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27. Panoramatour • 28. Juni 2026

Grandiose Panoramen lenken von der schweißtreibenden Kurbelarbeit ab. Insbesondere auf den Hochplateaus genießt man famose Aussichten über die herrliche Naturlandschaft des Oberpfälzer Waldes sowie den Böhmischen Wald (CZ).
Die Vorbereitungsphase für die 27. Panoramatour läuft auf Hochtouren. Der Rad- und Skisportverein RSV Concordia Windischeschenbach hat sich gewohnterweise wieder ins Zeug gelegt und etliche Strecken optimiert bzw. manche Streckenführungen komplett geändert. Einige neu konzipierte Routen verlaufen in den westlichen Landkreis und streifen bei Speichersdorf sogar den Landkreis Bayreuth. Dies soll neue Reize setzen und die Panoramatour insgesamt interessanter gestalten, wie der 1. Vorstand Heinz Uhl gegenüber der Presse bekundete.
Die "Frühaufsteher-Routen" - Start um 7.00 Uhr - über 211, 161 und 106 Kilometer führen über Neuhaus, Plößberg, Silberhütte, Flossenbürg, Fahrenberg, Waldthurn, Neustadt/WN und Parkstein nach Altendorf, wo sich die Strecken aufgabeln. Während die 161 Kilometer-Route Richtung Waldeck führt, schlägt die kürzere Tour den Weg nach Wildenreuth ein. Die Marathonstrecke verläuft hingegen über Neustadt/Kulm, Haidenaab und Ahornberg nach Waldeck, wo sie sich mit der 161-km-Tour wieder vereinigt und dann via Trevesen, Friedenfels, Wiesau, Falkenberg weiter zum Zielort Windischeschenbach führen. Herausragendes Highlight ist die Verpflegungsstelle in Parkstein, die sich unterhalb einer 38 Meter emporragenden Basaltwand befindet, die von Alexander von Humboldt als “schönster Basaltkegel Europas” bezeichnet wurde. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, wo am Fuße des Basaltkegels vor prächtiger Kulisse der Basaltwand Theateraufführungen, Serenaden und Bürgerfeste stattfinden.
Am 28. Juni findet das geduldige Warten endlich ein Ende. Um 7.00 Uhr fällt der erste ohrenbetäubende Böllerschuss, und schickt die Sportelite auf drei Langstrecken-Schleifen durch den Oberpfälzer Wald. Das breitgefächerte Streckenangebot variiert zwischen 18 km für Familien bis hin zur 211 km langen Marathonstrecke am oberen Ende der Schwierigkeitsgradskala. Welchem Zweirad letztlich der Vorzug gegeben wird bleibt eigentlich belanglos, weil es für jede Radgattung (Rennrad, Mountainbike, Gravelbike, Trekkingbike, ebike) attraktive Rundtouren gibt. Über das letzte Touren-Update konnten sich Gravelbiker freuen, denen seit dem 30. Juni 2024 zwei kernige On- Offroad-Strecken bereit stehen. Somit kann bei der beliebten Breitensportveranstaltung in der nördlichen Oberpfalz unabhängig des körperlichen Leistungsniveaus oder des Alters wirklich jeder spaßbetont mitmachen.

Foto: nicht nur Radsport-Cracks kommen auf bergigen Strecken auf ihre Kosten, sondern ebenso haben auch Familienbiker im flacheren Gelände ihren Fahrspaß. Man beachte oben das Zugfahrzeug ohne e-Antrieb mit Trailer im Schlepptau. Für den Vater auch eine Möglichkeit selbst auf leichtem Streckenprofil effektiv zu trainieren.
Wer's weniger anstrengend mag, startet einfach später auf einer der kürzeren Strecken (59 km / 45 km) durchs Waldnaabtal nach Krummennaab. Während die längere Tour über Erbendorf und Siegritz nach Friedenfels führt, kürzt die 45-Kilometer Variante die Strecke ab Krummennaab über Thumsenreuth ab. Ab Friedenfels führen beide Strecken über Schönhaid nach Falkenberg und Bernstein, bevor in Windischeschenbach die Ziellinie überquert wird.

Eine bittere Pille müssen alle Teilnehmer der Rennradstrecken gleichermaßen schlucken: nur 3.5 km vor dem Ziel bäumt sich die 1.4 km lange Steilwand des Naabdemenreuther Berges (Maximalsteigung 13 %) zum GEO-Zentrum KTB (kontinentale Tiefbohrung) auf. Die Höhendifferenz beträgt zwar nur bescheidene 67 Höhenmeter, dennoch ist im erschöpften Zustand jeder heilfroh das erlösende Hochplateau zu überwinden. Dafür rollt es danach auf der abschüssigen Staatsstraße nach Windischeschenbach umso flotter, bevor ein letzter Minihügel (30 hm) zur Mittelschule in der Neustädter Straße zum "Zielsprint" oder zum Ausrollen einlädt.
Vergangenes Jahr nahmen an der top organisierten Veranstaltung ingesamt 1.112 begeisterte Radfahrer teil. Ob die Teilnehmerzahl dieses Jahr getoppt wird, hängt sicherlich zu einem Großteil vom Wetter ab. Wie viele Radfahrer bei den bisherigen 26 Rundfahrten ehrgeizig ihren Schweißtribut entrichtet haben, vermag nicht einmal der Veranstalter vom RSV Concordia genau zu sagen. Wird eine durchschnittliche Teilnehmerquote von 1.000 Sportlern je Event unterstellt, würde sich das Radsportvölkchen auf rund 26.000 Personen summieren - immerhin über das Fünfache der Einwohnerzahl von Windischeschenbach.

Ohne Mampf kein Dampf - sagt der Volksmund - und der Radsportler sowieso. In Sachen Energieversorgung ist die beliebte Panoramatour im positiven Sinne wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. Traditionell wird eine reichhaltige Getränke- und Speisenauswahl an den Verpflegungsstellen angeboten, was überregional schon lange einen guten Ruf genießt. Je nach Strecke befinden sich kulinarischen "Aufladestationen" in Flossenbürg, Parkstein, am Ahornberg, in Sigritz und Falkenberg (wo das heißbegehrte Zoigl frisch gezapft wird).
Die Panoramatour steht unter der Schirmherrschaft der Landräte Roland Grillmeier aus Tirschenreuth und Andreas Meier des Landkreises Neustadt an der Waldnaab.
Aufgrund möglicher Streckenänderungen (z.B. Baustellen) ist es ratsam, entsprechende GPS-Tracks frühestens 1 Woche vor dem Veranstaltungstermin herunterzuladen.
Streckenportfolio - Startgebühren

Foto: "Rasender Reporter" umringt von Regensburger Top-Athleten, die schon seit vielen Jahren an der Panoramatour teilnehmen
Ausschreibungsdetails
Teilnahmeberechtigt sind alle ausreichend trainierten Radfahrerinnen und Radfahrer. Jeder Teilnehmer trägt die volle persönliche und gesundheitliche Verantwortung bei dieser Tour. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung. Jeder Teilnehmer muss ausreichend versichert sein (Personen- und Haftpflichtschäden, außerdem für Schäden aufgrund abhandengekommener Gegenstände). Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung sind zu beachten. Dies gilt insbesondere für das Rechtsfahrgebot sowie die Vorfahrts- und Ampelregelung. Die Strecken sind nicht abgesperrt. Es gilt Helmpflicht auf allen Strecken.
Start u. Ziel: Mittelschule Windischeschenbach, Neustädter Straße 50, 92670 Windischeschenbach
Strecken, Startgeld und Startzeit
Straßenstrecken (A-E): hügelige Strecken auf asphalerten Straßen mit vielen schönen Aussichten über den Oberpfälzer Wald.
Gravel-Strecken (F-G): hügelige Strecke über Forst-, Radwege und Straßen.
Mountainbike-Strecken (I-K): anspruchsvolle Strecken über Forstwege und Trails. Gute Kondion erforderlich (Radgattungsempfehlung Mountainbike).
Familienstrecke (H): über Straßen und Forstwege, besonders für Familien mit Kindern geeignet.
Die Straßenstrecken (A–E) und die Familienstrecke (H) sind gut ausgeschildert. Die GPS-Daten stehen voraussichtlich ab Freitag, 26.06.2026 zum Download bereit.
Die Mountainbike-Strecken (I–K) sind ebenfalls gut ausgeschildert. Die GPS-Daten stellen wir bei der Startnummernausgabe zur Verfügung.
Die Gravel-Strecken (F–G) sind nicht ausgeschildert. Die GPS-Daten stehen voraussichtlich ab Freitag, 26.06.2026 zum Download bereit.
Teilnehmerlimit: max. 1.500 je Startzeit
In den Startgebühren sind reichlich Getränke und Verpflegung auf den Strecken enthalten, ein Getränk im Ziel sowie ein Gutschein für einen einmaligen Eintrit in das Freibad Windischeschenbach am Veranstaltungstag.
Teilnehmer-Shirt (langarm, Unisex): Optional buchbar in den Größen 152, 164, XS, S, M, L, XL - 5XL Aufpreis 12€; Maßtabelle: www.panoramatour.concordia-we.de/teilnehmershirt-2026/
Bei Voranmeldung bis zum 19.04.2026 in der Wunschgröße verfügbar! Danach Vorbestellung möglich solange der Vorrat in der jeweiligen Größe reicht!
Anmeldung (Einzel- und Gruppenanmeldungen): bis 21.06.2026 über die Internetseite www.panoramatour.concordia-we.de
Startgeld-Abbuchungsaufträge werden mit der Anmeldung verbindlich erteilt. Der Abbuchungsauftrag gilt nur einmalig für diese Veranstaltung. Es besteht kein Anspruch auf Rückerstatung bei Nichteilnahme, ebenso bei Absage der Panoramatour aufgrund höherer Gewalt. Eine Rückerstatung der Startgebühr erfolgt nur mit ärztlichem Atest.
Anmeldeschluss: 21.06.2026
Nachmeldung: nur möglich bei der Startnummernausgabe am Samstag und Sonntag 27./28.06.2026
Startnummernausgabe: am Samstag, 27.06.2026 von 14:00 – 16:00 Uhr und am Sonntag, 28.06.2026 ab 6:00 Uhr in der Mehrzweckhalle am Start/Ziel, Neustädter Straße 50, 92670 Windischeschenbach
Startnummern sind gut sichtbar am Lenker zu befestigen.
Zielschluss: 18:00 Uhr
Duschen: unmitelbar am Ziel in der Mehrzweckhalle und im Freibad.
Auskünfte: Jürgen Metelka, Tel.: 0176/4444 9481
Wertungen: Die stärksten vorangemeldeten Teilnehmergruppen werden um 14:00 Uhr im Zielbereich geehrt.
Übernachtung: von Samstag auf Sonntag in der Turnhalle möglich, ebenso Zelten im Pausenhof der Schule; Wohnmobil-Stellplätze am Parkplatz beim Freibad und Campingplatz Schweinmühle; Ferienwohnungen, Pensionen, Gasthöfe, Hotels über Tourismusbüro Windischeschenbach, Tel.: 09681 - 401 240 oder Windischeschenbach
Für Anreisende am Samstag empfehlen wir den Besuch der traditionellen Zoiglgaststätten in Windischeschenbach und Neuhaus.
Die Panoramatour Oberpfälzer Wald ist eine radtouristische Veranstaltung ohne Zeitnahme und findet bei jedem Wetter statt. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Bedingungen dieser Ausschreibung an.
Die unbeschilderten Gravelbikestrecken F + G über hügelige Forst-, Schotter- Radwege und Nebenstraßen ist nur mit GPS-Track befahrbar.

Nicht nur Rennradler sondern ebenso Offroad-Liehaber kommen bei der Panoramatour voll auf ihre Kosten. Neben Mountainbikern dürfen sich Gravelbiker seit 2024 über zwei attraktive On- und Offroadstrecken freuen. Damit trägt die Panoramatour dem lang anhaltenden Gravelbike-Trend Rechnung.
Wie jedes Jahr werden beim Start wieder zahlreiche Zuschauer am Straßenrand erwartet, um die Radfahrer und (e-) Mountainbiker mit Ratschn, Klatschen und lauten Anfeuerungsrufen auf ihre Erlebnistour zu schicken.
Panoramatour

Die beliebte Panoramatour schaltete nach drei Jahren wegen der pandemiebedingten Notbremse wieder auf's große Kettenblatt und fand auf Anhieb wieder in die Erfolgsspur zurück. Heinz Uhl - 1. Vorstand von Concordia Windischeschenbach e.V. - den "Oberpfalz Medien" ließ im Interview bereits im Vorfeld keine Zweifel aufkommen, die beliebte Radtourenfahrt (RTF) in der nördlichen Oberpfalz wieder zu alter Blüte zurück zu führen.
Die 24. Panoramatour ging am 25. Juni 2023 bei sagenhaftem Kaiserwetter erfolgreich über die Bühne. Analog zur kupierten Topographie emotionale Höhen und Tiefen erleben, unvergessliche Momente, Spaß & Freude auskosten und mit Gleichgesinnten ein entspanntes Schwätzchen halten - so schaut das übliche "Roadbook" der top organisierten Panoramatour aus.
2023 nahmen insgesamt 721 Radsportler, Genuss- und Familienradler sowie Mountainbiker und ebiker teil, die sich folgendermaßen aufteilten: Marathon (201 km) 66 Starter; (156 km) 91 Starter; (93 km) 192 Starter; Familie (40 km) 92 Starter, Kinderstrecke (19 km) 72 Meldungen; Mountainbike (70 km) 73 Biker und (54 km) 135 Teilnehmer.
Der am weitest angereiste Radler kam aus der Hansestadt Hamburg.

Bild: an Streckengabelungen scheiden sich manchmal die Geister. Je nach Befindlichkeit bzw. Wettergeschehen hat es letztlich jeder selbst in der Hand, ob ggf. eine kürzere Streckenvariante als ursprünglich vorgesehen eingeschlagen wird.

Im Bild, rechts: Zibi Szlufcik (CEO der weltweiten Challenge Family) lobte das Event in den höchsten Tönen (links Bayernbike-Redakteur Curd Biedermann).
Großer Dank und ein Riesen-Lob gilt der fleißigen Helfermannschaft des Concordia Windischeschenbach e.V., die sich stets freundlich, hilfsbereit und engagiert um ihr radsportliches Klientel kümmerten.
Was positiv aufgefallen ist:
- Große Wegweisungsschilder
- wenig Straßenverkehr (teils neu asphaltierte Fahrbahnoberflächen)
- ausgeklügelter Routenverlauf
- übersichtliche Streckengabelungstafeln
- Top Verpflegung
- Entfernungsangaben an den Verpflegungsstellen
- abwechslungsreiche Streckencharakteristik
Streckenprofil: da die knackigen Anstiege - und damit das Groß der Höhenmeter- nach zwei Drittel der Strecke überwunden sind, darf man sich über einen flüssigen Schlussabschnitt freuen - also Kette rechts. Nur ein paar "Zieher" (2-5 %) sowie der 12% steile Schlussanstieg zur größten Landbohranlage der Welt am 83 Meter hohen Bohrturm" piesackt die Beinmuskulatur kurz vor der Zieleinfahrt.

Die beliebte Panoramatour - veranstaltet vom Concordia Windischeschenbach e.V. gilt neben der »Pirker Grenzerfahrung« gemeinhin als DAS Radsport-Ereignis in der nördlichen Oberpfalz. Man radelt durch eine wunderschöne Seen- und Waldlandschaft was mächtig Laune macht, allerdings in Abhängigkeit der Streckenwahl mitunter auch richtig Körner kostet. Nomen est omen - die lateinische Redensart besagt: „der Name ist ein Zeichen“. Mit anderen Worten: die Panoramatour ist Programm, trefflicher könnte das populäre Radsport-Event nicht bezeichnet werden.

Start- und Zielort der Panoramatour ist Windischeschenbach (438 m) im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Die Stadt liegt südlich des Zusammenflusses von Fichtel- und Tirschenreuther Waldnaab und ist verkehrsgünstig an die A 93 angebunden.
Am Veranstaltungstag ist alles angerichtet. Die herrliche Landschaft des Oberpfälzer Waldes rollt Radsportlern, Familien- und Genussradlern und Mountainbikern wie auch Gravelbikern ihren grünen Vegetationsteppich aus. Bleibt noch, allen Teilnehmern viel Spaß und gute Beine zu wünschen.

Bild: Die schnellsten Fahrer absolvierten die 220 km lange Marathonstrecke (4.000 hm) in einer Fabelzeit von 6:54 (reine Fahrzeit 6:36) - mit einem Stundenmittel von knapp 35km/h. Links Markus Biersack, Veloclub Regensburg; Rechts Alexander Heimler aus Fensterbach im LK Schwandorf); Mitte Heinz Uhl, Vorsitzender der Concordia Windischeschenbach. Eine Spitzenleistung der Radsportamateure, wovon Hobbyradler nur träumen können. Zwischenzeitlich wurde die Marathondistanz auf 211 km (2.900 hm) abgespeckt, wobei dies auch kein Klacks ist.

Bild: kurz bevor man nach Waldsassen abfährt wird die Dreifaltigkeitskirche Kappl passiert, die zu den eigenartigsten Kirchenschöpfungen Deutschlands zählt.
Wenngleich Rennradfahren - speziell bei Windschattenfahrten - hohe Konzentration abverlangt, wird die sprichwörtliche Bilderbuchlandschaft des Oberpfälzer Waldes zumindest unterschwellig wahrgenommen. Nur wenn der Fokus ausschließlich auf's Hinterrad des Vordermanns gerichtet ist, bleibt das Umfeld nahezu ausgeblendet. Da es sich bei der Panoramatour aber um kein Radrennen sondern um eine radtouristische Breitensportveranstaltung (RTF) ohne Zeitnahme handelt, dürfte prickelnder Erlebnisspaß und inspirativer Landschaftsgenuss für die meisten Teilnehmer nicht zu kurz kommen.

Bild: Verpflegungsstation Falkenberg, die mittlerweile echten Kultstatus genießt. Getreu dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" kann man auf der Verpflegungsstation in Falkenberg Oberpfälzischen Frohsinn zelebrieren und sich ein frisch gezapftes, untergäriges, ungefiltertes »Zoigl« gönnen. Wer in der oberpfälzischen Heimat des »Zoigl« weilt, kommt in der Tat nur schwerlich an dieser schmackhaften Bierspezialität vorbei. Das nach traditionellem Familienrezept und altem Recht gebraute »Zoigl« ist ein Relikt jahrhundertealter Brautradition. Eine frisch gezapfte Kostprobe des Bieres das noch mit Holzfeuerung in Kommunbrauhäusern nach dem Bayrischen Reinheitsgebot gebraut wird, sollte man sich 20 km vor dem Ziel nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht, manch ein Genießer verlor beim geselligen Beisammensein schon mal die Zeit aus den Augen. Selbstverständlich werden auch jede Menge regionalspezifische Schmankerl sowie leckere Energiegehappen geboten. Zwischen 12.00 und 15.00 Uhr herrscht am Streckenknoten, wo mit Ausnahme der Kinderstrecke insgesamt sechs Routen (einschließlich zwei Mountainbikerouten) aufeinander treffen, stundenlanger Hochbetrieb. Dass Falkenberg bei Speis & Trank ein geselliger Treffpunkt ist, gibt der Veranstaltung schon vor dem Zieleinlauf einen unterhaltsamen "Work-Life-Balance-Charakter".

Es soll ja nicht gerade wenig Rennradfahrer geben, in dessen "Fuhrpark" sich ein Gravel- und/oder Mountainbike befindet. Bei der Panoramatour hat man dann die Qual der Wahl, zumal es neue Streckenführungen durch's Gelände gibt.

Seit 2015 sind zwei Mountainbike Strecken im Programm, die nahezu trailfrei auf Wald-Wiesen- und Forstwege verlaufen. Die neu konzipierten Strecken (70/54 km) weisen im Vgl. zu früher einen wesentlich attraktiveren Streckenverlauf auf. Wenngleich es fahrtechnisch keine besonderen Schwierigkeiten gibt, ist man konditionell durch die ständigen UP & Downs mächtig gefordert es sei denn, man pilotiert ein E-Bike.
E-Bike - In vielerlei Hinsicht ein echter Gamechanger
Der anhaltende E-Bike-Boom ging auch bei der Panoramatour nicht spurlos vorrüber. Vor nicht allzu langer Zeit hatten E-Mountainbikes bei Veranstaltungen noch einen aufsehenderregenden "Erlkönig-Status" inne. Zwischenzeitlich hat sich das Bild grundlegend gewandelt, denn ebiker haben die konventionellen "Biobiker" (ohne "e") mehrheitlich längst überflügelt. Die Koexistenz funktioniert im Gelände prächtig, da untereinander erfahrungsgemäß Rücksicht genommen wird. Letzten Endes bleibt es sowieso belanglos, ob "bio" oder elektrisch gefahren wird, weil jeder Teilnehmer dasselbe Sehnsuchtsziel verfolgt: nämlich geselligen Fahr- und Erlebnisspaß unter Gleichgesinnten in herrlicher Naturkulisse zu erleben.
Glücklicherweise gleicht die Akku-Unterstützung von ebikes konditionelle Schwächen, altersbedingte Leistungseinbußen oder gesundheitliche Einschränkungen aus, womit selbst kupierte Streckenprofile ihren Schrecken verlieren. Dank kraftsparender Fahrweise stellen Anstiege mit dosierbarer Motorunterstützung keine ernstzunehmenden Hindernisse - sprich Ausschlusskriterium - mehr dar, d.h. jedem steht die Fahrt im hügeligen Terrain nahezu "barrierefrei" offen. Das E-Bike fungiert als wahrer "Gamechanger", dessen technologischer Fortschritt neue Zielgruppen erschließt. Für untrainiertere Personen - genauso wie für Senioren - erweitert sich der Aktionsradius deutlich.
Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Reichweite: Akkukapazität, Gewicht (Fahrer, Rad, Gepäck), Außentemperatur, Fahrstil (Unterstützungsstufe), Topgraphie (flach/hügelig/bergig), Bodenbeschaffenheit und Gegenwind. Tipp: eine ökonomische Fahrweise (ECO-Stufe) - verbunden mit optimalem Reifenluftdruck (steht auf der Reifenflanke) und höherer Trittfrequenz (60-70 Umdrehungen pro Minute) - steigert die Akku-Reichweite.
Mountainbike-Strecken
Die Streckenkonzeption erfolgte unter Federführung von Martin Fenzl (Vereinsmitglied Concordia Windischeschenbach e.V.). Dem Local sagt man mit einem zwinkernden Auge nach, sozusagen jeden Stein und Wurzel beim Namen zu kennen. Er glüht sowohl mit dem "Bio-Bike" als auch mit dem e-Bike leidenschaftlich durch seine Oberpfälzische Heimat. Nach einer Testfahrt am 1. Mai 2023 darf man ihm unumwunden ein dickes Lob aussprechen: Martin, under the given circumstances you made a very good job. Denn leider ist es nun mal so, dass sich in punkto Naturschutz nicht unbedingt alles was Mountainbiker anmacht 1:1 umsetzen lässt, weil etliche Behörden bei der Streckengenehmigung ein Mitspracherecht haben. Soviel sei verraten, die Strecken sind alles andere als langweilig.

Die abwechslungsreiche Route (70 km / 1.311 hm) verläuft durch eine wunderschöne Seen- und Waldlandschaft, und macht richtig Laune. Nomen est omen, was für Cross Country Biker ebenso gilt wie für Rennradler auf der Straße. Konditionell ist die Rundtour durchaus anspruchsvoll, was man gleich vom Start weg zum Ritzerberg (131 hm) bzw. dem 570 m langen bis zu 25% bocksteilen Stich (70hm) auf den Schusterberg nahe Friedenfels schmerzvoll zu spüren bekommt. Fahrtechnisch zeigt sich das Gelände hingegen eher von der "sanfteren" Seite was aber was aber nicht heißt, dass der Streckenverlauf langweilig wäre. Ganz im Gegenteil, der Oberpfälzer Wald offenbart erst im schwer zugänglichen Gelände seine wahre Bilderbuchlandschaft. Da die Strecke bis auf wenige Schlüsselstellen keine ausgefeilten Fahrfähigkeiten verlangt, kann die Umgebung umso achtsamer wahrgenommen werden, was postwendend dem Naturgenuss und dem prickelnden Erlebnisfeeling zugute kommt.

Der früher häufig kritisierte hohe Asphaltanteil wurde bis auf wenige Ausnahmen auf ein Minimum reduziert. Neben kürzeren Trail- und Wurzelpassagen überwiegt grundsätzlich der abwechslungsreiche Tourcharakter mit imposanten Aussichten wie z.B. auf die Platte im Steinwald (Fichtelgebirge). Auf der höchsten Erhebung (946 m) ist der 33 m hohe Oberpfalzturm von weitem sichtbar. Für wen die 70 km Runde zu heftig ist, kann unterwegs an der Streckengabelung (KM 45) auf die küzrere 54 km-Variante abzweigen, die gut 300 Höhenmeter weniger aufweist.

Bild: Falkenberg
Über der schmucken Marktgemeinde im Stiftland an der Waldnaab trohnt auf einem mächtigen Felssporn die Burg - das Wahrzeichen von Falkenberg.
Hinweis: Zum Schutz der Natur verzichtet der Veranstalter auf die Veröffentlichung von Track-Daten verbunden mit dem Appell, aufgezeichnete Tracks bitte nicht zu veröffentlichen.

Wird dieses Schild passiert, der hat's fast geschafft. Nun heißt es nur noch den letzten Wadelzwicker mit einer Ø - Steigung von 7.5% zu bezwingen. Mickrige 60 Höhenmeter, doch nach der zermürbenden Berg- und Talfahrt entpuppt sich der finale Stich trotzdem als echter Quälgeist.

Ist der letzte Anstieg bezwungen wird auf dem Hochplateau die größte Landbohranlage der Welt passiert. Mit dem 83 m hohen Bohrturm gelang bis zur Beendigung des kontinentalen Tiefbohrprogramms im Jahr 1994 eine 9.1 km tiefe Bohrung, wo Temperaturen von 265 °C herrschen.
Verpflegungsstellen
- Siegritz
- Waldsassen
- Flossenbürg
- Falkenberg
Für die Kinderstrecke befindet sich in Wildenreuth eine Verpflegungsstation.

Die reichhaltige Auswahl an den Verpflegungsstationen kann sich sehen lassen. Von Energiehäppchen und regionaltiypischen Leckereien bis hin zu Obst, Brötchen, Gurken, Tomaten, Kuchen sowie einem vielfältigen Getränkeangebot - kurzum, es fehlt an Nichts. Schließlich will der erhöhte Energieumsatz zur rechten Zeit gedeckt sein, weil sonst der Mann mit dem Hammer droht (Hungerast). Das kulinarische Angebot ist aller Ehren wert.I m Ziel gibt es Pizza, Flammkuchen, Nudeln (zubereitet von der BRK Bereitschaft Windischeschenbach) sowie deftiges Grillgut. Mehr als 90 Helfer kümmern sich an den historischen Standorten in Waldsassen, Flossenbürg und Falkenberg um das Wohl ihrer ausgemergelten Gäste, weshalb der Verpflegungsservice einen exzellenten Ruf genießt.

Sofern Hitze herrscht und der Schweiß in Strömen fließt kühlt der Fahrtwind in den darauffolgenden Abfahrten sowie schattige Waldpassagen den Körper wieder effektiv runter was die körperlichen Strapazen lindert.

Im schmucken Ort Falkenberg trifft sich an der Verpflegungsstelle sozusagen die "Radsportwelt", da die letzte Labe vor dem Ziel ein Strecken-Knotenpunkt ist. Neben hochkalorischem Energyfood und regionalen Spezialitäten wird am 25 Juni 2023 wieder frisch gezapftes Zoigl-Bier ausgeschenkt. Ob unterwegs, an den Verpflegungslaben oder im Ziel, überall schlägt einem eine fröhliche Stimmung entgegen.

Strahlende Gesichter kehren den inneren Gemütszustand nach außen und spiegeln trotz kräftezehrender Anstrengung Freude und Glücksempfinden wider. Letztlich ist die Mimik auch Zeugnis dafür, wie zufrieden man als Teilnehmer bei der Panoramatour ist. Wird im Ziel spontan in die Runde gefragt, welches Resümee über die Veranstaltung gezogen wird, dann kommt es unisono wie aus der Pistole geschossen: es ist einfach suuuuuper.

Eric Frenzel (Nordischer Kombinierer) sorgte für den "Promi-Faktor". Der Olympiasieger (2014/ 2018) sowie dreifacher Einzel-Weltmeister und fünfmaliger Sieger der Gesamtwertung des Weltcups nahm die 170-KM Strecke unter die Pneus. Er war vom Streckencharakter sichtlich angetan, auch wenn die permanenten Anstiege sogar einem Profiathleten wie ihm viel Manpower abverlangte.

Eskortiert von drei Polizeimotorrädern erreichen die Sieger der Marathonstrecke das Zielgelände.

Würdige Geste: Alexander Heimler (33 Jahre) zog nach "Niki-Lauda-Manier" vor seinem älteren Widersacher Markus Biersack (46 Jahre) erfürchtig seine Kappe. Bemerkenswert: für Sportlehrer Heimler - der jährlich etwa 20.000 km radelt - war es erst der zweite Radmarathon seiner dreijährigen Radsportlaufbahn.
Derartige Höchstleistungen bleibt Radsport-Amateuren vorbehalten. Nichtsdestotrotz prägt der familiäre Charakter das Breitensport-Event, das mit seinem großen Streckenangebot jedes Leistungsvermögen anspricht.

Geehrt wurden die teilnahmestärksten Gruppen von der Zoiglkönigin Lena Müller und Zoiglprinzessin Julia Franz. Dazu gab es die begehrten Zoigl-Gutscheine von 10 bis 50 Liter. Das Team von der IGZ Falkenberg räumte mit 65 Teilnehmern die verdiente "Flüssigkeits-Siegprämie" ab. Auf Platz zwei und drei landeten DJK Pressath und der VC Concordia aus Pirk.

Fesche Produkt-Botschafterinnen: Zoiglkönigin Lena Müller und Zoiglprinzessin Julia Franz.
Am 28. Juni jährt sich zum 27. Mal die beliebte Panoramatour in der nördlichen Oberpfalz. Zehn Streckenvarianten aller Schwierigkeitsgrade führen ab Windischeschenbach quer durch die einmalige Natur- und Kulturlandschaft des Oberpfälzer Waldes. Das stetige Auf und Ab der längeren Strecken verlangt gute Kraftausdauer, denn fast 3.000 Höhenmeter (Marathon) sind selbst für gut trainierte Cracks kein Honigschlecken, zumal die Anstiege bis ins Ziel kein Ende nehmen. Wahrlich kein Pappenstiel. Das Gute daran: je nach Befindlichkeit, Lust und Laune kann an Streckenverzweigungen spontan auf eine kürzere Variante abgezweigt werden.

Natürlich ist bei weitem nicht jeder Teilnehmer vom reinen Leistungsprinzip beseelt. Das ausgewogene Streckenspektrum spricht auch Familien- und Genussradler an, die dem Hamsterrad des Alltags in einer weitestgehend unberührten Naturlandschaft entfliehen wollen.
Die 13 km lange Familienrunde weist nur 200 hm auf, während die 40 km Schleife mit 660 hm hingegen ein wenig mehr Wadenschmalz verlangt. Insofern kommen Freizeitradler und Sprässlinge auf moderaten Streckenverläufen nicht minder auf ihre Kosten als Leistungssportler im bergigen Terrain. Statt sich über Gebühr zu verausgaben steht Genussradlern eben der Sinn mehr nach Erlebnisspaß.

Die Panoramatour eröffntet sagenhafte Rundblicke über den Oberpfälzer- Stein- und Böhmischen Wald bis hinüber zu den Höhenzügen des Fichtelgebirges. Das waldreiche Mittelgebirge - als Teil des größten zusammenhängenden Waldgebirges auch "Grüne Lunge Bayerns“ genannt - ist für sauerstoffjapsende Radsportler geradezu prädestiniert. Fahrspaß auf schwach befahrenen Nebenstraßen lässt nicht lange auf sich warten.
Familienstrecke enthält kurze Schotterabschnitte. Auf halbem Wege sorgt eine kleine "Kinderverpflegungsstelle" für Energienachschub.

Lieblich gewellte Naturlandschaft, perfekte Organisation, übersichtliche Wegweisung und leckere Verpflegung machen die Panoramatour zu dem was sie seit vielen Jahren ist: zum herausragenden Radsportereignis in der nördlichen Oberpfalz. Von der traditionsreichen Feinschmecker-Region profitieren Radsportler mit erhöhtem Kalorienbedarf ganz besonders. Der Veranstalter RSV Concordia Windischeschenbach e.V. kredenzt auf allen Verpflegungsstationen feine Energiehäppchen in Riesenauswahl. Leicht verdauliche, regionaltypische Schmankerl - zubereitet nach überlieferten Hausrezepten - versorgen die Brennstoffzellen mit nötiger Power, damit einem die Beine mit frischer Schubkraft schwungvoll über die Berge des Oberpfälzer Waldes tragen.
Die großformatige Beschilderung ist vorbildhaft, wobei auch gefährliche Stellen (z.B. steile Abfahren, Kreuzungen etc.) angezeigt werden. womit man sich rechtzeitig auf bevorstehende (Gefahren-) Situationen einstellen kann.

Freundliche "Edelhelfer" am Zapfhahn
Das Gebot der Stunde bei Hitze: Trinken, trinken und nochmals trinken. Um einer Dehydrierung vorzubeugen ist an heißen Sommertagen rechtszeitiger Flüssigkeitsnachschub das A & O.

Solange man als ebenbürtiger Fahrer einen Windschatten in der Gruppe halten kann, wird reichlich Energie gespart.
Europäische Wasserscheide

Vor der Straßeneinmündung nach Herzogöd, kurz bevor die C-Strecke abzweigt steht die Hinweistafel "Europäische Wasserscheide" (722 m). Hier fließt das Wasser unaufhaltsam entweder via Elbe in die Nordsee oder in südöstlicher Richtung via Donau ins Schwarze Meer.
Wer mit dem "Inneren Schweinehund" hadert, radelt einfach direttissima zur 20 km entfernten Verpflegungsstation nach Falkenberg. Nachdem die leer gefegten Kohlenhydratspeicher aufgeladen sind und ein frisches Zoigl oder alkoholfreies Getränk den Durst löschte, spult man die finalen 20 Kilometer nach Windischeschenbach leichtfüßiger ab.
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| © Concordia Windischeschenbach e.V. |
Das Radsporthighlight ist das touristische Aushängeschild des Oberpfälzer Waldes. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltung haben Sponsoren, Förderer, Feuerwehr, Polizei, und ehrenamtliche Helfer der Vereinsmitglieder, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.
Anreise
Windischeschenbach (Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab) liegt verkehrsgünstig an der A 93 Regensburg - Hof, und ist von der Domstadt (100 km) bzw. Hof (79 km) bequem erreichbar. Auch zu den angrenzenden Bundesländern Thüringen (A 9) und Sachsen (A72) bestehen direkte Autobahnverbindungen.
Kontaktdaten 
Concordia Windischeschenbach e.V.
Jahnstraße 11
92670 Windischeschenbach
Tel.: 096 81 - 67 38 181
E-Mail: jmetelka@concordia-we.de
Web: Panoramatour
Weitere Informationen:
Tourismuszentrum Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Tel.: 09602 - 791 522
E-Mail: tourismus@neustadt.de
Tourismuszentrum Landkreis Tirschenreuth
Tel.: 09631/88223



