in die doppelspurige Frankenstraße abgebogen, die einschließlich der Walhalla-Allee während der Startphase für den Verkehr gesperrt ist. Auch bei Rückankunft ist im Stadtbereich erhöhte Vorsicht geboten, zumal Radwegebenutzungspflicht besteht, die - genauso wie Rotlichtverstöße - polizeilich überwacht wird.

Zur Onlineanmeldung  (Externlink)

 First come, first served: Nachmelder erhalten ein Arber-Radmarathon-Trikot nur, solange wie der Vorrat reicht. Da die Nachmelderzahl erheblichen (wetterbedingten) Schwankungen unterworfen ist besteht keine Garantie, die begehrte "ARM-Trophäe" in der gewünschten Größe ausgehändigt zu bekommen. 

Startnummernausgabe

  • Samstag, 27.07.2024, 12.00 - 17.00 Uhr
  • Sonntag, 28.07.2024,  05.00 - 09.00 Uhr  

Nachmeldungen erfolgen bis zum 24.07.2024 online, oder vorort am Dultplatz (nur gegen Barzahlung) zu den Öffnungszeiten der Startnummernausgabe (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start). 

Startgebühren

Frühbucherrabatt bis zum 15.05.24

  • Tour A (Große Arberrunde): 50 €
  • Tour B (Kleine Arberrunde): 45 €
  • Tour C (Krones-Bayerwaldrunde): 40 €
  • Tour D (Panoramarunde): 40 €
  • Tour E (Continental-Familienrunde): 35 €
  • Tour F (Vorwaldrunde): 50 €
  • Tour G (Süßenbachrunde): 45 €
  • Tour H (Altenthannrunde): 40 €
  • Tour I (Rewag-Runde): 35 €
  • Tour J (Kürn-Regentalrunde): 40 €

Frühbucherrabatt bis zum 15.07.24

  • Tour A (Große Arberrunde):  60€
  • Tour B (Kleine Arberrunde): 55 €
  • Tour C (Krones-Bayerwaldrunde): 50 €
  • Tour D (Panoramarunde): 50 €
  • Tour E (Continental-Familienrunde): 42 €
  • Tour F (Vorwaldrunde): 60 €
  • Tour G (Süßenbachrunde): 55 €
  • Tour H (Altenthannrunde): 50 €
  • Tour I (Rewag-Runde): 42 €
  • Tour J (Kürn-Regentalrunde): 50 €

Nachmelder ab 16.07.24

  • Tour A (Große Arberrunde): 70 €
  • Tour B (Kleine Arberrunde): 65 €
  • Tour C (Krones-Bayerwaldrunde):  60 €
  • Tour D (Panoramarunde): 60 €
  • Tour E (Continental-Familienrunde): 50 €
  • Tour F (Vorwaldrunde): 70 €
  • Tour G (Süßenbachrunde): 65 €
  • Tour H (Altenthannrunde): 60 €
  • Tour I (Rewag-Runde): 50 €
  • Tour J (Kürn-Regentalrunde): 60 €

Streckenrepertoire

Viele Teilnehmer schätzen das breitbandige Streckenangebot. So kann jeder Rennradler - vom Radsport-Amateur über Hobbyradler bis hin zu Familienradlern - und zum 40 jährigen Jubiläum erstmals auch Gravelbiker - leistungsbezogen die Tour seines Geschmacks auswählen. Kumuliert ergeben die zehn ARM-Strecken eine Gesamtlänge von knapp 1.050 Kilometer (davon MTB 280 km). Das Streckenrepertoir erstreckt sich von der flachen »Contintal-Familienrunde« mit 45 km (Tour E) bis hin zur knackigen 250 km langen Marathonstrecke »Große Arberrunde« (Tour A). Somit kommen sowohl Marathonis als auch Familien- Freizeitfahrer und Gravelbiker bei Deutschlands größer Radsportveranstaltung voll auf ihre Kosten. 

Leistungsgestaffeltes Anforderungsprofil mit Schwierigkeitsgrad-Klassifizierung

  • Große Arberrunde (Tour A):           250 km - 3 636 hm (HQ 15,0)   → ambitionierte Radsportler mit überdurchschnittlicher Performance
  • Kleine Arberrunde (Tour B):           170 km - 2 400 hm (HQ 14,1)   → Radsportler mit guter Kraftausdauer 
  • Bayerwaldrunde (Tour C):              125 km - 1 400 hm (HQ 11,2)   → Radsportler mit Ø Kraftausdauer 
  • Panoramarunde (Tour D):              100 km  -   900 hm (HQ   9,0)   → Hobby- und Genussradler 
  • Continental Familienrunde (Tour E):  56 km -   100 hm (HQ   1,8)   → Freizeit- und Familienradler
  • Gravelbikerunde (Tour J)                  67 km -   850 hm (HQ  12.7)  → Gravelbiker mit Ø Kraftausdauer

Der Höhenmeterquotient (HQ) gibt das Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an. Bei der Großen Arberrunde sind beispielsweise pro gefahrenen Kilometer im Schnitt 15 Höhenmeter zu überwinden. Die "HQ-Ouoten" erlauben in punkto Höhenmeter eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Strecken unabhängig ihrer Streckenlänge.  

Startzeiten Rennrad 

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr Massenstart
  • Kleine Arberrunde (B) 7.00 Uhr Massenstart 
  • Krones - Bayerwaldrunde (C) 7.40 Uhr Massenstart
  • Panoramarunde (D) 8.20 Uhr Massenstart
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr Massenstart

Startzeiten MTB

  • Vorwaldrunde (F) 7.20 Uhr Massenstart
  • Süssenbachrunde (G) 7.20 Uhr Massenstart 
  • Altenthannrunde (H) 8.40 Uhr Massenstart 
  • Rewag - Runde (I) 8.40 Uhr Massenstart

Startzeiten Gravelbike

  • Kürn - Regentalrunde (J) 8.00 Uhr Massenstart

Startzeiten sind aus organisatorischen und polizeilichen Gründen unbedingt einzuhalten.

Safety first: die ärztliche Betreuung wird durch das Bayerische Rote Kreuz gewährleistet. Überdies gibt es einen mobilen Reparaturdienst, der freundlicherweise vom Zweirad-Center Stadler - Hauptsponsor des Arber-Radmarathons - gestellt wird.

 Führungswechsel im Veloclub Regensburg

Zur Jahreshauptversammlung am 25.10.2023 gab die langjährige Vereinspräsidentin Barbara Wilfurth das Führungszepter weiter. Neuwahlen bestätigten Ulrich Mönius einstimmig als neuen Vorsitzenden des Veloclub Regensburg. Bei der VCR Weihnachtsfeier wurde am 13.12.2023 der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder an Barbara Wilfurth für ihr Lebenswerk Veloclub Ratisbona verliehen. 

Neupräsident Ulrich Mönius konnte als erste offizielle Amtshandlung Regensburgs 1. Bürgermeisterin Fr. Maltz-Schwarzfischer - ihres Zeichens Schirmherrin des Arber-Radmarathons -im voll besetzten Clubhaus herzlich begrüßen.  

Rückblick 39. Arber-Radmarathon

Gut 5.000 Teilnehmer (davon etwa 900 Mountainbiker) trotzten beim Arber-Radmarathon unwetterartigen Regenschauern und böigen Winden. In Anbetracht der miserablen Wettervorhersagen - welche erwartungsgemäß die Nachmelderqoute purzeln ließ - war der Veranstalter (Veloclub-Ratisbona) über die erstaunlich hohe Teilnehmerzahl äußerst zufrieden. Jedenfalls ließen sich die hartgesottenen Sportler vom schlecht gelaunten Wettergott weder abschrecken, noch sonst irgendwie die Vorfreude vermiesen. 

Bild v.l.: MZ-Fotograf Uwe Moosburger, VCR-Vizepräsident Alexander Koller, Regensburgs Oberbürgermeisterin Frau Getrud Schmalz-Schwarzfischer, VCR-Präsidentin Barbara Wilfurth und Helmut Stadler (Seniorchef Zweiradcenter Stadler)

Brachiale Leistungswerte der Top-Athleten

Das Teilnehmerfeld weist beim Arber-Radmarathon enorme Leistungsbandreiten auf. Als radtouristische Veranstaltung gibt es aus versicherungsrechtlichen Gründen zwar weder eine offizielle Zeitnahme noch Siegerehrung, dennoch werden herausragende Spitzenleistungen vollbracht. Gerade weil Deutschlands Radamateure so gut wie nie im medialen Rampenlicht stehen wird an dieser Stelle darüber berichtet.

Foto: Zieleinfahrt des schnellsten Fahrers der 250 km Strecke Tobias Kreuzer

Dass der schnellste Radsportler die Königsetappe trotz widriger Bedingungen in 6:47:30 mit einer durchschnittlichen Leistung von 263 Watt finishte ist aller Ehren wert. Der 22-Jährige Tobias Kreuzer aus Nittenau - Bundesligafahrer (Elite Amateure) vom Team VALEO IT by RSC88 - ließ den ambitionierten Rivalen keine Chance. Er setzte vom Start weg die Pace und fuhr nonstopp ohne Windschatten einen Bombenschnitt von 35.8 km/h.  

Bild: Zieleinfahrt der zwei schnellsten Fahrer der Kleinen Arberrunde (174 km). Vorne Paul Peter, Bundesligafahrer (Elite Amateure) vom Team VALEO IT by RSC88 in 4:51:46. Seine Ø Geschwindkeit betrug 36.9 km/h, die durchschnittliche Leistung 253 Watt. Im Schlepptau Teamkollege Georg Ziereis.  

Bild: Interview bei strömendem Regen, links Paul Peter, Team VALEO IT by RSC88, rechts Alex Koller (VCR-Vizepräsident)

Schnellster Fahrer der Bayerwaldtour (125 km) war Paul Feuerer, Bundesligafahrer (Elite Amateure) vom Team VALEO IT by RSC88 in 3:11:42. Die Ø Geschwindkeit betrug 37.8 km/h, die durchschnittliche Leistung 314 Watt. 

Blick zurück: bei der 37. ARM-Ausgabe 2020 wurde Robert Müller in 6 Stunden und 43 Minuten quasi "The King of Arber", obwohl wegen Baustellenumfahrungen die Distanz 260 km betrug. Letztes Jahr schaffte der 28-jährige Astrophysiker Mathias Lipka aus dem Landkreis Erding die Große Arberrunde in 6:45 Stunden. Damit blieb auch er zwar über dem inoffiziellen Streckenrekord von Markus Wilfurth (6:29 Stunden) aus dem Jahr 1999, doch dessen Streckendistanz war damals kürzer. Hinweis: aufgrund von Streckenverlegungen (Baustellen) variiert die Distanz, weshalb Zeitenvergleiche zu relativieren sind. Außerdem werden Spitzenfahrer in aller Regel von einem Versorgungsfahrzeug begleitet, weshalb sie ohne einen Fuß abzusetzen durchfahren können.  

Vom exorbitanten Leistungsniveau der Radsportamateure sind Breitensportler naturgemäß meilenwert entfernt. Klar ist, dass es der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer weniger um leistungsorientierten Wettkampfeifer als vielmehr darum geht, aus Spaß an der Freud die schönste "Nebensache der Welt" leidenschaftlich mit Gleichgesinnten auszuleben. So benötigen die meisten Hobbyfahrer über den Großen Arber in aller Regel etwa 9 - 10 Stunden bzw. für die Kleine Arberrunde ca. 6 - 8 Stunden. Anstatt ausnahmslos ein Hinterrad zu fokussieren und in Schnappatmung die Anstiege hoch zu jagen, lassen Hobbyradler gern die Blicke über die herrliche Naturlandschaft des Bayerwalds schweifen und nehmen sich auf den Verpflegungsstationen zum Rasten, Essen und Trinken die Zeit um die Weiterfahrt mit neuer Energie fortzusetzen. Ambitionierte Leistungssportler und Hobbyradler bewegen sich zweifelsohne in zwei unterschiedlichen Welten.

Foto: den herrlichen Ausblick - etwa 1.5 km / 80 hm unterhalb der Maibrunner Höhe Richtung Elisabethszell - erhaschen die wenigsten Fahrer, da an dieser Stelle in geduckter Abfahrtsposition mit gut 60 km/h vorbei gerauscht wird. 

Petrus - der Spielverderber - hatte dieses Jahr kein Erbarmen. Einzig der relativ warmen Temperaturen wegen - das Thermometer kletterte von 14 Grad frühmorgends im Laufe des Tages auf 25 Grad, ließ klatschnasse Regenfahrten leichter verschmerzen. Im Prinzip war es aber weder zu warm noch zu kalt. Nur auf der nassen Straßenoberfläche war äußerste Vorsicht geboten. Insbesondere die Abfahrten verlangten hohe Konzentration und feinfühlige Bremsmanöver.

Besonderer Dank gebührt Ermelinde Illing, die auf Höhe der Viechtacher Gesellschaftsbrauerei in der Talsenke von Viechtach sozusagen eine inoffizielle Getränkestation betrieb. Wie die Dame dem Viechtacher Bayerwald-Boten berichtete, hatte sie mit ihren Helfern 260 Liter Wasser und 360 Tassen Kaffee kostenlos an durstige Radfahrer ausgeschenkt, was die Getränkemarkt-Betreiberin ihren Angaben zufolge bereits zum neunten Mal in Folge tat. Gerade weil der 11 km lange Anstieg zur Verpflegungsstation Kolmberg überwiegend ungeschützt in der prallen Sonne liegt und nachmittags häufig die Hitze zu schaffen macht es unumgänglich, sich vorher mit Flüssigkeitsvorrat einzudecken. Eine Dehydration wegen Flüssigkeitsmangels läutet nämlich meist das Anfang vom Ende ein.

Bild: Als VCR-Mitglied hat der "Paparazzo" ausnahmsweise Starterlaubnis, um authentische Action und Stimmungsbilder für den Verein einzufangen. Take care, sicher ist vor seiner Linse niemand:-). Als einziger Fahrer im brandaktuellen "Arber-Leiberl" gestartet und von etlichen Mitstreitern bzw. Radsportfreunde darauf angesprochen, ging das optische Alleinstellungsmerkmal im Ziel - wo sich Tausende bereits stolz ihre Trophäe übergezogen hatten - in der Masse komplett unter.

Bild: aus der Viechtacher Talsenke (398 m) stellen sich bis zur Verpflegungsstation Kolmberg 440 Höhenmeter in den Weg. Für die Königsetappenfahrer bzw. die Teilnehmer der Kleinen Arberrunde ein ernsthafter Prüfstein, der die Kondition auf die Probe stellt. Schlussendlich haben die Beine in Kolmberg - je nach Strecke - 101 km / 1.806 hm bzw. 170 km / 3.026 hm bereits intus.

Die Raststation Untermiethnach (vormals Saulburg) ist mit Abstand die größte Verpflegungsstation, weil sie von vier Streckenvarianten passiert wird. Die gut besuchte Labe verdankt ihre Popularität nicht allein dem leckeren Energyfood sondern ein stückweit auch dem Freibier, das hier in rauhen Mengen gezapft wird. In Verbindung mit dem ausgeschütteten Adrenalin, gerät die Rückfahrt ins 36 km entfernte Regensburg zumindest schmerzlindernder. 

Frisch gestärkt schwingt man sich motiviert wieder in den Sattel. Gemeinhin gehört es zur Normalität, dass sich hier und da gewisse Zipperleins melden. Aber Radsportler sind nunmal nicht aus Zuckerwatte, und wegen Erschöpfung aufzugeben kommt eigentlich sowieso nicht in Frage. Getragene Trikots machen die mannifaltige Vereinszugehörigkeit optisch sichtbar: so ist es beim Arber-Radmarathon besonders auffällig, wieviel Vereine (vorwiegend aus der Oberpfalz und Niederbayern) jedes Jahr teilnehmen, was das Event zum radsportlichen Schmelztiegel macht. Mancher Zeitgenosse reist aus ferner Gegend an, um bei Deutschlands größter Radtouristikveranstaltung dabei zu sein. Die Antwort in Dialektsprache auf die Frage wie denn die Veranstaltung gefällt: "des isch a lässige Gschicht" ließ über die österreichische Herkunft keinerlei Zweifel aufkommen.

An der letzten Verpflegungsstation in Untermiethnach (36 km vor dem Ziel) ging ein heftiger Gewitterregen nieder. 

Gegen 14.00 Uhr braute sich in Regensburg das nächste Unheil zusammen. Binnen Minuten standen Straßen/Radwege teilweise komplett unter Wasser. So schnell die Unwetter aufzogen waren sie auch schon wieder verflogen und machten Platz für wärmende Sonnenstrahlen.

Sunshine Reggae - Happy-End am Dultplatz Regensburg

Genauso schnell wie die wolkenbruchartigen Regenfälle einsetzten, war das Intermezzo schon wieder vorbei. Dass nachmittags die Sonne hervor blinzelte tat der Veranstaltung aussgesprochen gut, gerade weil der versöhnliche Abschluß nach dem unwirtlichen Einsatz in guter Erinnerung bleibt. Im Hinblick auf den 40. Jubiläums-Arber-Radmarathon lieferte der feierliche Abschluss bei Speis & Trank dem nörgelnden Suchtbazillus reichlich Wasser auf die Mühlen.

Für einen versöhnlichen Abschluss sorgte eitel Sonnenschein im Zielgelände, weswegen der Dultplatz stundenlang proppenvoll war. Tausende Ankömmlinge streiften ihr klatschnasses Trikot ab und schlüpften stolz in das modisch designte 2023er Leiberl. Regengüsse hin oder her: Egal wo man hinschaute oder mit wem man sprach, überall strahlende Gesichter und lobende Worte, die von euphorischem Glück zeugten. Von Tortur war nicht das Geringste mehr zu spüren. Dies traf in ganz besonderem Maß auch für die völlig durchgeweichten und "fangobeschichteten" Mountainbiker zu. Trotz brutaler Schlammschlacht und herausfordernden Bodenverhältnissen waren sämtliche Qualen der puren Freude gewichen. Mit anderen Worten: die freudestrahlenden, dreckversprenkeltenden Biker-Gesichter hätten die emotionale Gefühlsachterbahn nicht besser zum Ausdruck bringen können. Ein Beleg dafür, wie eng Glück & Leid beim Radsport beinander liegen. Jedenfalls ließ die grandiose Stimmung im Ziel den Funken überspringen und versprühte ein ungemein tolles Gemeinschaftsgefühl, wie man es ansonsten nur äußerst selten erlebt.

Traditionell nehmen viele Firmen und (Radsport-) Vereine am Arber-Radmarathon teil. Teilnehmerstärkste Unternehmen: 1. Platz Bayernwerk mit 170 Teilnehmern. Die Maschinenfabrik Reinhausen (100) und Continental (90) folgten auf den weiteren Plätzen zwei und drei.

Über die tadellose Organisation, Top-Verpflegung, vorbildliche Beschilderung sowie hoch motivierten Einsatz der 400 Helfer die für einen reibungslosen Ablauf sowie um das leibliche Wohl der ausgemergelten Fahrer kümmerten, braucht man keine großen Worte verlieren. Für potentiellen Optimierungsbedarf bleibt jedenfalls kaum Spielraum. 

Strippenzieher hinter den Kulissen: Links, Steven Setescak (Mountainbikewart), rechts Matthias Wilfurth (Streckensprecher)

Strippenzieher hinter den Kulissen: Links, Uli Mönius (Schatzwart), rechts Markus Adam ("Dultplatz-Chefe in spe")

Frei nach dem bekannten Dinner for One - Motto gibt's auch beim Arber-Radmarathon ein sogenanntes "The same procedure as every year". Nämlich dann, wenn über mehrere Stunden hinweg die erschöpften aber glückstrahlenden Teilnehmer über die Ziellinie trudeln.

Traditionell organisiert der Veloclub Ratisbona jedes Jahr eine große TOMBOLA am Arber Wochenende, wo es über 2000 Gutscheine sowie tolle Sachpreise zu gewinnen gab:

  • Hauptgewinn der Firma Zweirad Stadler. Rennrad "Scott Speedster 40"

  • Garmin Edge 1030 Plus vom OTC Orthopädie Traumatologie Centrum Regensburg

  • Active Transparent Gel SPF50 Sonnenschutz von ultrasun
  • Brotzeitboxen von Schamel Meerrettich
  • Geschenkkörbe, Textilpreise, Trinkflaschen, Rucksäcke 
  • viele weitere tolle Sachpreise, Gutscheine und kleine & große Überraschungen

Besonderer Dank gebührt Simone Wittmann, deren Tombola auf riesiges Interesse stieß. Der Erlös ging zu Gunsten der Jugendförderung im Veloclub Ratisbona.

Fazit: Die durchwegs positive Resonanz zeigte einmal mehr: die treuen Anhänger des legendären Arber-Radmarathons machen das Mega-Event zu dem was es schon lange ist: ein Saison-Highlight der Extraklasse. 

Barbara Wilfurth - Vorsitzende vom Veloclub Regensburg - war am 31. Juli 2023 zu Gast im Kneitinger Sportstudio des regionalen Fernsehsenders TVA (ab 10.05 min.). Die größte Überraschung: Barbara Wilfurth - seit 1990 erste Vorsitzende des Veloclub Regensburg - kündigte im Interview ihren Rücktritt an. Das Führungszepter wird demnach im Oktober nach der durchgeführten Neuwahl übergeben.

Foto v.l.: Hermann Goß (früherer Chef der Brauerei Bischofshof), Dr. Astrid Freudenstein (Zweite Bürgermeisterin von Regensburg), Albert Füracker (Bayerischer Finanzminister), Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin). Erfreulich, dass auch Politiker am Arber-Radmarathon aktiv teilnehmen. Frau Dr. Astrid Freudenstein (Zweite Bürgermeisterin von Regensburg) und Albert Füracker (Bayerischer Finanzminister) - der im übrigen den Startschuss zur MTB Runde abfeuerte - radelten gemeinsam die Familienrunde (56 km). Die Kommunalpolitikerin meinte, dass es für Politiker keinesfalls gang und gäbe sei, eine solche Distanz auf dem Fahrrad zurückzulegen. Wir sagen an dieser Stelle: Chapeau!

Die frühere Verpflegungssation in Saulburg wurde ins zwei Kilometer entfernte Untermiethnach (Sportplatz) verlegt. Von Greßmannszell kommend ca. 2 km vor Saulburg links abbiegen in südlicher Richtung nach Aufroth. Im Ort Aufroth rechts abbiegen in die Finkenstr. Richtung Untermiethnach. Überquerung der St2148 in Richtung Untermiethnach. Am Ortseingang Untermiethnach beim Sportplatz wird die Verpflegungsstelle (neu) eingerichtet. Von dort aus entlang des Breimbach nach Obermiethnach. Am Ortsende Obermiethnach links abbiegen (Jägerstraße) auf die ursprüngliche Strecke Richtung Pillnach.

 Walter Röhrl - Schirmherr des Arber-Radmarathons

Schirmherr der Veranstaltung ist Walter Röhrl, Ex-Rallyeweltmeister und vierfacher Rallye Monte-Carlo-Sieger, der im übrigen auch leidenschaftlicher Radfahrer und Mountainbiker ist. Das Radmagazin <aktiv Radfahren> veröffentlichte ein Interview, das spannende Einblicke in das Leben der Motorsportlegende gewährt.

Während Renn- Genuss- und Familienradller auf fünf beschilderten Routen Richtung Osten ausschwärmen und je nach gewählter Tourvariante 56 km bis 250 km zu bewältigen haben, stehen (e-) Mountainbikern vier leistungsabgestufte Strecken bis zum Falkensteiner Vorwald zur Verfügung.

Der Arber Radmarathon spricht nicht nur die sportlich ambitionierte Rennradriege an, sondern ist gleichsam auch ein beliebtes Familien-Event. Allen voran die «Continental-Familienrunde«, die von Regensburg nahezu flach - ausgenommen der 4%-Anstieg zur Walhalla - entlang der Donau bis zum Wendepunkt nach Kiefenholz verläuft. Passionierte Radsportler nehmen hingegen entweder die »Große-Arberrunde« bzw. »Kleine Arberrunde« oder die "abgespeckten" Varianten »Krones-Bayerwaldrunde« bzw.»Panoramarunde« in Angriff. Wer sich bei der Tourauswahl übernommen hat oder Schlechtwetter einen Strich durch die Rechnung macht ist kein Problem, weil an den beschilderten Streckenverzweigungen jederzeit auf eine kürzere Route abgezweigt werden kann. An den Verpflegungsstationen wird reichlich Energienachschub angeboten, schließlich läuft der Motor nur mit gefülltem "Tank" auf Hochtouren weiter. 

Streckenverläufe

Große Arberrunde (Tour A) 250 km / 3750 Hm 

Start Regensburg/Dultplatz → Michelsneukirchen → Falkenstein (Erfrischungsstelle) → Cham (V)→ Bad Kötzting → Lam → Lohberg →Brennes (Großer Arber) → Bayerisch Eisenstein → Regenhütte (V) → Bretterschachten (Zenit 1.120m) → Bodenmais → Heitzenzell → Viechtach → Kolmberg (V) → Maibrunner Berg → Ascha → Falkenfels → Saulburg (V)→ Wörth → Ziel Regensburg/Dultplatz

Verpflegungsstationen (V): 57 km Cham, 120 km Regenhütte, 170 km Kolmberg, 204 km Saulburg

Kleine Arberrunde (Tour B) 170 km / 2400 Hm 

Start Regensburg/Dultplatz → Michelsneukirchen → Falkenstein (Erfrischungsstelle) → Cham (V) → Bad Kötzting (Streckengabelung) → Wurzerspitz → Heitzenzell → Kolmberg (V) → Maibrunner Berg → Ascha → Falkenfels → Saulburg (V)→ Wörth → Ziel Regensburg/Dultplatz

Verpflegungsstationen: 57 km Cham, 101 km Kolmberg, 134 km Saulburg

Bayerwaldrunde (Tour C) 125 km / 1400 Hm 

Start Regensburg/Dultplatz → Michelsneukirchen → Falkenstein (Erfrischungsstelle) →  Schorndorf → Zinzenzell → Ochsenberg  → Ascha → Falkenfels → Saulburg (V4) → Wörth → Ziel Regensburg/Dultplatz

Verpflegungsstationen: 55 km Sattelbogen, 82 km Saulburg 

Panoramarunde (Tour D) 100 km / 900 Hm  

Start Regensburg/Dultplatz → Michelsneukirchen → Falkenstein → Wiesenfelden → Falkenfels → Saulburg (V)→ Wörth → Ziel Regensburg/Dultplatz

Verpflegungsstation: 60 km Saulburg

Continental-Familienrunde (Tour E) 56 km

Start Regensburg/Dultplatz → Kiefenholz (V) → Ziel Regensburg/Dultplatz

Kontrollschlusszeiten

  • Cham (57 km)           11 Uhr 
  • Regenhütte (120 km) 13 Uhr
  • Kolmberg (170 km)    16 Uhr 
  • Saulburg (204 km)     18 Uhr

Veranstaltungsprogramm am Regensburger Dultplatz

  • Fahrradmesse: 12.00 – 18.00 Uhr
  • Nudelparty:     15.00 – 18.00 Uhr

Windschattenduelle gehören beim Arber-Radmarathon mehr zur Regel denn zur Ausnahme.

 Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung bietet auch vier attraktive Mountainbikestrecken an, deren Schwierigkeitsgrad von leicht bis anspruchsvoll variiert. 

 

 

Bild: Lohberg (Naturpark Oberer Bayerischer Wald)

Die unvergleichliche Atmosphäre im Heer tausender Gleichgesinnter seinem Hobby leidenschaftlich zu frönen, in Zweierreihe zu fahren, schweißtreibende Attacken und Windschattenduelle mit ebenbürtigen Fahrern auszufechten, an Verpflegungsstationen entspannt zu ratschen, glückbeseelt im Ziel aufzuschlagen und gesellig bei Speis & Trank ausgelassen zu feiern ist beim Arber-Radmarathon schon seit vielen Jahren legendär. Da Vorfreude die schönste Freude ist, und das Warten bald sein Ende nimmt, dürfte die Sehnsucht nach dem Saison-Highlight sukzessive steigen.

Deutschlands größtes und gleichzeitig traditionsreichstes Breitensport-Event ist für Hobby-Radsportler aus Nah und Fern Kult. Allen voran die "Köngsstrecke": Die »Große Arberrunde« genießt in Radsportkreisen einen prestigeträchtigen Stellenwert. 250 Kilometer - gespickt mit gut 3.700 Höhenmeter - sind eine unmissverständliche Ansage. Für Hobby-Radsportler allemal eine Herausforderung, die nach einer guten Form verlangt. Wessen Ego nach der Marathonstrecke lechzt sollte im Bilde sein, was ihn erwartet bzw. auf was er sich einlässt. Im Gefühlsstrudel von Schmerz, Selbstzweifel, Glückseligkeit und Erschöpfung ist man vor einer emotionalen Achterbahn zwischen Hoch und Tiefs nicht gefeit. Allenthalben ist Sitzfleisch, Wadenschmalz und vor allem eiserne Willenskraft gefordert, was sich besonders beim gefürchteten "Scharfrichter" zeigt, der schon manch zermürbten Radler zur schieren Verzweiflung trieb. Gemeint ist die Maibrunner Höhe bei Sankt Englmar, die mit einer Maximalsteigung von 12.5% ihren Schweißtribut einfordert und im Schlussdrittel einiges an Schmerztoleranz abverlangt. Wer persönliche Ziele erreichen und eine Herausforderung meistern will, braucht neben einer körperlichen Leistungsfähigkeit auch eine Portion Selbstsicherheit und vor allem mentale Stärke. Stimmt nämlich das Mindset ist schon viel gewonnen. Glaube - sprich positives Denken - versetzt eben Berge. Ein elementarer Grundsatz, der im Radsport an oberster Stelle rangiert.

Man muss sich beim Arber-Radmarathon beileibe nicht die "Kante" geben. Ob man mit der Einstellung keine Gnade für die Wade auf Vollgas-Modus getrimmt ist, oder genussorientiert in gemächlicher Gangart die schöne Bayerwald-Landschaft im Kreise Gleichgesinnter genießt bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Wohlfühltempo oder raus aus der Komfortzone? Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Deshalb bietet Deutschlands größtes Hobby-Radsport-Event ein breit gefächertes Streckenangebot. Angefangen von der flachen »Continentalrunde« entlang der Donau die puren Radlergenuss abseits von Hektik und Straßenlärm verspricht, komplettieren »Panoramarunde«, »Bayerwaldrunde«, »Kleine Arberrunde« und »Große Arberrunde« den Fahrspaß auf kaum befahrenen Nebenstraßen - mitten durch die herrliche Naturlandschaft des Bayerischen Waldes - für Jedermann. Und last but not least gesellt sich zum vierzigjährigen Jubiäum eine neue Gravelbikestrecke hinzu. 

Yeah - Wir waren dabei:-)

Majestätischer Anblick: Großer Arber (1.456 m) - König des Bayerischen Waldes 

Der Arber-Radmarathon blickt auf eine lange Historie zurück, als die Jungfernfahrt 1984 eine unvorstellbare Erfolgsgeschichte in Gang setzte. 80 unerschrockene Teilnehmer wagten sich damals an die Marathondistanz und spulten via Arber-Talstation 225 Kilometer mit 3.000 Höhenmeter ab. Im Laufe der Zeit mauserte sich die Veranstaltung zum radsportlichen Publikumsmagneten und größten Radtouristikveranstaltung Deutschlands, die heute Jahr um Jahr abertausende Hobbyradler in den Bann zieht. Für die meisten Teilnehmer ist der »Arber« - wie die Veranstaltung im Szenenjargon gern genannt wird - DAS Saison-Highlight schlechthin. 

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung ist für Hobby-Radsportler aus Nah und Fern Kult. Ein Nimbus, der sich im übrigen ohne Umschweife auch auf die MTB-Disziplin übertragen lässt. Immerhin rollt die Großveranstaltung seit 2000 - welche bis dahin eine reine Rennradveranstaltung war - Dank superbem Terrain Mountainbikern buchstäblich den "Wurzelteppich" aus. Im dicht bewaldeten Hügelgelände verbirgt sich nämlich ein unerschöpflicher Schatz an faszinierenden Tour- und Trail-Juwelen. Wer beide Sportdisziplinen liebt, hat beim Arber-Radmarathon ein handfestes Entscheidungsproblem. Tipp: Wer sich der Qual der Wahl entledigen möchte wirft kurzerhand eine Münze: Kopf oder Zahl...

Das breit gefächerte Streckenangebot reicht von der flachen »Continentalrunde« bis hin zur knackigen »Großen Arber-Runde«, die mit ihren 250 km und gut 3 500 Höhenmeter alpenländischen Radmarathons durchaus ebenbürdig ist. Eine passende Strecke zu finden, die dem persönlichen Leistungsvermögen entspricht, ist beim Arber-Radmarathon wahrlich kein Thema. Egal welche Strecke absolviert wird – lasst euch von der Naturlandschaft des Bayerwalds inspirieren und fordert euren Geist & Körper selbst heraus! 

Helmut Stadler - Seniorchef von Deutschlands größtem Zweiradcenter sowie Hauptsponsor der Veranstaltung - spult im erlauchten Freundeskreis immer noch die Kleine Arberrunde ab (im Bild mit Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth). Klasse Leistung, denn 170 Kilometer mit 2.400 Höhenmeter im Seniorenalter zu bewältigen ist beileibe kein "Pappenstil" was einmal mehr beweist, dass es nie zu spät ist seine Leidenschaft für diese faszinierende Sportart zu entdecken. Laut TVA-Interview stand er nach eigenem Bekunden bereits 30 Mal am Start. 

Sicherheit wird groß geschrieben. Das BRK gewährleistet mit zehn Ärzteteams, vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie sieben Motorrädern die medizinische Rundumversorgung. Desweiteren sind rund 90 polizeiliche Einsatzkräfte (40 Polizeimotorräder) im Dienst der Sicherheit unterwegs. Diverse Kreuzungen und Gefahrenstellen werden von der Feuerwehr bzw. Streckenposten abgesichert. Ebenso sind Servicewagen unterwegs, die den technischen Support sicherstellen. Der Besenwagen (Bus mit Radanhänger) kümmert sich um "Gestrandete". In aller Regel haben die Rettungskräfte gottlob nicht allzu viel zu tun. Krankenhaus-Transporte sind die Ausnahme. Nur vereinzelt gestürzte Radfahrer - meist mit leichteren Schürfwunden - nehmen ärztliche Hilfe im BRK-Zelt am Dultplatz in Anspruch.

Auch unter den Polizeieinsatzkräften herrscht in aller Regel gute Stimmung. Erfreulicherweise hatte sie bei der letzten Ausgabe des Arber-Radmarathons 2019 kaum Arbeit, d.h. aus polizeilicher Sicht gab es keine besonderen Vorkommnisse. Angesichts der Masse an Teilnehmern spricht es für das disziplinierte Fahrverhalten der Radler.

Der Reihe nach werden ab 6.00 Uhr früh die Radler-Trosse auf ihre Reise Richtung Bayerischer Wald geschickt. Bis ein Starterfeld (insgesamt sind es 5 Touren) nach dem Startschuß das Areal verlassen hat vergehen meist bis zu 10 Minuten.

Nach Überquerung der Oberpfalzbrücke geht's auf die verkehrsfreie Frankenstraße, der sich beim Donaueinkaufszentrum nahtlos die Walhalla-Allee anschließt. Nach gut 10 Minuten ist der Stadtrand bzw. die Ortsteile Schwabelweis und Tegernheim erreicht. Sobald der zweite Kreisverkehr durchfahren ist taucht am Horizont die Ortschaft Donaustauf mit seiner trohnenden Walhalla auf. 

Das Start- Zielgelände des Arber-Radmarathons befindet sich in Regensburg am Dultplatz, landschaftlich eingebettet zwischen einem Flußarm der Donau, dem Europakanal und den Winzerer Höhen. 

 41. Arber-Radmarathon: 27. Juli 2025

Veranstalter       

Veloclub Ratisbona e.V.
Ziegetsdorfer Str.46a
93051 Regensburg

T 0941/54982
F 0941/567031

info@veloclub-ratisbona.de

www.arberradmarathon.de

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Uli Mönius (Präsident)